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Vorrichtung zum thermischen Nachverbrennen von Abluft aus Industrie
anlagen Zusatz zu Patent ...... (Patentanmeldung P 2026237.7) Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum thermischen Nachverbrennen von oxidierbare Fremdkörper, Flüssigkeitsteilchen
oder Gase enthaltender Abluft aus Industrieanlagen, wie Trockenkammern od.dgl.,
bei der die Abluft zum Aufheizen durch einen oder mehrere in Reihe geschaltete Wärmeaustauscher
geleitet und anschließend zum Verbrennen der enthaltenen Fremdkörper und Flüssigkeits-
oder Gasteilchen in einer nachgeschalteten Brennkammer an einer Brenneranordnung
vorbeigeführt wird, um daraufhin zum Zwecke der Abkühlung durch mindestens einen
der der
Brennkammer vorgeschalteten Wärmeaustauscher hindurch in
Gegenrichtung geleitet zu werden. Das Hauptpatent, das sich u.a. ebenfalls mit einer
solchen Vorrichtung beschäftigt, hat sich die Aufgabe gestellt, eine Anordnung zu
schaffen, bei der eine möglichst vollkommene Verbrennung erreicht wird und der Energieverbrauch
so klein wie möglich gehalten werden kann. Die vorliegende Erfindung hat sich in
Weiterführung der dem Hauptpatent zugrunde liegenden Gedanken die Aufgabe gestellt,
die Anordnungen der hier in Frage stehenden Art insbesondere hinsichtlich des Energieverbrauchs
und einer möglichst vollkommenen Verbrennung zu verbessern.
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Zu dem obengSannten Zweck ist gemäß der Erfindung bei der neuen Vorrichtung
vorgesehen, daß die Brenneranordnung mindestens einen sich über die gesamte Breite
der Brennkammer erstreckenden Brenner, zweckmäßig einen sogenannten Flächenbrenner
enthält, daß die Brennkammer eine der Brenneranordnung zugeordnete Hauptbrennkammer
enthält, die zur Aufnahme der Flammen aus der Brenneranordnung dient, daß der Brenner
oder die Brenner von einem luftdurchströmten Mantelrohr umgeben ist bzw. sind, das
zur Hauptbrennkammer hin einen zur Mantelrohrachse parallelen Schlitz zum Durchtritt
der Flammen aus der Brenneranordnung und der Buft aus dem Mantelrohr aufweist, daß
die den Schlitz umgebenden Randpartien des Rohres mit die
Abluft
zur Brennkammer hin durchlassenden Leitblechen verbunden sind und daß ein Teil der
beim Verbrennen entstehenden Verbrennungsgase nach dem innerhalb der Hauptbr ennkammer
stattfindenden Verbrennungsvorgang erneut in das Brennzentrum gesaugt wird, um eine
vollkommene Verbrennung zu erreichen, in dem die aus dem Brenner austretende Flamme
einen Teil der Abgase, die bereits die Hauptbrennkammer passiert haben, injektorartig
ansaugt und wieder in die Hauptbrennkammer einführt.
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Die erfindungsgemäße Anordnung bringt infolge der Ausbildung der Brenneranordnung
und der Hauptbrennkammer und infolge der sogenannten Rezirkulation, die durch die
Ausbildung und Anordnung der Brenneranordnung, der Hauptbrennkammer und der Brennkammer
zueinander bewirkt wird, eine besonders gute Verbrennung der zu behandelnden Abgase
mit sich, ohne daß der Energieverbrauch über das übliche Mass hinausgeht.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung
gestellt. Es zeigen: Fig. 1 das Schema einer Anlage gemäß der Erfindung, Fig. 2
die Brennkammer der Anordnung nach Fig. 1 in größerem Maßstab in Teildarstellung
in einem axialen Schnitt,
Fig. 3 die Brenneranordnung der Anlage
nach Fig. 1 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung, Fig. 4 die Brenneranordnung
einer Variante zu der Anlage nach Fig. 1 ebenfalls in einer Seitenansicht in schematischer
Darstellung, Fig. 5 eine Einzelheit der Anordnung nach Fig. 1 in einer Seitenansicht
in einem senkrechten Schnitt in schematischer Darstellung, Fig. 5a die Einzelheiten
nach Fig. 5 in einer Vorderansicht, Fig. 6 eine Einzelheit einer Variante zu der
Anlage nach-Fig. 1 in einer Darstellungsweise entsprechend derjenigen nach Fig.
