DE2035414A1 - Stabilisierte Propiolactone und Ver fahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Stabilisierte Propiolactone und Ver fahren zu ihrer HerstellungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D315/00—Heterocyclic compounds containing rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom according to more than one of groups C07D303/00 - C07D313/00
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Description
SHElI ΙΗΤΕΜΑΤΙΟΝΑΙΕ RESEASCH MAATSGHAPPIJ
Den Haag, Niederlande
"Stabilisierte Propiolaoton· und Verfahren su lbrer Herstellung"
Priorität: 18.·' Juli 1969» Grossbritannien, Kr. 36 347/69
Die Erfindung betrifft stabilisierte Propiolaötone, insbesondere
Ctt oi--'D±^OjLmm/r-allkyl"'ß-'^TO^iolaQ'bonet sowie ein Verfahren zu deren Herstellung während der Gewinnung und Lagerung der betreffenden lactone äurcfc Einverleibung niedriger Schwefeldioxid- .
mengen. Speziell betrifft die Erfindung stabilisiertes Pivalolaoton
und ein Verfahren au desäen Herstellung»
Pivalolactc u eignet sioh insbesondere als Ausgangsverbindung für
bekannte Polymerioationsverfahren, bei denen es in Polyester iun·
gewandelt wirdο Diese Polyester kennen ihrerseits zur Herstellung
von Fasern und Pressmaas.en auf Kunetetoffbasis eingesetst werden«,.
Vor seinem Einsatz wird das laoton im allgemeinen gelagert und
raffinierte vmhrend der lagerung~-neigt das lacton aur Polymeri-
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sation. DieBe Polyraerisationsneiguziis erhöht sich stark beim
Raffinationavarfahren, bei weichest das Lac-ton bei höheren* Temperaturen
destilliert wirdo
Bs wurden bereits zahlreiche Verfahren aura Stabilisieren von
Lactonen durch Einverleibung von Z0Bc Pikrinsäure, Phosphorsäure,
Trifluoreasigsäure oder Tribenzylamin/BP^-Addukten vorgeschlagen«
Diese bekannten Stabilisatoren können jedoch die Nachteile einer unzureichenden Wirksamkeit und/oder zu starken
Pärbung und/oder Niehtflüohtigkeit aufweisen,, Das vorgenannte
BF^/Amin-Addukt eignet sich somit nur bei der Lagerung von
flüssigen Lacton, obwohl es eine stark, stabilisierende Y/irkung
aufweist. Infolge seiner Miontflüchtigkeil; 1st dieser Stabilisator
nicht in den Lactondänpfen vorhanden, vrelche an den \/änden
der Destillationskolonne» polyaerigieren können«
Aufgabe der Erfindung iat es» neue stabilisierte Propiolactone
sovrie ein*Verfahren zu deren Herstellung zur Verfügung eu stellen,
welches nicht nur während der Lagerung, ..sondern auch bei
der eine Destillation einecnliessenden Raffination anwendbar
ist.
