DE1620954A1 - Verbesserte,expandierbare Styrolpolymerisate - Google Patents
Verbesserte,expandierbare StyrolpolymerisateInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf expandierbare Polymerisatpräparate,
insbesondere auf Präparate, die sich zu einem niedrig dichten Schaum mit verbesserter Dimensionsstabilität expandieren
lassen sowie auf ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Expandierbare Polystyrolteilchen sind z.B. unter dem Handelsnamen
"Dylite" erhältlich. Schaumstrukturen mit niedriger Dichte werden
hergestellt, indem man diese Teilchen in nicht expandierten oder
teilweise expandierten Zustand in eine Form gibt und die Teilchen über den Siedepunkt des Blähmittels und Erweichungspunkt des
Polymerisates erhitzt. Die Teilchen dehnen sich unter der Wärmeeinwirkung
aus, füllen die Form und verschmelzen unter Bildung einer verschäumten Struktur·
Die Schrumpfung der Struktur bezüglich der Dimensionen der Form war bisher ein Problem· Besonders bei der Verformung niedrig
dichter Schäume (z.B. 0,016-0,032 g/ccm) muß eine sorgfältige
Regelung der Verformungsbedingungen erfolgen· Ist die Verformungstemperatur zu hoch oder der Abkühlungszyklus zu kurz, so fällt
der Schaum zusammen, und die erhaltene Struktur hat weder die
gewünschten Dimensionen noch eine niedrige Dichte* Werden die
Teilchen nicht einheitlich erhitzt, so erfolgt eine schlechte
Verschmelzung der einzelnen perlförmigen Teilchen in den Gebieten, wo die Teilchen ungenügend erhitzt wurden, und die
erhaltene Schaumstruktur hat nicht die erforderliche Festigkeit.
Selbst unter idealen Verformungsbedingungen erfolgt eine gewisse
Schrumpfung des Schaumes, die in Betracht gezogen werden muß, um einen fertigen Gegenstand mit den gewünschten Diemensionen
zu erhalten.
Zur Erzielung des gewünschten Effektes ist es notwendig, Zusätze in die Polymerisatteilchen einzuführen, wie z.B. zur Erhöhung
der Expandierbarkeit durch Zugabe von Weichmachern; durch Zugabe von Flammverzögerungsmitteln kann der erhaltene Schaum selbstverlöschend
gemacht werden. Diese Zusätze erhöhen aber leicht die oben aufgeführten Probleme bei der Verformung. Wird in die
Teilchen genügend Zusatzmittel zur Erzielung des gewünschten Zweckes eingeführt, so war es schwierig, eine schlechte Verschmelzung
und übermäßige Schrumpfung zu vermeiden. So war es notwendig, das Zusatzmittel innerhalb von Grenzen zu halten,
die das gewünschte Ergebnis nicht vollständig bringen (d.h. Feuerfestigkeit, Dimensionsbeständigkeit und niedrige Dichte),
um ein verwendbares Schaumprodukt zu erhalten·
In der US-Patentschrift 2 994 670 wurde das Problem angegangen, indem man als Polymerisat ein Mischpolymerisat verwendete, das
durch Mischpolymerisation von 70-90 Gew.-96 Styrol und 10-30
Gew.-^ Glycidylacrylat erhalten worden war, wobei das verschäumr
bare Polymerisat mit einem Vernetzungsmittel mit mindestens 2 aktiven Wasserstoffäquivalenten pro Molekül, wie z.B. ein Amin,
Amid oder Dicarbonsäure oder -anhydrid, gemischt wurde· Das verschäumbare
Präparat wurde zur Verflüchtigung des Kohlenwasser-
009820/1645
BAD ORIGINAL
stoffftlähmittels und zur Bildung eines integralen, zellul/aren
Schaumes bei einer Temperatur unterhalb derjenigen erhitzt, bei welcher eine beträchtliche Vernetzung erfolgt, worauf der
Schaum durch Erhitzen auf eine Temperatur von 80-1550C. für'
mindestens 15 Minuten ausgehärtet wurde.
Es wurde nun gefunden, daß die Mischpolymerisation einer geringen
Menge Tungöl mit einem Styrolmonomeren Polymerisatteilchen liefert,
die expandierbar gemacht werden können, um praktisch nicht schrumpfende Schäume mit ausgezeichneter Verschmelzung über
einen weiten Bereich von Verformungsbedingungen, selbst in Anwesenheit von Weichmachern und Selbstverlöschungsmitteln, zu
liefern. Die Teilchen können in üblicher Weise und ohne die bisher übliche, äußerst sorgfältige Regelung verschäumt werden.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Vinylarylmonomeren umfassen Styrol, IsopropylstyroljO^-Methylstyrol, nukleare Dirnethylstyröle,
Chlorstyrole, Vinylnaphthalin usw.
Tungöl ist selbstverständlich ein natürlich vorkommendes, von den Samen des Tungbaumes hergeleitetes Öl, das aus verschiedenen
Pettsäureglyceriden besteht. Die typische Zusammensetzung des
Fettsäureteiles von Tungöl ist 79,5 Gew.-^ Eleostearinsäure,
15 Gew.-^ Ölsäure, 4 Gew.-^ Palmitinsäure und 1,5 Gew.-% Stearinsäure.
Eleostearinsäure, die den größten Teil des Fettsäureteils
von Tungöl ausmacht, ist eine CjQ Säure mit 3 konjugierten Doppelbindungen,
die mit dem Vinylarylmonomeren mischpolymerisieren
kann.
009 8 2 0/1645
Das expandierbare VinylarjJäL-Tungöl-Mischpolymerisatpräparat kann
hergestellt werden, indem man eine wässrige Suspension mit Hilfe eines Suspendierungsmittels eines, freie Radikale bildenden
Katalysators, eines Virjylarylmonomeren und 0,7-0,025 Gew.-$ Tungöl,
bezogen auf das Gewicht des Monomeren, herstellt, die Suspension zum Mischpolymerisieren des Vinylarylmonomeren mit dem Tungöl
zur Bildung von Polymerisatteilchen erhitzt, den die Polymerisatteilchen
ein aliphatisches Blähmittel einverleibt, um die Teilchen expandierbar zu machen, und die Polymerisatteilchen aus
der Suspension gewinnt· Die erhaltenen, neuen, wärmestabilisierten,
expandierbaren Viylaryl-Tungöl-Mischpolymerisatpräparate der vorliegenden Erfindung expandieren beim Erhitzen zu einem
niedrig dichten, schrumpffesten, zellularen Schaum; sie bestehen
aus einer Vinyla-rylverbindung in Mischpolymerisation mit
0,7-0,025 Gew.-^ Tungöl, bezogen auf die Yinylarylverbindung, und
etwa 5-20 Gew.-^ eines Blähmittels, bezogen auf das Polymerisat.
Die erfindungsgemäßen neuen Mischpolymerisate liefern praktisch
nicht schrumpfende Schäume mit guter Verschmelzung in der gesamten Struktur.
Die Vernetzung fixiert gewöhnlich die Dimension des Materials, wie dies z.B. in dem in der US-Patentschrift 2 994 670 beschriebenen
Material der Fall ist. Trotz einer gewissen Vernetzung im Polymerisat durch die Anwesenheit des mischpolymerisierten Tungölea
wird überraschenderweise die Expandierbarkeit der Polymerisatteilchen
tatsächlich verbessert. Es wird angenommen, daß die erfindungsgemäße Vernetzung bewirkt, daß mehr Blähmittel in dem
durch Wärme plastifizierten Schaum während der Ausdehnung zurückgehalten
wird, wodurch eine wirksamere Verwendung des Blähmittels
009820/1645 BAD ORiGfNAL
erreicht und daher ein Schaum mit niedrigerer Dichte erhalten wird.
Werden selbstverlöschende Mittel in die erfindungsgemäßen Poly—
merisatpräparate einverleibt, so sind die sel"bstverlösohenden
Eigenschaften des Schaumes größer als erwartet, da die erfindungsgemäße
Polymerisatstruktur einer Schaumzerstörung durch Schmelzen und der Feuerausbreitung durch aufflammende Tropfen
von geschmolzenem Polymerisat widersteht.
Zur Erzielung einer günstigen Wirkung auf die Verformungseigenschaften
des Polymerisates ist eine Mindestmenge von etwa 0,025 Gew.-^ Tungöl erforderlich. Mengen über 0,7 Gew.-^ Tungöl sind
nicht notwendig und können die Polymerisationsgeschwindigkeit und die Stabilität der Suspension stören.
Die Polymerisation des Vinylarylmonomeren mit Tungöl erfolgt zweckmäßig in wässriger Suspension, wie dies z.B. in der US-Patentschrift
2 907 756 beschrieben wird, in welcher ein Styrolmonomeres in Wasser in Anwesenheit eines Katalysatorsystems aus
tert.-Butylperbenzoat und Benzoylperoxyd bei einem fixierten
Zyklus von Zeit und Temperatur unter Verwendung eines Suspendierungssystem3, um das Styrolmonomere in Form von Teilchen
oder Perlen im Wasser suspendiert zu halten, polymerisiert wird.
Die Polymerisation erfolgt in zwei Stufen bei zwei verschiedenen Temperaturen unter Verwendung einer Kombination von-freie Radikale
bildenden Katalysatoren, von denen einer nur bei der höheren Temperatur aktiviert wird. Daher ist ausreichend Katalysator
Terfügbar, wenn die höhere Temperatur erreicht, wird, so daß die
Polymerisation der Monomeren praktisch beendet ist und nur 0,1
009820 /1841 . um ammmi.
— ο —
Gew.-# restliche Monomeren oder weniger zurückbleiben. Das Verfahren
liefert praktisch sphärische Perlen mit einer solchen Größe, daß 95 Gew.-# durch ein US Standard Sieb von 10 mesh hindurchgehen
und auf einem Sieb von 35 mesh zurückgehalten werden; eine Größe von minus 10.mesh und plus 18 mesh wird bevorzugt. Die
Teilchengröße wird durch die Menge und Art des verwendeten Suspendierungemittels
geregelt.
Das Blähmittel, das die Polymerisatteilchen expandierbar macht,
wird den Teilchen während oder nach der Polymerisation einverleibt. Verfahren für eine solche Einverleibung sind in den US-Patentschriften
3 192 169 und 2 983 692 beschrieben. Bevorzugte Blähmittel umfassen flüchtige Kohlenwasserstoffe mit 1-7 Kohlenstoffatomen
im Molekül, wie Ä'than, Methan, Propan, Butan, Pent an, Hexan, Heptan, Cyclohexan und d/eren halogenierte Derivate mit
einem Siedepunkt unterhalb des Erweichungspunktes des Harzes des Polymerisates. Gewöhnlich werden 3-20 Gew.-# Blähmittel,
bezogen auf das Polymerisat, einverleibt.
