DE1938490C - Presse fur pulverfbrmige Stoffe (Sinterpresse) - Google Patents
Presse fur pulverfbrmige Stoffe (Sinterpresse)Info
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Description
Pic Erlindung beirilTt eine Presse zur Verdichtung
pulverförmiger Slolie, sogenannte Sinterpresse, insbesondere
für Preßlinge verschiedener Wunddicken.
Die Herstellung metallischer Bauteile durch Sinterung enthüll als ersten Arbeitsgang die Verdichtung
des Metallpulvers in einer Form mit Oberstempel und einem oder mehreren Unterstempeln und, sofern die
Bauteile ein Loch oder Löcher aufweisen sollen, auch mit einem bzw. mehreren Kernstempeln.
Es gibt verschiedene Arten von Sinterpressen, bei denen die Form und die Stempel verschiedene Bewegungskreisläufe
ausführen. Bekannt ist insbesondere eine Presse mit »mitgehendem« Formniantcl, bei
welcher der Oberstempel beweglich und der Untersiempel
unbeweglich ist und der Formmantel einen begrenzten Hub, und zwar nur unter der Wirkung
der beim Verdichten auftretenden Reibungskräfte, ausführt.
Wenn der herzustellende Bauteil unterschiedliche Wanddickoo, gemessen in Richtung der Verdichtung, ao
aufweist, dann müssen die Stempel in mehrere voneinander unabhängig bewegliche Teile aufgeteilt sein,
deren jeder einem der verschiedenen Dickenbereiche des Werkstückes entspricht. Denn damit das Werkstück
gleichmäßige Dichte bekommt, muß in jedem der Dickenbereichc das Pulver denselben Verdichtungsgrad
erfahren; daher muß der Verdichtungshub in den Bereichen größerer Dicke großer als in den
dünneren Bereichen sein.
Gewöhnl„h benutzt man für die dicksten Bereiche
des Werkstückes einen unbeweglichen Unterstempel, bezüglich dessen der Gesamthub des Oberstempels
den Verdichtungshub bildet Der Unterstempel für die dünneren Bereiche des Werkstückes »geht mit«,
d. h. er ist auf einer elastischen Vorrichtung angebracht,
die ihm bei der Verdichtung ein gewisses Nachgeben erlaubt, wodurch sich der wirksame Teil
des reinen Verdichtungshubes des Oberstempels entsprechend vermindert.
Bei Pressen mit mitgehendem Formmantel geschicht der Auswurf des Preßlings nach der Verdichtung
durch Wiederaufstieg der Unterstcmpel, die also
den Preßling aus der Form herausschieben.
Bei den bekannten Pressen dient eine und dieselbe leiterplatte als Sitz für den unbeweglichen Unterstempel,
für die mitgehenden Unterstempel, für ihre Einstellvorrichtung und für ihre Gegendruckfeder
sowie für die Kernstempcl. Dieselbe Platte einhält auch die zum Auswurf des Preßlings nach der Verdichtung
nötige Schubvorrichtung. Daher sind dmi
die Vorrichtungen /um Hinstellen der Stempel, insbesondere der mitgehenden, und der Kernstempel in
«hier und derselben Zone, die ohnehin schon durch
die Einrichtung zum Antrieb der Auswurfplatte unzugänglich ist, zusammengedrängt. SS
Daher erfordert dort die Einstellung irgendeines dieser Prcsseiitcile jedesmal den völligen Ausbau der
Auswurf platte, was die Küsuuit beim Umstellen der
hibrlkiition auf «ine neue Werkslückart beträchtlich
vcrlliiigcrt. βα
Va im andererseits schwierig, auf den auf die
Forminiintcl Trngpliitte ausgeübten Gegendruck und
auf dun Gegendruck, der mil die mitgehenden Stempel ausgeübt wird, withrcnd de* Hubes, der sie
im Ihre Anschlüge auf der Tragplatte bringt, einzu- 6s
wirken. Diiniii·* ergeben sMi Örtliche Unterschiede
des Grades der Verdichtung des Pulvers im Wcrk-Die
Erfindung behebt diese Nachteile und macht alle Einstellvorrichtungen aller Pressenteile stets zugänglich.
