DE1588473B2 - Hochspannu ngssicherung - Google Patents
Hochspannu ngssicherungInfo
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- DE1588473B2 DE1588473B2 DE19671588473 DE1588473A DE1588473B2 DE 1588473 B2 DE1588473 B2 DE 1588473B2 DE 19671588473 DE19671588473 DE 19671588473 DE 1588473 A DE1588473 A DE 1588473A DE 1588473 B2 DE1588473 B2 DE 1588473B2
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/30—Means for indicating condition of fuse structurally associated with the fuse
- H01H85/303—Movable indicating elements
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmelzsicherung für Hochspannungszwecke mit in einem Isolierrohr
untergebrachtem Haupt- und Nebenschmelzleiter sowie einem durch Stromwärme beim Abschaltvorrichtung
durchschmelzbaren Haltedraht für einen unter Federkraft stehenden Schlagbolzen einer an die Sicherung
angebauten Auslöservorrichtung, bei der der Haltedraht als Schmelzleiter ausgebildet und mit dem Nebenschmelzleiter
elektrisch in Reihe geschaltet ist.
Bei einer bekannten Anordnung (DT-Gbm 17 97 834) ist der Nebenschmelzleiter mit dem Haltedraht elektrisch
in Reihe geschaltet. Diese Reihenschaltung liegt parallel zum Hauptschmelzleiter. Beim Abschaltvorgang
schmilzt zunächst der Hauptschmelzleiter ab, darauf der Haltedraht und sodann der Nebenschmelzleiter.
Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß der Haltedraht und der Nebenschmelzleiter dauernd von
dem hindurchfließenden Strom aufgeheizt werden, wodurch eine mechanische Verformung und eine Verminderung
der Festigkeit des Haltedrahtes eintritt. Dies hat zur Folge, daß der Haltedraht nur mit einer geringen
Federkraft belastbar ist.
Bei einer anderen bekannten Sicherung (DL-PS 59 625) ist für die Auslöservorrichtung ein vom Nebenschmelzleiter
getrennt angeordneter Haltedraht vorgesehen, der nicht vom Strom durchflossen wird.
Beim Abschaltvorgang wird hier der Haltedraht lediglich mittelbar durch ein vom Nebenschmelzleiter erhitztes
Zündgemisch zerstört. Obwohl bei dieser Anordnung die Zugfestigkeit des Haltedrahtes im Betrieb
der Sicherung erhalten bleibt, ist jedoch der Aufbau einer solchen Auslösereinrichtung ziemlich aufwendig,
und die Ansprechsicherheit ist weitgehend von der dauerhaften Funktionsfähigkeit des Zündgemisches abhängig.
Die vorliegende Erfindung geht nun von der Aufgabe aus, ebenfalls eine Sicherung mit einer Auslöservorrichtung
zu schaffen, deren Haltedraht im Betrieb der Sicherung eine hohe konstante Zugefestigkeit behält und
deren Aufbau wenig Aufwand erfordert. Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß die Reihenschaltung
von Haltedraht und Nebenschmelzleiter an einer Stelle durch eine Isolierstrecke mit im Vergleich zur
Nennspannung der Sicherung geringer Durchschlagsspannung unterbrochen ist. Dabei ist es zweckmäßig,
daß sich die Isolierstrecke auf der der Auslöservorrichtung gegenüberliegenden Seite der Sicherungspatrone
befindet, wobei die Enden des Haupt- und Nebenschmelzleiters
unter Zwischenlage einer Isoliertülle aus Glasseidengewebe, weiche auf einen der beiden
Schmelzleiter, vorzugsweise auf den Hauptschmelzleiter, aufgeschoben ist, mechanisch miteinander, z. B.
durch Umwickeln, verbunden sind.
Durch diese Maßnahmen läßt sich der Haltedraht mit einer größeren Zugkraft als bisher belasten. Hierdurch
kann die Federkraft des Schlagbolzens erhöht werden, so daß eine größere Sicherheit für die einwandfreie
Betätigung eines mit der Sicherung mechanisch gekuppelten Gestänges für die Auslösung eines
Schaltgerätes gewährleistet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch im Schnitt dargestellt..
In F i g. 1 ist mit 1 das Isolierrohr der Sicherung bezeichnet, welches den auf einen Isolierträger 2 aufgewickelten
Hauptschmelzleiter 3 umgibt. Der Nebenschmelzleiter 4 ist innerhalb des rohrförmig ausgebildeten
Isolierträgers 2 in Wendeln geführt. Beide Schmelzleiter sind in einem Löschmittel 5, 2. B. Sand, eingebettet.
Die Enden des Isolierrohres 1 sind durch Metallkappen 6 und 7 verschlossen. Mit 8 ist die Auslösereinrichtung
bezeichnet. Sie besteht aus einem als Schlagbolzen ausgebildeten Hütchen 9, welches entgegen der
Kraft einer Feder 10 durch einen Haltedraht 11 befestigt
ist. Zur Führung des Hütchens weist die Kappe 7 einen Buchsenteil 12 auf. Der Haltedraht 11 ist am Boden
des Hütchens durch eine öse 13 und durch eine mit Bohrungen versehene Isolierstoffplatte 14 abgespannt.
