DE1916255C3 - Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen, die Paraffine, Monoolefine, Diolefine sowie gegebenenfalls geringe Mengen stärker ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthalten - Google Patents
Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen, die Paraffine, Monoolefine, Diolefine sowie gegebenenfalls geringe Mengen stärker ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthaltenInfo
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Description
Eigenschaften eines Lösungsmittels einen universellen Einsatz desselben zur Trennung beliebiger Substanzgemische
nicht zulassen.
So sind beispielsweise unsubstituiertes Sulfolan und unsubstituiertes Triglykol Lösungsmittel, die zur
Trennung der Aromaten von den Nichtaromaten mit
Hilfe der Extraktivdestillation verwendet werden können. Dagegen sind diese Lösungsmittel zur Trennung
von Paraffine;-, Olefinen und Diolefinen vöilig ungeeignet.
Umgekehrt ist aber beispielsweise das Acetonitril ein in großtechnischen Verfahren eingesetztes
Lösungsmittel, um Paraffine, Olefine und Diolefine durch Extraktivdestillation voneinander zu trennen.
Von dieser Erkenntnis wird vor allem bei der Butadienisolierung im großen Umfange Gebrauch gemacht,
während umgekehrt das Acetonitril zur Trennung von Aromaten und Nichtaromaten vöilig ungeeignet ist.
Der vorliegenden Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Trennung von Paraffine,
Monoolefine, Diolefine sowie gegebenenfalls geringe Mengen stärker ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthaltenden
kohlenwasserstoffgemischen durcn Extraktivdestillation
zu entwickeln, bei dem ein geeignetes selektives Lösungsmittel angewandt wird, das keine
unerwünschten Korrosionserscheinungen an den mit ihm in Berührung kommenden Anlageteilen hervorruft.
Gleichzeitig soll das neue Lösungsmittel aber auch eine zumindest gleich gute, wenn nicht verbesserte
Selektivität aufweisen wie die bisher bekannten Lösungsmittel.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst durch ein Extraktivdestillationsverfahren
der eingangs beschriebenen Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als selektive
Lösungsmittel folgende substituierten Morpholine sowohl einzeln als auch in Form von Gemischen verwendet
werden:
N-Formylmorpholin,
2,6-Dimethyl-N-FormyImorpholin,
N-Acetylmorpholin,
N-Phenylmorpholin,
N-Hydroxyäthylmorpholin.
Sofern die genannten substituierten Morpholine in Form von Gemischen verwendet weiden sollen, kann
man durch entsprechende Auswahl der einzelnen Verbindungen den Schmelz- und Siedepunkt des resultirenden
Gemisches dem jeweiligen Verwendungszweck anpassen.
Die erfindungsgemäß angewandten Lösungsmittel Zeichnen sich durch ihre geringe Neigungzur Zersetzung
aus. Sofern eine, wenn auch geringe, Zersetzung überhaupt auftritt, wjrden keine sauren, sondern nur
basische Zersetzungsprodukte beobachtet, die nicht korrosiv auf die Anlagenteile wirken.
Be' Durchfuhrung des erfindiingsgemäßen Verfahrens
kann es vorteilhaft sein, wenn die Extraktivdestillation ohne äußeren Kohlenwasserstoffrückfluß
durchgeführt wird. Diese Arbeitsweise ist im Hinblick
auf die in der Destillationstechnik geltenden Erkenntnisse und im Hinblick auf die bisher auch bei der Extraktivdestillation
angewandte Arbeitsweise durchaus überraschend, da es bislang als Erfahrungstatsache
galt, daß die Trennung in einer Kolonne um so schärfer wird, je größer das Rücklaufverhältnis ist. Eingehende
Untersuchungen der Aniiielderin haben jedoch ergeben,
daß diese Erkenntnisse im Falle der erfindungsgemäßen Extraktivdestillation nicht anwendbar ist, und zwar
aus folgenden Gründen:
1. Durch den in der Extraktivdestillationskolonne herabfließenden Rücklauf wird das eingesetzte
Lösungsmittel verdünnt und dadurch dessen Selektivität herabgesetzt.
2. Der in die Extraktivdeslillationskolonne eingebrachte Rücklauf muß wieder verdampft werden,
was einen erhöhten Wärmeenergiebedarf verursacht. Deshalb ist ein Erhöhung der Sumpftemperatur
der Extraktivdestillationskolonne erforderlich. Dadurch wird jedoch auch gleichzeitig
eine entsprechend größere Diolefinmenge aus dem Sumpf wieder verdampft. Da diese Diolefindämpfe
eine entsprechend höhere Temperatur haben, können sie in der Kolonne entsprechend höher
aufsteigen, bevor sie kondensiert werden. Auch dies wirkt sich ebenso wie die ''ermischung der
I nsiingsmittek mit Rucklauf in <"ner Verschlechterung
der Trennergebnisse aus.
3. Durch die stärkere Aufheizung und Wiederverdampfung
des Sumpfproduktes wird die Aufent! altszeit der Diolefine im Sumpf verlängert
und damit deren Temperaturbeanspruchung erhöht. Dadurch wird die bei diesen Substanzen
ohnehin schon stark ausgeprägte Neigung zur Polymen>atbildung noch weiter vergrößert. Die
Polymerisate begünstigen aber die Schaumbildung in der Extraktivdestillationskolonne, was natürlich
den Trenneffekt der Kolonne sehr beeinträchtigt.
Da die zu trennenden Kohlenwasserstoffe teilweise recht niedrige Siedetemperaturen aufweisen können,
ist es unter Umständen angebracht, die Extraktivdestillation an Stelle unter Normaldruck un'cr erhöhtem
Druck durchzuführen. In gewissen Fällen kann jedoch auch eine Extraktivdestillation unter verminderüm
Druck (Vakuum) von Vorteil sein. Durch die Anwendung von Vakuum wird nämlich die Sumpftemperatur
der Extraktivdestillatioriskolonne herabgesetzt und damit die Polymerisatior.sneigung der im
♦5 Sumpf befindlichen Diolefine vermindert.
Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind zwei verschiedene Schaltungen möglich,
die in den Abbildungen wiedergegeben worden sind. Bei der in der A b b. 1 dargestellten Schaltung gelangt
das zu trennende Kohlenwasserstoffgemisch durch die Leitung 1 in die mit Einbauten (Böden) versehene
Extraktivdestilletionskolonne 2. Das zu trennend" Kohlenwasserstoffgemisch, das auf einen der
mittleren Böden in die Extraktivdestülationskolonne 2
eingeleitet wird, ii dabei entweder bis dien? unterhalb
des Siedepunktes erhitzt, so daß es beim Eintritt in die
Extraktivdestillationskolonne sofort verdampft. Es kann aber auch, was der Normalfall ist, bereits im verdampften
Zustanu in die F.xtraktivdestillationskclonne eingeführt werden= Durch die Leitung 3 wird das selektive
Lösungsmittel am Kopf in die Extraktivdestillationskolonne eingeleitet und fließt über die Einbauten
dieser Kolonne herab ,ach unten, wobei es die dampfförmigen Diolefine aufnimmt. Das sich im Sumpf der
Extraktivdestillationskolonne 2 ansammelnde Gemisch aus Diolefinen und Lösungsmittel gelangt durch die
Leitung 4 in die Destillationskolonne 5, in der seine weitere Auftrennung erfolgt. Das Lösungsmittel wird
durch die Leitung 6 aus dem Sumpf der Destillationskolonne
5 abgezogen, wobei die Leitung 6 in die Leitung 3 mündet, so daß das Lösungsmittel wieder in den
Kreislauf zurückgeführt wird. In die Leitung 6 ist dabei gegebenenfalls der Bypass 7 mit der Regenerationseinrichtung
8 geschaltet, durch den eine Teilmenge des Lösungsmittels abgezweigt und regeneriert
werden kann. Die Leitung 9 dient der Zufuhr von frischem Lösungsmittel in den Prozeß. Die Diolefine
sowie gegebenenfalls die stärker ungesättigten Kohlenwasserstoffe werden am Kopf der Destillationskolonne
5 durch die Leitung 10 abgezogen und gegebenenfalls in der Destillationskolonne 11 weiter aufgetrennt.
Gleichzeitig entweichen die l'araflinc und Monoolefine dampfförmig über Kopf aus der Extraktivdcstillationskolonne
2 und werden durch die Leitung 12 in die Kolonne 13 übergeführt, in der ihre
weitere Auflrcnnune erfolgt. Bei der Kolonne 13 kann
es sich dabei entweder um eine normale Destillationskolonne oder um eine Extraktivdestillationskolonne
handeln. Ist dabei in der Kolonne 13 lediglich eine Auftrennung des Paraflin-Moiioolelingemisches in
einzelne TcmperaUirschnitte vorgesehen, so genügt die Anwendung einer normalen Destillationskolonne.
Sollen dagegen in der Kolonne 13 die Paraffine und Monooleline quantitativ voneinander getrennt werden,
so ist die Anwendung einer Extraktivdestillationskolonne
erforderlich. Die Pfeile 14 und 1? ; iirkiercn
die Abzüge für die einzelnen Fraktionen.
Bei der in A b b. 2 wiedergegebenen Schaltung wird mit zwei hintereinandergcschalteten Extraktivdestillationskolonncn
gearbeitet. Das zu trennende KohlcnwasscrstofTgemiseh
wird dabei wieder durch die Leitung 1 in die mit Einbauten (Böden) versehene Extraktivdestillationskolonne
2 eingeleitet, in die durch die Leitung 3 das selektive Lösungsmittel aufgegeben wird.
Die Extraktivdestillationskolonne 2 wird in diesem iaiie unter soichen Bedingungen betrieben, daß über
Kopf aus der Kolonne durch die Leitung 4 nur die Paraffine sowie höchstens ganz geringe Mengen Oleline
entweichen. Das Sumpfprodukt der Extraktivdcstillationskolonne 2 enthält neben dem Lösungsmittel die
Mono- und Diolefine sowie gegebenenfalls geringe Mengen an stärker ungesättigten Kohlenwasserstoffen
und wird durch die Leitung 5 in die zweite Extraktivdestillationskolonne 6 übergeführt. Hier erfolgt die
weitere Auftrennung. Die Monoolefine entweichen über Kopf und werden durch die Leitung 8 gegebenenfalls
der Destillationskolonne 9 zugeführt, in der sie weiter aufgetrennt werden können. Die Pfeile 10 und 11
markieren dabei den Abzug der einzelnen Fraktionen. Gleichzeitig wird aus dem Sumpf der Extraktivdestillationskolonne
6 ein Produkt abgezogen, welches das Lösungsmittel, die Diolefine sowie gegebenenfalls
die stärker ungesättigten Kohlenwasserstoffe enthält. Dieses Produkt gelangt durch die Leitung 12 in die
Destillationskolonne 13, in der seine weitere Zerlegung erfolgt. Das Lösungsmittel wird dabei aus dem Sumpf
der Destillationskolonne 13 abgezogen und über die Leitung 14 auf den Kopf der Extraktivdestillationskolonne
6 zurückgeführt. Von der Leitung 14 zweigt auch die Leitung 3 ab, durch die das in der Extraktivdestillationskolonne
2 benötigte Lösungsmittel in den oberen Teil dieser Kolonne eingeleitet wird. In die
Leitung 14 kann ferner der Bypass 15 mit der Regenerationseinrichtung
16 geschaltet werden, in der jeweils ein Teil des wiedergewonnenen Lösungsmittels
regeneriert wird. Am Kopf der Destillationskolonne 13 werden die Diolefine sowie gegebenenfalls die stärker
ungesättigten Kohlenwasserstoffe durch die Leitung Π abgezogen. Die weitere Auftrennung dieser Fraktion
kann gegebenenfalls in der Destillationskolonne 18 erfolgen. Durch die Leitung 19 kann bei Bedarf neues
Lösungsmittel in den Prozeß eingeführt werden.
Aus wärmetechnischen Gründen kann es dabei zweckmäßig sein, mit den Dämpfen einer jeweils nachgcschalteten
Kolonne direkt oder indirekt die vor-
H) geschaltete Kolonne ganz oder teilweise zu beheizen.
Abschließend soll die Wirkung des crfindungsgemäßen
Verfahrens an Hand der nachfolgenden Beispiele bewiesen werden.
Das Beispiel 1 betrifft dabei die Trenrnüig des
C ,-Schnittes eines Pyrolyseprodiiktcs, wobei die ir
A b b. I wiedergegebene Schaltung zur Anwendung gelangt. Die Anahsen des Aiisgangsgcmisches in Leitung
1. des Kopfproduktes der !\ti\-iktivdestillatior
in Leitung 12 (Paraflin-Monooldinfraktion) sowie dei
Dioleiinfraktion in Leitung 10 sind dabei in der Tabelle
1 zi!c;i;vmcngcfaßt.
Isopentan . | An.ilysc | Kopf- | Diolefin- | |
n-Pentan | lies Aus- | produkt | iraktion | |
25 | Cyclopenta!! | ganiis- | in Lei | in Lei- |
ι; I1CiItCIi-I | gemisc-hes | tung 12 | ■•r.iy 10 | |
cis-Penten-2 | in Lei- | |||
trans-Penten-2 | lung I | Gcwichls- | Cie» ichts | |
2-Mcthyi-butcn-l | Cicw ichts- | prozent | Prozent | |
ία | 2-Methvlbuten-2 | prozcnt | 19,1 | |
40 Cyclopenteii | 12.94 | 29,8 | ||
Isopren .... | 20.22 | 0,9 | 1 X7 | |
trans-Pentadien-1,3 .... | 1,18 | 7,9 | 1 tO / | |
cis-Pentadien-1,3 | S 38 | 5,1 | ||
Cyclopentadien | 2.82 | 11.5 | ||
8.46 | 17,5 | 0,04 | ||
12.21 | 8.1 | 0.07 | ||
5.12 | 0,12 | 5.4 | ||
2.01 | 0.13 | 52,9 | ||
16.90 | •'-0,10 | 13,7 | ||
4.44 | <0,10 | 6,1 | ||
1,95 | <0,15 | 19,9 | ||
6,38 | ||||
Die Trennung fand dabei unter folgenden Bedin gungen statt:
Lösungsmittel:
71 Gewichtsprozent N-Hydroxyäthylmorpholin,
29 Gewichtsprozent 2,6-Dimethyl-N-Formylmor
pholin.
Menge des Ausgangsgemisches durch
Menge des Ausgangsgemisches durch
Leitung 1 27 kg
Einsatztemperatur 18"C
Lösungsmittelmenge durch Leitung 3 HO kg
Einsatztemperatur, Leitung 3 23° C
Kopftemperatur, Kolonne 2 51°C
Sumpf temperatur, Kolonne 2 940C
Druck in Kolonne 2 0,5 atü
Menge der Paraffine und Olefine durch
Leitung 12 18,2 kg
Kopftemperatur, Kolonne 5 39°C
Sumpf temperatur, Kolonne 5 148° C
Druck in Kolonne 5 Normaldruck Menge der Diolefine durch Leitung 10 8,7 kg
Das Heispiel 2 betrifft die Trennung des d-Scliniltcs
eines Pyrolyseprodiiklcs, wobei die in Λ b b. 2 wiedergegebene
Schaumig zur Anwendung gelangt. Die Analysen des Ausgangsgcmischcs in Leitung I, der Paraflinfraktion
in Leitung 4, der Monoolefinfraktion in Leitung 8 sowie der Dioellinfraktion in Leitung 17
sin«! in der Tabelle 2 zusammengefaßt.
Λπ;ι!ν se | l'iiraffin- | IUiIg s | Diolefin | |
lies Λιιν- | fniktion | Gewichts | fraktion | |
giltlüS- | in Lei | prozent | in I.οι- | |
Kcniischos | tung 4 | (imp 1- | ||
in l.ci- Ιιιημ I |
(icwichls- | • 0,1 | (iewiclils | |
Gewichts | pro/cnt | pro/ent | ||
prozent | 6.25 | 35,98 | ||
C1KW | 0,24 | 27,42 | 45,22 | |
iso-lhitan .... | 0,97 | 58.13 | 17,55 | |
n-Hut.u! | 2.06 | 3,32 | 1.25 | 0.12 |
iso-Uuten .... | 20,92 | 3,21 | 0,12 | |
Hiiten-1 | 26,24 | 1,27 | ■ 0.1 | |
Buten-2 | 10.16 | 0,13 | 99.7 | |
Butadien-1,3 | 39,41 | |||
Die Trennung fand dabei unter folgenden Bedingungen statt:
Lösungsmittel: N-Acctyliin rpliolin
Menge des Ausgangsgemisches durch
Menge des Ausgangsgemisches durch
Leitung 1 43 kg
Fiinsatzlcmperatur 201C
Lösungsmittclmciige durch Leitung 3 125 kg
Lösungsmiltcltemperatur in Leitung3 21 "C
Kopftemperatur Kolonne 2 43°C
Sumpftemperaliir Kolonne 2 650C
FJruck in Kolonne 2 6 atü
Menge der Paraffine durch Leitung 4 1,53 kg
Menge durch Leitung 5 41,47 kg
Lösiingsmitlclmeiige durch Leitung 14 60 kg
l.osungsmittelteniperaturin Leitung 14 20"C
Kopftemperatur Kolonne 6 43 C
Sumpflempcratur Kolonne 6 1 101C
Druck in Kolonne 6 6 atü
Menge der Monoolefine durch
Leitung» 24,78 kg
Menge durch Leitung 12 201,67 kg
Kompftemperatiir Kolonne 13 38"C
Sumpftcmpcratur Kolonne 13 1751C
Druck in Kolonne 13 5 atü
Menge Diolefine durch Leitung 17 ... 16,71 kg
In beiden !'allen zeigten die mit dem Lösungsmittel
in berührung kommenden Anlageteile auch nach einem Zeitraum von mehreren Monaten keinerlei
Korrosionserscheinungen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
M9 614/52
Claims (2)
1. Verfahren zur Trennung von Kohlenwasser- 5 Wasserstoffen und Olefinen bzw. Diolefinen bekannt,
stoffgemischen, die Paraffine, Monoolefine, Diole- bei dem ebenfalls die Extraktivdestillation zur Anwenfine sowie gegebenenfalls geringe Mengen stärker dung gelangt. Dabei wird als Lösungsmittel neben
ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthalten, durch anderen Verbindungen Morpholin vorgeschlagen. Es
Extraktivdestillation, wobei die Diolefine zusam- ist jedoch bei diesem Verfahren ein Wasserzusatz zum
men mit dem selektiven Lösungsmittel aus dem io Lösungsmittel in Höhe von 5 bis 35% zwingend vor-Sumpf der Extraktivdestillationskolonne abgezogen gesehen. Dadurch unterscheidet sich das Verfahren
werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Entgegenhaltung grundsätzlich vom erfinals selektives Lösungsmittel folgende substituierten dungsgemäßen Verfahren, das ohne jeden Wasser-Morpholine sowohl einzeln als auch in Form von zusatz arbeitet. Durch einen derartigen Wasserzusatz
Gemischen verwendet werden: 15 v.erden aber gerade die weiter oben erwähnten Korrosionserscheinungen begünstigt, und außerdem bedingt
N-Formylmorpholin, der Wasserzusatz ein Verfahrensschema mit besonde-
2,6-DimethyI-N-FormylmorphoIin, ren Wasserkreisläufen. Dadurch werden die Anlage-,
N-Acetylmorpholin Betriebs- und Wartungskosten nicht unbeträchtlich
x. p, . κι·* ao erhöht. Außerdem wird in der britischen Patentschrift
W-rnenylmorpnolin. dk Verwendung von substituierten Morpholinen, wie
N-Hydroxyäthylmorpholin. sje das erfindungsgemäße Verfahren vorsieht, auch
nicht andeutungsweise erwähnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Auch die USA.-Patentschrift 2 405 693 liefert keinen
zeichnet, daß zusammen mit den Diolefinen und as Hinweis für das Zustandekommen des erfindungsdem selektiven Lösungsmittel zusätzlich auch die gemäßen Verfahrens. Zwar wird dort d.e Verwendung
Monoolefine aus dem Sumpf der Extraktivdestil- von substituierten Morpholinen als Lösungsmittel
lationskolonne abgezogen werden, wobei dieses beschrieben. Jedoch handelt es sich dabei um ein Ver-Sumpfprodukt in einer nachgeschalteten zweiten fahren zur Absorption von Acetylen, bei dem das im
Extraktivdestillationskolonne in eine die Mono- 30 Lösungsmittel gelöste Acetylen anschließend durch
olefine und i.'ne die Diolefine sowie das selektive Tiefkühlung wieder in Freiheit gesetzt werden soll.
Lösungsmittel enthaltende Fraktion aufgetrennt Jn einem Aufsatz in der Zeitschrift »Chemie-Inw'«"d. genieur-Technik«, 39 (1967), S. 275 bis 282, ist schließlich ein Berechnungsverfahren für die Zerlegung schwer
35 trennbarer Zweistoffgemische durch Extraktivdestillation beschrieben worden. Irgendwelche Hinweise
auf die Verwendung von substituierten Morpholinen als Lösungsmittel für den erfindungsgemäßen Zweck
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur sind dieser Veröffentlichung jedoch ebenfalls nicht zu
Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen, die Paraf- *» entnehmen.
fine, Monoolefine, Diolefine sowie gegebenenfalls ge- Die niederländische Auslegeschrift 6 716 868 beringe Mengen stärker ungesättigte Kohlenwasserstoff- trifft schließlich ein Extraktivdestillationsverfahren zur
enthalten, durch Extraktivdestillation, wobei die Di- Gewinnung von reinen Aromaten, bei dem N-substiolefine zusammen mit dem selektiven Lösungsmittel tuierte Morpholine als Lösungsmittel eingesetzt weraus dem Sumpf der Extraktivdestillationskolonne ab- 45 den. Die technischen Ausgangskohlenwasserstoffgezogen werden. An stärker ungesättigten Kohlen- gemische, die bei diesem Verfahren im Normalfall zur
Wasserstoffen kommen dabei in diesem Zusammenhang Anwendung gelangen, enthalten neben den Aromaten
in erster Linie die Triolefine und die Acetylene in nur Paraffine und Cycloparaffine. Sind abweichend
Betracht. vom Normalfall tatsächlich auch einmal größere
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 211 738 ist es 50 Mengen an ungesättigten Verbindungen im Ausgangsbekannt, die Extraktivdestillation zur Trennung von kohlenwasserstoffgemisch enthalten, so kann es zwar
Cs-Kohlenwasserstoffgemischen, die paraffinische, mo- ausnahmsweise vorkommen, daß Spuren der ungenoolefinische und diolefinische Cj-Kohlenwasserstoffe sättigten Verbindung mit in den Extrakt gelangen
enthalten, anzuwenden. Das dort beschriebene Ver- können und von dort den gewonnenen Aromaten
fahren benutzt dabei als selektives Lösungsmittel für 55 durch besondere Maßnahmen, wie Schwefelsäuredie Extraktivdestillation das N-Methylpyrrolidon. wäsche oder Bleicherdebehandlung, nachträglich ab-Diese Substanz zeigt zwar eine für den genannten getrennt werden müssen. Hieraus kann jedoch keines-Zweck relativ befriedigende Trennwirkung. Unter den wegs geschlossen werden, daß die niederländische
Bedingungen der Extraktivdestillation tritt jedoch Auslegeschrift bereits ein Verfahren zur Trennung von
stets eine gewisse Zersetzung auf, die offensichtlich &>
Paraffinen, Olefinen und Diolefinen beschreibt, wie infolge Bildung saurer Zersetzungsprodukte zu Korro- dies die vorliegende Patentanmeldung tut. Aus den
sionserscheinungen in den mit dem Lösungsmittel in Trennverhältnissen, wie sie beim Verfahren nach der
Berührung kommenden Anlageteilen führt. Die gleiche niederländischen Auslegeschrift vorliegen, kann auch
Erscheinung wurde auch bei Anwendung anderer nicht der Schluß gezogen werden, daß die dort ge-Pyrrolidonderivate beobachtet. Außerdem verunreini- 65 nannten Lösungsmittel auch für die Trennung von
gen die gebildeten Zersetzungsprodukte die aus dem Paraffinen, Olefinen und Diolefinen geeignet seien. Es
Sumpf der Extraktivdestillationskolonne zusammen hat sich nämlich gerade in der Praxis oft genug gezeigt,
mit dem selektiven Lösungsmittel abgezogenen Frak- daß eine derartige Schlußfolgerung falsch ist, weil die
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Legal Events
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C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |