DE2210937A1 - Verfahren zur Hydroformylierung von olefinischen Verbindungen und Hydroformylierungskatalysator auf der Basis von durch Komplexbildung modifiziertem Kobaltcarbonyl - Google Patents
Verfahren zur Hydroformylierung von olefinischen Verbindungen und Hydroformylierungskatalysator auf der Basis von durch Komplexbildung modifiziertem KobaltcarbonylInfo
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Description
500-13.439Ρ 7. 3·
(Frankreich)
Verfahren zur Hydroformylierung von olefinischen
Verbindungen und Hydroformylierungskatalysator auf der Basis von durch Komplexbildung
modifiziertem Kobaltcarbonyl
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Her stellung von Aldehyden und Alkoholen durch Umsetzung olefinischer
Verbindungen mit Kohlenoxid und Wasserstoff unter Druck bei erhöhten Temperaturen in Gegenwart eines Ka
talysators auf der Basis von mit einem Komplexbildner mo-
5OO-(193)-DDR + BRD - Nö-r (13)
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difiziertem Kobaltcarbonyl sowie einen entsprechenden Katalysator.
Es ist bekannt, daß olefinische Verbindungen mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart
eines Katalysators zu Aldehyden und/oder Alkoholen umgesetzt werden können, die ein Kohlenstoffatom mehr besitzen
als das eingesetzte Olefin. Solche mit Hydroformylierung bzw. Pormylierung bezeichneten Verfahren sind beispielsweise
in "Encyclopedia of Chemical Technology" von Kirk-Othmer, 2. Auflage, S. 373 bis 390, beschrieben.
Für die Hydroformylierung wird im allgemeinen Kobaltcarbonyl als Katalysator verwendet. Die Form des Kobaltcarbonyls
ist dabei je nach Druck und Temperatur der Hydroformylierung
variabel, meist arbeitet man jedoch mit Dikobaltoctacarbonyl.
Das Kobaltcarbonyl kann einfach aus Kobalt oder Kobaltsalz durch Reduktion mit Wasserstoff in
Gegenwart von Kohlenoxid unter Druck hergestellt werden. Ee wird insbesondere in situ durch Einführung von Kobalt
oder Kobaltverbindungen in den Hydroformylierungsreaktor
erzeugt. Die Anwendung von Kobaltcarbonyl als Katalysator ist indessen in der Praxis mit einigen Nachteilen verbunden,
und zwar ist die Reaktionsgeschwindigkeit gering, die
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Zusammensetzung des erhaltenen Produktes nicht ausreichend
definiert, und vor allem kann das Kotaltcarbonyl nicht ohne
Zersetzung oder Umwandlung von der Beaktionsmischung abgetrennt
werden, was zu Kobaltverlusten führte
F1S wurde bereits vorgeschlagen, K ob alt carbonyl durch
Komplexbildner oder Liganden zu modifizieren Dabei lagern
sich wahrscheinlich einer oder mehrere dieser Liganden an
das Kobaltatom unter Bildung eines Molekülkomplexes an, dessen genaue Formel jedoch nicht bekannt ist. Als Liganden
wurden u. a. Phosphine vorgeschlagen, die jedoch zu einem
Katalysator führen, der die Reaktion in Richtung euf die Bildung von Alkoholen beeinflußt. Technisch vorteilhafter
ist dagegen die Herstellung von Aldehyden, da diese Zwischenprodukte bzw. Ausgangsmaterialien für die Herstellung
einer großen Vielzahl von Produkten sind (wie von Säuren, Alkoholen, Harzen usw.).
Als Liganden wurden auch stickstoffhaltige cyclische Verbindungen wie Pyridin, Furfurylamin oder aromatische
Nitrile vorgeschlagen, aber die damit erhaltenen Komplexe sind nicht stabil. Sie werden vielmehr bei der Abtrennung
der im Hydroformylierungsprodukt enthaltenen Aldehyde durch Destillation zersetzt, insbesondere dann, wenn die Destil-
£AD ORKStNAL
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lation bei erhöhter Temperatur oder relativ hohem Vakuum stattfindet. Es wurde ebenfalls vorgeschlagen, Polyamine
zu verwenden, bei deren Anwesenheit jedoch ein erheblicher Anteil an schweren Produkten mit hohem Siedepunkt gebildet
wird, die industriell nicht gut verwertbar und mithin unerwünscht sind.
Ziel der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Hydroformylierung olefinischer Verbindungen in Gegenwart eines
neuen komplexen Katalysators, der stabil ist und dabei die Erzeugung eines Hydroformylierungsproduktes ermöglicht, das
einen hohen Prozentsatz Aldehyd und praktisch keine schweren Produkte enthält.
