DE185786C - - Google Patents
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- DE185786C DE185786C DENDAT185786D DE185786DA DE185786C DE 185786 C DE185786 C DE 185786C DE NDAT185786 D DENDAT185786 D DE NDAT185786D DE 185786D A DE185786D A DE 185786DA DE 185786 C DE185786 C DE 185786C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J13/00—Tanks for treating cream
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23D—EDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
- A23D7/00—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
- A23D7/02—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by the production or working-up
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Edible Oils And Fats (AREA)
- Dairy Products (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 185786 ^ KLASSE 53 h. GRUPPE
G. μ. β. H. in LÜBECK.
Das seitherige Verfahren zur Herstellung von Kunstbutter, besonders der besseren Margarine,
ist von Zufällen mancherlei Art und der Geschicklichkeit des Fabrikleiters in hohem Grade abhängig, und bis auf den
heutigen Tag ist es nicht gelungen, einen nur einigermaßen gleichmäßigen Verlauf der
Produktion zu erreichen. Aus diesem Grunde verlangt die heutige Margarinefabrikation
ίο unverhältnismäßig große Einrichtungen, welche
nicht allein die Betriebskosten unnötigerweise erhöhen, sondern auch ein außerordentlich
großes Anlagekapital erheischen. Auch die neuerdings mehr und mehr in Aufnahme
kommenden Homogenisiermaschinen vermögen in der Margarinefabrikation keine nennenswerte
Änderung herbeizuführen, weil das Vormischverfahren in der Kirne einen ununterbrochenen
Betrieb bisher nicht gestattete und daher eine große Anzahl solcher Rührwerke erforderte. Hieran ist die mangelhafte
Art der Herstellung der erforderlichen Emulsion wesentlich schuld; denn gelingt es
nicht, diese aus der zunächst eingeführten geringen Menge Milch und Fettlegierung
nach einer gewissen Bearbeitung zu erzielen, so muß sehr oft fertige Margarine zugesetzt
werden, und gelingt- es auch hiermit nicht, so war alle Arbeit umsonst und sie muß von
neuem begonnen werden. Gelingt es aber, die Emulsion von vornherein einzuleiten, so
ist es keineswegs ausgeschlossen, daß bei der weiteren Zuführung von Milch und Fettlegierung
die Emulsion gelegentlich stockt. Aber selbst wenn keinerlei Stockung eintritt und der Prozeß glatt verläuft, muß nach
Fertigstellung der Emulsion das Rührwerk abgestellt werden, um die Kirne entleeren
und auswaschen, zu können, so daß ein fortdauernder Betrieb mit einer und derselben
Kirne nicht möglich ist.
Während nach diesem bisher geübten Verfahren die Emulsion in der Kirne von unten
nach oben sich entwickelt, wodurch eben ein fortdauernder Betrieb verhindert wird, verläuft
sie bei dem vorliegenden Verfahren in entgegengesetztem Sinne, nämlich von oben
nach unten, so daß ein geregelter Zulauf von oben und ein geregelter Ablauf von
unten andauernd stattfinden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß die Kirne nicht
vorerst etwa bis zu einem Viertel mit Milch und legiertem Fett bezw. fertiger Margarine
angefüllt und in diesem Gemenge die Emulsion einzuleiten versucht wird, sondern, daß
das mit großer Geschwindigkeit rotierende Rührwerk zunächst in Gang gesetzt wird
und die Milch sowohl als auch die Fettlegierung, beide entsprechend vorgewärmt, mit Hilfe regelbarer Einlasse langsam von
oben eingeführt werden. Die dabei auf die rotierenden Flügel des Rührwerkes niederfallenden
Tropfen werden sofort mitgenommen, herumgeschleudert und fein zerstäubt, was an der sehr bald entstehenden Schaumbildung
deutlich erkennbar ist. Infolge des
beständigen Nachträufeins der zu mischenden Flüssigkeiten verdichtet sich der Schaum
nach und nach zu einer brauchbaren Emulsion, welche durch die entsprechend gestalteten
Flügel des Rührwerkes nach unten gedrückt wird. Dort wird sie durch einen
regelbaren Ablaß abgezapft und eventuell zwecks endgültiger Bearbeitung einem Homogenisierapparat
zugeführt. Sowohl während
ίο des Prozesses in der Kirne als auch hernach in dem Homogenisierapparat wird die
Emulsion, je nach Art und Beschaffenheit der mit der Milch verarbeiteten 'Fette und
öle, gekühlt oder, erwärmt, damit eine Zer-Setzung
des Gemisches, besonders der Fette und Öle, verhindert wird. Nach Verlassen des Homogenisierapparates wird das Produkt
in bekannter Weise mit kaltem Wasser abgeschreckt und endgültig fertiggestellt.
Mit Hilfe der regelbaren Zu- und Ablässe hat man es völlig in der Hand, selbst bei
den verschiedenartigsten Fettlegierungen die gewünschte Emulsion zu erzeugen, ohne daß
der Betrieb einen Augenblick unterbrochen wird, so daß die Leistungsfähigkeit einer
Kirne außerordentlich erhöht wird.
Ist die Kirne genügend hoch, so daß die Arbeit in derselben bezw. der Weg der
Emulsion lang genug wird, so kann auch das Homogenisieren unter Umständen vermieden
und das unten abfließende Produkt sofort abgeschreckt und fertiggestellt werden.
Eine Ausführungsform der diesem neuen Verfahren dienenden Vorrichtung bringen die
Zeichnungen zur Anschauung.
Fig. ι zeigt in Vorderansicht die Kirne in Verbindung mit einer Homogenisiermaschine.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt,
Fig. 3 ein Querschnitt durch die Kirne.
Fig. 3 ein Querschnitt durch die Kirne.
Die Kirne besteht zunächst, wie üblich, aus einem doppelwandigen Behälter a. Der Raum
zwischen der äußeren und inneren Wandung dient zur Einführung eines Kühl- bezw.
Heizmittels, durch welches die Kirne gegebenenfalls gekühlt bezw. erwärmt werden
kann. Im Innern der Kirne sind die aufrecht stehenden Wellen b angeordnet, auf
denen die Mischflügel festsitzen. Diese bestehen aus je zwei Kreuzen c und c1, von
denen das obere Kreuz c gegen das untere c1 derartig versetzt ist, daß es diesem in der
Drehrichtung etwas voraneilt. Die oberen Kreuze c sind mit den unteren Kreuzen c1
durch Leisten d verbunden. Durch diese Ausbildung der Rührorgane werden Schraubenflächen
gebildet, welche bei der Drehung der Wellen b in entgegengesetztem Sinne ineinander
schlagen und das durchgerührte Gemisch nach unten drücken.
Da die Leisten d in geeignetem Abstande voneinander angebracht sind, so verbleiben
Zwischenräume zwischen ihnen, durch welche bei der schnellen Drehung der Kreuze c und c1
ein Teil des Flüssigkeitsgemisches hindurchtritt, während ein anderer Teil von den
Leisten d mitgenommen wird. Da nun die je ein Paar Arme c c1 verbindenden Leisten d
gegen die die benachbarten Arme verbindenden Leisten versetzt sind, so werden diejenigen
Flüssigkeitsteile, welche zwischen den je ein Paar Arme verbindenden Leisten d hindürchtreten
und gewissermaßen stehen bleiben, von den die benachbarten Arme verbindenden Leisten erfaßt und mitgenommen. Auf diese.
Weise wird erreicht, daß einmal der gesamte Inhalt der Kirne von den Rührorganen erfaßt
und verarbeitet und andererseits die gesamte Flüssigkeit nicht fortgesetzt von den
Mischflügeln mit herumgenommen wird.
Die Drehung der Rührorgane erfolgt durch Vermittlung der Kegelräder e, welche auf den
Wellen b festsitzen und mit den Kegelrädern/ in Eingriff stehen, die auf der Querwelle g
festsitzen. Letztere ist in den Böcken h gelagert und trägt die Riemenscheibe i. An
den Deckel k der Kirne α sind die Zuflußrohre / angeschlossen, die mit Regulierhähnen
m versehen sind. Unmittelbar über dem Boden η befindet sich das mit einem
Hahn 0 versehene Abflußrohr ρ, durch welches die fertige Emulsion in geregelter Menge
abgelassen wird, während die Fettlegierung und die Milch in entsprechenden Mengen
durch die Zuflußrohre / oben in die Kirne eingeführt werden. Die Emulsion gelangt
durch die Rohre q zu den Pumpen und wird durch diese über die Homogenisiervorrichtung
gedrückt und alsdann in bekannter Weise abgeschreckt und durch Kneten u. dgl·, weiter
verarbeitet.
Claims (2)
- Pate nt-An Sprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Kunstbutter u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zwecks ununterbrochener Her-Stellung der Emulsion Milch und entsprechend vorgewärmte Fettlegierung auf die mit großer Geschwindigkeit rotierenden Flügel eines Rührwerkes herabträufeln und durch diese fein zerstäubt werden, so daß ein Schaum gebildet wird, welcher sich unter Einwirkung der ständig nachträufelnden Flüssigkeiten nach und nach zur Emulsion verdichtet, nach unten sinkt bezw. von den Flügeln des Rührwerkes nach unten gedrückt wird, während dieses Vorganges in geeigneter Weise gekühlt oder erwärmt und unten in einer dem oberen Zufluß entsprechenden Menge abgelassen wird, um entweder nach Passieren eines gleichfalls gekühlten oder erwärmten Homogenisierapparates oder ohne den-selben in bekannter Weise mit kaltem Wasser abgeschreckt und fertiggestellt zu werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einer Kirne mit in der Drehrichtung gegeneinander versetzten Rührwerken, dadurch gekennzeichnet, daß letztere aus je zwei Kreuzen (c c]) bestehen, von denen das obere Kreuz (c) dem unteren (cl) in der Drehrichtung voraneilt, und welche durch Leisten (d) verbunden sind, die zu den je zwei benachbarte Arme der Kreuze verbindenden Leisten versetzt sind, zu dem Zweck, daß die zwischen je zwei Leisten (d) stehenbleibenden Teile der Flüssigkeit von den nachfolgenden Leisten ■ (d) erfaßt werden und die gesamte Flüssigkeit der Mischflügel beständig nach unten gedrückt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE185786C true DE185786C (de) |
Family
ID=449596
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DENDAT185786D Active DE185786C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE185786C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1038384B (de) * | 1952-12-22 | 1958-09-04 | Schroeder & Co Maschinenfabrik | Verfahren zur Herstellung von Margarine |
-
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Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1038384B (de) * | 1952-12-22 | 1958-09-04 | Schroeder & Co Maschinenfabrik | Verfahren zur Herstellung von Margarine |
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