[go: up one dir, main page]

DE1592104B2 - Verfahren zur aufbereitung von rotschlamm - Google Patents

Verfahren zur aufbereitung von rotschlamm

Info

Publication number
DE1592104B2
DE1592104B2 DE19651592104 DE1592104A DE1592104B2 DE 1592104 B2 DE1592104 B2 DE 1592104B2 DE 19651592104 DE19651592104 DE 19651592104 DE 1592104 A DE1592104 A DE 1592104A DE 1592104 B2 DE1592104 B2 DE 1592104B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
red mud
sulfuric acid
sludge
sulfate
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19651592104
Other languages
English (en)
Other versions
DE1592104A1 (de
Inventor
Fritz 6704 Mutterstadt; Helmboldt Otto Dipl.-Chem. Dr. 6700 Ludwigshafen. COIg 55-00 Becker
Original Assignee
Gebrüder Giulini GmbH, 6700 Ludwigshafen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gebrüder Giulini GmbH, 6700 Ludwigshafen filed Critical Gebrüder Giulini GmbH, 6700 Ludwigshafen
Publication of DE1592104A1 publication Critical patent/DE1592104A1/de
Publication of DE1592104B2 publication Critical patent/DE1592104B2/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/68Aluminium compounds containing sulfur
    • C01F7/74Sulfates
    • C01F7/743Preparation from silicoaluminious materials, e.g. clays or bauxite
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/04Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom
    • C01F7/06Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom by treating aluminous minerals or waste-like raw materials with alkali hydroxide, e.g. leaching of bauxite according to the Bayer process
    • C01F7/066Treatment of the separated residue
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D9/00Other inorganic fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

40 bis 50% 3°
AOL
bereitet
Fe2O3 etwa 40 bis 50 °/.
mahlen ist, das also weder bei der Herstellung oder
etwa go/ Lagerung noch bei der Verwendung Schwierigkeiten
SiO etwa 8°/ bereitet.
O3Q etwa 2<y Die Rolle des Aluminiumsulfats in der Wasser-
j^ Q I:~ etwa 6 0I ' aufbereitung ist allgemein bekannt Das Aluminium-Glühverlust etwa 7°/° 35 su^at das aus Aluminiumhydroxyd und Schwefelsäure
gewonnen wird, ist nicht billig. Bekannt ist weiterhin,
Bisher wurde der Rotschlamm auf Halde gelagert daß man, um zu einem billigeren Aluminiumsulfat zu bzw. unmittelbar nach der Filtration ins Meer oder in gelangen, an Stelle des Aluminiumhydroxyds Bauxit große, natürliche Becken gepumpt. Verwendungs- einsetzt Hierbei erhält man ein Material, das beispielsmöglichkeiten für den Rotschlamm gab es nur in ge- 40 weise für die Abwasseraufbereitung gut geeignet ist ringem Umfang. Es wurde beispielsweise ein auf 10 bis Der erfindungsgemäße Vorteil bei der Aufbereitung 15% Feuchte getrockneter Rotschlamm als Zuschlag- , von Rotschlamm liegt darin, daß einmal ein großer stoff für die Sinteranlagen von Hochofenwerken ver- Teil des zwangläufig anfallenden Rotschlamms nützwendet Weiter sind Versuche bekanntgeworden, das lieh verwertet und zum anderen darin, daß Schwefelim Rotschlamm befindliche Titan zu gewinnen. Ferner 45 säure gespart, werden kann. Weiterhin wird Energie ist versucht worden, das im Rotschlamm befindliche dadurch gespart, daß der Rotschlamm — sei er feucht Eisenoxyd durch Reduktion in metallisches Eisen oder auf 10 bis 20% Feuchte vorgetrocknet — nur überzuführen. mit einer unterstöchiometrischen Menge Schwefelsäure
Alle diese Aufbereitungsprozesse sind mit großen versetzt und gemischt wird und die Reaktion unter Kosten verbunden, so daß diese Verfahren im großen 5° Ausnutzung der sich entwickelnden Reaktionswärme Maßstab kaum' ausgeübt werden. Die Rotschlamm- abläuft. Wird z. B. 96°/0 Schwefelsäure kurz vor dem halden wachsen weiter. Es werden weiterhin Leitungen Untermischen des Rotschlamms mit Wasser verdünnt, von entfernten Tonerdegewinnungsanlagen zum Meer kann auch die Hydratationswärme zur Reaktion begebaut, um den Rotschlamm auf diese Weise wegzu- nutzt werden. Zwar wird auf diese Weise kein vollschaffen, und es ί werden weiter Schiffe gechartert, um.55. ständiger Aufschluß erreicht, das fertige Material entihn aufs Meer hinauszutransportieren. spricht aber den Anforderungen für die erwähnten
Es wurde nun gefunden, daß man den Rotschlamm Anwendungsgebiete bestens,
auf einfache und billige Weise in ein Produkt über- . .
führen kann, das für verschiedene Anwendungsgebiete Beispiel I
einsetzbar ist. 60 75 g Rotschlamm mit etwa 12% Feuchtigkeit wer-
Bekannt ist, daß für die Wasser- und für die Ab- den in 50 ml einer 80%igen Schwefelsäure eingerührt, wasseraufbereitung große Mengen Flockungsmittel Nach dem Erkalten erhält man ein sprödes Produkt, benötigt werden, besonders dann, wenn die sogenannte das sehr leicht mahlbar ist und folgende Analyse zeigt: dritte Reinigungsstufe, nämlich die Reinigung durch
chemische Flockung, bei der Aufbereitung von Ab- 65 SiO2 4%
wasser eingeführt wird. Zwar werden durch die mecha- Fe2O3 22 %
nische und biologische Klärung viele Wässer schon so Al2O3 6 %
weit gereinigt, daß das abfließende Wasser ohne SO3 38 %
Beispiel II
ml Schwefelsäurt; (96%ig) werden mit 20 ml Wasser verdünnt und in die noch heiße Lösung 75 g getrockneter Rotschlamm mit etwa 11% Feuchte gegeben, kräftig gerührt und erkalten gelassen. Das fertige Material zeigt folgende Analyse:
SiO2 . Fe2O3 Al2O3 SO3 ..
4,5% 25%
8% 34% Beispiel ΙΠ
85 g Rotschlamm (Feuchte von etwa 20%) werden in 45 ml Schwefelsäure (96%ig) gegeben, kräftig gerührt und erkalten gelassen. Das fertige Material hat folgende Zusammensetzung:
IO SiO2 .
Fe2O3
Al2O3
SO3 ..
4% 23%
7% 36%
Alle auf diese Weise hergestellten Produkte sind für die oben angegebenen Verwendungsgebiete besonders gut geeignet

Claims (3)

,ν. Patentansprüche· weiteres den Vorflutern zugegeben werden kann, eine . ·. zusätzliche chemische Flockung wird, sich aber immer
1. Verfahren zur Aufbereitung des bei der Alu- dann empfehlen, wenn die anfallenden Schlämme sominiumoxyd-Herstellung nach dem Bayer-Verfah- weit wie möglich eingedickt werden sollen und wenn ren anfallenden Rotschlammes zu' Flockungs- 5 gleichzeitig der Phosphatspiegel des Wassers gesenkt mitteln für die Wasser- bzw. Abwasseraufbereitung werden soll, um der weiteren Euthrophierung von nur und Bodenverbesserungsmitteln, dadurch ge- schwachfließenden Vorflutern vorzubeugen,
kennzeichnet, daß der Rotschlamm mit Ferner ist es bekannt, dreiwertiges Eisensulfat in unterstöchiometrischen, bezogen auf die Metall- Verbindung mit Humusdünger und Ammonsulfat als oxyde, Mengen 60- bis 96%iger Schwefelsäure ge- ίο Bodenstrukturverbesserungsmittel einzusetzen. Auch mischt und unter Ausnutzung der sich entwickeln- hier ist man auf ein billiges dreiwertiges Eisensalz anden Reaktionswärme teilweise aufgeschlossen .wirjii; ■ gewiesen. Ebenso ist der Einsatz von Eisenverbindun-
2. Verfahren'nach Anspruch 1, dadurch gekenn- " :gen zur'Bekämpfung der Chlorose bekannt,
zeichnet, daß der.-Rotschlamm bis auf etwa 10 bis Es sind daher bereits Versuche unternommen wor-20% Feuchte getrocknet wird. . 15 den, aus dem Rotschlamm mit Schwefelsäure ein ge-
3. Verfahren nach Anspruch 1 und'"2j dadurch mischtes Sulfat herzustellen, das für die obengenannten gekennzeichnet,,.-daß 96°j'oige ,Schwefelsäure mit Einsatzgebiete verwendbar wäre. Das scheiterte jedoch Wasser kurz vor'dem Untermischen des Rot- bisher stets daran, daß ein solches Produkt, wenn es Schlammes verdünnt und die hierbei entstehende nach den in der Aluminiumsulf at-Fabrikation üblichen Hydratationswärme zur Reaktion benutzt wird. 20 Methoden hergestellt wurde, stark hygroskopisch ist
und daher bei der Herstellung, Lagerung und Verwendung große Schwierigkeiten bereitet.
Bei der Herstellung von Aluminiumoxyd nach dem Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man
Bayer-Verfahren fallen bei der Verarbeitung von zum Ziel gelangt, wenn man den Rotschlamm mit eisenreichen Bauxiten je Tonne Bauxit etwa 0,731 25 unterstöchiometrischen, bezogen auf die Metalloxyde, Rotschlamm an. Dieser Schlamm besteht zu 65% aus Mengen 60- bis 96%iger Schwefelsäure einfach Feststoff, der Rest ist Wasser. Ein bei 1050C getrock- mischt, reagieren und anschließend erkalten läßt. Die netes Material besitzt folgende Zusammensetzung: Hygroskopizität wird stark zurückgedrängt, und es
ι r» Atroa 1R ^Jc on ο/ fällt nun ein Produkt an, das brüchig und leicht zu
DE19651592104 1965-02-06 1965-02-06 Verfahren zur aufbereitung von rotschlamm Withdrawn DE1592104B2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG0042774 1965-02-06

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1592104A1 DE1592104A1 (de) 1970-10-29
DE1592104B2 true DE1592104B2 (de) 1972-05-10

Family

ID=7127010

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19651592104 Withdrawn DE1592104B2 (de) 1965-02-06 1965-02-06 Verfahren zur aufbereitung von rotschlamm

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1592104B2 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2372238A1 (fr) * 1976-11-26 1978-06-23 Kernforschungsanlage Juelich Procede de traitement des boues rouges
DE2909986A1 (de) * 1978-07-31 1980-02-21 Eurallumina Spa Verfahren zur beseitigung von bauxitaufbereitungsabfaellen und aufnahmebassin hierfuer
DE4219351A1 (de) * 1991-06-13 1992-12-17 Tioxide Europ Bodenverbesserungsmittel fuer ackerland bei spurenelementmangel und verfahren zur herstellung desselben

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
HU172752B (hu) * 1976-10-29 1978-12-28 Magyar Aluminium Sposob selektivnogo izvlechenija natrija iz krasnogo shlama glinozjomnykh fabrik
US4838922A (en) * 1987-07-06 1989-06-13 Green, Inc. Method for producing monocalcium phosphate and products produced therefrom
US5019360A (en) * 1987-11-24 1991-05-28 Northern States Power Company Method for the processing of fly ash, scrubber sludge and the like; and product
JP2009155160A (ja) * 2007-12-26 2009-07-16 Showa Denko Kk ボーキサイト溶解残渣の中和方法及び水酸化アルミニウム製造方法

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2372238A1 (fr) * 1976-11-26 1978-06-23 Kernforschungsanlage Juelich Procede de traitement des boues rouges
DE2909986A1 (de) * 1978-07-31 1980-02-21 Eurallumina Spa Verfahren zur beseitigung von bauxitaufbereitungsabfaellen und aufnahmebassin hierfuer
DE4219351A1 (de) * 1991-06-13 1992-12-17 Tioxide Europ Bodenverbesserungsmittel fuer ackerland bei spurenelementmangel und verfahren zur herstellung desselben
DE4219351C2 (de) * 1991-06-13 1998-02-26 Tioxide Europ Bodenverbesserungsmittel für Ackerland bei Spurenelementmangel und Verfahren zur Herstellung desselben

Also Published As

Publication number Publication date
DE1592104A1 (de) 1970-10-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1592104B2 (de) Verfahren zur aufbereitung von rotschlamm
US4154799A (en) Dicalcium phosphate manufacture
DE1592104C (de) Verfahren zur Aufbereitung von Rotschlamm
DE2813358A1 (de) Verfahren zur verarbeitung magnesiumhaltigen rohphosphats zu phosphorsaeure und zu einem magnesium-, calciumcarbonat- gemisch
DE3001929A1 (de) Faellungsmittel
DE931223C (de) Verfahren zur Reinigung von Calciumchlorid
DE2747436C3 (de) Verfahren zur selektiven Gewinnung des Natriumgehaltes von Rotschlämmen
DE2243570C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von U ranylsulf athydrat
DE2108042A1 (de) Sequestriermittel
DE2237711A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsaeure
AT123795B (de) Verfahren zur Darstellung von streufähigen Nitrophosphaten.
DE2531519B2 (de) Verfahren zur Aufbereitung von Rohphosphat
DE1517476A1 (de) Verfahren zum Neutralisieren von saeurehaltigem Wasser
AT150988B (de) Verfahren zur Abtrennung von Cerverbindungen aus Sulfatgemischen seltener Erden sowie zur Herstellung von Cersauerstoffverbindungen.
AT357486B (de) Verfahren zur reinigung von bei der uranerzauf- bereitung nach der abscheidung des urans in ionenaustauscher-anlagen anfallenden loesungen
DE1517422A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatloesungen
DE653652C (de) Herstellung von Cersauerstoffverbindungen
AT281757B (de) Verfahren zur entfluorierung von phosphorgips, der bei der erzeugung von phosphorsaeure nach dem naszverfahren anfaellt
DE377980C (de) Verfahren zur Entwaesserung von Torf
DE1940729C3 (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Ferrioxid aus Eisen enthaltender Abfallbeizflüssigkeit
DE569732C (de) Verfahren zur Herstellung eines kieselsaeurereichen Phosphatduengemittels
DE662969C (de) Verfahren zur Verwertung von tonerde- und kieselsaeurereichen Hochofenschlacken
DE1196167B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumphosphaten aus Thomasmehl
AT302918B (de) Verfahren zur Behandlung von industriellen Abwässern, insbesondere von verbrauchten Beizbädern
DE859607C (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerde

Legal Events

Date Code Title Description
SH Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EGA New person/name/address of the applicant
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee