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"Dichtungselement für Vakuumleitungen" Die Abdichtung von Drucks und
Vakuumleitungen, die mit Flanschen versehen sind, wird auf verschiedene Weise vorgenommen.
Bei geringen Anforderungen an die Dichtigkeit werden irgendwelche Dichtungsmaterialien,
z.B. Pappe, Astbest usw. in entsprechender Form ausgeschnitten und zwischen die
: Flansche gepresst. Solche Dichtungen werden bei etwas höheren Anforderungen an
den Dichtungsrändern mit einer Metallarmierung aus weichem, verformbarem Metall,
z.B. Kupfer versehen. In manchen Fällen werden auch metallische Dichtungsringe,
z. B. aus Blei benutzt. Um ein Auseinanderfliessen des Bleies zu verhindern, legt
man oft innerhalb und ausserhalb des Metallringes einen schmalen Alumihiumstützring,
der das auseinanderfliessen des weichen Metalles verhindert. In vielen Fällen sieht
man eine Nut vor, in die man eine Metallring legt und in der er zusammengepresst
wird. Solche irreversibel verformbaren Ringe, z.B. aus Blei, haben den Nachteil,
dass sie nur einmal benutzt werden können.
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Es wurden auch schon Gummiringe zu Dichtungszwecken herangezogen,
wobei die Gummiring den Vorteil haben, dass sie öfters zu denselben Zwecken benutzt
werden können. Dabei sieht man in einem
der Flansche oft eine Nut vor, in die der Gummiring eingelegt |
wird, und die er beim Zusammenpressen voll ausfüllt. Bei ebenen Flanschen hat man
auch schon Gummiringe benutzt; um sie dabei vor einem völligen Zerquetschen bei
starkem Dichtungsdruck zu schützen hat man entsprechende Stützringe vorgesehen.
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Bei allen diesen Massnahmen ist es aber in vielen Fällen schwierig
das Dichtungselement genau an die Stelle zubringen, wo es im Falle der Benutzung
der Leitung liegen soll. Insbesondere ist es schwierig, bei vertikaler Lage der
Flansche das Dichtungselement genau an die Stelle zu bringen, wo es später liegen
soll.
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Insbesondere ist das der Fall, bei ebenen Flanschen, die in der Herstellung
natürlich billiger sind als Flansche, die mit Nuten oder mit hervorstehenden Teilen
versehen sind
Die Erfindung schafft nun ein Dichtungselementl, das
nur ebene Flansche erfordert und sehr leicht einzulegen ist, wobei es aber eine
gute und vakuumdichte Verbindung gewährleistet. Die Erfindung besteht in einem scheibenförmigen
Dichtungselemente das aus einem äußeren Ring, aus einem Metall oder anderem festen
Material besteht, der einen Schnurring aus Gummi genau umfaßt und dessen äußere
Gestaltung mit dem Durchmesser und der Lochanordnung der zu verbindenden Flansche
übereinstimmt, und einen inneren Ring aus ähnlichem Material, der gerade den Schnurring
inneshaltert, und dessen innere Öffnung genau mit der Innenweite debeiden zu verbindenden
Rohre übereinstimmt. Das Dichtungselement besteht also aus drei Teilen, einem äußeren
Ring, einem Gummischnurring und einem inneren Ring, wobei die beiden Stützringe
aus einem harten Material, z. B. Metalle bestehen. Die harten Ringe sind etwas dünner
gewählt als die Dicke des Gummisohnurringes, um eine gute Dichtung zu erreichen.
An der Stelle, wo der Schnurring zwischen dem äußeren und dem inneren harten Ring
liegt, sind diese Ringe so gestaltet, daß sie genau diesen Schnurring aufnehmen
und Raum geben für das beim Zusammenpressen ausweichende Material.
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Das Dichtungselement ist als Ganzes der Form der zu verbindenden und
abzudichtenden Rohrflansche nachgebildet. Die beiden Ringe aus einem harten und
dauernstandsfesten Material sind so ausgebildet, daß sie mit einem elastischen Dichtungsring
so fest, doch leicht lösbar zusammengehalten, daß das Dichtungselement als Ganzes
an der Dichtungsstelle eingesetzt werden kann.