Das zu diesem Zweck entwickelte erfindungsgemäße Hydroformylierungsverfahren
ist dadurch gekennzeichnet, daß ale Katalysator durch" Alkylaminopropionitril der allgemeinen
Formel
R-NH-CH-CH2-CN
R1
in der R ein Alkylrest mit zumindest 4 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise weniger als 20 Kohlenstoffatomen und R1
Wasserstoff oder ein linearer Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlen-
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stoffatomen ist, modifiziertes Kobaltcarbonyl verwendet
wird.
Es wurde einerseits gefunden, daß Alkylaminopropionitrile mit Kobaltcarbonylen stabile Komplexe bilden, die
durch Destillation von der Hydroformylierungsmischung getrennt werden können. Andererseits kann mit den komplexen
Katalysatoren aus Kobaltcarbonyl und Alkylaminopropionitril
ein Hydroformylierungsprodukt erhalten werden, das etwa 96 bis 97 # Aldehyde enthält. Darüber hinaus übersteigt
die Menge an schweren Produkten niemals 8 % des Reaktionsproduktes ο Außerdem wird praktisch keine Hydrierung des
Olefins zum gesättigten Kohlenwasserstoff beobachtet.
Wenn der Alkylrest R weniger als 4 Kohlenstoffatome enthält, erhält man einen komplexen Katalysator, der zwar
aktiv aber nicht stabil ist und sich während der Reaktion zersetzt. Wenn der Alkylrest R mehr als 20 Kohlenstoffatome
enthält, ist der Gewichtsanteil des Aminonitrils im Katalysator hoch und die katalytische Aktivität vermindert.
Die Alkylaminopropionitrile werden in bekannter Weise durch Umsetzung eines Amins der Formel RNH2 mit einem Acrylnitril
der allgemeinen Formel R1CH=CH-CN erhalten. Es ist
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zu bemerken, daß Acrylnitrile mit einem Alkylrest R· mit
mehr als 5 Kohlenstoffatomen nicht bekannt sind.
Der komplexe Katalysator wird durch Umsetzung von Kobalt
oder einer Kobaltverbindung und Alkylaminopropionitril unter Wasserstoffdruck in Gegenwart von Kohlenmonoxid hergestellt.
Diese Herstellung kann gesondert vorgenommen werden, wird jedoch vorzugsweise im Hydroformylierungsreaktor
durchgeführt.
Man läßt solche Mengen an Alkylaminopropionitril und Kobaltverbindungen miteinander reagieren, daß das Molverhältnis von Alkylaminopropionitril zu Kobalt zumindest
gleich 3 ist und vorzugsweise unter 10 liegt· Bei Molverhältnissen unter 3 ist der erhaltene Kobaltcarbonyl-Alkylaminopropionitril-Komplex nicht stabil. Bei Verhältnissen
über 10 wird keinerlei zusätzliche Wirkung mehr festgestellt.
Der komplexe Kobaltcarbonyl-Alkylaminopropionitril-Katalysator gestattet die Hydroformylierung aller aliphatischen, cycloaliphatiechen oder araliphatischen Verbindungen mit einer äthylenischen Bindung und 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 2 bis 12 Kohlenstoffatomen.
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Man kann auch olefinische Verbindungen behandeln, die mehrere nichtkonjugierte Doppelbindungen oder unter den Reaktionsbedingungen
inerte Substituenten wie beispielsweise Alkoxygruppen enthalten· Unter diesen Verbindungen sind
Äthylen, Propylen, Hexen-(1), Hepten-(1), Decen-(1), Hexadecen-(i),
Tetradecen-(i), Cyclohexen, Styrol, Propenylbenzol, Allylalkohol, Allylmethyläther und Mischungen von
Olefinen, wie sie während der Oligomerisierung von Proben und Buten erhalten werden, zu nennen.
Die Hydroformylierung kann mit dem erfindungsgemäßen
komplexen Katalysator bei Temperaturen von 70 bis 200 0C,
vorzugsweise 100 bis 140 0C unter Drucken von 20 bis 300 at,
vorzugsweise 50 bis 200 at durchgeführt werden. Die Mengen an Wasserstoff und Kohlenoxid sind vorlausweise derart,
daß das Verhältnis H2/CO zwischen 0,7 und 2 liegt. Ein
WasserstoffÜberschuß stört nicht, da bei Anwesenheit des
komplexen Kobaltcarbonyl-Alkylaminopropionitril-Katalysators keine Tendenz zur Bildung von Alkohol besteht. Im
übrigen wird praktisch keine Hydrierung des behandelten Olefine beobachtet.
Man verwendet vorzugsweise 0,1 bis 2 Gew.-^ Katalysator
(berechnet für Kobalt und bezogen auf die Menge der
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eingesetzten olefinischen Verbindung).
