DE19476C - Verfahren und Vorrichtungen zur hydraulischen Entlastung schwer belasteter und schnell rotirender Wellen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtungen zur hydraulischen Entlastung schwer belasteter und schnell rotirender WellenInfo
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Description
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U \" i,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
ALBERT FESCA in BERLIN.
rotirender Wellen.
• Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. März 1882 ab.
Zweck der Erfindung ist, durch Anwendung von hydraulischem Druck den Spurzapfen schwer
belasteter Wellen ganz oder theilweise zu entlasten und durch geeignete Vorrichtungen die
Anwendung dieses Verfahrens zu ermöglichen, um dem namentlich beim Bau von Centrifugen
auftretenden Bedürfnifs zu genügen, schwer belastete, stehende Wellen mit beliebiger Geschwindigkeit
umlaufen zu lassen.
Bei den vorliegenden Einrichtungen ist es gleichgültig, ob die Spindel der Centrifuge ein
elastisch bewegliches oder ein starres Kopflager hat bezw. ob der Spindel eine pendelnde
Bewegung gestattet ist oder nicht. Ein für den letzteren Fall construirtes Fufslager ist als Beispiel
dargestellt.
In .zwei fest unterstützten Lagern a a', Fig. 2
und 3, lagert drehbar der Ring b mit seinen waagrechten Lagerzapfen b' b", Fig. 1 bis 3.
In dem Ring b sind zwei Lager c c' ausgebildet, in welchen die senkrechte Spurlagerbüchse
d, Fig. ι bis 4, mit ihren beiden seitlichen Lagerzapfen e e' drehbar gelagert ist.
Hierdurch ist für die Spurlagerbüchse d eine cardanische Aufhängung gebildet, welche ihr sowie
auch der in derselben umlaufenden, stehenden Welle eine pendelnde Schwingung gestattet.
Auf dem Boden der Spurlagerbüchse d lagert die Spurplatte /, Fig. 1, 3 und 4. Letztere ist
mit einem Kranz von Löchern g g . . . durchbohrt, durch welche der Raum oberhalb der
Spurplatte mit einer ringförmigen Aushöhlung /z, welche in der Spurplatte an deren Unterseite
angebracht ist, in Verbindung steht. An die Spurlagerbüchse d schliefst sich oben die OeI-kammer
d' an, welche mit einem Ueberlaufrohr d" zur Ableitung von überflüssigem OeI
versehen ist.
Der Spurzapfen i, Fig. 1 und 4, ist schwach
kegelförmig, und zwar oben von gröfserem Durchmesser als unten. Die Spurlagerbüchse d
hat die gleiche Form, und der Zapfen i ist in die erstere eingeschliffen, so dafs beide in derjenigen
Stellung, in welcher der Zapfen i mit seinem Spurknopf auf der Spurplatte f aufruht,
dicht in einander schliefsen.
Mehrere Oeldruckpumpen k k k, Fig. 1 und 3,
saugen aus dem Kasten / das OeI und drücken dasselbe durch das ihnen gemeinschaftliche
Druckrohr η nach der Spurlagerbüchse d. Der Betrieb dieser Pumpen k erfolgt von einer gemeinsamen
Welle A derartig durch versetzte Krummzapfen oder Excenter o, dafs sich der
durch das Druckrohr η gehende Oelstrom in ununterbrochener Bewegung befindet. Das
Druckrohr η tritt seitlich und von unten in die Spurlagerbüchse d ein, und zwar derartig, dafs
es in die an der Unterseite der Spurplatte f angebrachte ringförmige Aushöhlung h einmündet.
Damit die Anschlüsse dieses Druckrohres an die Pumpen und an die Spurlagerbüchse
stets dicht bleiben, auch wenn die geometrische Achse der letzteren sich in Pendelschwingungen
bewegt, sind dem Druckrohr η auf seinem Wege von den Pumpen zum Spurlager
mehrere weite Windungen gegeben, damit es sich verlängern, verkürzen oder biegen
könne.
Der durch den Betrieb der Pumpen k stetig auf dem Wege k η h fortbewegte Oelstrom tritt
durch die Löcher g von unten gegen den Spurzapfen i und übt auf denselben in der 'Richtung von unten nach oben einen Druck aus.
Der Druck auf die Kolben der Pumpen k ist derart gewählt, dafs sich daraus ein Druck auf
den Spurzapfen i in der Richtung von unten nach oben ergiebt, welcher in der Regel etwas
gröfser ist als die Belastung des Spurzapfens. Das geprefste OeI wird deshalb den Spurzapfen
so weit in die Höhe heben, bis es zu seinem Entweichen einen Ausweg findet, dessen Querschnitt
genügt., um, entsprechend der Geschwindigkeit und dem Druck, mit welchem
das OeI in die Spurlagerbüchse d eintritt, dieses
Entweichen zu gestatten. Der Grad der Verjüngung des Spurzapfens i und der Spurlagerbüchse
d, sowie die Geschwindigkeit des get preisten Oelstromes werden derartig gewählt,
f dafs ein geringes Hochheben _des_J3purzapfens_
innerhälb~der Spurlagerbüchse genügt, um mit
dem hierdurch vermöge. der Kegelform entstehenden ringförmigen Zwischenraum zwischen
beiden denjenigen Querschnitt zum Entweichen des geprefsten Oeles zu bieten, welcher gerade
so viel Reibungswiderstand bei dem Hindurchpressen des Oeles erzeugt, dafs hierdurch das
Gleichgewicht zwischen dem Gesammtdruck des geprefsten Oeles gegen den Spurzapfen i und
der Summe der Belastung des letzteren und des Reibungswiderstandes, welchen das OeI bei
seinem Entweichen findet, hergestellt ist.
Das nach oben entweichende OeI sammelt sich in der Oelkammer d' und fliefst durch
deren Ueberlaufrohr d" und eine Rinne oder ein Rohr m, Fig. ι und 3, dem Oelkasten / zu,
um von hier den Kreislauf durch die Pumpen, das Druckrohr und das Spurlager fortzusetzen.
. Bei dieser Einrichtung müssen die Oelpumpen k' bereits in Wirkung sein, wenn man den
Spurzapfen in Umdrehung versetzt; ebenso mufs das Aufhören dieser Drehung der Aufserbetriebsetzung
der Pumpen k vorangehen, damit der Spurzapfen während seiner Drehung stets auf
dem OeI schwimmend erhalten werde. Um jedoch auch gegen nachtheilige Folgen einer
Unterlassung dieser Behandlung geschützt zu sein und um das Mafs des auf die untere
Fläche des Spurzapfens auszuübenden Druckes genau zu bestimmen, kann man an beliebiger
Stelle die Rohrleitung mit" einem Accumulator in Verbindung bringen, der genau nach Art
der bekannten hydraulischen Accumulatoren für Hebewerke construirt ist. Dieser Accumulator
erhält diejenige Kolbenbelastung, welche dem beabsichtigten Druck auf den Spurzapfen entspricht,
und man ist mit Hülfe desselben im Stande, entweder den Zapfen ganz zu entlasten,
so dafs er seine Spurlager zwar noch berührt, aber nur auf ihm schwebt, oder den
Zapfen dauernd aufser Berührung mit dem Spurlager schwebend zu erhalten, oder endlich
ihn mit einem genau vorher zu bestimmenden Druck noch auf das Spurlager wirken zu lassen.
Man würde in solchem Falle auch das Ausströmen des Oeles ganz entbehren können, müfste
dann aber den Zapfen cylindrisch machen und durch eine Stopfbüchse gehen lassen. Im Falle
der Anwendung eines Accumulators kann man eine Einrichtung treffen, mittelst welcher der
Kolben desselben, wenn er auf seinem höchsten Stand angelangt ist, die Pumpen ausrückt, so
dafs die Oelförderung je nach Bedürfnifs sich selbstthätig anläfst oder abstellt.
Statt des Oeles kann man Seifenwasser, Wasser oder irgend eine andere passend erscheinende
Flüssigkeit benutzen.
Claims (3)
1. Das Verfahren, die Spurzapfen schwer belasteter, stehender Wellen durch Anwendung
des durch ein Pumpwerk mit oder ohne Accumulator auf ihre untere Fläche auszuübenden
hydraulischen Druckes ganz oder theilweise zu entlasten oder sie dauernd schwebend aufser Berührung mit der Pfanne
zu halten, wobei die im Ueberschufs zugeführte Flüssigkeit nach Hebung des von dem Lager kegelförmig umschlossenen Zapfens
aus dem durch diese Hebung gebildeten Zwischenraum zwischen Lager und Zapfen entweicht und zu dem Pumpwerk zurückfliefst.
2. Ein den Zapfen 2 kegelförmig umschliefsendes Fufslager d für Centrifugen, welches
um Zapfen e el in Lagerstellen des Ringes b schwingt, welcher seinerseits mit den
Zapfen b' b" in den Lagern α α' ruht, also cardanisch aufgehängt ist, um Kreisschwingungen
des oberhalb gelegenen Schwer-
. punktes der Centrifuge zu gestatten, in Verbindung mit der Spurpfanne f, welche
unten eine ringförmige Rinne h hat, die durch mehrere Oeffnungen mit dem zwischen
ihr und dem Spurzapfen gebildeten Raum verbunden ist.
3. Die Verbindung des so beschaffenen Fufslagers einerseits durch ein in Windungen
geführtes Rohr mit einem Pumpwerk zum stetigen Zuführen von Schmieröl oder einer
sonstigen passenden Flüssigkeit unter Druck und andrerseits mit einem Auffangraum d'
und einem Ueberlaufrohr d", um mittelst desselben die in Ueberschufs zugeführte
Flüssigkeit wieder zurück zur Pumpe zu führen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE19476C true DE19476C (de) |
Family
ID=296287
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Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DENDAT19476D Active DE19476C (de) | Verfahren und Vorrichtungen zur hydraulischen Entlastung schwer belasteter und schnell rotirender Wellen |
Country Status (1)
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Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE764876C (de) * | 1936-10-23 | 1953-05-18 | Siemens App | Vorrichtung zur reibungsarmen Lagerung von Praezisionsinstrumenten |
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DE764876C (de) * | 1936-10-23 | 1953-05-18 | Siemens App | Vorrichtung zur reibungsarmen Lagerung von Praezisionsinstrumenten |
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