Die Erfindung besteht darin, daß
a) eine Formmantel-Tragplatte, die elastisch mil dem Pressengestell verbunden ist und in Richtung
der Verdichtung sich zwischen einstellbaren Anschlügen bewegen kann,
b) eine die unbeweglichen Unterstempel tragende Platte, die sich auf einer mit dem Pressengestell
starr verbundenen Querplatte abstützt und durch starre Stangen, welche um die Mitte der Platte
am Umfang verteilt sind und die Plattenmitte frei lassen, von einer Hubvorrichtung getragen
wird,
c) eine die Kernstempel tragende Platte, die unterhalb der die Unterstempel tragenden Platte angeordnet,
von dieser unabhängig, mit dem Pressengestell verbunden und in Verdichtungsrichtung einstellbar ist, wobei die Kernstempel
durch Bohrungen der die Unterstempel tragenden Platte hindurchgehen,
d) eine Platte, die die mitgehenden Unterstempel mittels einstellbarer Stangen trägt und unterhalb
der die Kernstempel tragenden Platte und unabhängig von dieser auf einer elastischen Hubvorrichtung
angeordnet ist, wobei die einstellbaren Stangen, welche die mitgehenden Unterstempel
tragen, durch Bohrungen der die Kernstempel tragenden Platte sowie durch Bohrungen der
Platte, welche die unbeweglichen Unterstempel trägt, hindurchgehen und je mit einem Zwischenstück
versehen sind, welches durch die die Kernstempel tragende Platte hindurchgeht und den
Mindestabstand zwischen der die einstellbaren Stangen tragenden Platte und der Platte, die die
unbeweglichen Unterstempel trägt, auf einen festen Wert begrenzt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Werkstück, das aus der unten beschriebenen Maschine mittels
besonderer, für diese Werkstückform bestimmter Werkzeuge hergestellt ist,
Fig. 2 b'· 4 Längsschnitte durch eine erfindungsgemäße
Presse mit beweglichem Formmantel in verschiedenen Betriebsstellungen, und zwar F i g. 2 am
Ende des Füllvorganges. F i g. 3 am Ende des Verdichtungsvorganges, d. h. beim höchsten Verdichtungsdruck
und F i g. 4 am Ende des Auswurfs des Preßlings.
Fig. 5 eine Stellung beim Einstellen der Maschine,
Fig. ίί eine Einzelheit aus der Vorrichtung zum
Einstellen des gleichzeitigen Anschlags der Formmantel-Tragplatte,
F i g. 7 eine graphische Darstellung des Wirkungskreislaufcs der Maschine, worin die Relativbewegungcn ihrer verschiedenen beweglichen Teile dargestellt sind.
Der in Fig.] gezeichnete herzustellende Preßling
weist ein Loch und zwei Bereiche voneinander verschiedener Dicken /1, und /t, auf. Deshalb muß die
Maschine einen zweiteiligen Unterstempel und einen Kernstempel haben, der durch einen der Unterstempel
hindurchgeht und in den Obcrstempel eingeht.
I Θ38 490
kraft mittels einer im Gestell testen Querplutte 2 auf.
Der Formnuiutel 3, in dem das Pulver verdichtet
wird, ist in einer Formmantel-Tragplmte 4 gelmhen.
Diese Trugplatte 4 ruht auf doppeltwirkenden Kraftkolben 5; der Druck P1, mit dem diese Kolben beaufschlagt
werden, ist einstellbar.
Die Tragplatte 4 wird während ihrer Bewegungen von vier in der Zeichnung nicht dargestellten Säulen
geführt. Ihre Abwärtsbewegung wird von zwei Säulen 6 begrenzt, die an der Tragplatte 4 befestigt
sind und durch die Querplatte 2 und durch Bauteile des Gestelles 1 hindurchgehen und auf denen Muttern
9 eingestellt werden können; die Aufwärtsbewegung der Tragplatte 4 wird von Stangen 7 begrenzt,
auf denen Muttern 8 eingestellt werden können. Die Einrichtung zur gleichzeitigen Verstellung der Muttern
wird später beschrieben werden.
Auf die Querplatte 2 setzt eine die Unterstempel tragende Platte 10 auf. Diese Platte 10 ist durch vier
Stangen 11, die durch die Querplatte 2 hindurchgehen, mit einer Platte 12 verbunden, welche den
oberen Abschluß eines Hubrohre* 13 bildet. An diesem Rohr 13 ist bei 14 ein Hebel 15 angelenkt,
der am Pressengestell bei 16 angelenkt und mit dem in der Zeichnung nicht dargestellten Pressenantriebsgestänge
durch eine Kuppelstange 17 verbunden ist.
