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Herr Horst Schäfer, Wuppertal-Barmen, Langerfelder Str. 43 Verbinder
für Rohre, insbesondere für Kunststoffrohre Die Erfindung bezieht sich auf einen
Verbinder für Rohre, insbesondere für Kunststoffrohre. Bisher werden Rohre, beispielsweise
solche, in denen Säure transportiert wird, an ihren Stoßstellen stumpf aneinandergeschweißt.
Derartige Verbindungen an den Stoßstellen von zusammenzufügenden Rohrabschnitten
bedingen beachtliche handwerkliche Fertigkeiten, so daß sie nur von erfahrenen Fachleuten
hergestellt werden können. Darüber hinaus haben diese festen Verbindungen aber auch
den Nachteil, daß sie nicht mehr voneinander gelöst werden können, es sei denn durch
Zerstörung. Auch sind sie verhältnismäßig starr, was sich bei auftretenden Stoß-oder
Schlagbelastungen ungünstig auswirkt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verbinder der eingangs näher
gekennzeichneten Art weiter zu verbessern und dabei insbesondere die Nachteile bekannter
Ausführungsformen zu beseitigen.
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Dieses Ziel ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch erreicht,
daß der Verbinder aus zwei aus Kunststoff gefertigten Schraubelementen besteht,
die je eine konische Aufnahme zur Unterbringung je einer konischen Klemmhülse aufweisen,
die ihrerseits mit den zu verbindenden Enden zweier Rohre oder Rohrabschnitte zusammenwirken.
Der erfindungsgemäße Verbinder für Rohre, wie Kunststoffrohre,
genügt
allen in der Praxis an Rohrverbinder gestellten Anforderungen. Das leichte Aufbringen
der Einzelteiledes erfindungsgemäßen Verbinders auf die Rohrenden und das nachfolgende
Zusammenfügen dieser Teile bis zur flüssigkeits-und druckdichten Druckverbindung
sind Arbeitsvorgänge, die ohne weiteres auch von ungeübten Fachkräften vorgenommen
werden können. Darüber hinaus ist zur Herstellung einer Verbindung zweier zusammenzufügender
Rohre oder Rohrabschnitte nur eine verhältnismäßig kurze Zeit erforderlich. Auch
ist es als Vorteil zu werten, daß die Verbindung bei Bedarf wieder gelöst werden
kann und daß sie nicht so starr ist, wie die bekannten Schweißverbindungen.
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Es empfiehlt sich, die den größeren Durchmesser aufweisenden Stirnflächen
der Klemmhülsen einander zugekehrt im Innern des Verbinders liegen zu lassen. Ferner
ist es vorteilhaft, die Klemmhülsen je mit wenigstens einem Längsschlitz zu versehen.
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Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung sind eine oder auch beide
Klemmhülsen an ihren inneren Stirnflächen mit wenigstens einem Ringvorsprung versehen.
Diese Vorsprünge verhindern, daß die in den Rohren transportierte Flüssigkeit im
Bereich der Trennfuge der Rohre nach außen ausströmen kann. Da für die Herstellung
der Klemmhülsen und auch der Schraubelemente Kunststoffe, beispielsweise Polyamide
benutzt werden, können die erwähnten Ringvorsprünge des einen Körpers in den anderen
etwas eindringen. Man kann aber auch die Stirnflächen der Klemmhülsen mit den Ringvorsprüngen
zugeordneten Ringrillen ausbilden, so daß nach der Herstellung der Verbindung die
Ringvorsprünge in die zugeordneten Ringrillen eingreifen.
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Es empfiehlt sich ferner, an den inneren Stirnenden der Klemmhülsen
als Anschläge für das freie Rohrende benutzbare Klemmen anzuordnen. Es können dabei
umlaufende Klemmen Verwendung finden, in manchen Fällen genügt es aber auch, wenn
ein solcher Ringkragen aus einzelnen Vorsprüngen besteht, an denen sich das Rohr
abstützen kann.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der nachfolgenden speziellen
Beschreibung erläutert.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigen : Fig. 1 in Längsschnitt den erfindungsgemäßen Verbinder, teilweise
weggeschnitten, und Fig. 2 in Stirnansicht eine der beiden Klemmhülsen bei entferntem
Rohr.
