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Beschreibung zu der Pat entanmeldung Mutteranordnung für Schraubenwälzgetriebe
mit Vorspannungsregulierung.
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(?rioritat: 19.12.1969, Polen, P 137666) Die Erfindung betrifft eine
Mutteranordnung für Schraubenwälzgetriebe mit Vorspannungsregulierung, die aus zwei,
in der Öffnung eines Gehäuses angebrachten Muttern besteht.
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Bekannt ist zum Beispiel aus der britischen Patentschrift Nr. 822
582 eine Mutteranerdnung für Schraubenwälzgetriebe, die aus zwei, in der Öffnung
des Gehäuses angebrachten Muttern besteht, wobei die Regulierung der Vorspannung
durch gegenseitige Winkellagenänderung beider Muttern erfolgt.
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Zu diesem Zwecke sind die Muttern an einem Ende mit einer walzenförmigen
Außenverzahnung versehen1 die in eine, am Rand der Gebäuseöffnung vorgesehene, entsprechende
Innen-Verzahnung eingreift, wobei die Anzähl der Zähne beider Mottern
sich
wenig voneinander unterscheidet. Zum Beispiel hat die eine der Muttern und die mit
ihr zusammenarbeitende Innenverzahnung am Rande der Gehäuseöffnung 1Wo Zähne, während
die andere Mutter und die mit ihr zusammenarbeitende Verzahnung 99 Zähne hat. Dies
ermöglicht, nach dem Noniusprinzip die Regulierung der gegenseitigen Winkellage
beider Muttern mit einer Genauigkeit der Größenordnung einiger Minuten, was der
Genauigkeit der Anderung der gegenseitigen Achsenlage der Muttern der Größenordnung
einiger Mikron entspricht.
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Einen grundsätzlichen Nachteil dieser Konstrutionsart bildet der verhältnismäßig
komplizierte Verlauf der Spannungsregulierung. Hierbei muß die Schraube herausgenommen
werden und an deren Stelle eine spezielle, die Kugeln unterstützende Montagehülse
eingeführt werden. Danach werden die Muttern aus der Verzahnung mit dem Gehäuse
herausgeführt, sie werden um einen entsprechenden Winkel verdreht und die Baugruppe
wird in beliebiger Reihenfolge montiert. Aus diesem Grunde ist es bei der Regulierung
der Vorspannung des Schraubenwalzgetriebes oft erforderlich, den mit diesem verbundenen
Antriebsmechanismus des Getriebes zu demontieren.
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Die Erfindung bezweckt die Beseitigung des genannten Nachteils und
eine Mutteranordnung für Schraubenwälzgetriebe anzugeben, bei welcher bei der Regulierung
der Vorspannung die Schraube nicht herausgenommen zu werden braucht, und somit die
Demontage
des Antriebsmechanismus des Getriebes zu vermeiden.
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Brfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Anwendung von Muttern
gelöst, die mit von ihnen trennbaren Flansehringen mit Radialverzahnung versehen
sind, welche mit einer entsprechenden Verzahnung auf der Stirnoberfläche des Gehäuses
oder des mit ihm verbundenen Ringes zusammenarbeiten. Dank dieser Konstruktion erfolgt
die Regulierung der Vorspannung des Getriebes durch Trennung der verzahnten Ringe
von der Mutter, deren Herausschieben aus der Verzahnung, durch Drehung um einen
entsprechenden Winkel, nacheilende Drehung der Mutter und danach ihre Verbindung
mit dem Ring, wodurch das Herausnehmen der Schraube und die Demontage des Antriebsmechanismus
des Getriebes vermieden wird.
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Es ist dabei zu bemerken, daß aus dem sowjetischen Patent Nr. 183554
ein Schraubenwälzgetriebe mit Vorspannungsregulierung, zusammengesetzt aus zwei
Muttern mit Radialverzahnung, die mit der Radialverzahnung einer zwischen diesen
Muttern angebrachten Hülse zusammenarbeitet, bekannt ist, jedoch ist der Zweck dieser
Konstruktion ausschließlich die Verminderung der Querdimensionen der Ä;tter. Jedoch
erfordert die Regulierung der Vorspannung auch in diesem Falle das Herausnehmen
der Schraube, die Einführung einer speziellen Montagehülse an deren Stelle, demnach
also eine Demuntage, und danach die Montage des ntriebsmeehanisnus des Getriebes.
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Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles
erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Mutteranordnung eines Schraubenwälzgetriebes mit
Vorspannungsregulierung im Achsialschnitt längs der Linie B - B in Fig. 2; und Fig.
2 einen Querschnitt längs der Linie A - A in Fig. 1.
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Die in der Zeichnung dargestellte Baugruppe besteht aus einem Gehäuse
1- und aus in dessen zy-lindrischer Öffnung 2 befindlichen zwei Muttern 3 und 4,
die mit einem Innengewinde mit bogenförmigem Querschnitt versehen sind, das mittels
Kugeln 6 mit dem Außengewinde der Schraube 7 zusammenarbeitet.
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Beide Muttern 3 und 4 sind außerdem mit bekannten Einlagen mit Rücklaufkanälen
9 versehen, die einen geschlossenen Umlauf der Kugeln 6 sichern, sowie mit Flanschen
1u mit einer Stirnstützfläche -11, die mit der Stirnfläche des Randes der Öffnung
2 des Gehäuses 1 zusammenarbeitet und somit die Übertragung der auf das Getriebe
einwirkenden Achsialkräfte gewährleistet.
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Außerdem sind die Muttern 3 und 4 mittels Elementen 12, die zum Beispiel
herausnehmbare Stifte bilden, auf gegen Drehung und hchsialverschiebung sichernde
Weise mit den Ringen 13 und 14, die vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt sind,
trennbar verbunden, wobei die genannten Ringe mit Hadialverzahnungen 15, 15 versehen
sind, die sich durch einen geringen Unterschied in der Anzahl der Zähne (zum Beispiel
um
einen Zahn) voneinander unterscheiden. Die Verzahnungen 15, 15'
arbeiten mit entsprechenden Radialverzahnungen 16, 16' zusammen, die auf den Stirnflächen
des Gehäuses 1 oder vorzugsweise auf den mit ihm verbundenen, aus Kunststoff hergestellten
Ringen 17, 18 ausgeführt sind.
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Auf den Innenstirnflächen besitzen die Muttern 3 und 4 Öffnungen 19,
die das Anbringen eines Schlüssels zu ihrer nacheilenden Drehung ermöglichen.
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Die Regulierung der Vorspannung der erfindungsgemäßen Anordnung durch
gegenseitige Änderung der Winkellage beider Mu-ttern geschieht wie folgt.
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Zur Trennung der Ringe 13 oder 14 von den Muttern 3 oder 4, werden
die Verbindungs- und Fixierungselemente, zum Beispiel die Stifte 12, herausgezogen.
Danach weiden die Ringe 13 und 14 längs der Umfangafläche der Muttern 3 und 4 verschoben
und deron Radialverzahnungen 15 und 151 sowie 16, 161 entkuppelt.
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Dann wird der Ring 13 oder 14 um einer zur Erlangung der gewünschten
Vorspannung erforderlichen Winkel gedreht, wonach die Muttern 3 und 4 wieder hineingeschoben
werden, was den Eingriff der Verzahnungen 15 und 16 sowie 15' und 16' ineinander
zur Fulge hat. Nach den£ Einstecken des Schlüssels in die O Öffnungen 19 werden
die Muttern 3 und 4 in einer Nacheilbewegung in eine Mige gebracht, bei der die
Elemente 12 dereu Vereinigung mit den Ringen 13 und 14 ermöglichen und deren ursprüngliche
gegenseitige Lage bestimmen.
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Wie aus dem Öbigen hervorgeht, erfolgt die Regulierung der Vorspannung,
shne daß es erforderlich ist, die Schraube 7 herauszunehmen, an ihre Stelle eine
die Kugeln 6 unterstützene Montagehülse zu setzen, somit also ohne Notwendigkeit
der Demontage und der Montage des Antriebsmechanismus des Getriebes.
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Es ist ebenfalls zu bemerken, daß die Konstruktion der Mutterbaugruppe
des erfindungsgemäßen Schraubenwälzgetriebes -keine Vergrößerung der Quer- und Längsdimensionen
im Verhältnis zu aus den britischen-Patentschrift Nr. 822582 bekannten Muttern verursacht,
umd eine bedeutende Verringerung der Iängsdimensionen im Verhältnis zur Lösung gemäß
dem sowjetischen Patent Nr. 183554 ermöglicht.
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Die Mutterbaugruppe des erfindungsgemäßen Schraubenwälzgetriebes kann
insbesondere in den Antriebsmechanismen verschiebbarer Baugruppen von Werkzeugmasch½en
Anwendung finden.