DE1970492U - Boeschungsmatte zur sicherung von erdbauwerken. - Google Patents
Boeschungsmatte zur sicherung von erdbauwerken.Info
- Publication number
- DE1970492U DE1970492U DED36346U DED0036346U DE1970492U DE 1970492 U DE1970492 U DE 1970492U DE D36346 U DED36346 U DE D36346U DE D0036346 U DED0036346 U DE D0036346U DE 1970492 U DE1970492 U DE 1970492U
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- embankment
- mat
- mat according
- concrete
- individual
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D17/00—Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
- E02D17/20—Securing of slopes or inclines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Revetment (AREA)
Description
'JU55112*-9.8.67
PATE NTANWÄLTB
DIPL. ING. C. STOBPEIi · DIPL. ING. W. GOLLWITZEß
IiANDAtr/PEVAXZ · AM SCHÜTZENHOF
7. August 1967
Dr.
Dyckerhoff & Widmann Kommanditgesellschaft, München
"Böschungsmatte zur Sicherung von Erdbauwerken"
Die Neuerung bezieht sich auf eine Böschungsmatte zur Sicherung von Erdbauwerken, insbesondere Deich- und Kanalböschungen
und Gewässer sohlen aus einzelnen im gegenseitigen Abstand voneinander angeordneten und beweglich miteinander verbundenen
Betonkörpern.
Zur Befestigung von Böschungen sind mattenartige Gebilde bekannt, die aus einzelnen im gegenseitigen Abstand voneinander
angeordneten und beispielsweise durch Drähte, Seile od. dgl. in
Mattenebene miteinander verbundenen Betonkörpern bestehen. Solche Matten können in Betonwerken vorgefertigt und in zusammengerolltem
Zustand an die Einbaustelle transportiert werden, wo sie durch einfaches
Abrollenlassen von der Böschungskrone endgültig verlegt werden können. Derartige Matten bieten aber nur einen sehr beschränkten
Schutz, der von der Erosion bedrohten Böschung, da sowohl durch das auflaufende Wasser als auch durch das zwischen den Betonkörpern
hindurch auslaufende Grundwasser Teile der Böschung ausgeschwemmt werden können, was zum Einsturz der Böschungsbefestigung
führt. Derartige Böschungsmatten sind also ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen nur sehr beschränkt verwendungsf ähiga da je nach den
gegebenen Situationen eine völlig dichte Abdeckung einer Böschung erforderlich ist, um die Erosion aus Wasser im Kanal, Fluß, Meer
und insbesondere aus dem Wellenauflauf im Untergrund der Böschung zu vermeiden. In Fällen größeren Grundwasserandranges aus höheren
Böschungen ist sogar eine Entwässerung der Böschung erforderlich, wobei durch eine entsprechende Filterung ebenfalls ein Abfließen von
Feinsandbestandteilen aus dem Untergrund vermieden werden muß.
Aufgabe der Neuerung ist es, eine Böschungsmatte der bekannten Art so zu verbessern, daß sie unter Beibehaltung der sich aus der
werkmäßigen Vorfertigung und der einfachen Verlegung ergebenden Vorteile den erhöhten Anforderungen genügt.
Die Neuerung löst diese Aufgabe dadurch^ daß bei einer solchen
Böschungsmatte zur Vermeidung der Erosion aus der Böschung die Zwischenräume zwischen den einzelnen Betonkörpern mit Filtermaterial
versehen oder mit einem elastischen Dichtungsmittel abgedichtet sind.
Zweckmäßig ist an der Unterseite der Betonkörper eine durchgehende
Filtermatte einbetoniert. Diese Filtermatte kann in den Zwischenräumen zwischen den Betonkörpern Falten bilden, um Spielraum
beim Aufrollen der Böschungsmatte zu haben.
Weiterhin können einzelne Betonkörper mit Durchbrechungen versehen
sein, die zweckmäßig als Schlitze ausgebildet sind. Zweckmäßig
werden dabei je Betonkörper zwei in der Fallinie verlaufende Schlitze
angeordnet.
Im Verein mit einer durchgehenden, an der Unterseite der
Betonkörper einbetonierten Filtermatte wird so ein besonders guter Filtereffekt erzielt.
Die Betonkörper können aber auch als solche in sich filterfähig gestaltet sein.
Schließlich können die einzelnen Betonkörper mit nach unten weisenden
Stollen und/oder nach oben weisenden Höckern versehen sein.
Die neuerungsgemäße Böschungsmatte wird nachstehend anhand der in den beigegebenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen;
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Matte, bei der die Zwischenräume
gedichtet sind,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Böschungsmatte, bei der an der Unterseite eine Filtermatte angeordnet ist, und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Matte, bei der ein Teil der Betonkörper
mit Schlitzen versehen ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind die Betonkörper 1, die im Grundriß zweckmäßig als quadratische Platten ausgebildet sind,
im gegenseitigen Abstand voneinander angeordnet und durch einbetonierte biegsame Drähte 2, 3 beweglich miteinander verbunden. Für diese Ver-
bindungsdrähte werden zweckmäßig Nirosta-Stahlseile verwendet. Die Stirnkanten 4 der Betonkörper 1 sind ab ge schrägt, um ein enges
Aufrollen auf Rollen kleinen Durchmessers zu ermöglichen und um der Vergußmasse einen festen Sitz und Halt zu geben. Einzelne Platten
besitzen Stollen 5 an der Unterseite bzw. Hocker 6 an der Oberseite.
Die nach unten heraustretenden Stollen stellen eine zusätzliche Sicherung gegen Abgleiten der Böschungsmatte auf gleitfähigem Untergrund dar,
während die gleichzeitig oder getrennt anzuordnenden Hocker 6 zur Reduzierung des Wellenauflaufs je nach gegebener Situation angebracht
werden können.
Bei der in der Fig. 1 dargestellten Böschungsmatte sind alle Fugen
zwischen den Einzelplatten 1 gedichtet. Die Keilfugen 7 werden dazu nach dem Abbinden des Betons mit einem witterungs- und temperaturbeständigen
Vergußmaterial bis auf etwa ein Drittel der Fugenhöhe von oben her vergossen. Als Vergußmaterial empfiehlt sich ein solches auf bituminöser
Grundlage., das bei einer Temperatur um 200 C verarbeitet wird. Das
Vergußmaterial muß neben der Temperaturbeständigkeit eine hohe HaK-wirkung am Beton besitzen., damit weder durch das Aufrollen auf die
Transport- und Verlegerolle noch durch das Auflegen auf nicht ganz ebenflächige Böschungen die Fugen aufreißen und die Dichtigkeit vermindert
wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Böschungsmatte ist für Fälle größeren Grundwasserandranges aus höheren Böschungen gedacht. Mit ihr ist eine
Entwässerung der Böschung möglich., wobei durch den Einbau einer Filterschicht
ein Abfließen von Feinsandbestandteilen aus dem Untergrund vermieden wird. Durch die Filterschicht wird also ein Wasseraustauch
zwischen dem Grundwasserstand und dem Gewässer gewährleistet. Die' Keilfugen bleiben hier offen, bis auf ihre Abdeckung durch das Filter.
Die Filterart und Filterweite richtet sich nach den Korngrößen des
anstehenden Bodens und dem notwendigen Wasseraustausch.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Filter aus einem Nylon-Gittergewebe 10, das bereits beim Betoniervorgang
der Böschungsmatte mit einbetoniert werden kann. Im Bereich der Keilfugen 7 und im Bereich der mit Schlitzen 9 versehenen Platten
bleibt die Filterwirkung gewährleistet. Die Aufwölbung 11 in der Keilfuge 7 soll ein Zerreißen der Filtermatte beim Aufrollen auf die Transport-
und Verlegerolle verhindern. Das Material kann sich strecken, ■
ohne daß eine Dehnung der Fasern eintritt.
Anstelle eines solchen Nylon-Gittergewebes kann auch ein Kiesfilter
eingebaut werden oder es können Filter mit anderen Materialien verschiedener Verarbeitung hergestellt werden.
Der Bereich der mit Schlitzen versehenen Betonkörper 8 liegt im eingebauten Zustand im Bereich des Wasserspiegels und bewirkt
bei dessen Absinken durch Ebbe und Flut. Wellenbewegungen oder Absenken des Wasserspiegels bei Schleusenöffnung einen schnelleren Austritt
des Grundwassers in das Gewässer. Hierdurch wird der Druck der im Gelände anstehenden Grundwasser säule gegen die Matte herabgesetzt
und ein Abheben derselben von der Böschung verhindert. Die Länge des Bereiches der mit Schlitzen versehenen Platten ist abhängig
von der Höhe der Wasserwechselzone und der Böschungsneigung. Dieser Bereich soll die Wechselzone voll abdecken.
Um auch bei Mattenstößen zwischen zwei Böschungsmatten keine Gefahrenstellen entstehen zu lassen, werden die Matten einseitig mit
einer seitlich herausstehenden Folie versehen, auf die sich die anschließende
Böschungsmatte legt. Anstelle dieser Folie, die bei dichten Matten
ebenfalls einen dichten Abschluß gewährleisten muß, kann man bei
den mit einer Filtermatte versehenen Böschungsmatten diese Filtermatte seitlich herausragen lassen, wie in der Fig. 3 bei 12 angedeutet.
Claims (1)
- P.A. 1.55112-9.8.67PATB NTAN WALTEDIPL. ING. C. STOEPEL · DIPL. ING. W. GOLL^tVITZEB IjANDATT/PFAIiZ · AM SCHÜTZBSHOF7. August 1967Dr.Schutzansprüche:1.) Böschungsmatte zur Sicherung von Erdbauwerken, insbesondere Deichböschungen, aus einzelnen in gegenseitigem Abstand voneinander angeordneten und bweglich miteinander verbundenen Betonkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung der Erosion aus der Böschung die Zwischenräume (7) zwischen den einzelnen Betonkörpern (1) mit Filtermaterial versehen oder mit einem elastischen Dichtungsmaterial abgedichtet sind.2.) Böschungsmatte nach Anspruch I4 dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Betonkörper (1, 8) eine durchgehende Filtermatte (10) einbetoniert ist.3.) Böschungsmatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtermatte (10) in den Zwischenräumen zwischen den Betonkörpern (1, 8) Falten (11) bildet.4.) Böschungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Betonkörper (8) mit Durchbrechungen versehen sind.5. \ Böschungsmatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen als Schlitze (9) ausgebildet sind.6.) Böschungsmatte nach Anspruch 5a dadurch gekennzeichnet, daß je Betonkörper zwei in der Fallinie verlaufende Schlitze |9) angeordnet sind.7.) Böschungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonkörper selbst aus einem filterfähigen Material bestehen.8.) Böschungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 39 dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Betonkörper mit nach unten und/oder nach oben weisenden Höckern versehen sind.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DED36346U DE1970492U (de) | 1967-08-09 | 1967-08-09 | Boeschungsmatte zur sicherung von erdbauwerken. |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DED36346U DE1970492U (de) | 1967-08-09 | 1967-08-09 | Boeschungsmatte zur sicherung von erdbauwerken. |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1970492U true DE1970492U (de) | 1967-10-12 |
Family
ID=33329680
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DED36346U Expired DE1970492U (de) | 1967-08-09 | 1967-08-09 | Boeschungsmatte zur sicherung von erdbauwerken. |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1970492U (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2611764A1 (de) * | 1975-03-19 | 1976-09-30 | Nederlanden Staat | Boeschungsverkleidung fuer deiche und sonstige uferschutzwerke |
EP0050904A1 (de) * | 1980-10-28 | 1982-05-05 | Nicolon B.V. | Deckwerk, Formsteine und Flächenverband |
DE3038843A1 (de) * | 1980-10-15 | 1982-05-27 | E.A.H. Naue Kg, 4992 Espelkamp | Vorrichtung zum herstellen von deckwerkselementen fuer den wasserbau |
DE3212411A1 (de) * | 1982-04-02 | 1983-10-13 | Beton-Gandlgruber GmbH, 8261 Teising | Wasserdurchlaessiges deckwerk |
-
1967
- 1967-08-09 DE DED36346U patent/DE1970492U/de not_active Expired
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2611764A1 (de) * | 1975-03-19 | 1976-09-30 | Nederlanden Staat | Boeschungsverkleidung fuer deiche und sonstige uferschutzwerke |
DE3038843A1 (de) * | 1980-10-15 | 1982-05-27 | E.A.H. Naue Kg, 4992 Espelkamp | Vorrichtung zum herstellen von deckwerkselementen fuer den wasserbau |
EP0050904A1 (de) * | 1980-10-28 | 1982-05-05 | Nicolon B.V. | Deckwerk, Formsteine und Flächenverband |
DE3212411A1 (de) * | 1982-04-02 | 1983-10-13 | Beton-Gandlgruber GmbH, 8261 Teising | Wasserdurchlaessiges deckwerk |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE69628299T2 (de) | Uferhochwasserschutzwand | |
DE69926791T2 (de) | Staudamm und abdichtungsverfahren | |
WO2009129809A2 (de) | Vorrichtung und verfahren für den hochwasser-, küsten- oder kolkschutz | |
DE29620193U1 (de) | Mobile Vorrichtung zum Schutz gegen Hochwasser | |
DE3808269A1 (de) | Verfahren zum errichten eines staudamms und stahlfertigteil, insbesondere fuer einen gemaess diesem verfahren errichteten staudamm | |
DE1970492U (de) | Boeschungsmatte zur sicherung von erdbauwerken. | |
DE2321647A1 (de) | Verfahren und fertigteil zum herstellen einer kern- oder oberflaechendichtung | |
DE825676C (de) | Wasserseitiger Dichtungskoerper fuer Staudaemme | |
DE4009387C1 (en) | Slope drainage system for rubbish dump - uses porous drainage blocks with sand layer for pressure distribution | |
DE1942406A1 (de) | Deckwerk fuer Uferboeschungen | |
DE7703825U1 (de) | Wassersperre fuer den ausbau von stollen, tunnels oder schaechten | |
DE2917994C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Baugrubenverbau- oder Stützwand aus Stahlbeton für Geländeeinschnitte | |
DE2107030A1 (de) | Deckwerk für Dämme, Deiche und andere Wasserbauten | |
DE1958814B1 (de) | Bauelement aus Beton und daraus hergestellte Wand,insbesondere Kaimauer,Mole od.dgl. | |
DE4021220A1 (de) | Element fuer den bau einer erosionsschutzeinrichtung, aus solchen elementen gebaute erosionsschutzeinrichtung und verfahren fuer den bau einer erosionsschutzeinrichtung | |
DE4344703A1 (de) | Erdbauwerk | |
DE2242358A1 (de) | Einrichtung zur befestigung von gelaendeund uferboeschungen und kunstformstein zu deren herstellung | |
DE3516969C2 (de) | Bepflanzbares Stützbauwerk | |
WO2004044334A1 (de) | Hochwasser-schutzsystem | |
AT397523B (de) | Verfahren zur stabilisierung von erdbauten und/oder natürlichen hügelhängen | |
DE2908286C2 (de) | Durchsickerter Deich | |
DE4131743C2 (de) | Basisabdichtung für Mülldeponien | |
DE3685881T2 (de) | Stuetzbauwerk und verfahren zum verwirklichen dieses stuetzbauwerks. | |
DE1634168C (de) | Vorrichtung zum Ausgleich zwischen dem Wasserstand von Schiffahrtskanalen u dgl und einem hoher hegenden Grundwasser spiegel mittels Rückschlagventilen | |
DE632171C (de) | Buhne mit einem gewoelbeartigen Oberteil und einem Pfahlunterbau |