DE1597869C3 - Elektrophotographisches Verfahren - Google Patents
Elektrophotographisches VerfahrenInfo
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Description
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anderen Stoffen in der Beschichtung und verändern fähiger machen kann als die nicht vom Licht ge-
deren Leitfähigkeit in den vom Licht getroffenen troffenen Flächen und daß das nachfolgend elektro-
Flächen. Auf diese Weise werden das elektrostatische statische Aufladen und Entwickeln eine positive
Aufladen und die elektrophotographische Entwicklung Kopie ergibt.
des Bildes ermöglicht. Da das latente Bild in seiner Art 5 Im Fall daß die zugefügte Verbindung ein stabiles,
eine stabile Chemikalie darstellt, ist es bis zu einer freies Radikal ist, wird angenommen, daß die bei der
weiteren Belichtung permanent. Es können Sensibili- Belichtung aus dem Chinon oder Anthron gebildeten
sierungsmittel angewandt werden, welche die spektrale freien Radikale mit dem stabilen, freien Radikal unter
Empfindlichkeit des gesamten Systems erhöhen. Bildung einer Verbindung reagieren, welche eine
Gegenstand der Erfindung ist ein elektrophotogra- io andere Leitfähigkeit als entweder das Chinon oder
phisches Verfahren, bei dem ein elektrophotographi- Anthron oder das stabile, freie Radikal oder die
sches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schicht, die Mischung beider in Kunststoff aufweist. Im Fall daß
eine bei Belichtung freie Radikale bildende Verbindung die zugefügte Verbindung ein anderer, freier Radikal-
und ein Bindemittel mit einem Oberflächenwiderstand vorläufer ist, wird angenommen, daß die aus einem
von mehr als 10* Ohm/Flächeneinheit enthält, mit 15 solchen anderen Vorläufer durch die Belichtung geWärme,
sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht be- bildeten, freien Radikale entweder mit dem Chinon
lichtet, aufgeladen und mit einem elektrophotogra- oder Anthron reagieren oder daß freie Radikale,
phischen Entwickler entwickelt wird, das dadurch ge- welche durch die Belichtung aus diesen gebildet
kennzeichnet ist, daß die Schicht stabile freie Radikale wurden, Verbindungen bilden, welche eine andere
enthält, welche mit den gebildeten freien Radikalen 20 Leitfähigkeit besitzen als entweder der andere Vorzu
reagieren vermögen. läufer, das Chinon oder Anthron oder die Mischung
Stabile, freie Radikale, die erfindungsgemäß ver- davon in dem Kunststoff.
wendet werden, sind beispielsweise Chinone und An- Beispiele von Chinonen und Anthronen, welche
throne. Solche Stoffe sind zusammen mit dem Vor- erfindungsgemäß unter Bildung negativer elektro-
läufer für die freien Radikale, für die auch Chinone 25 photographischer Bilder verwendet werden können,
und Anthrone in Frage kommen, in einem inerten, sind: 1,2-Naphthochinon, 2,6-Dichlor-p-benzochinon,
plastischen Bindemittel enthalten, welches einen ver- 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon, 2,5-Dichlor-p-benzo-
hältnismäßig hohen elektrischen Oberflächenwider- chinon, 2,5-Di-tert.-butyl-p-benzochinon, 2-Methyl-
stand gegen den Stromfluß aufweist, der mehr als 1,4-naphthochinon, Methyl-p-benzochinon, 2,5-Dime-
109 Ohm/Flächeneinheit (beispielsweise je Quadrat- 30 thyl-p-benzochinon, Phenanthrenchinon, Anthron und
zoll) und vorzugsweise nicht weniger als 1010 bis Bianthron.
1016 Ohm/Flächeneinheit beträgt. Unter einem freien Radikal ist ein Bruchstück eines
Beschleuniger für die Bildung und Umsetzung der Moleküls zu verstehen, welches ein einsames Elektron
freien Radikale können verwendet werden. aufweist. Ein freies Radikal besitzt eine starke che-
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren entfärben 35 mische Reaktionsfähigkeit, welche mit der Tendenz
Chinone und Anthrone mit oder ohne Beschleuniger in Verbindung steht, den Spin des freien Elektrons zu
beim Beuchten in Gegenwart der stabilen, freien Radi- kompensieren, und zeigt die spezifischen, magnetischen
kale die letzteren schnell, worin sich die Bildung freier Eigenschaften, welche mit diesem Spin in Verbindung
Übergangsradikaler aus dem Chinon und Anthron sind. Dementsprechend sind die meisten freien Radidurch
Belichtung anzeigt. Die gebildeten, freien Radi- 4° kale in hohem Maße unstabil und haben nur eine
kale reagieren mit den stabilen, freien Radikalen unter vorübergehende Lebensfähigkeit. Die Erfindung beBildung neuer Verbindungen. Stabile, freie Radikale trifft jedoch eine bekannte Gruppe gefärbter stabiler,
sind wirksame Entladungsmittel für gebildete, freie freier Radikale, welche stabil sind, weil das einsame
Radikale dieser Art. Elektron von einer sperrigen Molekül-Konfiguration
Es wird angenommen, daß Chinone bei der vor- 45 abgeschirmt ist und auf diese Weise eine sterische
erwähnten Belichtung eine in hohem Maße reaktions- Hinderung geschaffen wird. Die vorliegende Erfindung
fähige Art von Semichinonen als freien Übergangs- verwertet jedoch die Tatsache, daß, wenn man diese
radikalen bilden. Wenn verschiedene Chinone in stabilen, freien Radikale hoch reaktionsfähigen freien
plastische Beschichtungen mit verhältnismäßig hohen Übergangsradikalen aussetzt, sie sehr leicht reagieren,
Dielektrika einverleibt werden, wurde festgestellt, daß 50 da die freien Übergangsradikale klein genug sind, um
das Licht verursachte, daß die belichteten Flächen das einsame Elektron des stabilen freien Radikals zu
weniger leitfähig als die nicht belichteten Flächen erreichen. Demnach verwertet die Erfindung diese
wurden und daß ein negatives Bild erhalten werden chemische Reaktionsfähigkeit durch Einschließen der
konnte, indem die Folie elektrostatisch aufgeladen freien, vom Licht gebildeten Übergangsradikale mit
und das Bild mit handelsüblichen elektrophotogra- 55 den stark gefärbten stabilen freien Radikalen. Die
phischen Entwicklern entwickelt wurde. In ent- beiden Gattungen freier Radikale reagieren unter BiI-sprechender
Weise werden negative Bilder erhalten, dung einer oder mehrerer neuer Verbindungen, welche
wenn phototrope Verbindungen, wie Anthron und eine verschiedenartige Leitfähigkeit von den Ausgangs-Bianthron
an Stelle der Chinone eingesetzt werden. Es materialien aufweisen. Die vom Licht gebildete freie
wird angenommen, daß das Chinon oder Anthron bei 09 Radikal-Gattung existiert nur für den Bruchteil einer
der Belichtung freie Übergangsradikale bildet, welche Sekunde bis zu wenigen Sekunden. Andererseits sind
mit dem verbliebenen Chinon oder Anthron unter die stabilen, freien Radikale während langer Zeit-Bildung
einer stabilen Verbindung reagieren, die eine spannen beständig, und ihre Lebensdauer kann in
andere Leitfähigkeit als das ursprüngliche Chinon oder Jahren gemessen werden.
Anthron aufweist. Es wurde ferner festgestellt, daß 65 Es gibt eine beträchtliche Anzahl derzeit bekannter
man durch Zugabe anderer lichtempfindlicher freier stabiler freier Radikale, welche alle gefärbt sind und
Radikalvorläufer und/oder stabiler, organischer freier welche alle erfindungsgemäß verwendet werden können.
Radikale, die dem Licht ausgesetzten Flächen leit- Bevorzugte Gruppen stabiler freier Radikale sind aber:
(1) die organischen Hydrazyle, bei welchen das einsame
Elektron sich am Stickstoff befindet,
(2) die organischen Verdazyle, bei welchen sich das einsame Elektron ebenfalls am Stickstoff befindet,
(3) Pyridinyl-Verbindungen, wie z. B. l-Äthyl-4-carbomethoxypyridinyl,
bei dem sich das einsame Elektron ebenfalls am Stickstoff befindet,
(4) die organischen Nitroxide, bei welchen sich das einsame Elektron am Sauerstoff befindet,
(5) die organischen Aroyxle, bei welchen sich das einsame Elektron ebenfalls am Sauerstoff befindet,
(6) die freien Kohlenstoffradikale, bei welchen sich das einsame Elektron am Kohlenstoffatom befindet,
insbesondere Arylakly und Arylcycloalkyle, bei welchen sich das einsame Elektron an
einem Kohlenstoffatom der Alkyl- oder Cycloalkyl-Gruppe
befindet und
(7) ionische, freie Radikale, insbesondere
(a) Wursters Radikale (vgl. C & E News, 3. Oktober 1966, S. 102 und 103);
(b) Weitz's Radikale (vgl. C & E News, 3. Oktober 1966, S. 102 und 103);
(c) Semichinone,
(d) Salze, wie Amino-, Phospheno-, Arseno-, Caesium- usw. Salz von Tetracyano-chinondimethan,
Dicyano-chinon-dimethan, Tetracyano-naphthochinon-dimethan und Dicyano-naphthochinon-dimethan,
unsubstituiert und im aromatischen Ring durch Halogen- und Nitro-Gruppen substituiert,
(e) mehrkernige, aromatische und heterocyclische Verbindungen, welche unter Bildung
eines Ionen-Radikals mit einem Alkalimetall umgesetzt sind, wobei diese Reaktionen wohlbekannt
sind,
(f) mehrkernige aromatische und heterocyclische Chlorate,
(g) unsubstituiertes und N-alkylsubstituiertes
Carbazol-C7H7+BF4-,
(h) die freien Triaryl-Stickstoff-Radikale, wie freie Radikalionen aus Triarylaminen, z. B.
das Radikalion aus Tri-p-dimethylaminophenyl-amin und
(i) freie Hydrazinylium-Radikalionen, wie jenes, welches gebildet wird durch Oxidieren von
Polyarylhydrazinen, z. B. Tetraphenylhydrazin mit dem Gomberg-Reagens-Silberperchlorat
und Jod (vgl. C & E News, 3. Oktober 1966, S. 102 und 103).
Während die vorgenannten Klassen 1 bis 6 nichtionisch sind, ist die Klasse 7 ionisch.
Eine der brauchbarsten Gruppen gefärbter, stabiler freier Radikale sind die Hydrazyle und verwandte
freie Stickstoffradikale einschließlich der Verdazyle und der Pyridinyle. Sie können einfach in bekannter
Weise hergestellt werden, und es ist nur eine sehr geringe Menge notwendig, um die Vorteile der vorliegenden
Erfindung zu ergeben. Sie wirken als kräftige Entladungsmittel für freie Radikale, d. h. für die freien
Übergangsradikale, welche aus den Vorläufern durch Licht freigesetzt werden.
Verdazyle
(Vgl. Monatsh. Chem. 97 (2), 517-24 [1966], sowie Chem. Abstracts 65-12277F; 60-11922g; 61-5624C;
62-7760F, Angew. Chem. 76 (15), 691 [1964]).
r;
N
ο
ο
,Phenyl
^ Phenyl
worin R ein Zucker-Rest wie p-Galactö-pentaacetoxypentyl,
D-Mannopentaacetoxy-pentyl, D-Galacto-pentahydroxy-pentyl
ist.
Pyridinyle
l-Äthyl-4-carbomethoxy-pyridinyl
l-Äthyl-4-carbomethoxy-pyridinyl
Eine zweite Gruppe, welche viele sehr stabile freie Radikale aufweist, die in der Farbe von Gelb bis
Purpur reichen, stellen die Nitroxide dar. Viele davon können chemisch modifiziert werden und lassen sich
in ihren physikalischen Eigenschaften verändern, ohne den Charakter als stabiles, freies Radikal zu beeinflussen.
Die freien Ionenradikale unterscheiden sich insofern etwas von den anderen, als die Stabilität vieler dieser
freien Radikale vom pH-Wert abhängt, da sie Ionen darstellen. Die Farben sind durchaus intensiv und bedecken
das sichtbare Spektrum.
Die vorgenannten stabilen Radikale können mit anderen, dem Fachman bekannten Verbindungen zu
Komplexen gebunden werden. Die Komplexbildung dient dem Zweck der Stabilisierung gegen Feuchtigkeit
oder Sauerstoff oder dem Wechsel zu einer brauchbareren
physikalischen Form, z. B. Gas zu Feststoff, oder sie verändert die Farbe des stabilen freien Radikals
und in manchen Fällen seinen Schmelzpunkt.
Beispiele von Klassen von komplexbildenden Verbindungen, welche verwendet werden können, sind die
Einschlußkomplex-Materialien, ζ. Β. Harnstoff, Thioharnstoff, gamma-Dextrin, und andere wohlbekannte
Einschlußkomplexe bildende Verbindungen, welche einen Kanal oder eine Höhlung bilden, innerhalb derer
das stabile freie Radikal eingeschlossen wird. Der spezielle Typ von Einschlußverbindungen für jegliches
stabile freie Radikal hängt von der Molekularstruktur des freien Radikals ab, z. B. wird Harnstoff Komplexe
mit geradkettigen aliphatischen freien Radikalen bilden, Thioharnstoff bildet Komplexe mit verzweigtkettigen
aliphatischen Radikalen und mit alicyclischen freien Radikalen. Die gamma-Dextrine oder sogenannten
Schardinger-Dextrine bilden Einschlußverbindüngen mit verschiedenen Arten freier Radikalstrukturen.
Es gibt andere bekannte Einschlußkomplexe bildende Materialien, welche in ähnlicher Weise funktionieren.
Eine zweite Klasse komplexbildender Verbindungen sind Materialien, welche Clathrat-Molekularkomplexe bilden. Unter den zahlreichen Gruppen derartiger komplexbildender Verbindungen befinden sich die Gallensäuren, wie Desoxycholsäuren, die Flavane, die Werner-Komplexe, Hydrochinon usw. Diese bilden einen Kristallkäfig, welcher das freie Radikal vollständig umgibt.
Eine zweite Klasse komplexbildender Verbindungen sind Materialien, welche Clathrat-Molekularkomplexe bilden. Unter den zahlreichen Gruppen derartiger komplexbildender Verbindungen befinden sich die Gallensäuren, wie Desoxycholsäuren, die Flavane, die Werner-Komplexe, Hydrochinon usw. Diese bilden einen Kristallkäfig, welcher das freie Radikal vollständig umgibt.
Eine dritte Gruppe komplexbildender Verbindungen sind die Ladungs-Überträger-Typen. Zu diesen gehören
Schwefelkohlenstoff, Triphenylphosphat, aromatische und nitroaromatische Lösungsmittel, wie Benzol,
Toluol, Naphthalin, Nitrobenzol, Xylol, die Äther-Lösungsmittel, wie Dioxan, Diäthyläther und organische
Ester-Lösungsmittel, wie Alkylacetat (z. B.
Äthylacetat), Tetrachlor- und Tetrabrom-Phthalsäureester und -anhydride und Tetracyanchinon, welche
alle schwache Bindungen mit Aminen, Amiden, Azoverbindungen, Nitroaromaten und Aliphaten bilden.
Eine vierte Gruppe komplexbildender Verbindungen sind die π-komplexbildenden Verbindungen, wie Chloranil,
Bromanil, Jodanil und andere bekannte π-Komplexe
bildende Verbindungen, welche Komplexe mit Aminen, Aromaten, Nitroaromaten und Äthern bilden
und welche alle gut bekannt sind.
