DE1635373A1 - Verfahren zum Fixieren von Farbstoffen im Stoffdruck - Google Patents
Verfahren zum Fixieren von Farbstoffen im StoffdruckInfo
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- DE1635373A1 DE1635373A1 DE19661635373 DE1635373A DE1635373A1 DE 1635373 A1 DE1635373 A1 DE 1635373A1 DE 19661635373 DE19661635373 DE 19661635373 DE 1635373 A DE1635373 A DE 1635373A DE 1635373 A1 DE1635373 A1 DE 1635373A1
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- D06P5/00—Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
- D06P5/001—Special chemical aspects of printing textile materials
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Description
Kbmmanditgpsclbdraff
Telefon 24 83 21
Verfahren zum Fixieren von
Farbstoffen im Stoffdruck
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sum Fixieren von Farbstoffen,
die beispielsweise in Rouleau- oder Filmdruckanlagen auf Textilbahnen
und dgl. aufgebracht worden sind.
Zum Fixieren von Farbstoffen auf Warenbahnen aus natürlichen oder
synthetischen Fasern oder Mischungen dieser Fasern sind die unterschiedlichsten Verfahren bekannt geworden und auch in Benutzung»
Meistens weichen die Verfahrensbedingungen bei den einzelnen Farben
oder Farbstoffgruppen und den verschiedenen zu. bedruckenden Materialien
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dabei so sehr voneinander ab, daß in der Regel auch in ihrer
Konstruktion erheblich von einander abweichende Behandlungsvorrichtungen zur Verwendung kommen müssen.
So ist es beispielsweise zum Fixieren von getrockneten Drucken
bei Küpenfarbstoffen bekannt mit einer gewissen, jedoch nicht eindeutig definierten Vorbefeuchtung der Warenbahn zu arbeiten,
wobei die Behandlungsmittelteiaperaturen bei maximal 110 C liegen.
Bei Direktfarbstoffen und Heaktivfarbstoffen wird zwar mit höheren
Temperaturen gearbeitet, jedoch erfolgt hierbei bisher keine Vorbefeuchtung der Ware. Bei Dispersionsfarbstoffen erfolgt die
Behandlung der trockenen Drucke in hochüberhitztem Wasserdampf bis 200 C. Beim Fixieren von nassen Drucken wird bevorzugt bei
Küpenfarbstoffen und Reaktivfarbstoffen nach dem Naßauftragen
von chemischen Behandlungsmittel vor dem Dämpfen in Dampf von 130 bis l*tO° C mit gewisser Teil trocknung gearbeitet. Die Aufzählung läßt erkennen, daß für die angedeuteten Fixierverfahren
praktisch vier verschiedene Dämpfertypen zur Anwendung kommen
müssen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die verschiedenen Verfahrens-
und Behandlungsvorschriften für unterschiedliche Warenbahnmaterialien
und unterschiedliche Farbstoffe durch ein Verfahren zu ersetzen, das es gestattet die Fixierprozesse in einer
Behandlungsvorrichtung, d. h. nach einem einheitlichen Behandlungsverfahren durchzuführen, bei Gewährleistung eines in allen Fällen
einwandfreien Materialausfalls.
Zur Erreichung dieses Zieles wird erfindungsgemäß ein Verfahren
zum Fixieren von Farbstoffen im Stoffdruck vorgeschlagen, bei
dem die bedruckten und anschließend getrockneten Textilbahnen unmittelbar vor der Wärmebehandlung sur Farbstoffixierung bevorzugt
von der unbedruckten Seite her durch Befeuchtungsmethoden an sich bekannter Art, bei Bahnen bevorzugt aus hygrophoben Fasern auf einen
Feuchtegehalt von ca. 15 % und darüber und bei Bahnen bevorzugt
aus hygrophilen Fasern auf einen Feuchtegehalt von ca. 25 % und
darüber gebracht werden, danach in, diesem Zustand zunächst einer
Wärmebehandlung in überhitztem Wasserdampf je nach Farbstoffart und je nach Faserart
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etwa von 115 bis 1^-0 C ausgesetzt wenden, bevorzugt mit
einer WärraeübertraguMpleistung, die- eine Verdampfung der
aufgebrachten Feuchtigkeit in ca» 10 - 30 Sekunden bewirkt,
danach durch weitere Wärmeübertragung vorzugsweise in hoher
überhitztem Wasserdampf je nach Farbstoffart und Je nach
Faserart etwa von 125 - 190 C mit einer höheren. Wärmeübertragungsleistung
auf eine höhere Temperatur gebracht werden und schließlich bei dieser Temperatur in überhitztem Wasserdampf
konstanter Temperatur einer abschließenden Hochtemperaturverweilbehandlung
in dann getrocknetem Zustand unterworfen werden.
Die Farbstoffentwicklungs-, Reaktions- oder Fixierwirkung ist
dabei eine dreifache. Erstens ergibt sich eine Art von Trockntings-Dämpfen
bei nahezu konstanter Warentemperatur von 100 C mit
dem sich aus der aufgebrachten Feuchtigkeit entwickelndem Wasserdampf. Dieser ist sozusagen am Platze und in statu
nascendi für das Durchdringen der Druckverdickungen besonders
behandlungswirksam. Dann ergibt sich bei abnehmenden Sestfeuchtegehalten
schon ein spürbarer Anstieg der Behandlungstemperaturen. Dieser Yerfahrensteil ist besonders bei echten
Reaktionen zx-;ischen Farbstoff und Faser besonders wirksam.
Schließlich wird der bisher dargestellte Verfahrensteil mit
einer Trockenhochtemperaturverweilbehandlung in entsprechend
hochüberhitsteni Wasserdampf von jeweils wünschenswerter zusätzlicher
Ba»er verbunden.
Die Endfixierteraperaturen sollen dabei beim Endfixieren von
Direktfarbstoffen, Heaktivfarbstoffen, SäuretarbBtoffen und
basischen Farbstoffen bevorzugt auf Zellulosefasern zwischen
125 und 150° G und bei Dispersionsfarbstoffen auf vollsynthetischen
Fasern und Di- bzw. Triacetatfasern zwischen l60 und 190° ß
betragen.
Beispiel: Ein mit Dispersionsfarbstoffen bedrucktes Gewebe aus
einer Mischung von Baumwollfasern und Polyesterfasern, wird
durch Befeuchtung auf der Büekseite auf einen Feücategehalt von
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35 % gebracht und dann in einen Universal-Trockungs- und Trocken-,
fixierdämpfer mit zwei Mediumskreisläufen eingeführt. Im ersten Teil
des Dämpfers wird das Gewebe einer Mediumstemperatur von IkO C ausgesetzt.
Die Trockenzeit beträgt mit mittelstarker zwangsläufiger Mediumsumwälzung 20 Sekunden. Im zweiten Teil des Dämpfers beträgt
die Mediumstemperatur 170° C und es erfolgt hier die Endfixierbehandlung in trockenem Zustand in kO Sekunden.
- 5 TOBfJ 17/1 h 5 7
Claims (2)
1.) Verfahren zum Fixieren von Farbstoffen im Stoffdruck, dadurch
gekennzeichnet, daß die bedruckten und anschließend getrockneten
Textilbahnen unmittelbar vor der Wärmebehandlung zur
Farbstoffixierung durch Befeuchtung, bei Bahnen bevorzugt aus
hygrophoben Fasern auf einen Feuchtegehalt von ca* 15% und
darüber und bei Bahnen bevorzugt aus hygrophilen Fasern auf
einen Feuchtegehalt von ca. 25 % und darüber gebracht werden,
danach in diesem Zustand zunächst einer Wärmebehandlung in
Überhitztem Wasserdampf ausgesetzt werden, die zunächst eine
VerdampfUiig der aufgebrachten Feuchtigkeit bewirkt, danach
durch weitere Wärmeübertragung in überhitztem' Wasserdampf auf
Trockenfixier-temperatur gebracht werden uxtdL schließlich bei
dieser Temperatur in, übterhitzteinr Wasserdampf entsprechender
Temperatur einer abschließenden Wärmebe-handlttng: in getrocknetem
Zustand unterworfen werde«., :
2.) Verfahren nach Anspruch 1.,, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trockrtungs Wärmebehandlungen im überhitzten·1 Wasserdampf'
niedrigerer Tfemperatua? C'EEir - lAöa £} undr die TrtfckenwHrntebehandlungen
in überhitztenf Wasserdampf höheiier temperatur
(125 - 190α Ο durchgeführt werd^en undt zwar" für- Brücke mit Direktfarbstöffen,.
Keaktiv färbst off env Sä^refertetöffen oder
basischen i&rb"s;töEfffett b^mrzKEgt; stoif; ZeIlaäL©se€aseirtii zwischen
125 und I5Q0 C «ιοί nit: Öispersionsiarfetaf f ent bevjorzagt auf
synthetischen Fasern» un^ S^aeretsrfefasse^re· ZÄtscite» löö und: 19Q° C.
3*) Verfahren· naeh Änsprttcsft; % und, 2, dadureii gJe^Bnzeifö&net, daß
die WanBeb-ehandlung ia= u^erhi,fcziiiem:-
der auf getbrachvfcen; F«üiGifeei;gken&fc wftli eaxtem aosEetenr tragtt«g«itei,s?buiitgi erfblJEgfe, daß dates» F^ette&bfgieedtfe: £m cm* Iff — 3Q Sekunden.
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Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DEA0054103 | 1966-11-17 |
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ID=6939306
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
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- 1966-11-17 DE DE19661635373 patent/DE1635373A1/de active Pending
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- 1967-11-16 CH CH1601967D patent/CH1601967A4/xx unknown
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
AT277146B (de) | 1969-12-10 |
GB1166339A (en) | 1969-10-08 |
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ES346925A1 (es) | 1969-02-01 |
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