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DE1646427A1 - Verfahren zur Herstellung von hitzebestaendigen,offenporigen Schaumstoffkoerpern aus anorganischem Material - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hitzebestaendigen,offenporigen Schaumstoffkoerpern aus anorganischem Material

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Publication number
DE1646427A1
DE1646427A1 DE19671646427 DE1646427A DE1646427A1 DE 1646427 A1 DE1646427 A1 DE 1646427A1 DE 19671646427 DE19671646427 DE 19671646427 DE 1646427 A DE1646427 A DE 1646427A DE 1646427 A1 DE1646427 A1 DE 1646427A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
open
powder
inorganic material
foam
highly concentrated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671646427
Other languages
English (en)
Inventor
Joseph Dr Winkler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Collo Rheincollodium Koeln GmbH
Original Assignee
Collo Rheincollodium Koeln GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Collo Rheincollodium Koeln GmbH filed Critical Collo Rheincollodium Koeln GmbH
Publication of DE1646427A1 publication Critical patent/DE1646427A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/10Sintering only
    • B22F3/11Making porous workpieces or articles
    • B22F3/1121Making porous workpieces or articles by using decomposable, meltable or sublimatable fillers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/08Other methods of shaping glass by foaming
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C11/00Multi-cellular glass ; Porous or hollow glass or glass particles
    • C03C11/007Foam glass, e.g. obtained by incorporating a blowing agent and heating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/06Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances
    • C04B38/0615Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances the burned-out substance being a monolitic element having approximately the same dimensions as the final article, e.g. a porous polyurethane sheet or a prepreg obtained by bonding together resin particles

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von hitzebeständigen, offenporigen Schaumstoffkörpern aus anorga- nischem Material Die Erfindung bezieht sichiauf ein Verfahren zur Herstellung eines hitzebeständigen, aus anorganischem Material bestehenden offenporigen Sehaumstoffkörpers. Die bekannten anorganischen zellförmigen Schaumstoffkörper aus Glas, Keramik, Beton usw. enthalten vorwiegend kugelförmige geschlossene Zellen oder Poren. Diese schaumartige Struktur, in der das anorganische Material die kontinuierliche Phase bildet und die Zellen aus einer dispersen Phase bestehen, ist ein unmittelbares Ergebnis des angewandten Herstellungsverfahrens, wobei ein gas- oder dampferzeugendes chemisches Mittel zum Warmaufschäumen des halbflüssigen anorganischen Materials verwendet wird. Nach Abkühlung des auf diese Weise aufgeschäumten Körpers enthält dieser eingestreute flohlrtiume oder Zellen, von denen jede von dem Feststoff des anorganischen Materials umschlossen ist. Diese geschlossen-zelligen Schäume, wie Glasschaum oder Schaumboton, werden in großem Matte als Leichtbau- und Isolierstoffe verwendet. gei einer anderen Form eines aufgeschäumten anorg:iniai",rien Materials bestohen das anorganische Material sowie die Innenzellen aus einer kontinuierlichen Phase, wodurch die Zellen untereinander verbunden sind, so daß der Schaum für sämtliche Gase oder Flüssigkeiten durchlässig wird. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Herstellung solcher offenporiger wärmebeständiger Zellkör- per, die aus einer Vielzahl anorganischer Materialien, wie nachstehend im einzelnen beschrieben, hergestellt werden kön- nen. Diese Erfindung eröffnet daher ein weites Anwendungsgebiet für besagte offenporige anorganische Werkstoffe, von denen die wichtigsten folgende sind: -Offenporige, hochschmelzende Metall-, Glas- oder Keramik-Schäume werden mit guten Erfolg bei der Herstellung von Filtervorrich- tungen angewandt, in denen heiße Mischungen von Feststoffen, die in Flüssigkeiten oder Gasen suspendiert sind, getrennt werden. Offenporige Körper aus sehr hochschmelzenden feuerfesten Metallen, wie z.B. Wolfram, Molybdän, Niobium, Hafnium und deren Legierungen; besagte Poren werden nachfolgend mit Me- tallen niedrigeren Schmelzpunktes, wie z.B. Lithium, Silber usw. gefüllt; solche Püll-Metalle gekennzeichnet durch hohe Fusions- und Verdampfungshitze, ergeben Strukturen -ür die Herstellung von Raketenspitzen, die gegenüber ultrahohen Temperaturen und Brosion beständig sind. Offenporige, hochschnalzende und korrosionsbeständige anorga- nische Körper, z.B. aus Quarz, Tonerde usw., sind äußerst nützliche Katalysatorenträger, weil sie pro Volumeneinheit eine große Reaktionsfläche abgeben. Offenporige Zellkörper aus Aluminium, Berylliux oder Zirkonium, nachfolgend mit einer Treibmischung gefüllt, die reich an Sauerstoffträgern ist, haben gute Aussichten, bei der Herstellung von Treibstoffen von ultrahoher Brennleistung und Explosiv-Ladungen angewandt zu werden. Bei Atom-Ifeaktoren, in welchen eine Fläche hohen Wärmeaustausches zwischen dem spaltbaren Material und einem Trägergas oder einer Trägerflüssigkeit erforderlich ist, können gemäß diesem neuen Verfahren hergestellte offenporige Zellkörper aus spaltbarem Material sich als äußerst nützlich erweisen. Bohrerspitzen und Schleifelemente, bestehend aus einer offenporigen Eisen- oder Kupfermatrize, die mit einem Schleifmittel gefüllt ist (Diamant-, Wolfram-Karbid- oder Bornitrid-Pulver), ergeben ein haltbareres und wirksameres tierkzeug als die gegenwärtig verfügbaren. Andere denkbare abgewandelte Anwendungsarten für einen offenporigen inetalliscxien Schaum, der radioaktive Elemente (Co 609 Zr 93 usw.) enthält, bestehen in stationären Schichten ("fixedbed") von Elementen für strahlenerregte endotherme Reaktionen, wie z.B. die synthetische Darstellung von N2 H4 aus NH3; von NO aus Luft; von IICN aus N2 und CIi4; von C2H2 aus CH4 usw; ferner die Herstellung von sterilisierenden Filtern für Luft, Wasser und verschiedene biologische und medizinische Flüssigkeiten, sofern Silber verwendet wird. Allgemein gesagt wird durch diese Erfindung eine Vielzahl von loo% offenporigen, hitzebeständigen, zellförmigen anorganischen Körpern von verschiedener Porengröße und verschiedenem Volumen- gewicht aus vielen anorganischen Materialien geschaffen, denen verschiedenartige chemische und physikalische Eigenschaften innewohnen. Die Bedingungen für dieses neue Verfahren sind: 1. Das anorganische Material (bzw. die anorganischen Materia- lien), aus dem (bzw. aus denen) diese offenporigen zell- förmigen Kürper hergestellt werden, müssen sich zu Pulver vermahlen, pulverisieren oder dispergieren lassen; dieses Pulver soll vorzugsweise Partikel von kugelförmiger Gestalt und von kleinstmöglicher Größe haben. . Das anorganische Material oder die anorganische Verbindung suß sich ohne verdichtenden Druck au eines zusammenhängenden kontinuierlichen Festkörper in der Wärse sintert und verschmelzen lassen wie es z.B, notwendig ist, wenn Fest- körper durch Druckverforsung (r@ressen) aus Pulvern gebildet werden. Hinsichtlich dieser beiden Richtlinien und Abgrenzungen sowie unter Berücksichtigung der bekannten physikalischen Eigen- schaften der in Betracht kommenden Verbindungen erscheinen die nachstehenden Materialien für dieses neuartige Verfahren am besten geeignet: 1. Metalle und deren Legierungen (insbesondere feuerfeste Metalle, die nicht zu dünnen Drähten ausgezogen werden können). 2. Metalloxyde und deren verschiedene Mischungen, auch Quarz. 3. Wasserfreie Silikate und deren geeignete Mischungen. Diese Erfindung eines Verfahrens zur Herstellung von offen- porigen, wärmebeständigen, anorganischen Körpern umfaßt zwei wesentliche neuartige aufeinanderfolgende Verfahrensschritte, welche nachfolgend als Oberflächen-Gießen (durch Oberflächen- benetzung) und Heiß-Sintern bezeichnet werden. Beim Oberflächen-Gießen verwendet diese Erfindung als Träger- form einen offenporigen organischen Schaun, auf welchen eine thixotrope Flüssigkeit, vorzugsweise eine wäßrige thiaotrope dickrahmige Suspension des bestimmten anorganischen Materials, gleichmäßig aufgegossen wird und dann zu einer trockenen ver- dichteten Kruste ausgetrocknet wird. Bei den zweiten Verfahrensvorgang des ileiß-Sinterns wird das getrocknete Material aus dem Oberflächen-Gießen zuerst durch Hitze zersetzt, um alle organischen Stoffe zu entfernen, die ursprünglich von dem organischen Schaum herrühren. Das ver- bleibende hauptsächlich anorganische Skelett wird schließlich zu einer offenporiben Zellstruktur in der Wärme gesintert und verschmolzen, die im wesentlichen die Gestalt und das Volumen des ursprünglichen organischen Schaumes wiedergibt. Bei der Durchitihrung dos Vorganges des C@?erl@i@:hen-f@iet@@ns liegt eines der Hauptmerkmale dieser Erfindung in der Anwendung eines verfügbaren organischen offenporigen Schaumes als eine formgebende, dreidimensionale Trägerstruktur, die zu einem nachbildenden offenporigen anorganischen Schaum führt. Ein weiteres Merkmal dieser Erfindung ist das Gießen einer wäßrigen, thixotropen Suspension eines pulverartigen anorga- nischen Materials (oder Materialien) auf den vorhandenen or- ganischen, offenporigen Schaum, wobei der besagte Schritt des Oberflächen-Gießens angewandt wird, indem man den Schaum mit einer vorberechneten Menge der Gießflüssigkeit knetet, bis diese so weit als möglich gleichmäßig auf die ganze Außen- und Innenfläche des Schaumkörpers verteilt ist. Ein weiteres Merkmal dieser Erfindung liegt in dem Schritt, Luft oder Gas durch den Schaum während und nach dem Kneten zu blasen, bis die Gießflüssigkeit im wesentlichen zlx einem anhaftenden Überzug trocknet und schließlich den Schaum von allen flüchtigen Stoffen auszutrocknen, indem man ihn in einen Ofen bringt, durch den erhitzte Luft oder erhitztes Gas zirkuliert. Bei der Durchführung des zweiten darauf folgenden Verfahrens- vorganges des iIeiü-Sinterns besteht eines der Hauptmerkmale der Erfindung darin, den organischen Teil der oberflächengegossenen Schaumverbindung durch Hitze zil zersel,@#.fill, indem man in zunehmendem ltii,a lia-itiere Luft oder ,in inüt -s Gei;i -iiii-oh und Über den im i) i ::ii brj flni11 iotleil z-«-Oiltzilliti 1) 1 1 aäm t 1 ichas organisches Material durch Ritze zersetzt ist und die sich ergebenden Abbauprodukte aus den sich ergebenden Materialien ausgeschieden sind. Ein weiteres Merkmal dieser Erfindung ist die Anwendung - falls notwendig - eines reduzierenden Gases, wie Wasserstoff oder Kohlenmonoxyd, um die nichtflüchtigen organischen Stoffe zu verflüchtigen und um die metallischen Oxyd-Verunreinigungen zu reduzieren, wenn ein metallischer Schaum hergestellt wird. Das Erhitzen wird in der Weise durchgeführt, daß die verbleibenden stark verdichteten anorganischen Partikel leicht sintern, zusammenwachsen und zu einem kontinuierlichen Festkörper verscluaelzen, indem Gestalt und Struktur des für das Oberflächen-Gießen verwendeten organischen offenporigen Schaumes erhalten bleiben. Zur richtigen Durchführung des ersten Verfahrensschrittes ist es wesentlich, einen organischen 100e offenporigen Schaum zu verwenden, der die gewünschte PorengleiehmäLiigkeit und -größe hat. Unter den wenigen im Iiandel erhältlichen 10ö offenporigen organischen Schäumen wird einem Schaum auf Polyuretlianbasis Bier Vorzug gegeben, der pro linearen Zoll 10 - 100 Poren in offenporigen Größen aufweist; besagter Schaum ist gegenwärtig bei Scott Paper Company erhältlich.
  • Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß diese hrfindung nicht nur auf die Verwendung des Polyuretliansehaume:s begrenzt ist. Jeder beliebige offenpor ige organische Scliautn kann für den Sehritt des Oberflächen-Gießens dieser @'rfiiiet it@ verwendet werden.
  • Für die Herstellung schwerer anorganischer offenpöriger Zoll- strukturen, bei welchen ein hohes Gewichtsverhältnis des anor- ganischen Pulvers gegenüber dem organischen Schaum verwandt wird, genügt ein offenporiger handelsüblioher.Polyurethanschaum ohne vorherige Beschichtung. Während der Zersetzung durch Hitze kann dieser Schaum, wie z,B. reiner Polyurethansohaumm, nachdem man ihn mit dem trockenen verdichteten anorganischen Pulver bedeckt hat, seine Form durch Schrumpfen und Schmelzen ver- lieren, was zu einem Zusammenbruch der Struktur führt. Aber es wurde so eingerichtet, daß-im Falle einer gut gepackten schweren anorganischen Beschichtung der Schaum im allgemeinen seine Struktur behält und nicht vor oder während dem Sintern zusammenbricht. Wenn jedoch eine leichte anorganische offen- porige Struktur hergestellt wird und dementsprechend eine relativ dünne anorganische Beschichtung auf die Oberfläche des Urethanschaumes aufgebracht wird, so hat diese schwache Struktur während des Abbaues des organischen Schaumes die Neigung zum Auseinanderfallen und Zusammen-brechen. Daher be- steht ein weiteres Merkmal dieser Erfindung darin, daß der offenporige Polyurethanschaum mit einem karbonisierbaren Kunst- stoff vorbeschichtet wird, der ein Zusammenbrechen der Struktur vor dem abschließenden Sinterungs- und Verschmelzungsschritt des anorganischen Pulvers nicht zuläßt. Ein bevorzugtes Merkmal dieser Erfindung liegt darin, für die Kunststoff-Vorbeschichtung eine wäßrige thixotrope Kunststoff- oder Gummi-Dispersion der oben charakterisierten Art bereitzustellen. Insbesondere die äußerst nützliche wäßrige Kunststoff-Dispersion wurde als handelsübliche wäßrige 40% Acrylharz-Dispersion festgestellt, die unter der Markenbezeichnung Acrylic-358 von Dow Chemical Company hergestellt wird. Diese Anwendung wird erleichtert durch Vermischen der Original 40% Aoryl-Dispersion mit einer 2% wäßrigen Lösung von Aeramer P-250 und Wasser im Verhältnis 1 : 2 : 1. Bei der sachgemäßen Durchführung des ersten Verfahrensschrittes des Oberflächen-Gießens ist es wesentlich, daß die anorganische thixotrope wäLrige Dispersion des anorganischen Materials so wenig als möglich nichtflüchtige Zusätze enthält, die dass abschließende Sintern und Verschmelzen des anorganischen Materials zu einem zusammenhängenden Körper stören oder hemmen könnten. Die bevorzugten Verdickungsmittel gehören in die Klassen der wasserlöslichen organischen Polymere, vertreten durch die Polyaerylamide, Polyaerylsäuren, Polyalginate, Polyvinylalkohol, hochmolekulare Polyglycole, Stärke, modifizierte waseerlösliohe Cellulosederivate (wie Methylcellulose oder Carbozy-Methyloellulose), Copolymers von Vinylacetat mit Pyrolidon ugw. Nach ausgedehnten Tests wurde die Gruppe der Polyacrylamide als das beste wasserlösliche thixotrope Mittel zur Erfüllung der oben gestellten Anforderungen ausgewählt. Die besondere Verbindung raus dieser Gruppe, die in einem niedrigen Verhältnis va.xs 1. : 100 lies ranorganiscllaen Mator iuls als brauchbar ermittelt wurde, war das von der american Cyanamide Company hergestellte "Acramer-250". Durch vorherige Experimente (für jede anorganische, wäßrige thixotrope Gieß- flüssigkeit) ist der geeignete Wassergehalt zu ermitteln, der eine nichtabsetzende, leicht imprägnierbare Halb-Paste er- gibt. In den meisten Fällen besteht solch eine thixotrope Flüssigkeit aus ca. 55 Gewichtsprozenten des anorganischen Pulvers, 0,5 Gewichtsprozenten des Binde-Geliermittels, der Rest aus Wasser oder zum schnelleren Trocknen aus einer Mischung von Wasser und Isopropyl-, Äthyl- oder Methyl-Alkohol. Die Imprägnierung mit dieser pastenartigen Flüssigkeit wird am besten so durchgeführt, daß man diese auf beiden Seiten des offenporigen Schaumes aufspritzt und den Schaum dann in Wring-und Walzvorriahtungen einknotet, bis auf der Außen- und Innen- seite der Schaumstruktur eine erkennbar gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit erreicht ist. Auf diese Weise können bis zu 90 Gewichtsprozent an Feststoffen dem Zunststoffschaum ein- verleibt werden. Ein niedrigeres Verhältnis der anorganischen Feststoffe zum Schaum kann erreicht werden, indem man eine vorbereehnete Menge dar Dispersion verwendet und dabei sicherstellte daß die gesamte Menge gleichmäßig auf der Außen- und Innenfläuhe der Schaumstruktur vor dem Trocknen verteilt wird. Der nächste wichtige Schritt ist der Trocknungsvorgang des mit dieser anorganischen Dispersion beladenen Schaumes, wobei Jeg- liche Dislokation der Flüssigkeitsbesohichturig z« vermeiden ist. A t' diese Weise wird eine gleicliniiitiig Schicht des anorganisc;ien Pulvers auf der organischen Schaumstruktur sichergestellt. Dies wird erreicht, indem man abwechselnd von unten oder von oben her einen warmen Luftstrom oder irgendein geeignetes inertes Gas, wie Stickstoff, Argon, Wasserstoff usw., hindurchbläst. Ein leichtes Walzen den Schaumes mit leichten Walzen während des Vorganges des Durehblasens der Luft gewähr- leistet die erforderliche gleichmäßige Verteilung der abschliessenden trocknen Beschichtung, wenn die Dicke der Schaumplatte nicht 2 Zoll überschreitet. Der getrocknete Schaum, der auf seiner ganzen Fläche mit einer zusammenhängenden und anhaftenden Schicht der anorganischen Zusammensetzung beladen ist, wird nunmehr erfindungsgemäß dem zweiten Schritt des fieiG-Sinterns unterworfen. Zunächst wird der darunterliegende Schaum und die hitzehärtbare Kunststoffbeschichtung zersetzt und in Gas verwandelt, danach erfolgt das Sintern und Verschmelzen der anorganischen pulverartigen Oberschicht zu einem zusammenhängenden strukturell stark vernetzten offenzelligen Körper, indem die Gestalt der ursprünglichen offenporigen Kunststoffmatrize wiedergegeben wird. Dieser doppelte Arbeitsvorgang wird gewöhnlich im gleichen Ofen durchgeführt bei vorschriftsmäßig ansteigenden Temperaturen, während anfänglich nur Luft oder Stickstoff bei einer Temperatur von ca. 500o F durch den Schaum geblasen wird. Bei dieser Temperatur wird praktisch der gesamte Urethanschaum zerstört und hauptsächlich in gas- oder dampfförmige zersetzungsprodul.te verwandelt, dße mit dem durchziehenden Luft- oder Stickstoffstrom fortgetragen werden. Eine viel höhere Temperatur ist notwendig, um die verbleibende hitzehärtbare Kunststoff-Uriterstruktur auszuscheiden und schließlich zu einem zusammenhängenden Körper, dem anorganischen pulver- artigen Material zu sintern und zu verschmelzen. Dem Schaum wird die notwendige Kitze zugeführt, indem man vorzugsweise ein heißes Gas verwendet, das durch den Schaum geblasen wird, der sich in einem elektrisch beheizten Ofen befindet. In den meisten Fällen wird heißer Stickstoff oder Argon verwandt. Aber bei stark oxydierbaren Metallen, wie Aluminium, Zirkonium oder Beryllium wird heißer Stickstoff bevorzugt. Zum Sintern und Verschmelzen von Oxyden mit hohem Schmelzpunkt, wie SiO2, A1203, Glas, und Metallen, wie Zirkonium, Wolfram Niobium usw. sind heilfies Argon oder iielium oder sogar molekularer Wasserstoff erforderlich, unter Verwendung von Plaema-DÜsen-Strahlpistolen. Es ist daher offensichtlich, daß jedes anorganische Material, aus dem eine offenporige Zellstruktur hergestellt wird, ein eigenes Programm an Bedingungen verlangt, wie z.H. die Art des Heizgases, Temperatur und Heizdauer, unter Verwendung eines geeigneten zusammengestellten anorganisohen Pulvers zur Erreichung der besten Sinterergebnisse.
  • Es erscheint daher für angebracht, einige der Grundsätze zu definieren, auf welchen die beste Sinterungstechnik basiert. Sintern ist der häufig von den Keramikern lind Metallurgen definierte Begriff, um die letztliehe Integration von iiblicher- weise pulverartigen @Uaterialien zu einem zusammenhängenden Körper zu bezeichnen. ;während dieses Sinterungsvorganges, der einen integralen Verfahrensschritt dieses Verfahrens bildet, findet zunächst eine Verdichtung des ziemlich lose zusammenhängenden anorganischen Pulvers statt, und später tritt eine endgültige Konsolidation des Festkörpers bei höherer B.eiztemperatur ein. Die Führungs- und Treibkraft zu dieser Reaktion ist die potentielle Reduktion (Verminderung) der spezifischen freien Oberflächen-Energie, welche direkt abhängig von der Partikelgröße des anorganischen Pulvers ist. Der wahrscheinlichste Verlauf dieses physikalischen Phänomens beruht auf der Fähigkeit des partikelartigen anorganischen Materials ähnlich dem Zusammenwachsen von Flüssigkeitstropfen zusammenzufließen. Zur Erleichterung dieses Vereinigungsvorganges ist Porenachluß zwischen den Partihalchen notwendig. Dieser Porensehluß geht schneller und vollständiger vor sich, wenn das Partikelmaterial für geeignetes Zusammenbacken erstens von kugelförmiger Gestalt ist und zweitens, wenn eine richtig proportionierte Mischung von mindestens zwei Partikelgrößen verwandt wird. Daher liegt ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung in der Verwendung einer Kombination von mindestens zwei Partil@c;lgrößen des anorganischen Pulvers, das in richtiger geometrischer Proportion vermischt wird, ehe es in U'asser dispergiert wird und das die kleinatnotwendige Menge des dickenden Bindemittels aus den oben beschriebenen Gründen enthält. Die nachfolgenden Bei-spiele veranschaulichen diese Erfindung, i3eispiEl 1 Eine l%-ige Lösung von Aeramer Y-250 (ein Produkt der Ameriean Cyanamide Company) wurde durch Auflösen unter starkem Vermischen von 1 Gramm Polyacrylamide in 100 co kaltem hE3#sser hergestellt und weiter durch Erhitzen behandelt, bis eine klare Lösung erreicht wurde. Fünf Tropfen eines Antischaum-Silikonöles DC--200 wurden hinzugefügt. 40 Gramm dieser Lösung wurden mit 60 Gramm feinem Kupferpulver vermischt. Nach einer Minute des Vermisehens ergab sich eine thixotrope, nicht-absetzende, cremeartige Flüssigkeit. In einem gesonderten Experiment wurde ein offenporiger Polyarethanschaum von 5 x 3 1/2 x 1 Zoll mit durchschnittlich 10 Poren pro linearen Zoll (von seott Paper Company geliefert) im Gewicht von 7,35 Gramm mit etwa 16 Gramm einer thixotropen Flüssigkeit imprägniert, die aus 4 Gramm 40% wäßriger Acrylharz-Dispersion (von Dow Chemical Company unter dem Namen Aerylie-358 geliefert), 4 Gramm Wasser und 8 Gramm der oben erwähnten 1%-igen wäßrigen Lösung von Aeramer P-250 hergestellt war. Das Schaumstück wurde mit den 16 Gramm der thixotropen norylischen Flüssigkeit gründlich imprägniert, bis eine gute gleichmäßige Verteilundurch die ganze Schaumstruktur hindurch sichergestellt war. Der imprägnierte Schaum wurde durch einen zunehmend stärkeren und wärmeren h«ftstrom unter gleichzeitiger Rotation getrocknet. Auf diese Weise wurde eine gle ichmäLigo Beschichtung durch den ganzen Schaum hindurch erreicht, ohne daß durch das koagulierende Aorylharz häutehenartige Membranen zwischen den Zellen gebildet werden. Der Schaum wurde weiter in einem Ofen mit Luftzirkulation bei 1050 C getrocknet, bis ein konstantes Gewicht von 10,50 Gramm erreicht wurde. Auf diese Weise wurde das acrylbeschichtete Stück des offenporigen Schau- mes nunmehr mit 20 Gramm der oben erwähnten 60%-igen thixotropen Dispersion des vorher zubereiteten Kupferpulvers behandelt. Die Imprägnierung und Trocknung des Schaumes wurde in gleicher Meise durchgeführt, wie bei der Beschichtung mit Acryl-Dispersion beschrieben. Der Schaum. wurde zu einem konstanten Gewicht von 22,0 Gramm getrocknet. So enthielt der Schaum etwa 50% der dicht gepackten 999 reinen Kupferbese:iichtung auf der Ober- fläche des acrylbeschichteten offenzelligen Polyurethanschaumes. Diese organischen Stoffe stellten den gewichtsraäLigen Rest von 50%. Die durch das Kupferpulver erreichte Beschichtung - unter dem Mikroskop betrachtet - machte den Eindruck gleichmäßiger Dicke und war als kontinuierliche Beschichtung gut zusammengesetz--t1",, die gut an der darunterliegenden Kunststoffstruktur anhaftete. Das Stück offenporiges Material wurde in einem Ofen eingebracht und in einem Stiekstoffgasstrom auf eine Tempera- tur von 5000 F (260o C) erhitzt. Nachdem die Dämpfe, die von der Zersetzung des Polyurethan-Kunststoffes herrührten, abge- zogen waren, wurde die Ofentemperatur langsam auf die Sinter- temperatur des Kupfers gesteigert, die bei über 1.500o C liegend ermittelt und einige Minuten auf dieser Temperatur gehalten wurde, um einen gut verschmolzenen zusammenhängenden Körper eines offenporigen Kupferschaumes von etwa 11 Gramm Gewicht oder 0,75 grAubikzoll sicherzustellen. Dieser Schaum ist nützlich als wärmeleitende Struktur in Wärmeaustauschern für Gas oder Luft. Er kann auch als eine Wärmesenk- und Wärmeableithaut für wieder eintretende Raumfahrtkapseln verwendet werden, wenn er mit solchen wärmeabsorbierenden Materialien, .wie Kalium-, Lithium-, Silber-, Kohlenstoff-, Silikon- oder Bor-Pulver gefüllt ist. Beispiel 2 Eine l%-ige wäßrige Lösung von Acramer P-250 (ein Produkt der- Amerioan Cyanamide Company) wurde durch Auflösen und gleich- zeitiges Mischen von 1 Gramm Polyacrylanid in 100 co kalte= Wasser und weiteres Erhitzen dieser Mischung zubereitet, bis eine klare Lösung erreicht wurde. Fünf Tropfen eines Antischaum- Silikonöls DC-200 wurden hinzugefügt. 40 Gramm dieser Lösung wurden mit 80 Gramm feinem Quarzpulver vermischt. Nach einer Minute des Vermisehens ergab sich eine thixotrope, nichtab- setzende, cremeartige Flüssigkeit. In einem gesonderten Experi- ment wurde ein offenporiges Polyurethan-Sehaumstüek im Format 5 x 3 1/2 x 1 Zoll, das im Durchschnitt 10 Poren pro linearen Zoll hat (von Scott Paper Company geliefert), von einem Gewicht von 7,35 Gramm, mit etwa 16 Gramm einer thixotropen Flüssigkeit imprägniert, die aus 4 Gramm 40% wäßriger Acrylharz-Dispersion (von Dow Chemical Company unter dem Namen Acrylio-358 herge- stellt), 4 Gramm Wasser und 8 Gramm der oben erwähnten 1%-igen wäßrigen Lösung Acramer P-250 hergestellt war. Das Schaustück wurde mit 16 Gramm der aorylisohen thiaotropen Flüssigkeit durch und durch imprägniert, bis eine gute gleichmäßige Ver- teilung durch die ganze Schaumstruktur hindurch sichergestellt war, Der imprägnierte Schaum wurde bei einem zunehmend stärkeren und wärmeren Luftstrom unter gleichzeitiger Rotation getrocknet, und auf diese Weise eine gleichmäßige Beschichtung durch den ganzen Schaum hindurch erreicht, ohne dass durch das koagulierende Aerylharz häutehenartige Membranen zwischen den Zellen entstehen. Der Schaum wurde weiter in einet Ofen mit Luft- zirkulation bei 105o C getrocknet, bis ein konstantes Gewicht von 10,50 Gramm erreicht wurde. Auf diese Weise wurde das acrylbeschichtete Stück des offenporigen Schaumes nunmehr mit 20 Gramm der oben erwähnten 60%-igen thixotropen Dispersion des vorher zubereiteten Quarzpulvers behandelt. Die Impräg- nierung und Trocknung des Schaumes wurde in gleicher Weise durchgeführt, wie bei der Beschichtung mit Acryl-Dispersion beschrieben. Der Schaum wurde zu einen konstanten Gewicht von 22,0 Gramm getrocknet. So enthielt der Schaum etwa 50% der dicht gepackten 99e reinen quarzpulver-Beschichtung auf der Oberfläche des acrylbeschichteten offenzelligen Polyurethanschaumes. Diese organischen Stoffe bildeten den gewichtsmäßigen Rest von 50%. Die durch das Quarzpulver erreichte Beschichtung - unter den Mikroskop betrachtet - machte den Eindruck gleichmäßiger Dicke und war als kontinuierliche Beschichtung gut zusammengenetzt, die gut an der darunterliegenden Kunststoff- struktur anhaftete. Das Stück offenporigen Materials wurde in einen Ofen eingebracht und in einen Stickstoffgasstron auf eine Temperatur Ton etwa 260° C erhitzt. Nachdem die Dämpfe, die Ton der Zersetzung des Polyurethan-Kunststoffes herrührten, abgezogen waren, wurde die Ofentemperatur langsam auf die Sintertemperatur des Quarzes gesteigert, die bei über 2.ü000 C liegend festgestellt und für einige Minuten auf dieser Tempera-tur gehalten wurde, um einen gut verschmolzenen zusammenhängenden Körper eines offenporigen Quarzschaumes von etwa 4 Gramm Gewicht oder 0,2 Gramm/Kubikzoll sicherzustellen. Dieser Schaum ist nützlich als Kitze- und korrosionsbeständiger Katalysator-Träger in stationären Schicht- ("fiaed-bed") Reaktionen zwischen Gasen, Gasen und Flüssigkeiten und Flüssigkeit-Flüssigkeit Reaktanten, und zwar hauptsächlich weil seine, eine grolle Oberfläche darbietende offenporige Struktur eine leicht zugängliche große Reaktionsfläche je Volumeneinheit bildet. Für den in der Technik der Beschichtung von .Geweben oder zellartigen Materialien erfahrenen Fachmann ist es offensichtlich, daß die Ausführungen dieser Erfindung, wie hierin beschrieben, nur zur Veranschaulichung, nicht aber zur Begrenzung dienen. Es ist klar, daß verschiedene, verschmelzbare, dispergierte Kunststoffe, die gleichzeitig hitzebeständiger als der Barunter- liegende offenporige aellförmige Kunststoff sind, als strukturelle Unterbeschichtung verwandt werden können, auf der die anor-ganische Pulverzusammensetzung aufgebracht und später ver- schmolzen wird. Viele Abänderungen in den Proportionen der verwendeten Bestandteile zueinander sind möglich, auch im Ver-hältnis zu den Barunterliegenden offenporigen, zellförmigen, organischen Materialien. Viele Kombinationen der anorganischen, pulverartigen Materialien können verwandt werden, um die ge- wünschten Effekte zu schaffen, die dem anorganischen, offenporigen Zellkörper die passenden Eigenschaften verleihen. Auch ist die Erfindung nicht auf den genauen Weg der Verfahrensweise beschränkt, die zu einem offenporigen, hitzebeständigen, anorganischen Körper führt, ohne vom Geist der Erfindung oder dem Umfang der nachfolgenden Patentansprüche abzuweichen.

Claims (1)

  1. P a t e n t a n s "D r ü o h e 1. Verfahren zur Herstellung eines hitzebestä;tdigen, aus an- organischere Material bestehenden offenporigen Sahaunstoff- körpers, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Porenflächen eines offenzelligen, vorzugsweise aus Kunststoff-Sohaunstoff bestehenden Trägerkörpers, eine Scliieht aus pulverisiertet anorganischem Material aufgebracht und sodann durch allmählich ansteigende Hitzeeinwirkung zunächst der Träger- körper verflüchtigt bzw. verbrannt und dann nach Erreichen der jeweils erforderlichen Schmelz- bzw. Sintertemperatur die anorganische Schicht zu einen den offenzelligen Träger- körper entsprechenden skelettartigen Zellkörper gebrannt bzw, gesintert wird. 2. Verfahren zur Herstellung eines hitzebeständigen, aus an- organischen Material bestehenden offenporigen Sotiaunstoff- körpers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine streichfähige, pastöse wäßrige Dispersion einer tiitsebeständigen Kunststoffverbindung, die Gelier- und Antisohaunmittel enthält, in Wege oberflgohigen Umgießens auf die gesamten Porenflächen eines offenporigen organisotien zellförsigen Materialdaufgebracht und sodann durch Trocknung und Vereini- gung der Komponenten der aufgegossenen Kunststoffnisehung eine zusammenhängende, die Oberfläche der Poren des offenporigen organischen zellfürmigen Materials bedeckende Beschichtung ge- bildet wird, woi,-iuf eine zweite gleichartige Behandlung mit einer hochkonzentrierten wäßrigen Paste eines pulverisierten anorganischen Materials erfolgt, die wiederum durch Trocknung auf der gesamten Porenoberfläche des organischen, beschichteten Schaumstoffes festgehalten und abschließend in einem heißen Gasstrom in einem Ofen einer Ititzebehandlung bis zur Sintertemperatur des anorganischen Pulvers unterworfen wird, in deren Verlauf mit steigenden Temperaturen alle organischen Materialien sich zersetzen, während das anorganische Pulver voll und ganz in der Weise gesintert wird, dab es die genau wiedergegebene Form und Struktur des ursprünglichen, offen- porigen, organischen Schaumstoff-Materials annimmt. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverisiertes anorganisches Material eine hoch- konzentrierte wäßrige Paste eines Kupferpulvers Verwendung findet. S. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverisiertes anorganisches Material eine hoch- konzentrierte wäbrige Paste eines Eisenpulvers Verwendung findet. 5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverisiertes anorganisches Material eine hoch-konzentrierte wäßrige Paste eines Silberpulvers Verwendung findet. d. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverisiertes anorganisches Material eine hochkonzentrierte wzüLrige Paste eines Pulvers aus radioaktivem Kobalt, das radioaktives Co 60 enthält, Verwendung findet. 7. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverisiertes anorganisches Material eine hoch-konzentrierte wäßrige Paste aus einer Mischung von Uraniunpulver 238 und Uraniumpulver 235 Verwendung findet. B. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverisiertes anorganisches Material eine hoch-konzentrierte wäurige Paste eines Wolframpulvers Verwendung findet. 9. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverförmiges anorganisches Material eine hoch- konzentrierte wäUrige Paste eines Quarzpulvers Verwendung findet. 10. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverförmiges anorganisches Material eine loch- konzentrierte wäßrige Paste eines Glaspulvers Verwendung findet. 11. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverförmiges anorganisches Material eine hochkonzentrierte wäbrige Paste eines Aluminiumozydpulvers Verwendung findet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3020630A1 (de) * 1980-03-10 1981-10-01 Bridgestone Tire Co. Ltd., Tokyo Vorrichtung zum reinigen von abgasen
FR2609915A1 (fr) * 1987-01-26 1988-07-29 Aris Sa Amalgame metal-mineral refractaire, son procede de preparation et ses applications

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