Eine fünfte Klasse komplexbildender Verbindungen sind die Wasserstoffbindungsmolekularkomplexe bildenden
Verbindungen, wie die Bisphenole und andere aromatische Hydroxy-Verbindungen, welche Wasserstoffbindungs-Komplexe
mit den Amiden, Aminen, Hydrazinen und Hydraziden bilden, und alle wohl bekannt sind.
Die erfindungsgemäß brauchbaren, lichtempfindlichen Vorläufer für freie Radikale gehören den nachstehenden
Gruppen an:
1. Nitroaliphatische Verbindungen, wie Tetranitromethan, Trinitromethan, Hexanitroäthan und
tert.-Butylnitrit. Die Wirksamkeit dieser Materialien wird erhöht durch die Zugabe organischer,
ungesättigter aliphatischer und alicyclischer Verbindungen, wie trans-Zimtsäure, trans-Zimtaldehyd,
«-Methylzimtsäure, a-Methylzimtaldehyd, Phoron, Isophoron, Acrylamid, Methacrylamid,
Maleinsäure.
2. p-tert.-Aminoaromatische Verbindungen, wie p-Dimethylaminobenzaldehyd, p-Diäthylaminobenzaldehyd,
4,4'-Bis-diäthylamino-benzophenon, 4,4'-Bis-dimethylamino-benzophenon, 4,4'-Bis-dimethylamino-thiobenzophenon,
Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylbenzidin, Ν,Ν-Diäthyl-p-nitrosoanilin.
3. Hochhalogenierte, aliphatische, alicyclische und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Tetrajodkohlenstoff,
Tetrabromkohlenstoff, Tetrachlorkohlenstoff, Jodoform, Bromoform, Chloroform,
Dijodmethan, Dibrommethan, Dichlormethan, Hexachloräthan, Benzotrichlorid, p-Nitrobenzotribromid,
Tetrachlor-tetrahydronaphthalin, Benzotribromid, Pentabromäthan, Tetrabromäthan,
«,«-Dichlortoluol, 1,1-Dibromäthan, 1,1-Dichloräthan,
1,1,2-Trichloräthan, Polyvinylchlorid-Leukobase-Komplexe,
Brom-trichlormethan, Hexachlor-cyclobutadien,
Hexachlorcyclohexan.
4. Chinone, wie Chloranil, Benzochinon, 2,5-Ditert. - butylbenzochinon, 2,5 - Dichlor - 3,6 - dihydroxy-benzochinon,
2,5-Diphenylbenzochinon, 1,4-Naphthochinon, 2,3-Dichlor-l-naphthochinon,
2-Methylanthrachinon, Phenanthrenchinon, 1,2-Naphthochinon, Tetrachlor-o-benzochinon.
5. Zu phototropen, freien Radikal-Vorläufern (welche
die Eigenschaft besitzen, mit verschiedenen Lichtwellenlängen reversibel die Farbe zu verändern,
gehören:
(a) Die Anthrone und ihre Homologen, wie Anthron, Bianthron, alkyl- und phenylsubstituiertes
Anthron, Bianthron und benzyliden- und anthryliden-substituiertes Anthron;
(b) tert.-Amino-triarylmethan, unsubstituiertes und solches, worin der Methanwasserstoff
durch die Cyano- oder Hydroxyl-Gruppe substituiert ist, wie 4,4',4"-Diäthylamino-triphenylmethan,
4,4',4"-Diäthylamino-triphenylmethan-nitril, Dimethylamino-triphenylcarbinol,
Morpholino- oder Piperidino-triphenylmethan und Dicyclohexylamino-triphenylamin.
Die Amino-Gruppe kann sich an ein oder mehreren der Aryl-Gruppen befinden.
Die Aryl-Gruppen können alle Phenyl- oder alle Naphthyl- oder Naphthylphenyl-Gruppen
sein. Der Aminostickstoff kann Teil eines heterocyclischen Ringes sein oder angeschlossen
daran Alkyl oder alicyclische Grup
pen besitzen;
(c) Oxidierte Lophine, wie Ι,Γ-Biimidazolyl und
2,2',4,4',5,5' - Hexaphenyl -1,1' - bümidazolyl, unsubstituiert oder an einem oder mehreren
der Phenylringe mit einem oder mehreren der
Gruppen Alkyl, Äther, Hydroxyl, Halogen und Nitro substituiert;
(d) die als »Schiffsche Basen« bekannten Anilide, welche durch Umsetzung aromatischer Aldehyde
und aromatischer Amine gebildet wer
den, wie Tetrachlor-salicylanilid und 4-Nitrosalicylanilid;
(e) aromatische Ketone, wie Tetrachlor-ketodihydronaphthalin und Phenylen-1-on.
6. Azo-Verbindungen, wie Diazald, Azomethan oder Azobis-(isobutyronitril).
7. Aromatische Disulfide, wie Benzothiazyl-disulfid.
8. Organische Silane, wie Triallyloxy-vinylsilan, Dimethoxydiphenyl-silan.
9. Halogenamide und -imide, wie N-Bromsuccinimid, N-Jod-succinimid, Dichlor-acetamid.
10. Halogene, insbesondere Jod, in bekannter Weise komplex unter Bildung eines stabilen Feststoffs
gebunden, wie Jod mit Pyrrolidon oder Vinyl-
pyrrolidon und seine Polymeren und Copolymeren.
11. Organische N-Nitroso-Verbindungen, wie N-Methyl-N-nitroso-p-toluolsulfonamid.
12. Aromatische Sulfon-Hydrazide, wie Benzolsulfonhydrazid
und
13. Substituierte Pyrrole, wie 2,3,4,5-Tetraphenylpyrrol und 2,5-Dimethyl-l-phenylpyrrol.
Von allen diesen Vorläufer-Gruppen ist ihre Eigenschaft bekannt, daß sie unter Bildung freier Übergangsradikale
lichtempfindlich sind.
Bestimmte der freien Radikalvorläufer können komplex gebunden werden, um den Geruch, die Toxizität,
die Flüchtigkeit oder die Farbe zu vermindern und die Stabilität zu erhöhen. Jod bildet viele Molekular-Komplexe,
wie Einschlußkomplexe (z. B. mit Harnstoff, Zellulose, Stärken, Dextrinen), π-Komplexe
(z. B. mit Chloranil, Bromanil), Clathrat-Komplexe
(z. B. mit Gallensäuren, Flavanen, Werner-Komplexen, Hydrochinon usw.) und Ladungsüberträger-Komplexe
(z. B. mit Aminen, Äthern, Pyrrolidonen, Vinylpyrrolidon und seinen Polymeren und Copolymeren und
kondensierten Ringaromaten, wie Anthracen, Perylen, Phenanthren usw.). Diese Gruppen von Komplexen
wurden früher beschrieben. Jodoform kann komplex gebunden werden mit Schwefel, Dithian, Steroiden,
Harnstoff, Zellulose, Aminen und Aromaten, um Einschluß- oder Ladungs-Überträger-Komplexe, wie
zuvor beschrieben, zu bilden. Tetrachlorkohlenstoff kann mit Gallensäuren, Steroiden, Aromaten, Zellu.
lose und Aminen in Komplexbindung gebracht werden. Dies sind nur wenige Beispiele von Komplextypen>
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welche mit vielen der freien Radikalvorläufer gebildet Flächeneinheit, hierzu gehören die Vinyl-, Acryl-,
werden können. Alkacryl- und Dien-Harze, Silicone und Polyester einBeschleuniger
zur Bildung und Umsetzung der schließlich der Kondensations- und ungesättigten freien Übergangsradikale umfassen: Polyester. Beispiele sind Polystyrol-Polymere "und
1. Aromatische Aldehyde, wie trans-Zimtaldehyd, 5 "Copolymere, wie Styrol-Butadien-Copolymeres PoIy-Anisaldehyd,
2,3-Dimethoxy-benzaldehyd, 2,5-Di- vinylacetat-Terpolymeres und -Copolymere Acrylmethoxy-benzaldehyd,
3,4-Dimethoxy-benzalde- und modifizierte Acrylharze Methacryl- und modifihyd,
3,4-Diäthoxy-benzaldehyd, 1-Naphthtalde- ™£? Methacrylharze, Alkydharze und Si hcone.
hyd, o-Methoxy-benzaldehyd, p-Tolualdehyd, ,.. °.ie Mischung aus stabilen freien Rachkaien, Vor-3,4,5-Trimethoxy-benzaldehyd,
Terephthaldehyd, 10 la"f« .™ί. Bindemittel m.t oder ohne Beschleuniger
3-Benzyloxy-benzaldehyd, p-Diäthylamino-benz- «der die Mischung von Chmonen oder Anthrachinonen
aldehyd, p-Dimethylamino-benzaldehyd, p-N,N- "nd Bindemittel mit oder ohne andere Vorlaufer oder
Dimethylamino-zimtaldehyd, 4-(2-N,N-Diäthyl- Beschleuniger kann als Beschichtung auf eine Bahn
aminoäthoxy)-benzaldehyd. °der em Gewebe, wie Papier, Metallfolie oder Plastik-
2. Aromatische Ketone und äther-, thioäther- und 15 5^' »^gebracht werden, in einem dunklen, lichtamino-substituierte,
aromatische Ketone, wie dichten Behälter bekannter Art gelagert werden und
4,4"-Oxy-dibenzophenon, 4,4'-Bis-(dimethylami- kann mit.. eme,m Ultrarot-Kopiergerat einen UV-no)-benzophenon,
4,4'-Bis-(diäthylamino)-benzo- kopiergerät oder einem Druckgerat oder Projektor
phenon, 4,4'-Bis-(dimethylamino)-thiobenzophe- f" sichtbares Licht zusammen mit einer herkommnon,2-Methoxy-2-phenylacetophenon.
20 fchen elektrostatischen Aufladungs- und Entwick-
3- Äther, vorzugsweise aromatische und Silano- lunpemheit verwendet werden In einem solchen Fall
äther, wie Bis-(o-methoxyphenyl)-carbonat, Ani- werden .sie auf das gewebe als Flüssigkeit (in Form
sylalkohol, 2,4-Dichloranisol, Äthylanisat, Vera- "ner Los f un| oder Dispersion) in einem passenden
trol, (p-Methoxyphenyl)-acetonitril, Thioanisol, träger aufgebracht, getrocknet und unter Sicherheits,
3-Benzyloxy-benzaldehyd, 4,4"-Oxy-dibenzophe- a5 licht-Bedingungen verpackt. Die Massen können auch
non, 4-(p-Methoxyphenyl)-3-buten-2-on, o-Di- n» flüssiger Form m lichtdichten dunklen Behaltern
äthoxybenzol, 4,4'-Oxydianisol, 2,4,6-Tribrom- bekannter Art gelagert und verkauft werden und
anisol, 4-Methylveratrol, 4-Benzyloxy-anisol, werden den Kopiergeraten der Gattung, welche Flussig-
p-Anisylbenzyl-keton, 4-AUylanisol, 3,4,5-Tri- kf»te_Q verwendet, in denen die Flüssigkeit im Gerät
methoxy-benzonitril, Triallyloxy-vinylsilan, Di- 3° als Beschichtung zur Zeit der Verwendung auf die
methoxy-diphenylsilan, 4-Jodanisol, 3,4-Dimeth- Bahn aufgebracht wird, zugefugt,
oxy-benzonitril, 4-Methoxybenzyl, 1,3-Dimeth- J*Jeas™ FalI™rd entweder kurz vor oder nach der
oxy-4-nitrobenzol, Anisonitril, Anethol, Allyl- Bildherstellung durch Belichtung auf die Beschichtung
J16 j äther m herkommüchen Mitteln, welche üblicherweise m
4. Nitrile," vorzugsweise aromatische und ungesät- 3^ elektrostatischen Verfahren angewandt werden, eine
tigte, aliphatische Nitrile, wie Anisonitril, 4-Bi- elektrostatische Ladung aufgebracht Nach dem Auf-
phenyl-carbonitril, p-Nitro-benzonitril, 3,4-Di- aden ,und der Bildherstellung wird das Bild m her-
methoxy-benzomtril, 3,4,5-Trimethoxy-benzoni- kommhcher Weise mit üblichen trockenen oder
teil, Phthalonitril, p-Chlor-benzonitril, Tere- J"381^.11 Entwicklern elektrophotographisch entwik-
phthalonitril, ^Biphenyl-carbonitril, Crotono- 4° kf-Diese Entwickler können dann m herkömmlicher
nitril, p-Tolunitril, (p-Methoxyphenyl)-acetoni- Weise fixiert werden' z· B· durc,h Η^' "m das,Blld
tril, p-Cyano-benzaldehyd, p-Diäthylamino-ben- permanent zu machen oder das Bild kann durch
zonitril, p-Dimethylamino-benzonitril. K°ntak* oder durch Druck auf eine andere Bahn,
5· Ester, vorzugsweise aromatische Ester, wie Äthyl- f ■ B· auf gewohnhches Papier, übertragen werden. Im
p-dimethylamino-benzoat, Äthyl-a-cyanocinna- 45 ^teren fa11 wird das übertragene Bild fixiert, und das
mat, Äthylanisat, Bis-(p-methoxyphenyl)-carbo- ?nfnal kan?7 ernefl Seladen und entwickelt werden.
nat Auf diese Weise kann eine unbegrenzte Zahl an
6- Ungesättigte Verbindungen, vorzugsweise unge- Kopien aus dem Original hergestellt werden Dies ist
sättigte Äther, Aldehyde, Amide, Imide, Silane, em wichtiger Vorteil gegenüber den in Spalte 1 ge-
Ester, Aromaten und Nitrile, wie Allylphenyl- 5° nannten Verfahren und fuhrt zu einer wirtschaftlichen
äther, trans-Zimtaldehyd, N-Vinylphthalimid, Methode der Herstellung einer unbegrenzten Zahl von
Arcylamid, Laurylmethacrylat, Triallyloxy-vinyl- K°Pien «_einfachen Buro-Kopiergeraten.
silan, Butylmethacrylat, Stearylmethacrylat, p-Di- . Wenn die Überzugsmasse au die Bahn als Losung
isopropenylbenzol, 4-AUylanisol, ÄthyL-cyano- m dem Kopierlosungsmittel aufgebracht wird ist die
cinnamat, 4-(p-Methoxyphenyl)-3-buten-2-on, ™ erhaltene, ge rocknete Beschichtung eine feste Losung
Crotononitril, Isosafrol, Eugenol, Isoeugenol, der Chemikalien und Bindemittel, so daß die Beschich-
ρ-Ν,Ν-Dimethylamino-zimtaldehyd, Anethol, tunS transparent ist. Dies fuhrt zu bedeutsamen Vor-
N-tert-Butylacrylamid. teii5n-... , , ..„ „ P ,
7. Aromatische Sulfonamide, wie Ν,Ν-Dimethyl- . Die bei dem erfindungsgemaßen Verfahren verwen-
p-toluol-sulfonamid und die aromatischen SuI- 6o deten Beschichtungen sind verhältnismäßig leicht an
fr.r,om,-ri» Gewicht, transparent und verhältnismäßig widertonamide.
, ..., . r ,.,,., , . „ f.. . ..
standsfahig gegen die Veränderung bei Feuchtigkeits-
Die erfindungsgemäß brauchbaren, einen hohen änderungen im Vergleich mit herkömmlichen elektroelektrischen
Widerstand aufweisenden plastischen statischen Beschichtungen. Sie erfordern kein Mahl-Bindemittel
sind jene, welche üblicherweise als Binde- 65 verfahren, um eine zufriedenstellende Pigment-Teilmittel
für elektrostatische Aufzeichnungsmaterialien chengröße zu erreichen, wie es für die Zinkoxidbindeverwendet
werden, und alle davon haben einen elek- mittelschichten notwendig ist. Da sie unpigmentiert
trischen Widerstand von mindestens 109 Ohm je sind, haben die Beschichtungen eine höhere Kratz-
festigkeit und einen weniger unangenehmen Griff als die ZnO-Bindemittelschichten-Papiere. Es sind nur
geringfügige Prozentsätze der reaktionsfähigen Bestandteile erforderlich. Da das Vermählen nicht notwendig
ist und die Menge der erforderlichen Chemikalien gering ist, wird ein wirtschaftlicher Vorteil
erzielt. Die Überzüge sind transparent und können auf durchscheinende oder transparente Grundlagen
geschichtet werden. Diese Eigenschaft ist nützlich zur Herstellung von Vorlagen für die Diazo-Reproduktion
und zur Herstellung von Transparenten für Projektoren sowie zur Herstellung von Mikrofilmsystemen.
Der Vorteil der Möglichkeit, sowohl positive als auch negative Kopien herzustellen, ist offenkundig. Die
vorerwähnte Fähigkeit, latente leitfähige Bilder zurückzuhalten, ermöglicht es, daß die Erfindung nützlich
zur Herstellung von Platten für elektrostatische Druckverfahren ist.
Die Möglichkeit mit ultrarotem, sichtbarem oder ultraviolettem Licht zu kopieren, erlaubt die Verwendung
der elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien in Bildherstellungsgeräten, wie einem
Diazo-Büro-Kopiergerät oder einem Thermokopiergerät oder einem Wolfram-Lichtdruckgerät, zusammen
mit einer herkömmlichen, elektrostatischen Aufladungs- und Entwicklungs-Einheit, zur Erzielung
qualitativ hochstehender Reproduktionen mit hervorragender Beständigkeit der Kopie.
Bei der Herstellung der Überzugsmasse für die Beschichtung kann ein beliebiger inerter Lösungsmittelträger
verwendet werden. Beispiele sind die aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffe, wie
Toluol und Benzol, Alkohole, wie Methanol, Ketone, wie Methyläthylketon und Ester, wie Methylacetat;
es ist jedoch wünschenswert, daß er leicht flüchtig ist, so daß, sobald die Beschichtung auf die Grundbahn
aufgebracht ist, eine leichte Trocknung ermöglicht ist.
Die speziellen Mengen an stabilem, freiem Radikal und Vorläufer oder Chinon oder Anthronen werden
so gewählt, daß sie bei der Herstellung einer Beschichtung mit einem Bindemittel und bei der Belichtung mit
der betreffenden Lichtquelle, mit der sie verwendet werden sollen, die Leitfähigkeit um mindestens das
lOOfache verändern. Die optimalen Mengen können einfach durch Routine-Versuche festgestellt werden
und schwanken in erheblichem Maße in Abhängigkeit von den speziellen verwendeten Chemikalien sowie
von der Lichtquelle; zum Beispiel zeigt jedes der stabilen freien Radikale einen verschiedenartigen Grad
an sterischer Hinderung um das einsame Elektron, und die Reaktionsgeschwindigkeit dieses Elektrons
wird je nach der Größe der sterischen Hinderung schwanken. Ferner variieren die aus den verschiedenen
Vorläufern gebildeten freien Radikale in ihrer Reaktionsfähigkeit, da sie ebenfalls verschiedene Größen
besitzen und sich in ihren Lebenszeiten unterscheiden. Die größeren Ausdehnungen und kürzere Lebensdauer
führen zu größeren Schwierigkeiten bei der Umsetzung mit den einsamen Elektronen des stabilen freien Radikals,
zur Erzielung eines ausreichenden Wechsels der Leitfähigkeit. Je schwieriger die Reaktion ist, eine
desto größere Menge an Vorläufer ist erforderlich. In den meisten Fällen ist bei Systemen aus stabilem
freiem Radikal und Vorläufer das molare Verhältnis von Vorläufer zu stabilem freiem Radikal größer als 1.
Die Menge an Bindemittel soll ausreichend sein, um einen gesamten elektrischen Widerstand der Beschichtungssysteme
von mehr als 109 Ohm je Flächeneinheit zu ergeben und eine ausreichende Bindung der
Beschichtungen an die Grundbahn zu gewährleisten.
Die Menge des Trägers soll ausreichend sein, um
leicht beschichtbare Lösungen oder Dispersionen zu bilden.
Die Menge eines gegebenenfalls verwendeten Beschleunigers kann über einen weiten Bereich variieren,
soweit er nicht die Leitfähigkeit des Beschichtungssystems auf unterhalb 109 Ohm je Flächeneinheit erniedrigt.
1. Gruppe
In jedem Fall wird der elektrische Widerstand in den vom Licht getroffenen Flächen über den in den
nicht belichteten Flächen erhöht, so daß die Entwicklung durch den elektrophotographischen Entwickler
ein Negativ der ursprünglichen Vorlage ergibt.
In jedem Fall werden 2 g des auf Licht ansprechenden Chinons oder Anthrons in 100 g einer 20 %igen Lösung von Polystyrol in Toluol gelöst. Die erhaltene Lösung wird auf eine Grundlage aus elektrokonduktivem Standardpapier beschichtet und ergibt ein Beschichtungs-Troekengewicht zwischen 8,14 und 24,4 g/m2. Das getrocknete Aufzeichnungsmaterial wird auf einem Diazo-Bürokopiergerät unter Verwendung eines vierzehnstufigen Silberstufenkeils nach Andrews als Vorlage belichtet. Das belichtete Aufzeichnungsmaterial wird dann durch die elektrostatische Aufladungs- und Toner-Entwickler-Einheit eines elektrostatischen Kopiergeräts unter Verwendung eines Entwicklers geleitet. In allen Fällen bilden sich negative Bilder des Silberstufenkeil-Originals. Nachfolgende Chinone und Anthrone wurden verwendet:
In jedem Fall werden 2 g des auf Licht ansprechenden Chinons oder Anthrons in 100 g einer 20 %igen Lösung von Polystyrol in Toluol gelöst. Die erhaltene Lösung wird auf eine Grundlage aus elektrokonduktivem Standardpapier beschichtet und ergibt ein Beschichtungs-Troekengewicht zwischen 8,14 und 24,4 g/m2. Das getrocknete Aufzeichnungsmaterial wird auf einem Diazo-Bürokopiergerät unter Verwendung eines vierzehnstufigen Silberstufenkeils nach Andrews als Vorlage belichtet. Das belichtete Aufzeichnungsmaterial wird dann durch die elektrostatische Aufladungs- und Toner-Entwickler-Einheit eines elektrostatischen Kopiergeräts unter Verwendung eines Entwicklers geleitet. In allen Fällen bilden sich negative Bilder des Silberstufenkeil-Originals. Nachfolgende Chinone und Anthrone wurden verwendet:
1. Chloranil
2. 1,2-Naphthochinon
3. 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon
4. 2,5-Dichlor-p-benzochinon
5. 2,6-Dichlor-p-benzochinon
5. 2,6-Dichlor-p-benzochinon
6. 1,2-Naphthochinon
7. 2,5-Di-tert.-butyl-p-benzochinon
8. 2-Methyl-l,4-naphthochinon
9. Methyl-p-benzochinon
10. 2,5-Dimethyl-p-benzochinon
11. Phenanthren-chinon
12. Anthron
13. Bianthron.
2. Gruppe
Die nachfolgenden Beispiele zeigen, wie die vorgenannten photochemischen Systeme durch Anwendung
der passenden Reaktionsteilnehmer positive Bilder erzeugen können. In der zuvor beschriebenen Weise
wird die Schicht aufgebracht, und das Aufzeichnungsmaterial wird belichtet, elektrostatisch aufgeladen und
mit einem elektrophotographischen Entwickler entwickelt. Alle Kopien ergeben positive entwickelte
Bilder. Die Beschichtungsmassen enthalten die nachstehenden Materialien. Alle Bestandteile werden in
100 g 20 %igem Polystyrol in Toluol gelöst.
14. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd (Vorläufer), 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd (Beschleuniger) und
1,0 g 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon.
15. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxybenzaldehyd,
3,0 g Triacetonamin-
N-oxid (stabiles, freies Radikal) und 1,0 g 2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon.
16. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g 2,5-Dichlor-p-benzochinon.
17. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon.
18. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g 2,5-Dichlor-p-benzochinon.
19. Beispiel 15 mit 1 g Veratrol (Beschleuniger) zusätzlich zu den anderen Bestandteilen.
20. Beispiel 16 mit 1 g Veratrol zusätzlich zu den anderen Bestandteilen.
21. Beispiel 18 mit 1 g Veratrol zusätzlich zu den anderen Bestandteilen.
22. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
1,0 g Bianthron, 3,0 g Triacetonamin-N-oxid.
23. Beispiel 22 mit 1 g Veratrol zusätzlich zu den anderen Bestandteilen.
24. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g 1,2-Naphthochinon, 1,0 g Veratrol.
25. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g Anthron, 1,0 g Veratrol.
26. 2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
1,0 g 2,6-Dichlor-p-benzochinon, 1,0 g Veratrol.
27.2,0 g Diäthylamino-benzaldehyd, 1,0 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd,
1,0 g 1,2-Naphthochinon, 1,0 g Veratrol.
35
3. Gruppe
Die nachfolgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren an Hand der Anwendung
stabiler freier Radikale als einen der Reaktionsteilnehmer mit freien Radikalvorläufern zur Herstellung
photochemischer Bilder, welche elektrostatisch aufgeladen und durch elektrophotographische Entwickler
entwickelt werden können, so daß man positive Bilder erhält.
Die angewandte Grundrezeptur ist 100 g 20 %iges Polystyrol in Toluol, 1,0 g Jodoform (Vorläufer), 1,0 g
Diazald (Vorläufer), 0,5 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd (Beschleuniger), 0,2 g Silber-Diäthyl-dithiocarbamat
(Beschleuniger) und 3,0 g des stabilen freien Radikals, alles in Lösung. In der oben bezüglich der Beispiele
der Gruppe 1 erläuterten Weise beschichtet, belichtet, aufgeladen und entwickelt, ergeben die Aufzeichnungsmaterialien, welche die nachstehenden stabilen freien
Radikale enthalten, ausgezeichnete, entwickelte positive Bilder:
28. Triacetonamin-N-oxid
29. a,a-Dipheuyl-/?-pycrylhydrazyl
30. Banfield -und Kenyons-Radikal
31. Bisgalvinoxyl
32. Galvinoxyl
33. 2,2,4,4^^1^^1-1,2,3,4-16^1^^-7^^0-lin-3-oxyl
34. 2,6-Di-tert.-butyl-4-(3,5-di-tert.-butyl-4-cyclohexa-2,5-dienylidenamino)-phenoxy
35. a-Phenyl-a-(/?-naphthyl)-a-picrylhydrazyl
36. 2,4-Dinitrophenyl-hydrazon von Triacetonamin-N-oxid
37. 2,2,7,7-Tetramethyl-homopiperazon-N-oxid
38. Triacetonamin-Oxid-oxim.
4. Gruppe
Mit dem System aus stabilem freiem Radikalvorläufer für freie Radikale können Beschleuniger
angewandt werden, um die Geschwindigkeit und Empfindlichkeit zu erhöhen. Die nachstehenden Beschleuniger
werden mit dem Triacetonamin-N-oxid und dem freien Radikalvorläufer Jodoform der Rezeptur
28 der Gruppe 3 kombiniert (wobei 1,0 g des Beschleunigers an Stelle des 2,5-Dimethoxy-benzaldehyds
und des Silber-diäthyl-dithiocarbamats eingesetzt werden) und werden beschichtet und mit der höchsten
Geschwindigkeit am Gerät belichtet, und das Bild wird in normaler Weise auf dem Kopiergerät entwickelt.
Es wird eine 14stufige Andrews-Vorlage verwendet, und die Zahlen unter der Kolonne »Stufenkeil«
geben die Verbesserung der Geschwindigkeit in Stufen an.
Beschleuniger Stufenkeil
39. Banzil-anti-monoxim +3
40. Anisonitril + 2
41. 4-Biphenyl-carbonitril +4
42. p-Nitrobenzonitril 4-2
43. Anethol +5
44. Deoxybenzoin + 2
45. Allylphenyläther +2
46. Ν,Ν-Dimethyl-p-phenylazoanilin .... +2
47. Ν,Ν-Dimethyl-p-nitrosoanilin +5
48. Ν,Ν-Dimethyl-p-nitroanilin +3
49. Ν,Ν-Dimethyl-l-naphthylamin +3
50. Ν,Ν-Dimethyl-p-l-naphthylazo-anilin + 2
51. Ν,Ν-Dimethyl-p-toluidin +5
52. N,N-Diäthylanilin +6
53. 4-Jodanisol +2,5
54. 3,4-Dimethoxy-benzonitril +3
55. 4-Methoxybenzil +1,5
56. l,3-Dimethoxy-4-nitrobenzol +3
57. Äthyl-p-dimethylamino-benzoat +3,5
58. trans-Zimtaldehyd +4,5
59. N-Vinylphthalimid +2,5
60. Triphenylphosphin +1
61. Laurylmethacrylat +5,5
62. Triallyloxy-vinylsilan +6
63. Dimethoxy-diphenylsilan +4,5
64. 2,3,4,5-Tetraphenylpyrrol +2,5
65. Butylacrylat +2
66. Butylmethacrylat +5
67. Stearyl-methacrylat +8
69. 4-Dimethylamino-benzonitril +4
70. p-Diisopropenyl-benzol +3,5
71. 3,4,5-Trimethoxy-benzonitril +3
72. 4-Methylveratrol +5
73. 4-Benzyloxyanisol +4
74. p-Anisyl-benzylketon +3
75. 4-Allylanisol +3
76. Phthalonitril +2
77. Terephthalaldehyd +1,5
78. Ν,Ν-Dimethyl-p-toluolsulfonamid ... + 3
79. 4,4"-Oxydibenzophenon +2,5
80. p-Chlor-benzonitril +2
81. Äthyl-a-cyanocinnamat +2,5
82. 4-(p-Methoxyphenyl)-3-buten-2-on ... +3,5
83. o-Diäthoxybenzol +3,5
15 16
Beschleuniger Stufenkeil 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd, 100 g der 25 %igen
84. 4.4'-Oxydianisol +3 Polyesterharz-Lösung gemäß der Rezeptur 114.
85. 2A6-Tribromanisol +2 120. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g Tetrabrom-
86. 2,5-Dimethyl-l-phenyIpyrrol +3,5 kohlenstoff (Vorläufer), 0,5 g 2,5-Dimethoxy-
87. N,N'-Diäthyl-carbanilid +2,5 5 benzaldehyd, 100 g der 25%igen Polyesterharz-
88. Terephthalonitril +1,5 Lösung gemäß der Rezeptur 114.
89. Crotononitril +4 121. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 3,0 g Chloroform
90. Isosafrol +5 (Vorläufer), 1 g Benzophenon, 50 g 20%iges
91. Eugenol +4 Styrol-Butadien-Harz in Toluol.
92. Isoeugenol +4 io 122. 3,2 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g Jodoform
93. Anisylalkohol +4,5 (Vorläufer), 0,2 g Benzophenon, 1,0 g Chloranil
94. 2,4-Dichlor-anisol +4,5 (Vorläufer), 100 g 40%ige Styrol-Butadien-Harz-
95. p-Tolunitril +3,5 Lösung in Toluol.