5, Fig. 6a und Fig. 7 Einzelheiten von zwei weiteren Varianten der erfindungsgemäßen
Anordnung in derselben Darstellungsweise wie in Fig. 5 und Fig. 6, Fig. 8 u. 9 Einzelheiten
von weiteren Varianten des Gegenstandes der Erfindung jeweils in einer Seitenansicht
in
Teildarstellung und in einem senkrechten Schnitt, Fig. 1o eine Einzelheit einer
weiteren Variante des Gegenstandes der Erfindung wiederum in einer Seitenansicht
in einem axialen Schnitt in schematischer Darstellung, Fig. 11 die Einzelheit einer
weiteren Variante des Gegenstandes der Erfindung in einer Draufsicht in schematischer
Darstellung und Fig. 12 die Einzelheit eines anderen abgewandelten Beispiels des
Gegenstandes der Erfindung wiederum in beitenansicht in schematischer Darstellung.
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Die erfindungsgemäße Anordnung dient zur Behandlung von Abluft, in
der Bestandteile vorhanden sind, die oxydierbar sind und die im oxydierten Zustand
ungiftig sind und nicht mehr riechen. Ein Schema einer solchen Anlage ist in Fig.1
dargestellt. 1 ist ein Trockenofen, aus dem die Abluft durch die Leitungen 2a, 2b,
2c, 2d austritt, die zu der Leitung 2 vereinigt werden. Die Umschaltklappe 3 dient
dazu, die ankommende Abluft entweder gemäß 4 in den Schornstein
gehen
zu lassen oder aber gem. 5 zu den ärmeaustauschern 6 und 7 strömen zu lassen, die
in Reihe hintereinander geschaltet sind. Diese Wärmeaustauscher 6 und 7 gehören
bereits zu aer erfindungsgemäßen Nachverbrennungsanlage, sie sind getrennt voneinandev
darüber hinaus sind sie der Brennkammer 8 vorgeschaltet. Die Abluft kommt also über
die Leitung 5, die Wärmeaustauscher 6 und 7 in die Brennkammer 8, in der sich eine
Brenneranordnung befindet, die bei 9 schematisch dargestellt ist und die dazu dient
die ankommende Abluft, die in den Wärmeaustauschern aufgeheizt worden ist, zu verbrennen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, dafür zu sorgen, daß die Abluft in
der Brennkammer genügend lange verbleibt, genügend Reaktionszeit vorhanden ist,
damit die Verbrennung möglichst vollständig abläuft. Ausserdem soll die Anordnung
gemäß der Erfindung noch so getroffen sein, daß die sich bildenden Turbulenzballen
beim DurJchsetzen der Brennkammer an keiner Stelle unterkühlt werden, die Wände
der Brennkammer müssen also möglichst heiß sein. Die Abgase, die aus der Brennkammer
austreten, durchsetzen nunmehrin Gegenrichtung die Wärmeaustauscher 7 und 6, um
anschließend über die Leitung 1o zum Schornstein zu gelangen. Der Wärmeaustauscher
6 und 7 sind getrennt, damit man sich dem jeweiligen Energiebedarf anpassen kann.
