DE1604410C - Vorrichtung zum Abziehen von extru dienen plastischen Erzeugnissen wie Rohren und Profilen aus Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum Abziehen von extru dienen plastischen Erzeugnissen wie Rohren und Profilen aus KunststoffInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Abziehen von extrudierten plastischen Erzeugnissen
wie Rohren und Profilen aus Kunststoff mit mehreren symmetrisch um den Umfang des Erzeugnisses
verteilt angeordneten und mittels eines drehbaren Verstellringes und eines Parallelogrammgestänges
radial zu dessen Achse gemeinsam und gleichmäßig verstellbaren und mittels Federn elastisch an diesem
zur Anlage bringbaren Zugelementen und mit zweiarmigen Spannhebeln, deren einer Arm mit den Zugelementen
und deren anderer Arm über ein Gestänge mit dem Verstellring verbunden ist.
Beim Extrudieren von Kunststoffrohren ist es bekannt, den das Mundstück verlassenden plastischen
Rohrstrang zwecks Forinstabilität zunächst durch eine Kalibrierung zu ziehen und dann durch ein Kühlbad
zu führen. Die Funktion dieser Abzugsvorrichtung hat einen wesentlichen Einfluß auf die Qualität
und Gleichmäßigkeit des Fertigerzeugnisses. Durch Erhöhung des Ausstoßes und durch die Anwendung
von exakteren Kalibrierungen wird auch die benötigte Abzugskraft immer gvößer. Dies ergibt nicht nur höhere
Antriebsleistungen der Abzugsvorrichtung, sondern es müssen auch die Spannelemente besonders
ausgebildet werden, um bei größeren Zugkräften die nötige Anpreßkraft aufzubringen, ohne das Rohr zu
deformieren. Für das mechanische Abziehen des Rohrstranges hab. η sich als Anschluß an einen Extruder
motorisch angetriebene Abzugsvorrichtungen von verschiedenster Bauart eingeführt.
Es finden sich beispielsweise ein umlaufendes Förderaggregat nut darüber angeordneten Druckrollen
bzw. zwei waagerecht gegeneinander andrückbare Walzen vor. Die Walzen- oder Rollenpaare können
stetig durch eine Nürnberger Schere miteinander verbunden sein, während die Rollenachsen durch Gelenkwellen
mit der Antriebswelle in Verbindung stehen. Wird nun der noch instabile Rohrstrang von den
beiden zusammenwirkenden Walzen erfaßt, so muß mit einer unerwünschten Formveränderung des Materialstranges
gerechnet werden. Bei einer Verminderung des Anpreßdruckes zur Vermeidung der Deformation
des Materialstranges muß ein ungleichmäßiges Abziehen des Extrudates in Kauf genommen werden.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles hat man auch schon Abzugsvorrichtungen mit einer beliebigen Anzahl
von Gegendruckwalzen entwickelt, die zentral so gesteuert sind, daß sie auf das Abzugsgut feinfühlig
drücken, wobei gleichzeitig die Förderelemente stufenlos regelbar angetrieben sind.
Ferner haben sich Raupenbänder zum Abziehen rohrförmiger Kunststoffstränge seit langem eingeführt.
So ist es auch schon bekannt, den zylindrischen Kern eines Extruders über seine Ringdüse hinaus zu
verlängern und ein Walzenpaar in dieser Kernverlängerung'zu lagern, welches Walzenpaar mit verschiebbar
gelagerten Gegenwalzen zusammenwirkt. Die Walzenpaare erfassen das aus der Düse austretende
Rohr und sollen es so stetig und druckfrei abziehen.
Die Förder- oder Belastungselemente können mit einem Werkstoffüberzug versehen sein, der einen hohen
Reibungskoeffizienten aufweist, um den Rohrstrang mit konstanter Spritzgeschwindigkeit abziehen
zu können.
Bekannt ist ferner eine im Anschluß an einen Extruder vorgesehene Abzugsvorrichtung mit drei in
gleichmäßiger Winkelverteilung um die Rohrstrangachse angeordneten Laufrollen, die mittels Schwenkhebeln
in radialer Richtung an den Rohrstrang anstellbar sind und mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
laufen, wobei Antriebswellen gleichzeitig die Schwenkachsen der Hebel bilden.
