DE2050578A1 - Holographisches Datenverarbeitungs system - Google Patents
Holographisches Datenverarbeitungs systemInfo
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Description
IBM Deutschland
Internationale Büro-Maschinen Geselkchaft mbH
Anmelderin:
Amtliches Aktenzeichen: Aktenzeichen der Anmelderin:
Böblingen, 13, Oktober 1970 ru-rz
International Business Machines Corporation, Armonk, N.Y. 10504
Neuanmeldung
Docket EN 968 023
Docket EN 968 023
Die Erfindung betrifft ein holographisches Datenverarbeitungssystem, bei dem insbesondere jedes Hologramm auf einer holographischen
Anordnung, die alle arithmetischen und logischen Funktionen des Datenverarbeitungssystems liefert, ausgewählt
wird.
In der Entwicklung der modernen Rechnertechnik zeichnen sich immer mehr zwei prinzipielle Wege ab, die in der Zukunft für
den Aufbau von Datenverarbeitungssystemen maßgebend sein dürften.
Das eine Prinzip besteht darin, daß sämtliche im Datenverarbeitungssystem
verwendeten Einheiten, wie die Speichereinheit, die zentrale Recheneinheit, die Steuereinheiten für die
Ein- und Ausgäbegeräte und andere aus monolithischen Schaltkreisen
bestehen, die einen hohen Integrationsfaktor aufweisen.
Bei derartigen Rechnersystemen versucht man vor allem alle verschiedenen Einheiten aus gleichen Speichereinheiten
herzustellen, damit der Herstellungsprozeß für ein gemeinsam verwendbares Modul möglich wird. Der andere prinzipielle Weg
besteht darin, die Datenverarbeitungssysteme mit optischen Mitteln aufzubauen. So hat sich in der letzten Zeit vor allem
zur Speicherung von Daten und Befehlen die Anwendung der Holographie
als sehr nützlich erwiesen. Mit Hilfe der Holographie ist es insbesondere möglich, sehr hohe Speicherkapazitäten
und Speicherdichten sowie eine sehr kleine Zugriffszeit zu den einzelnen gespeicherten Informationen zu erreichen.
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Beiden prinzipiellen Methoden haftet jedoch der Nachteil an,
daß trotz unbestreitbarer Vorteile der einen oder der anderen Lösung ein hochintegriertes sehr schnelles System nicht geschaffen
werden kann, da z.B. die Vorteile der holographischen Speicherung von Daten dadurch eingeschränkt werden, daß zur
Auswertung der ausgelesenen Informationen normale integrierte Schaltkreise verwendet werden müssen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein kleines kompaktes Datenverarbeitungssystem mit einer sehr dichten
Anordnung der einzelnen Bauteile zu schaffen, das alle logischen und arithmetischen Funktionen unter holographischer
Steuerung ausführen kann.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht darin, daß es aus einer Vielzahl monolithischer Schaltkreise besteht,
die lichtempfindliche Schaltungseinheiten enthalten, die durch Lichtstrahlen gesteuert werden, deren Huster durch in einem
Hologrammspeicher gespeicherte entsprechende Hologramme erzeugt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht der Anordnung des erfindungsgemäßen Datenverarbeitungssystems;
Fig. 2 eine genaue Darstellung eines Steuermoduls, welches steuerbare Schaltungen und lichtempfindliche Einheiten
enthält, welche auf Lichtmuster durch Einschalten der steuerbaren Schaltungen ansprechen;
Fign. 3-6 genaue Schaltungsanordnungen für UND-Glieder, ODER-Glieder,
Treiberschaltungen und Trigger;
Fig. 7 einen Lageplan, der die Spalten- und Zonenstellen
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der verschiedenen steuerbaren Einheiten des in Fig. 2 gezeigten Steuennoduls wiedergibt, und
gezeigte Steueraodul auftreffen und eine Additionsinstmktion durchfahren, wobei jedes Muster ein
Steuerwort darstellt.
Ein Prinzipschaltbild eine« herkömmlichen Digitalrechners mit
Programmsteuerung, die durch holographische Muster erfolgt, ist in Fig. 1 gezeigt. Eine derartige Anordnung umfaßt u.a.
einen Speicher 1 «dt zugehörigen Abfrageverstärkern 2, Sperren 3, Decodierer 4, Speicheradreßregister 5 und 5A, ein Instruktionsadreßregister 6 und eine Steuerkonsole 7. Alle Einheiten
sind so miteinander verbunden, daß Daten und Adreßinformationen in den Speicher 1 und aus diesen heraus auf bekannte Art übertragen werden können. Der Rechner umfaßt weiter eine arithmetische und logische Einheit ALU, welche die Datenregister A, B
und Z durch die Datenleitungen 8, 9 und IO entsprechend miteinander verbindet. Alle arithmetischen und logischen Funktionen
des ALU werden unter Steuerung eines OP-Coderegisters 11 eingeleitet und der Ablauf einer gewählten Operation wird durch
Mikroprograam-Adreßregister 12 und 13 überwacht. Alle Operationen werden durch den Taktgeber 14 synchronisiert. Bei dieser Anordnung werden das Programm und die Operationsreihenfolge
für einen gewählten Operationscode dadurch gesteuert, daß man Impedanzen in bestimmten logischen Schaltungen mit gilfe von
eindeutigen Mustern von Lichtstrahlungen steuert. (Ein Schema der auf diese Weise eingeschalteten Schaltungen ist in Flg. 2
gezeigt.)
Die verschiedenen Lichteaster werden aus Hologrammen erzeugt, welche eine Holograa«gruppe 2O bilden, die z.B. 64 χ 64 Reihen
groß ist und 4096 verschiedene aber jeweils eindeutige Lichtmuster liefert, alt welchen ausgewählte Verknüpfung?schaltungen
im Modul so betätigt werden können, daß sie einen gewünschten
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MikrobefehIsschritt ausführen. Eine vorgegebene Anzahl derartiger Schritte oder Mikroprogramme wird bei der Ausführung
eines gewünschten Operationscodes benutzt, der durch eine Instruktion vorgeschrieben ist, die im Operationsregister 11 des
Rechners steht. Jedes Mikroprogramm wird durch eine eindeutige Orientierung eines kohärenten Lichtstrahles 21a selektiert,
der von einem Abtastlaser 21 ausgeht, welcher durch einen über eine Leitung 23 an das Mikroprogramm-Adreßregister 12 angeschlossenen Decodierer 22 gesteuert wird. Jede durch dieses
Register ausgegebene Adresse wird auf den Decodierer 22 geleitet, der die Adreßdaten in Signale umwandelt, mit denen der Abtastlaser so gesteuert wird, daß er eine räumlich eindeutige
Orientierung für den Strahl 21a liefert. Somit wird jedes Hologramm in der holographischen Gruppe durch eine eindeutige Orientierung des Strahles 21a beleuchtet und gibt dann sein eindeutiges Muster von Lichtstrahlen ab, die auf entsprechende
Einschalteinrichtungen fallen, welche einen Teil der logischen Schaltungen im Modul bilden.
Jedes auf diese Weise gewählte Hologramm liefert eine eindeutige
Steuerung zur Ausführung eines bestimmten Mikroprogrammschrittes,
die als "Steuerwort" definiert werden kann.
Beim allgemeinen Rechnerbetrieb wird eine Folge voej, Instruktionen und zu verarbeitenden Daten in den Speicher 1 auf herkömmliche Weise eingegeben. Von der Konsole 7 wird die Adresse
der ersten Instruktion in das Speicheradreßregister gegeben und dadurch die erste Instruktion in das Operationsregister 11
und die Daten in das Adreßregister 5A geleitet. Die Adresse im Datenadreßregister 5A selektiert das erste auf das A-Register
des Datenflusses übertragene Datenbyte. Der Operationscode im
Operationsregister 11 wird auf das Mikroprogramm-Operationsregister 12 übertragen und in entsprechende analoge Signale
übersetzt, die dann ein Hologrammeter auf der ersten Datenflußebene abbilden, um die Ausführung einer bestimmten Funktion
zu ermöglichen. Als Teil des Musters des Steuerwortes ist die
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mm K mm
Adresse des nächsten Hologrammes gegeben. Dieses nächste Hologramm enthält wiederum die Adresse des dann folgenden Hologrammes
und auf diese Weise werden die Steuerwörter miteinander verkettet und die durch die Instruktion angegebene Operation
erzielt. Das letzte Hologramm in einer Operationsfolge adressiert
das Instruktionsadreßregister 6 im System, welches
durch geeignete Mittel die Adresse vorschaltet, um die nächste Instruktion vom Speicher auszuwählen. Die Operation wird durch
eine Stoppadresse in einer entsprechenden Instruktion beendet.
Das in Fig. 2 gezeigte Steuermodul enthält die ALU, welche alle arithmetischen und logischen Funktionen des Rechners ausführt.
Eingänge zur ALU erfolgen über die Datenleitungen 8 und 9 auf die Register A und B, die ihrerseits wieder mit den Speicher-Abfrageverstärkern
verbunden sind. Die allgemeinen Register GRl, GR2, GR3 zum Speichern von Konstanten sind zwischen dem
B-Register und der Datenleitung 9 angeordnet. Die Ausgänge vom Speicher 1 laufen Über die Abfrageverstärker und die
Leitungen la und Ib zu den Registern A und B. Instruktionen vom Speicher 1 werden auf das Operationsregister 11 und das
Datenadreßregister 5A geleitet. Das Z-Register steht mit dem
Speicher 1 über eine Sperreinrichtung in Verbindung und ist über Leitungen 10 mit einem Addierer-Ausgangsregister 15 und
den E/A-Kanalregistern CHI, CH2 und CH3 verbunden.
Eine genaue Untersuchung des Steuermoduls zeigt, daß jeder Schaltkreis vier verschiedene Schaltungskonfigurationen enthält,
die mit -K)DT bezeichnet sind und jeweils ein UND-Glied, ein ODER-Glied, einen Treiber und eine Triggerschaltung darstellen.
Der Aufbau dieser vier Schaltungen ist in den Fign. 3 bis 6 dargestellt. Der in Fig. 3 z.B. gezeigte Aufbau des UND-Gliedes
ist allgemein bekannt und umfaßt die parallel angeordneten Dioden 30, die mit den Eingangsklemmen 3OA und der Leitung 31
und diese wiederum mit einer positiven Spannungsquelle über einen Widerstand 32 und mit einer Erdklemrae über einen Wider
stand 33 verbunden sind, wobei die Leitung 31 in eine Ausgangs-
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klemme 34 mündet. In die Leitung 31 ist eine lichtempfindliche
Einheit 35 gelegt, die in dem Schaltungsweg eine hohe Impedanz
bildet, wenn kein Licht auftrifft. Unter diesen Bedingungen erscheint kein Signal an der Ausgangsklemme 34, wenn außerdem
angenommen wird, daß Eingangssignale an den Eingangsklemmen
3OA anliegen. Wenn andererseits ein Lichtstrahl auf die Einheit 35 fällt, bildet sie nur eine niedrige Impedanz und es wird
an der Ausgangsklemme 34 ein Ausgangssignal abgegeben, vorausgesetzt, daß alle Dateneingangssignale an den Eingangsklemmen
3OA vorhanden sind. Durch diese Anordnung wird das UND-Glied durch einen auf das lichtempfindliche Tell 35 fallenden Lichtstrahl eingeschaltet und diese Einheit liefert zusammen mit der
durch den auftreffenden Lichtstrahl gegebenen Steuerung eine Einschalt-Steuermöglichkeit für jeden Steuerpunkt des in Fig.
2 gezeigten Moduls.
