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Gebrauchsmuster-Anmeldung |
Meine Akte Nr. 2333 Firma J. H. vom B a u r S o h n, Wuppertal-Ronsdorf Filtertuch,
insbesondere für Schlauchfilter.
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Die Neuerung betrifft ein Filtertuch für Gas-und Flüssigkeitsfilter,
insbesondere für solche Filteranlagen, in denen Schlauchfilter zur Anwendung gelangen.
Der Wirkunggrad derartiger Filteranlagen, der im wesentlichen nach dem Reinheitsgrad
und der Menge des gefilterten Mediums in der Zeiteinheit beurteilt wird, hängt maßgeblich
von der Beschaffenheit des verwendeten Filtertuches ab. Das Filtertuch soll einerseits
für das zu filternde Medium gut durchlässig sein, zum anderen aber die Verunreinigungen
des Mediums zurückhalten. Ausserdem muss es sich von den anhaftenden Verunreinigungen
leicht befreien lassen. Diese Forderungen werden in befriedigendem Maße von einem
Filtertuch aus Wolle erfüllt, das einseitig gerauht ist und eine feine Florschicht
trägt.
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Die aufgerauhte Seite des Tuches wird dem strömenden Medium entgegengerichtet,
um die schwebenden Verunreinigungen abzufangen.
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Die in Entstaubungsanlagen fär Gase gebräuchlichen Schlauchfilter
werden üblicherweise von innen beaufschlagt, so dass die'aufgerauhte Seite des Filtertuches
die Innenwandung des Schlauches bilden muss. Es ist daher notwendig, den Filterschlauch
oder Filtersaek zu. konfektionieren, d. h. aus einseitig gerauhtem Filtertuch (Breit-oder
Bandware) zu nähen. Damit sind aber gewisse Nachteile verbunden. Abgesehen davon,
dass das Nähen der Schläuche zeitraubend ist, neigen genähte Filterschläuche in
besonderem Maße zur Rißbildung und erleichtern die Entstehung von Wirbeln im strömenden
Medium. Hierdurch und durch Verfilzung der gerauhten Filterfläche wird die Leistung
des Filters beeinträchtigt. Ferner tritt an den Nähten eine stärkere Verschmutzung
des Filters auf. Schließlich wird die nutzbare Filterfläche durch aufgenähte Deckstreifen
oder Versteifungsbänder gemindert und die Lebensdauer des Filters durch die beim
Aufrauhen entstehende Strukturverletzung der Gewebefasern nachteilig beeinflusst.
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Die aufgezeigten Nachteile können vermieden werden, wenn man ein
Filtertuch verwendet, dessen kennzeichnendes Merkmal gemäss der Erfindung darin
besteht, dass die Kett-und/oder Schußfäden des Filtergewebes aus in sich elastischem
Kräuselgarn, vorzugsweise synthetischem bzw. vollsynthetischem Kräuselgam bestehen.
Dabei hat sich eine mehr oder weniger lang flottierende Bindung, z. B. Satin-Bindung,
als zweckmässig erwiesen, weil diese den Kräuseleffekt des verweben Garns unter
Bildung einer flauschigen Gewebedecke besonders wirksam werden lässt. Da die flauschig
Gewebedecke geeignet
ist, die Funktion der bei den bekannten Filtertüchern
nachträglich erzeugten Florschicht zu übernehmen, erübrigt sich nunmehr das bisher
notwendige Aufrauhen des Gewebes mit seinen nachteiligen Folgen. Hieraus ergibt
sich ein ganz besonderer Vorteil in Bezug auf schlauchförmige Filter, die nicht
mehr genäht zu werden brauchen, sondern in an sich bekannter Weise nahtlos gewebt
werden können. Das Gewebe wird also nicht mehr durch Nadelstiche beschädigt und
geschwächt, wie auch das Aufnähen von Deckbändern entfällt. Ein Verfilzen der wirksamen
Filteroberflache wird ebenfalls vermieden, so dass sich das neuartige Filtertuch
besonders in schlauchförmigen Entstaubungsfiltern jederzeit, z. B. durch Schlag
oder Stoß, von anhaftendem Staub befreien lässt. Nach alledem zeichnet sich der
Gegenstand gemäss der Neuerung gegenüber den bekannten Filtern vor allem durch vereinfachte
Herstellung, grössete Leistungsfähigkeit und längere Lebensdauer aus.
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Die Erfindung wird durch das beiligende Muster veranschaulicht. Das
Muster stellt ein Stück nahtloses Schlauchgewebe dar, dessen Kett-und Schußfaden
aus vollsynthetischem Kräuselgarn bestehen. Auf der Innenseite des schlagches flottieren
die Kettfäden als 5-bindiger, einseitiger Atlas (Satin) und bilden eine flauschige
Oberfläche, während durch die einseitige Atlasbindung bedingt die Außenseite des
Schlauches eine feste ripsähnliche Oberfläche zeigt.
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Die Neuerung ist nicht auf eine Ausführung nach dem beigefügten Muster
beschränkt. Das neuartige Filtertuch kann
jede beliebige Bindung
aufweisen und in verschiedenen Breiten und Dichten gewebt werden. Es kann als Breitware,
wie als Schlauchgewebe Verwendung finden. Der Begriff Kräuselgarn soll alle marktgängigen
Erzeugnisse aus in sich elastischen Faserstoffen umfassen. Schutzansprüche 1. Filtertuch
für Gas-und Flüssigkeitsfilter, insbesondere für Schlauchfilter, d a d u r o h g
k ennz e ic hn e t, dass die Kett-und/oder Schußfäden des Filtergewebes aus in sich
elastischem Kräuselgarn, vorzugsweise aus synthetischem bzw. vollsynthetischem Kräuselgarn
bestehen.