Patentanspruch:
Lösbare elektrische Klemmverbindung zum Anklemmen eines elektrischen Leiters an ein in einer
Aufnahme in einem Isolierkörper befindliches, mit einer Einführöffnung für den Leiter versehenes
Anschlußteil und einer dicht neben der Einführöffnung angeordneten und parallel zur Achse der
Einführöffnung bewegbaren Klemmschraube, in deren Bewegungsbereich ein Druckübertragungsteil
angeordnet ist, mit dem der Leiter bei Betätigen der Klemmschraube mildem Anschlußteil verklemmbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußteil im Bereich der Einführöffnung als
längsgeschlitzte Buchse (2) ausgebildet ist, und daß an dieser Buchse eine radial nach außen ragende und
im Bewegungsbereich der Klemmschraube (4) liegende sickenförmige Erhöhung (5) vorgesehen ist,
die als Druckübertragungsteil dient.
Die Erfindung bezieht sich auf eine lösbare elektrische Klemmverbindung zum Anklemmen eines elektrischen
Leiters an ein in einer Aufnahme in einem Isolierkörper befindliches, mit einer Einführöffnung für
den Leiter versehenes Anschlußteil und einem dicht neben der Einführöffnung angeordneten und parallel
zur Achse der Einführöffnung bewegbaren Klemmschraube, in deren Bewegungsbereich ein Druckübertragungsteil
angeordnet ist, mit dem der Leiter bei Betätigen der Klemmschraube mit dem Anschlußteii
verklemmbar ist.
Bei derartigen Klemmverbindungen ist eine möglichst raumsparende Ausführung erwünscht, um beispielsweise
mehrere dieser Verbindungen in Reihen und Spalten angeordnet in einem Isolierkörper unterbringen
zu können. Es empfiehlt sich daher, die dem Anschlußleiter zugeordnete Klemmschraube in dem
Isolierkörper parallel zur Steckrichtung des Anschlußleiters anzuordnen. Im Zusammenhang mit einer
derartigen Klemmverbindung sind eine Reihe von Möglichkeiten bekannt, die durch die Klemmschraube
erzeugte Druckkraft mittels eines zwischen der Klemmschraube und dem Anschlußleiter vorgesehenen
Druckübertragungsteils auf den Anschlußleiter zu übertragen. Aus der DT-PS 6 75 422 geht es als bekannt
hervor, das Druckübertragungsteil als drehbare Exzenterscheibe, als kippbares Winkelstück, als U-förmigen
Bügel mit darin angeordnetem keilförmigem Druckstück oder als nicht ganz parallel zum Anschlußleiter
bewegbare Wandermutter auszubilden. Weiterhin ist es aus den US-Patentschriften 24 51466 und
24 61 135 bekannt, das Druckübertragungsteil als eine mit einer öffnung versehene Scheibe auszubilden, durch
deren öffnung der Anschliißleiter beim Einstecken in
den Isolierkörper geführt wird. Mittels der Klemmschraube wird diese Klemmscheibe dann so weit
gekippt, bis der Anschlußleiter in der öffnung der Klemmscheibe festgeklemmt ist. Weiterhin ist es aus der
DT-PS 10 63 673 bekannt, den Anschlußleiter mittels eines um eine Achse kippbaren sektOrförmigen
Blechstücks in der Aufnahme festzuklemmen. Zu diesem Zweck ist das Blechstück mit einem Schlitz versehen, in
den eine von einer Schraube getragene Wandermutter eingreift. Diese bekannten Klemmverbindungen sind
durch das in allen Fällen als gesondertes Teil ausgebildetes Druckübertragungsteil relativ aufwendig
und für den Fall, daß der Anschlußleiter mit einem
ίο Steckverbindungskontakt zu verbinden ist, nicht unmittelbar
anwendbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine lösbare elektrische Klemmverbindung der obengenannten
Art "zu vereinfachen und insbesondere für den Fall anwendbar zu machen, daß der Anschlußleiter in dem
Isolierkörper mit einem Steckverbindungskontakt zu verbinden ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Anschlußteil im Bereich der Einführöffnung
als längsgeschlitzte Buchse ausgebildet ist, und daß an dieser Buchse eine radial nach außen ragende und im
Bewegungsbereich der Klemmschraube liegende sikkenförmige Erhöhung vorgesehen ist, die als Druckübertragungsteil
dient.
Bei der angegebenen Klemmverbindung ist in dem Isolierkörper für jeden Anschlußleiter ein Steckverbindungskontakt
vorgesehen, mit dem der Anschlußleiter zu verbinden ist. Durch die an dem Steckverbindungskontakt angebrachte sickenförmige Erhöhung erübrigt
sich ein gesondert ausgebildetes Druckübertragungsteil, wodurch die Klemmverbindung gegenüber vergleichbaren
bekannten Klemmverbindungen mit wesentlich niedrigeren Kosten herstellbar ist.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im folgenden
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Klemmverbindung und
Fig.2 eine Draufsicht auf die Klemmverbindung nach Fig. 1.
In einer Platte 1, die mit einer Durchgangs- und Gewindebohrung versehen ist, sind ein Steckverbindungskontakt
2 zur Aufnahme eines Anschlußleiters 3 und eine Klemmschraube 4 angeordnet. Der Steckverbindungskontakt
2 ist am oberen Ende gabelförmig ausgebildet und greift über die Platte 1 hinaus, um die
Einführung des Anschlußleiters 3 zu erleichtern.
Die parallel zum Anschlußleiter verlaufende Klemmschraube 4 stößt mit ihrem unteren Ende an eine an dem
Steckverbindungskontakt 2 angebrachte, sickenförmige Erhöhung 5 an und klemmt dadurch mittels Einkerbungen
6 den Anschlußleiter 3 fest. Die Klemmschraube 4 kommt dabei nicht direkt mit dem Anschlußleiter in
Berührung.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß es durch die angegebene Anordnung der Klemmschraube möglich
ist, viele Steckverbinder zu einem Bauteil vereinigt in Reihen und Spalten anzuordnen, ohne für eine seitliche
Ausführung der Klemmschrauben sorgen zu müssen. Es ist ferner ersichtlich, daß bei der Montage nur die eine
Ebene des Isolierkörpers, in den die Anschlußleiter eingeführt werden, zugänglich zu sein braucht.