DE1584034B - Aufhängebeschlag für Schiebetüren - Google Patents
Aufhängebeschlag für SchiebetürenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Aufhängebeschlag für Schiebetüren, insbesondere von Möbeln, der einen in
einer als Hohlprofilschiene ausgebildeten Laufschiene geführten Kopfteil und einen sich an diesen anschließenden
plattenförmigen Steg aufweist, der in einen parallel zur Türebene verlaufenden Schlitz der Türplatte eingelassen ist.
Beschläge der vorgenannten Art, wie sie beispielsweise durch die britischen Patentschriften 391453
und 427 965 bekanntgeworden sind, weisen den Nachteil auf, daß die in einen Schlitz eingelassenen
Stege mittels durch in den Stegen vorgesehenen Bohrungen hindurchgreifender Bolzen oder Schrauben
festgehalten werden müssen, was eine genaue Justierung der Beschläge an der Tür ohne zusätzliche Hilfsmittel
unmöglich macht. Kommen die Beschläge, wie insbesondere bei Möbeln, bei aus Holz bestehenden
Türen zur Verwendung, so besteht die Gefahr, daß die Schrauben sich im Laufe der Zeit lockern bzw.
unter der Last der Tür einseitig in das Holz eingedrückt werden, so daß eine einwandfreie Aufhängung
der Tür nicht mehr gewährleistet ist und diese eckt oder mit ihrer Unterkante auf der Bodenplatte des
Möbels aufsitzt bzw. schleift. Diese Gefahr besteht insbesondere bei Möbeln, die nicht aus massivem
Holz, sondern nach modernen Fertigungsmethoden aus furnierten Spanplatten bestehen. Die vorgenannte
Art der Befestigung der Beschläge mittels Schrauben ist zudem umständlich und zeitraubend.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Aufhängebeschlag so zu gestalten, daß auf
Grund einer formschlüssigen Verbindung des Beschlags mit der Türplatte nicht nur eine genaue, auch
bei längerem Gebrauch eines Möbelstücks sich nicht verändernde Aufhängung gewährleistet ist, sondern
auch die Befestigung des Beschlags an der Tür in einfachster Weise und kürzester Zeit vorgenommen
werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Steg an seinem unteren Ende als zylindrische
Büchse ausgebildet ist, deren Achse parallel zur Verschieberichtung der Schiebetür verläuft und
die in ein am unteren Ende des Schlitzes vorgesehenes, dem Durchmesser der Büchse entsprechendes
Sackloch einsteckbar ist.
ίο Hierbei wird die formschlüssige Verbindung des
Stegendes mit der Türplatte dadurch bewirkt, daß der Durchmesser der Büchse größer ist als die Stärke
der den Steg bildenden Platte, wobei die Auflagefläche der Tür an dem Beschlag noch dadurch vergrößert
werden kann, daß die Büchse in Verschieberichtung der Tür über die Breite des Stegs hinaus
verlängert ist. Bei Türen, die eine nur verhältnismäßig geringe Plattenstärke aufweisen, kann eine ausreichende
formschlüssige Verbindung auch schon dadurch bewirkt werden, daß die einen der Plattenstärke
des Stegs entsprechenden Durchmesser aufwei- /■'
sende Büchse über die Breite des Stegs hinaus ver- ^-
längert ist.
Der gesamte Beschlag ist vorteilhafterweise einstückig ausgebildet und aus Kunststoff, vorzugsweise
einem Polyamid, gefertigt.
Dadurch, daß der Beschlag aus Kunststoff gefertigt ist, gleitet das Kopfteil des Beschlags auf den
durch aufeinander zu gerichteten Abwinkelungen der Schenkel der vorzugsweise ein U-Profil aufweisenden
Laufschiene gebildeten Schultern vollkommen geräuschlos.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Aufhängebeschlages in schematischer
Weise dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des an einer Schiebetür befestigten Beschlages teilweise im Schnitt,
F i g. 2 eine Stirnseitenansicht des Beschlages in Richtung des Pfeiles A der Fi g. 1.
Der Beschlag weist einen Steg 1 rechteckiger Querschnittsform sowie eine zylindrische Büchse 4 auf,
und ist an einer oberen Ecke einer Schiebetür 2 befestigt. Zusammen mit dem Gleitkopf 8 besteht der
Beschlag aus einem einstückigen, aus Kunststoff gefertigten Formteil. Zur Aufnahme des Beschlags dient
ein in der oberen Ecke der Schiebetür 2 ausgesparter bzw. eingefräster Schlitz 5, an den sich in seinem unteren
Teil ein Sackloch 6 anschließt, das dem Durchmesser der Büchse 4 entspricht. Der Beschlag wird
in Richtung des Pfeiles^ in die Ausnehmungen der Schiebetür 2 eingeschoben und mittels einer Schraube
3 an dieser befestigt. Der über den Schlitz 5 überstehende Teil des Beschlages ist als Gleitkopf 8 mit
trapezförmigem Querschnitt ausgebildet, dessen Seitenflächen 8 α somit einen sich nach oben erweiternden
Abstand von den Schenkeln der Laufschiene 11 aufweisen. Zwischen dem Gleitkopf 8 und dem Steg 1
des Beschlages sind zwei Nuten 12 α vorgesehen, in
die die nach innen abgewinkelten Laufbahnen 12 der Laufschiene 11 eingreifen, auf denen der Gleitkopf 8
mit den Auskragungen 8 b gleitet.
Die an dem Beschlag vorgesehenen Nuten 12 α haben in Verbindung mit den nach innen abgewinkelten
Laufbahnen 12 den Vorteil, daß der Beschlag nicht nur als Aufhängebeschlag, sondern auch als an der
Unterkante einer Schiebetür angebrachter Stehbeschlag Verwendung finden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Aufhängebeschlag für Schiebetüren, insbesondere von Möbeln, bestehend aus einem in einer
als Hohlprofilschiene ausgebildeten Laufschiene geführten Kopfteil und einem sich an diesen
anschließenden plattenförmigen, in einen parallel zur Türebene verlaufenden Schlitz der
Türplatte eingelassenen Steg, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (1) an seinem
unteren Ende als zylindrische Büchse (4) ausgebildet ist, deren Achse parallel zur Verschieberichtung
der Schiebetür (2) verläuft und die in ein am unteren Ende des Schlitzes (5) vorgesehenes,
dem Durchmesser der Büchse (4) entsprechendes Sackloch (6) einsteckbar ist.
2. Aufhängebeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (4) in
Verschieberichtung der Schiebetür (2) über die Breite des Stegs (1) hinaus verlängert ist.
3. Aufhängebeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Beschlag
einstückig ausgebildet ist und aus Kunststoff, vorzugsweise einem Polyamid besteht.
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