DE1603790C - Motorschrauber zum Einsetzen von Befestigungsschrauben in ein Werkstück - Google Patents
Motorschrauber zum Einsetzen von Befestigungsschrauben in ein WerkstückInfo
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Description
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Motorschrauber für Schrauben, die das Gewinde in einem vorher
von der Schraube hergestellten Loch eines Bleches selbst schneiden, mit einem mit dem Motorschrauber
vereinigten Schlaggerät, dessen Schlagkörper vor dem Einschrauben der Schraube auf die
diese eindrehende Spindel hingetrieben wird.
Es hat sich gezeigt, daß dieser Motorschrauber nicht mit jeder beliebigen Schraube ein Werkstück
zuverlässig durchdringen und eine einwandfreie Verschraubung erzielen kann. *
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für den Motorschrauber der eingangs beschriebenen
Art Schrauben zu schaffen, mit denen einwandfreie Verschraubungen möglich sind.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Schraube mit einer gewindelosen Spitze Verwendung
findet, der sich ein zum zylindrischen Gewindeschaft ansteigender Kegelabschnitt anschließt.
Dadurch wird der Vorteil erreicht, daß selbstgewindeschneidende Schrauben in ein aus Blech, Metallplatten
u. dgl. bestehendes Werkstück eingeschraubt werden können, ohne daß die Notwendigkeit besteht, im
voraus vorgebohrte Hilfslöcher für die Schrauben herstellen zu müssen, wobei gleichzeitig die Herstellkosten
dieser selbstgewindeschneidenden Schrauben niedrig sind, da keine eigens ausgebildete Bohrspitze
vorgesehen sein muß. Gleichzeitig kann hierbei die Schraube mit einer Geschwindigkeit gedreht
werden, die zur Herstellung eines einwandfreien Gewindes optimal ist, ohne zum Vorlochen eine höhere
Geschwindigkeit anwenden zu müssen.
Weitere zweckmäßige Weiterbildungen nach der
Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
An Hand der Zeichnung sind nachfolgend Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht — teilweise im Schnitt —
einer Schraube am Anfangsstadium des Einsetzvorganges nach Erteilung eines Stoßes, damit sie in einer
Metallplatte ein Vorloch stößt, jedoch einen Zustand vor Beginn der Drehung der Schraube; in dieser Figur
der Zeichnungen ist ein bevorzugter Fall dargestellt, bei welchem die Stoßkraft eine maximal zulässige
vorbestimmte Größe hat,
F i g. 2 eine der in F i g. 1 veranschaulichten ähnliche Ansicht, welche den Fall zeigt, in dem die
Größe der Stoßkraft bei gleichen Abmessungen von Schraube und Blech wie Fig. 1 das zulässige vorbestimmte
Minimum darstellt,
Fig. 3 eine Stirn- bzw. Draufsicht des Schraubenkopfes
nach Fig. 1 und 2, in welchen dieser im Schnitt entlang der Linie 1-1 der Fig. 3 dargestellt
war, .
Fig. 4 eine Draufsicht des die Vorlochspitze aufweisenden
Endes der Schraube und
Fig. 5 eine Teilansicht des Schraubenkopfes im
Schnitt entlang der Linie 5-5 der F i g. 3.
Die in den F i g. 1 bis 5 dargestellte SchraubeSveist
einen Kopf 10, einen zylindrischen Schaft 11 mit einem gehärteten Vollgewinde 14 sowie einen sich
konisch verjüngend, ebenso mit einem Gewinde versehenen Abschnitt 13 auf, der in einer Spitze 12
endet, die in Metall eindringen kann. Die Spitze 12
ist pyramidenförmig und weist flache Wände 15 und eine Basis 20 am Übergang zum konischen Abschnitt
13 auf, deren Querschnitt rautenförmig und deren eine Diagonale größer als die andere ist, nämlich die
Diagonale zwischen den Ecken 23 (vgl. Fig. 4). Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Gewinde zweigängig,
und der Anschnittpunkt des jeweiligen Gewindeganges fällt mit einer der entsprechenden
Ecken 23 an den Enden der größeren Diagonale der Lochspitze zusammen.
Der Kopf 10 weist eine Ausnehmung bekannter Form zur Aufnahme der Schraubenzieherspitze auf,
die aus einer Mittelaushöhlung 25 und vier Rillen 26
ίο zur Aufnahme der Flügel des Schraubenziehers besteht,
die sich von der mittleren Aushöhlung der Ausnehmung nach außen, strahlenförmig erstrecken. Die
Ausnehmung weist zwischen" je zwei am Kreisumfang vorgesehenen benachbarten Rillen 26 eine Vertiefung
27 auf, deren Querschnitt V-förmig ist, wobei diese Vertiefung in bezug auf die Schraubachse nach
unten und innen geneigt ist, während die Seitenwände der Rillen 26 der Ausnehmung im wesentlichen senkrecht
sind. Die zum Einsetzen der Schraube verwendete Schraubenzieherspitze ist entsprechend gestaltet.
Gegenüber der Verwendung der bisher bekannten selbstgewindeschneidenden Schrauben zur Herstellung eines Gewindes in Blech u. dgl. werden durch
die Erfindung folgende Vorteile erreicht: Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, in denen die Lagen der
Schrauben in der Metallplatte; nach der "Erteilung eines maximal bzw. minimal zulässigen Stoßes veranschaulicht
sind, muß der Stoßwert für jede bestimmte Schraubengröße und jede bestimmte Metallplattenstärke
oder -dicke innerhalb bestimmter Grenzen liegen. Der nach Fig. 1 der Schraube erteilte Stoß
hat bewirkt, daß die Spitze 12 die Platte durchbohrt hat und vollständig über die andere Oberfläche der
Platte hinausragt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wurde ein Teil des Materials
der Metallplatte in der Bewegungsrichtung der Schraube verdrängt, was zur.Bildung einer kreisringförmigen
Ausbauchung 28 in der hinteren Oberfläche der Metallplatte geführt hat. Das Metall um die OfF-nung
in der vorderen Oberfläche der Platte wurde durch die Stoßkraft ausgeweitet, so daß sich ein
schalltrichterförmiger Eingang zum Leitloch gebildet hat; vgl. Pos.29 in Fig. 1 und 2. Das Leitloch ist
kegelförmig und erstreckt sich vom Innenende des Schalltrichters bzw. des Punktes30 der in Fig. 1
und 2 gezeigten Schraube, wobei unter Durchmesser des Leitloches hier die Abmessung P am Punkt 30
verstanden wird, d. h. der Durchmesser des größeren Ende des kegeligen Leitloches. Nach der Erfindung
ist die Größe des minimal zulässigen Stoßes, wie in Fig. 2 veranschaulicht, derart festgelegt, daß diese
Stoßkraft zum Vorschub der Lochspitze 12 in die Metallplatte zum Erhalt des Leitloches mit einem
Durchmesser P (min) ausreicht. Dieser Durchmesser P (min) ist genügend groß, um das Anschnittsende
des Gewindeganges des sich konisch verjüngenden Schraubenabschnittes 13 aufzunehmen und somit zu
gewährleisten, daß das Gewinde in dem Leitloch greift. Bei der doppelgängigen Schraube nach Fig. 1
und 2 liegen die Anfangs- bzw. Anschnittsenden der betreffenden Gewindegänge bei 23 an diametral entgegengesetzten
Punkten des konischen Schraubenabschnittes. Bei einer eingängigen Schraube ist selbstverständlich
nur ein Anschnittsende entsprechend dem Punkt 13 vorhanden. Wie aus Fig. 2 ersichtlich,
ist der Durchmesser P (min) des Leitloches derart bemessen, daß das Anschnittsende 23 der jeweiligen
Gewindegänge gerade in das Leitloch eintritt und der
3 4 β
an jedes Anschnittsende unmittelbar angeschlossene des Schaftes 11 nicht kleiner ist als die Tiefe d. Um
Gewindegangabschnitt in das Leitloch eingreift. In- in der Praxis die bestmöglichen Ergebnisse beim Ein-
folge dieses durch die Stoßkraft erfolgten Ineinander- treiben mehrerer gleich ausgebildeter Schrauben