Die Hydroformylierung kann ohne zusätzliche Zugabe von Lösungsmittel erfolgen. In diesem Fall dienen die olefinischen
Verbindungen als Lösungsmittel. Es ist indessen vorteilhaft, unter den Reaktionsbedingungen inerte Lösungsmittel
einzusetzen. Als Lösungsmittel sind Cyclohexan oder Xylol, Toluol oder n-Butylphthalat zu nennen· Die als Reaktionsprodukte
entstehenden Verbindungen können ebenfalls vorzugsweise als Lösungsmittel dienen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird beispielsweise in einem vertikalen Hochdruckrohr durchgeführt: Am unteren
Ende des Rohres werden die äthylenischen Verbindungen und die Mischung von Kohlenoxid und Wasserstoff, der komplexe
Kobaltcarbonyl-Alkylaminopropionitril-Katalysator oder eine Kobaltverbindung und Alkylaminopropionitril und ggf.
ein Lösungsmittel eingeführt. Die Reaktionsmischung und der Katalysator werden nach Druckentlastung durch Destillation
getrennt. Die Aldehyde werden von der Reaktionsmischung
durch Destillation bei Atmosphärendruck oder vermindertem Druck isoliert. Der den Katalysator enthaltende
Destillationsrückstand wird in den Reaktor zurückgeführt.
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In einen 2-1-Autoklaven, der "bei einer Temperatur von
etwa 121 + 2 0C gehalten wird, werden 2,8 Mol Propylen,
350 cm^ Toluol, 8,7 x 10~* Mol Dikobaltoctacarbonyl, eine
solche Menge sek» Butylaminopropionitril, daß das Verhältnis Q (Mol Alkylaminopropionitril/g-Atom Kobalt) bei 3,4
liegt und ein Synthesegas mit Wasserstoff und CO in einem Molverhältnis H2/C0 von 1,15 eingeführt» Der Druck steigt
auf 283 at und fällt dann durch Gasabsorption auf 195 at. Er wird durch Einführung von Synthesegas bei diesem Wert
gehalten. Die Eeaktion wird 112 Minuten lang durchgeführt.
Dann wird entspannt und eine ockergelbe Reaktionsmischung erhalten, die unter einem Druck von 105+5 Torr destilliert
wird. Die Ausbeute an Hydroformylierungsprodukten mit C. beträgt 84,4 $, und das Hydroformylierungsprodukt
enthält 96,8 # Aldehyd mit 75,0 # n-Butyraldehyd. Aldehydverluste
durch Destillation treten nicht auf. Der Destillationsrückstand ist durchsichtig und rot gefärbt, was
zeigt, daß der Katalysator nicht zersetzt ist.
Es wird unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend
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gearbeitet, aber mit n-Octylaminopropionitril. Es wird eine
Temperatur von 120 bis 124 0C aufrechterhalten. Der Druck
liegt zu Beginn bei 283 at, fällt dann ab und wird bei 190 at gehalten; die Reaktionsdauer beträgt 161 Minuten.
Die erzielte Umwandlung liegt bei 82,9 $> und das Hydroformylierungsprodukt
enthält 95,2 $ Aldehyd mit 74,2 $>
n-Butyraldehydo
Es wird unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 gearbeitet, aber unter Verwendung von n-Butylaminopropionitril
und mit einem Verhältnis Q von 2,0. Die Reaktion wird bei 119 bis 123 0C und unter einem Druck von 287 bis 194 at
bei einer Reaktionsdauer von 163 Minuten durchgeführt. Die Reaktionsausbeute bzw. Umwandlung beträgt 87,2 %. Das erhaltene
Produkt enthält 96,8 # Aldehyde mit 76,0 56 n-Butyraldehyd.
Bei der Destillation zersetzt sich ein Teil des Katalysators unter Bildung einer schwärzlichen Ablagerung
an den Wänden der Destillationsapparatur.
In den gleichen Reaktor wie in Beispiel 1 werden 1,51
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Mol Hepten-(1), 420 cm5 n-Butylphthalat, 5,85 x 10~5 Mol
Co2(CO)8, Laurylaminopropionitril in einer solchen Menge,
daß das Verhältnis Q "bei 3,4 liegt und eine H2 und CO in
einem Verhältnis von 1,15 bis 1,20 enthaltende Gasmischung eingeführt. Die Reaktion wird "bei einer Temperatur von
140 0C unter einem Druck durchgeführt, der zunächst bei
278 at liegt und auf 220 at abfällt und bei diesem Wert gehalten wird. Man läßt die Mischung 123 Minuten lang reagieren.