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Der erfindungsgemäße Verbinder ist aus einem der in der Technik gebräuchlichen
Kunststoffe, beispielsweise aus einem Polyamid gefertigt und generell mit 3 bezeichnet.
Er umfaßt zunächst zwei Schraubelemente 4 und 5, von denen das mit 4 bezeichnete
ein Innengewinde und das andere ein Außengewinde aufweist, so daß sie miteinander
verschraubt werden können. Jedes der beiden Schraubelemente 4 und 5 besitzt eine
konische Aufnahme 14 bzw.
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15 zur Unterbringung je einer Klemmhülse 6 bzw. 7, die wiederum konisch
gehalten und ebenfalls aus einem Kunststoff gefertigt sind. Bei jedem Konus zeigt
die den geringeren Durchmesser aufweisende
Stirnfläche nach der
Außenseite, wie dies am besten aus der Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich ist. Die
den größeren Durchmesser aufweisenden Stirnflächen der beiden Klemmhülsen 6 und
7 sind einander zugekehrt und treten beim zusammengefügten Verbinder miteinander
in Wirkverbindung, und zwar ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die Stirnfläche
9 der Klemmhülse 7 mit einem Ringvorsprung 11 ausgerüstet, der sich anlegt an die
Stirnfläche 10 der Klemmhülse 6. Dabei können die beiden Schraubelemente 4 und 5
so fest miteinander verschraubt sein, daß der Ringvorsprung 11 etwas in die Stirnfläche
10 eindringt, so daß mit Sicherheit ein Durchtritt von Flüssigkeit od. dgl. an dieser
Stelle ausgeschlossen ist, oder mit anderen Worten, das in den Rohren 16 bzw. 17
beförderte Medium kann nicht in den Raum 13 zwischen den Schraubelementen 4 und
5 eindringen.
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Es sei noch erwähnt, daß jede der Klemmhülsen 6 bzw. 7 mit wenigstens
einem Längsschlitz 8 ausgerüstet ist, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel
jede Klemmhülse,-vgl. dazu die Fig. 2-insgesamt drei Längsschlitze 8 aufweist, die
um jeweils 1200 zueinander versetzt sind. Die Fig. 1 zeigt demgegenüber, daß die
Längsschlitze 8 im Ausführungsbeispiel sich nicht über die ganze Länge der Klemmhülsen
6 bzw. 7 erstrecken. Das den kleineren Durchmesser aufweisende Ende jeder der beiden
Klemmhülsen wird von dem Schlitz 8 nicht erfaßt. Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt
ferner, daß die Klemmhülsen 6 bzw. 7 einen nach innen ragenden Kragen 12 besitzen,
an den sich das freie Ende des Rohres 16 bzw. 17 anlegt. Im gewählten Ausführungsbeispiel
ist der Kragen 12 als umlaufender Ringkragen gestaltet.
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Wie bereits erwähnt, ist die dargestellte Ausführung nur eine beispielsweise
Verwirklichung der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch
mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. So kann insbesondere die
Gestalt und Anordnung von Schraubelement und Klemmhülse abweichend vom dargestellten
Ausführungsbeispiel gewählt werden. Beispielsweise ist es möglich, den Ringvorsprüngen
11 noch Ringrillen zuzuordnen, die in der Stirnfläche 10 der Klemmhülse 6 angebracht
sein können, so daß beim zusammengefügten Zustand des Verbinders jeder Ringvorsprung
in eine Ringrille eingreift. Man kann selbstverständlich auch ein und derselben
Stirnfläche jeder Klemmhülse mehrere solcher Ringvorsprünge oder Ringrillen zuordnen,
wobei diese dann zweckmäßig konzentrisch zueinander liegen. Auch kann der erfindungsgemäße
Verbinder nicht nur bei Kunststoffrohren Verwendung finden, sondern auch bei anderen,
beispielsweise metallischen Rohren.