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DE2152059A1 - Alkalisalz von Carboxylkylglucan und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Alkalisalz von Carboxylkylglucan und Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE2152059A1
DE2152059A1 DE19712152059 DE2152059A DE2152059A1 DE 2152059 A1 DE2152059 A1 DE 2152059A1 DE 19712152059 DE19712152059 DE 19712152059 DE 2152059 A DE2152059 A DE 2152059A DE 2152059 A1 DE2152059 A1 DE 2152059A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glucan
carboxy
alkyl
alkali salt
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712152059
Other languages
English (en)
Inventor
Goro Chihara
Fumiko Fukuoka
Junji Hamuro
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ajinomoto Co Inc
Original Assignee
Ajinomoto Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ajinomoto Co Inc filed Critical Ajinomoto Co Inc
Publication of DE2152059A1 publication Critical patent/DE2152059A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0024Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid beta-D-Glucans; (beta-1,3)-D-Glucans, e.g. paramylon, coriolan, sclerotan, pachyman, callose, scleroglucan, schizophyllan, laminaran, lentinan or curdlan; (beta-1,6)-D-Glucans, e.g. pustulan; (beta-1,4)-D-Glucans; (beta-1,3)(beta-1,4)-D-Glucans, e.g. lichenan; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf neue Polysaccharide, Verfahren zu ihrer Herstellung und auf ihre Verwendung. Insbesondere betrifft die Erfindung neue Polysaccharide, die Wirksamkeit gegen Tumoren aufweisen.
Es ist bekannt, daß einige Polysaccharide physiologische Aktivität besitzen, wie Anti-Tumor-Aktivität oder Anti-Virus-^ktivität; die meisten dieser physiologisch wirksamen Polysaccharide sind jedoch zu unlöslich in V/asser, um sie als arzneimittel durch intravenöse Injektion zu verwenden und bei ihrer Anwendung durch subcutane,
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intradermale und intramuskuläre Injektion neigen sie dazu, . verschiedene IJebenwirkungen zu verursachen. Selbst wasser- . lösliche Polysaccharide lösen sich in V/asser in einer LIenge von höchstens 0.2 fo und~ diese Polysaccharide sind im allgemeinen unlöslich nach dem Isolieren und Trocknen.
Zum Auflösen verschiedener Arzneimitte].· werden häufig oberflächenaktive Mittel oder dergleichen verwendet," sie können jedoch nicht für die physiologisch aktiven Polysaccharide . verwendet werden, weil Polysaccharidkonformationen hoher Dimensionen durch die 'Wirkung von oberflächenaktiven Mitteln so verändert werden können, daß sie ihre physiologische Aktivität verlieren.
Es wurde nun gefunden, daß durch Umsetzen von in Wasser unlöslichem ß-(1 -> 3) Glucan und 0--("I ·* 6) Glucan mit &-halogensubstituierten niederen Fettsäuren oder deren Derivaten und Behandeln des erhaltenen Garboxy-nieder-alkyl-ß-(1 -* 3) glucan und Carboxy-nieder-alkyl- α -(1 -* 6) glucan zur Herstellung ihres Alkalisalzes, das Alkalisalz von : Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 - 3) glucan und das Alkalisalz von Carboxy-nieder-alkyl- ά-(1 4 6) glucan erhalten werden,- die in Yiasser leicht löslich sind und hohe physiologische Aktivität besitzen. Es wurde außerdem gefunden, daß bei Verwendung von physiologisch aktiven Glucanen als Ausgangsmaterial die physiologische Aktivität der Ausgangsmaterialien stark erhöht v/ird, daß physiologisch aktive Glucane aus physiologisch inaktiven Glucanen erhalten werden und daß
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die Toxizität der als Endprodukt erhaltenen physiologisch wirksamen ü-lucane sehr nieder ist.
Gegenstand der Erfindung ist ein Alkali salz von Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 -» 3) glucan oder von Carboxy-niederalkyl-a -(1 -* 6) glucan, wobei bevorzugte Verbindungen die Alkali salze der Carboxymethylderivate sind.