Das in Fig. 4 gezeigte ODER-Glied wird genauso gesteuert wie das oben beschriebene UND-Glied. Das auf herkömmliche Art
aufgebaute ODER-Glied umfaßt parallel zueinander angeordnete Dioden 40 mit Eingangsklemmen 4OA. Die Dioden sind an eine
gemeinsame Leitung 41 angeschlossen, die in eine Ausgangsklemme 44 mündet, über die Widerstände 42 und 44 ist die Schaltung an Erde angeschlossen. In die gemeinsame Leitung 41 ist
eine lichtempfindliche Einheit 45 zur Betätigung der Schaltung
gelegt. Wird diese Einheit 45 einem Lichtstrahl ausgesetzt,
sinkt die Impedanz des Schaltweges und sie steigt wieder an, wenn der Lichtstrahl weggenommen wird. Wenn also einer oder
alle Eingänge 4OA durch entsprechende Datensignale erregt werden, liefert die Ausgangsklemme 44 ein Auegangssignal nur,
wenn die Schaltung Ober die lichtempfindliche Einheit 45 durch einen auf treffenden Lichtstrahl eingeschaltet wird. Auf
der anderen Seite wird kein Signal an der Aasgangsklemme abgegeben, wenn der auftreffende Lichtstrahl von der Einheit
weggenommen wird.
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anschlüsse 50 bzw. 54, zwischen die eine lichtempfindliche
Einheit 51 und ein Transistor 53 gelegt sind, die über die Widerstände 52 und 54 alt Erde verbunden sind. An den Kollektor
des Transistors 53 ist eine positive Spannungsquelle angeschlossen. Nenn Datensignale auf die Eingangsklemne 50 gegeben werden, erscheint ein entsprechendes Ausgangssignal an
der Ausgangsklemae 54 nur, wenn Licht auf die lichtempfindliche Einheit 51 fällt.
Der in Fig. 6 gezeigte Trigger besteht Im wesentlichen aus
zwei Transistoren 6O und 65, die in einer Schaltung 62 zusammengefaßt sind, der weiterhin unter anderem lichtempfindliche
Einstell- und Rückstellvorrichtungen 63 bzw. 69 enthält. Werden diese Einrichtungen einem Lichtstrahl ausgesetzt, so
schalten sie den Trigger ein oder setzen ihn in die Ausgangsstellung zurück. Die Schaltungsanordnung 62 1st mit einer
Leitung 64 verbunden, die einerseits mit der Ausgangsklemne und andererseits über den Widerstand 67 mit Erde verbunden ist.
In die Leitung 64 ist eine lichtempfindliche Einschaltsteuerung 66 gelegt. Um den Trigger für den Betrieb vorzubereiten, wird
die Rückstellsteuerung 63 durch einen Lichtstrahl so betätigt, daß der Trigger in seine Anfangsstellung gesetzt ,wird. Anschliessend werden Eingangssignale auf die Eingangsklemmen 6OA zum
Setzen des Triggers JLn eine gewünschte Stellung gegeben, dabei ist jedoch vorausgesetzt, r'aß die lichtempfindliche Einschalteinheit 66 durch einen Lichtstrahl getroffen wird, da der
Trigger sonst keine Ausgangssignale liefern kann.
Eine Korobination dieser Steuereinheiten arbeitet mit einem
Treiber, einem UND-Glied, einem Trigger sowie einem ODER-Glied und ist im Mikropioiji. a— Adreßregister 12, dem Speicher-Adreßregister 5, dem ALU-Ausgangs register und dem Z-Reglster gezeigt.
Eine zweite Kombination aus UND-Gliedern, ODER-Gliedern und Triggern 1st im Instruktions-Adressregister 6 und im Operationsregister 11 gezeigt. Eine dritte mit UND-Gliedern und
Triggern arbeitende Kombination ist im Mikroprogramm-Adreß-
^ u 108818/1392
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register 12 für die nächste Operation gezeigt. Eine vierte Kombination aus UND-Glied, Trigger sowie Treibern wird verwendet
in den Registern A und B, im Kanalregister CHl, GH2 und
CH3 und in den allgemeinen Registern GRl, GR2 und GR3. Eine fünfte Kombination aus UND-Glied, Trigger und UND-Glied ist
in dem Datenadreßregister 5A dargestellt.