Zur Herstellung des in F i g. 1 gezeichneten Preß-C.igs
dient, wie oben erwähnt, ein Oberstempel 20 sowie ein beim Pressen mitgehender Unterstempel 21
und ein beim Pressen ortsfester Unterstempel 22; das Loch des Preßlings erzeugt der Kcrnstempel 23, der
durch den Unterstempel 22 hindurchgeht. Der mitgehende
Unterstempel 21 stützt sich auf einer Platte 24 mittels einer Stange 25 mit Mutter und Gegenmutter
26 ab. Ein rohrförmiges Zwischenstück 27 ruht auf der Mutter und Gegenmutter 26 auf und
stößt an der Unterseite der Unten tempel-Tragplatte 10 an, wenn die Platte 24 an ihrer obersten Stellung
ist. C.ese Platte 24 ist auf dem oberen Ende eines Hubrohres 28 angebracht, welches im Hubrohr 13
gleitet und unmittelbar mit einem am Pressengestell festen doppeltwirkenden Kraftkolben 32 verbunden ist.
Im Innern des Hubrohres 28 gleitet eine Stange 33, die mit einem in der L.-ichnung nicht dargestellten
doppeltwirkenden Kraftkolben verbunden ist und von diesem in Richtung des Pfeiles 34 bewegt werden
kann.
Der Kcrnsterrpel 23 ruht auf einer Tragplatte, die aus einer am Rand mit Gewinde versehenen Scheibe
40 und einer Scheibe 41 besteht; diese Scheiben schließen zwischen sich den Fuß des Kernstempels 23
ein. Die Scheibe 40 ist in eine mit Innengewinde versehene Buchse 42 eingeschraubt, die von einem Ring
43 in einer Ausnehmung der Querplattc 2 gehalten wird und mit einem Kranz von Bedienungslöchern 44
versehen ist.
Wie F i g. 6 zeigt, sind die auf die Stangen 7 geschraubten Muttern 8, die die Aufwärtsbewegung der
Formmanlel-Tragptatte 4 begrenzen, mit Außenverzahnung 50 versehen. Ihre einander gleichzeitige und
gleichmüßige Verstellung wird durch eine Schraube 51 bewirkt, die an beiden Seiten des Pressengestells
in am Gestell festen Gehäusen gelagert ist. In jedem Gehäuse klimm', die Schraube mit einem Rad 53, das
über eine Welle 54 ein Ritzel 55 antreibt, welches in einem am Pressengestell festen Gehäuse 56 gelagert
ist. Jedes Gehäuje 56 enthüll ein langes Ritzel 57, das
sowohl mit dem Ritzel 55 als auch mit der Verzahnung 50 der Anschlugmutter H klimmt. Das Ritzel 57
ist so lang, duU es auf dem gunzcn vorgesehenen einstellbaren Hub mit der Mutter 8 kämmt.
Die Muttern 9, die den Hub dur Tnigplutte 4 midi
Die Muttern 9, die den Hub dur Tnigplutte 4 midi
unien begrenzen, sind mit einer wesentlich gleicher,
Einrichtung zu ihrer einander gleichzeitigen und gleichmäßigen Verstellung versehen.
In Fig. 2 ist die Presse in der nillsiellunp gezeigt;
das noch nicht verdichtete Pulver füllt den gar/en
ία Raum 45, der vom Formmantel 3, den Unterstempeln
21 und 22 und dem Kernstempel 23 gebildet wird, und läuft am oberen Rand der Form über.
Die Formmantel-Tragplatte 4 wird in ihrer oberen Stellung, in der sie an den Muttern 8 anliegt, durch
S5 den Druck/J1, der unter die doppeltwirkenden Kraftkolben
5 gegeben wird, gehalten. Der mitgehende Unterstempel 21 wird in seiner oberen Stellung durch
einen Druck p., gehalten, der unter den Kraftkolben 32 gegeben wird und die Platte 24 anhebt, bis das
ao Zwischenstück 27 an der Tragplatte 10 anschlägt.
Beim Verdichtungsvo.^ang wird der Oberstempel
20 gesenkt und allmählich η die Form eingefühlt. In dem Maße, wie der Druck auf das Pulver zunimmt,
wächst die auf den Unterstempel 21 wirkende Kraft an, bis sie die Kraft, die der auf den Kolben 32
ausgeübte DrUCkP2 erzeugt, überschreitet; der Unterstempel
21 senkt sich dann, bis er mit seinem Fuß auf der Platte 10 anschlägt.
Ebenfalls erzeugt die Verdichtung des Pulvers an den Wänden der Form eine Reibungskraft-Komponente,
die, sobald sie größer als die vom Druck p, unter den Kraftkolben 5 erzeugte Kraft wird, die
Formmantel-Tragplatte abwärts bewegt, bis die Muttern 9 auf dem Gestell anschlagen. Die Stellung der
Pressenteile am Ende der Verdichtung ist in Fig. 3 gezeigt; in dieser Stellung hat der Preßling seine endgültige
Form 46 angenommen.
Nach dem Punkt größler v'erdiihtung, der dem
unteren Totpunkt des Oberstcmpels 20 entspricht,
beginnt der Obcrstempel wieder zu steigen. Gleichzeitig
erfolgt der Auswurf des in der Form erzeugten Preßlings 46 durch Wiederanstieg der Untcrstempcl-Tragplatte
10, die von den Hebeln 15 und 17 angelrieben wird.
Im ersten Teil des Wiederanstisgs der Platte 10 und der Unterstempel 21 und 22 steigt auch die
Formmantcl-Tragplatte 4 mit dem Formmantel 3 wieder empor, bis sie an den Muttern 8 anschlägt.
Im zweiten Teil des Wiederansliegs, in welchem der Formmantel unbeweglich ist, schieben die Unterstempel
den Preßling 46 bis zu seiner in F i g. 4 gezeigten Lage aus.
Wenn ein Preßling hergestellt werden soll, der ein Loch und eine im Verhältnis zu seinen Querubmessungen
große Höhe aufweist, kann es vorkommen, daß beim Auswurf die Summe der Reibungskräfte
an den Innenwänden des Formmanlels und an der Außenwand des Kernstcmpels sehr groß ist und die
Kraft der Auswerfeinrichtung übersteigt.
6u Man kann diese Reibungskräfte vermindern, wenn
man beim Auswurf den Kernstempel im Preßling beläßt; hierdurch vermeidet man, daß beim Auswurf
eine Reibungskraft am Ktrnstempel entsteht. Nach dem Ausschub aus dem Formmantcl entspannt sich
6s der Preßling etwas, und dies wirkt sich auch auf die
Anpressung an den Kcrnslempcl aus; die Reibung wird dort praktisch vernachlüssigbar, und der Kernstempel läßt sich ohne große Kraft herausziehen.
Zu diesem Zweck benutzt man nicht mehr die mit
Außengewinde versehene Scheibe 40. Vielmehr wird die Unferstcmpel-Tragplattc 41 auf dem Ende der
Stange 33 befestigt; die Matte 24 wird durch eine Spezialplatte ersetzt, die in der Mitte durchbohrt ist
und die Stange 33 hindurchgehen läßt. Während der Verdichtung wird durch einen Kraftkolben eine
Kraft />, im Sinne des Pfeiles 34 ausgeübt, die der
Verdichtungskraft widersteht und die Stange 33 nebst dem Kernslcmpel 23 unbeweglich hält; und während
des Auswurfs erteilt die Stange 33 dem Kernstempc! 23 eine Bewegung, die derjenigen der Untcrslempel
und des Preßlings gleicht, so daß sich der Kcrnstempel
relativ /um Preßling nicht bewegt. Nach dem Auswurf und nach fast völliger Beseitigung der auf
den Kcrnstempcl wirkenden Anpressungskraft wird mittels der Stange 33 der Kernstempel in seine für
(Il1H nächsten Kreislauf nötige Stellung zurückgeführt.
Die Bewegungen der verschiedenen Pressenteile während eines Kreislaufes sind in Fig. 7 diaerammalisch
über der Zeit aufgetragen, und zwar für den Fall, daß der Kernstempel nicht bewegt wird.
Ils stellt dar die Kurve
61 die Bewegung der Oberkante des Formmantels 3. '
60 die Bewegung Her Unterkante des Oberstempeis 20.
62 die Bewegung der Oberkante des mitgehenden t'nterstempels 21.
