DE2127047C3 - Regelanordnung zur dynamischen Entkopplung eines schienengebundenen Fahrzeuges von seinen Schienen - Google Patents
Regelanordnung zur dynamischen Entkopplung eines schienengebundenen Fahrzeuges von seinen SchienenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelanordnung zur dynamischen Entkopplung eines schienengebundenen
Fahrzeuges von seinen Schienen, das gegenüber den Schienen mit Hilfe von Magneten in einem Abstand
geführt ist, der durch die Magnete steuernde Regelkreise entsprechend einem vorgegebenen Sollwert
geregelt wird, wobei den Regelkreisen als Meßwerte ein Schienenabstand zwischen den Magneten und den
Schienen sowie die Beschleunigung des Fahrzeuges in
Richtung der Abstandsanderungen zugeführt sind.
Bei einer solchen, aus der ETZ-A 1953. S. 11 bis 14,
insbesondere S. 13. bekannten Regelanordnung soll ein
beschleunigungsabhängiges Signal über einen Kondensator eingebracht werden, um damit eine elastische
Bindung des Fahrzeuges an die Schienen zu er^elen.
Es ist fine bekannte Tatsache, daß das Fahrverhalten
und die Fahrgeschwindigkeit von durch FormschluS zwischen Laufwerk und Schiene gehaltenen oder durch
magnetische oder Luftkräfte im Abstand von Trag- und Führungsschienen geführten Fahrzeugen in hohem
Maße von den Eigenschaften der Unterbau und Schiene umfassenden Trasse bestimmt wird, längs der das
Fahrzeug geführt wird.
Bei einem Räderfahrzeug ist die Ebenflächigkeit der Schienen beispielsweise maßgebend für den Aufwand,
der am Fahrzeug für die Radaufhängungen und die Federung notwendig ist, sowi? für die am Fahrzeughauptteil
auftretenden Schwingungen. Alle Unebenheiten erzwingen bekanntlich vertikale Bewegungen der Räder
gegenüber dem Fahrzeughaupt teil, während in gleichen Abständen verteilte Unebenheiten periodische Schwin
gungen anfachen.
Ferner mu3 der die Schienen tragende Unterbau zwar alle Kräfte, die beim Überfahren der Schiene auf
treten, aufnehmen, darf aber dynamisch nicht starr sein
Eine starre Trasse würde zu unerträglichen Belastun gen von Fahrzeug und Schiene sowie seinen Benutzern
führen, da das Fahrzeug im wesentlichen allen Ände rungen der Trasse folgt. Die Trasse ist daher elastisch
ausgebildet, so daß das längs der Trasse geführte Fahrzeug sich seine Schienen zurechtdrücken kann. Auf diese
Weise werden der Verschleiß und die Unkosten in erträglichen Grenzen gehalten und den Fahrgästen ein
gewisser Fahrkomfort zur Verfügung gestellt. Aller dings muß hierdurch eine erhebliche Beschränkung der
Fahrgeschwindigkeit in Kauf genommen werden und erfordert die Trasse eine ständige Überwachung und
Wartung.
Ähnliches gilt auch für dynamisch an einer Leitschiene gehaltene Fahrzeuge — sogenannte Einschienenbahnen
—, die bei einer Auslenkung aus der Sollage von selbst oder durch eigens geweckte Rückführkräfte
in die Sollage zurückbewegt werden. Da hier die Trasse starr ausgebildet werden muß, folgt das Fahrzeug allen
Unebenheiten, die dabei auftretenden Beschleunigungen begrenzen nicht nur die Fahrgeschwindigkeit solcher
Fahrzeuge, sondern benötigen große Energien für ihren Auf- und Abbau. Außerdem muß ein erheblicher
Aufwand an der Federung des Fahrzeughauptteiles gegenüber seinem Fahrwerk getrieben werden, um nicht
die Fahrgäste unerträglich hohen Beschleunigungen auszusetzen. Ferner ist beiden Fahrzeugarten gemeinsam,
daß die Führungskräfte, also die in Richtung der Radsatzeigendrehachsen ausgeübten waagerechten
Querkräfte beim Anstieg der Fahrgeschwindigkeit sehr schnell ansteigen und zu einem untragbaren Verschleiß
an den Spurkränzen bzw. Führungsmitteln und den Schienenköpfen führen.
Da auch bei magnetisch getragenen und geführten Fahrzeugen das Fahrzeug obzwar mit einem vorgeschriebenen
Abstand, aber dennoch starr an den Schienenverlauf gebunden ist, bedeuten Abweichungen von
einem idealen Schienenverlauf Änderungen der Erregerströme der Trag- und Führungsmagnete und damit
Beschleunigungen und Verzögerungen des Fahrzeugs. Neben außerordentlich hohen Strömen sind
Schwingungen der Regelstrecken unvermeidlich, ganz
hen davon, daß ständige Beschleunigungen und Verzögerungen den Fahrkomfort ungünstig beeinfius-
16DJeSe Einflüsse der Trasse auf das Fahrverhalten und
.. Fahrgeschwindigkeit und die Energiebilanz von * . Formschluß zwischen Laufwerk und Schiene geiStenen
oder durch magnetische oder Luftkräfte im Abstand von Trag- und Führungsschiene geführten
Fahrzeugen können auch durch die Regelanordnung
cn der genannten Literaturstelle nicht eliminiert wer-Hen.
da dort eine voneinander unabhängige Einstellung der elastischen Bindung des Fahrzeuges die Schiene
einerseits und der Regelkreisdämpfung andererseits nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Re-,anordnung
der eingangs genannten Art für schie-Lneebundene Fahrzeuge zu schaffen, die das Fahrzeug
nicht mehr starr an den Verlauf der Schienen, sondern eine die unerwünschten periodischen und statistischen
Trassenstörungen nicht enthaltende idealisierte
Leitlinie bindet
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch ge- »st daß in die Abstandsregelung als mit dem Sollwert
tu vergleichender Istwert ein einen fiktiven Leitlmien-
»bstand verkörperndes Signal eingeführt ist, welches
vom Ausgang eines Reglers abgenommen ist, dessen Fineane das Beschleunigungssignal und über einen weiteren
Regler die Differenz aus Schienenabstandssignal und dem Signal für den Leitlinienabstand zugeführt ist.
Auf diese Weise wird in Abhängigkeit der äugenblicklichen
Seiten- oder Höhenbeschleunigung des Fahr/ouges und des augenblicklich wahrnehmbaren
Abstandes von seinen Schienen eine fiktive, unerwünschte Schienenstörungen nicht enthaltende Leitlinie
gebildet, der gegenüber der dem Sollwert entsprechende Abstand des Fahrzeuges geregelt wird.
Während bei erwünschten langsamen Fahrwegänderungen infolge Kurven- und Steigfahrten die Luftspaltbreite
also der Abstand zwischen Magnet und Schiene, weitgehend erhalten bleiben, werden unerwünschte
kurze Fahrwegstörungen durch entgegengesetzt gleiche Luftspaltänderungen aufgefangen, was einer dynamischen
Entkopplung von Schiene und Fahrzeug ent-
SPUnabhängig von Störkräften und Trassenunregelmäßigkeiten
treten infolge der jeweils ,-bildeten fiktiven Leitlinien nur geringe Beschleumjungsspitzen am
Fahrzeug auf. ■
Di«· genannten Regler können dabei mit weiieren,
nachireschalteten Reglern einen Hauptregler bilden, der Teil einer aus drei in sich geschlossenen Regelkreisen
bestehenden Regelkaskade ist, deren weitere Reeelkreise ein dem Hauptregler übergeordneter, der
Einführung weiterer Regelparameter, wie Große des Schienenabstandes. Beladung des Fahrzeuges, äußere
am Fahrzeug angreifende Kräfte und Fahrgeschwindigkeit dienender Trimmregelkrcis sowie ein allen
übergeordneter Fahrregelkreis sind.
