DE1956778C - Verlustarmer Induktionsofen - Google Patents
Verlustarmer InduktionsofenInfo
- Publication number
- DE1956778C DE1956778C DE1956778C DE 1956778 C DE1956778 C DE 1956778C DE 1956778 C DE1956778 C DE 1956778C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- power supply
- supply lines
- cooled
- housing
- coil
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 title claims description 12
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 3
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 2
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N silicon dioxide Inorganic materials O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 239000010453 quartz Substances 0.000 description 7
- 229910052904 quartz Inorganic materials 0.000 description 7
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 4
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 2
- 229910010293 ceramic material Inorganic materials 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000005265 energy consumption Methods 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 229910002804 graphite Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010439 graphite Substances 0.000 description 1
- 239000012212 insulator Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000001681 protective Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft einen verlustarmen Induktionsofen
für hohe und höchste Temperaturen, bei dem die Induktionsspule innerhalb eines gasdichten,
hochhitzefesten Gehäuses vorgesehen ist und die Strornzuführungen koaxial zueinander angeordnet
und gekühlt sind.
Aus der USA.-Patentschrift 2 625 719 ist bereits
ein Induktionsofen bekannt, bei dem der Ofenraum eine doppelte Stahlwand aufweist, die durch umlaufendes
Wasser gekühlt wird. Die gekühlten Strom-Zuführungen für die Induktionsspule sind koaxial zueinander
vorgesehen und sind horizontal in den Ofenraum geführt. Ein das zu erhitzende Material enthaltender
Tiegel wird von einem Träger gehalten, der über Lager und Tragarme mit der Wand verbunden
ist. Die französische Patentschrift 1506 976 zeigt
einen Induktionsofen mit wassergekühltem Stahlmantel, bei dem die Stromzuführungen parallel zur Achse
des Ofens vorgesehen sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen ao Induktionsofen zu schaffen, bei dem Energieverluste
weitgehend vermieden werden, der gut zugänglich ist und ohne größere Schwierigkeiten in Laboratorien
aufgestellt und entfernt werden kann. Außerdem soll es möglich sein, größere Chargen eines Materials bei
so hohen Temperaturen zu behandeln, die bei Standardöfen mit Siahlkessel nicht erreicht werden können.
Als Energiequelle rollen i'.'.e in kleineren Betrieben,
Versuchsanstalten oder Laboratorien oft nur zur Verfugung stehenden Mitteifreqi jnzgeneratoren ausreichen,
deren Leistungsgrenze bei 25 bzw. 50 kW lieg!.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß das Gehäuse aus elektrisch nicht und Wärme schlecht leitendem
Material besteht, daß die koaxialen Stromzuführungen für die Induktionsspule parallel zur Achse des
Gehäuses angeordnet sind und das obere Ende der inneren Zuführung tellerförmig zu einer Abstellbasis
für den zu erwärmenden Körper erweitert ist. Zweckmäßig
ist es, wenn an die Stromzuführungen wassergekühlte Stromkabel anschließen, wobei Stromkabel,
Tiegelträger bzw. Stromzuführungen und Spule durch einen Kühlkreis gekühlt sind. Weiter wird erfindungsgcmäß
vorgeschlagen, daß das als einseitig geschlossenes Rohr ausgebildete, vorzugssveise aus
Quarzgut oder Quarzglas bestehende Gehäuse auf eine Bodenplatte von oben absenkbar ist.
Durch die Erfindung wird in einfacher Weise die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst. Man erhält einen
leicht aufstellbaren und wieder abbaubaren Ofen mit so relativ geringem Gewicht. Durch Abheben des
Quarzrohres ist der Ofenraum von allen Seiten zugängig, so daß man mit dem Ofen rasch und einfach
arbeiten kann.
Durch den erfindungsgemäßen Aufbau einer Ofen· anlage werden die Voraussetzungen zu einer weitgehend verlustarmen Nutzung der Energie geschaffen
und damit das Aufheizen von bedeutend größeren Materialchargen ermöglicht.
Im folgenden soll der erfindungsgemäße Aufbau des Induktionsofens beschrieben werden:
Auf einer mit Rädern versehenen Grundplatte 1 ist eine wassergekühlte Bodenplatte! aus rostfreiem,
auHtenitischem Stahl montiert. Durch diesen werden die Stromanschlüsse i und die Oaszuleitung 4 geführt.
Die Stromzufuhr an den Spulenkörper S erfolgt über üwei konzentrisch angeordnete, wassergekühlte,
gegeneinander isolierte Kupferrohre 6. Das ober« Ende des inneren Rohres ist tellerförmig erweitert
und dient als Abstellfläche 7 für den Tiegel 8. Um alle einschlägigen Arbeiten im Vakuum oder Schutzgas
durchführen zu können, ist über den Spulenkörper eine zylindrische Glocke angebracht. Diese wird
vorteilhafterweise aus einem Sinterquarzrohr 9 oder einem anderen wärmefesten, dichten Keramikmaterial
hergestellt, das an beiden Enden über O-Ring-Dichtungen
in Flansche 10, 11 aus rostfreiem, austenitischem Stahl eingespannt wird. Der untere Flansch 10
ist ringförmig offen und im Betrieb gleichfalls über eine O-Ring-Dichiung gegenüber der Bodenplatte 2
abgedichtet.
Der obere Flansch 11 ist wassergekühlt und mit einem versperrbaren Schaurohr mit Glasfenster 12
und einem gleichfalls versperrbaren Abgas bzw. Vakuumanschluß 13 versehen. Mit Hilfe eines an einem
bügeiförmigen Gestell montierten Seilzuges 14 kann die Glocke vertikal gehoben werden, so daß die Hei2-spule
5 beim Be- und Entladen frei zugänglich ist.
Der Anschluß an das Mittelfrequenzaggregat erfolgt mit flexiblen, wassergekühlten Stromkabeln, die
man leicht an- und abmontieren kann. Dadurch kann der Ofen bei Nichtgebrauch vom Generator leicht
getrennt und abgestellt werden.
Die besonderen Vorteile der erfindungsgemäßen Ofenausführung liegen in der Beschränkung der zu
kühlenden Metallflächen auf zwei, relativ weit vom Spulenkörper 5 entfernte und sparsam dimensioniert«.
Flansche 2, 11, die senkrecht zur Spulenachse liegen und den eigentlichen Spulenkörper samt Stromzuleitung.
Die große Fläche der Ofenglocke besteht aus einem dichten Sinterquarzrohr 9 oder einem ähnlichen
keramischen Material, f'as als keramische Substanz elektrisch nicht ankoppelbar und somit auch
kein Energieverbraucher sein kann. Außerdem bildet das innen glasig geschmolzene Sinterquarzrohr einen
sehr guten Reflektor für die Wärmestrahlung und zusätzlich einen äußerst guten Isolator für die Wärmeleitung.
In einer erfindungsgemäß gebauten Prototyp-Ofenanlage
kann bei Verwendung eines Sinterquarzrohres mit den Dimensionen 400 1000 mm als Glockenmantel
ein Graphittiegel mit rund 1000 ml Inhalt bei einer Energieaufnahme von 22 kW, also einer Größe,
die unterhalb der Leistung einer 25 kW Standard-Mittelfrequenzanlage liegt, auf 3000° C aufgeheizt
werden. Dabei wird die Außenfläche des Sinterquarzrohres der Glocke auf etwa 50 bis 60° C erwärmt.
Temperaturen um 1000° C werden mit Energien von der Größenordnung 1 kW erreicht.
Claims (2)
1. Verlustarmer Induktionsofen für hohe und höchste Temperaturen, bei dem die Induktionsspule innerhalb eines gasdichten, hochhitzefesten
Gehäuses vorgesehen ist und die Stromzuführungen koaxial zueinander angeordnet und gekühlt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (9) aus elektrisch nicht und Wärme
schlecht leitendem Material besteht, daß die koaxialen Stromzuführungen (6) für die Induktionsspule (S) parallel zur Achse des Gehäuses (9) angeordnet sind und das obere finde der inneren
Zuführung tellerförmig zu einer Abstellbasis (7) für den zu erwärmenden Körper (8) erweitert ist.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekenn·
zeichnet, daß an die Stromzuführungen (6) wassergekühlte Strornkabel (3) anschließen, wobei
Stromkabel (3), Tiegeltrüger bzw. Stromzuführungen (6) und Spule (S) durch einen Kühlkreis ge- oder uuarzgias UCMl-'''-""%'""JT..=;,
kühlt sind. 5 Bodenplatte (2) von oben absenkbar ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2701646A1 (de) | Hochfrequenzofen | |
DE1956778C (de) | Verlustarmer Induktionsofen | |
DE2333956B2 (de) | Ofen zum Schmelzen oder Warmhalten von Metallen | |
WO1992008335A1 (de) | Plasmabrenner zum schmelzen und warmhalten von in gefässen zu behandelnden materialien | |
DE3118030A1 (de) | Elektrische waermerohr-heizvorrichtung | |
DE2659859C2 (de) | Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer elektrischen Entladung | |
DE2320269C3 (de) | Elektrische Widerstandsheizung für Floatglasanlagen | |
EP0025988B1 (de) | Verfahren zum Reparieren durch Hartlöten | |
DE3205501C2 (de) | ||
DE2725891A1 (de) | Verfahren und einrichtung zur trennung von fluessigen aggressiven stoffgemischen durch verdampfung wenigstens einer komponente | |
DE1956778A1 (de) | Hochtemperatur-Induktionsofen | |
DE102006038925A1 (de) | Vorrichtung zum Heizen einer Probe | |
DE1913980B1 (de) | Vakuumschalter | |
DE1245917B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung fotochemischer Reaktionen | |
DE1953036A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Drucksintern von Pulverkoerpern | |
AT253071B (de) | Elektrischer beheizter Kochtopf oder Kochkessel | |
DE2427662A1 (de) | Waermesimulator | |
DE652752C (de) | Mit Metalldampf gefuellte elektrische Entladungsroehre | |
DE727341C (de) | Elektrisch mittels Glimmentladung beheizter Fluessigkeitserhitzer | |
DE2809913B1 (de) | Einrichtung zum Kuehlen eines supraleitenden Resonators und Verfahren zum Herstellen desselben | |
DE368938C (de) | Elektrischer Gluehofen fuer Haerte- und sonstige metallurgische Zwecke | |
DE867116C (de) | Gluehofen fuer Hoechsttemperaturen, vorzugsweise ueber 1400íÒC, mit elektrischer Widerstandsheizung | |
DE568217C (de) | Elektrisch beheizter Tunnelofen | |
AT230106B (de) | Kernloser Induktionsofen für industriellen Vakuumbetrieb | |
AT148311B (de) | Keramischer Bauteil für elektrische Entladungsgefäße. |