63 die Bewegung der Oberkante des nicht mitgehenden Untcrstempels 22.
Hierin ist als Ausgangspunkt des Kreislaufes der Augenblick T0 angenommen, in dem sich der Obersiempel
in seinem oberen Totpunkt befindet und die Füllung des Raumes 45 mit Pulver praktisch vollendet
ist (Fig. 2).
Der Oberstempel 20 beginnt bei Tn sich zu senken
und dringt bei Tx in den Formmantel ein; der eigentliche
Preßvorgang beginnt. F.r dauert bis T,. Von T1 bis T1 gibt trotz des am Kraftkolbcn 5 ausgeübten
Gegendruckes /', die Formmantel-Tragplatte 4 etwas nach und kann endlich an den Muttern 9 anschlagen;
ebenfalls gibt der mitgehende Unterstempel 21 trotz des Gegendruckes />., etwas nach, bis er anschlägt.
Die Gependrücke />, und p., können gegebenenfalls
vor dem Zeitpunkt 7"., ausgeschaltet werden. Fig. 3 zeigt die Stellung der Pressenteile in diesem Augenblick
/...
Von /., bis Tx bewirkt der Wiederanstieg der
Stempel den Auswurf des Preßlings; im ersten Teil dieses Zeitabschnittes kehrt die Formmantel-Tragplatte
infolge der Reibungskräfte und des am Kraftkolben 5 wiederhergestellten Druckes pt in ihre
oheisie Stellung zurück. F i ι;. 4 zeigt die Stellung der
I'i'.'ssenleile im Augenblick 7.,.
Von 7:1 bis T1 nehmen die IJnterslcmpel unter der
Wirkung der Schwerkraft und des am Kraftkolben32 wiederhergestellten Druckes />., ihre anfängliche Stel-Ιιιιιμ
wieder ein: jetzt kann die Form von neuem geliiilt
weiden.
Wühlend der Verdichtung verringern sich die anliinplichen
Hüllen Ht und //., des noch nicht verdichteten
Pulvers auf /i, und /(.,. d.h. die vorgeschriebenen
I lohen des Preßlings. 7/, und //., und somit die
l-.insiclhmi» der Untersiempcl werden so bestimmt.
chili //, /ι, //.. /1, dem Verdichtungsverhältnis ist.
Zur l'iustcliiiui· dei verschiedenen Prcsscnieilc
■ih;ilui man den ;iu! den kiaflkolben 32 wirkenden
Druck um. um die Platte 24 in ihre in F i g. 5 gezeigte unterste Stellung zu bringen.
In einer so gebauten Presse hat man dank der Anordnung
der Auswerfstangen 11 am Umfang und dank der Möglichkeit, die Platte 24 ganz nach unten
abzusenken, weiten Zugang zu allen Stellen, an denen eine !Einstellung vorgenommen werden muß (Einstellung
der Kemslcllung und Einstellung der mitgehenden Unterslempcl), ohne daß man irgendwelche
Prurssenteilc auszubauen oder zu verschieben braucht.
Ferner erlauben die Unabhängigkeit der Unterstcmpel-Tragplattc
(10). der Kernstempcl-Tragplatte (40) und der Tragplatte (24). welche die zur Einstellung
der mitgehenden Unterstempel dienenden Stangen (25) trägt, die richtige Einstellung jedes
Prcsscnteiles. ohne daß die Einstellung der anderen Pressenteile beeinflußt würde.
Schließlich läßt sich die Gegenkraft, die auf die mitgehenden Unterstempel ausgeübt wird, bequem
durch einen leicht einstellbaren luftdruck und unabhängig von der Einstellung des !lubes dieser mitgehenden
Unterstempel einstellen.
In den Raum der Erfindung fallen auch solche Ausführungen, die sich von der oben als ein Beispiel
beschriebenen nur in Einzelheiten unterscheiden. So könnte man die beschriebenen pneumatischen Kraftkolben
für den Antrieb der Formmantel-Tragplalte oder dei die Einstellstangen tragenden Platte durch
hydraulische Kraftkolben ersetzen. Man k.innte ferner zur f-instellung der Kcrnstempe'-Tragplatte, zur Einstellung
der Anschläge für die Formmantcl-Tragplattc
oder zur Einstellung der mitgehenden Unterstempel auch andere Einrichtungen benutzen.
