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Betonwerk Weser GmbH in Rinteln (Weser) Glashalter zum Befestigen
von Glasscheiben Die Erfindung bezieht sich auf einen Glashalter zum Befestigen
von Glasscheiben, insbesondere in Dübellöchern von Betonfensterrahmen.
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Beispielsweise sind in den Rahmen von Betonfenstern und dort vorzugsweise
in der Grundfläche der Kittfalze, d. h. senkrecht zur Ebene der Fensterscheiben,
Dübellöcher angebracht, die zur Befestigung von irgendwelchen Einsätzen dienen und
die besonders zweckmäßig gleich bei der Herstellung der Betonfensterrahmen mit eingeformt
sein können. Diese Dübellöcher können auch zur Anbringung von Glashaltern verwandt
werden, die zum Halten einer in den Rahmen eingesetzten Fensterscheibe dienen.
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Mit der Erfindung wird nun ein Glashalter angegeben, der
außerordentlich
einfach und billig herstellbar ist, sich sehr leicht handhaben läßt und eine sehr
schnelle, sichere und wirkungsvolle Anwendung ermöglicht. Er eignet sich insbesondere
zum Befestigen von Glasscheiben in den obenbeschriebenen Dübellöchern von Betonfensterrahmen,
ist jedoch nicht auf diesen Verwendungszweck beschränkt.
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Dieser Glashalter kennzeichnet sich durch ein etwa V-förmig gebogenes
elastisches Einsatzteil, dessen längerer Schenkel aus dem Dübelloch herausragt und
dessen kürzerer Schenkel das Einsatzteil in dem Dübelloch festklemmt.
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Vorteilhaft besitzt dabei der längere Schenkel ein im wesentlichen
rechtwinklig abgebogenes Ende, das sich entweder zu dem kürzeren Schenkel hin oder
von diesem weg erstrecken kann.
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Besonders zweckmäßig besteht der Glashalter aus Stahldraht oder Stahlblechstreifen
oder anderen Materialien mit ähnlichen Eigenschaften. Die Glashalter werden in die
in dem Fensterfalz vorgesehenen Löcher so hineingeschoben, daß das abgebogene Ende
des längeren Schenkels über die Fensterscheibe greift. Dabei drückt das obere Ende
des kürzeren Schenkels nach Art eines Widerhakens gegen die Innenwand des Loches
und findet dort infolge der Rauhigkeit des Betons so viel Widerstand, daß sich der
Glashalter nur mit Anwendung äußerst großer Kräfte aus dem Loch herausziehen läßt.
Der Sitz ist auf jeden Fall so fest, daß der Winddruck auf die Scheibe den Glashalter
nicht herausziehen kann. Dübelmasse braucht nicht mehr verwendet zu werden und auch
eine
Verkittung der Scheibe ist nicht unbedingt notwendig. Im übrigen ist der Glashalter
sehr einfach und preiswert herzustellen. Das Einführen des Halters in ein Dübelloch
erfolgt nur mit leichtem Druck, was ebenfalls mit zur Schnelligkeit des Arbeitens
beiträgt und darüber hinaus eine größere Sicherheit gegen Beschädigung des Glases
bietet.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
in Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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In den Zeichnungen zeigt : Fig. 1 eine Ausgestaltung des Glashalters
in Seitenansicht, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Fensterrahmenholm mit Dübelloch,
in das ein Glashalter gemäß Fig. 1 eingeführt ist, Fig. 3 eine andere Ausführung
eines Glashalters in Seitenansicht, Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Fensterrahmenholm
mit Dübelloch, in das ein Glashalter gemäß Fig. 3 eingeführt ist und Fig. 5 eine
weitere Ausgestaltung eines Glashalters.
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Der in Fig. 1 gezeigte Glashalter besteht vorzugsweise aus einem Stahldraht,
der dergestalt V-förmig gebogen ist, daß ein kürzerer Schenkel 1 und ein längerer
Schenkel 2 entstehen. Der Schenkel 2 besitzt ein rechtwinklig abgebogenes, vom Schenkel
1 wegweisendes Ende 3. Ein solcher Glashalter kann jedoch auch ebenso gut
beispielsweise
aus einem Stahlblechstreifen oder auch aus einem anderen elastischem Stoff mit entsprechenden
Eigenschaften hergestellt sein.
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Soll mit einem solchen Glashalter eine Glasscheibe in einem Fensterrahmen
befestigt werden, wird, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, die Fensterscheibe 4 in den
dafür in dem Fensterrahmen 5 vorgesehenen Falz eingelegt. Die Fensterscheibe 4 besitzt
dabei eine solche Größe, daß sie nicht ganz bis zum Rande des Falzes reicht, sondern
einen Streifen freiläßt, in welchem die Dübellöcher 6 angebracht sind. Zwischen
Scheibe 4 und Fensterrahmen 5 kann dabei noch eine Dichtungslage 7 aus einem geeigneten
Material gelegt sein. Die Glashalter werden z. B. mit einem Schraubenzieher oder
einem ähnlichen Werkzeug, das in die Spitze des V eingesetzt wird, in die Löcher
6 so hineingedrückt, daß das rechtwinklig umgebogene Ende 3 über die Glasscheibe
4 faßt.
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Die in Fig. 2 gezeigte Befestigung einer Glasscheibe mittels des
Glashalters nach Fig. 1 besitzt den Vorteil, daß der Glashalter mit dem oberen Teil
seines längeren Schenkels 2 seitlich gegen die Glasscheibe drückt und so ein Verschieben
der Glasscheibe in ihrer eigenen Ebene verhindert. Ein Entfernen der Glasscheibe
aus dem Fensterrahmen ist nur möglich, wenn sehr große Kräfte auf die einzelnen
Glashalter
ausgeübt werden. Solche Kräfte treten aber beim Gebrauch
solcher Fenster niemals auf, auch nicht bei hohem Winddruck, sondern können höchstens
beim Herausziehen der einzelnen Glashalter mittels einer Zange oder dgl. ausgeübt
werden.
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Die in Fig. 3 gezeigte Ausführung eines Glashalters besteht ebenfalls
aus einem V-förmig gebogenen elastischen Teil mit kürzerem Schenkel 1 und längerem
Schenkel 2. Im Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführung weist jedoch das
rechtwinklig abgebogene Ende 8 des längeren Schenkels 2 in Richtung zum kürzeren
Schenkel 1 hin.
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In Fig. 4 ist die Anwendung eines Glashalters gemäß Fig. 3 zur Befestigung
einer Fenserscheibe 4 veranschaulicht. Der Fensterrahmen ist analog der Fig. 2 ausgebildet
und es sind die einzelnen Teile dementsprechend auch mit gleichen Bezugszeichen
versehen worden. Auch die Handha-
buniediashalters entspricht der bei Fig. 2 beschriebenen |
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Handhabung mit dem Unterschied, daß hier der Glashalter mit seinem kürzeren Schenkel
1 nach der Glasscheibe hinweisend in das Loch 6 hineingeschoben wird, was zweckmäßig
mit einem stumpfen, auf das abgebogene obere Ende 8 des längeren Schenkels 2 drückenden
Werkzeug geschieht. Das abgebogene obere Ende 8 umgreift wiederum die Glasscheibe
4, wobei jedoch hierbei die Glasscheibe 4 so groß sein kann, daß sie
fast
genau in den Falz hinein-paßt. Wenn das Loch 6 ein wenig in die Seitenwand 10 des
Kittfalzes eingreift (wie das an sich bekannt ist), kann sie den Falz genau ausfüllen.
Es wäre aber auch ebenso denkbar, daß bei bestimmten Anwendungen die Fensterscheibe
überhaupt nicht in einen Falz gelagert ist, sondern nur durch die Glashalter gehalten
wird.
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Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit des Glashalters ist in Fig.
5 gezeigt. Bei dieser Ausgestaltung besitzt auch der kürzere Schenkel 1 ein umgebogenes
Ende 9t das jedoch nicht rechtwinklig, sondern um einen wesentlich kleineren Winkel
umgebogen ist und von dem längeren Schenkel 2 wegweist. Durch dieses umgebogene
Ende 9 soll erreicht werden, daß sich nach dem Einführen eines solchen Glashalters
in ein Loch in dem Fensterrahmen das obere Ende des kürzeren Schenkels 1 noch fester
und mit noch größerer Sicherheit in der Wandung des Loches festsetzt.
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Obgleich die Erfindung nur in Bezug auf die Befestigung von Glasscheiben,
insbesondere in Betonfensterrahmen beschrieben worden ist, ist es selbstverständlich,
daß die beschriebenen Glashalter auch zu anderen Zwecken verwendet werden können.
Sie können beispielsweise überall dort verwendet werden, wo irgendwelche Platten
oder dgl. an den Rändern mit einer Unterlage oder einem Rahmen verbunden
werden
sollen, in welchem sich Löcher befinden. Dabei braucht das obere Ende des Schenkels
2 nicht unbedingt rechtwinklig abgebogen zu sein, sondern es kann auch z. B. zu
einer Öse umgebogen sein, in die dann weitere Befestigungsmittel eingreifen.
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- Ansprüche-