greifens wird dieser Gewindegangabschnitt in das nacheinander — wie es bei Fließbandarbeiten üblich
Metall des Leitloches eingedrückt, wobei dieses Ein- 5 ist — zu erhalten sowie unter Berücksichtigung der
drücken, obwohl es sehr gering sein kann, trotzdem infolge normal zulässiger Fertigungstoleranzen auf-
vollauf ausreicht, daß bei Beginn der Schraubendre- tretenden Abweichungen der Schraubenbemessungen,
hung unter Axialdruck gewährleistet ist, daß sich die wird der Durchmesser P (max) des Leitloches höch-
Gewindegänge unverzüglich in das Metall der Platte stens so groß gewählt, daß d mindestens 30% von D
einpressen und somit das Eindrehen bzw. -schrauben io entspricht,
und den Axialvorschub der Schraube einleiten. Der höchstzulässige Grenzwert für die Größe der
und den Axialvorschub der Schraube einleiten. Der höchstzulässige Grenzwert für die Größe der
Da beim Einsetzen der Schrauben mit einem Werk- Stoßkraft zur Herstellung des Leitloches mit dem
zeug nach dem Hauptpatent 1478 914 die zum Dre- Werkzeug nach dem Hauptpatent 1 478 914 darf
hen und Eintreiben der Schraube vorgesehene Steue- nicht überschritten werden, da sonst das erzeugte
rung unmittelbar nach Erteilung des Stoßes wirksam 15 Leitloch so groß wird, daß das Gewinde — wie schon
wird, wird der auf die Schraube ausgeübte Axial- erwähnt — beim endgültigen Anziehen der Schraube
druck ebensowenig wie das durch das Eindrücken überdreht wird. Wird nämlich der Durchmesser P des
eingeleitete Ineinandergreifen der Gewindegänge und Leitloches gleich oder beinahe gleich dem größeren
des Leitloches unterbrochen. Durchmesser des Vollgewindes des Schaftes 11, so
Sollte der minimale Leitlochdurchmesser P (min) 20 dringen beim Drehen der in das Werkstück einzutrei-(Fig.
2) durch Wahl einer zu geringen Stoßkraft benden Schraube die ersten Vollgänge des Schaftunterschritten
werden, kommt das Anschnittsende 23 gewindes wenig oder überhaupt nicht in die Wand
des Gewindeganges nicht mit dem Leitloch in Ein- des Leitloches ein. Dadurch schneiden sich die Gänge
griff, und die in Umlauf versetzte Schraube im Ein- des Schaftgewindes trotz der konischen Ausbildung
trittsabschnitt des Leitloches trudelt, wobei sich das 25 des Leitloches nicht genügend in dessen ganze Wan-Anschnittsende
des Gewindeganges nicht in das Me- dungsfläche ein, um das Überdrehen des Gewindes
tall einfressen kann. P (min) stellt somit die eine zu vermeiden, wenn das normalerweise zum voll-Grenzlage
der Schraube beim Einsetzen dar. ständigen Eindrehen der Schraube angewendete,
In F i g. 1 ist die andere Grenzlage der Schraube volle Drehmoment aufgebracht wird,
veranschaulicht. Bestimmungsgröße der zweiten 30 Die zur Erzeugung des Leitloches mit dem bevor-Grenzlage der Schraube ist der entstehende größte zugten Maximaldurchmesser P (max) nach Fig. 1 Lochdurchmesser des Leitloches P (max) beim Ein- und mit dem bevorzugten Minimaldurchmesser P (min) treiben der Schraube. Der Durchmesser des Leit- nach Fig. 2 erforderliche Stoßgröße wird bei Verloches darf eine Größe nicht überschreiten, bei der wendung des Werkzeuges nach dem Hauptpatent beim Umlauf der Schraube bei ihrem Eindrehen unter 35 1478 914 für eine gegebene Größe der Schraube in dem vorgegebenen Drehmoment das durch die Zusammenhang mit einer gegebenen Stärke der Meselbstgewindeherstellende Schraube im Leitloch ge- tallplatte entsprechend zwischen einem Maximalwert bildete Gewinde überdreht wird. Folglich muß der und einem Minimalwert eingestellt,
maximal zulässige Stoß derart bemessen sein, daß das Obwohl die in F i g. 1 und 2 dargestellte Schraube Leitloch das ganze Gewinde des zylindrischen Schrau- 40 ein doppelgängiges Gewinde aufweist, kann jedes benschaftes aufnehmen kann, so daß die Gewinde- herkömmliche einzelgängige Gewinde gleichfalls vergänge des Schraubenschaftes mit der Wand des Leit- wendet werden. Ebenfalls kann der konisch zulauloches bei der Drehung der Schraube unter dem vor- fende Abschnitt des Gewindeschaftes erhalten wergegebenen Drehmoment innig in Eingriff kommt. den, indem ein Schaft verwendet wird, der entlang Nachdem die Schraube endgültig eingetrieben worden 45 seiner ganzen Abmessung bis auf die Vorlochspitze ist, soll vorzugsweise nicht weniger als ein vor- zylindrisch ist, wobei der größte Teil seines Vollbestimmter Grad der Radialtiefe des vollen Schrau- gewindes zylindrisch ist und am Vorderende die bengewindes im innigen Eingriff mit der Wand des Gangtiefe allmählich in Richtung auf die Spitze zum Leitloches stehen. Erhalt des konisch zulaufenden Abschnittes ab-
veranschaulicht. Bestimmungsgröße der zweiten 30 Die zur Erzeugung des Leitloches mit dem bevor-Grenzlage der Schraube ist der entstehende größte zugten Maximaldurchmesser P (max) nach Fig. 1 Lochdurchmesser des Leitloches P (max) beim Ein- und mit dem bevorzugten Minimaldurchmesser P (min) treiben der Schraube. Der Durchmesser des Leit- nach Fig. 2 erforderliche Stoßgröße wird bei Verloches darf eine Größe nicht überschreiten, bei der wendung des Werkzeuges nach dem Hauptpatent beim Umlauf der Schraube bei ihrem Eindrehen unter 35 1478 914 für eine gegebene Größe der Schraube in dem vorgegebenen Drehmoment das durch die Zusammenhang mit einer gegebenen Stärke der Meselbstgewindeherstellende Schraube im Leitloch ge- tallplatte entsprechend zwischen einem Maximalwert bildete Gewinde überdreht wird. Folglich muß der und einem Minimalwert eingestellt,
maximal zulässige Stoß derart bemessen sein, daß das Obwohl die in F i g. 1 und 2 dargestellte Schraube Leitloch das ganze Gewinde des zylindrischen Schrau- 40 ein doppelgängiges Gewinde aufweist, kann jedes benschaftes aufnehmen kann, so daß die Gewinde- herkömmliche einzelgängige Gewinde gleichfalls vergänge des Schraubenschaftes mit der Wand des Leit- wendet werden. Ebenfalls kann der konisch zulauloches bei der Drehung der Schraube unter dem vor- fende Abschnitt des Gewindeschaftes erhalten wergegebenen Drehmoment innig in Eingriff kommt. den, indem ein Schaft verwendet wird, der entlang Nachdem die Schraube endgültig eingetrieben worden 45 seiner ganzen Abmessung bis auf die Vorlochspitze ist, soll vorzugsweise nicht weniger als ein vor- zylindrisch ist, wobei der größte Teil seines Vollbestimmter Grad der Radialtiefe des vollen Schrau- gewindes zylindrisch ist und am Vorderende die bengewindes im innigen Eingriff mit der Wand des Gangtiefe allmählich in Richtung auf die Spitze zum Leitloches stehen. Erhalt des konisch zulaufenden Abschnittes ab-
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, hat die Spitze 12 in- 50 nimmt.
folge des Stoßes ein Leitloch mit einem Durchmesser Um eine höchstmögliche Festigkeit bei in eine
P (max) gebildet, welcher eine Funktion der Radial- Metallplatte eingesetzten Befestigungsschrauben bzw.
tiefe D des Vollgewindes des zylindrischen Schaftes selbstgewindeherstellenden Schrauben zu erzielen,
11 der Bemessung d darstellt, wobei d die Tiefe ist, muß die Metallplatte mit den in sie sich eingefressebis
zu welcher der erste Vollgang des Gewindes des 55 nen Gewindegängen voll in Eingriff gebracht werden,
zylindrischen Schaftes unmittelbar am sich konisch d. h., das Metall der Platte muß die sich in Eingriff
verjüngenden Gewindeabschnitt in das Metall ein- befindlichen Gewindegänge bis zu dem Gewindekern
dringt, wenn die Schraube durch Drehung in das oder -fuß füllen und mit deren gesamtem Ober-Leitloch
vorgeschoben ist und der erste Vollgang*des flächenbereich in volle Anlage gebracht werden. Bei
Gewindes mit der Wand des Leitloches bei 30 in Ein- 60 der bisher üblichen, eingangs erwähnten allgemeinen
griff gebracht wird. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß Praxis für die Herstellung jedes einzelnen Leitloehes
beim Drehen der Schraube, wenn die ersten Voll- mit Hilfe eines besonderen Bohr- oder Lochvorgangänge des Gewindes des Schaftes 11 mit der Wand ges wird dieses volle Ineinandergreifen der Gewindedes
Leitloehes in Eingriff kommen, diese ersten Voll- gänge selten erzielt, da der Vorlocharbeitsgang zwanggänge
des Gewindes in die Wand bis zu einer Tiefe d 65 läufig ein spanabhebender Vorgang ist, wobei nicht
eindringen, so daß infolge der konischen Ausbildung genügend Metall in der das Leitloch umgebenden
des Leitloehes die nach dem endgültigen Eintreiben Wand zum Ausfüllen der in Eingriff gebrachten Geder
Schraube erzielte Einschneidtiefe des Gewindes windegänge der Schraube verfügbar ist, es sei denn,
daß das Leitloch wesentlich kleiner als vorgegeben ist. Bei der praktischen Verwendung einer großen
Anzahl gleich großer selbstgewindeherstellender Schrauben — wie z. B. bei dem Fließbandverfahren —
ist ein Einheitsleitloch erforderlich, das die normalen Durchmesserabweichungen der Schrauben infolge
Fertigungstoleranzen ohne weiteres in Kauf nehmen kann. Berücksichtigt man ferner den Fall einer
Schraube mit einem Durchmesser mit höchstzulässiger Fertigungstoleranz, muß das eine Standardgröße
aufweisende Einheitsleitloch genügend groß sein, damit sich das Leit- oder Anfangsende bzw. das Anschnittsende
des Gewindeganges einer derartigen Schraube in das Metall einfressen kann, da sich
sonst die einzutreibende Schraube im Eingang zum Leitloch nur herumdreht, weil das Loch für das Gewinde
zur Erzielung des Anfreßeffektes zu klein ist. Daher ist in der Praxis die Einheitsgröße des Leitloches
zur Erfüllung dieser Anforderungen bei den meisten Schrauben einer gewissen Größe zu groß,
um genügend Metall zum Erhalt eines vollen Ineinandergreifens zwischen Schraubengewinde und Metallplatte
zur Verfugung zu stellen. Darin bestand einer der Hauptnachteile der Verwendung selbstgewindeschneidender
Schrauben für Metallplatten in den Fällen, in denen ein guter Widerstand gegen Axialzug der Schraube erforderlich ist. Dieser Nachteil
macht sich besonders bei sehr dünnen Metallplatten bemerkbar, da in diesem Fall nur ein einziger
Gang des Gewindes oder weniger im Eingriff mit der Metallplatte schon stehen kann.
