DE2207576A1 - Oxazolidinderivate - Google Patents
OxazolidinderivateInfo
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- C07D263/30—Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D263/34—Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
- C07D263/44—Two oxygen atoms
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG
Unser Zeichen: 0.Z.27 98I Sws/L
6700 Ludwigshafen, 15.2.1972
Oxazolidinderivate
Die vorliegende Erfindung betrifft neue wertvolle Oxazolidinderivate
mit guten fungiziden Eigenschaften, Fungizide, die diese Verbindungen als Wirkstoffe enthalten, und ihre Anwendung als
Fungizide.
Es ist bekannt, N-,3,5-Dichlorphenyloxazolidine, z.B. das N-J,5-Dichlorphenyl-5»5-dimethyl-oxazolidin-2,4-dion
als Fungizid zu
verwenden. Es hat ,jedoch nur eine schwache fungizide Wirkung.
verwenden. Es hat ,jedoch nur eine schwache fungizide Wirkung.
Es wurde gefunden, daß Oxazolidinderivate der allgemeinen Formel
Cl
wobei R^ und Rg gleich oder verschieden sind und einen Halogenalkenylrest
oder einen Alkenylrest, R., zusätzlich Wasserstoff
oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen oder R, und R2 zusammen einen Methylenrest bedeuten, eine gute fungizide Wirkung haben, die der bekannter Wirkstoffe überlegen ist.
oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen oder R, und R2 zusammen einen Methylenrest bedeuten, eine gute fungizide Wirkung haben, die der bekannter Wirkstoffe überlegen ist.
Folgende Verbindungen seien im einzelnen genannt:
N-(3, 5-Dichlorphenyl)-5-methyl-5-(1-bromvinyl)-oxazolidin-2,4-dion,
N-(3»5-Dichlorphenyl)-5-methyl-5-(2-brompropenyl)-2,4-oxazolidin-
N-(3,5-Dichlorphenyl)-5-(3 -brompropen-l-yl)-2,4-oxazolidindion,
N-(3»5-Dichlorphenyl)-5-methyl-5-vinyl-oxazolidin-2,4-dion,
N-(3»5-Dichlorphenyl)-5~methyl-5-propenyl-oxazolidin-2,4-dion,
N-(3,5-Dichlorphenyl)-5-methyl-5-(2,2-dimethylvinyl)-oxazolidin-2,4-dion,
690/71 -2-
O η η ο *"* / / 1 Λ η 1
- 2 - O.Z. 27 981
N-(j5,5-Dichlorphenyl)-5-propenyl-5-vinyl-oxazolidin-2,4-dion,
N-(3,5-Dichlorphenyl)-5-methylen-oxazolidin-2,4-dion. Pp I2U0C*
Die neuen Verbindungen zeigen eine sehr gute Wirkung gegen phyfcopathogene
Pilze sowie auch gegen Pilze, die industrielle Erzeug·?
nisse zerstören, z.B.
Erysiphe graminis ■
Erysiphe cichoriacearum
Botrytis cinerea
Monilia fructigena '
Piricularia oryzae ü
Pellicularia filamentosa
Sclerotinia sclerotiorum
Aspergillus niger
Chaetomium globosum
Die neuen Verbindungen sind sowohl gegen phytopathogene Pilze als
auch gegen Pilze, die auf industriellen Erzeugnissen, z.B. Textilien, Parbanstriehen und zellulosehaltigen Materialien, gedeihen,
einsetzbar. Sie dienen insbesondere zur Verhütung und Heilung von Pflanzenkrankheiten, die durch Pilze verursacht werden.
Die erfindungsgemäßen Mittel können als Lösungen, Emulsionen,
Suspensionen oder Stäubemittel angewendet werden. Die Anwendungsformen richten sich ganz nach den Verwendungszwecken! sie sollen ,
in jedem Fall eine feine Verteilung der wirksamen Substanz gewährleisten. .,;...
Zur Herstellung von direkt versprühbaren Lösungen können Kohlenwasserstoffe mit Siedepunkten höher als 150°C, z.B. Tetrahydronaphthalin
oder alkylierte Naphthaline, oder organische Flüssigkeiten mit Siedepunkten höher als 15O0C und einer oder mehreren
funktioneilen Gruppen, z.B. der Ketogruppe, der Äthergruppe, der Estergruppe oder der Amidgruppe, wobei diese Gruppen als Substituent
an einer Kohlenwasserstoffkette stehen oder Bestandteil eines heterocyclischen Ringes sein können» als Spritzflüssigkeiten
verwendet werden.
Wäßrige Anwendungsformen können aus EmuIsionskonzentraten, Pasten
oder netzbaren Pulvern (Spritzpulvern) durch Zusatz von Wasser bereitet werden. Zur Herstellung von Emulsionen können die Sub-
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- 3 - ο.ζ. 27 981
stanzen als solche oder in einem Lösungsmittel gelöst mittels Netz- oder Dispergiermitteln, z.B. Polyäthylenoxldadditionsprodukten
in Wasser oder organischen Lösungsmitteln homogenisiert
werden. Es können aber auch aus wirksamer Substanz, Emulgier- oder Dispergiermittel und eventuell Lösungsmittel bstehende Konzentrate
hergestellt werden, die zur Verdünnung mit Wasser geeignet sind.
Stäubemittel können durch Mischen oder gemeinsames Vermählen der
wirksamen Substanzen mit einem festen Trägerstoff, z.B. Kieselgur, Talkum, Ton oder Düngemittel hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung in Bezug auf die Darstellung der Verbindungen und deren Anwendung.
Die Wirkstoffe können auch gemischt werden mit einem Fungizid, Insektizid, Herbizid, Wachstumsregulator oder Bodendesinfektionsmittel.
Beispiel 1
N-3, ^-Dichlorphenyl-S-nie thyl-5-vinyl-oxazolidindion
In einer Rührapparatur werden 35 Teile 3,5-Dichlorphenylisocyanat,
26 Teile Vinylmilchsäureäthylester und 5 Teile Triäthylamin in 600 Teilen Benzol 6 Stunden am Rückfluß gehalten. Nach dem Aufkonzentrieren
der Reaktionsmischung und der Entfernung des Triäthylamins werden farblose Kristalle (42 Teile) erhalten, die
aus Methanol umkristallisierbar sind und dann einen Schmelzpunkt von 104 bis 105°C zeigen.
Beispiel 2
N-^,5-Dichlorphenyl-5-methyl-5-(l-bromvinyl)-oxazolidindion
30 Teile N-3,5-Dichlorphenyl-5-(l,2-dibromäthyl)-oxazolidin-2,4-dion
(Fp 147 bis 149°C) (erhalten aus N-3,5-Dichlorphenyl-5-methyl-5-vinyl-oxazolidindion
durch Umsetzung mit Brom) werden in 100 Teilen Benzol mit 5 Teilen K-t-butylat versetzt
und 48 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Entfernung von Salz und Base wird eingeengt. Man erhält farblose Kristalle vom
Schmelzpunkt 90 bis 95°C (Hexan).
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- 4 - O. Z. 27 981
Die Wirkstoffe werden einer für das Wachstum des Pilzes Asper*-
gillus niger optimal geeigneten Nährlösung in Mengen von 100, 75*
50, 25, 10, 5 und 1 Gewichtsteil(en) pro Million Teile Nährlösung zugesetzt. Es werden jeweils 20 ml der so behandelten Nährlösung
in 100 ml Erlenmeyerkolben mit 0,3 mg Aspergillus-Pilzsporen
beimpft. Die Kolben werden 120 Stunden lang bei 360C erwärmt
und anschließend das Ausmaß der Pilzentwicklung, das bevorzugt auf die Nährlösungsoberfläche erfolgt, beurteilt.
0 = kein Pilzwachstum, abgestuft bis 5 = ungehemmtes Pilzwachstum
(Pilzdecke auf der Nährlösungsoberfläche geschlossen)
Wirkstoff Wirkstoffmenge in der Nährlösung
... Teile pro Million Teile Nährlösung
100 75 50 25 10 5 1
Cl 0
Cl 0
Jr-Q 0 OOOO25
Cl 0 CH=CH2
0 000335
0 υπ2
Cl 0
(2) (Vergleichsmittel)
Kontrolle (unbehandelt)5
Blätter von in Topfen gewachsenen Gerstenkeimlingen werden mit
wäßrigen Emulsionen aus 80 % Wirkstoff und 20 % Emulgiermittel
-5-309834/1101
- 5 - ο.ζ. 27 98l.
besprüht und nach dem Antrocknen des Spritzbelages mit Oidien (Sporen) des Qerstenmehltaus (Erysiphe graminis var. hordei) bestäubt.
Die Versuchspflanzen werden anschließend im Gewächshaus
bei Temperaturen zwischen 20 und 220C und 75 bis 80 % relativer
Luftfeuchtigkeit aufgestellt. Nach 10 Tagen wird das Ausmaß der
Mehltaupilzentwicklung ermittelt.
0 = kein Befall, abgestuft bis 5 = Totalbefall
Befall der Blätter nach Spritzung mifc ^ ^iger Wirkstoffbrühe
0,2 0,1
Verbindung 1 0 2
Verbindung 2 (Vergleichsmittel) 4 5
Kontrolle (unbehandelt) 5 5
Blätter von in Töpfen gewachsenen Gurkenkeimlingen werden mit wäßrigen Emulsionen aus 80 % Wirkstoff und 20 % Emulgiermittel
besprüht und nach dem Antrocknen des Spritzbelages mit Oidien (Sporen) des Gurkenmehltaus (Erysiphe cichoriacearum) bestäubt.
Die Versuchspflanzen werden anschließend im Gewächshaus bei Temperaturen zwischen 20 und 22°C und 75 bis 8o % relativer Luftfeuchtigkeit
aufgestellt. Nach 10 Tagen wird das Ausmaß der Mehl taupilzentwicklung ermittelt.
0 = kein Befall, abgestuft bis 5 = Totalbefall
Befall der Blätter nach Spritzung Wirkstoff mit .. $iger Wirkstoffbrühe
0,2 0,1
Verbindung 1 0 2
Verbindung 2 (Vergleichsmittel) 4 5
Kontrolle (unbehandelt) 5 5
Man vermischt 90 Gewichtsteile der Verbindung 1 mit 10 Gewichtsteilen N-Methyl-o(-pyrrolidon und erhält eine Lösung, die zur Anwendung
in Form kleinster Tropfen geeignet ist.
-6-
309834/1 1 Ü 1
- 6 - ο.Ζ. 27 981
20 Gewichtsteile der Verbindung gemäß Beispiel 2 werden in einer
Mischung gelöst, die aus 8o Gewichtsteilen Xylol, 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 8 bis 10 Mol Äthylenoxid an 1
Mol Ölsäure-N-monoäthanolamid,' 5 Gewichtsteilen Calciumsalz der
Dodecylbenzolsulfonsäure und 5 Gewichtsteilen des Anlagerungs- , Produktes von ko Mol Äthylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht..
Durch Ausgießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion, die 0,02
Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
20 Gewichtsteile der Verbindung gemäß Beispiel 1 werden in einet*
Mischung gelöst, die aus 40 Gewichtsteilen Cyclohexanon, 30 Ge-..,-,'
wichtsteilen Isobutanol, 20 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 7 Mol Äthylenoxid an 1 Mol Isooctylphenol und 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Äthylenoxid an 1 Mol
Ricinusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine wäßrige
Dispersion, die 0,02 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
20 Gewichtsteile der Verbindung gemäß Beispiel 2 werden in einer
Mischung gelöst, die aus 25 Gewichtsteilen Cyclohexanol, 65 Gewichtsteilen
einer Mineralölfraktion vom Siedepunkt 210 bis 280°C und 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Äthylenoxid
an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man
eine wäßrige Dispersion, die 0,02 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
20 Gewichtsteile des Wirkstoffs gemäß Beispiel 1 werden mit 3 Gewichtsteilen des Natriumsalzes der Dlisobutylnaphthalin- ofsulfcnsäure,
17 Gewichtsteilen des Natriumsalzes einer Ligninsulfonsäure aus einer Sulfit-Ablauge. und 6o Gewichtsteilen pulverförmigem
Kieselsäuregel gut vermischt und in einer Hammermühle vermählen. Durch feines Verteilen der Mischung in 20 000 Gewichts-
-7-309834/1101
- 7 - O. Z. 27 981
teilen Wasser erhält man eine Spritzbrühe, die 0,1 Gewichtsprozent
des Wirkstoffs enthält.
3 Gewichtsteile der Verbindung 1 werden mit 97 Gewichtsteilen
feinteiligem Kaolin innig vermischt. Man erhält auf diese Weise ein Stäubemittel, das 3 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
feinteiligem Kaolin innig vermischt. Man erhält auf diese Weise ein Stäubemittel, das 3 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
30 Gewichtsteile der Verbindung 1 werden mit einer Mischung aus
92 Gewichtsteilen pulverförmigem Kieselsäuregel und 8 Gewichtsteilen Paraffinöl, das auf die Oberfläche dieses Kieselsäuregels
gesprüht wurde, innig vermischt. Man erhält auf diese Weise eine Aufbereitung des Wirkstoffs mit guter Haftfähigkeit.
-8-
309834/1101
Claims (1)
- - δ - O.Z. 27 981PatentansprücheOxazolidinderivate der allgemeinen Formel Clwobei R1 und R2 gleich oder verschieden sind und einen Halogerialkenylrest oder einen Alkenylrest, R1 zusätzlich Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen oder R1 und Rp zusammen einen Methylenrest bedeuten.. N-(^,5-Dichlorphenyl)-5-methyl-5-vinyl-oxazolidin-2,4-dion.3. Fungizid, enthaltend einen festen oder flüssigen Trägerstoff und eine Verbindung gemäß Anspruch 1.4. Vervgendung einer Verbindung gemäß Anspruch 1 als Fungizid.5. Verwendung einer Verbindung gemäß Anspruch 1 als Microbizid.6. NOiS-Diehlorphenyl^Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG309834/1101
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| D2 | Grant after examination | ||
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