Die Erfindung bezieht sich außerdem auf Anti-Tumormittel, die als -Wirkstoff ein Alkali salz von Carboxy-nider- _ · alkyl-ß-(1 4 3) glucan oder ein Alkali salz von Carboxy-nieder-alkyl-a -(1 -) 6) glucan enthalten.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen eines Alkalimetallsalzes von Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 -^ 3) glucan oder -α -("1 -} 6) glucan ist dadurch gekennzeichnet, daß man ß-(1 ·* 3) Glucan oder α -(1 4 6) Glucan mit einer cc -halogensubstituierten niederen Fettsäure oder deren Derivat umsetzt, das so gebildete Carboxy-nieder-alkyl-ß-(i -* 3) glucan oder α -(1 -> 6) Glucan in Wasser löst, den pH-Wert der wässrigen Lösung auf einen Wert zwischen 6.5 und 8.5 einstellt und das Alkalisalz von Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 -) 3) oder α -(1 ·> 6) Glucan durch Zugabe eines Avasserlöslichen organischen Lösungsmittels ausfällt, dessen Menge nicht weniger als das 2-fache Volumen der wässrigen Lösung mit eingestelltem pH-Wert beträgt.
Die als Ausgangsmaterialien dienenden Glucane, die er"f in-
dungsgemäß verwendet werden können, sind in Wasser
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BAD ORIGINAL
unlösliches oder schwerlösliches ß-(1 -* 3) Glucan oder α „(-j j 5) Glucan. Zu Beispielen für das Glucan gehören Lentinan, das Glucan mit nur ß-(1 ·> 3) Glucosidbindungen als Glycosidbindung is-t und das durch Extrahieren des Fruchtkörpers von Lentinus edodes Sing oder Flammulina veltipes Sing mit heißem Wasser erhalten wird (Saishin - Igaku, Recent Medicine, Band 25, Seite 1043, 1970), Pachymaran, das durch milde Oxydation, Reduktion und Hydrolyse von Pachyman erhalten werden kann (Recent Medicine, Band 25, Seite 1043, 1970), und α-(Ί -* 6) Glucan, das durch Extrahieren des Fruchtkörpers -von Lentinus edodes Sing erhalten wird. Es wurde angenommen, daß Pachyman, ein Polysaccharid, das aus dem Extrakt von Poria cocos V/'olf erhalten wird, ß-(1 ■) 3) Glucan ist. Vor kurzem wurde jedoch gefunden, daß diese Verbindung kein ß-(1 4 3) Glucan ist, da es mehrere ß-(1 4 6) Glucopyranosidbindungen, die über Seitenketten mit der Hauptkette verknüpft sind und innenständige ß-(1 -* 6)-Bindungen in der ß-(1 ·* 3)-Hauptkette aufweist.
Zu a-halogensubstituierten niederen Fettsäuren und deren
Derivaten, die für die Zwecke der Erfindung verwendet werden können, gehören Monochloressigsäure, Uonobromessigsäure, α -Monochlorbuttersäure,α -Monobrombuttersäure, Alkaljsalze dieser Säuren und niedere Alkylester dieser Säuren, wie Methyl-monoehloracetat, Äthyl-monochloracetat, Propyl-monochloracetat, Butyl-inonochloracetat oder Methyl-monobromacetat.
_ 5 _ BAD ORIGINAL
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Erfindungsgemäß wird das Ausgangsmaterial ß-(1 -* 3) Glucan und a-(1 ■* 6) Glucan in Wasser oder Alkohol suspendiert, die Suspension wird gerührt, wonach eine wässrige Lösung von kaustischem Alkali der Suspension unter Rühren zugesetzt wird.
ct-Halogen-niedere-Fettsäure oder deren Derivate werden der alkalisch gemachten G-lucansuspension zugesetzt. Die Menge des verwendeten kaustischen Alkali beträgt im allgemeinen 1 bis 2.5 Mol pro Mol der verwendeten α-halogensubstituierten niederen Fettsäure oder deren Derivat. Vorzugsweise wird eine 20-bis 30 /o-ige wässrige Lösung von kaustischem Alkali in einer λ Menge von 1/5 bis 1/20 des Anfangsvolumens verwendet. Die■ α-halogensubstituierte niedere Fettsäure oder deren Derivat wird in einer Menge von 0.8 bis 2.2 Mol pro G-lucopyranosidring des verwendeten G-lucans eingesetzt. Die Umsetzung kann durch Erhitzen des Reaktionssystems auf einem Y/asserbad von j 30 bis- 6.0° C während 2 bis 10 Stunden vervollständigt werden.
Das erfindungsgemäße Endprodukt kann durch die nachfolgend beschriebenen Methoden gewonnen und gereinigt werden. Der Niederschlag in dem Reaktionsgemisch wird durch irgendeine geeignete Methode isoliert, wie Filtrieren oder Zentrifugieren, in $iner Essigsäure-Alkohol-Lösung von etwa pH 6 gewaschen und danach mit wässrigem Methanol einer Konzentration von.mehr als 70 % gewaschen. Der erzielte Niederschlag kann einer weiteren Reinigung durch Waschen mit abso lutem Methanol und/oder Aceton unterworfen v/erden»
Der aus dem Reaktionsgemisch isolierte Niederschlag kann
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außerdem in Wasser gelöst werden, wobei der pH-Wert der wässrigen Lösung auf einen" Wert zwischen 4.0 und 8.5, vorzugsweise zwischen 6.5 und 8.0 mit einer Säure, wie Essigsäure, eingestellt wird. Dann wird wasserlösliches organi-r sches Lösungsmittel der wässrigen Lösung zugegeben, um das Alkalisalz von Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 -} 3) glucan oder das Alkalisalz von Carboxy-nieder-alkyl-a-(1 -} 6) glucan auszufällen. Das Ausfällen des Alkalisalzes von Carboxynieder-alkyl-ß-( 1 -» 3) glucan oder -α-(1 -* 6) glucan kann vorzugsweise in Gegenwart von nicht mehr als 1 % eines Alkalisalzes oder Erdalkalisalzes durchgeführt werden. Bevorzugte Beispiele für Alkalisalze sind Natriümacetat und Natriumchlorid und ein bevorzugtes Beispiel für ein Erdalkalisalz ist Calciumsulfat. Die verwendete Menge an wasserlöslichem organischem Lösungsmittel beträgt nicht weniger als die zweifache Volumenmenge des ursprünglichen Volumens der wässrigen Lösung. Gewünschtenfalls kann der isolierte Niederschlag des Endprodukts durch Waschen mit dem wasserlöslichen organischen Lösungsmittel weiter gereinigt werden.
Die erfindungsgemäßen Produkte sind Alkalisalze von Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 ■* 3) glucan und Alkali sal ze von Carboxy-nieder-alkyl-a-O ■> 6) glucan. Diese Verbindungen haben physiologische Aktivität, wie Anti-Tumor-Aktivität. Wenn gegen Tumoren wirksames ß-(1 -ψ 3) Glucan als Ausgangsmaterial für die erfindungsgemäße Carboxyalkyiierungsreaktion verwendet wird, so vermindert sich die anfängliche Anti-Tumor-Wirksamkeit des ß-(1 ■> 3) Glucans mit der
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Erhöhung des Substitutionsgrads, bis der Substitutionsgrad etwa 0.4 beträgt. Yon diesem Substitutionsgrad an steigt die Anti-Tumor-Wirksamkeit des Carboxyalkyl-ß-(1 -> 3) glucans stark bis zu einem Subs-titutionsgrad -von 1.5« Ss wird daher angenommen, daß die Anti-Tumor-Aktivität des Carboxyalkyl-ß-(1 ·# 3) glucans nicht aus dem Einsatzmaterial stammt, sondern neu erhalten wird, renn auch die Gründe dafür noch nicht bekannt sind. Ergebnisse von Stoffwechselversuchen haben gezeigt, daß das Garboxyalkylglucan keine Wirkung gegen Tumoren aufweist, nachdem die. Oarboxyalkylreste in den lebenden Geweben abgespalten wurden und es wird angenommen, daß die Carboxyalkylreste des Glucans eine wichtige Solle für seine Aktivität spielen.
Beispiel 1
Pachyman, das durch Extrahieren von Poria cocos Wolf mit wässriger alkalischer Lösung erhalten worden war, wurde in der Weise oxydiert, reduziert und danach hydrolysiert, wie in der Literaturstelle von "Saishin Igakushi", Recent Medicine, Band 25, Seite 1043» 1970 beschrieben, wobei Pachymaran hergestellt wurde (Figur 1 zeigt das Infrarotabsorptionsspektrum des erhaltenen Pachymarans). 3 g Pachymaran wurden in 80 ml Isopropanol bei Raumtemperatur kräftig gerührt, zu der erzielten Lösung wurden 8 ml einer 30 ?i-igen Natriumhydroxydlösung gegeben und danach wurden 3 g feste Methyliaonochloressigsäure zugesetzt.Die erhaltene Lösung wurde 3 Stunden auf einen bei 40 bis 45° C gehaltenen Wasserbad gerührt und unter Rühren auf Raumtemperatur abgekühlt. Das Reaktions-
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gemisch wurde mit Hilfe einer Glasfritte filtriert, der erhaltene Niederschlag wurde in 100 ml 70 jS-iges Methanol mit einem Gehalt an 5 ml Eisessig gegeben, 10 Minuten gerührt und 3 mal mit 100 ml absolutem Methanol und Äther gewaschen. · Der erhaltene niederschlag wurde im Vakuum getrocknet, wobei
2.2 g Carboxymet;hyl-ß-( 1 ·> 3) glucan in Form eines farblosen Pulvers erhalten wurden, das nachstehend als Produkt Ia bezeichnet wird. Figur 2 zeigt .das Infrarotabsorptionsspektrum des Produkts Ia.
• Die beschriebene Reaktion wurde unter "Verwendung von 1 g . Pachymaran wiederholt. Der aus dem Reaktionsgemisch isolierte Niederschlag wurde in 100 ml Wasser, das 2 ml Eisessig enthielt, gelöst und 300 inl Aceton wurden zugesetzt, um Carboxymethyl-ß-(1 ■* 3) glucan auszufällen. Der Niederschlag wurde durch Waschen mit absolutem Methanol gereinigt, das erhaltene Produkt wurde als'Produkt 1b bezeichnet.
1 g des Produkts Ib wurde in 50 ml Wasser gelöst, der pH-Wert der wässrigen Lösung wurde mit wässriger NaOH-Lösung auf eingestellt und es wurden 0.5 ml 20 $-ige wässrige Natriumacetatlösung zugesetzt. Der gebildete Niederschlag wurde iso-' liert und als Produkt Ic bezeichnet.
Beispiel 2
200 g Pachymaran wurden bei 380 Upm während 30 Minuten in.
5.3 1 Isopropanol gerührt, dann wurden 324 mi 30 ίί-ige NaOH-lösung tropfenweise während 115 Minuten zu dem Pachymaran
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gegeben und das Gemisch wurde 40 Minuten gerührt. Die Mischlösung wurde auf 50 G erhitzt, 138 g feste llonochloressigsäure wurde zugesetzt und es wurde 3 Stunden bei 400 Upin gerührt. Das Reaktionsgemisch, wurde auf 17^C abgekühlt, mit Hilfe einer G-lasfritte filtriert und der erhaltene Niederschlag wurde mit 300 ml Isopropanol gewaschen. Der Niederschlag wurde in 10 1 80 % MeOH während 17 Stunden ■ bei Raumtemperatur gerührt, durch Filtration isoliert und mit 300 ml 80 ^-igem wässrigem Methanol gewaschen. Der.gewaschene Niederschlag wurde in 6 1 \7asser gelöst, feste Substanz wurde durch Filtration entfernt und der pH-V/ert des Filtrats wurde mit Essigsäure auf 8.7 eingestellt, Dem FiI-trat, dessen pH-Wert eingestellt worden war, wurden 400 ml 20 %-ige wässrige Lösung von Natriuraacetat zugesetzt, ferner wurden 10 1 Aceton'zugegeben und das Geniisch wurde 30 Minuten gerührt. Der gebildete Niederschlag wurde durch Filtration isoliert, während 30 Minuten in 2 1 80 $-igem wässrigem Methanol gerührt und danach in 2 1 absolutem Methanol während 30 Minuten gerührt. Der niederschlag wurde durch Filtration isoliert und 24 Stunden bei 40 C im Vakuum getrocknet. Dabei wurden 257 g Natriumcarboxymethylpachymaran erhalten (Produkt II).
Beispiel 3
1 g des Produkts I wurde in 10 ml 1n NaOH-Lösung gelöst und 50 ml Methanol wurden der Lösung zugesetzt. Der gebildete Niederschlag wurde durch Filtration gewonnen, mit 70 >o-igem wässrigem Methanol, 90 ^-igern wässrigem Methanol, absolutem
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Methanol und danach mit Aceton gewaschen und getrocknet. Es ' wurden 0.8 g vollständiges Natfiumcarboxymethyl-ß-(1 -? 3,) glucan erhalten, das als Produkt III bezeichnet wird. Figur 3 zeigt das Infrarotabsorptionsspektrun .dieser Verbindung.
Beispiel 4
3 g Pachymaran wurden 2 Stunden in gleicher \7eise wie in Beispiel 1 mit 3·6 g Methylmonochloracetat umgesetzt. Der erhaltene Niederschlag wurde in Essigsäure-Methanol-Lösung neutralisiert, wie in Beispiel- 1 gewaschen und getrocknet, wobei 3.5 g Carboxymethyl-ß-(1 -* 3) glucan (Produkt IV) in Form eines farblosen Pulvers erhalten wurden. Das Infrarotabsorptionsspektrum, das in Figur 4 gezeigt ist, und die Ergebnisse der Titration zeigten, daß diese Verbindung das vollständige üfatriumsalz darstellt.
Beispiel 5
1 g Pachymaran und 1.2 g Butyl-monoehloracetat wurden, wie
in Beispiel 4, umgesetzt, wobei Natriumcarboxymethyl-ß-(1 ■) 3) glucan als farbloses Pulver erhalten wurde (Produkt V). Das Infrarotabsorptionsspektrum des Produkts V ist in Figur V gezeigt.
Beispiel 6
2 g Pachymaran wurden in 60 ml Isoamylalkohol gerührt, 6 ml 20 /S-ige ITaOH-Lösung wurden der erzielten Lösung zugesetzt und das Gemisch wurde 3 Stunden bei Rauntemperatur gerührt.
2 g α -Bromb uttersäure wurden dem Gemisch zugegeben und es wurde
2 otunden auf einem ,/asaerbad von 50 G gerührt.
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Der gebildete niederschlag wurde wie in Beispiel 1 behandelt,
wobei 1.6 g a-Alkylcarboxymethyl-ß-(1 -> 3) Glucan in Form eines farblosen Pulvers erhalten wurden.(Produkt VI).
Beispiel 7
1 g 13-(1 - 3) Glucan, das durch Extrahieren des .Fruchtkörpers von Lentinus edodes Sing mit heißem V/asser, Fraktionieren und Reinigen hergestellt worden war (Lentinan), wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur in 30 ml Isopropanol gerührt. Zu dem· Lentinan wurden 3 ml 25 >ö-ige NaÖH-Lösung und dann 3 ml Isopropanol mit einem Gehalt an "1.2 g Monochloressigsaure tropfenweise zugesetzt und das Reaktionsgemisch wurde 150 Minuten auf einem bei 50 C gehaltenen Wasserbad gerührt. Der gebildete Niederschlag wurde durch Filtration aus dem Reaktionsgemisch isoliert, in 35 ml 80 $-iges wässriges Methanol gegeben, das
2 ml Eisessig enthielt, und 10 Minuten gerührt. Der Niederschlag wurde durch Filtration gewonnen, dreimal mit 40 ml absolutem Methanol gewaschen und getrocknet, wobei 0.8 g Carboxymethyl-13-(1 -> 3) glucan (Produkt VII) als farbloses Pulver erhalten wurden.
Beispiel 8
1 g α -(1 ·'■ ·# 6) Glucan, das durch Extrahieren des Fruchtkörpers von Lentinus edodes Sing, Fraktionieren und Reinigen hergestellt worden war, wurde in eine Mischlösung aus 35 ml- Isopropanol und 5 ml Wasser eingerührt, der Suspension wurden
3 ml 25 ;j-iges wässriges NaOII zugesetzt und das Genisch wurde 30 Liinuten gerührt. Es wurden 1.2 g Iionochloressigsaure
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BAD ORIGINAL
%\ 120,5 % - Ψ -
zugesetzt und die Reaktion wurde durch Erhitzen des Reaktionssystems auf einem Wasserbad von 50. C unter Rühren vervollständigt ο Der Niederschlag wurde durch Filtration isoliert, 30 liinut'en in 35 m^ 80 /&-igem wässrigen Methanol gerührt und danach dreimal mit absolutem Methanol gewaschen»" Der erhaltene niederschlag wurde getrocknet, wobei 0.7 g
Carboxy-methyl- ex — (1, -56) glucan in Form eines farblosen Pulvers erhalten wurden (Produkt VIII).
Seispiel 9
Glucan mit ß-(1 -i 3)-Glueοsidbindungen als Hauptkette wurde durch Extrahieren des Fruchtkörpers von Flammulina veltipes Sin , Fraktionieren und Reinigen hergestellt. 1 g des Glucans (als Material F bezeichnet) wurde mit 1.2 g Ilonochloressigsäure in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise umgesetzt. Es wurden 1.0 g Carboxymethylglucan mit ß-(1 -} 3)-Glucosidbindungen als Hauptkette erhalten (Produkt IX).
Die Anti-Tumor-Aktivität, der Substitutionsgrad durch Carboxyalky!gruppen, der prozentuale Anteil an Hatriumsalz sowie
die Wasserlöslichkeit der Produkte I bis X und der Ausgangsmaterialien wurden geprüft. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 1 aufgeführt.
EiAD ORIGINAL,
Tabelle 1
Probe Löslichkeit Substitutions Gehalt an Inhibitions- Völlige
(mg/100 ml H2O) : grad (',S) Na-Balz (;5) rate {',*) Regression
46.65 0 0 93 4/9
Pachymaran 7500 . 0.815 75 96 8/10
Produkt I-a 7500 : 0.829 50 31 0/10
Produkt 1-b 9300 0.822 100 ■ 100 10/10
Produkt I-e 9300 0.808 100 100 ■10/10
Produkt II , 9400 0.815 100 100 10/10
Produkt III 4300 0.618 100 100 ι 10/10
KX Produkt IV "■ 4700 0.628 Ίοο 98 8/10
Produkt V 5800 0.701 72 · 90 8/10
«a J" Produkt VI 38.25 . 0 0 100 10/10
*** Lentinan 7700 0.560 ■ 92 100 10/10
Produkt VII 8000 0 0 -85 0/10 '
o> T α -(A ^ 6)-Glucan 7100 0.723 98 20 2/10
■"* . - , Produkt '/11I 230 P. 0 80 5/10
Material ib1 6100 0.670 94 92 8/10
Produkt IX
ro δ ο
ro
cn ro C=) on co
-H-
Eemerkungen:
1)· Die Löslichkeitstests wurden bei 30 G durchgeführt.
2) Schweizer""Albinoiaäusen. "(Swiss" albino nice )'wurden in die rechte Leiste subcu^aneTn jektionenvon O.O5 ml Ascites von Sarcoma 180 verabreicht. 24 Stunden nach der Injektion und danach täglich während insgesamt 10 Tagen erhielt eine Gruppe von 10 Mäusen intraperitoneale Injektionen der . Probe. Eine Vergleichsgruppe erhielt keine Injektion der" Proben. Hach 5 Wochen wurden die lläuse getötet, die Tumoren exzidiert und ausgewogen. Die inhibierende Wirkung der Proben auf die Tumoren wurde aus den behandelten und unbehandelten Mäusen bestimmt und die Werte der Inhibitionsrate und der vollständigen Regression wurden festgestellt.
Die letale Dosis des Produkts I-a und von Pachymaran wurden an Mäusen geprüft, ils wurde für I-a ein Wert von mehr als 4 g/kg und für Pachymaran ein Wert von 1.5 g/kg festgestellt.
Die Anti-Tumor-Aktivität von Produkt I-a wurde außerdem mit Hilfe anderer Tumoren als Sarcoma-180 geprüft. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
- 15 -BAD ORIGINAL
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Tumor
Ehrlich- ■ i
Carcinoma
1ÄM1O2. C3H/Arinia
Ade.no carcinoma
CCLi Adeno- SV/il/iiS.
carcinoma
Tabelle 2
verwendete Dosis (ng/kg. Inhibiii-Haus χ Tag).' ' onsrate
- 100 χ tO
- 5 x 10
5 χ \0
40.0
78.9
36.4
vollständige Re-' gression
0/6
0/5
0/10
09g 1 7/1
BAO ORtGtNM.