Schließlich gehört eine Abzugsvorrichtung zum Abziehen ,eines extrudierten Kunststoffrohres zum
Stand der Technik, die aus einer Mehrzahl von Förderketten besteht, die durch eine gemeinsame Kette
synchron angetrieben werden und eine achsparallele Bewegung sowie ein gleichmäßiges Erfassen des Rohres
sicherstellen. Diese bekannte Abzugsvorrichtung ist durch einen zweiseitigen Gehäuseaufbau umständlich
und aufwendig, sie hat nur eine geringe Zustellgeschwindigkeit und ermöglicht keine zentrale Spannung
durch Spiel und Dehnung an Kette und Getriebe. Bekannt ist auch eine Vorrichtung mit einer zentralen
Stelleinrichtung, dargestellt durch einen drehbar gelagerten Stellring, mit dem der Anpreßdruck
endloser Förderbahnen an das Extrudat eingestellt werden kann.
Weiter ist auch eine Abzugsvorrichtung bekannt, bei der ein drehbarer Verstellring über vorgespannte
Gestänge mit dem einen Arm von zweiarmigen Spannhebeln verbunden ist, an deren anderem Arm die Zugelemente
angeordnet sind, die ringsum gemeinsam und gleichmäßig in Richtung auf die Mittellinie des
Erzeugnisses elastisch federnd zur Anlage an dieses gelangen. Schließlich ist es auch bekannt, daß die
Zugelemente als Rollen ausgebildet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abzugsvorrichtung zu schaffen, die gegenüber bekannten
Ausführungen den wesentlichen Vorteil besitzt, daß durch einen größer wählbaren Anpreßdruck
3 4
die Abzugskraft erhöht wird, wobei durch Aufteilung kann entsprechend den erforderlichen Schwingen 6
dieses erhöhten Druckes auf mehrere Abzugrollen der erhöht werden. Die einzelnen Spannsätze lassen sich
Anpreßdruck je Rolle besonders bei dünnwandigen dadurch entfernen, daß die Schubstange 4 vom Ver-
Rohren herabgesetzt werden kann, um Deformatio- stellring 2 abgenommen und am Gehäuse in abgeho-
nen zu verhindern bzw. bei dickwandigen schweren 5 bener Stellung befestigt wird. So können z. B. bei
Rohren großen Durchmessers eine Erhöhung der An- Rohren mit größerem Durchmesser acht Schwingen 6
preßkraft zu ermöglichen. mit vier Rollen 7, bei solchen mit kleinerem Durch-
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der ein- messer vier Schwingen 6 und gegebenenfalls mehr
gangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch oder weniger Schwingen 6 Verwendung finden, sofern
gelöst, daß der Verstellring pneumatisch betätigbar ist io nur im Einzelfall auf die Symmetrie Bedacht genom-
und daß zwischen den Spannhebeln und den in an sich men wird. Für Flächenprofile können z. B. auch schon
bekannter Weise als Rollen ausgebildeten Zugelemen- zwei Schwingen 6 genügen.
ten diese letzteren tragende, an den Spannhebeln pen- Die Spannhebel 5 sind außermittig und derart ge-
delnd angeordnete Schwingen vorgesehen sind. Vor- lagert, daß an einem Ende eines jeden Hebels die
teilhaft sind die Schwingen von federnden Teleskop- 15 Schubstangen 4 durch Kugelgelenke gelagert sind und
stangen gehalten. In weiterer vorteilhafter Ausbildung am anderen Ende sich die Schwingen 6 mit den vier
können in jeder Schwinge mindestens zwei, Vorzugs- Rollen 7 befinden. Teleskopstangen 8 bilden mit dem
weise vier Rollen gelagert sein. Gehäuse, den Spannhebeln 5 und den Schwingen 6 ein
Mit der Vorrichtung wird der Vorteil erreicht, daß Parallelogramm und halten die Schwingen 6 immer
besonders bei dünnwandigen Rohren durch die weit- 20 parallel zur allgemeinen Abzugsrichtung. Eine in die
gehend feinfühlig und elastisch beeinflußbare Funk- Teleskopstange 8 eingebaute und vorgespannte Feder
tion der Spannelemente ein deformationsfreies, si- ermöglicht ein Einpendeln jeder Schwinge 6 beicheres
Abziehen gewährleistet und außerdem durch spielsweise beim Anfahren des Rohres oder bei geleleichte
und schnelle Einstellbarkeit auf den Rohr- gentlichen Unebenheiten am Extrudat. Der Anpreßdurchmesser
der Arbeitsgang vereinfacht wird, so daß 25 druck kann durch Verwendung eines Zylinders als
sich insgesamt wesentlich günstigere Produktionsbe- Druckquelle elastisch gehalten werden. Der Antrieb
dingungen ergeben. der Vorrichtung erfolgt mit Hilfe von Rollenketten
Da die Schwingen durch die Teleskopstangen mit und Kettenrädern, die in den Drehpunkten der Spanndem
gemeinsamen Verstellring verbunden sind, drük- hebel 5 bzw. der Schwingen 6 eingebaut sind,
ken die oben angeordneten Schwingen nicht stärker 30 Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende:
auf das Rohr als die unten angeordneten. Diese An- Die Vorrichtung übernimmt das im Kühlmittelbad Ordnung bildet beim Abziehen von dünnwandigen genügend abgekühlte extrudierte Rohr od. dgl., das Kunststoffrohren besondere Vorteile. Beim Über- von mehreren symmetrisch angeordneten Schwinschreiten des Vorspanndruckes federn die Teleskop- gen 6 mit je vier Rollen 7 über einen gemeinsamen stangen und damit die Rollen zurück, die in den gelen- 35 Verstellring 2 stets im Anlagenmittel erfaßt wird. Die kig aufgehängten Schwingen laufen, welche ihrerseits Betätigung des Verstellringes 2 erfolgt durch einen von einer gefederten Parallelführungsstange gehalten Druckluftzylinder 1, der z. B. über ein Druckreglersind. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist durch ventil bekannter Bauart beaufschlagt wird. Der feindie automatische Einstellung über den Bereich von fühlige Anpreßdruck wird auf die Schwingen 6 aufge-Rohren verschiedener Größe insofern von besonde- 40 teilt, die in geringem Abstand voneinander am Umrem Vorteil, als sie ein Spannen im Anlagenmittel fang des Rohres bzw. Materialstranges angreifen und ohne Umrüsten von Einzelgliedern ohne weiteres ge- dadurch das extrudierte Vorfabrikat stützen. Die währleistet. Schwingen 6 sind durch vorgespannte Teleskopstan-
ken die oben angeordneten Schwingen nicht stärker 30 Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende:
auf das Rohr als die unten angeordneten. Diese An- Die Vorrichtung übernimmt das im Kühlmittelbad Ordnung bildet beim Abziehen von dünnwandigen genügend abgekühlte extrudierte Rohr od. dgl., das Kunststoffrohren besondere Vorteile. Beim Über- von mehreren symmetrisch angeordneten Schwinschreiten des Vorspanndruckes federn die Teleskop- gen 6 mit je vier Rollen 7 über einen gemeinsamen stangen und damit die Rollen zurück, die in den gelen- 35 Verstellring 2 stets im Anlagenmittel erfaßt wird. Die kig aufgehängten Schwingen laufen, welche ihrerseits Betätigung des Verstellringes 2 erfolgt durch einen von einer gefederten Parallelführungsstange gehalten Druckluftzylinder 1, der z. B. über ein Druckreglersind. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist durch ventil bekannter Bauart beaufschlagt wird. Der feindie automatische Einstellung über den Bereich von fühlige Anpreßdruck wird auf die Schwingen 6 aufge-Rohren verschiedener Größe insofern von besonde- 40 teilt, die in geringem Abstand voneinander am Umrem Vorteil, als sie ein Spannen im Anlagenmittel fang des Rohres bzw. Materialstranges angreifen und ohne Umrüsten von Einzelgliedern ohne weiteres ge- dadurch das extrudierte Vorfabrikat stützen. Die währleistet. Schwingen 6 sind durch vorgespannte Teleskopstan-
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der gen 8 mit dem Verstellring 2 verbunden und gelenkig
Erfindung schematisch dargestellt und wird im föl- 45 aufgehängt. Die Schwingen 6 drücken daher mit gleich
genden näher beschrieben. Es zeigt starkem Druck ringsum und gleichmäßig auf das Rohr
F i g. 1 einen Querschnitt der Vorrichtung, od. dgl. Dies ist beim Abziehen von dünnwandigen
F i g. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Kunststoffrohren von besonderem Vorteil. Beim
Fi g. 1, Überschreiten des maximalen Druckes federn die Te-
F i g. 3 eine perspektivische Darstellung des Ver- 50 leskopstangen 8 und drücken damit gleichzeitig die
stellringes mit den Schwingen und einem Rohr. Rollen 7 zurück, die in den Schwingen 6 laufen. Die
Die Vorrichtung weist einen in einem einfachen Rollen 7 sind zur Erzielung einer spezifisch geringen
Gehäuse angeordneten Druckluftzylinder 1 auf, der Belastung relativ breit ausgebildet. Je nach Größe des
über eine Schubstange 1' einen Verstellring 2 zur extrudierten Rohres od. dgl. greifen drei, vier, sechs
gleichmäßigen Verteilung des Kolbenhubs auf Spann- 55 oder acht Schwingen 6 mit je zwei bis vier Abzugsrolhebel
5 in eine drehende Bewegung versetzt, wobei die len am Umfang des Rohres od. dgl. an.
Lage des Verstellringes 2 in seiner Kreisstellung durch Die Schwingen 6 sind austauschbar, leicht abeine verstellbare Aufhängung 3 des Druckluftzylin- nehmbar angeordnet. Der Antrieb und die Zustellung ders 1 veränderbar ist. Im Verstellring 2 sind Schub- der Spannelemente sind separat gelagert. Leichte Anstangen4 symmetrisch verteilt, welche die Verbin- 60 passungsfähigkeit der Vorrichtung ist bei einem Formdung zu den Spannhebeln 5 bilden, an denen Schwin- und/oder Größenwechsel der Extrudate ohne weitegen 6 befestigt sind. Die Anzahl der Schubstangen 4 res gegeben.
Lage des Verstellringes 2 in seiner Kreisstellung durch Die Schwingen 6 sind austauschbar, leicht abeine verstellbare Aufhängung 3 des Druckluftzylin- nehmbar angeordnet. Der Antrieb und die Zustellung ders 1 veränderbar ist. Im Verstellring 2 sind Schub- der Spannelemente sind separat gelagert. Leichte Anstangen4 symmetrisch verteilt, welche die Verbin- 60 passungsfähigkeit der Vorrichtung ist bei einem Formdung zu den Spannhebeln 5 bilden, an denen Schwin- und/oder Größenwechsel der Extrudate ohne weitegen 6 befestigt sind. Die Anzahl der Schubstangen 4 res gegeben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Abziehen von extrudierten plastischen Erzeugnissen wie Rohren und Profilen
aus Kunststoff mit mehreren symmetrisch um den Umfang des Erzeugnisses verteilt angeordneten
und' mittels eines drehbaren Verstellringes und eines Parallelogrammgestänges radial zu dieser
Achse gemeinsam und gleichmäßig verstellbaren und mittels Federn elastisch an diesem zur Anlage
bringbaren Zugelementen und mit zweiarmigen Spannhebeln, deren einer Arm mit den Zugelementen
und deren anderer Arm über ein Gestänge mit dem Verstellring verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verstellring (2) pneumatisch betätigbar ist und daß zwischen den
Spannhebeln (5) und den in an sich bekannter Weise als Rollen (7) ausgebildeten Zugelementen
diese letzteren tragende, an den Spannhebeln (5) pendelnd angeordnete Schwingen (6) vorgesehen
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingen (6) von federnden
Teleskopstangen (8) gehalten sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Schwinge (6)
mindestens zwei, vorzugsweise vier Rollen (7) gelagert sind.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEA0053127 | 1966-07-29 | ||
DEA0053127 | 1966-07-29 |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1604410A1 DE1604410A1 (de) | 1970-09-24 |
DE1604410B2 DE1604410B2 (de) | 1972-09-14 |
DE1604410C true DE1604410C (de) | 1973-05-10 |
Family
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