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Eine solche Dichtung hat den Vorteil, daß sie aus einer handlichen
Einheit besteht. die als Ganzes zwischen die Flansche gelegt wird, und deren Löcher
genau mit denen des Flansches übereinstimmen. Beim Zusammenpressen verformt sich
der Gummischnurring und gewährleistet eine vakuumdichte Verbindung.
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Dieses Dichtungselement ist außerordentlich handlich bei der Montage,
kann aber bei Bedarf Mehl auseinandergenommen werden.
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Eine solche Notwendigkeit kann dann eintreten, wenn der. Gummidichtungsring
durch die Einwirkung von Wärme sich irreversibel verformt hat und ersetzt werden
muß.
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Die beiliegenden Zeichnungen zeigen ein Beispiel einer solchen Dichtung.
Die Fig. 1 zeigt die Dichtung in nicht zusammengepresstem Zustand. Die Fig 2 zeigt
das Ausweichen des Dichtung'-materiales im Falle des Zusammenpressens. Fig. 3 zeigt
das ganze Dichtungselement, während Fig. 4 das Dichtungselement zwischen zwei Flanschen
zeigt. Fig. 5 zeigt ein Dichtungelement, das gleichzeitig als Träger eines Siebes
dient* In Fig. 1 ist der äussere Ring 1, z.B. aus einem Metall guter Dauerstandsfestigkeit
so ausgeschnitten, dass er den Gummischnurring 2 genau aufnehmen kann. Dabei sind
leere Raume 3 vorgesehen, die in einer Abschrägung nach innen bestehen und beim
Zusammenpressen das ausweichende Material des Schnurringes aufnehmen.
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Die Fig. 2 zeigt denselben Schnurring in zusammengepresstem Zustand.
Der innere Ring 4 ist gegenüber dem Gummischnurring 2. genauso ausgeschnitten wie
der äussere Ring 1. Wenn jetzt der Gummiring zusammengepresst wird, weicht er in
die Räume 3 aus und erfüllt sie, wie in der Zeichnung mit 5 bezeichnet ist.
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Dadurch, dass der äussere und innere Ring 4 genau entsprechend dem
Schnurring zugeschnitten sind, hält das ganze Dichtungelement zusammen, ohne dass
es durch Kleben oder dergl. fest verbunden werden muss.
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Dies ist in Fig. 3 gezeigt, wo der Schnurring 2 den äusseren Teil
1 und den inneren Teil 4 genügend fest, aber leicht zer-
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Legt man dieses Dichtungselement der Fig. 3 zwischen zwei Flansche,
so entsteht das Bild der Fig. 4. Das Dichtungelement liegt zwischen den zwei rohrflanschen
6 und wird durch die Schrauben 7 zusammengepresst. Dabei gehen diese Schrauben sowohl
durch die beiden Flansche 6 wie auch durch entsprechende löcher in dem äusseren
Eis des Dichtungselementes 1.
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Fig. 5 zeigt ein zwischen den Rohrflanschen liegendes Dicht tungselement,
wobei der innere Ring 4 gleichzeitig ein Sieb 8 zum Zurückhalten von Staub oder
dergl. trägt.
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Der Gummiring braucht nicht notwendig ein Rund-Schnurring zu sein
sondern kann z, B. eine doppelte Trapezform haben,
mir müssen da= die Ausschnitte in den Ringen 1 und 4 engt- |
sprechend geformt sein. Ausserdem müssen natürlich die Ringe 1 und 4 an der Seite
des Dichtungsringes so ausgespart sein, dass sie bei festem Anpressen das ausweichende
Dicht material in solche Räume wie 3 aufnehmen können « Die wesentlichen Vorteile
einer solchen Dichtung bestehen darin, dass sie ein einheitliches Ganzes bildet
und also als Ganzes zwischen beliebige flansche eingelegt werden kann , dass sie
aber auch leicht zerlegt werden kann ; um den eigentlichen Dichtungsring auszuwechseln.
Die Flansche erfordern keine besondere Vorbereitung und müssen nur völlig eben sein.
Nach dem Zusammenpressen hat die ganze Dichtung eine feste Auflage auf dem äusseren
und dem inneren Ring 1 und 4 aus einem harten und dauerstandsfesten Material.