Claims (12)

  1. Patentansprüche
    i.1 Alkalisalz eines Carboxy-nieder—alkyl-ß-(1 -> 3)-lilucans.
  2. 2. Alkalisälz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das ß-(1 -^ 3)-Glucan Pachymaran oder Lentinan ist.
  3. 3. Alkalisalz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das ß-(1 -» 3)-Glucan ein .durch Extrahieren des Fruchtkörpers von Flammulina veltipes Sing mit heißem Wasser, Fraktionieren des Extrakts und Reinigen erhaltenes Produkt ist.
  4. 4. Alkalisalz nach Anspruch 1 bis 3, dadurch g e k e η η zeichnet , daß es als Alkylgruppen Methylgruppen enthält.
  5. 5. Alkali salz von Carboxymethyl-a-(1 ■> 6)-Glucan.
  6. 6. Alkalisalz nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet , daß das a-(1 V6)-Glucan ein durch Extrahieren des Fruchtkörpers von Lentinus edodes Sing mit heißem Wasser, Fraktionieren des Extrakts und Reinigen erhaltenes Glucan ist.
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  7. 7. Verfahren zur Herstellung eines Alkalisalzes von Carboxynieder~alkyl-ß-( 1 -> 3) Glucan oder a-(1^6)-Glucan, dadurch gekennzeichnet , daß ß-(1 -» 3)-Glucan oder a-(1 -^ 6)~Glucan mit einer a-halogensubstituierten niederen Fett säure oder derem Derivat umgesetzt wird, das erhaltene Carboxynieder-alkyl-ß-(1 -*3)-Glucan oder α- (1 -> 6)-Glucan in Wasser gelöst wird, der pH-Wert der wässrigen Lösung auf einen Wert zwischen 4 und 8.5» vorzugsweise 6.5 und 8.5 eingestellt wird, durch Zugabe einer solchen Menge eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels, die nicht weniger als das 2-fache des Volumens der wässrigen Lösung mit eingestelltem pH-Wert beträgt, das Alkalisalz von Carboxy-nieder-alkyl-ß-(1 -> 3)- oder -a-(1 -£ 6)-Glucan ausfällt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch g e k e η η zeichnet , daß man das Ausfällen des Alkalisalzes mit Hilfe eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels in Gegenwart von nicht mehr als 1 % eines Alkalisalzes oder Erdalkalisalzes durchführt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet , daß man nach dem Umsetzen des ß-(1 -?· 3)-Glucans oder'a-(1 -» 6)-Glucans mit einer a-halogensubstituierten niederen Fettsäure oder derem Derivat den im Reaktionsgemisch gebildeten Niederschlag isoliert und mit wässrigem, mehr als 70 %-Lgem Methanol und mit absolutem Methanol wäscht.
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  10. 10. Anti-Tumor-Mittel, dadurch gekennzeichn et , daß es als Wirkstoff ein Alkalisalz eines Carboxynieder-alkyl-ß-(1 -> 6)-Glucans oder eines Carboxy-niederalkyl-a-(1 -> 6)-Glueans enthält.
  11. 11. Mittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich net, daß es als Wirkstoff Natrium-carboxy-methyl-ß-(1 -» 3)-Glucan enthält.
  12. 12. Mittel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das ß-(1 -* 3)-Glucan Pachymaran oder Lentinan ist.
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DE19712152059 1970-10-19 1971-10-19 Alkalisalz von Carboxylkylglucan und Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE2152059A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

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JP45091870A JPS4837590B1 (de) 1970-10-19 1970-10-19

Publications (1)

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DE2152059A1 true DE2152059A1 (de) 1972-04-20

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ID=14038578

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712152059 Pending DE2152059A1 (de) 1970-10-19 1971-10-19 Alkalisalz von Carboxylkylglucan und Verfahren zu seiner Herstellung

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JP (1) JPS4837590B1 (de)
DE (1) DE2152059A1 (de)
FR (1) FR2111707B1 (de)
GB (1) GB1357577A (de)

Cited By (2)

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