Die Anordnung in Fig. 7 zeigt, wie die verschiedenen Bauteile im Steuermodul relativ zu einer aus Spalten und Zonen gebildeten
Koordinatenanordnung orientiert sind, um die überlagerung der verschiedenen Steuerwortmuster gemäß Darstellung in den
Fign. 8 bis 14 zu ermöglichen, wobei die Koordinaten entsprechend bezeichnet sind. Durch diese Anordnung wird klar, welche
Bauteile im Modul durch entsprechend ausgelegte Lichtmuster geschaltet werden.
Um die Arbeitsweise der Erfindung zu zeigen, wird eine Additionsinstruktion durch eine Folge von Mikroprogrammen verarbeitet,
von denen die ersten Mikroprogramme als vorbereitete Schritte für die dann folgenden Mirkoprogrammschritte benutzt
werden, die die Additionsoperation ausführen sollen.
Das System wird durch einen Löschimpuls betriebsbereit gemacht, der alle Trigger im Datenflußmodul dadurch löscht, daß er einen
Lichtstrahl auf alle lichtempfindlichen Trigger-Rückstelleinheiten leitet. Das Steuermuster für diese Rückstell- oder Löschfunktion
ist in Fig. 8 gezeigt. Wenn dieses Steuermuster auf das Steuermodul der Fig. 2 projiziert wird, trifft ein Lichtpunkt
auf jede entsprechende Trigger-Rückstelleinheit. Das Hologramm, welches dieses Rückstellmuster speichert, liegt
in der zweiten Zeile, Spalte O der Hologrammanordnung. Die
Rückstelleinrichtung 24 erregt entsprechende Vorrichtungen im Abtastlaser und leitet dadurch einen kohärenten Laserstrahl auf
das Rückstellhologramm in der Hoiogrammgruppensteile Null-Null,
von wo das Rückstellmuster als Bild auf das Steuermodul geworfen wird.
»χ** »966 023 109818/1392
Im nächsten Schritt des Systems wird der Startknopf 25 gedrückt. Dieser Startknopf wählt entsprechende Einrichtungen im Abtastlaser,
wodurch der Strahl durch das Hologramm in der Stelle Null-Null fällt, welches das in Fig. 9 gezeigte Muster als Bild auf
das Steuermodul wirft. Dieses Muster erregt die Einschalteinrichtungen für den Trigger und das UND-Glied, die mit der übertragung
der Adresse von der Konsole 7 auf das Speicheradreßregister 5 zusammenhängen. Dieses Hologramm enthält außerdem die Adresse
der nächsten Mikroprogrammoperation und das Bild dieses HoIogrammes
wird auf die lichtempfindlichen Trigger-Setzeinheiten geworfen, die zum Mikroprogramm-Folgeadreßregister 13 gehören.
Die nächste Mikroprogrammadresse Null-zwei wählt das Hologramm, dessen Muster in Fig. 10 gezeigt ist. Das Null-zwei-Muster schaltet
die UND-Glieder im Speicheradreßregister 5 ein und adressiert dadurch den Speicher so, daß er das erste Byte der Instruktion
in Maschinensprache ausliefert, dessen vier am weitesten links stehende Bits in das Operationsregister 11 und die vier am
weitesten rechts stehenden Bits in die linken Positionen des Datenadreßregisters
50 geleitet werden.
Das Null-zwei-Muster enthält außerdem die nächste Mikroprogrammadresse
und diese wird auf die Einschalttrigger in das Mikroprogramm-Folgeadreßregister 13 geleitet. Die Adresse Null-drei wählt
das Hologramm, welches das in Fig. 11 gezeigte Muster enthält. Dieses Muster leitet Licht auf die Einschalttrigger in der unteren
Position des Speicheradreßregisters 4. Dadurch wird der Inhalt des Speicheradreßregisters von null auf eins verwandelt und
bereitet das System zum Empfang des zweiten Instruktionsbyte vom Speicher 1 vor. Auf ähnliche Weise wird das Hologramm Null-vier,
dessen Muster in Fig. 12 gezeigt ist, durch das Hologramm Nulldrei gewählt und leitet das nächste Byte vom Speicher 1 in die
untere Position des Datenadreßregisters 5A. Mit der ersten Instruktion im Steuermodul ist der nächste Schritt die Ausführung
dieser Instruktion. Die Einleitungsfolge der Mikroprogrammschritte
ist beendet und das nächste Mikroprogramm hängt davon ab, wel che Instruktionen in Maschinensprache im Operationsregister 11
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stehen. Der Inhalt des Operationsregisters 11 wird durch das Hologramm Null-vier auf das Mikroprograran-Folgeadreßregister 13
übertragen. Von hier wird der Inhalt in das Mikroprogramm-Adreßregister 12 übertragen und decodiert. Das erste Hologramm der
Instruktion in Maschinensprache wird dadurch gewählt und die Additionsoperation eingeleitet.