Gegenstand der Erfindung sind somit stabilisierte Propiolactone,
insbesondere fi(, et-Di-C^^-aU^l-B^propiölastoneg speziell
stabilisiertes Pivalolacstoa» die (dee) Qet®xaiz®i&hn®t mlnu (l@t)„
dass sie (ea) einen niedrigen Anteil m .S'ohwefeldiosid enthal-
: ten (efttfailt)· ; :
Die stabilisierten Propiolaotone üet BrtiMuag tönaiea in
flüssigea. oder dampfförmigQM gustaaä vorliegen«, \
Im aXlceineineii enthalten die erfindunG
Iropiolactonc raindeßtena 0,0001 Ö0W.-J5 SO2, bezogen auf da©
lacton.- Vorsucsweise betrugt dieser Söhwefeldioxidanteil
ör0005 Me 2 Gew**-','>, insbesondere 0,0Gl bis 0,005 GeWo-#
bezogen aui das l
Die i;rfindui'G betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der
vorgenannten stabilisierten PropiοIactone, das dadurch gefcennaeiclinet
ict> daac wan daß Schwefeldioxid während der Destillation Udo: Propiolactönö in die Destillationakolonne einspeist, "
Bei den im aliceüieinen unter vermindertem Druck durohßeführten
Deotillötionen int es awecknaseicV das SOp gemeineaia mit eine»
Ihirtgae, v· ütickatoff, in den Sumpf der Destillationskolonne elnEufUhren. Der Sciiwefeldioxidgehalt des Inertgasee betrögt
dabei im allßeiaeinen mindestens 0r01 VoIw^, vorzugsweise
0.1 bis 1
Im Verfahren der Brfindung verwendet man mit Vorteil eine Sta*
bilieaitorkQffibiJEiatioa, wie eine Kombination von SO« und p-Toluolßulfoneäuree
Bei der Durchführung einer Destillation iet es somit zweckmäseiß, der Beschickung für die Bastillationskolonne
einen tticht-fltichtigen stabilisator euzuaetsen und das Schwefeldioxid entweder gemeinsam-mit der Beschickung oder zusammen mit
einem inertgas in den Sumpf der Kolonne einBuspeieen* Als
nicht-fiücHtige Stabilisatoren verwendet man dabei vorzugsweise
-Addukte, insbesondere das BPa/TribenBy^Addukt, wobei
man Anteile von beispielsweise von 0,01 bis 0,1CeW,-^, bezogen
auf das Lacton, anwendet.
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2Q35414"
- 4 Die Beispiele, erläutern die Erfindung
Eo wird die stabilisierende Wirkung von SOg quantitativ bestimmt,
indem man bestimmte SOg-Anteile in Pivalolao-ton. auflöst
und die erhaltenen Lösungen jeweils in verschlossenen bohren mit
kleinen Gaeräumen am Kopfende auf 1000C erhitzt«, Aus der
Tabelle sind die Ergebnisse ersichtliche
gt Gew„-$, Dauer bis eura Trilbwerden des Iaotone#
bezogen auf das Iac ton iim iitiii>
m i __h -' '
O 18-20
0,02 242-298
0,1 242-298
0,2 > 350
Pivalolacton, das bei Raumtemperatur mit SOg gesättigt iet,
wird mit 1 Gew.-^ί Tributylphosphin versetzt. Kaqh 5 Minuten beginnt
eine exotherme Polymerleationsreaktioni nach deren Ablauf
ein Polytaeres (Auobeute«7Q Gew0-^) i.iit einer bei 15O0C in Ben»
zylalkohol gemessenen Grenzviskosltätexahl von 0s2 und einem
Schmelspunkt von 228 bis 2350O erhalten wird,,
Ee wird Pivalolacton unter einem Druck von 50 Torr unter Hüokfluee
eriiltstp wobei man eine aäiabatieeiie Yigreuz-KoloiMe f@r«
wendet» auf die ein Geeaat-RUekflüsektihler aufgeeetet ißt· Das
HiokfliieeTerhältnie durch fli® Kolonne beträgt 5 ilr -.während das
nicht als Rückfluss verwemdirfe® Lacton mit einer Geschwindigkeit
von ICC ml/h in den Sumpf der Kolonne zurückgeführt wirdo
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Man lässt Stickstoff mit einem SOg^Göhalt von 0,16 VoIo~# mit
einer Geschwindigkeit von 5 Mt er/h durch dae im Sumpf der Kolonne befindliche laoton· perlen«, Die Sumpft einpe rat ur in der Eo-*