Die freien Enden des Haltedrahtes sind auf der einen Seite mit der Kappe 6, an die auch der Hauptschmelzleiter
angeschlossen ist, und auf der anderen Seite mit dem Nebenschmelzleiter elektrisch verbunden. Der
Haltedraht besteht aus einer Widerstandslegierung hoher mechanischer Festigkeit.
Im normalen Betriebszustand der Sicherung ist der Stromfluß durch den Haltedraht 11 durch eine mit 15
bezeichnete Isolierschicht, welche an den Enden des Haupt- und Nebenschmelzleiters 3, 4 in der Nähe der
Kappe 7 angeordnet ist, unterbunden. Gemäß F i g. 2 ist hierbei über den Hauptschmelzleiter 3 eine eng anliegende
Tülle 16, z. B. aus Glasseidengewebe, aufgeschoben. Der Nebenschmelzleiter 4 ist mit seinem Ende
auf die Tülle gelegt und vermittels einer Bandage 17 darauf befestigt. Eine andere Art der Befestigung, welehe
nicht weiter dargestellt ist, läßt sich durch Aufwikkeln
des Endes des Nebenschmelzleiters auf die Tülle bewerkstelligen. Da das Glasseidengewebe kleine Luftporen
enthält, entsteht somit eine Funkenstrecke mit
definierter Ansprechspannung, die im Vergleich zur Nennspannung der Sicherung sehr gering ist. Weitere
Möglichkeiten zur Ausführung der Isolierschicht bestehen z. B. in der Verwendung und Anordnung einer
Oxidhaut oder einer kleinen Glimmröhre. Dabei kann die Anordnung der Isolierschicht auch an einer anderen
Stelle des Nebenschmelzleiters oder des Haltedrahtes vorgesehen sein, als dies in der Zeichnung angegeben
ist.
Die Wirkungsweise der Schmelzsicherung wird im folgenden kurz erläutert. Bei Nennbetrieb der Sicherung
und im Bereich der zulässigen Überströme findet ein Stromfluß allein durch den Hauptschmelzleiter
statt, da der Stromkreis des Nebenschmelzleiters und des mit diesem in Reihe geschalteten Haltedrahtes
durch die Isolierschicht unterbrochen ist. Da somit der Haltedraht im normalen Betrieb der Sicherung stromlos
ist, wird seine mechanische Zugfestigkeit nicht beeinträchtigt. Bringt nun ein größerer Überstrom die Sicherung
zum Ansprechen, so schmilzt der Hauptschmelzleiter ab, und die dabei auftretende Lichtbogenspannung
führt zu einem Durchschlag der Isolierschicht, so daß der Abschaltstrom auf den Nebenschmelzleiter
und den Haltedraht kommutiert wird. Durch die besondere Auswahl der Werkstoffe und der
Querschnitte für den Haltedraht und für den Nebenschmelzleiter wird hierbei erreicht, daß der Haltedraht,
welcher einen kleineren ßt-V/en als der Nebenschmelzleiter aufweist, in jedem Falle vor dem Nebenschmelzleiter
abschmilzt und die Auslösereinrichtung betätig!. Nachfolgend wird der Strom durch den Nebenschmelzleiter
unterbrochen und dabei der an die Sicherung angeschlossene Stromkreis abgeschaltet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schmelzsicherung für Hochspannungszwecke mit in einem Isolierrohr untergebrachtem Haupt-
und Nebenschmelzleiter sowie einem durch Stromwärme beim Abschaltvorgang durchschmelzbaren
Haltedraht für einen unter Federkraft stehenden Schlagbolzen einer an die Sicherung angebauten
Auslöservorrichtung bei der der Haltedraht als Schmelzleiter ausgebildet und mit dem Nebenschmelzleiter
elektrisch in Reihe geschaltet ist, d a durch gekennzeichnet, daß diese Reihenschaltung
von Haltedraht (11) und Nebenschmelzleiter (4) an einer Stelle durch eine Isolierstrecke
(15) mit im Vergleich zur Nennspannung der Sicherung geringer Durchschlagsspannung unterbrochen
ist.
2. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Isolierstrecke (15) auf
der der Auslöservorrichtung (8) gegenüberliegenden Seite der Sicherungspatrone befindet, wobei die
Enden des Haupt- und Nebenschmelzleiters (3, 4) unter Zwischenlage einer Isoliertülle (16) aus Glasseidengewebe,
welche auf einen der beiden Schmelzleiter (3, 4), vorzugsweise auf den Hauptschmelzleiter
(3), aufgeschoben ist, mechanisch miteinander, z. B. durch Umwickeln, verbunden sind.
3. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstrecke (15) durch
die Entladungsstrecke einer kleinen Glimmröhre gebildet ist.
4. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstrecke (15) durch
eine Oxidhaut gebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEL0057083 | 1967-07-27 | ||
DEL0057083 | 1967-07-27 |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1588473A1 DE1588473A1 (de) | 1970-12-10 |
DE1588473B2 true DE1588473B2 (de) | 1975-07-24 |
DE1588473C3 DE1588473C3 (de) | 1976-03-04 |
Family
ID=
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2655477A1 (fr) * | 1989-12-06 | 1991-06-07 | Ferraz | Dispositif de protection a indicateur visuel de defaut pour reseaux electriques aeriens. |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2655477A1 (fr) * | 1989-12-06 | 1991-06-07 | Ferraz | Dispositif de protection a indicateur visuel de defaut pour reseaux electriques aeriens. |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE1588473A1 (de) | 1970-12-10 |
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |