DE2204153B2 - Temperaturmeßfühler für sehr tiefe Temperaturen - Google Patents
Temperaturmeßfühler für sehr tiefe TemperaturenInfo
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Description
— Gasthermometerskala (mit Volumenkonstanz) von 300 bis herunter zu 4.2° K;
— Skala des akustischen Thermometers "on 20 bis
2°K;
— Skala des Sättigungsdampfspannungsthermometers
von 5,4 bis 03° K. und
— elektronische paramagnetische Skala von Kelvin bis Millikelvin (mK) oder nukleare bis zu Mikrokelvin
Die Erfindung bezieht sich auf einen Temperaturmeßfühler nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Unter »sehr tiefen Temperaturen« wird dabei der »Subkelvin-Bereich« verstanden.
Die jüngsten F'ortschritte in der Tieftemperaturphysik zur Erreichung sehr niedriger Temperaturen
(Verdünnung von He3 in He4, Pemeranchule-Effekt,
nukleare Entmagnetisierung) sind ein Beweis für die zunehmende Bedeutung dieses Gebietes für die
Forschung insbesondere auf dem Gebiet der Festkörperphysik. Die Systematisierung der Messungen in
diesem Temperaturbereich setzt eine präzise, empfindliche und einfache Bestimmung der Temperatur voraus,
durch die eine zunehmend genauere Kenntnis der verschiedenen Parameter wie Wärmetransport, diverse
Eigenschaften d«r verwendeten Materialien und die Grundlagenforschung hinsichtlich des Aufbaus der
Materie ermöglicht werden.
Es ist jedoch bisweilen weder möglich noch zweckmäßig, den Verlauf der Temperatur jederzeit mit
einem derartigen Thermometer zu verfolgen, und zwar wegen dessen Trägheit oder seiner Wärmekapazität
oder eines parasitären Energiebeitrages. Auch kann seine Temperaturempfindüchkeit in Nähe einer bestimmten Temperatur ungenügend sein. Aus diesem
Grunde wird häufig die Eichung von anderen Thermometern (Thermometer zweiter Art) bevorzugt die
sorgfältig ausgewählt werden und von denen man gleichzeitig folgende Eigenschaften verlangt:
— ausgezeichnete Reproduzierbarkeit zur Vermeidung häufiger Eichungen;
— geringe Abmessungen und dabei einen guten thermischen Kontakt zur Erzielung einer großen
Ansprechgeschwindigkeit die Wärmeleitung dieser Kontakte ist empfindlich proportional V, und sie
sind mithin bei 1OmK um einen Faktor 10* schlechtere Wärmeleiter als bei 1°K; man ist nun
gezwungen, extrem geringe Meßleistungen anzuwenden, die in der Gegend von 10-'5 W liegen und
oft geringer sind als die parasitären elektrischen Leistungen (die in den Schaltungen durch Störungen
insbesondere im Labor auftreten); es erfolgt dann eine innere Aufheizung des Thermometers, welche
die Messung verfälscht;
— mögliche Anpassung an die zu untersuchenden Probleme, und zwar
entweder durch eine sehr große Empfindlichkeit um eine gegebene Temperatur herum oder
eine angemessene Empfindlichkeit über einen großen Temperaturbereich hinweg;
— größtmögliche Unempfindlichkeit gegenüber anderen Parametern als der Temperatur wie Druck,
Magnetfeld usw.
Die gängigsten angewandten Thermometer der zweiten Art haben als Meßfühler Kohle- oder
Germaniumwiderstände oder Halbleiterdioden.
Die wahrscheinlich auf ihre Agglomeratstruktur zurückzuführende thermische Hysterese der Kohlewiderstände hat zur bevorzugten Anwendung von
Germaniumwiderständen, einkristallinen dotierten Halbleitern, zwischen 1 und 1000K geführt. Diese sind
handelsüblich nachgebend in einer Metallkapsel montiert, mit der der thermische Kontakt durch He3 und He4
gewährleistet wird; sie können auch in einer Germaniumhülle fixiert sein, die mit dem Körper in Kontakt ist,
dessen Temperatur gemessen wird; dieser thermische
Kontakt ist bei sehr tiefen Temperaturen (unter Ο,ΓΚ)
und hinsientlich der Ansprechzeit ungenügend, die nicht besonders kurz ist. Bei Versuchen an Siliziumwiderständen von geringer Dicke, wie sie für die Herstellung von
Bolometern verwendet werden, konnten sehr geringe Zeitkonstanten von größenordnungsmäOig 100 μς zwischen
1 und 4° K erreicht werden (R. B a c h m a η η, H. C. KirschundT.H.Gebaur,R3.l„41[1970],S.547).
Derzeit gefertigte Sperrschichtdioden bieten eine gute mechanische Festigkeit, eine gute Auflösung und
eine gute Stabilität bei 1 bis 300° K, aber die freigesetzte Meßleistung in der Gegend von 10-5W ist viel zu hoch,
als daß man ihre Anwendung für sehr tiefe Temperaturen erwägen könnte.
Bei Temperaturen unter 0,]"K werden allein Kohlewiderstände
benutzt Bei ihrer Verwendung sofort nach der Herstellung verlieren sie alle Empfindlichkeit
unterhalb von 50 mK. Man bedient sich auch scheibenförmig zugeschnittener Widerstände von 03 mm Dicke
(J. B. Rod ich a ux, J. R und A. C. Anderson, RS.L,
40[1969], 1512) mit verbessertem thermischem Kontakt, die Messungen bis zu 10 mK ohne Empfindlichkeitsverlust
zulassen, jedoch in nur verhältnismäßig wenigen Fällen und bei einer Reproduzierbarkeit von 1%
innerhalb von einem Meßzyklus bei ein und demselben Widerstand.
Schließlich ist ein Temperaturmeßfühler der eingangs genannten Art bekanntgeworden (vgl. Review of
Scientific Instruments, Vol. 41, Nr. 4, April 1970, Seiten 547 bis 549), der hergestellt wird, indem n-leitendes
Silizium etwas unterhalb der kritischen Konzentration von 2 · 1018 cm-3 Überschußdonatoren dotiert wird, so
daß sein Widerstandswert im wesentlichen unendlich bei niedrigen Temperaturen ist Anschließend wird eine
ungefähr 5 μπι tiefe entartete Schicht auf einer
Außenfläche durch Eindiffusion von Phosphor erzeugt Zwei Ecken dieser Außenfläche werden dann mit
Wachs abgedeckt, und der übrige Teil der Außenfläche wird anschließend abgeätzt bis der Oberflächenwiderstand
bei 300° C sich zu ändern beginnt. Es werden zwei entartete Stellen übriggelassen, die durch eine noch
entartete, jedoch sehr dünne Schicht miteinander verbunden sind. Diese Stellen bilden ohmsche Kontakte.
Anschließend wird der Körper auf bis zu 1200° C für eine weitere Diffusion aufgeheizt, bis die dünne Schicht
fast verschwunden ist, so daß ein sehr flaches Dotierungsprofil entsteht. Mit den an den noch stark
entarteten Stellen angebrachten Kontakten wird die betreffende Außenfläche langsam heruntergeätzt, bis
das gewünschte Temperaturvrrhalten erzielt wird. Dieses bekannte Herstellungsverfahren für einen
Temperaturmeßfühler ist also nicht nur außerordentlich aufwendig, sondern bringt auch wegen der Aufheizung
auf bis zu 1200°C Änderungen bzw. Störungen des
Siliziumkristallaufbaus mit sich. Das sich an diese Aufhebung auf 1200° C anschließende Ätzen ist
außerdem wegen der dabei erforderlichen hohen Genauigkeit für eine Massenproduktion wenig geeignet.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Temperaturmeßfühler der eingangs genannten Art zu schaffen,
der einerseits genaue Messungen ermöglicht und andererseits in verhältnismäßig einfacher Weise, die
auch für die Massenherstellung geeignet ist, gefertigt werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäD
durch die Lehre nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1.
Es wird also die Oberflächenzone durch Ionenimplantation des Siliziumeinkristalls hergestellt, so daß sehr
gut reproduzierbare Widerstandswerte ohne großen Aufwand erzielbar 'ind. Im Gegensatz zum zuletzt
Benannten bekannten Stand der Technik entfallen also eine weitere Aufheizung im Anschluß an die eigentliche
Dotierung und ein Ätzen, um die Oberflächenzone mit einer bestimmten Dicke zu versehen.
Demgegenüber war man bisher der Auffassung (vgl. Review of Scientific Instruments, Vol. 41, Nr. 4, April
1970, S. 547 bis 549). daß für die Erzielung einer ausreichenden Temperaturabhängigkeit des elektrischen
Widerstandswerts bei niedrigen Temperaturen die Dotierungstoleranz für Silizium sehr niedrig sei, so
ίο daß die Dotierung von Silizium, wie man es bisher bei
Germanium vorgenommen hatte, abgelehnt worden war.
Durch den weiter vorgesehenen gut wärmeleitenden Überzug wird die im Temperaturmeßfühler erzeugte
Wärme, die gerade bei der Messung von sehr tiefen Temperaturen im Subkelvin-Bereich äußerst störend ist,
sehr wirksam abgeführt, so daß der erfindungsgemäße Temperaturmeßfühler verhältnismäßig hoch thermisch
belastbar ist
Eine bedeutende Verbesserung des Temperaturmeß· Verhaltens wird auch durch d-.*>
Eutektikum in der Übergangszone zwischen Siiiziumeip^ristaii und metallischem
Überzug erzielt indem das Eutektikum zur Verbesserung des thermischen Kontakts dient
Im Gegensatz dazu gibt der bereits genannte bekennte Stand der Technik (vgl. Review of Scientific
Instruments, und zwar auf S. 548,1. Sp., Abs. 2) an, daß
auf der zur Oberflächenzone entgegengesetzten Zone des Siliziumeinkristalls insbesondere ein Material
aufgedampft werden kann, um dessen optische und thermische Eigenschaften bei tiefen Temperaturen zu
messen.
Im übrigen ist noch für sich bekanntgeworden (vgl. NL-OS 69 17 221), zur Dotierung eines Halbleiters
gleichartiges Material durch Ionenbeschuß einzubringen.
Durch die vorgesehene Ionenimplantation werden Ionen mit einer gegenüber der bei der Diffusion eine
Rolle spielenden thermischen Aktivierungserü-rgie sehr
viel höheren Energie in dem Siliziumeinkristall eingebracht (mit größenordnungsmäßig lOOkeV im Vergleich
zu einigen eV), so daß das Dotierungsmaterial unabhängig von Kristallfehlern in den Einkristall
gelangt und die Eindringtiefe viel gleichmäßiger als bei Eindiffundieren ist. Außerdem kann die Menge der
eingebrachten Ionen genau durch Messung des auf den Einkristall fallenden Ionenstrahl gemessen werden, und
schließlich sind zwei Parameter, nämlich Strahlungsenergie und Strahlungsdosis, bei der Ionenimplantation
so voneinander unabhängig.
Da zudem die Einstellung dieser beiden Parameter sehr einfach ist, können die geforderte Genauigkeit und
Reproduzierbarkeit der Dotierung verhältnismäßig ei, iiach erreicht werden.
Indem der Einkristall aus Silizium besteht, sind weitere Vorteile gegenüber der Vervendung von
Germanium oder zusammengesetzter Halbleiter vorhanden, da Silizium stabiler ist, eine geringe spezifische
Wärme zeigt und infolge seiner magnetoresistiven Eigenschaften auch unempfindlicher gegenüber äußeren
Parametern ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläi'tert. Es zeigt
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläi'tert. Es zeigt
Fig. 1 Kurven für den spezifischen elektrischen Widerstand von η-dotiertem Silizium in Abhängigkeit
von der Temperatur für verschiedene Werte der
Überschußkonzentration an Donatoratomen · cm ',
F ig. 2 den Temperaturmeßfühler in unterschiedlichen
Zuständen des Herstellungsverfahrens und
Fig. 3 eine Gesamtansicht des Temperaturmeßfühlers.
Für die Festlegung der Kenngrößen der Oberflächen-/<
> ne mußte die Leitfähigkeit von η-dotiertem Silizium in Abhängigkeit von der Temperatur untersucht
werden.
Die experimentell erhaltenen Kurven von Fig. I zeigen den spezifischen Widerstand von homogen mit
Donatoratomen dotiertem Silizium in ficm in Abhängigkeit vor. der in Kelvingraden angegebenen und in
logarithmischem Maßstab aufgetragenen Temperatur. Die mit I, 2, 3, 4, 5 und 6 bezeichneten Kurven
entsprechen Überschußkonzentrationen an Donatoratomen von 6,22 · IOI8,4,12 ■ IO'8,3,15 · 10IR.2.h9 ■ IO18,
2.55 ■ IO18 bzw. 2,2 ■ IOl8cm].
Wie man sieni, exisiieicii ein GorciCn rnetai'iSCuCr
Leitung (ρ ändert sich wenig mit T) und ein Bereich exponentielier Abhängigkeit. Die Übergangszone im
Bereich von 2,5 bis 3 · IO18 Donatoratomen (Überschuß) pro Kubikzentimeter Silizium fällt in den Bereich von
o-Werten innerhalb eines experimentell bezüglich der Widerstandswertänderungen innerhalb einer Zone zu
messender Temperaturen interessanten Bereichs.
Für Werte des spezifischen Widerstandes innerhalb der Übergangszone von IO-2Qcm und 10 Dem erhält
man für Bereiche von 1 μπι Dicke Werte für den Schicht-Widerstand von 100 Ω/D bis 105Q/D,die mit jo
einer entsprechenden Elektronik leicht meßbar sind.
Eine geringe Änderung der Dotierung mit Fremdatomen verändert die Steigung der Funktion 0 (T)
beträchtlich. Das macht mithin eine Kontrolle der in das Silizium eingeführten Mengen an Fremdatomen auf
weniger als ±5% notwendig, was durch lonenbeschuß leicht realisierbar ist.
Nachfolgend wird die Herstellungstechnologie eines Meßfühlers unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben,
in der Schnitte durch die der Herstellung eines einzelnen Meßfühlers entsprechende Zone längs der Symmetrieebene gezeigt sind.
Das Grundmaterial ist ein Siliziumeinkristall 7, der
mit Phosphor η-dotiert und längs der (lll)-Achse
orientiert ist und eine Überschußdonatoratomkonzentration von 1017cm-J und einen spezifischen Widerstand
von 0.1 Dem besitzt. Der Einkristall ist beidseitig
bis auf eine Dicke von 200 μιη chemisch abgetragen
bzw. poliert.
50
a) Zunächst wirr1 nun die Oberfläche dieses Einkristalls
unter feuchtem Sauerstoff und dann unter trockenem Sauerstoff bei ausreichender Zeit und
Temperatur zur Erzielung einer Oxidschicht 8 von 5000 Ä Dicke thermisch oxidiert.
b) Durch eine Photodrucktechnik werden dann die für die elektrischen Anschlüsse bzw. Kontakte vorgesehenen
Bereiche freigelegt: Dazu bringt man ein sog. »positives« Harz auf, das außerhalb der für die
Anschlüsse vorgesehenen Bereiche mit UV-Strahlung bestrahlt wird, und man behandelt dann mit
gepufferter Flußsäure: es verbleibt so eine Oberflächenzone 9 von Siliziumdioxid, die von zwei
rechteckigen Fenstern unterbrochen wird. Das Harzwird:: ■ Salpetersäure entfernt.
c) Man scheidet dann zunächst mit Hilfe von Phosphoroxychiorid. POCk bei 1050°C Phosphor
ab und oxidiert erneut bei 1050°C: man erhält so in den in Zone 9 bleibenden Fenstern und leicht über
ihre Ränder hinausgehend zwei Diffusionszonen 10 und 10' von 3 um Tiefe, die eine Oberflächenkonzentration
von IO21 Atomen · cm1 aufweisen, die
für den Kontakt mit den »Anschlußklemmen« des Meßfühlers bestimmt sind; über den Diffusionszonen
bleiben zwei Oxidschichten Il und Il' von 1000 Ä bestehen.
d) Man wäscht den oxidierten Bereich mit Flußsäure und bringt so die Oberflächenzone 9 und die
Oxidschichten 11 und 11' zum Verschwinden.
e) Die den empfindlichen Teil des Meßfühlers bildende Widerstandszoiic 12 wird durch Ionenimplantation
(ausgehend von l'hosphoratomen) mit einer Energie von 130 kcV erzeugt; die Konzentration
an Fremdatomen beträgt 3 ■ 10lscm '.
f) Durch Pyrolyse von Silan und Sauerstoff bei 380°C
wird dann über der gesamten Oberfläche des Siüziumcinkristaüs eine Siüzi^dicxidschieh! 13
von 5000 Ä Dicke erzeugt. Der bei dieser Temperatur erzeugte Überzug stört die Eigenschaften
der darunterliegenden Schicht, insbesondere der Widerstandszone 12 nicht.
g) Durch ein weiteres Photodruckverfahren wird der für die elektrischen Kontakte des Meßfühlers
vorgesehene Bereich freigelegt; dieser Vorgang entspricht völlig demjenigen von (b). Über dem
Wide .'jtandsbereich 12 und den »sichtbaren«
Teilen des ursprünglichen Siliziumeinkristalls 7 wird eine leicht in die Diffusionszonen 10 und 10'
vorragende Siliziumdioxiddeckschicht 14 erzeugt welche die Diffusionszoner1, im wesentlichen
freiläßt. Am Ende all dieser Operationen ist die Restdicke des Siliziumeinkristalls 17 auf etwa
80 μπι abgefallen, was den thermischen Widerstand
zwischen der Widerstandszone 12 und der zweiten Fläche des Siliziumeinkristalls 7 vermindert.
h) Es wird nun Aluminium gleichmäßig in 1 μπι Dicke
in Vakuum aufgedampft. Durch Photodrucktechnik analog zu (b) und (g) unter Verwendung vor
Phosphorsäure, HjPOi, an Stelle der gepufferter
Flußsäure als Abtragungsmittel für Aluminium erhält man zwei die Diffusionszonen 10 und 10
überlagernde Anschlüsse bzw. Kontakte 15 und 15' Für einen möglichst guten Kontakt zwischen der
Anschlußstellen 15 und 15' aus Aluminium und der Diffusionszonen wird 15 min lang bei 500°C ir
Stickstoffatmosphäre »geglüht«.
i) Die vorstehenden Operationen werden kollektn durchgeführt und ermöglichen die Herstellung
einer Meßfühlerserie auf einer Siliziumplatte .ni großen Abmessungen. Anschließend werden die
Meßfühlereinheiten mit einem Diamanten gemät einer Würfelteilung herausgeschnitten. Die Folg*
der Operationen wird unter Bezugnahme au F i g. 3 beschrieben, die eine einzelne längs ihre
Symmetrieebene geschnittene Meßfühlerhälfte ii der Perspektive zeigt.
j) Jede Einheit wird mit ihrer Unterseite auf eine ii
F i g. 3 gezeigte Goldfolie aufgeschweißt: Mai erzeugt dabei ein Gold-Silizium-Eutektikum, inden
man die gesamte Anordnung einer Temperatur voi 450° C aussetzt, die über der eutektischen Tempera
tür (370°C) liegt; die gegenseitige Benetzung win
durch eine vorangehende Vakuum-Abscheiduni von Goid auf der Unterseite des Kristall
begünstigt. Auf diese Weise wird ein ausgezeichne ter thermischer Kontakt zwischen dem Siliziumkri
stall 7 und der Goldfolie 16 erhalten.
k) Zwei Golddrähte von 25 bis 50 μπη Durchmesser,
von denen einer (17) gezeigt ist, werden durch Warmpressen bei 3500C auf den Aluminiumanschluß 15 und zwei Golddrähte, von denen einer
(17') gezeigt ist, auf den Anschluß 15' aufgeschweißt. Die nicht gezeigten Golddrähte sind zu
d«·*! Golddrähten 17 und 17', bezogen auf die
Syrimetrieebene des Meßfühlers, symmetrisch angeordnet. to
I) Die gesamte Anordnung wird dann ;n ein (nicht
gezeigtes) Epoxyharz eingegossen, aus dem die elektrischen Kontakte durch die Golddrähte 17 und
17' sowie die beiden nicht gezeigten Golddrähte und der thermische Kontakt mit der Folie 16
herausgeführt bzw. freigelassen sind.
Cs ist zu bemerken, daß die begrenzte räumliche Ausdehnung des Widerstandsbereichs 12 und der
Kontaktzonen in der Richtung orthogonal zur Ebene von Fig.2 in dieser Figur nicht erscheint, jedoch in
Fig. 3 sichtbar ist.
Die vorstehende Beschreibung bezieht sich zwar im einzelnen auf die Herstellung bzw. Ausführung eines
Temperaturmeßfühlers, betrifft aber ebenfalls die Anwendung eines solchen Meßfühlers aus (im wesentlichen) einem Widerstand einer dotierten Oberflächenzone in einem Halbleitersubstrat für die Messung anderer
Größen, denen gegenüber dieser Widerstand empfindlich ist, mit Hilfe insbesondere einer Anpassung seiner
Konfiguration und einer Regelung seiner Temperatur (beispielsweise Messung von Strahlungsenergie oder
magnetischer Feldstärke).
Claims (7)
1.Temperaturmeßfühler für sehr tiefe Temperaturen,
der im wesentlichen durch einen Widerstand aus in einer dünnen Oberflächenzone dotiertem Halbleitermaterial gebildet ist,
deren Dotierung vom gleichen Typ wie die Dotierung eines als Substrat dienenden Siliziumeinkristalls ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dotierung der Oberflächenzone (12) durch Ionenimplantation erhalten ist, und
daß die zur Oberflächenzone (12) entgegengesetzte Räche des Siliziumeinkristalls (7) mit einem gut
wärmeleitenden metallischen Oberzug (16) versehen ist,
dessen Verbindung mit dem Siliziumeinkristall (7) durch ein Eutektikum aus beiden Materialien
gebildet ist
2. Temperaturmeßfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dotierung der
Oberflächenzone (12) durch eine Überschußkonzentration von 23-3 · 1018 Donatoratomen · cm-3
gebildet ist
3. Temperaturmeßfühler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenzone
(12) eine Dicke von größenordnungsmäßig 1 μπι hat
4. Temperaturmeßfühler nach einem der vorhergehenden '\n!;prüche, dadurch gekennzeichnet daß
der metallisch; Oberzug (16) durch Gold gebildet ist
5. Temperaturfühler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dotierung der Kontakt-Oberflächenzone (10, 10')
durch Phosphor gebildet ist
6. Temperaturmeßfühler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß
die Dotierung der den Widerstand bildenden Oberflächenzone (12) im Siliziumeinkristall (7) durch
Ionenbeschuß mit Phosphor bei einer Ionenenergie von 130 keV gebildet ist.
7. Verwendung des Temperaturmeßfühlers nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei geregelter bzw. konstantgehaltener Temperatur zur Messung anderer Parameter als der Temperatur.
Ausgehend von der Temperatur des Tripelpunktes
von Wasser bei 273,16" K kann man der ihermodynami
schen Temperaturskala äquivalente Temperaturskalen
(Thermometer erster Art) mit einer sehr guten Präzision
erhalten, und zwar:
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