Schließlich könnte der Antrieb der Abwerfplatte
IZ auch durch pneumatische oder hydraulische Ein richtungen an Stelle der beschriebenen mechanischen
Einrichtungen bewirkt werden.
Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, eine a.inhche Presse zur Verdichtung keramischer anstatt
metallischer Pulver zu benutzen.
Claims (6)
- Patentansprüche:I. Presse für die Verdichtung pulverförmiger Stoffe in einer Form mit oder ohne Kerne zwischen einem oberen Stempelkolben, einem unteren, während der Verdichtung unbeweglichen Stcmpelkolben und gegebenenfalls je nach der Form des Werkstückes Hingehenden unterstempeln, gekennzeichnetdurch
:«) eine Formmantcl-Tragplattc(4). die elastisch mit dem Pressengestell (1) verbunden ist und in Richtung der Verdichtung sich zwischen einstellbaren Anschlägen (H) bewegen kann, b) eine die unbeweglichen Unterstempel (22) tragende Platte (10). die sich auf eine mit dem Presscngestcll (1) starr verbundene Ouciplane (2) abstützt und durch starre Staupen (11). welche um die Mitte der Pintle am I infjinp verteilt sind und die Plaltcnmittc reilassen. von einer Hubvorrichtung (12 bis 17) getragen wird.° änid'i'i1-' l>cmsicm^ <"> 'ragende Platte 40/41 . die unterhalb der die I intcrslcnipcJraunulen Plane (10) angeordnet. v„„ ,lieser unabhängig, mit dem IVssciigesicll (I) vcr->unden „ml in Verdiehiun.^udmm,. einsiell- |i:" ·■-'· ««'lH-i die ke:nskmPel (23) .I1111-Ii19R?Bohrungen der die Unterstempel tragenden Platte (10) hindurchgehen,
d) eine Platte (24), die die mitgehenden Unterstempel (21) mittels einstellbarer Stangen (2b) trägt und unterhalb der die Kernstempel S tragenden Platte (40/41) und unabhängig von dieser auf einer elastischen Hubvorrichtung (32) angeordnet ist, wobei die einstellbaren Stangen (25), welche die mitgehenden Unterstempel (21) tragen, durch Bohrungen der die Kernstempel tragenden Platte (40/41) sowie durch Bohrungen der Platte (10), welche die unbeweglichen Unterstempel (22) trägt, hindurchgehen und je mit einem Zwischenstück (27) versehen sind, welches durch die die Kernstempel tragende Platte (40/41) hindurchgeht und den Mindestabstand zwischen der die einstellbaren Stangen tragenden Platte (24) und der Platte ■(10), die die unbeweglichen Unterstempel ao (22) tragt, auf einen festen Wert begrenzt. - 2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Verbindung der Formmantel-Tragplatte (4) mit dem Pressengestell (1) durch pneumatisch beaufschlagte as Kraftkolben (S) bewirkt wird.
- 3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung für die Tragplatte (10), welche die nicht mitgehenden Unterstempel (22) trägt, ans einem Gestänge (14 bis 17) besteht, das mit der Einrichtung für den Antrieb des Oberstempels (20) verbunden ist und die die Tragplatte (10) tragenden Stangen (11) mittels eines zentral angeordneten, mit einer Tragplatte (12) versehenen Hubrohres (13) trägt.
- 4. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung für die Tragplatte (24), welche die mitgehenden Unterstempel (21) mittels einstellbarer Stangen (25) trägt, aus einem Hubrohr (28) besteht, das in dem die Tragplatte (10) für die unbeweglichen Unterstempel (22) tragenden Hubrohr (:13) gleitet und mit einem doppeltwirkenden Kraftkolben (32) verbunden ist.
- 5. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kernstempel (23) tragende Platte (40/41) in eine mit Innengewinde versehene Buchse (42) eingeschraubt ist, die im Gestell (1, 2) axial unbeweglich, aber in Drehrichtung beweglich gehalten ist.
- 6. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (41] für die Kernstempel (23) auf dem Ende einei Stange (33) befestigt ist, die in dem Hubrohi (28), welches an Stelle der Tragplatte (24) eine zentrisch durchbohrte Spezialplatte trägt, gleilei und mit einem doppeltwirkenden Kraftkolber verbunden ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 109 651/301GC?
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