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~~ m a t t e Eine durch einen Menschen belastete Hängematte bildet
in etwa eine Kettenlinie, wobei der in ihr ruhende Körper eine solche Lage einnehmen
will, daß sein Schwerpunkt S (Fig.1) möglichst tief.liegt. Es ist dabei unerheblich,
ob die Matte aus einem an den Rändern durch Seile oOderglO verstärkten Netz oder,
wie im Schaubild Fig.l, aus einer Stoffbahn mit Querleisten A,B an Kopf- und Fußende
besteht.
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Eine solche Lage ist sehr unbequem, und zwar nicht nur deshalb, weil
die Beine etwas unnatitrlich nach oben gericitet sind. Weit unangenehmer ist, daß
die Beine nur an den Fersen und in der Beckengegend unterstützt werden, wärend die
Kniee hohl liegen, was bei längerem Verweilen sehr ermüdend, mitunter sogar schmerzhaft
wird.
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Ganz unmöglich ist es, etwa mit angezogenen Knieen eine bequeme Sitz-Stellung
einzunehmen, selbst wenn man nach Fig.2 das Iiopfende A der Matte wesentlich höher
aufhängt als das Fußende B. Denn in dieser Haltung will der Oberkörper des Liegenden
so lange nach unten rutschen, bis sein Schwerpunkt Sl möglichst tief liegt. Um dies
zu verhindern, müssen die Füße gegen B gestemmt und von den Beinmuskeln entsprechende
Gegenkräfte gegen die Schwerkraftkomponente P aufgebracht werden, was wiederum unbequem
und ermüdend ist.
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Weil man also in herkömmlichen Hängematten weder bequem liegen qoch
sitzen kann, sind sie wenig beliebt, ungeachtet der vielgeschätzten Annehmlichkeit,
in ihnen schaukeln zu können und ungeachtet des großen Vorteiles, daß sie sich sehr
klein zusammenrollen lassen und dann - z.3 im Kofferraum eines Kraftwagens - sehr
wenig Platz brauchen.
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Unter Wahrung dieser Vorteile will die erfindung die geschilderten
Nachteile vermeiden und mit einfachen Mitteln die Bequemlichkeit der Hängematte
verbessern und ihre Verwendbarkeit erweitern. Das weisen der erfindung wird nachstehend
an Schaubildern von Ausführungsbeispielen bes cilrieben. ,,
Die
Zeichnungen stellen, sämtlich schaubildhaft vereinfacht, dar: Fig.3 Seitenansicht
eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Hängematte Fig.4 Grundriß zu Fig.3
Fig.5 Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels, Liege-Stellung Fig.6 Desgl., Sitz-Stellung
Fig.7 Seitenansicht eines Ausft'jhrungsbeispiels, steile Sitzstellung, mit weiteren,
verbessernden Zusätzen Fig.6 Grundriß einer aus Luftkissen gebildeten Bahn Fig.9
Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels mit einer Bahn nach Fig. 8 Fig.lO Sinzelhei-t
betr. den Zuschnitt von Stoffbahnen fiir die Ausfiihrungsbeispiele nach Fig.3...7
In Fig.3 und 4 sind an der Stoff- (oder Netz-) Bahn 1 die Leisten 2,3,4 erfindungsgemäß
so angebracht, daß das Bahnstück 2...3 etwa der Länge Oberschenkel+Körper+Kopf entspricht;
die Leiste 3 liegt also ungefähr in der Kniegegend. die Enden einer weiteren Leiste
5 sind erfindungsgemäß mit den Enden der Leisten 3 und 2 durch je ein Band (oder
Seil o.dergl.) 6 derart verbunden, daß die ßandstrecke 2...3 beliebig verändert
werden kann.
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Im Ausführungsbeispiel ist das sehr einfach dadurch bewerkstelligt,
daß die Bänder 6 mit den nden der Leisten 2 und 5 fest, mit den inden der Leiste
3 jedoch mittels auf den Bändern 6 verschiebbarer, selbsthemmender (oder auf andere
Weise feststellbarer) Läufer verbunden sind. Dabei ist es vorteilhaft, daß eine
Änderung des Abstandes 2...3 keine Längenänderung von 2...5 bewirkt, und somit die
Aufhängung an den Bäumen nicht geändert zu werden braucht.
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Von den Enden der Leiste 4 zu den Enden der Leiste 5 gehen die Bänder
7, wobei erfindungsgemäß der Abstand 4...5 ebenfalls veränderbar ist; im Beispiel
dadurch, daß die Bänder 7 von 4 über die Enden der Leiste 5 herum (oezw. durch dort
angebrachte Ösen) zu den Läufern 8 führen, welche auf den Strecken 3...5 der Bänder
6 beliebig und z.B. selbsthemmend verstellbar sind.