Das Tungöl kann entweder durch Mischen mit dem Vinylarylmonomeren vor Beginn der Polymerisation eingeführt werden; oder es kann
dem Polymerisat zugegeben werden, nachdem ein Teil des Vinylarylmonomeren polymerisiert ist, z.B. vor dem Zeitpunkt, an welchem
etwa 90 Gew.-^ des Vinylarylmonomeren polymerisiert sind.
Zur Verbesserung der Ausdehnbarkeit der Polymerisate werden
Weichmacher, vorzugsweise durch Zugabe zur Monomerenbeschickung vor der Polymerisation, in- das Polymerisat einverleibt. Geeignete
Weichmacher sind niedrig flüchtige Verbindungen, wie 2-Äthylhexylaorylat,
Mineralöl, Äthylbenzoi, Butylstearat und chlorierte«
0 09820/ 164 S BAD
Diphenyl. Die verwendbare Weichmachermenge ist größer als "bei
üblichen expandierbaren Styrolpolymerisaten, da die andernfalls auftretenden, nachteiligen Wirkungen (d.h. schlechte Verschmelzung
der einzelnen Perlen miteinander und Schwächung der Schaumstruktur, so daß eine Schrumpfung oder ein Zusammenfallen des Schaumes
erfolgt) durch die Anwesenheit des Tungöles im Polymerisatpräparat
wirksam beseitigt werden. Daher kann die zur Erzielung der gewünschten
Expandierbarkeit erforderliche Weichmachermenge verwendet werden, obgleich Mengen über 5 Gew.-^ normalerweise für
diesen Zweck nicht notwendig sind.
Die erfindungsgemäßen neuen Polymerisatpräparate werden durch Einverleibung verschiedener, selbstverlöschender Mittel selbstverlöschend
gemacht. Bevorzugt werden organische Bromverbindungen, die beim Erhitzen auf die Entzündungstemperatur des Polymerisates
HBr freisetzen, von dem angenommen wird, daß er bei der Beendigung
des Brennens wirksam ist. Üblicherweise werden solche Mengen an selbstverlöschendem Mittel verwendet, die das Brennen der
Schaumstruktur in einer Sekunde oder weniger von dem Zeitpunkt, wo die Struktur aus dem Kontakt mit der Flamme eines Gasbrenners
genommen wird, abbrechen.
Die erforderliche Menge an selbstverlöschendem Mittel hängt von der Wirksamkeit des besonderen, verwendeten, selbstverlöschenden
Mittels ab, liegt im allgemeinen jedoch zwischen etwa 0,5-5 Gew.-?£ des Polymerisates. In der "Vergangenheit war. die tatsächlich
verwendbare Menge an selbstverlöschendem Mittel wesentlich weniger
als 5 #, da die Anwesenheit des selbstverlöschenden Mittels dieselbst
nachteilige Wirkung auf die Verformungseigenschaften des Präparates hat wie die Weichmacher (d.h. schlechte Verschmel-
0Q9820/164S
bad
zung und übermäßige Schrumpfung des Polymerisatschaumes). Wurden
daher ausreichende Mengen an Bromverbindung allein verwendet, um den Schaum selbstverlöschend zu machen, so wurden die Verformungseigenschaften üblicher Schäume so schlecht, daß sie technisch
ungeeignet wurden. Diese nachteilige Wirkung wurde bisher teilweise umgangen, indem man in das Polymerisat einen Peroxydsynergisten
zusammen mit dem selbstverlöschenden Mittel einverleibte, wodurch wesentliche geringere Mengen an selbstverlöschendem.
Mittel verwendet werden konnten.
Die erfindungsgemäßen neuen Polymerisatpräparate liefern gute Verformungseigenschaften,
selbst wenn derartige Mengen an selbstverlöschendem Mittel angewendet werden, daß der Schaum ohne notwendigen
Peroxydsynergisten selbstverlöschend gemacht wird.
Selbstverständlich haben die neuen Polymerisatpräparate verbesserte
Eigenschaften, selbst wenn kleinere Mengen an selbstverlöschenden Mitteln in Verbindung mit einem Peroxydsynergisten verwendet
werden. Geeignete, selbstverlöschende Mittel sind z.B. Tris-(2,3-dibrompropyl)-pho3)hat
(als "Mremaster T23P")im Handel)
und die bromierten Pflanzenöle (z.B. bromiertes Baumwollsamenöl), die in der Anmeldung ... ... (US Ser.No· 488 248 von 17.9.1965.)
beschrieben sind.
Mg. 1 der beiliegenden Zeichnungen ist eine Kurve der Druckentwicklung
der erfindungsgemäßen neuen, expandierbaren Präparate
im Vergleich mit einem üblichen, expandierbaren Styrolpolymerisat während der Verformung der entsprechenden Präparate.
Mg. 2 ist eine Kurve der Massendichte der neuen, expandierbaren Präparate in atmosphärischem Wasserdampf im Vergleich zu einem
üblichen, expandierbaren Styrolpolymerisat.
009820/1648
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung,
ohne sie zu beschränken.. Palis nicht anders angegeben, sind alle Teile Gew.-Teile.
Zur Darstellung der verbesserten Eigenschaften der neuen Polymerisate
bezüglich der Schaumschrumpfung wurden eine Reihe von
Styrolpolymerisaten ohne Tungöl hergestellt? anderen Polymerisatteilchen
wurde Tungöl bei einer etwa 9O-$igen Umwandlung des Styrols zugefigt; weiterhin wurde Tungöl der MonomerenbeSchickung
zugegeben und mit dem Styrol mischpolymerisiert, und es wurden außerdem zwei andere, trocknende Öle jeweils mit dem Styrol mischpolymerisiert.
Das Herstellungsverfahren war in jedem Pail gleich mit Ausnahme der Menge und Art des verwendeten, trocknenden Öles
und der Zugabeweise des Tungöles, die in Tabelle 1 aufgeführt sind.
In Haschen von etwa 34Q g Inhalt wurden 80 Teile Styrol und X
Gew.-# des in Tabelle 1 angegebenen Öles (bezogen auf das Styrol)
gegeben, die als Katalysatoren 0,24 Teile Benzoylperoxyd und
0,11 Teile tert.-Butylperbenzoat enthielten; weiterhin wurden
120 Teile Wasser, die als Suspendierungsmittel 0,4-8 Teile Triealciumphosphat
und 0,0036 Teile Dodecylbenzolnatriumsulfonat ("Nacconol NESF") enthielten, eingeführt. Die Flaschen wurden
verschlossen und in ein Ölbad gegeben, wo sie in Kopf-über-Boden Eichtung 7 Stunden rotiert wurden. Die Ölbadtemperatur wurde auf
920G. gehalten, um die Polymerisation der Monomeren zu bewirken.
Dann wurden die Flaschen auf 230O. abgekühlt, und in jede Flasche
wurden 0,8 Teile Tricalciumpbösphat, 0,008 Teile Dodecylbenzolnatriumsulf
onat ("Nacconol NESF"}'und 7»2 Teile n-Pentan. als
009020/1641 bad original
Balähmittel gegeben. Die Flaschen wurden erneut verschlossen,
in das Ölbad gegeben, rotiert und zur Beendigung der Polymerisation
und Einverleibung des Blähmittels in die Polymerisat— teilchen 4 Stunden auf 115 C. erhitzt. Die Aufschlämmung wurde
mit verdünnter Salzsäure angesäuert, um die Suspendierungsmittel löslich zu machen, dann wurden die Teilchen mit Wasser gewaschen
und luft getrocknet. Anteile von je 1 g der Perlen wurden 90
Minuten einer lufttemperatur von150°C· ausgesetzt, was eine Ausdehnung
der Teilchen zu einer Schaumstruktur bewirkte. Die Eigenschaften der erhaltenen Schäume sind in Tabelle 1 angegeben.
009820/164$
Versuch
Nr.
trocknendes Öl
Gew.-^ trockn.
Öl
Zusammenfallen des Schaumes nach
Minuten=bei 1500C.
Minuten=bei 1500C.
1-1 1-2 1-3 1-4
1-5
Leins amenb'l Baumwollsamenöl
lungöl*
0,15 0,15 0,15
0,15
vollständig
η
η
" ■
sehr gering
sehr schlechte Ausdehnung
* Das !Eungöl wurde nicht zur Monomer enbeschikung, sondern mit dem
Blähmittel bei einer etwa 90-^igen Umwandlung des Styrols zugegeben.
CD CJD
Aus der Tabelle geht hervor, daß Polymerisatschäume ohne Tungöl
oder mit den anderen, trocknenden Ölen bei 15O0O. vollständig
zusammenf/ielen; dagegen wurde der das mischpolymerisierte Tungöl
enthaltende Schaum durch die lange Zeit bei der hohen Temperatur nicht beeinträchtigt. Dies sseigt, daß die erfindungs gemäß en
neuen Mischpolymerisate hohe Verformungstemperaturen ohne Zusammenfallen
aushalten können, was im Gegensatz zu Styrolhomopolymerisaten und Styrolmischpolymerisaten, die andere trocknende Öle
enthalten, steht. Das tungölhaltige Polymerisat, bei dem die
Zugabe bei etwa 90-^iger Umwandlung des Styrols erfolgte, dehnte sich nicht zu einem niedrig dichten Schaum aus. Dies erfolgte
möglicherweise durch die Bildung einer harten, vernetzten Tungölschale auf den Teilchen, die eine ausreichende Ausdehnung derselben
verhinderte und zeigt die Notwendigkeit zur Bildung homogener Tungöl/Styrol-Mischpolymerisatteilchen.
Beispiel 2
Beispiel 2
Nach dem im folgenden beschriebenen Verfahren wurden zwei Polymerisate
hergestellt, von denen eines kein Tungöl und das andere 0,05 Gew.-i» Tungöl enthielt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2
angegeben.
In ein mit einem Dreiflügel-Propellerrührer versehenes Reaktionsgefäß wurden in angegebener Reihenfolge 108 Teile Wasser, die
als Suspendierungsmittel 0,8 Teile Tricalciumphosphat und 0,006 Teile Dodecylbenzolnatriumsulfonat ("Nacconol NRSP") enthielten,
und unter Rühren bei einer Geschwindigkeit von 110 Umdr./min
100 Teile Styrol 2ß Teile-Tris-(2,3-dibrompropyl)-phosphat als
selbstverlöschendes Mittel, X Teile Tungöl als Komonomeres (vgl. Tabelle 2), 0,38 Teile Benaylperoxyd und 0,15 Teile tert.-Butylperbenzoat
als Katalysatoren und 0,35 Teile des selbstveriösohen-
009820/1645 ß.
-U- 1 62095 A
den synergistischen Mittels "Lupersol-15Q" (2,5-Dimethyl-di-(tert.-butylperoxy)--hexyn-3)
gegeben. Die Mischung wurde zur Einleitung der Polymerisation auf 9O0G. erhitzt, was 85 Minuten
dauerte. Dann wurde die Mischung weitere 370 Minuten auf 9O0C. ■
gehalten, worauf 0,005 Teile "Hacconol HRSP" und 8 Teile einer
Mischung aus 50 Gew.-% Isopentan und 50 Gew.-^ n-Pentan als
Blähmittel zugefügt wurden. Die Rührergeschwindigkeit wurde auf 125 Umdr./min erhöht, und die Mischung wurde insgesamt 90 Minuten
nach Beginn der Blähmittelzugabe auf 900C. gehalten. Dann wurde
die Temperatur innerhalb von 35 Minuten auf 1150C. erhöht. Zur
vollständigen Polymerisat und Einverleibung des Blähmittels in die Polymerisatteilchen wurde die Mischung 360 Minuten auf
115°C. gehalten. Die Aufschlämmung wurde mit verdünnter Salzsäure angesäuert, die Polymerisatteilchen wurden von der wässrigen
Phase abzentrifugiert und 5 Minuten mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die UV-Analyse des Polymerisates zeigte einen Monomerengehalt
von 0,1 Gew.-^.
Die Polymerisatteilchen wurden kontinuierlich in einem in der
US-Patentschrift 3 025 175 beschriebenen Rodman-Vorexpandiergefäß von 208 1 Inhalt bei einer Geschwindigkeit von 209 kg/std vorexpandiert.
Sie Polymerisate dehnten sich zu den in Tabelle 2 angegebenen Dichten aus. Dann wurden Aliquote des vor expandiert en
Teilchen zu Schaumblöcken einer Dimension von 30 χ 6Q x 60 cm
verformt, indem man sie in eine in einer Dampfkammer enthaltenen Formaushöhlung legte und Wasserdampf unter Druck in die Perlen
einspritzte, bis sie sich zur völligen Füllung der Form ausdehnten und zusammen verschmolzen. Die Menge an Schrumpfung und
Einsacken des Blockes ("block cavitation"), die zur Verringerung der Schaumschrumpfung erforderliche Abkühlzeit und der zur Erzielung
einer optimalen Verschmelzung notwendige Waaserdampfdruok
sind in Tabelle 2 angegeben. 009820Z16** BAD QHlßiNAL
Versuch. X "PrepufflDichte Verformung
Nr. Gew.-96 Tungöl l>/ftr Blockeinbiegung Abkühl- Dampfdruck zur opt. Minde^tdruck zur
450 Ib./hr. "bei Mindestdampf- zeit Verschmelzung; atü opt. Verschmelzun
druck; mm
II-2
0 0,05
1,1-1,2 0,96
4,8-9,5
3,2
3,2
5-8 8
gute Verschmelzung 0,91, nicht 0,77 u, y 1 ™* ι, ui?
ausgez.Versohmelz. 0,63, nicht 0,49 0,63-1,05
i!
!■CO
ho
CD CO
cn
Aus den obigen Daten ist ersichtlich, daß die erfindungs gemäß en
Teilchen bei einem breiteren Dampfdruekbereicht, bei niedrigeren
Dampfdrücken verformt werden können und einen Schaumblock mit
besserer Verschmelzung liefern, als dies bei Jedem Dampfdruck
unter Verwendung üblicher Polystyrolteilehen möglich ist. Weiterhin hat der aus dem erfindungsgemäßen Präparat verformte Block
eine wesentlich bessere Dimensionsbeständigkeit, da sehr wenig
Einbiegung des Blockes auftritt, wahrend die Abkühlseit der
tragend
Schaumstruktur, die zum Selbstfciiaehen erforderlich ist,
Schaumstruktur, die zum Selbstfciiaehen erforderlich ist,
nicht merklich erhöht wird. .
Weiterhin geht aus Tabelle 2 hervor, daß trotz der Anwesenheit
der durch das Tungöl gebildeten Vernetzung die Polymerisatteilchen
der vorliegenden Erfindung sich überraschenderweise zu einer geringeren Dichte ausdehnen als solche ohne Tungöl. Dies
erfolgt vermutlich aufgrund der besseren Zurückhaltung des Blähmittels
in dem durch Wärme plastifizierten Polymerisat.
. 1 zeigt die erhöhte Zurückhaltung an Blähmittel· 135 g
Teile der vor-expandierten Perlen wurden in eine zylindrische
Form von 30 cm Durchmesser gegeben, die eine bewegliche Endwand hatte, die an eine druckempfindliche Vorrichtung angeschlossen
war. In die Perlen wurde eine Minute Wasserdampf bei 0,91 atü eingespritzt, während der Dampfeinführung wurde der Druck auf-
bis gezeichnet; 'eine weitere Druckaufzeichnung erfolgte/5 Minuten
nach Abstellen des Dampfes. Es ist ersichtlich, daß die neuen
Mischpolymerisatperlen (Kurve A) einen größere Druck bildeten
bei und dieses Druckmaximum konstant hielten, während/den, üblichen
Perlen (Kurve B) der Druck fiel, was einen Verlust der Blähmittel-
009820/164S
Dampfe aus den Perlen zeigte, die für die Ausübung des Druckes
verantwortlich sind. Die Aufrechterhaltung des Höchstdruckes
ist zum kontinuierlichen Verformen von Schaumstoffen aus expandierbaren Styrolpolymerisatperlen erforderlich.
Als weitere Darstellung der überlegenen Expandierbarkeit und
Wärmebßständigkeit der Tungöl enthaltenden Polymerisate wurden 1 g Anteile der Teilchen bei atmosphärischem Druck in Wasserdampf
gelegt und die Massendichte der expandierten Perlen aufgezeichnet.
Fig.
Die Ergebnisse sind in 2 gezeigt. Daraus geht hervor, daß die Dichte der Tuqsplmischpolymerisatperlen (Kurve C) weiter fiel, während die üblichen Perlen (Kurve D) eine Mindestdichte erreichten und dann zu schrumpfen begannen. Letzteres ist kennzeichnend für Perlen, bei denen Schrumpfungsprobleme auftreten, wenn die vor-expandierten Perlen zu einem verschäumten Gegenstand verformt werden.
Beispiel 5
Die Ergebnisse sind in 2 gezeigt. Daraus geht hervor, daß die Dichte der Tuqsplmischpolymerisatperlen (Kurve C) weiter fiel, während die üblichen Perlen (Kurve D) eine Mindestdichte erreichten und dann zu schrumpfen begannen. Letzteres ist kennzeichnend für Perlen, bei denen Schrumpfungsprobleme auftreten, wenn die vor-expandierten Perlen zu einem verschäumten Gegenstand verformt werden.
Beispiel 5
Zur Darstellung der Wirkung der Tungölmenge auf die Schaumschrumpfung
wurden verschiedene Versuche mit den in Tabelle 3 aufgeführten Tungölmengen durchgeführt. Um eine andere Einverleibungsweise
des Tungöles in das Polymerisat zu veranschaulichen, wurde das Tungöl 85 Minuten nachdem die Polymerisatiaasmischung auf 900C.
erhitzt worden war oder bei einer etwa 3O-4-O~$igen Umwandlung des
Styrolmonomeren zugefügt, und zwar nach dem folgenden Verfahrens
ein mit Rührer versehener 2-Liter-Harzkessel wurde in der folgenden
Reihenfolge beschickt mit 500 Teilen Wasser, einer Styrolmonomerenlösung
aus 500 Teilen Styrolmonomerem und 20 Teilen selbstverlöschenden Mittel ("Firemaster T23P"; Tris-(2,3-di
brompropyl)-phosphat) und 1,75 Teilen Benzoylperoxyd und 0,75
009820/164S ORlG>'NAL
- n 1520954
Teilen. tert.-Butyiperbenzoat als Katalysatoren. Die Mischung
wurde 80 Minuten "bei 90-920C. mit einem sich, aufwärts biegenden
Propellerrührer gegen eine als Thermoelement dienende.'!»rallflache
gerührt, worauf 0,25 Teile Tetranatriumpyrophosphat und 0,75 Teile Hydroxyäth'ylcellulose ("Uatrosol 250-GE") zugefügt wurden. Nachdem
die Mischung insgesamt 85 Minuten auf 90-920C. erhitzt worden
war, wurde dem Kessel die in Tabelle 3 angegebene Tungölmenge in Gew.-^, bezogen auf daa Styrol, zugegeben. Es wurde weiter insgesamt
7»5 Stunden auf 9O0C. erhitzt, worauf die Mischung auf 230C
abgekühlt wurde. 200 Teile der Aufschlämmung wurden in eine Flasche von 340 g Inhalt zusammen mit 0,2 Teilen Polyoxyäthylen-90-Sorbitanmonolaurat
und 7»8 Teilen n-Pentan eingeführt. Die Flasche wurde verschlossen und unter Kopf-über-Boden Bewegung
4 Stunden in einem Ölbad bei 1550C erhitzt. Das Produkt wurde
von der ßeaktionsmischung abgetrennt, gründlieh mit Wasser gewaschen
und bei Zimmertemperatur luftgetrocknet.
Dann wurden die getrockneten Perlen in atmosphärischem Wasserdampf
2-4 Minuten auf eine Dichte von etwa 0,032 g/ccm ausgedehnt. Die Perlen wurden 24 Stunden an der Atmosphäre altern gelassen, worauf
die vorexpandierten Perlen zu einem Block von 0,95 x 12,5 σ
12,5 cm verformt wurden, indem man sie in eine lorm von
0,95 x 12,5 x 12,5 cm gab, die zwischen den Platten einer elektrJa±
auf 1210C. erhitzten Presse gehalten wurde. Der Schaumblook hatte
die in Tabelle 3 angegebene Schrumpfung.
009820/1648
Versuch Gew.-^ Tungöl Verformungsschrumpfung bei 1210G,
Hr. ; υ
III-1 O sehr stark
III-2 0,025 mäßig
III-3 0,1 leicht
III-4 0,2 keine
III-5 0,3 keine
ο ' III-6 0,4 keine
* III-7 0,7 keine
*■>
cn
NJ CD CO
Aus Tabelle 3 ist ersichtlich, 'daß die Anwesenheit erhöhter Mengen
Tungöl das Schrumpfungsproblem beseitigt, wo eine Menge an selbstverlösehendem
Mittel in das Polymerisat einverleibt wird, die zur
Bewirkung einer erheblichen Schrumpfung eines Styrolhomopolymerisatschaumes ausreicht.
Beispiel 4
Beispiel 4
Zur Darstellung der Wärmestabilisierungswirkung des Tungöles bei weichgemachten, expand ie rb ar en Styrolpolymeriseften wurden zwei
Polymerisate nach demselben Verfahren hergestellt, wobei jedoch ein Polymerisat 0,1 Gew.-# Tungöl, bezogen auf das Monomere,
enthielt. Als Katalysatoren wurden 0,28 Teile Benaylperoxyd und 0,10 Teile tert.-Butylperbenzoat in einer Monomerenmischung aus
4 Teilen ^-Methylstyröl, 76 Teilen Styrol, χ # Tungöl (vgl. Tabelle 4) und 0,08 Teilen Mineralöl gelöst. Die Mischung"wurde zusammen
mit 120 Teilen Wasser, die als Suspendierungsmittel 0,64 Teile Tricalciumpho3phat und 0,0048 Teile Dodeoylbenzolnatriumsulfonat
(Nacconol NRSP) enthielten, in eine 1/3 1 Flasche gegeben. Die Flasche wurde verschlossen und die Mischung mit einer
Boden-über-Kopf-Bewegung 8 Stunden in einem ölbad bei 900G. erhitzt,
um die Monomeren zu Polymerisatperlen zu polymerisieren.
Dann wurde die Mischung auf etwa 280C. abgekühlt, und es wurden
0,8 Teile Trioaleiumphosphat, 0,008 Teile Dodecylbenzolnatriumsulfonat
(Nacconol NRSF) und 6,7 Teile n-Pentan in die Flasche
gegeben. Der IPlascheninhalt wurde nach jeder Zugabe gründlich
geschüttelt, dann wurde die Flasche verschlossen und die Mischung in einem ölbad, unter Boden-über-Kopf-Bewegung 4 Stunden auf 1150G,
erhitzt, um die Polymerisation zu beenden und das n-Pentan in
die Perlen zu imprägnieren. Dae Produkt wurde von der Reäktiona-
009820/16*8
ao
mischung abgetrennt, gründlich mit Wasser gewaschen und bei
Zimmertemperatur luftgetrocknet. 1-g-Anteile der Perlen wurden
7 Minuten bei 1000C. in Wasserdampf gelegt; dann wurde die Massendichte
und Schrumpfung der Schaumteilchen bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 aufgeführt. Teile der Perlen wurden bei
1500C. in einen Luftofen gelegt; die Ergebnisse sind in Tabelle
4 angegeben.
009820/1645
Beisp·
(χ) Expandierung durch Wasserdampf bei 1OQ0O,
^ !ungöl Massendichte in g/com Schrumpfung nach . . "
, ._ (- __. weiteren 2_min
5 mxn 5 mxn be± 1(χ)ο0#
Expandierung in der luft
bei 1500C.
bei 1500C.
0,014
0,022
56
merkliche Schrumpfung vom maxi· malen Schaumvolumen in 5 min
0,10
0,015
0,017 12 $>
sehr leichte Schrumpft ng vom
maximalen Schaumvolumen nach
30 Minuten
maximalen Schaumvolumen nach
30 Minuten
Aus den obigen Daten geht hervor, daß sich die weichgemachten Tungölperlen auf eine niedrigere, endgültige Dichte epandierten
und daß die Schrumpfung wesentlich verringert wurde. Beispiel 5
Zur Darstellung der Wirkung von Tungöl auf die Verformungs- und
selbstverlöschenden Eigenschaften expandierbarer Schäume, die Peroxydsynergisten und Bromverbindungen enthalten, wurden die
folgenden Versuche unter Verwendung der in Tabelle 5 angegebenen Tungölmenge durchgeführt. Die Polymerisate wurden wie folgt hergestellt
ι in eine 1/3 Liter-Flasche wurden 120 Teile Wasser, 80
Teile Styrol und die in Tabelle 5 aufgeführte Tungölmenge in Gew.-#, bezogen auf das Styrol, zusammen mit 0,28 Teilen Benzoylperoxyd
und 0,10 Teilen tert.-Butylperbenzoat als Katalysatoren,
0,16 Teilen "Lupersol 130" als sv Synergist, 1,2 Teilen selbstverlöschendea
Mittel "Akwilox-135" (bromiertes Baumwollsamenöl mit
37 Gew.-$ Brom) und 0,64 Teilen Tricalciumphosphat und 0,0048
Teilen Dodecylbenzolnatriumsulfonat (Nacconol NRSF) als Suspendierungssystem gegeben.Die Flaschen wurden mit einer Boden-über-Kupfer-Bewegung
6 Stunden in einem ölbad auf 90-920C. erhitzt;
dann wurden sie auf 230C abgekühlt, und es wurden 0,8 Teile
Tricalciumphosphat und 0,008 Teile Naoconol NRSP als Dispergierungsmittel
zusammen mit 6,2 Teilen n-Pentan zugefügt, wobei die Flaschen nach jeder Zugabe geschüttelt wurden. Die Flaschen wurden
erneut verschlossen und in ein ölbad gegeben, wo sie 4 Stunden mit einer Boden-Über-Kopf»-Bewegung auf 1150C. erhitzt wurden»
Der Inhalt wurde abgekühlt und die Perlenaufschlämmung zur löslichmachung
des Tricalciumphosphates mit HCl angesäuert, worauf die Perlen abfiltriert, mit Wasser gewaschen und luftgetrocknet
009820/1648
wurden.Aliquote Teile der Perlen wurden in atmosphärischem Wasserdampf
2-4 Minuten auf eine Dichte von etwa 0,048 g/ccm vorexpandiert.
Die Perlen wurden 24 Stunden in das Atmosphäre altern gelassen und dann zu 0,95 χ 12,5 x 12,5 cm Blöcken verformt, indem
man sie in eine Form gleicher MaJe gab, die 1 Minute zwischen
den Platten einer elektrisch beheizten Presse auf der in Tabelle
5 gezeigten Temperatur gehalten wurde. Die Blöcke wurden zu 12,5 cm Streifen geschnitten und diese zur Entfernung von restlichem
Blähmittel über Nacht in einem Ofen bei 50-6O0O. kaditioniert.
Die Selbstverlöschungstests erfolgten an Schaumstreifen, die vertikal in eine zugfreie Haube aufgehängt und angezündet
wurden, indem man eine 1,25 cm Flamme aus einem Mikrobrenner 3-5 Sekunden mit der Unterseite jeden Streifens'-in Berührung
brachte. Die durchschnittliche Zeit bis zum Verlöschen des Weiterbrennens nach Entfernung der Flamme von den Streifen
wurdeiiotiert. Die durchschnittliche Verlöschzeit für'5 Streifen
jeder Probe ist in Tabelle 5 angegeben. Durchschnittliche Verlüsch/zeiten
von etwa 1,0 Sekunden oder weniger wurden für eine technische Verwendbarkeit als angemessen angesehen.
009820/1645
Beisp. (ζ) Beständigkeit des Schaumes
G-# Tungöl währendäer Verformung
G-# Tungöl währendäer Verformung
0C.
Selb3tverlöschtest
abtropfende see bis zum Verlöschen Schmelze (durchschnitti.)
V-1 | 0 | |
V-2 | 0,05 | |
V-3 | 0,10 | |
V-4 | 0,25 | |
0098: | V-5 V-6 |
0,50 1,0 |
O | ||
CD | ||
on |
gut bei 118, unstabil bei 121
gut bei 121, unstabil bei 124
gut bei 127, unstabil bei 132
gut bei 132, unstabil bei 142 gut bis zu 141
Suspension versagte nach
Zugabe von Pentan
Zugabe von Pentan
viel | 1,5 |
triel | 1,2 |
viel | 1,2 |
mittel | 1,0 |
mittel | 1,0 |
K) CD CD
Aus den obigen Daten geht hervor, daß die Anwesenheit von Tungöl ein Abtropfen von Schmelze verringert, die Beständigkeit des
Schaumes während der Verformung bei höheren Verformungstemperaturen
erhöht und die Selbstverlöschzeit mit derselben Menge an
im Vergleich bromiertem Baumwollsamenöl verringert/wie bei Schäumen, die
^. kein Tungöl enthalten·/
Die vorliegende Erfindung liefert neue, wärmebeständige, expandierbare
Styrolpolymerisate und ein Verfahren zu ihrer Herstellung,
wodurch die Polymerisate zu nicht schrumpfenden Schäumen mit ausgezeichneten Verschmelzurigseigenschaften trotz der
angewendeten Verformungsbedingungen oder der Anwesenheit verschiedener Zusätze im Polymerisate expandiert werden können.
Die Präparate ermöglichen die Verformung verschäumter Strukturen
unter Bedingungen, die bisher zur Herstellung zufriedenstellender Schäume nicht anwendbar waren. Weiterhin werden Schaumstrukturen
aus Präparaten erhalten, die bisher aufgrund einer Schwächung der Schaumstruktur durch die Anwesenheit bestimmter Zusätze,
die nun durch die Anwesenheit des Tungöles überwunden wird, keinen befriedigenden Schaum lieferten.
/ Weiterhin zeigt die Tabelle, daß 1 Gew.-?6 Sungöl in der Monomerenbeschiokung
zu einem Versagen der Suspension führt.
009820/1641
Claims (8)
1.- Expandierbares Vinylary!polymerisat, enthaltend ein übliches
Blähmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymerisat 0,7-0,025 Gew.-# Turg>l in gebundener Form enthalte
2,- Expandierbares.Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es 3-20 Gew.-^ Blähmittel, bezogen auf das Polymerisat,
enthält·
3.- Expandierbares Material nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß es O,5-5fO Gew.-^, bezogen auf das Polymerisat,
eines selbstverlöschend machenden Mittels und/oder Weichmachers enthält.
4«- Expandierbares Material nach*Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß es polymerisiertes Styrol enthält.
5.- Expandierbares Material nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es ein bromhaltiges, selbstverlöschend machendes Mittel enthält.
6,- Verfahren zur Herstellung von Polyvinyla^ry!schaumstoffen,
bei dem ein ein übliches Blähmittel und gegebenenfalls selbstverlöschend maohende Mittel und/oder Weichmacher enthaltendes,
vorexpandiertee Polyvinylarylmaterial in üblicher Weise verschäumt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Polymerisat aus einer vinylaromatischen Verbindung mit 0,025-0,7 Gew.-#, ·>
bezogen auf die vinylafomatische Verbindung, Tungöl verwendet.
7.- Verfahren zur Herstellung von verschäumbaren Vinylarylpolymeri·
satteilchen durch Suspensionspolymerisation der vinyJaromatischen
Verbindung und Imprägnieren der erhaltenen Polymerisatteilchen mit
0098?n/164S
Blähmitteln, dadurch, gekennzeichnet, daß man die viny!aromatische
Verbindung und 0,025-0,7 Gew.-% Tungöl in wässriger Suspension
in Gegenwart von freien Radikal-Katalysatoren polymerisiert und dann die erhaltenen Polymerisatteilchen mit dem Blähmittel
imprägniert 0
8.- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man
die viny!aromatische Verbindung-unter Erwärmen polymerisiert
und das Tungöl zusetzt, bevor eine 90-$ige Polymerisation des
Monomeren erfolgt ist, und anschließend zu Endeypolymerisiert.
Der Patentanwalt:
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