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DE1669524C - Verfahren zur Herstellung zusammenhängender Asbestfaden oder -faserbänder aus Asbest-Dispersionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung zusammenhängender Asbestfaden oder -faserbänder aus Asbest-Dispersionen

Info

Publication number
DE1669524C
DE1669524C DE1669524C DE 1669524 C DE1669524 C DE 1669524C DE 1669524 C DE1669524 C DE 1669524C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dispersion
asbestos
precipitant
dispersions
threads
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Horst Christian Gottlieb Hermann Hursthead Cheadle Hulme Guertler (Großbritannien)
Original Assignee
Rex Patent Graf von Rex KG, 7170 Schwäbisch Hall

Links

Description

st
Dispersionen, die mit Hilfe wasserlöslicher Seifen fahren hergestellten Faserformgebilde, insbesondere aus Chrysotilasbest hergestellt worden sind, lassen ihre Zug- und Reißfestigkeit, sind bemerkenswert sich zu zusammenhängenden Asbestfaden oder -faser- verbessert und sehr konstant.
bändern verformen, indem sie durch eine Verfor- Die Verbesserung der mechanischen Eigenschaf-
mungsvorrichtung in ein Fällbad eingeleitet werden. 5 ten der nach diesem Verfahren hergestellten Fäden Das Fällbad enthält Verbindungen, die mit den in oder Faserbänder ist darauf zurückzuführen, daß die der Dispersion enthaltenen Seifen reagieren und deren Faserdispersion nach Einbringen in das Fällbad Dispergierwirkung aufheben. Diese Verfahren sind gleichmäßiger und durchgreifender koaguliert. Es in der deutschen Patentschrift 1 168 012 beschrieben genügt schon eine geringe, in das Innere des Formund beansprucht. io gebildes eindringende Menge des Fällmittels, um zu-Solche Asbestfaserdispersionen können entweder sammen mit dem bereits der Dispersion beigegebemit wasserlöslichen Seifen oder anderen anionischen nen Zusatz die kritische, zur Koagulation notwendige oberflächenaktiven Mitteln als Dispergatoren her- Menge zu überschreiten.
gestellt werden. Die besten Dispersionen für diesen Die der Asbestfaserdispersion vor den» Ausfor-
Zweck stellt man unter Verwendung sowohl einer 15 mungsvorgang zugegebene Substanz ist vorzugsweise
wasserlöslichen Seife als auch eines weiteren ani- Aluminiumsulfat oder ein anderes Aluminiumsalz.
onischen oberflächenaktiven Dispergiermittels her, Es können aber auch beispielsweise Bleinitrat,
welches beispielsweise ein Alkyl-aryl-sulfonat, ein Kupfersulfat, Zinkchlorid, Calciumchlorid, Magne-
Alkyl-sulfo-succinat oder ein sulfatierter höherer siumsulfat oder ein Gemisch dieser oder ähnlicher
Alkohol sein kann, jedenfalls aber eine andere Ver- ao Salze verwendet werden. Auch Säuren, wie z. B.
bindung ist als die Seife. Ein besonders geeignetes schwefelige Säure, Schwefelsäure oder Salzsäure,
Gemisch enthält 6 Teile Seife und einen Teil des kommen in Frage. Bei der Verwendung von Calcium-
anionischen Dispergiermittels. chlorid oder Magnesiumsulfat ist zu beachten, daß
Eine solche Dispersion ist beispielsweise wie folgt diese Verbindungen häufig bereits im Leitungswasser
aufgebaut: as in geringer Konzentration enthalten sind; dies ist bei
Beispiel I der Bemessung der weiteren Zusätze von Bedeutung.
. . . . Wird nun eine solche Verbindung oder ein Ge-
Leitungswasser mit einer Harte mixh verschiedener solcher StoJIe einer im wesent-
von ungefähr 30 ppm .berechnet Iich kolIoidalen Asbestfaserdispersion zugegeben,
als Caic.umcarbonat (be. 6O0C) .... 1000 Te. e erreicht man nach der Men£ der Beimischung
Chrysotilasbest (Grade 2) 20 Teile einen Punk^ J weIchem der kolloide Status der
Natnum-dodecyl-benzol-sulfonat ... 1,2Teile Dispcrsion gerade noch stabil ist. Die Asbestfaser-Seife (Natriumsalze von gemischten dispersion koaguliert, wenn dann noch weiter von
langkettigen Fettsauren) 7 Te1Ie den genannten Verbindungen oder Verbindungs-
Bei der Herstellung zusammenhängender Form- 35 mischungen zugegeben wird. Für die Erfindung ist es gebildc aus solchen Dispersionen kann das Form- wesentlich, daß eine solche Koagulation vor der Ausgebilde, besonders, wenn es ein fadenähnlicher Faser- formung der Dispersion nicht stattfindet. Deshalb strang ist, bisweilen unregelmäßig und schwach in wird jeweils eine geringere Menge des Zusatzes, als seiner Reißfestigkeit ausfallen, so daß beim Auf- zur Koagulation notwendig ist, beigemischt, ehe die wickeln auf eine Spule Schwierigkeiten entstehen. 40 Dispersion durch die Ausformungsvorrichtung in das Die Schwierigkeiten treten in vermehrtem Maße auf, Fällbad eingeleitet wird. Die Grenzmenge, nach wenn das Formgebilde einen bestimmten Feinheits- deren Überschreitung die Asbestfaserdispersion kograd überschreitet und einen verhältnismäßig starken aguliert, kann leicht durch Versuche bestimmt wer-Querschnitt aufweist. den. Es wird empfohlen, zwischen 20 und 80% die-
Möglichcrweise liegt der Grund dieser Schwierig- 45 scr Grenzmenge der Dispersion zuzusetzen,
kcitcn darin, daß die Fällmittel, die mit den wasser- Weiter empfiehlt es sich, die Zusatzstoffe zunächst löslichen Seifen oder anderen Dispergiermitteln im in Wasser zu lösen und sie der Dispersion dann Fällbad reagieren sollen, nur bis zu einem bestimm- unter gleichzeitigem intensivem Vermischen langsam ten Grade zum Inneren des Formgebildes hin vor- zuzugeben. Es ist. auch möglich, den Zusatz schon dringen. Es bildet sich dann eine Haut aus gefällten 50 vor der Beimengung der anderen Bestandteile der Seifen und /oder Netzmitteln, die das Eindringen Dispersion in dem zur iWei'iing der Dispersion weiterer Fällflüssigkeit in das Formgebilde verhin- dienenden Wasser aufzulösen,
dem. Die Dicke der sich bildenden Haut läßt sich Eine 2#/»ige mit einer wasserlösVrhen Seife hcrnicht genau bestimmen; es scheint, daß es sich hier gestellte Asbestfaserdispersion beginnt zu koagulieum verlaufende Grenzen handelt. 55 ren, wenn Aluminiumsulfat (AI2(SO4Y. · IRH3O) in Erflndungsgcmäß werden Fäden oder Faserbänder einer Menge von '240 g pro 1(100 g in der Dispersion aus Dispersionen von Chrysotilasbest dadurch her- enthaltener trockener Seife zugesetzt wird. !Setzt man gestellt, daß man der Asbestfaserdispersion, welche diese Relation zwischen Seife und Aluminiumsulfat lösliche Seife und/oder andere anionische ober- gleich 1, so ergeben sich für einige andere Salze bzw. flächenaktive Netzmittel enthält, eine zur Koagula- 60 Säuren beispielsweise folgende Werte:
tion nicht ausreichende Menge eines Fällmittels zusetzt, ehe die Dispcrsion durch die Verformungsvor- Schweflige Säure, SO1 0,29
richtung in das Fallbad eingeleitet wird. Das der Kupfersulfat, CuSO4-5H1O 1,13
Dispersion beigemischte Füllmittel kann das gleiche Zinkchlorid, ZnCI1 0,61
sein, dan auch im Fällbad cnll«nlten ist; das züge- 65 Ca-Chlorid, CaCl1 0,50
setzte Mittel und das in dem Füllbad enthaltene Fäll- Magnesiumsulfat, MgSO4 · 7H2O 1,11
mittel können aber auch verschieden sein. Die mc- Ca-Carbonat 0,45
chanischen Eigenschaften der nach diesem Ver- Ca-Oxycl 0,25
Bei Zugabe von Aluminiumsulfat treten wirklich bemerkenswerte Effekte dann auf, wenn die zugegebene Menge Aluminiumsulfat mindestens 30 g pro 1000 g in der Dispersion enthaltener trockener Seife beträgt. Vorzugsweise wird Aluminiumsulfat zwischen 50 und 100 g pro 1000 g in der Dispersion enthaltener trockener Seife zugegeben.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben:
Beispiel II
Rezeprzusammenstellung:
3000 g Asbestfaser^
120 g Aluminiumsulfat, Al2 (SO4)3 · Ϊ8Η..Ο,
90 g Netzmittel aus Alkylbenzolsulfonat
mit 50% waschaktiver Substanz,
1000 g Seife aus Na-Stearat technisch mit
80°/oFeststoffgehalt,
811 Wasser (24° dH).
Für die Herstellung der Dispersion wird der Asbest in aufgelockerter Form in ein Rührwerk eingegeben und anschließend 27 1 Wasser mil einer Temperatur von 500C hinzugegeben. Dieser Asbestaufschlämmung in Wasser wird dann Aluminiumsulfat in gelöster Form zugegeben und das Ganze etwas gerührt. Anschließend erfolgt die Zugabe der in Wasser aufgelösten Seife sowie des Netzmittels. Seife und Netzmittel sind im Wasser im Verhältnis 1:10 gelöst. Die Lösung hat eine Temperatur von etv/a 90° C. Nach Zugabe von Netzer und Seife wei\.en die restlichen 541 Wasser mit einer Mitteltemperatur von 45° C zugegeben. Der Ansatz bleibt daraufhin etwa 20 Minuten stehen. Nach dieser Zeit wird bis zu einer Viskosität von 300 cP umgerührt. Danach ist der Ansatz für das Verdüsen geeignet.
Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es, z. B. Fäden oder Faserbänder herzustellen, bei denen die Gefahr des Bruches sehr wesentlich herabgemindert ist. Es ist möglich, Fäden oder dünne Faserbänder aufzuspulen, die vorher nicht gespult werden konnten.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    ίο I. Verfahren zur Herstellung zusammenhängender Asbestfaden ouer -faserbänder aus Dispersionen von Chrysotilasbest, die wasserlösliche anionische, oberflächenaktive Stoffe enthalten, unter Durchleiten der Dispersion durch eine Verformungsvorrichtung in ein Fällbad, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dispersion in das Fällbad eingeleitet wird, die zur Koagulation nicht ausreichende Mengen Fällmittel enthält.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1. dadurch geao kennzeichnet, daß eine Dispersion verwendet wird, die als Fällmittel ein Metallsalz enthält.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dispersion verwendet wird, die als Fällmittel Aluminiumsulfat enthält.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dispersion verwendet wird, die als Fällmittel eine Säure enthält.
  5. 5. Verfahren gernäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dispersion verwendet wird, die als Säure Salz- oder Schwefelsäure enthält.
  6. 6. Verfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dispersion verwendet wird, die das Fällmittel in
    einer Menge von 20 bis 80 Gewichtsprozent der zur Koagulation benötigten Menge enthält

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