Da als weitere Regelparameter beispielsweise Beschleunigungen. Verzögerungen. Kurven, Steigungen,
GeHiIIe od. ä. enthaltende Fahrprogramme, Slreckensisnale
oder Signale einer sogenannten Streckenidenti- !ifierung dienen, die von auf der Strecke installierten
Meßwertgebern abgegeben und in Speichereinheiten des die Strecke benutzenden Fahrzeuges eingeführt
werden, die auch von einem Meßzug, der die Strecke zu vorgegebenen Zeiten inspiziert, ermittelt und in die
in der Trasse installierten Meßwertgeber eingespe.st
werden können, lassen sich auch Versetzungen in der Schienenführung erfassen, die ein rechtzeitiges Verstellen
der Trag- und Führungr-magnete im Fahrzeug erfordern, damit der vorgeschriebene Schienenabstand
nicht überschritten wird.
Die Änderungen des Spaltis zwischen Trag- und
Führungsmagneten und ihren zugeordneten Ti ag- und Führungsschienen bleiben also auch bei der Einleitung
von Kurven- und Steigfahrten kleia Da keine großen Schwankungen auftreten, bleiben die für die Regelung
der die Trag- und Führungsmagnete erregenden Ströme benötigten Spannungsüberhöhungen klein.
1st das Fahrzeug ein Magnetschwebefahrzeug, so sind für die Seiten- und Höhenführung des Fahrzeuges
eigene Hauptregler vorgesehen, deren Ausgangssignale über eine Kopplungsmatrix zusammenfügbar sind.
Auf diese Weise werden für die Höhen- und Seitenbewegung des Fahrzeuges getrennte fiktive Leitlinien
erzeugt und für die Regelung des Fahrzeugschwerpunktes über die Kopplungsmatrix zu einer resultierenden
Leitlinie zusammengeführt, längs deren der Schwerpunkt des Fahrzeuges geführt ist
Dem die Differenz aus Schienenabstandssignal und dem Signal für den Leitlinienabstand verarbeitenden
Regler können von streckenseitigen Signalgebern und/oder fahrzeugseitigen Speichereinrichtungen abrufbcre
Stützwerte zuführbar sein.
Wenn die Trag- und Führungsmagnete über federnde Bauteile mit dem Fahrzeug verbunden sind, ist es
zweckmäßig, deren Federungscharakteristik so zu wählen, daß sie für langwellige Störungen einen Hochpaß
darstellt.
Damit werden langwellige, mit großer Amplitude auftretende Schienenstörungen über die Federcharakteristik,
kurzwellige, mit kleiner Amplitude auftretende Schienenstörungen über die Magnetregelkreise
der Trag- und Führungssysteme ausgeregelt Dies hat den Vorteil, daß die in dem vorgegebenen Frequenzband
der Regelsysteme auftretenden Störungen bezüglich ihrer Frequenzen getrennt verarbeitet werden können,
und zwar werden schnelle Störvorgänge durch die Hauptregelkreise ausgeregelt, während langsame Störungen
über die Federung, die aktiv oder passiv ausgelegt sein kann, abgefangen werden.
In der nachfolgenden Beschreibung ist in Verbindung mit der schematischen Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung erläutert. Im einzelnen zeigen
F i g. la und Ib ein Blockschaltbild eines Regelungssystems zum magnetischen Tragen und Führen von
Fahrzeugen,
F i g. 2 ein Flußdiagramm der vermaschten Regelkreise zum Tragen und Führen eines Schwebezeuges
und
F i g. 3 eine Vorderansicht eines Fahrzeuges mit Darstellung der räumlichen Anordnung einiger für die
Regelanordnung benötigten Bauteile.
Ein in Fig.3 schematisch dargestelltes Fahrzeug 6,
das mit Hilfe eines in den F i g. la und Ib dargestellten Regelsystems längs einer in F i g. 3 ebenfalls schematisch
dargestellten Trasse 7 geführt ist. besteht aus einem Fahrzeugkasten 10 und aus einem Fahrgestell
Die Verbindung zwischen Fahrzeugkasten und Fahrgestell kann starr oder federnd ausgebildet sein.
Das Fahrgestell besteht im wesentlichen aus zwei torsionsstarren Körpern 14 und 15, die durch nicht dargestellte
Querträger miteinander fest verbunden sind. In den Körpern 14 und 15 sind die im einzelnen nicht
dargestellten Baugruppen des in F i g. 1 dargestellten
Regelsystems untergebracht. Ferner tragen die torsionsstarren Körper an ihren Außenseiten Winkelschienen
16 und 17, an denen Trag- und Führungsmagnete 18 und 19 bzw. 20 und 21 befestigt sind.
An den Winkelschienen 16 und 17 sind ferner Schienenabstandsmesser
24 und 25 bzw. 26 und 27 angeordnet, deren Aufgabe es ist, den Luftspalt zwischen den
Trag- und Führungsmagneten und den Trag- und Führungsschienen 28 und 29 bzw. 30 und 31 festzustellen.
Ferner sind in F i g. 3 nicht dargestellte, vorzugsweise nahe am Schwerpunkt S des Fahrzeuges angeordnete
Beschleunigungsmesser vorgesehen, die in den F i g. 1 a, Ib und 2 mit 61 bezeichnet sind.
Die Trag- und Führungsschienen sind über Tragbügel 32 und 33 mit Schwellen 36 der Trasse 7 starr verbunden.
Im Ruhezustand liegt das Fahrzeug mittels Schleifklötzen 8 und 9 auf den Trag- und Führungsschienen
auf. Auf den Schwellen sind ferner Stromleitungsschienen 38 und 39 isoliert befestigt, von denen
über Stromabnehmer 40 und 41 elektrische Energie, beispielsweise in Form von Drehstrom, dem Regelsystem
und dem noch zu beschreibenden Antriebssystem zugeführt wird.
Das Antriebssystem besteht aus einem lediglich schematisch dargestellten doppelseitigen Asynchron-Linearmotor
42, in dessen Luftspalt 43 eine Reaktionsschiene 45 ragt, die ebenfalls auf den Schwellen 36 befestigt
ist. Die Trasse trägt ferner Signalgeber 48, die mit Abtasteinrichtungen 49 des Fahrgestells 11 zusammenarbeiten,
um durch streckenseitige Signale Einfluß auf die fahrzeugseitige Regelanordnung nehmen zu können.
Das in den F i g. la und Ib dargestellte Regelsystem
zum Tragen und Führen des Fahrzeuges weist die das Fahrzeug 6 und die Schiene 50 umfassende Regelstrekke
auf. Als Meßwertgeber sind Beschleunigungsmesser 61 und Schienenabstandsmesser 63 für die Schiene, die
die Schienenabstandsmesser 24 bis 27 umfassen, vorgesehen. Als Stellglieder dienen Trage- und Führungsmagnete 64a bis 64n, die den Trage- und Führungsma-
- gneten 18 bis 21 in F i g. 3 entsprechen, und denen Magnetstromstellglieder
66a bis 66n zugeordnet sind. Die eigentlichen Regler des Trag- und Führungssystems bestehen
aus einem adaptiven Trimmregler 67 für die Einführung eines Sollwertes für den Leitlinienabstand in
Anpassung an variierende Fahrzeugparameter wie Fahrzeugbeladung, am Schwebezeug angreifende äußere
Kräfte und Fahrgeschwindigkeit dem in F i g. 2 im einzelnen dargestellten Hauptregler 69 und dem übergeordneten
Fahrregler 70, dem als Sollwerte Fahrprogrammsignale,
Streckensignale und Streckenidentifizie rungssignaJe eingespeist werden.
Wie sich aus den F i g. la und Ib ergibt, besteht also
das Regelungssystem aus drei in sich geschlossenen Regelkreisen,
nämlich aus einem inneren Regelkreis, bestehend aus dem Hauptregler 69, einer die Signale von
Trag- und Führungsregelkreisen zusammenfassenden Kopplungsmatrix 72, den Magnetstromstellgliedem 66.
den Trag- und Führungsmagneten 64 und den Meßwertgebern 61 und 63; einem Trimmregelkreis, bestehend
aus dem adaptiven Trimmregter 67, dem der noch
zu beschreibende Hauptregler untergeordnet ist, sowie dem übergeordneten Fahrregelkreis 70, über den das
Fahrzeug betriebea also auch der Linearmotor gesteuert wird.
