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Aktenz. : B 3119o/21h Gm Elektrische Kochplatte mit von der Temperatur
des Kochgutes beeinflußtem Temperaturregler Es sind elektrische Kochplatten mit
Temperaturreglern bekannt, die periodisch den Heizstrom in Abhängigkeit von der
Temperatur des Kochgutes ein-und ausschalten. Eine derartige Temperaturregelung
hat gegenüber Anordnungen, bei welchen das wärmeempfindliche, das Schaltglied des
Reglers steuernde Organ von der Temperatur der Kochplatte beeinflußt wird, den Vorteil
einer besseren Anpassung des Heizvorgangs an das jeweilige Kochgut, wodurch besonders
gute Kochleistungen erzielbar sind.
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Es sind auch Kochgeräte bekanntgeworden, bei denen zur Regelung der
Heizleistung in Abhängigkeit von der Temperatur des Kochgutes das wärmeempfindliche
Organ des Reglers in wärmeleitender Verbindung mit der seitlichen Wandung des Kochtopfes
gebracht und dort beispielsweise durch magnetisches Haften festgehalten wird. Der
Nachteil einer solchen Anordnung legt in den sehr unterschiedlichen Werten der Wärmeübertragung
bei Verwendung verschiedener Kochgefäße und der dadurch bedingten Ungenauigkeit
der Regelung. So ist beispielsweise der Wärmeübergang zwischen dem Topf und dem
wärmeempfindlichen Organ bei einem emaillierten Topf wesentlich niedriger als bei
einem Topf aus Aluminium.
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Außerdem stört die erforderliche bewegliche Zuleitung zum wärmeempfindlichen
Organ bei Handhabung der Kochvorrichtung.
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Die vorgenannten Schwierigkeiten entstehen nicht, wenn-wie es bereits
bekannt ist-das wärmeempfindliche Organ des Temperaturreglers an den Boden des Topfes
angedrückt wird, weil der Topfboden bei Töpfen für Elektrokochplatten immer blank
bezw.
nicht emailliert ist. Bei den bekannten Regleranordnungen
dieser Art befindet sich das wärmeempfindliche Organ in einer kreisförmigen Öffnung
in der Mitte oder unmittelbar neben der Kochplatte. Man schützt dabei das wärmeempfindliche
Organ gegen eine direkte Erwärmung durch den Kochplattenheizkörper, indem man das
wärmeempfindliche Organ mehr oder weniger gegen den Kochplattenheizkörper abschirmt,
um zu brauchbaren Meßergebnissen der Kochguttemperatur zu kommen. Die Beeinflussung
des wärmeempfindlichen Organs unmittelbar durch die Kochplattentemperatur ist aber
durch die allseitige Einstrahlung noch sehr stark und daher die Genauigkeit der
Regelung noch unbefriedigend. Ferner ist dabei die Reinigung bezw. die Entfernung
von Kochgutrückständen zwischen Regler und Kochplatte sehr schwierig.
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Außerdem wird vielfach das wärmeempfindliche Organ so angeordnet,
daß es bei abgenommenem Kochgefäß durch die sich in diesem Zustand stark überhitzende
Kochplatte durch Strahlungswärme zum Ansprechen gebracht wird. Auf diese Weise wird
ein in anderen Anordnungen übliches gesondertes Übeiwachungsorgan zur Vermeidung
einer ueberhitzung eingespart.
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Der Neuerung liegt die Aufgabe zu Grunde, unter Vermeidung der genannten
Nachteile eine Kochplatte mit automatischer Regelung der Temperatur des Kochgutes
zu schaffen, bei der ein Optimum sowohl in bezug auf die Genauigkeit des Regelvorganges
als auch hinsichtlich einer einfachen Reinigung erreicht wird.
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Bei einer elektrischen Kochplatte mit von der Temperatur des Kochgutes
beeinflußten Temperaturregler, dessen wärmeempfindliches
Organ während des Kochvorganges nur mit dem Boden des Kochgefäßes |
in Berührung steht, ist neuerungsgemäß das wärmeempfindliche
Organ |
des Temperaturreglers in einem solchen Abstand neben der Kochplatte |
angeordnet, daß einerseits bei aufgesetztem Kochgefäß der Einfluß |
der von der Kochplatte abgestrahlten Wärme auf das wärmeempfindliche Organ klein
ist gegenüber der durch metallischen Wärmekontakt bewirkten Wärmeeinwirkung vor
dem Kochgefäß, und daß andererseit
bei abgenommenem Kochgefäß und
eingeschalteter Kochplatte die Wärmestrahlung der Kochplatte bei tlnerschreitung
der zulässigen Plattentemperatur den Regler zum Ansprechen bringt, so daß gefährliche
Ünerhitzungen der Kochplatte vermieden werden. Das wärmeempfindliche Organ ist hierbei
leicht zugänglich, so daß die Reinigung derselben erleichtert ist. Da es bekanntlich
üblich ist, bei Blektrokochplatten Töpfe zu verwenden, deren Durchmesser größer
als der Plattendurchmesser ist, kann der auf die Kochplatte gestellte Topf ohne
weiteres die Kochplatte und das wärmeempfindliche Organ überdecken. Die Neuerung
wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles beschrieben.
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In der Fig. 1 ist ein Tischherd mit einer in die Herdplatte 1 eingebauten
Kochplatte 2 dargestellt. Die Zeichnung läßt weiter das Gehäuse 6 und den Schalter
7 des Tigschherdes erkennen. Mit 5 ist ein Rohr für die Aufnahme des Reglers bezw.
des wärmeempfindlichen Organs und mit 4 eine an den Boden des Kochtopfes3federnd
anliegende Fühlerplatte bezeichnet, mit welcher das wärmeempfindliche Organ des
Reglers wärmeschlüssig verbunden ist.
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Der Regler kann in an sich bekannter Weise als Bimetall-, Flüssigkits-oder
Widerstandsregler ausgebildet sein und direkt oder indirekt die Kochplattenleistung
schalten. Er kann fest auf den Kochpunkt eingestellt oder einstellbar ausgebildet
sein.
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In der Fig. 2 ist eine Draufsicht einer Herdplatte mit drei Kochplatten
dargestellt, deren wärmeempfindliche Organe an der der Bedienungsseite des Herdes
zugewendeten Seite der Kochplatten angeordnet sind.
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Die Neuerung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Im Rahmen der Neuerung sind hinsichtlich der Anordnung und baulichen Ausgestaltung
verschiedene Abweichungen möglich.
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So kann beispielsweise die Kochplatte an einer Stelle ihres sonst
kreisförmigen
Umfanges eine Einbuchtung besitzen, innerhalb welcher das wärmeempfindliche Organ
des Temperaturreglers angeordnet ist. Da die neue Kochplatte mit Rücksicht auf die
durch die Anordnung des Reglers nach der Neuerung erzielbare genaue Regelung bezw.
rechtzeitige Stromunterbrechung mit besonders hohen Anschlußwerten ausgestattet
werden kann, werden bei einer bevorzugten
Ausführung der Neuerung Hochleistungskochplatten mit mindestens |
p |
11 w/em2 Flächenbelastunge verwendet. |