Es ist nämlich vorgesehen, daß der Verbindungsleitung 1oa, lob, loc, lod, zwischen
den beiden Wärmeaustauschern, die von der der Brennkammer kommenden Abluft durchströmt
wird, eine sogenannte Bypassanordnung
11 zugeordnet ist, die aus
einer von dieser Verbindungsleitung loa, ?mob, 70c, lod ausgehenden und direkt in
die Abführleitung für die Abgase lo mündenden Umgangsleitung loe und aus einem Ventil
12 besteht und mit deren Hilfe die von der Brennkammer kommende fertig behandelte
Abluft nach dem Verlassen des der Brennkammer am nächsten liegenden Wärmeaustauschers
wahlweise in den anschließenden zweiten Wärmeaustauscher 6 oder in die Abführleitung
1o für die Abgase eingeleitet werden kann. Dieses Ventil 12 der Bypass-Anordnung
11 wird hierbei selbsttätig in Abhängigkeit von der Temperatur in der Brennkammer
8 gesteuert, derart, daß es beim Überschreiten einer bestimmten Temperatur in der
Brennkammer die Abgase unter Umgehung des zweiten Wärmeaustauschers direkt in die
Abführleitung einleitet. Von dieser Anordnung macht man Gebrauch, wenn man eine
Überhitzung in der Brennkammer vermeiden will, z.B. wenn die nachzuverbrennende
Abluft viele ungereinigte Bestandteile, z.B.
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Lacklösemittel usw. enthält, deren Energie so hoch ist, daß die Anlage
selbsttätig aufgeheizt wird. In diesem Falle schaltet man das Ventil 12 so, daß
die aus dem Wärmeaustauscher 7 kommenden heißen Abgase direkt in den Schornstein
über die Leitung lo, 4 gehen und nicht mehr durch den Wärmeaustauscher 6 hindurchfließen
und also nicht die ankommende Abluft, die noch zu behandeln ist, aufheizen.
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Der Brenneranordnung 9 wird auch noch Hilfsenergie, z.B.
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Erdgas oder öl über die Leitung 13 zugeführt, deren Durchgang
von
einem Ventil 14 beherrscht wird, das selbsttätig in Abhängigkeit von der Temperatur
in der Brennkammer 8 gesteuert wird. Auch auf diese Weise kann man dahingehend wirken,
daß eine ganz bestimmte, eingestellte Brennkammertemperatur konstant eingehalten
wird. Wenn viel Lösungsmittel oder in der Abluft selbst viel Energie enthalten ist,
muß man nur wenig Hilfsenergie zuführen, entsprechend muß das Ventil 14 eingestellt
sein, andernfalls muß man mehr Hilfsenergie zuführen. Wenn es aber infolge der vorhandenen
Lösemittel oder der in den Abgasen enthaltenen Energie trotz Abschaltung der Hilfsenergie
zu einer weiteren Erhitzung der Brennkammer kommt, kann man den Bypass-Il evtl.
öffnen, was wiederum durch die Abgastemperatur gesteuert werden kann, so daß die
Abgase direkt in den Schornstein gehen, ohne noch durch den Wärmeaustauscher 6 hindurchzugehen.
Hierbei ist bei 15 gestrichelt die Regeleinrichtung dargestellt, die das Ventil
14 in Abhängigkeit von der Brennkammertemperatur steuert, während bei 16 ebenfalls
gestrichelt die Regeleinrichtung dargestellt ist, die das Ventil 12 der Bypass-Anordnung
11 in Abhängigkeit von der Brennkammertemperatur steuert. Wenn man z.B. eine Brennkammertemperatur
von 800° halten will, um die übliche Verunreinigung der Abluft zu beseitigen, muß
man die Regeleinrichtung 15 so einstellen, daß die gewünschte Brennkammertemperatur
von 8000 konstant eingehalten wird.
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Wenn diese Temperatur überschritten wird, wird über die
Regeleinrichtung
15 das Ventil geschlossen. Wenn dann trotzdem die Abgastemperatur weiter steigt,
erfolgt z.B.
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bei 8500 - es handelt sich wiederum um einen voreingestellten ert
- der Einsatz der Regeleinrichtung 16, der bewirkt, daß der Bypass 11 langsam öffnet
und den Wärmeaustauscher 6 ausschaltet.
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Gemäß der Erfindung legt man weiter Wert darauf, daß die Brennkammerwände
innen besonders heiß sind, man will also eine heiße Brennkammer haben, ohne daß
die Brennkammerwände selbst überhitzt und thermisch zu stark beansprucht werden.
Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß die inneren Wände der die Hauptbrennkammer,
die bei 18 dargestellt ist, enthaltenden Brennkammer 19 aus Schamottematerial oder
Kalziumsilikat bestehen, diese Wände 20 können z.B. aus Platten aus solchem Material
hergestellt sein. Die Brennkammer ist hierbei von aussen yon einer Blechhaut 21
umgeben, die zweckmäßigerweise aus mehreren miteinander verschweißten Segmenten
besteht, die in Abstand von der inneren Wand 20 verläuft, dieser Abstand ist bei
22 gezeigt. Die Segmente der Blechhaut sind hierbei im Bereich ihrer Verbindungsstelle
nahezu rechtwinklig abgekantet, wie weiter unten dargestellt werden wird, derart,
daß die Ränder der Segmente und die hier angeordnete Schweißnaht von der Brennkammer
wegweisen.
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Man will auf diese Weise gerade diese empfindlichen Teile schützen.
Die Brennkammer ist unter Freilassung eines
Spaltes 23 von einem
Gehäuse umgeben das eine Wand 24 aus hitzebeständigen wärmedämmendee Material vorzugsweise
aus Mineralfaserplatten, z.B. aus steinwolle, und eine in einem Abstand 25 hiervon
verlaufende äussere Abdeckung 26 aus Metall besitzt. Auf diese Weise wird erreicht,
daß binde Wärme aus dem Inneren der Brennkammer an das Gehäuse abgeleitet wird,
es wird also ein möglichst heißes Breankammerinneres erreicht, ausserdem werden
die Brennkammerwände möglichst vor Überhitzung geschützt.
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Um mit Sicherheit zu vermeiden, daß das Metall an der Aussenseite
der Brennkammer bzw. des dies umgebenden Gehäuses zu heiß wird und die Temperatur
der inneren Wandteile aus schamottematerial oder Isolationsmaterial annimmt, wird
noch ein leichtes Wärmegefälle geschaffen, das bezweckt, daß die Wärme irgendwie
geregelt abfließt.
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Zu diesem Zweck wird die Luft aus dem Spalt 25 zwischen der äusseren
Abdeckung 26 und der Wand 24 aus hitzebeständigem wärmedämmendem Material mit Hilfe
eines nicht weiter dargestellten Gebläses, z.B. eines äuerstromgebläses abgesaugt,
wobei vorgesehen ist, daß diese Luft zum Kühlen der Brenneranordnung verwendet wird.
Die Brenneranordnung selbst ist so geschaffen und so der Brennkammer und der Hauptbrennkammer
zugeordnet, daß, um einen möglichst guten Ausbrand, also eine möglichst gute Verbrennung
zu erzielen, die Abluft möglichst lange in der Brennkammer verweilt. Um eine solche
hohe Verweilzeit zu erreichen, wird beim Erfindungsgegenstand
die
sogenannte Rezirkulation erzeugt, d.h., daß ein Teil der Abluft nach dem assieren
der Hauptbrennkammer wieder in diese Kammer zurückgesaugt wird. Zu diesem Zweck
besitzt die Brenneranordnung mindestens einen sich über die gesamte Breite der Brennkammer
erstreckenden Brenner 30, zweckmäßigerweise einen sogenannten Flächenbrenner, wobei
die Brennkammer eine der Brenneranordnung direkt Zugeordnete Hauptbrennkammer 18
enthält, während der Brenner von einem luftdurchströmten Mantelrohr 31 umgeben ist,
das zur Hauptbrennkammer hin einen zur Kantelrohrachse parallelen Schlitz 32 zum
Durchtritt der Flammen aus der Brenneranordnung und der Luft aus dem Mantelrohr
aufweist.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 sind hierbei die den Schlitz
32 umgebenden Randpartien des Rohres 31 mit Leitblechen 33, 34 verbunden, welche
die Abluft gemäß den Pfeilen 35 zur Brennkammer hin durch lassen indem sie mit entsprechenden
Durchbrüchen versehen sind. Diese Leitbleche divergieren zur Hauptbrennkammer hin,
wie insbesondere aus Fig. 3 zu erkennen ist. Den mit dem Mantelrohr verbundenen
Leitblechen 33, 34 sind Leitwände 76, die im Querschnitt trichterförmig gestaltet
sind, zugeordnet, die sich von den Leitblechen vorzugsweise leicht gebogen radial
nach aussen und von der Hauptbrennkammer 18 weg erstrecken, wobei die Leitbleche
von den Rändern des Schlitzes im Mantelrohr ausgehen und in einander entgegengesetzten
Richtungen schräg zur Hauptbrennkammer und radial nach aussen gerichtet sind und
zwischen
ihren freien Enden und dem zugekehrten Ende der Hauptbrennkammer ein Spalt 37 für
den Durchtritt der nach dem Verlassen der Hauptbrennkammer zurückgesaugten Abgase
freigelassen ist. Die anschließenden Leitwände verlaufen etwa in entgegengesetzter
Richtung zu den Leitblechen schräg radial nach aussen und von der nauptbrennkammer
weg bis etwa zu den Wänden der Brennkammer.
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Die haMptbrennkammer selbst besteht aus einem länglichen Gebilde,
zylindrischer oder prismatischer Form, sie kann hierbei etwa die Gestalt eines Rohres,
z.B. runden oder rechteckigen bzw. - quadratischen Querschnitt haben.
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Sie erstreckt sich etwa in Richtung des Flammenaustritts aus dem Brenner
und hierbei zweckmäßig in koaxialer Anordnung zu der Brennkammer und reicht jeweils
unter Einhalten eines gewissen Abstandes von den Enden der mit dem Mantelrrohr verbundenen
Leitbleche 32,34 (Spalt 37) bis in den Bereich der entgegengesetzten Wand des Gehäuses,
wobei sie den Spalt 38 mit dieser Stirnwand bildet.
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De Burchmesser bzw. die Breite der Hauptbrennkammer ist größer als
der abstand zwischen den freien Enden der divergierenden Leitbleche 33,34. Die Abluft,
die durch die Durchtritte in den Leitblechen 33,34 gemäß dem Pfeil 35 eintritt,
wird verbrannt und passiert die Hauptbrennkammer gemäß den Pfeilen 35a um am Ende
dieser Kammer gemäß den Pfeilen 35b um 1800 umgekehrt zu werden und in Richtung
zum Auslaß aus der Brennkammer zu strömen.
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Im Bereich 35c, also kurz vor dem Auslaß wird ein Teil dieser Luft
injektorartig gemäß den Pfeilen 95d wieder in die Hauptbrennkammer zurückgesaugt,
es erfolgt also die oben erwähnte Rezirkulation. Im Bereich des Brenners selbst
sind Zonen höchster Temperatur vorhanden, welche die mittlere Brennkammertemperatur
weit übersteigen, z.B. bei einer mittleren Brennkammertemperatur von 8000 weit über
10000 besitzen und die für die Initialzündung sorgen. Das gezündete Gemisch muß
die Brennkammer passieren und darf hierbei nicht unterkühlt werden. Für all dies
sorgt die oben erwähnte Anordnung und Ausbildung der Brenneranordnung und der Brennkammer.
Diese Zündung oder Initialzündung kann auch an den heißen wänden der trennkammer
und hierbei insbesondere Hauptbrennkammer und auch im Bereich der spalte 37 erfolgen.
Wenn wie bei der Anordnung nach Fig. 4 die Brenneranordnung mehrere in radialer
Richtung der Brennkammer gesehen nebeneinanderliegende binzelbrenner 4oa, 4Ob, 40c
besitzt, hat die Hauptbrennkammer 41 einen Durchmesser bzw. eine Breite D, der bzw.
die größer als der Abstand der freien Enden der Leitwände 42a, 42b der am weitesten
voneinander entfernten Einzelbrenner 4oa, 4oc ist. In diesem Falle sind zwischen
den Einzelbrennern zum Inneren der Brenneranordnung hin Rückströmschächte 43,44
vorgesehen, durch die hindurch seitlich Abgase nach dem Austritt aus der Brennkammer
zugeführt werden und die zwischen den einander zugewandten Leitwänden von benachbarten
inzelbrenern enthalten sind
und zweckmäßigerweise durch diese gebildet
werden, indem diese Leitwände etwa parallel zueinander verlaufen und an ihren den
Leitblechen abgewandten Enden miteinander verbunden sind, wie bei45a, 45b gezeigt
ist. Die Strömung der Abluft ist mit dem Pfeil angedeutet, die Ifeile 46a, zeigen
die vom Wärmeaustauscher kommende, zur Brenneranordnung gerichtete Abluft, bei 46b
tritt die Abluft durch die Leitbleche der jeweiligen Brenneranrdnung, bei 46c ist
die zurückgesaugte Abluft gezeigt, in die Rückstromschächte wird die Abluft sitlich
geführt, um dann gemäß den Pfeilen 46d wieder in die Hãuptbrennkammer 41 einzutreten.
Bei der Anordnung nach Fig. 8 bestehen die Leitbleche in etwas variierter Form jeweils
aus einem mit dem Brenner 47 bzw. evtl. dem Mantelrohr 48 verbundenen und diesem
gegenüber etwa mittig ausgerichteten, sich einerseits über die Brennerbreite erstreckenden
und andererseits in Richtung der Flainme verlaufenden Tragblech 49 und aus mehreren
parallelen, an dessen Oberseite und an dessen Unterseite angeordneten, leicht bogenförmig
und in Strömungsrichtung gesehen konvex gekrümmten Drallblechen 50, wobei diese
brallbleche 50 an der Oberseite des Tragblechs gegenüber demjenigen an der Unterseite
um 1800 versetzt sind. Auf diese Weise wird durch die gegenläufigen Strömungen eine
besonders gute und intensive Vermischung der Abluftströmungen erreicht. Die Leitbleche
50 sind hierbei an ihrer dem Tragblech 49 abgewandten Seite mit Leitwänden
51
verbunden, die im auerschnitt ein trichterförmiges Gebilde ergeben und schräg radial
nach aussen und von der Hauptbrennkammer weg bis etwa zu den Wänden der Brennkammer
verlaufen, diese Leitwände erfüllen etwa die Aufgabe der Leitwände 36 gemäß Fig.
3, sie sind auch entsprechend ausgebildet und dienen ebenfalls dazu, die Rezirkulation
zu fördern. Bei der Anordnung gemäß Fig. 9 setzt das von den Leitwanden 52 dargestellte
trichterförmige Gebilde an seiner dem Brenner 53 abgewandten Seite mit einem weiteren
koaxialen trichterförmigen Gebilde 54 fort, das sich nach der dem ersten trichterförmigen
Gebilde abgewandten beite, jedoch um einen kleineren Betrag als dieses erweitert.
Diese Anordnung bringt eine Verbesserung der Strömung im Bereich des Brenners und
somit auch eine Verbesserung der Verbrennung und eine Vergleichmässigung der verschiedenen
Abgasströmungen mit sich. Bei der Anordnung nach Fig. 10 ist an der dem Brenner
55 abgewandten Seite ein Flammenhalter 56 in Gestalt eines kurzen Rohres aus Keramikmaterial
mit möglichst rauher Oberfläche angebracht, der sich kurz vor der Brennermündung
befindet und Durchtritte 57 für die rückströmende oder rezirkulierende Luft hat.
Dieser Keramikkörper dient, wie gesagt als Flammenhalter und als heiße Wand für
die Initialzündung, er ist z.B. dann nötig, wenn bei hohem Lösungsmittelanteil der
Gasdurchsatz bis auf Null zurückgehen kann.