Um das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Regelanordnung besonders herauszustellen, ist in
F i g. 2 ein Hauptregelk^eis 69 am Beispiel der Regelung eines einzigen Magneten dargestellt, der entweder
Trag- oder Führungsmagnet ist.
Jede Regelanordnung enthält jeweils zwei Reglerpaare, die mit a und bbzw. mit d und c bezeichnet sind.
Als Meßwertgeberpaar sind vorgesehen ein Beschleunigungsmesser 61 und ein Schienenabstandsmesser 63.
Der Regelstrecke, nämlich dem Fahrzeug 6, ist ein durch ein Magnetstromstellglied 66 in seiner Erregung
steuerbarer Trag- oder Führungsmagnet 64 zugeordnet. In einem Summierglied 74 wird das den Regler c
ίο verlassende Signal mit dem aus einem Trimmregler 67
kommenden Sollwertsignal verglichen. Ein Summierglied 75 dient der Differenzbildung aus dem Schienenabstandssignal
und dem den Regler a verlassenden Signal. In einem Summierglied 76 wird das den Regler b
verlassende Signal mit dem Beschleunigungsmessersignal verknüpft.
Das Reglerpaar a und b hat die Aufgabe, aus den Meßwerten von Beschleunigungs- und Schienenabstandsmesser
einen Leitlinienabstand zu bilden, der zwar im zeitlichen Mittelwert dem gemessenen Schienenabstand
entspricht, jedoch dessen kurzwellige Änderungen nicht enthält, so daß das Fahrzeug statt an
der Schiene an einer dieser angenäherten, jedoch gleichmäßigeren Leitlinie geführt ist. Das Reglerpaar c
und d hat die Aufgabe, unter Wahrung der Stabilität des Regelvorganges den Leitlinienabstand entsprechend
dem vom Trimmregler vorgegebenen Sollwert einzuregeln.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Regelanordnung ist folgende: Nach dem Einschalten des Systems
wird der Trag- oder Führungsmagnet 64 eingeschaltet und das Fahrzeug 6 mit den Schleifklötzen 8 und 9 von
den Schienen 28/30, 29/31 abgehoben. Dabei spricht der Beschleunigungsmesser 61 an und meldet seinen
Wert dem Regler a. Hier wird aus dem Beschleunigungsmessersignal, beispielsweise durch zweifache Integration,
ein Signal gebildet. Dieses an sich von der Schienenabstandsmessung unabhängige Signal der
zweifach integrierten Beschleunigung wird dadurch zu
einem Leitlinienabstandssignal, daß im Summierglied 7(5 ein Signal addiert wird, das aus dem Vergleich aus
dem Leitlinienabstands-Signal und dem vom Schienenabstandsmesser 63 gelieferten Schienenabstands-Signal
(Summierglied 75) gebildet und über den Regler b eingespeist ist. Das den Leitlinienabstand verkörpernde
Ausgangssignal wird über eine Leitungsverbindung 101 dem Regler c zugeführt, der beispielsweise als elektrisches
Netzwerk ausgebildet ist und das zugeführte Signal weiter aufbereitet. Das Ausgangssignal des Reg-
lers c wird über das Summierglied 74 dem Regler c
zugeleitet, der unter Berücksichtigung des dem Summierglied 74 zugeführten, vom Trimmregler kommandierten
Sollwertes für den mittleren SchienenabstanC das dem Magnetstromstellglied 66 zuzuführend«
eigentliche Stellsignal erzeugt.
Da das Fahrzeug nach Höhe und Seite zu führen ist sind mindestens zwei solcher Leitlinien in der beschrie
benen Weise zu bilden. Die von den entsprechendei Hauptreglerausgängen abgegebenen Stellbefehle wer
den über die Kopplungsmatrix 72 gemäß F i g. la au die Magnetstromstellglieder übertragen.
