DE1778659U - ELECTRICAL APPARATUS, PREFERABLY CAPACITOR. - Google Patents
ELECTRICAL APPARATUS, PREFERABLY CAPACITOR.Info
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- DE1778659U DE1778659U DE1957W0017084 DEW0017084U DE1778659U DE 1778659 U DE1778659 U DE 1778659U DE 1957W0017084 DE1957W0017084 DE 1957W0017084 DE W0017084 U DEW0017084 U DE W0017084U DE 1778659 U DE1778659 U DE 1778659U
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/18—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
- H01B3/185—Substances or derivates of cellulose
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- Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)
- Organic Insulating Materials (AREA)
Description
Elektrischer Apparat, vorzugsweise Kondensator Für diese Anmeldung
wird die Priorität aus der entsprechenden amerikanischen Patentanmeldung Ser. No.
571 536 vom 14. März 1956 beanspruch.
Sowohl aus physikalischen als auch aus technischen Gründen befriedigt
daher
die Verwendung solcher Plaste insbesondere dann nicht) wenn sie als Dielektrikum
für Kondensatoren und ähnliche Apparate verwendet werden sollen. Bei Kondensatoren
wird zur Isolierung und Trennung der Elektroden üblicherweise Kondensatorpapier
verwendet, das in zwei oder mehr Lagen zwischen die Elektroden gelegt wird, um die
Wahrscheinlichkeit dafür zu verringern, daß fehlerhafte Stellen, die einen elektischen
Durchschlag des Kondensators verursachen können, aufeinander zu liegen kommen. Das
beste verfugbare Kondensatorpapier ha'-eine Dielektrizitätskonstante von 5 bis 6.
Es sind weiterhin flüssige Tränkmittel bekannt, die eine Dielektrizitätskonstante
bis zu etwa 15 aufweisen. Wenn ein aus hochwertigem Kondensatorpapier gewickelter
Kondensator mit solch einem flüssigen Tränkmittel getränkt wird, ergibt sich eine
Gesamtdielektrizitätskonstante, die nur um ein weniges größer ist als die des Papiers.
Seit vielen Jahren sucht man daher einen festen Stoff zu finden, der sich für die
Verwendung in Kondensatoren eignet und eine Dielektrizitätskonstante von etwa 15
hat, wobei es gleichgültig ist, ob ein solcher
Um die elektrischen Eigenschaften der Cyanäthylcellulose zu bestimmen, wurde ein Teil derselben zu Scheiben von 2, 5 cm Durchmesser und etwa 3 mm Dicke gepreßt. Die Scheiben wurden bei einer Temperatur von 17500 unter einem Druck von etwa'560 Atm gepreßt.To determine the electrical properties of cyanoethyl cellulose, a portion of them became disks 2.5 cm in diameter and pressed about 3 mm thick. The slices were taken at a temperature of 17500 a pressure of about 560 atm.
Danach wurden mit Hilfe von Silikonfett Bleifolien auf die Scheiben als Elektroden aufgebracht. Die Dielektrizitätskonstante und der Verlustfaktor derart hergestellter Scheiben aus Cyanäthylcellulose wurden in Abhängigkeit von der Frequenz gemessen, und zwar für Frequenzen unterhalb 500 kHz mit Hilfe einer Scheringbrücke und bei höheren Frequenzen mit Hilfe der Schwingkreisethode. Die Ergebnisse dieser bei vier verschiedenen Temperaturen vorgenommenen Messungen sind in den Diagrammen der Figuren 1 und 2 wiedergegeben.Then, with the help of silicone grease, lead foils were placed on the panes applied as electrodes. The dielectric constant and the dissipation factor like that Disks made from cyanoethyl cellulose were dependent on the frequency measured for frequencies below 500 kHz with the help of a Schering bridge and at higher frequencies with the help of the resonant circuit method. The results of this Measurements made at four different temperatures are in the graphs Figures 1 and 2 reproduced.
Die Ergebnisse zeigen, daß Cyanäthylcellulose ein fester Plast ist, der eine unerwartet hohe Dielektrizitätskonstante hat und 'darüber hinaus ein Stoff ist, der-besonders bei Temperaturen unterhalb 100° C keine hohen dielektrischen Verluste aufweist. Diese Eigenschaften sind völlig überraschend. The results show that cyanoethyl cellulose is a solid plastic which has an unexpectedly high dielectric constant and is also a substance is, which-especially at temperatures below 100 ° C no high dielectric Has losses. These properties are completely surprising.
Cyanäthylcellulose ist geeignet, in verschiedenen physikalischen Formen verwendet zu werden. So kann Cyanäthylcellulose beispielsweise mit Hilfe eines geeigneten Lösungsmittels, wie Azeton, Anilin, Pyridin oder ähnliches, in Form von Filmen gegossen werden.Cyanoethyl cellulose is suitable in various physical forms to be used. For example, cyanoethyl cellulose can be prepared using a suitable Solvent, such as acetone, aniline, pyridine or the like, poured in the form of films will.
Wenn die Azetonlösung unter Umrühren in Wasser eingebracht wird, schlägt sich Cyanäthylcellulose in Form von Fasern nieder, die mit Hilfe der bekannten Papierfertigungsmethoden zu einem Fasergewebe verarbeitet werden können. Solche Fasern können auch in einfache Matten umgewandelt werden, wenn man die Fasern bei relativ niedriger Temperatur mit geringem Druck preßt.If the acetone solution is poured into water with stirring, it strikes Cyanäthylcellulose in the form of fibers, which with the help of the known paper production methods can be processed into a fiber fabric. Such fibers can also be made into simple Mats are converted when the fibers are kept at a relatively low temperature presses with little pressure.
Cyanäthylcellulose kann auch als Imprägnierungsmittel oder als Überzug
für Fasermaterial, das in Kondensatoren und ähnlichen elektrischen Apparaten gebraucht
wird, verwendet werden. So kann Cyanäthylcellulose beispielsweise in gelöster Form
auf ein Fasermaterial, beispielsweise auf Kondensatorpapier, aufgebracht werden.
Die Cyanäthyloellulose kann auch auf Glasfasern oder Kondensatorpapiergewebe aufgebracht
werden, wie es beispielsweise in
Üblicherweise wird ein derart hergestellter Kondensator einer Wärmebehandlung
im Vakuum unterworfen, um alle Spuren von Puch- ( tigkeit und anderen flüchtigen
Stoffen zu entfernen. Nach der Warmebehandlung
wird noch im Vakuum
die dielektrische flüssigkeit 22 als Tränkmittel in das Gehäuse 12 eingelassen.
Mit Hilfe des Dekkels 24 wird das Gehäuse 12 luftdicht nach außen abgeschlossen.
In Weiterbildung der Erfindung wird bei Kondensatoren, deren Dielektrikum mindestens
teilweise aus Cyanäthylcellulose besteht, ein flüssiges Tränkmittel verwendet, das
bei Betriebstemperaturen flüssig ist und bis etwa-40 C flüssig bleibt. Vorzugsweise
kommen hierfür halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe in Frage, und zwar entweder
allein oder in Verbindung mit anderen flüssigen Dielektrika mit hoher Dielektrizitätskonstante.
Zufriedenstellende flüssige Tränkmittel sind chlorierte Diphenyle, die mit Diarylsulfonen
gemischt sind. Die Sulfonkomponente be-
Das Sulfon kann mit dem chlorierten Diphenyl durch Einfügen von pulverisiertem Sulfon in die erwärmte chlorierte Diphenylflüssigkeit unter Umrühren verbunden werden ; so daß sich eine flüssige Mischung ergibt.The sulfone can be mixed with the chlorinated diphenyl by inserting powdered Sulphone can be combined into the heated chlorinated diphenyl liquid with stirring ; so that a liquid mixture results.
Von den Sulfonen eignen sich, wie erwähnt, besonders Phenylxylyl" sulfon und Tolylxylylsulfon. Vorteilhafte Mischungen dieser Sulfone ergeben sich mit Diphenyl, das bis zu 50 bis 60 % der größtmöglichen Chlorierung chloriert ist. Es hat sich gezeigt, daß die Verträglichkeit der Sulfone mit den halogenierten Alkylen um so größer ist, je großer die Anzahl der anwesenden Sulfonisomere ist. Die Vergrößerung der Anzahl der Seitenketten der Derivate von Diphenylsulfon scheint auch die Verträglichkeit zu verbessern.As mentioned, particularly suitable sulfones are phenylxylyl " sulfone and tolylxylyl sulfone. Advantageous mixtures of these sulfones result with diphenyl, which is chlorinated up to 50 to 60% of the greatest possible chlorination. It has been shown that the compatibility of the sulfones with the halogenated alkylene the greater the number of sulfonic isomers present. The magnification the number of side chains of the derivatives of diphenylsulfone also appears to be compatible to improve.
Um einen niedrigeren Gefrierpunkt des Tränkmittels zu erhalten, können
auch Teile des chlorierten Diphenyls durch andere chlorierte aromatische Kohlenwasserstoffe
ersetzt werden. Hierfür sind beispielsweise geeignet : chloriertes Benzol und alkalisubstituiertes
Benzol, wie Trichlorbenzol, Tetrachlorbenzol, Tetrachloräthylbenzol und Pentachloräthylbenzol.
Als flüssiges Tränkmittel können aber auch Mineralöle und Pflanzenöle verwendet
Diese Kapazität ist ungefähr zweimal so hoch wie die Kapazität eines
ähnlichen Kondensators, bei dem zwischen den Aluminiumfolien einfaches Kondensatorpapier
eingelegt ist.
Das flüssige Tränkmittel, das in den Beispielen III und IV gebraucht wurde, hatte eine Dielektrizitätskonstante, die etwa mit der Dielektrizitätskonstante des festen Materials vergleichbar ist.The liquid impregnation agent used in Examples III and IV had a dielectric constant approximately equal to the dielectric constant of the solid material is comparable.
Cyanäthylcellulose kann als Isolierstoff auch bei anderen elektrischen
Apparaten und Geräten verwendet werden. Beispielsweise läßt sich ein derartiger
Isolierstoff auch zur Kabelisolation verwenden. Als'Ausführungsbeispiel hierfür
ist in Figur 4 ein Kabel 26 dargestellt. Der Leiter 28 dieses Kabels ist mit einer
flexiblen Umwicklung aus festem Material 30 umgeben, die aus Cyanäthylcellulose
in Papierform besteht. Diese Folie wird mit einem der vorstehend beschriebenen flüssigen
Tränkmittel getränkt. Eine äußere Hülle aus Blei oder irgendeinem anderen geeigneten
Metall schließt die getränkte Isolation 30 des Kabels nach außen luftdicht ab. Cyanäthylcellulose
eignet sich auch zur Herstellung von Elektroleuchtschirmen und anderen Apparaten,
mit deren Hilfe elektri-
4 Figuren 13 Ansprüche 4 figures 13 claims
Claims (13)
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1957W0017084 DE1778659U (en) | 1957-03-07 | 1957-03-07 | ELECTRICAL APPARATUS, PREFERABLY CAPACITOR. |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1957W0017084 DE1778659U (en) | 1957-03-07 | 1957-03-07 | ELECTRICAL APPARATUS, PREFERABLY CAPACITOR. |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1778659U true DE1778659U (en) | 1958-12-04 |
Family
ID=32840893
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1957W0017084 Expired DE1778659U (en) | 1957-03-07 | 1957-03-07 | ELECTRICAL APPARATUS, PREFERABLY CAPACITOR. |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1778659U (en) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1146202B (en) * | 1959-07-11 | 1963-03-28 | Philips Patentverwaltung | Ceramic capacitor for use at high operating voltages and method for its manufacture |
DE1203336B (en) * | 1961-05-01 | 1965-10-21 | Gen Electric | Heat-resistant electrical insulation material |
DE2601303A1 (en) * | 1976-01-15 | 1977-07-21 | Varta Batterie | Plastics closing strips for battery electrode plates - are applied by using comb-shaped elements to centre and align lead cores of electrode plates |
-
1957
- 1957-03-07 DE DE1957W0017084 patent/DE1778659U/en not_active Expired
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1146202B (en) * | 1959-07-11 | 1963-03-28 | Philips Patentverwaltung | Ceramic capacitor for use at high operating voltages and method for its manufacture |
DE1203336B (en) * | 1961-05-01 | 1965-10-21 | Gen Electric | Heat-resistant electrical insulation material |
DE2601303A1 (en) * | 1976-01-15 | 1977-07-21 | Varta Batterie | Plastics closing strips for battery electrode plates - are applied by using comb-shaped elements to centre and align lead cores of electrode plates |
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