Wenn die erste Mikroprogranmadresse der Maschinensprache in das
System eingegeben ist, erhält man die nachfolgenden Mikroprogrammadressen jeweils aus dem vorhergehenden Muster in der oben
beschriebenen Art.
Mit der Mikroprogramm-Reihenfolge ist der Systemtaktgeber verbunden. Der Taktgeber des Systems ist ein Oszillator, der einen Viererring treibt, welcher seinerseits wieder die Mikroprogramm-Adressierung steuert. Der Systemtaktgeber wird durch den Taktgebertrigger ein- und ausgeschaltet.
Die Schaltung für die Mirkoprogramm-Reihenfolge setzt sich zusammen aus dem Mikroprogramm-Adreßregister 12 und dem Mikroprogramm-Folge adreßregister 13. Diese Anordnung gestattet einen Zugriff
zur nächsten Mikroprogrammadresse, während das laufende Mikroprogramm aktiv ist. Beim Betrieb des Taktgebers stellt die Ringposition 1 das Mikroprogramm-Folgeadreßregister 13 zurück. Die Ringposition 2 leitet den Inhalt des Mikroprogramm-Adreßregisters 12
in die Decodierschaltung 22, die ihrerseits die entsprechenden Einrichtungen in dem Laser einschaltet, im ein bestimmtes Hologramm zu wählen. Die Ringposition 3 stellt das Mikroprogramm-Adreßregister 12 zurück. Die Ringposition 4 fiberträgt die Adresse
aus dem Mikroprogramm-Folgeadreßregister 13 In das Mikroprogramm-Adreßregister 12.
Bisher wurden die Mikroprogramme zur Eingabe der Additionsinstruktion in den Datenfluß beschrieben, anschließend werden die Mikroprogramme zur Ausführung der durch den Operationscode in der Instruktion angegebenen Additionsoperation erklärt, vorher werden
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jedoch einige Merkmale des Systems sowie verschiedene Funktionen der Mikroprogramme und ihrer Bitstrukturen erklärt.
Die Bauteile des Steueraoduls sind über Datenleitungen miteinander
verbunden. Diese Datenleitungen sind ein Byte groß und umfassen acht parallele Bits In binärer Schreibweise. Die Maschinensprach·
Instruktion ist zwei Bytes lang, dabei bezeichnen die vier links stehenden Bits die auszuführende Operation und die 12 rechts stehenden
Bits werden zur Adressierung von 4096 Speicherstellen benutzt .
Die dem Operationscode zugeordneten vier Bits gestatten 16 Operationen
gemäß nachfolgender Aufstellung.
Funktion
0000
OOOl
OOIO
0011
0100
0101
0110
7 | Olli |
8 | 1000 |
9 | 1001 |
10 | lOlO |
11 | 1011 |
12 | 1100 |
13 | 1101 |
14 | 1110 |
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Inhalt der Adresse nach Register A verschieben Inhalt der Adresse nach Register B verschieben
Addiere A zu B und speichere Ergebnis im Speicher an der durch Instruktion gegebenen Adresse
Subtrahiere A von B und speichere Inhalt im Speicher ...
Speichere Kanal 1 Register in Adresse im Speicher ...
Verschiebe Inhalt der Speicheradresse auf Register Kanal 1
Speichere Inhalt Register Kanal 2 JLn Speicheradresse ...