Wie im folgenden erläutert wird, werden diese Nachteile durch .die Erfindung vermieden.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß das Metall, statt entfernt zuwerden — wie es beim Bohren und Lochen
der Fall ist —, in der Bewegungsrichtung der Schraube verdrängt und zusammengedrückt wird. Ein kreisringförmiger
Kragen aus Metall, der konzentrisch zur Schraubenachse verläuft, ist in Richtung der Bewegung
der Schraube verdrängt, wobei ein Teil dieses verdrängten Materials in Form einer kreisringförmigen
Ausbauchung 28 an der rückwärtigen Oberfläche der Metallplatte sichtbar ist. Beim Drehen der
Schraube mit Hilfe des betreffenden Werkzeuges nach dem Hauptpatent 1 478 914 wird die Schraube
(Fig. 1) in das Werkstück eingedreht, und das Gewinde des zylindrischen Schaftes 11 tritt in die Metallplatte
ein. Dadurch wird der kreisringförmige Metallkragen weiter verformt und verdrängt, wobei Metall
in die Zwischenräume zwischen den Gewindegangen fließt. Die Wirkung der Gewindegänge auf
das Metall kann als Fließpressen des Metalls in diese Räume hinein bezeichnet werden, wobei der Hauptfluß
des Metalls in der radial einwärtigen Richtung und der Rest in der Axialrichtung der Bewegung der
Schraube stattfindet, so daß die kreisringförmige Ausbauchung 28 vergrößert wird. Unter der Fließpreßwirkung
des Gewindes entweicht das Metall in die verfügbaren freien Räume, wobei sich die Hauptmasse
des Metalls radial nach innen zu den ,Gewindegangkernen und ein Teil des Metalls axial irr der
Vorschubrichtung der Schraube bewegt. In der Praxis wurde ferner beobachtet, daß gerade im Augenblick,
ehe der Kopf 10 in die Platte eingreift, eine leichte Ausbauchung des Metalls auf der Vorderfläche der
Metallplatte im Bereich der ursprünglichen Schalltrichter 29 sichtbar wird, der ausgebeult wird, wenn
der Schraubenkopf fest angezogen wird.
Aus dem Auftreten des verdrängten Metalls an der Vorderfläche der Metallplatte ist eindeutig ersichtlich,
daß die erzielte Fließpreßwirkung des Gewindes bei der Erfindung so groß ist, daß Metall nach hinten
entgegengesetzt zu der Vorschubrichtung der Schraube verdrängt wird. Diese Erscheinung ist noch auffälliger
in dem Fall (F i g. 2), in welchem der der Schraube erteilte ASfangsstoß der maximal zulässige ist, so daß
im Fall nach F i g. 2 mehr Metall zum Ausfüllen der Zwischenräume zwischen den Gewindegängen beim
Festziehen der Schraube verfügbar ist als im Fall nach Fig. 1.
Claims (11)
1. Motorschrauber für Schrauben, die das Gewinde in einem vorher von der Schraube hergestellten
Loch eines Bleches selbst schneiden, mit einem mit dem Motorschrauber vereinigten
Schlaggerät, dessen Schlagkörper vor dem Einschrauben der Schraube auf die diese eindrehende
Spindel hingetrieben wird, nach Patent 1478 914, gekennzeichnet durch die Verwendung
einer Schraube mit einer gewindelosen Spitze (12), der sich ein zum zylindrischen Gewindeschaft ansteigender
Kegelgewindeabschnitt (13) anschließt.
2. Motorschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Eindrehen der
Schraube entstehende größte Lochdurchmesser (Leitloch P [max]) zu beiden Seiten seines Durchmessers
jeweils von mindestens 30% (d) der Gewindeganghöhe (D) überragt wird. .
3. Motorschrauber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Schaft
(11) mit einem gehärteten Vollgewinde (14) und der konische Abschnitt (13) mit einem gehärteten
Kegelgewinde versehen sind.
4. Motorschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gewindelose
Spitze (12) pyramidenförmig ist.
5. Motorschrauber nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Basis (20) am Übergang zum konischen Abschnitt (13) der pyramidenförmigen Spitze (12)
rautenförmigen Querschnitts ist.
6. Motorschrauber nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Diagonale des rautenförmigen
Querschnittes größer als die andere Diagonale ist.
7. Motorschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde
zweigängig ist.
8. Motorschrauber nach Anspruch 7,' dadurch gekennzeichnet, daß der Anschnittpunkt des jeweiligen
Gewindeganges an den Enden der größeren Diagonale der Lochspitze angeordnet ist.
9. Motorschrauber nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Schraube mit einem eingängigen
Gewinde.
10. Motorschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
konische Abschnitt (13) durch die abnehmende Gangtiefe des Gewindes in Richtung des Vorderendes
der Schraube gebildet ist.
11. Motorschrauber nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der beim Eintreiben der Schraube entstehende größte Lochdurchmesser (Leitloch P [max])
eine Funktion der Gangtiefe (D) des Vollgewindes des zylindrischen Schaftes (11) und der anfänglichen
Einschnittiefe (d) ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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