DE1645640A1 - Verfahren zur Herstellung wachsartiger AEthylencopolymerisate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung wachsartiger AEthylencopolymerisateInfo
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Description
VEB Leuna-Werke »Walter Ulbricht" Leuna,-P,, 9, 3
Patentabteilung S/Dr.Btϊ/Τ
LeP. 682
Verfahren zur Herstellung wachsartiger Äthylencopcly-
merisate
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung -flachsartiger Athylencopolymerisate durch Copolymerisation
von Äthylen mit ungesättigten Verbindungen bei Drücken oberhalb 500 at» vorzugsweise zwischen 1500 und 3000 at,
und Temperaturen zwischen 50 und 400 0C, vorzugsweise
150 und 300 0C, in Anwesenheit radikalbildender Initiatoren.
Es ist bekannt (DAS 1 132 827), bei der Niederdruck-Olefinpolymerisation
in Gegenwart von Mischkatalysatoren aus Titanverbindungen einerseits und metallorganischen
Aluminiumverbindungen andererseits in Anwesenheit von
inerten Verdünnungsmitteln Kohlenmonoxid zuzusetzen und dadurch Polyolefine mit einheitlichem Polymerisationsgrad su
erhalten. Außerdem wird durch Zusatz von Kohlenmonoxid eine erhöhte Raum-Zeit-Ausbeute an Niederdruckpolyolefinen erreicht.
Mischpolymerisate mit Kohlenmonoxid werden mit diesem Verfahren nicht erhalten..
Es ist auch bekannt (P. COLOMBO, M. STEINBERG, J. PONTANA - Polymer Letters 1 (1963) 447 - 450), bei
Drücken bis zu 630 at und Zimmertemperatur Äthylen und
Kohlenmonoxid"zu copolymerisieren, wobei die Initiierung
durch Gammastrahlen erfolgt. Die erhaltenen Produkte besitzen ein Äthylen-Kohlenmonoxid-iVerhältnis von 1,16 : 1
bis 1,56 : 1 bei Ausgangszusammensetzungen der Gasmischung
von 3,00 : 1 bis 11,93 : 1.
üa ist weiterhin bekannt (M.M. BRUBAICER, D.D. COFMAN,
HiM. HuEHN - J. Amer.Chem.Soc. 74 (1952) 1509 - 1515;
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LP - 2 -
USP 2 495 286), Äthylen-Kohlenmonoxid-Copolymerisate dusch
Copolymerisation der Komponenten bei Drücken zwischen 21 und 1050 at und Temperaturen um 135 0C in Gegenwart von
Di-tert.-butyl-peroxid als Initiator herzustellen· Nach
diesem Verfahren werden Produkte mit Kohlenmonoxidgehalten zwischen 12,6 und 44,9 %t mit Dichten von 0,93 biß 1,11 g/cm3
bei 23 0C, Schmelzbereichen von 70 bis 117 0C sowie Molekulargewichten
bis über 3 500 erhalten. Die Polymerisate zeigen mit steigendem Molekulargewicht eine bis zu 30 %
zunehmende Kristallinität.. Die Kristallinität dieser PoIyketone
ist geringer als die der typischen Mikrokristallinen Erdölwachse. Mit steigendem Druck im Pclymerisationssystem
ist die Kristallinität der Produkte nicht mehr wesentlich zu erhöhen.
Es ist auch bekannt (USP 2 666 756), Äthylen in Abwesenheit
von Sauerstoff und in Gegenwart eines Hydrierkatalysators, eines Beschleunigers und von Kohlenmonoxid
und Wasserstoff bei Temperaturen von 100 bis 400 0C und
Drücken von 50 bis 6 000 at zu polymerisieren. Als Hydrierkatalysator
werden metallisches Nickel und Kobalt, als Beschleuniger.
Oxide oder anorganische Salze von Magnesium, Aluminium, Kupfer, Silber, Zink, Thorium, Cer, Chrom, Eisen»
Palladium, Ruthenium oder Platin angewendet. Dabei werden Kohlenmonoxid in Mengen von 0,001 bis 0,2 Mol pro Mol
Äthylen und Wasserstoff in Mengen von 1 bis 3 Mol pro Mol
Kohlenmonoxid eingesetzt. Ein großer Nachteil des Verfahrens liegt in der anschließend erforderlichen aufwendigen
Reinigung des Polymerisate von noch vorhandenen Katalysatorresten.
Wachsartige, niedermolekulare Polymerisate können nach diesem Verfahren nicht hergestellt werden.
Es ist weiterhin bekannt (USP 2 495 285)» Äthylen und
Kohlenmonoxid in Gegenwart von Di-tert.-butylperoxid bei
130 bis 140 0C und 133-.3 at zu wachsartigen Produkten mit
etwa 17 % Kohlenmonoxidgehalt und Schmelzpunkten von 60 bis 95 0C zu polymerisieren. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht
in der überaue langen Reaktionszeit von 15 Stunden. Die Produkte sind nicht als Wachse selbst verwendbar,
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sondern werden Wachsen in verschiedenen. Mengen veriiältnieeen
zugesetzt·
Die Nachteile der genannten Verfahren der Copolymerisation
von Äthylen und· Kohlenmonoxid sind entweder zu langt«
erforderliche Reaktionszeiten oder die Verwendimg von
Katalysatoren, die eine anschließende Reinigung der Polymerisate notwendig machen« .außerdem haben die nach diesen
Verfahren gewonnenen Produkte geringe Kristallinitäten unü
•eind für Paraffincompoundierungen schlecht geeignet·
Es iat ferner bekannt (BP 585 814), weitestgehend
acetylenfreies Äthylen mit Vinylestern, Acrylsäureester::·,
und anderen ungesättigten Verbindtmgen bei 60 bis 400 ^Q
und 500 bis 3 000 at zu. Produkten mit sehr hohen Molekular
gewichten «u eopolymerisiersn, wobei in Anwesenheit einer
wäßrigen.Phase g-a-ir^ei*©t; wird»'Daa Einsatzverfeältnie beträgt
1 bis S Teile Wasser sei 1 Teil Äthylen« Als Katalysator dienen Lufts Se&SEStoiis? oder organische oder anorganische Peroxyverbindungen. $ae&eartige Produkte werden jedoch
hierbei nicht erfeil^sft*
Es ist weiterhin ijeksEH^ (EP 807 112), Äthylen mit
Yinylestern, 'insbesondere Vinylacetat, bei 50 bis 600 at und
unterhalb 100 G,.im besonderen unterhalb 70 0G0 in Lösung
ohne ZusatB von Emulgatoren und in Anwesenheit von Rad
bildnern zu polymerisieren·· Die in das Polymsrieat eingehend*
Vinylestermenge ist umgekehrt proportional des Menge des
Lösungsmittels. Die Produkteigenschaften variieren mit zunehmendem Vinylacetatgehalt von spröde bis elastisch; der
maximale:Vinyiacetatgehalt«beträgt 20 %» Einheitliche
Produkte erhält man dann, wenn der Äthylendruck während de*·
Reaktion mit großer Genauigkeit konstabgehalten wird. Das
Verfahren erfordert große Mengen von Lösungsmitteln, wie
aliphatische oder aromatische Kohlenwascerstoffe8 Äther,
Ester, Alkohole oder Halogenkohlenwasserstoffe, deren Abtrennung und Regenerierung einen Nachteil des Verfahrens bedeuten·
Es ist auch bekannt (USP 2 947 735 = EP 843 974),
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Äthylen mit Vinylacetat und/oder Vinylpropionat bei 10 bis 200 0C und 200 bis 700 at in homogener Phase, die im wesentlichen
tert.-Butanol enthält, radikalisch au polymerisieren.
Die Mischpolymerisate enthalten 3 bis 35 % Ester und eignen sich zur Herstellung von Folien und Formstücken·
Bs ist weiterhin.bekannt (USP 2 200 429), Äthylen und
Vinylacetat bei 210 0C und 2 500 at zu festen, wachsähnlichen
Produkten zu copolymerisieren.
Es ist auch bekannt (EP 900 969), Äthylen unter kontinuierlicher Zufuhr von 3,5 Mol-% Alkylacrylat bei 93 ° bis
316 0C und erhöhtem Druck zu hochelastischen Produkten
radikalisch zu polymerisieren.
Es ist weiterhin bekannt (FP 1 358 194), Äthylen inAnwesenheit peroxidischer.Radikalbildner mit 0,1 bis 5
Gew.-JS Alkylacrylat bei 135 bis 275 0C und 1050 bis 1200 at
zu einem als Verpackungsfolie geeigneten Material zu copolymerisieren.
Ferner ist es bekannt -(DAS 1 09I 332 = EP 905 883 =
USP 2999 856), daß man bei hohen Drücken durch Zusatz von
Wasserstoff zum Äthylen zu linearen Polymerisaten-gelangt, die Kristallinitäten über 60 % aufweisen und so den mikrokristt
linen Erdölwachsen ähnlich sind.
Die genannten Verfahren haben die Nachteile, daß die Copolymerisate des Äthylens mit Kohlenmonoxid, Vinylestern
und Acrylsäureester!! zwar-teilweise wachsartig, jedoch
meist relativ hochmolekulare Substanzen sind, die einen hohen Plastanteil aufweisen und deshalb für verschiedene Verwendungszwecke,
wie Selbstglanzemulsionen, nicht geeignet sind. Die bekannten Polyäthylenwachse andererseits sind für
viele Verwendungszwecke zu spröde bzw. enthalten zu viel niedermolekulare Anteile. Außerdem sind sie infolge ihrer
chemischen Indifferenz bei Verwendung für Kaschierungen
schlecht bedruckbar»
Zweck der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das die Herstellung von niedermolekularen, flexiblen,
harten, stark glänzenden und gut haftenden Wachsen mit enger Molekulargewichtsverteilung und möglichst unver-
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zweigten Ketten gestattet, die für selbstglänzende Polituren
auf Holz,. Leder, Fußbodenbelag, für Beschicht ungen von Metallen, Papier, Textilien, für Isolierungen u. a. besonders
gut verwendet werden können.
Der Erfindung liegt-die, ■· »Aufgabe zugrunde, die erforderlichen
Wachse durch Copolymerisation von Äthylen mit ungesättigten Verbindungen zu erhalten·
Diese Aufgäbe .wird dadurch gelöst, daß man wachsartige
Athy.lencopolymerisate durch Copolymerisation von Äthylen mit
- ungesättigten -Verbindungen ■■ bei Drücken oberhalb 500 at, vorzugsweise
zwischen 1-500 und 3000 at, und Temperaturen zwischen 50 ° und 400 0C,. vorzugsweise 150 bis 300 0C, in
Anwesenheit radikalbildender Initiatoren erfindungsgemäß so
herstellt, daß das Äthylen mit Kohlenmonoxid, Viny lest em, Acrylsäureestern und bzw. oder Acrylsäure.in Gegenwart-von
2 bis 30 Mol-%, vorzugsweise 5-bis20 Mol-%,- Wasserstoff
copolymer!eiert wird.
Besonders £ut läßt sich die Kettenlänge.der Polymerisate
und damit deren Schmelzbereich zusätzlich variieren, wenn man die Copolymerisation in Anwesenheit-von Kettenüberträgern
bzw· Kettenreglern durchführt·
Als radikalbildende Initiatoren-eignen -sich insbesondere
Peroxyverbindungen, wie Di-tert.-butylperoxid,
Di-benzoylperoxid, Di-lauroylperoxid, Isovaleroylperoxid
und tert.-Butylperbenzoat, ferner Azoverbindungen,·wie
Azo-bis-isobutyronitril und 2-j2l-Dicyanazobenzol, sowie
Sauerstoff·
Als Kettenüb er träger bzw·» Kettenregler -eignen sich
beispielsweise Olefine,· Paraffine, chlorierte Kohlenwasserstoff, Alkohole, Aldehyde und Ketone· Zweckmäßigerweise
verwendet man solche Kohlenwasserstoffe, die unter Normalbedingungen gasförmig sind, da sie sich leicht dosieren
und vom Produkt wieder abtrennen lassen·
Das Verfahren ist nicht an einen bestimmten-Reaktortyp
gebunden. Es kann sowohl in einem Rührautoklaven ale auch in einem Röhrenreaktor kontinuierlich oder auch diskontinuierlich
durchgeführt werden. Nach dem beschriebenen
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Verfahren können wertvolle Produkte in einfacher Weise und ohne größere Umbauten in vorhandenen Anlagen erzeugt
werden.
Die Copolymerieationaprodukte besitzen infolge ihrer polaren Gruppenjgute Haftfähigkeit und eignen sich daher besonders
für Kaschierungen· Die Verarbeitung kann wegen der niedrigen Erweichungstemperaturen ohne Schwierigkeit auf
den üblichen Maschinen.erfolgen. Außerdem besitzen die
Copolymerwachse eine hohe Flexibilität.und.Bruchfestigkeit«
Ihr starker,.dauerhafter Glanz macht sie besonders.für
selbstglänzende.Emulsionen.aller Art geeignet, die durch
den .Gehalt.an.polaren.Gruppen sehr stabil sind. Sie können
außerdem.für .Paraffincompoundierungen zur Erhöhung des
Erweichungspunktes und der Härte eingesetzt werden.
Beispiel 1 $ -
•In einen.ummantelten,. 300 mti langen Röhrenreaktor mit
einem, inneren. Durchmesser von 20 mm wurden-je Stunde
49 *75O .'GewichtErt-erile 'eines*Gasgemisches7 besifehTen'd~aius~-"""~"
90.,5 'ttew..-# Äthflen, 6,,8 Gew..-# Kohlenmonoxid, 1,7 Gew.-%
Stickstoff und-gesättigte .Kohlenwasserstoffe und 1-,0 Gew.-%
Y/asaerstoff, mit einer .Temperatur von 100 °C-und-einem
Druck von 1 450 at eingeleitet,-Als Initiator wurden 200 ppm
Sauerstoff,· bezogen auf die gesamte ·. Gasmenge,- zugemischt· -Durch den Mantel des Reaktors -wurden stündlich 60 nr V/asser
von 200 0C · umgewälzt. Durch die einsetzende-Polymerisationsreaktion
erreichte die Temperatur nach einer Reaktorlänge von etwa 200 mein Maximumvon 240 0C- Der Druck wurde durch
ein am Reaktorausgang angeordnetes.Kegelventil konstantgehalten.
Das Reaktionsgemisch.wurde.kontinuierlich in
einen unter-250 at-stehenden Abscheider entspannt, wo das
entstandene Copolymerisat vom Gasgemisch-abgetrennt wurde.
Nach'Abkühlung-des Gases wurden Äthylen, Sauerstoff und
Kohlenmonoxid entsprechend dem erfolgten Umsatz-ergänztJ die
Mischung wurde-im Kreislauf dem-Reaktor-wieder zugeführt·
Über einen Niederdruckabscheider zur weiteren Entgasung wurde das Produkt der Granulierung zugeleitet.
Stündlich wurden 2 600 GewicUeteile, entsprechend einem -/-
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Umsatz von 5,2 %, bezogen auf Äthylen, von 7,7 %, bezogen
auf Kohlenmonoxid, eines weißen, wachsartigen Produkt es mit etwa 10 Mol-55 (10 Gew. -%) Kohlenmonoxid erhalten,
Der Sauerstoff lag .vorwiegend in Form von Ketogruppen
vor; die OH-Zahl des Produkte betrug 4 und stieg
nach Reduktion mit Lithium-Aluminium-Hydrid auf 175. Die Dichte des Produkts betrug 0,97 g/cm3, die Esterzahl lag
bei 9, die Säurezahl unter 0,4. Der Schmelzber.eich betrug 75 bis 95 0C
Das Produkt eignet sich hervorragend als Paraffincompound. Ein Zusatz von 10 Gew.-% zu einem Paraffin mit
einem Schmelzpunkt von 54 C erhöhte den Schmelzpunkt auf 66 0C und verbesserte die Härte·
In den unter Beiepiel 1 beschriebenen-Reaktor wurden
stündlich 52 350 Gewichteteile eines Gasgemisches, bestehend aus 39 Gew.-'/? Äthylen, 8 Gew;-% Vinylacetat,
2 Gew,.-% Stickstoff und "gesättigte Kohlenwasserstoffe und
1 Gew.-# Waeserstoff, bei 100 0C und 1 550 at eingeleitet.
Ale Initiator diente eine Lösung von 10 Gewichtsteilen tert.-Butylperbenzoat und 10 Gewichtsteilen Dilauroyl-peroxid
in 580 Gewichtsteilen Paraffinöl, die mit
einer Dosierpumpe am Anfang des Reaktors zudosiert wurde. Durch die einsetzendes Polymerisationsreaktion erreichte
die Temperatur nach einer Reaktorlänge von etwa 120 m ein
Maximum von 260 0C- Die Abtrennung des Polymerisats erfolgte
gemäß 3eispiel 1. Nach Abtrennung des Produkts wurde das Gasgemisch entsprechend dem Umsatz"durch Frischgas
ergänzt und im Kreislauf dem Reaktor wieder zugeführt.
Es wurden stündlich 5100 Gewichtsteile, entsprechend
einem Umsatz von 10 %t bezogen auf Äthylen bzw.- Vinylacetat,
eines weißen, hochglänzenden, flexiblen, «achsartigen Produkts mit 8 Gew.-^ (4,5 M0I.-&) Vinylacetat
einer Dichte von 0,935 g/cm3 und einem Schmelzbereich von
90 bis 95 C erhalten." Das Produkt"ist wegen seines hohen
Glanzes und seiner Emulgierbarkeit besonders für "die
Herstellung von Selbstglanzemulsionen geeignet.- Außerdem ist es hervorragend als Paraffincoaipound für die Kerzenindustrie
geeignet.
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BAD O
1 6456AO
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In den unter Beispiel 1 beschriebenen Reaktor wurden
stündlich 50 200 Gewichtsteile eines Gasgemisches, bestehend aus 93»2 Gew.-% Äthylen, 4 Gew.-% Acrylsäuremethylester,
2 Gew.-% Stickstoff und gesättigte Kohlenwasrerstoffe
und 0,8 Gew.-% Wasserstoff, bei 105 0C und
1 500 at eingeleitet. Als Initiator diente eine Lösung von 3 Teilen Di-tert.-butylperoxid und 10 Teilen Dilauroylperoxid
in 300 Teilen Paraffinöl. Durch die einsetzende Polymerisation erreichte die Temperatur nach einer
Rpaktorlänge von 105 m ein Maximum von 275 0C. ßie Abtrennung
des Polymerisate und die Ergänsung des Gasgemisches entsprechend dem Umsatz erfolgte gemäß Beispiel 1.
Es wurden stündlich 6 500 Gewichtsteile, entsprechend einem Umsatz von 59»5 %% bezogen auf den Acrylsäuremethylester,
und von 9t55 %, bezogen auf das Äthylen, eines
weißen, flexiblen, wachsartigen Polymerisats mit 19,1 % Acrylsäuremethylester, einer Dichte von 0,945 g/cm und
einem Schmelzbereich von 85 bis 90 0C erhalten.
Das Produkt ist besonders geeignet für Papierkaschierungen
und als Schutsüberzugfär die Lagerung und den Transport
korrosionsgefährdeter Werkstücke·
In den unter Beispiel 1 beschriebenen Reaktor wurden stündlich 53 600 Gewichtsteile eines Gasgemisches, bestehend
aus 82 Gew.-% Äthylen, 8 Gew.-% Acrylsäure, 8 Gew.-% Propan, 1,5 Gew.-% Stickstoff und gesättigte
Kohlenwasserstoff (außer Propan) und 0,5 Gew.-% Wasserstoff, bei 100 0C und 1 500 at eingeleitet. Als Initiator diente
eine Lösung von 40 Teilen Dilauroylperoxid und 25 Teilen
Di-tert.-butylperoxid in 400 Teilen Paraffinöl· Durch die einsetzende Polymerisation erreichte die Temperatur nach
einer Rraktorlänge von etwa 140 m ein Maximum von 240 0C·
Die Abtrennung des Polymerisats und die Ergänzung des Gasgemisches entsprechend dem Umsatz erfolgte gemäß Beispiel 1·
Es wurden stündlich 3 200 Gewichtsteile, entsprechend /_
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einem Umsatz von 8,8 %, bezogen auf die Acrylsäure, und
von 6,5 %t bezogen auf das Äthylen, eines transparenten,
flexiblen, wachsartigen Polymerisats mit 11,8 % Acrylsäure,
einer Dichte von 0,<j35 g/cm und einem Schmelzbereich
'von-75'bis-80-0C erhalten· — — —
Das Produkt ist wegen seiner Transparenz und einer guten Emulgierbarkeit besonders als Komponente für
SeIbstglänzemulsionen geeignet. Für die Verwendung als
Kaschierungsmittel ist das Produkt wegen seiner Flexibilität ebenfalls gut geeignet.
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Claims (2)
1./Verfahren zur Herstellung ψ »chsartiger Äthylencopolynlerieate
durch Copolymerisation von Äthylen mit ungesättigten Verbindungen bei Drücken oberhalb 500 at, vorzugsweise
zwischen 1 500 und 3 000 at, und Temperaturen zwischen 50 und 400 0C, vorzugsweise 150 und 300 0C, in
Anwesenheit radikalbildender Initiatoren, dadurch gekennzeichnet ,. daß das Äthylen mit Kohlenmonoxid, Vinylestern,
Acrylsäureestern und bzw. oder Acrylsäure in Gegenwart von 2 bis 30 Mol,-$, vorzugsweise 5 bis 20 Mol-%, Wasserstoff
copolymerisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch lf dadurch gekennzeichnet,
daß die Copolymerisation in Anwesenheit von Kettenüberträgern bzw. Kettenreglern durchgeführt wird.
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EP0053668A1 (de) * | 1980-11-26 | 1982-06-16 | BASF Aktiengesellschaft | Emulgierbare Hartwachse aus Copolymerisaten des Äthylens mit ungesättigten Carbonsäuren |
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US6262225B1 (en) * | 2000-07-18 | 2001-07-17 | Exxonmobil Research And Engineering Company | Carbon monoxide containing polymers derived from synthesis gas (KWP-0002) |
US6573226B2 (en) * | 2000-07-18 | 2003-06-03 | Exxonmobil Research And Engineering Company | Use of carbon monoxide containing polymers as, adhesive additives, and fluids |
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1966
- 1966-09-19 DE DE19661645640 patent/DE1645640B2/de active Pending
- 1966-11-18 GB GB5185166A patent/GB1121360A/en not_active Expired
- 1966-12-06 FR FR86351A patent/FR1503323A/fr not_active Expired
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1967
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FR1503323A (fr) | 1967-11-24 |
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NL6708888A (de) | 1968-12-27 |
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 |