Ober eine Leitung 103 können dem Regler b zusätzli ehe Stut/werte eingeführt werden, die über die Abtast
einrichtung 49 von den Signalgebern 48 der Trasse ab genommen werden. Selbstverständlich können auch i
Langzeitspeichern innerhalb des Fahrzeuges abiastba gespeicherte Stüt/wcrte über die Leitung 103 der
Regler b zugeführt werden.
An Stelle von exakt oder annähernd exakt integrierenden Bauteilen können selbstverständlich auch digitale
Filter (Estimation-Filter) zum Bestimmen der vorgenannten Zustandsvariablen eingesetzt werden.
Die beschriebenen Regelkreise, insbesondere die Regler 67 und 70, können digitale Recheneinheiten als
Steuergeräte aufweisen, die sowohl von den genannten Speichern als auch von den Meßwertgebern gespeist
sind.
Sind das Fahrgestell 11 oder die Trag- und Führungs magnete 18 bis 21 federnd mit dem Kasten 10 des Fahr
zeuges 6 verbunden, so ist die Federungscharakteristil so zu wählen, daß sie für langwellige Störungen de
Regelkreise einen Hochpaß darstellen. Die nicht darge stellten Federbauteile können passiv oder aktiv ausge
bildet sein, in jedem Falle sind sie als Teile eines weite ren Regelkreises auszubilden, der mit den beschriebe
nen Hauptregelkreiscn vermascht ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
S0962«
Claims (6)
1. Regelanordnung zur dynamischen Entkopplung eines schienengebundenen Fahrzeuges von seinen
Schienen, das gegenüber den Schienen mit Hufe von Magneten in einem Abstand geführt ist der
durch die Magnete steuernde Regelkreise entsprechend einem vorgegebenen Sollwert geregelt wird,
wobei den Regelkreisen als Meßwerte ein Schienenabstand zwischen den Magneten und den Schienen
sowie die Beschleunigung des Fahrzeuges in Richtung der Abstandsänderungen zugeführt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Abstandsregelung als mit dem Sollwert zu vergleichender
Istwert ein eisen fiktiven Leitlinienabstand verkörperndes Signal eingeführt ist, welches vom Ausgang
eines Reglers (a) abgenommen ist, dessen Ekigang
das Eeschleunigungssignal und über einen weiteren
Regler (b) die Differenz aus Schienenab-Standssignal und dem Signal für den Leitlinienabstand
zugeführt ist
2. Regelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regler (a, b) mit weiteren
nachgeschalteten Reglern (c. d) einen Hauptregler
(69) bilden, der Teil einer aus drei in sich geschlossenen Regelkreisen bestehenden Regelkaskade ist,
deren weitere Regelkreise ein dem Hauptregler (69) übergeordneter, der Einführung weiterer Regelparameter,
wie Größe des Schienenabstandes, BeIadung des Fahrzeuges, äußere am Fahrzeug angreifende
Kräfte, Fahrgeschwindigkeit, dienender Trimmregelkreis (67) sowie ein allen übergeordneter
Fahrregelkreis (70) sind.
3. Regelanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Seiten- und Höhenführung
des Fahrzeuges eigene Hauptregler (69) vorgesehen sind, deren Ausgangssignale über eine
Kopplungsmatrix (72) zusammenfügbar sind.
4. Regelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Regler (b) von streckenseitigen
Signalgebern (48) und/oder fahrzeugseitigen Speichereinrichtungen abrufbare Stützwerte zuführbar
sind.
5. Regelanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trag- und Führungsmagnete
(18 bis 21) über federnde Bauteil., mit dem Fahrzeug
(6) verbunden sind, deren Federungscharakteristik so gewählt ist, daß sie für langwellige Störungen
des Schienenabstandes einen Hochpaß darstellt.
6. Regelanordnung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß die federnden Bauteile Teile von Regelkreisen sind, die mit den Hauptregelkreisen
(69) vermascht sind.
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1972
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