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Wenn in einem solchen Fall die Brenneranordnung mehrere
in
radialer Richtung der Brennkamer gesehen nebeneinanderliegende Einzelbrenner besitzt,
hat die Hauptbrennkammer einen Durchmesser bzw. eine Breite, die größer als der
Abstand der freien Enden der Leitwände der am weitesten voneinander entfernten Einzeibrenner
ist, wobei zwischen den Einzelbrennern zum Inneren der Brenneranordnung hin Rückströmschächte
vorgesehen sind, durch die hindurch seitlidh Abgase nach dem Austritt aus der Hauptbrennkammer
zugeführt werden können und die durch die einander zugewandten Leitwände von benachbarten
Einzelbrennern gebildet werden, die miteinander verbunden sind.
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Bei der Anordnung nach Fig. 11 besitzt die Brenneranordnung drei Flächenbrenner
60,61,62 jeweils in Gestalt von langgestreckten Gebilden, die parallel zueinander
verlaufen und am einen Ende durch einen quer verlaufenden Flächenbrenner 63 miteinander
verbunden sind, derart, daß sich insgesamt eine Anordnung von E-förmiger Gestalt
ergibt.
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Diese Anordnung ist für eine gemeinsame Zündung und für eine geeignete
Flammenüberwachung vorgesehen.
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Um ein Arbeiten der Brennkammerwände bei der hohen Temperatur zu erchen,
ist vorgesehen, daß diese Wände gem. Fig. 5 und 5a beweglich aufgehängt werden.
Die die inneren Wände der Brennkammer bildenden Platten 65, 66 aus Schamottematerial
oder Peramikmateril bzw. aus Kalziumsilikat sind aneinander und an der äusseren
Blechhaut 67, 68 beweglich aufgehängt, indem jeweils
die oben liegende
Platte 66 mit einer nach innen gewölbten Abstützfläche 69 und die unten liegende
Platte 65 mit einer nach aussen gewölbten Auflagefläche 70 versehen sind, wobei
die oben liegende Platte jeweils mit der Abstützfläche auf der Auflagefläche der
darunterliegenden Platte aufliegt, während die unterste latte auf dem aus demselben
íLiaterial wie die Platten bestenenden Boden 71 aufliegt. In Längsrichtung gesehen
überlappen die Platten einander Z-förmig, wie in Fig. 5a bei ?2, 73 gezeigt ist.
An der äusseren blechhaut sind die Platten schließlich mittels Halterungsschienen
angehi;ngt. bei der Anordnung nach Fig. 5 sind diese zlalterungsschienen 74 U-förmig
ausgebildet und an der äusseren Blechhaut mit nach oben gerichteter Öffnung des
U angebracht, während ihnen Z-förmige nalterungseisen 75 zugeordnet sind, die mit
einem Lande in die zugehörige Platte 66 eingebettet sind und mit dem anderen Ende
in das U der talterungsschiene greifen. Diese Haiteeisen und Halteschienen haben
nicht die Aufgabe, die ratten an der Blechhaut aufzuhängen, vielmehr dienen sie
lediglich dazu, die Platten an der blechhaut anzuhängen damit diese nicht umkippen
können.