lonne beträgt 830C, die Kopftemperatur 800C* Es wird feetgs-
des gesamten
stellt, daee sich nach 6 1/2 Stunden an keiner .Stelle / Systems
Polymeres abgelagert hat. Das in §®a Sumpf aurüokgeftihrte Lacton
enthält 0,001 Gew.-ja
Bei diesem Versuch wird ein roheer Pivalolacton durch Be at illation in einer mit Dixon-Ringen gefüllten adiäbatischen Kolonne
von 5 ο® Breite und 2» Länge raffiniert. Die Beschickung wird"
dabei mit einer Geschwindigkeit von 350 ml/n in die llitte der
Kolonne eiHgespeiöt. Am Sumpf der Kolonne wird 0,29Vole-$ SOg
enthaltender Stickstoff mit einei" Geschwindigkeit von 5 iiter/h
eingeführt* per Druck in der Kolonne beträgt 67 Torr, die Sumpf«
temperatur 1120C, die Kopfteiaperatur 850C und das Rückflüssyerhältnis
5 ϊ 20 DaB Sumpfprodukt enthält 7 i* lacton, das PivaXolacton-Kopfprodukt
0,0018 Gew.~# So2* Es wird keine Polyaerbil·
dung in der Kolonne beobachtet« Das 0,0018 Gew·-^ SOg enthaltende
Pivaloläcton-Kopfprodukt läset eich durch Zugabe von
0,5 Gew,-5i5 eines Pivalolacton-Torpolymerisats Bit einem Molekulargewioiit
von 6700 Λχι unter Rücjcflu$s kochendem Hexan /■'■
(Toluiaenverhältnis = 1 : 2) polymerisieren, Dem Lacton i#ird dabei quantitativ in ein faoohmoXekularesPolyiiiereff' »alt einer
Grenzviskositätszahl von 2,8 umgewandelt. Gegebenenfalls wird
der SO2-Antell des Plvalolaotons vor der Polymerisation duroh *
Abstreifen-mit Stickstoffgas erniedrigt.
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Claims (1)
- Patentan a ρ r ü oh e - ■ ■ -Stabilisierte Propiolactone, insbesondere ΟΓ,'Οί-Di-C^^— alkyl-ß-propiolactone, speziell stabilisiertes Pivalolaoton» dadurch gekennzeichnet, dass sie (es) einen niedrigeren Anteil an Schwefeldioxid enthalten (enthält)<>2ο Stabilisierte Propiolaotone nach Anspruch I9 ύ a durch gekennzeichnet, dass der Schwefeldi-P oxid anteil laindestens 0,0001 Gew. -$, vorzugsweise QBQ005 bis 2 Gew.-ij, insbesondere 0,001 bis 0,005 Gew.-^, bezogen auf das Lacton, beträgt.3· Verfahren zur Herstellung der stabilisierten Propiolactone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeioh-· net, dass man das Schwefeldioxid während der Destillation des Lactone in die Destillationskolonne einspeist, -- _4. Verfahren nach Anspruch 39 dadurch gskenn- ^ zeichnet, dass man das Schwefeldioxid in den Sumpf der Destillationskolonne einspeist.5. Verfahren nach Ansprach 3 oder 4, β a d u r 0 h g ® » kennzeichnet» üm&a aan das Schwefeldioxid gemeinsam mit einen Inertgas s vorssugeweia© Sticket off, ®inf Ufert.6. Verfahren nach Anspruch 5i dadurch g ®;-k ® η. η <**'«©lohnet, dass der S@l3fif@f@lclioxid-Geli.elt des Ims rt gase a mindestens O9Ol .¥©1»$, ¥oraug®w@ise G8I bis 1 YoI*-9S9 beträgt.7o Verfahren nach Anapruoh 3 bie β, ύ a d u τ c Ii g© k e η η ζ e i oh η e te dass die LactonbeachicloBiy für die Beatillationokoloniie einen niciit»fnichtigen StabiliBatorj, vox1-zucoweioe ein BF,/Arr.Jji«Aöüökt, lnobesondere ein BFa/Tribenssylaaii Addukt, enthalte0. Verfahren nach Anopruch 7, d α d u.r-o h n β k β η η zoi c h η e t? daso man den Stabliioator in einem Anteil von 0,01 bia 0,1 Gew.-fi, bezogen auf das Iac ton, ©insetssto
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5229405A (en) * | 1991-04-12 | 1993-07-20 | Ciba-Geigy Corporation | Use of 2-iminothiazolidin-4-one derivatives as novel pharmaceutical active ingredients |
Families Citing this family (1)
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