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An den weiteren Bä ndern 9,10 sind bei 11,12 in üblicher Weise die
Seile befestigt,
mit denen die Hängematte an zwei (nicht gezeichneten)
Bäumen o.dergl. angebunden wird.
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Die Hängematte nach der Erfindung ist gemäß den Wünaschen des Benutzers
weitgehend verstellbar. In Fig.5 ist sie eingerichtet zum Liegen, wobei die Läufer
an den Enden der Knie-Leiste 3 so gestellt werden, daß die Bandstrecken 2...3 fast
der Länge des Bahnstückes 2...3 gleich sind.
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Sinngemäß werden die Strecken 4...5 der Bänder 7 durch Verschieben
der Läufer 8 so eingestellt, daß die Unterschenkel des Benutzers annähernd horizontal
liegen.
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Das Stück 2...3 der Bahn 1 bildet eine Art Kettenlinie, wobei der
Schwerpunkt S2 von Oberschenkel+Körper+Eopf die tiefste Lage einnimmt. Die Unterschenkel
liegen ungezwungen
auf dem Stück 3...4 der Bahn 1, die Kniee sind bei 3 unterstützt, die tage ist bequem.
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Will man in der Hängematte sitzen, dann wird nch Fig.6 zweckmäßig
der Aufhängepunkt des Kopfendes etwas höher gewählt als der des Fußendes, und die
Spannung der Bänder 6 wird so eingericntet, daß sie bei 3 einen kleineren Winkel
tilden als in Bild 5. Sodann wird die Strecke 2..,3 der Bänder 6 durch Verstellen
der Läufer an den Laden der Leiste 3 verkürzt und die Strecke 4...5 der Bänder 7
durch Verstellen der Läufer @ verlängert.
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Die am Schwerpunkt S3 von @berkörper+Kopf wirkende Scnwerkraftkomponente
P wird, wie beim Sitzen auf einem Stuhl, mühelos von den ( berschenkeln aufgenommen.
Dank der gaten Ünterstützung von Hörper, Cberechenkel uni Unterschenkel ist das
Sitzen in der erfindungsgemäßen Hängemotte sehr bequem.
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ei einstellung zu sehr steilem Sitzen muß (Fig.7) das Seil 14 im
allgemeinen ziemlich hoch an dem betr. Baum befestigt werden. Dem kann, wein gewünscht,
durch die gestrichelt gezeichneten, in ihrer Länge veränderbaren, zwischen den Enden
der Leisten 2 und 5 einhängbaren Bänder 15 abgeholfen werden. Die Bänder 9 und das
Seil 14 kommen dann in die gestrichelt gezeichneten Lagen 9a und l a.
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Für steile Sitz-Stellung kann nach Fig.7 die Bequemlichkeit durch
ein nahe der meiste 3 auf die Bahn 1 gelegtes Kissen noch gesteigert werden, was
ganz angenehm ist, wenn man etwa eine Schreibmaschine, ein Schachbrett oder einen
Zeichenblock auf die Oberschenkel legen will. Besonders vorteilhaft ist ein mit
der Stoffbahn 1 verbundenes Luftkissen 13, das in nicht aufgeblasenem Zustand mit
der B£m 1 zusammen eingerollt werden kann. Ein solches Buftkissen ist stets zur
Hand und kann, schwächer aufgeblasen, auch in den 3tellungen nach Fig.5 und 6 u.U.
angenehm sein.
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Sinngemäß kann in der Kopf-Gegend ein weiteres Luftkissen angeordnet,
schließlich kann nach Fig.8 und 9 die ganze Bahn 1 aiis einer reihe miteinander
verbundener oder auf einer Stoffbahn angebrachter Luftkissen gebildet werden.
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Für eine Stoffbahn nach den Fig. 3 bis 7 ist der Zuschnitt entspr.
Fig.10 zweckmäßig so zu gestalten, daß die Länge in der Mittellinie C-D etwas größer
ist als die Länge der Kanten la, die Matte hängt dann zwischen den Leisten 2 nd
3 leicht muldenförmig durch. In Fig.lO sind die Schläuche 16,17,18 Zum binschieben
der Leisten 2,3,4 angedeutet.
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Wenn es weniger auf Bequemlichkeit und vorwiegend auf kleinstes Gewicht
und kleinsten Verpackungsraum ankommt, ann auf die Leisten 2,3,4,5 oder auf einige
von ihnen verzichtet werden, ohne daß das Wesen der Erfindung dadurch berührt wird.
Die sonst an den Enden der Leiste 3 angebrachten Läufer, Schnallen o.dergl. können
dann an passender Stelle der Bannkanten befestigt werden.