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Die eigentliche Tragarbeit leisten dabei die darunterliegenden Platten
bzw. der Boden. In Fig. 6 ist eine andere Art der Aufhängung bzw. Anhängung der
latten gezeigt. Die Glatten 78 +79 aus Schamotte- oder Kerallikma terial haben in
diesem Falle halterungsschienen 80 zugeordnet, die die Gestalt einec; i aberl, dessen
feuersteg
80a etwa waagrecht verläuft und dessen einer Balken 89b unter Zwischenschalten eines
Abstandhalters 81 an der Innenseite der äusseren Blechhaut 82 angebracht z.B. angeschweißt
ist, während der andere Balken SOG an den zugehörigen Platten 78,79 unter Herstellung
einer beweglichen Verbindung angreift, indem er in eine Ausnehmung 83 zwischen diesen
Platten eingreift. Bei der Äusführungsform nach Fig. 6a ist vorgesehen, daß die
Halterungsschiene 80' die Platten 78' und 79' dadurch hält, daß sie mit der aufgeschweißten
Kammer 8Oc' von inner her an der zugehörigen Platte oder an zwei zugehörigen Platten
anliegt. Bei der Anordnung nach Fig 7 sind die Platten 85, 86 aus Schamotte- oder
Keramikmaterial an der äusseren Blechhaut 87 mit Hilfe von Halterungsschienen 88
aufgehängt, die einen etwa waagrecht verlaufenden Quersteg 88a besitzen an dessen
einem Ende ein Balken 88b angeordnet ist, der an der Ennenseite der äusseren Blechhaut
angebracht, z.B. angeschweiß ist, während an seinem anderen Ende eine z.B.
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hohle kugelförmige Halterung 88c vorgesehen ist, die in eine entsprechend
gestaltete Ausnehmung 89 der zugehörigen Platte oder zwischen zwei zugehörige Platten
eingreift. Die Überlappung tier platten in Z-Form dient dazu um die otrahlung von
den Tragschienen abzuhalten.
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Die oben beschriebene Anordnung der Platten hat die Aufgabe die Wände
auch be i großen Wärmeasdehrungen beweglich zu machen, die Überlappung, die auch
durch
eine Schwalbenschwanzform ersetzt werden kann, dient dazu,
die Strahlung nicht direkt an den Fugen zwischen den Platten durchgehen zu lassen.
An den Ecken verlappen sich die Platten einfach.
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Im Gehäuse können wenigstens nach der Eintrittsöffnung für die Abluft
sowie jeweils vor und nach dem oder den Wärmeaustauschern mehrere parallele, in
Gruppen zusammengefaßte Leitschaufeln für die Abluft bzw. für die Verbrennungsgase
angeordnet sein, mit deren Hilfe eine Umlenkung der Strömung um etwa 900 vorgenommen
werden kann.
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Auf diese Weise wird eine möglichst gute, verlustfreie Strömungsführung
erreicht, die Wärmeverteilung wird ver--bessert. Die zur Führung der zu behandelnden
Abgase dienenden Leitungen und Kanäle der Wärmeaustauscher enthalten wendel- oder
schraubenförmige Strömungskörper oder TuSulenzelemente, die in die Leitungen oder
Kanäle leicht herausziehbar eingesetzt sind. Man kann nunmehr die Leitungsrohre
waagrecht verlaufen lassen, man kann die Rohre leicht reinigen, indem man die Turbulenzelemente
aus den Rohren herauszieht und durch dieses Herausziehen die Rohre säubert. Dies
hat darüber hinaus auch noch den Vorteil, daß man mit höheren Geschwindigkeiten
durch die Rohre blasen kann.
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In Fig. 12 ist gezeigt, wie man durch Verstellen der Klappe wo,91
mehr oder weniger viel frische Luft, z.B. als
Spülluft in das System
einlassen kann, wobei man zweckmäßigerweise beim Anfahren der Anlage erst mit Frischluft
fahren und die Abluft erst bei heißer Anlage einschalten sollte. Durch das Verstellen
der Klappe 90 kann man die Abluft entweder in den Schornstein 92 oder in das System
einleiten, wobei auch noch ein gewisses Dosieren möglich ist. Hierbei kann die Anordnung
so getroffen sein, daß die Zufuh-von Frischluft geschlossen ist, wenn die Zufuhr
zum Schornstein geschlossen ist.
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Man kann die Brennkammer auch mit einem wesentlich größeren Durchmesser
gegenüber demjenigen der Brenneranordnung bzw.
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des Brenners schaffen, so daß sich zwei gegensinnige Drallstrahlen
ergeben, die durch ihren Verlauf eine Rückströmung erzeugen. Dies ist in der Zeichnung
gestrichelt gezeigt. Die Brennkammer kann rund sein, es ist evtl. kein Leitsystem
vorhanden.