Das Produkt wird unter einem Druck von 6 bis 12 Torr destilliert. Der Destillationsrückstand ist durchsichtig
und rot gefärbt. Die Umwandlung von Hepten-(i) liegt bei 78,2 %* Das erhaltene Reaktionsprodukt enthält 85 fo
Aldehyd mit 79,0 $ linearem Produkt. Der Prozentsatz an
schweren Produkten mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen liegt bei 6,8 #. Das Reaktionsprodukt entii.^ weniger als 0,1 $>
Heptan.
Beispiel 5
1· Versuch
1· Versuch
Ee wird in einem 2-1-Autoklaven unter folgenden Bedingungen
gearbeitet:
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Olefin; | 2,7 | Mol | Propylen |
H2/CO: | 1,2 | ||
Lösungsmittel: | 350 | cm | Toluol |
Co2(CO)8: | 8,8 | χ 1 | Ο"5 Μ |
Ligand: | Lau | ryla | minopropi |
Verhältnis Q: | 3,4 | ||
Temperatur: | 120 | 0C | |
Druck: | 150 | at | |
Reaktionsdauer: | 81 | min |
Die Destillation erfolgt bei 114 Torr (mit einer Fehlerbreite von 13 Torr). Unter diesen Bedingungen beträgt
die Propylenumwandlung 80,5 #.
2. Versuch
Der Destillationsrückstand des vorangehenden Versuchs wird entnommen und die Katalysatorkonzentration durch Zusatz
von Lösungsmittel eingestellt und das Material in den mit Stickstoff durchspülten Autoklaven eingeführt. Es erfolgt
dann die Hydroformylierung unter den gleichen Bedingungen
wie beim ersten Versuch, Man läßt 72 Minuten lang reagieren. Die Umwandlung liegt bei 79,8 #.
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Die gewählten Arbeitsbedingungen waren folgende:
Propylen: | 3 Mol |
H2/CO: | 1,2 |
Toluol: | 450 cm^ |
Co2(CO)8: | 1,1 χ 10~5 M |
Ligand: | Isopropylaminopropionitril |
Verhältnis Q: | 3,4 |
Temperatur: | 120 0C |
Drucks | 230 at |
Reaktionsdauer: | 153 Minuten |
Die Umwandlung liegt bei 91,5 #, aber bei der Destillation
wird ein Teil des Katalysators zersetzt, und es bildet sich, eine schwärzliche Ablagerung an den Wänden des
Kolbens. Außerdem ist der Destillationsrückstand trüb.
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Claims (8)
- Patentansprüche\1J. Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Alkoholen durch Umsetzung olefinischer Verbindungen mit Kohlenoxid und Wasserstoff unter Druck bei erhöhten Temperaturen in Gegenwart eines Katalysators auf der Basis von mit einem Komplexbildner modifiziertem Kobaltcarbonyl, dadurch gekennzeichnet , daß als Katalysator durch Alkylaminopropionitril der allgemeinen FormelR-NH-CH-CH2 f CNR'in der R ein Alkylrest mit zumindest 4 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise weniger als 20 Kohlenstoffatomen und R1 Wasserstoff oder ein linearer Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen ist, modifiziertes Kobaltcarbonyl verwendet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgesehene Mengenverhältnis von Alkylaminopropionitril zu Kobaltcarbonyl einem Molverhältnis von zumindest 3, vorzugsweise weniger als 10 entspricht.209843/1 17 1
- 3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydroformylierung bei Temperaturen von
70 bis 200 0C, vorzugsweise 100 bis HO 0C durchgeführt
wird. - 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Hydroformylierung unter einem Druck von 20 bis 300 at, vorzugsweise 50 bis 200 at
durchgeführt wird. - 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mengen an Wasserstoff und Kohlenoxid derart sind, daß das Verhältnis H2 J CO zwischen 0,7 und 2 liegt.
- 6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bezogen auf Kobalt und die
Menge der eingesetzten olefinischen Verbindung 0,1 bis 2
Gew.-% Katalysator verwendet werden. - 7· Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter den Reaktionsbedingungen inertes Lösungsmittel verwendet wird.209843/1 171
- 8. Hydroformylierungskatalysator auf der Basis von mit einem Komplexbildner modifiziertem Kobaltcarbonyl, dadurch gekennzeichnet, daß der Komplexbildner ein Alkylaminopropionitril der allgemeinen FormelR-NH-CH-CH9-CNist, in der R und R1 die oben angegebene Bedeutung haben·9· Verfahren zur Herstellung des Katalysators naoh Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet! daß man Kobalt oder Kobaltsalz mit Alkylaminopropionitril unter einem Wasserstoff druck in Gegenwart von Kohlenmonoxid umsetzt» wobei vorzugsweise ein Molverhältnis von Alkylaminopropionitril zu Kobalt von zumindest 3 und vorzugsweise weniger als gewählt wird.209843/ 1171
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