Verschiebe Kanal 2
Verschiebe Kanal 2
Speichere Register Kanal 3 in Speicheradresse Verschiebe Kanal 3
Verzweige nach 0 auf Speicheradresse ... Prüfe Kanal-Register 1
Prüfe Kanal-Register 2
Prüfe Kanal-Register 3
Verschiebe Inhalt von Register B nach GR-Regi-
Prüfe Kanal-Register 2
Prüfe Kanal-Register 3
Verschiebe Inhalt von Register B nach GR-Regi-
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ster, angegeben in Speicheradresse ...
15 1111 Verschiebe Inhalt von Register GR, angegeben
in Adresse nach Register B.
Die Tätigkeiten des Steuermoduls bestehen aus der Reihenfolgeordnung
für Operationen, Mikroprogramme und aus der Steuerung von arithmetischen, logischen und Eingabe-VAusgabe-Vorgängen.
Die Instruktionsreihenfolgeordnung erfolgt durch das 12 Bits große
Instruktionsadreßregister 6, eine dazugehörige Zweier-Additionsschaltung, dem vier Bits großen Operationsregister 11, dem
12 Bits großen Speicheradreßregister 5, einer Abfühlschaltung für
das Ende des Mikroprogrammes und einen 12 Bits großen Eingang von der Konsole 7, die alle unter der Steuerung der Mikroprogramm-Reihenfolge
laufen.
Um eine Instruktionsfolge einzuleiten, wird die Speicheradresse
der ersten Instruktion in die Konsolenschalter (12 Ein/Aus-Schalter)
eingegeben. Nach der Rückstellung der Maschine überträgt die Startoperation die Adresse in den Konsolenschaltern sowohl auf das
Speicheradreßregister 5 als auch auf das Instruktionsregister 6.
Von den aus der Speicheradresse erhaltenen 8 Bits werden die vier links stehenden Bits des Byte auf das Operationsregister 11 und
die vier rechts stehenden Bits auf die vier linken Bitpositionen des Datenadreßregisters 5a geleitet. Da die Instruktionsadressen
mit einer binären Null beginnen müssen, braucht zur Adressierung des zweiten Bytes dieser ersten Instruktion nur das am weitesten
rechts stehende Bit des Speicheradreßregisters 5 von binär null
auf binär eins geändert zu werden. Das geschieht durch einen Lichtimpuls, der auf eine als Setztrigger arbeitende Photoeinheit
geleitet wird, die zu dieser Position des Speicheradreßregisters
gehört. Das zweite Byte der Instruktion wird auf die rechts stehenden acht Bits des Datenadreßregisters 5a geleitet. Die Speicheradresse
im Datenadreßregister 5a wird jetzt auf das Speieheradreßregis
ter 5 übertragen und das System zur Ausführung der ersten
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aus dem Speicher erhaltenen Instruktion vorbereitet. Die von den Konsolenschaltern auf das Instruktionsregister 6 übertragene Instruktionsadresse
wird durch die Zweieradditionsschaltung erhöht
und enthält jetzt die Adresse der nächsten Instruktion.
Das in Fig. 12 gezeigte vorhergehende Hologramm liefert die erste
Mikroprogrammadresse auf das Mikroprogramm-Folgeadreßregister vom Operationsregister 11, der Taktring überträgt die Adresse
auf das Mikroprogrammregister und jetzt folgt die Ausführung der Operation. Für die Darstellung wird angenommen, daß die auszuführende
Operation wie folgt definiert ist: "Addiere A zu B und speichere Ergebnis auf der in Instruktion angegebenen Speicheradresse",
Es wird weiter angenommen, daß 1-Byte-Felder zu addieren sind und
daß die Daten im Register B aus einer bereits eingegebenen Konstanten bestehen.
Die Adresse des ersten Mikroprogrammes in Fig. 13 wurde in das Mikroprogramm-Register eingegeben, welches ensprechende Signale
auf den Abtastlaser-Decodierer liefert. Dieses Mikroprogrammeter
schaltet die UND-Glieder auf den Ausgängen des Α-Registers und des B-Registers ein, wodurch der Inhalt dieser Register in das
ALU gegeben wird. Weiterhin werden die Ausgangsregistertrigger des ALU eingeschaltet, so daß das addierte Ergebnis eingegeben
werden kann. Dasselbe Mikroprogrammuster sendet eine Mikroprogramm-Folgeadresse
auf das Mikroprogramm-Folgeadreßregister 13.
Dieses nächste in Fig. 14 gezeigte Mikroprogramm-Muster gestattet es, den Inhalt des Speicheradreßregisters auf den Speieheradreßdecodierer
zu leiten und eine Speieherstelle zum Schreiben auszuwählen
und leitet den Inhalt des ALU-Ausgangsregisters in das Z-Register, von wo es in den Speicher gelesen wird. Dieses ist
das letzte Mikroprogramm in der Instruktion und sendet somit ein Signal für das Ende des Mikroprogrammes aus und eine nächste Programmadresse
in den Datenfluß. Dieses Signal für das Ende des Mikroprogrammes wird von einem Trigger abgefühlt, der eine Zweieraddition
zum Instruktionsadreßregister einleitet. Die Mikro-
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Docket EN 968 023
Programmadresse überträgt die nächste Instruktionsadresse auf das
Speicheradreßregister und der Instruktionsfolgezyklus wiederholt sich.
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Claims (5)
- - 15 PATENTANSPRÜCHEHolographisches Datenverarbeitungssystem, bei dem jedes Hologramm aus einer holographischen Anordnung, die alle arithmetischen und logischen Funktionen des Datenverarbeitungssystens liefert, ausgewählt wird, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer Vielzahl monolithischer Schaltkreise besteht, die lichtempfindliche Schaltungseinheiten enthalten, die durch Lichtstrahlen gesteuert werden, deren Muster durch in eineai Hologrammspeicher gespeicherte entsprechende Holorjri—c erzeugt werden.
- 2. Holographisches Datenverarbeitungssystem, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Muster von Lichtstrahlen, die den gespeicherten entsprechenden Hologrammen entsprechen, Masken oder Lichtablenkvorrichtungen vorhanden sind.
- 3. Holographisches Datenverarbeitungssystem nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Mikroprogramm durch eine eindeutige Orientierung eines kohärenten Lichtstrahles (21a) selektiert wird, der von einem Abtastlaser (21) erzeugt wird, der durch einen über eine Leitung (23) an das TTiI 11 ijji mji ι— ΠιΊι ι Πι ι j I 11 ι (12) angeschlossenen Decodierer (22) gesteuert wird.
- 4. Holographisches Datenverarbeitungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Decodierer (22) gegebenen Adressen in Analogsignale umgewandelt werden, die den Abtastlaser (21) so steuern, daß er eine räumlich eindeutige Orientierung für den Strahl (21a) liefert.
- 5. Holographisches Datenverarbeitungssystem nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein UND-Glied aus an sich bekannten zwei parallel geschalteten Dioden (30) besteht, die alt den Eingangsklemmen (3OA) und der Leitung (31) mit einer positiven Spannungsquelle und über einen Widerstand alt Erde verbunden sind, wobei in dieDocket en 968 023 109818/1392Leitung (31) eine lichtempfindliche Schaltungseinheit (35) gelegt ist, die in dem Schaltungsweg eine hohe Impedanz bildet, wenn kein Licht auftritt und andererseits eine niedrige Impedanz bildet, wenn ein Lichtstrahl auf die lichtempfindliche Schaltungseinheit (35) fällt.Monolithisches Datenverarbeitungssystem nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es aus logischen ODER-Gliedern besteht, die aus zwei oder mehreren parallel geschalteten Dioden (40) bestehen, die ihrerseits gemeinsam an eine Leitung 41 angeschlossen sind, die in eine Ausgangsklemme (44) mündet und daß in der gemeinsamen Leitung (41) eine lichtempfindliche Schaltungseinheit (45) angeordnet ist, über die mittels eines Lichtstrahls das betreffende UND-Glied gesteuert wird.109818/1392Docket EN 968 023
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