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Plattenförmiger Körper aus Kunststoff Die Erfindung bezieht sich
auf einen plattenförmigen Körper aus Kunststoff, der beispielsweise verwendbar ist
als Möbelteil, für den Aufbau von ganzen Möbeln aber auch beispielsweise als Tür
oder Bauelement, Es sind Kunststoffplatten bekannt, die beispielsweise auch als
Türen verwendbar sind und aus einem wabenförmigen Kunststoffkern
bestehen,
der beidseitig mit Außenplatten, beispielsweise mit Kunststoffplatten belegt ist
und an sämtlichen Rändern sind Kunststoffumleimer angeleimt oder geschweißt, gegebenenfalls
mit eingearbeiteten Kunststoffverstärkungen zur Aufnahme beliebiger Schlösser und
Beschläge. Derartige bekannte Platten oder auch Fertigteile sind aus einer größeren
Anzahl von Einzelteilen zusammenzusetzen und die Einzelteile sind miteinander durch
Kleben oder Schweißen fest zu verbinden. Es erfordert also ein verhältnismäßig großen
Arbeitsaufwand, die einzelnen Teile zu dem fertigen Körper oder Bauelement zu verbinden.
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Hier setzt der Gedanke der Erfindung ein, nach der ein plattenförmiger
Körper aus gespritztem Kunststoff dadurch gekennzeichnet ist, daß er aus einem schalenförmigen
Teil für die eine Seite mit angeformten Rahmenrand und einem in den Rahmen eingesetzten
flachen Teil für die andere Seite besteht. Der schalenförmige Teil und gegebenenfalls
auch der flache Teil können mit Ein- oder Anformungen zur Formversteifung versehen
sein. Die Ein- oder Anformungen sind als Parallele oder im Netzmuster angeordnete
Rippen oder Wellen oder Sicken ausgebildet. Sie können auch als Becker oder Näpfe
ausgebildet sein, die gegebenenfalls durch Rippen oder Stege miteinander verbunden
sind, Die Ein- oder Anformungen können bis zur gegenüberliegenden Seite reichen
oder mit der gegenüberliegenden Seite verbunden sein. Beide Teile können auch mit
angeXormten Rahmen-Rand ausgebildet sein und die Ränder ineInander##e#fen. Nach
einer besonderen Ausführungsform ist der Rahmenrand an einer Schmalseite ganz oder
teilweise offen, mit einem besonderen Schließstück,
das dort einsetzbar
ist, verschließbar und es sind zwischen die beiden Teile Füllkörper in Form einer
Platte aus Schaumstoff, Waben, Wellen, Bechern oder dergleichen einsetz- bzw. einschiebbar.
Der Rahmenrand des schalenförmigen Teils ist vorteilhaft mit einer Eins ehieb führung
für den flachen die andere Seite bildenden Teil versehen. An einem oder beiden Teilen
können Anformungen für Scharniere, Halterungen, Verbindungen oder dergleichen angeordnet
sein.
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Die Meuerirnp: wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen mit
Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert.
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In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 perspektivische Ansicht, teilweise
aufgeschnitten, eines plattenförmigen Körpers nach der Erfindung, Fig. 2 eine ähnliche
perspektivische Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels, Fig. 3 eine perspektivische
Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, Fig. 4 bis 8 perspektivische Ansichten
und Schnitte von Je einem weiteren Ausführungsbeispiel, Fig. 9 bis 13 schematische
Ansichten von AuCflhrungsbeispielen,
die die Formen der Ein- und
Anformungen zur Formversteifung an den Teilen zeigen, Anhand der Figur 1 wird eine
grundsätzliche Ausführungsform eines plattenförmigen Körpers nach der Erfindung
im einzelnen erläutert: Der Körper besteht aus einem aus Kunststoff gespritzten
Teil 1, das schalenförmig ausgebildet ist und in seinem mittleren Teil längs verlaufende
wellenförmige Einformungen 2 hat, die etwa die Form eines Spundwandprofiles aufweisen.
Die unteren Bereiche 3 bilden eine Ebene und die untere Begrenzung des plattenförmigen
Körpers. Dieser mittlere Teil ist von einem Rahmen-Rand umgeben, der bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 aus einer Rippe 4 und dem eigentlichen Rand 5 besteht, und dieser Rand
ist glatt flächig und bildet die Schmalseiten des plattenförmigen Körpers. An seiner
oberen Kante ist er nach oben hochgezogen und bildet einen übergreifenden Falz 6,
der eine Nut 7 umgibt, die zwischen dem Falz 6 und dem in dessen Nähe hochgezogenen
und eben verlaufenden Rahmen-Randteil 8 liegt. Dieser Rahmenrandteil 8 liegt mit
seiner Oberfläche in gleicher Ebene mit den Oberflächen der eingeformten Wellen
20 Die Rippe 4 und der Rand 5 enden unten in gleicher Höhe wie die Ebene, die durch
die unteren Bereiche 3 der Einformungen gebildet ist, Zwischen den einzelnen Bereichen
des Rahmenrandes und auch zwischen den Einformungen können Querversteifungen angeordnet
sein, Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Unterteil
1
mit einem drei Seiten umgebenden Rahmenrand ausgeführt. An der vierten Seite (Ansichtseite
in Figur 1) fehlt der obere Teil des Randes mit dem Falz 6, es ist also ein Schlitz
freigelassen.
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Ein flacher Teil 9 beispielsweise in Form einer gespritzten Kunststoffplatte
oder auch in Form einer Platte aus anderem Material, vorzugsweise Melaminharz, ist
in die Nut 7 eingesetzt. Der Rahmenrand ist an einer Schmalseite schlitzförmig offen
und dort ist ein ebenfalls aus gespritztem Kunststoff gefertigtes Teil 10 als Schließstück
einsetz- und festsetzbar. Dieses Schließstück 10 ist an seiner Außenseite und an
dem oberen Rand in gleicher Weise ausgebildet, wie das schalenförmige Teil 1, es
weist also ebenfalls einen überstehenden Falz 6 auf, unter dem eine Nut 7 ausgebildet
ist. Nach Einschieben des plattenförmigen Teils 9 in die Nute 7 wird das Schließteil
10 in den Schlitz eingesetzt und befestigt, beispielsweise mittels Verkleben oder
Verschweißen. Der plattenförmige Teil 9 kann beim Einschieben oder Einsetzen in
die Nuten 7 des schalenförmigen Teils 1 ebenfalls mit den Flächen dieses Teils fest
verschweißt uder verklebt sein0 Nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung
entsprechend der Figur 2 ist der schalenförmige Teil 1 als Platte 13 ausgebildet,
bei der an drei Seiten ein Rahmenrand 14 angeformt isto Auch an diesem Rahmenrand
1 ist an der oberen Kante ein nach Innen stehender Flansch 15 angeformt0 Zur Formversteifung
können auf der Innenseite der Platte 13des schalenförmigen Teiles 1 hochstehende
Rippen 16 angeformt sein. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind verschiedene
Querschnittsformen solcher längsweise parallel verlaufenden Rippen 16 dargestellt.
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In dem schalenförmigen Teil 1, der nach dem Ausführungsbe#spiel der
Figur 2 an einer schmalen Seite ganz offen ist, wird eine ebene Platte 9 in gleicher
Weise wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel eingesetzt oder eingeschoben
und zwischen dieser ebenen Platte 9 und der unteren Platte des schalenförmigen Teils
1 ist ein Füllkörper 17 eingesetzt, der aus Schaumstoff, Waben, Wellen, Bechern
oder dergleichen besteht. Dieser Füllkörper 17 drückt den oberen flachen Teil 9
gegen den nach innen vorstehenden Falz 15 fest an und gibt ihm Halt und Stijtze
durch die Überbrückung des inneren Hohlraums und Abstützung gegen den unteren plattenförmigen
Boden des schalenförmigen Teils 1. Selbstverständlich können auch der Füllkörper
mit dem plattenförmigen Teil 9 und dem unteren Boden 13 des schalenförmigen Teils
1 durch Verkleben oder Verschweißen fest verbunden sein. Auch hier wird wieder ein
Schließstück 10 zum Verschließen der offenen Schmalseite des schalenförmigen Teils
1 eingesetzt. An dem Schließteil 10 können rechtwinklig abstehende Zapfen 11 angeformt
sein, die in den Hohlraum 12 zwischen dem äußeren Rand 5 und dem Füllkörper 17 eingreifen.
Das Schließteil 10 kann auch ohne Zapfen ausgebildet sein, wenn es fest mit den
Kanten des schalenförmigen Teils verklebt oder verschweißt wird, In der Figur 3
ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt. Danach sind beide Seiten des stangenförmigen
Körpers aus schalena förmigen Teilen mit angeformtem Rahmenrand gebilde erzRatlmenrand
läuft auf allen vier Seiten um und die beifflen fertiggespritzten Teile werden ineinander
gesetzt, so daß die Rahmen ineinander
greifen. Der Rahmen-Rand
5 des oberen Teils 9 liegt dann außen und der dareingeschobene Rahmen-Rand 18 des
unteren Teils 1 liegt von innen gegen den äußeren Rand 5 an, Die Formversteifungen
sind beispielsweise in Form von hochgezogenen Rippen 16 ausgebildet, die ebenfalls
ineinandergreifen und miteinander verklebt und verschweißt werden können. Nach einer
besonders vorteilhaften Ausführungsform läßt sich ein solcher plattenförmiger Körper
derart ausbilden, daß er aus zwei identischen Teilen zusammengesetzt ist, die etwas
gegeneinander verschoben flbereinandergestülpt sind, so daß der eine Winkel des
Randes von dem oberen Teil und der andere Winkel des Randes auf der gegenüberliegenden
Seite von dem unteren Teil außen liegt.
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Zu diesem Zweck müssen selbstverständlich Durchbrechungen an den Innenwinkeln
der Ränder vorhanden sein, damit diese jeweils ineinandergeschoben werden können.
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In der Figur 4 ist ein von der Fig, 1 abgeleitetes Ausführungsbeispiel
dargestellt, Dort ist der schalenförmige Teil mit Einformungen 19 in Form von pyramidenstumpfförmigen
Bechern versehen.
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Die obere Ebene 20dieser Einformungen liegt zweckmäßig in derselben
Ebene wie die obere Ebene 8 des Rahmenrandes, so daß der eingesetzte flache Teil
9 an vielen Stellen unterstützt ist. Die Einformungen
19 können
wie hier dargestellt in Linienraster angeordnet sein, sie können jedoch auch in
einzelnen Reihen gegeneinander versetzt angeordnet sein.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel entsprechend dem Vorherbeschriebenen
ist in Figur 5 dargestellt. Dort sind anstelle der pyramidenstumpfförmigen Einformungen
19 becherförmige Einformungen 21 in dem schalenförmigen Teil angeordnet, Die Oberflächen
dieser Einformungen liegen ebenfalls in gleicher Ebene mit der Oberfläche des #ahmenförmigen
Handteils 8, so daß der plattenförmige Teil 9 an vielen Stellen unterstützt ist,
In der Figur 6 ist ein Ausführungsbeispiel im Schnitt dargestellt, daß aus dem vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel abgeleitet im Grundaufbau jedoch ähnlich dem Ausführungsbeispiel
Nnach der Figur 2 ausgebildet ist. Es sind dort in dem schalenförmigen Teil 1 ebenfalls
Einformungen in Form von Bechern 22 vorgesehen-Diese Einformungen reichen jedoch
nur bis in etwa halber Höhe und ein weiteres Teil 23, in dem ebenfalls becherförmige
Einformungen vorgesehen sind, ist eingesetzt, um das flache Teil 9 für die andere
Seite zu halten und zu stützen In Figur 7 ist Ausführungsbeispiel dargestellt, daß
von dem Aasführungsbeispiel nach Figur 3 abgeleitet ist. Nach diesem Ausführungsbeispiel
sind zwei als schalenförmige Teile mit angeformtem Rahmenrand ausgebildete Seiten
mit Einformungen in Form von runden Bechern 24 gegeneinandergesetzt. Dabei können
die Behcer der einen
Seite an ihrem kegelstumpfförmigen schmalen
Teil mit Anformungen 25 versehen sein, in die die entsprechenden schmalen Teile
der Becher der Gegenseite einpassen oder einfassen, Es wird dadurch ein besonders
guter Halt und eine hervorragende formsteife Verbindung zwischen den beiden schalenförmigen
Teilen erreicht.
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In Figur 8 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, daß von dem Ausführungsbeispiel
der Figur 2 abgeleitet ist. Es ist dort in dem schalenförmigen Teil 1 eine wellenförmige
Zwischenlage 26 eingesetzt, die den flanhen Teil 9 stützt und gegen den Randflansch
6 andrückt.
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In den folgenden Figuren sind schematisch die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten
für die Ein- und Anformungen dargestellt.
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Nach Figur 9 verlaufen auf der linke Seite Rippen parallel zueinander
und auf der rechten Seite Sicken parallel zueinander.
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Nach Figur 10 sind auf der linken Seite Rippen in rechtwinklig kreuzender
Form parallel zu den Kanten dargestellt und auf der rechten Seite Rippen, die sich
kreuzen, etwa parallel zu den Diagonalen. In Figur 11 ist auf der linken Seite die
Anordnung von Rippen in Netzform dargestellt und auf der rechten Seite die Anordnung
in Rechteck#form. Selbstverstgndlich können statt der Rippen auch Sicken oder längliche,
beispielsweise wellenförmige Einformungen derart angeordnets8ein. Nach der Figur
12 sind auf der linken Seite Einformungen in Form von Bechern, Pyramidenstumpfen
oder dergleichen in gegeneinander versetzten Reihen angeordnet, auf der linken Seite
sind diese Einformungen durch Rippen
miteinander verbunden. In
Figur 13 sind verschiedene Formen von Einformungen im Grundriß dargestellt. Diese
Einformungen kbnnen im runden Grundriß einen quadratischen, rechteckigen, dreieckigen,
sechseckigen Grundriß haben. Sie können auch gegeneinander versetzt oder rautenförmig
mit zueinander parallelen Seitenwänden angeordnet sein. Die Ein- oder Anformungen
können wie in der Verschiedenen Ausführungsbeispielen gezeigt, lediglich auf dem
schalenförmigen TEil nach innen ragen. Zweckmäßig ist es jedoch, sie derart auszubilden,
daß sie mit dem gegenüberliegenden Teil 9 fest zu verbinden sind. Dadurch wird nicht
nur die Formsteifigkeit des schalenförmigen Teils 1 erhöht sondern durch die Verbindung
wird die Formsteifigkeit des gesamten plattenförmigen Körpers ganz erheblich verbessert.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu erkennen, daß nach der Erfindung
ein plattenförmiger Körper herstellbar ist, der aus sehr wenigen Einzelteilen besteht,
die mit äußerst geringem Arbeitsaufwand zusammenzusetzen und fest miteinander zu
verbinden sind, so daß der plattenförmige Körper vollkommen fertig ist, und zwar
auch an den Rändern. Die Einformungen des schalenförmigen Teils 1 stören nicht,
wenn der plattenförmige Körper beispielsweise als Geräteabdeckung oder für den Aufbau
von Kastenmöbel verwendet wird. Diese Einformungen liegen dann innen und sind nicht
sichtbar; im gegenteil, die Einformungen können bei besonderer Ausbildung sogar
einem besonderen Zweck dienen, beispielsweise können wellenförmige Einformungen
2 entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 als Führungen für Schubladen
dienen, wenn der plattenförmige
Körper als Seitenteil eines Möbels
verwendet wird, auch Zwischenböden lassen sich dort einsetzen. Da der schalenförmige
Teil als Spritzgutteil hergestellt ist, lassen sich an ihm auch weitere Anformungen
anbringen um beispielsweise Scharniere. Beschläge oder Verbindungen anzubringen0
Es können beispielsweise auch Schienen oder nutenförmige Halterungen angeordnet
werden, zum Anbringen von irgendwelchen Geräteteilen Selbstverständlich ist es mdglich,
auch einzelne Merkmale bzw.
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Teile von vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen miteinander
zu permutieren, so daß beispielsweise auf einen schalenförmigen Körper 1, der einen
Rahmenrand mit den Teilen 5 und 8 hat, eine flache Platte 9 aufgesetzt und verklebt
oder verschweißt ist, wobei entweder der Rand 5 über die Außenkante der Platte 9
bündig übersteht oder die Außenkante der Platte 9 mit dem Rand 5 abschließt.