96. Äthylanisat +4 123. 3,2 g Galvinoxyl (stabiles freies Radikal), 1,0 g
97. Veratrol +4,5 15 Jodoform, 0,2 g Benzophenon (Beschleuniger),
98. (p-Methoxyphenyl)-acetonitril +4,5 1,0 g Chloranil, 100 g 40%ige Styrol-Butadien-
99. Thioanisol T +4 Harz-Lösung in Toluol.
100. 3-Benzyloxy-benzaldehyd +4 124. 3,2 g 2,6-Di-tert.-butyl-4-(3,5-di-tert.-butyl-4-cy-
101. Triphenyl-phosphat +2 clohexa-3,5-dienyliden-amino)-phenoxy (stabiles
102. Benzothiazyl-2-monocyclohexyl-sulfon- 20 freies Radikal), 1,0 g Jodoform, 1,0 g Chloranil,
amid und Aminoderivate von 2-Thia- 0,2 g Benzophenon, 100 g 40%ige Styrol-Butabenzo-thiazol
+2,5 dien-Harz-Lösung in Toluol.
103. p-Diäthylamino-benzaldehyd +4,5 125. 3,0 g 2,2,4,4 - Tetramethyl -1,2,3,4 - tetrahydro-
104. p-Dimethylamino-benzaldehyd +2,5 y-carbolin-3-oxyl (stabiles freies Radikal), 100 g
105. 4,4'-Bis-dimethylamino-benzophenon.. +1,5 25 40 %ige Styrol-Butadien-Harz-Lösung in Toluol,
106. 6-Dimethyl-chinaldin +2 1,0 g Jodoform, 0,2 g Benzophenon, 0,5 g Chlor-
107. 7-Diäthylamino-4-methylcumarin +3 anil.
108. Ν,Ν-Diäthyl-p-nitrosoanilin +1 126. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid-oxim (stabiles freies
109. 4,4'-Methylen-bis-(N,N-dimethylanilin) +2 Radikal), 100 g 40%ige Styrol-Butadien-Harz-
110. p-N,N-Dimethylamino-zimtaldehyd .. + 1 30 Lösung in Toluol, 1,0 g Jodoform, 0,2 g Benzo-
111. ThiuramE +5 phenon, 1,0g Chloranil.
112. N-Cyclohexyl-para-toluolsulfonamid .. + 3
113. N-tert.-Butylacrylamid +3 6. Gruppe
5. Gruppe 35 Es werden verschiedene Harze ausgewählt und mit
_. , , , ... . .....„,.,, 3 g Triacetonamin-N-oxid, 1,0 g Jodoform, 1,0 g
Die nachstehenden Vorlaufer fur freie Radikale N-Methyl-N-nitroso-p-toluol-sulfonamid, 1,0 g 2,3-Di-
werden mit den nachfolgenden stabilen, freien Radi- methoxybenz.aldehyd und 1,0 g Anethol vermischt,
kalen m der angegebenen Rezeptur kombiniert und um beim Beschichten, Belichten und Entwickeln in
werden, wie zuvor beschrieben, beschichtet belichtet 40 der früher beschriebenen Weise ausgezeichnete positive
und durch elektrophotographische Entwickler ent- elektrostatische Drucke zu ergeben. Beispiele dieser
wickelt und ergeben ausgezeichnete positive elektro- Harzbindemittel in Form von Lösungen in den ge-
statische Kopien. nannten Lösungsmitteln sind:
114. 3 g Triacetonamin-N-oxid (stabiles freies Radikal), 0,5 g 2,5-Dimethoxy-benzaldehyd, 0,5 g 45 127· Polystyrol-Harz, gelöst in Toluol (20%ige Lö-4,4'-Bis-(diäthylamino-benzophenon
(Vorläufer), sung).
0,1 g Silberlactat (Beschleuniger), 0,01% Thio- 128. Acrylharz, gelöst in Methyläthylketon (20%ige
flavin T (Farbe) in 100 g 25%igem Polyester Losung).
— gelöst in Toluol/Methyläthylketon (Verhält- 129. Polyvinylbutyral, gelöst in Methyläthylketon
nis 75/25). 50 (20 %ige Lösung).
115.3 g Triacetonamin-N-oxid, 0,5 g 4,4'-Bis-(di- 130. Styrol-Butadien-Harz, gelöst m Toluol (40 %ige
äthylamino)-benzophenon, 0,5 g 2,5-Dimethoxy- Lösung).
benzaldehyd, 100 g der 25%igen Polyesterharz- 131· 75% Polyester 200/25% Polyester 207, gelöst in
Lösung gemäß der Rezeptur 114. 75 % Toluol und 25 % Methyläthylketon (25 %ige
116. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 0,5 g 6-Dimethyl- 55 Lösung),
amino-chinaldin (Vorläufer), 0,5 g 2,5-Dimeth-
amino-chinaldin (Vorläufer), 0,5 g 2,5-Dimeth-
oxybenzaldehyd, 100 g der 25%igen Polyester- Alle Beschichtungen der vorgenannten Beispiele
harz-Lösung gemäß der Rezeptur 114. waren transparent oder durchscheinend.
117. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 0,5 g N-Methyl-
N-nitroso-p-toluolsulfonamid (Vorläufer), 0,5 g 60 7, Gruppe
2,5-Dimethoxy-benzaldehyd, 100 g der 25 %igen
Polyesterharz-Lösung gemäß der Rezeptur 114. Das Beispiel der 6. Gruppe, Rezeptur 127, wird
118. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 0,5 g 7-Diäthyl- wiederholt, um zu zeigen, wie erfindungsgemäß mehramino-4-methylcumarin
(Vorläufer), 0,5 g 2,5-Di- fache Kopien aus der ursprünglich belichteten Bahn methoxy-benzaldehyd, 100 g der 25%igen Poly- 65 erhalten werden können:
esterharz-Lösung gemäß der Rezeptur 114.
119. 3,0 g Triacetonamin-N-oxid, 0,5 g p,p'-Benzyl- 132. Das beschichtete Papier wird belichtet, aufgeiden-bis-(N,N-dimethylanilin)
(Vorläufer), 0,5 g laden und in herkömmlicher Weise unter Ver-
Wendung des flüssigen elektrophotographischen
Entwicklers eingefärbt. Das unfixierte entwickelte Bild wird dann durch Auflegen der belichteten
Oberfläche gegen das gewöhnliche Papier und Anwenden von Druck gegen die Rückseite der
belichteten Bahn auf einen gewöhnlichen, weißen Papierbogen übertragen. Dann wird überschüssiger
Entwickler vom Original abgewischt und dieses neuerdings aufgeladenjund eingefärbt. Dies
wird achtmal wiederholt. Das zuletzt übertragene Bild wird von einer eine Woche alten Originalplatte
übertragen und ist ebenso gut wie das ursprüngliche Bild. Dies zeigt die Beständigkeit
des erfindungsgemäß erhaltenen latenten Bildes. 133. Man wiederholt das Beispiel 132 mit der Ausnähme,
daß ein Trockenentwickler an Stelle des flüssigen Entwicklers verwendet wird. Man
erhält Bilder, welche im Vergleich zu jenen des Beispiels 132 Negative sind.
134. Gleich wie Beispiel 133 mit der Ausnahme, daß ein anderer Trockenentwickler verwendet wird.
In diesem Fall wird ein positives Bild erhalten.
135. Die belichtete Bahn von Beispiel 132 wird vor der Aufladung in Berührung mit einem Bogen
gewöhnlichen Papiers gebracht (mit der beschichteten Seite gegen das gewöhnliche Papier),
und die beiden werden durch die Aufladungsund Entwickler-Einheiten des Kopiergerätes geführt.
In diesem Fall erhält man positive Bilder auf der Seite des gewöhnlichen Papiers, welche
dem exponierten Aufzeichnungsmaterial zugewendet ist, und negative Bilder werden auf der
dem exponierten Aufzeichnungsmaterial abgewendeten Seite erhalten.
Claims (1)
1 2
freien Übergangsradikalen in den vom Licht getrof-
Patentanspruch: fenen Flächen, die dadurch bei der nachfolgenden
Aufladung elektrisch leitend werden, so daß nur die
Elektrophotographisches Verfahren, bei dem ein nicht vom Licht getroffenen Flächen die Ladung aufelektrophotographisches
Aufzeichnungsmaterial 5 nehmen.
mit einer Schicht, die eine bei Belichtung freie Nachteilig daran ist, daß derartige Systeme langsam
Radikale bildende Verbindung und ein Bindemittel sind und ultraviolettes Licht erforderlich machen, um
mit einem Oberflächenwiderstand von mehr als zufriedenstellende Kopien zu ergeben. Zusätzlich ver-109
Ohm/Flächeneinheit enthält, mit Wärme, sieht- schwinden die gebildeten freien Radikale nach einer
barem und/oder ultraviolettem Licht belichtet, auf- io Zeitspanne, so daß die Ladungs- und Entwicklungsgeladen
und mit einem elektrophotographischen Stufen bald nach der Belichtung folgen müssen. Die
Entwickler entwickelt wird, dadurch ge- halogenierten Kohlenwasserstoffvorläufer (d. h., die
kennzeichnet, daß die Schicht stabile freie Verbindungen, welche die Eigenschaft besitzen, bei der
Radikale enthält, welche mit den gebildeten freien Belichtung freie Übergangsradikale zu bilden), sind
Radikalen zu reagieren vermögen. 15 in hohem Maße flüchtig und besitzen dementsprechend
nur eine geringe Lagerbeständigkeit. Ihre Fähigkeit, Bilder zu ergeben, geht wegen der Verflüchtigung
verloren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereit-20
stellung eines elektrophotographischen Verfahrens.
Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Differentielle Aufzeichnungsmaterialien sollen in einer
Verfahren. Plastikschicht durch photochemische Mittel entwickelt
Als elektrophotographische Verfahren sind bekannt: wer v den' d· h- bei u Jijf. Belichtung werden ein oder
(1) Ein Verfahren! das das Kopieren mittels eines mehrere nfue>
verhältnismäßig stabile chemische Zu-Photoleiters,
wie Selen, betrifft. 25 sammense zungen in den vom Licht getroffenen FIa-
(2) Ein Verfahren, das von der Verwendung von ch*n Sendet, wobei diese Zusammensetzung eine
Photoleitern, wie Zinkoxid, welche auf ein Papier- andersartige Le.tfahigkeit als in den nicht vom Licht
gewebe geschichtet sind, abhängt. getroffenen Flachen aufweist Der plastische Überzug
(3) Ein Verfahren, das von der Verwendung von wird dann elektrostatisch geladen, und das Bild w,rd
Photoleitern, wie ZnS-CdS, abhängt und die 3° durch elektrophotographische Entwickler entwickelt
persistente innere Polarisation eines Aufzeich- %** elektrophotographische System kann empfindlich
nungsmaterials ausnützt. fur ^htbares, ultraviolettes oder ultrarotes Licht ge-
macht werden. Die leitfahigen Flachen können ent-
Auch organische Photohalbleiter werden bei diesen weder in den dem Licht ausgesetzten oder den dem
Arten von Kopierverfahren verwertet. Das Zinkoxid 35 Licht nicht ausgesetzten Flächen induziert werden,
und die Phosphor-Systeme müssen als pigmentierte d. h., die neuen Zusammensetzungen, welche sich
Schichten angewandt werden, und die erhaltenen durch das Ansprechen auf Licht bilden, können entBahnen
photographischer Aufzeichnungsmaterialien weder leitfähiger oder weniger leitfähig sein, als die
sind lästig, schwer und opak. Das organische photo- nicht vom Licht getroffenen Flächen,
halbleitende System ist ebenfalls pigmentiert, opak 40 Als photographisches Aufzeichnungsmaterial soll und ist nur verhältnismäßig langsam spektral an- ein nicht pigmentiertes, leichtes, elektrophotographisch sprechbar. empfindliches Papier, das besser als die derzeit erhält-
halbleitende System ist ebenfalls pigmentiert, opak 40 Als photographisches Aufzeichnungsmaterial soll und ist nur verhältnismäßig langsam spektral an- ein nicht pigmentiertes, leichtes, elektrophotographisch sprechbar. empfindliches Papier, das besser als die derzeit erhält-
Bekanntgeworden sind auch thermokonduktive Ko- liehen, verhältnismäßig schweren Papiere mit einer
piersysteme, welche Kopien durch Belichten einer ge- ZnO-Bindemittel-Schichtist.verwendetwerdenkönnen.
ladenen, beschichteten Plastikfolie auf einem Ultrarot- 45 Das bei dem Verfahren verwendete photokonduktive
Kopiergerät (d. h. unter Verwendung von Hitze an System soll gegenüber den derzeit bekannten Systemen
Stelle von Licht, um die von der Hitze getroffenen dieser Art wesentlich lichtempfindlicher, stabiler über
Flächen leitfähig zu machen und auf diese Weise ein einen breiten Bereich an Feuchtigkeitsbedingungen
latentes Bild zu schaffen) und anschließendes Ent- sein.
wickeln des bildtragenden Aufzeichnungsmaterials 50 Das Verfahren soll mit Aufzeichnungsmaterialien
mit einem elektrophotographischen Entwickler her- durchführbar sein, in denen das latente Bild (d. h.
stellen können. Diese Systeme sind farbenblind und nach der Belichtung, jedoch vor der Entwicklung) beim
machen hitzeabsorbierende Vorlagen erforderlich, Altern oder Lagerns im Dunklen nicht verschwindet,
damit man ein Bild erhält. Es soll weiterhin mit Kopierpapieren durchführbar
Die Verwendung von Chinonen in elektrophoto- 55 sein, welche ausreichend transparent gegenüber Ultragraphischen
Aufzeichnungsmaterialien ist aus den violett sind, um sie als Vorlage für Diazo-Reproduk-DT-ASen
1193 363 und 1180 242 bekannt. tionsverfahren verwenden zu können.
Man hat halogenierte Kohlenwasserstoffe (US-PS Das erfindungsgemäße Verfahren soll die Schaffung
3 081165) und Diazo-Verbindungen (J. Phot. Sei., transparenter Vorlagen zur Projektion, die Entwick-Bd.
10 [1962], S. 57) Harzbeschichtungen einverleibt 60 lung leitfähiger, latenter Bildflächen, welche ohne BiId-
und hat latente Bilder erhalten durch Belichten mit verlust wiederholt aufgeladen werden können, und die
Ultraviolettlicht, elektrostatisches Aufladen der Auf- Schaffung entweder positiver oder negativer Bilder mit
Zeichnungsmaterialien und Entwickeln der belichteten elektrophotographischen Mitteln ermöglichen.
Aufzeichnungsmaterialien mittels elektrophotographi- Diese Aufgabe wird durch die Anwendung frei radischer Entwickler. Die leitfähigen Aufzeichnungs- 65 kalischer photochemischer Umsetzungen gelöst. Die materialien entstehen durch die photographische BiI- freien Übergangsradikale werden vom Licht aus lichtdung freier Übergangsradikale, d. h., die organische empfindlichen Vorläufer-Verbindungen erzeugt. Die Verbindung ist lichtempfindlich unter Bildung von gebildeten freien Radikale ihrerseits reagieren mit
Aufzeichnungsmaterialien mittels elektrophotographi- Diese Aufgabe wird durch die Anwendung frei radischer Entwickler. Die leitfähigen Aufzeichnungs- 65 kalischer photochemischer Umsetzungen gelöst. Die materialien entstehen durch die photographische BiI- freien Übergangsradikale werden vom Licht aus lichtdung freier Übergangsradikale, d. h., die organische empfindlichen Vorläufer-Verbindungen erzeugt. Die Verbindung ist lichtempfindlich unter Bildung von gebildeten freien Radikale ihrerseits reagieren mit
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