DE1579487C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Backen oder Braten von Nahrungsmitteln, insbesondere Brot - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Backen oder Braten von Nahrungsmitteln, insbesondere BrotInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Backen oder Braten von Nahrungsmitteln,
insbesondere Brot, bei welchem die Wärmebehandlung der Nahrungsmittel in einer Dampf enthaltenden, geheizten
Kammer ,eines Ofens erfolgt, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bereits ein Verfahren zum Backen von Brot und anderen Backprodukten bekannt (s. US-PS
3 119 354), bei welchem der Backprozeß unter Infrarotbestrahlung und gleichzeitigem Einführen von Dampf
durchgeführt wird. Mit Hilfe des Dampfes kann erreicht werden, daß das Brot eine schöne gleichmäßige j
braune Kruste erhält, während gleichzeitig die Backge- ί schwindigkeit erhöht wird, was wiederum zu einem er-;
höhten Durchsatz des Backofens und/oder einer Ver- i ringerung des Energiebedarfs je Brotlaib führt. Es zeigt j
ίο sich jedoch, daß dies nur dann erreicht werden kann,
wenn relativ große Dampfmengen in die Ofenkammer des Tunnelofens eingeleitet werden. Abgesehen von
den in diesem Zusammenhang sich ergebenden Korrosionsproblemen erweist sich die Füllung der gesamten
Ofenkammer mit Dampf insoweit als nachteilig, weil zur Erzielung eines Backproduktes hoher Qualität im
zweiten Teil des Ofens die vorhandene Dampfmenge niedriger sein muß als die im ersten Bereich.
Es ist demzufolge Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Backen und/oder Braten von
Nahrungsmitteln, insbesondere Brot, zu schaffen, bei welchem der in die Ofenkammer eingeleitete Dampf
konzentriert im Bereich der zu backenden Brote gehalten werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß durch Anlegen eines hohen Gleichspannungspotentials
zwischen dem Ofenboden und an einer Anzahl von oberhalb der Nahrungsmittel angeordneter und nach
unten gerichteter Spitzen und durch das hierdurch erzeugte elektrostatische Feld der Dampf zu den Nahrungsmitteln
hingeführt und in der unmittelbaren Umgebung der dem Dampf auszusetzenden Oberflächen
der Nahrungsmittel lokalisiert wird.
Im Rahmen eines derartigen Verfahrens wird durch das Injizieren von Ladungsträgern mittels der Spitzen
und durch das gleichzeitige Vorhandensein eines elektrostatischen Feldes eine kontinuierliche Bewegung
von Ladungsträgern in Richtung des Ofenbodens und der daraufliegenden Nahrungsmitteln hervorgerufen.
Dies hat zur Folge, daß nur sehr geringe Dampfmengen
injiziert werden müssen, welche auf elektrische Weise im Bereich der Oberfläche der zu behandelnden
Nahrungsmitteln gehalten wird. Unter Umständen kann auf das Einführen von Dampf vollkommen verziehtet
werden, weil die zu behandelnden Nahrungsmittel — d. h. in der Regel das zu backende Brot — genügend
Eigenfeuchtigkeit besitzen. Der an der Oberfläche der Nahrungsmittel sich bildende Dampf wird dann im
Rahmen der vorliegenden Erfindung elektrisch zurückgehalten, so daß die gewünschte Wirkung zustandekommt.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß ein Verfahren bereits bekannt ist (s. GB-PS 749 202), bei welchem
zwischen oberhalb von Nahrungsmitteln angeordneten plattenförmigen Elektroden und der geerdeten
Tragvorrichtung für die Nahrungsmittel ein elektrisches Feld angelegt wird. Dieses elektrische Feld
dient dazu, den in der Wärmebehandlungskammer befindlichen Dampf bzw. die von den Nahrungsmitteln
herrührende dampfförmige Flüssigkeit durch die plattenförmige
Elektroden anzuziehen und so den Dampf mittels einer Abdampfanordnung aus dem Ofen abzuführen.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird jedoch gerade der Dampf im Bereich der Nahrungsmittel gehalten,
wodurch erreicht wird, daß beim Backen von Brot eine schöne Brotkruste gebildet wird, während andererseits
die Wärme rascher in das Innere des Brotes
eindringt, so daß das Backverfahren rascher abläuft. Bei Verwendung eines Tunnelofens kann eine höhere
Backgeschwindigkeit verwendet werden, wodurch einerseits ein höherer Durchsatz an Brotlaiben erreicht
wird, während andererseits die je Brotlaib aufzubringende Energiemenge verringert wird. Auf Grund der
Tatsache, daß die Feuchtigkeit besser im Bereich des Brotes gehalten wird, ergeben sich fernerhin schwerere
Brote, so daß zur Erzielung eines vorgegebenen Brotgewichtes weniger Mehl benötigt wird.
Auf Grund der Tatsache, daß im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine relativ dünne, jedoch starke
Kruste gebildet wird, ergibt sich auch die Möglichkeit, daß eine relativ große Anzahl von Brotlaiben übereinandergestapelt
werden können, ohne daß die Brotkruste eingedrückt wird. Schließlich können auch die Brotlaibe
in einem heißeren Zustand in Scheiben geschnitten werden, was im Hinblick auf einen möglichst raschen
Herstellungsprozeß durchaus vorteilhaft ist.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß
die an einem hohen Gleichspannungspotential liegende Elektrodenanordnung aus wenigstens einer horizontal
in isolierten Halterungen gelagerten Schiene besteht, welche eine Anzahl nach unten gerichteter Spitzen aufweist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich an Hand der Unteransprüche 3 bis 7.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert und beschrieben werden,
wobei auf die Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigt
F i g. 1 eine Längsschnittansicht des erfindungsgemäßen
Backofens mit bewegbarem Boden, wobei das Fundament des Ofens nicht dargestellt ist,
F i g. 2 in perspektivischer Darstellung einen Teil der im Ofen vorgesehenen Anordnung in erfindungsgemäßer
Ausführung; die Anordung ist in vergrößertem Maßstab gezeichnet,
F i g. 3 vergrößert einen Schnitt durch F i g. 2 längs der Linie 3-3,
F i g. 4 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil der Anordnung an der Stelle, wo die Hochspannungsteile
durch die Wand des Ofens geführt sind.
F i g. 1 zeigt einen Ofen 10 mit einem Boden, der aus einem unendlichen Band 14 besteht und der sich oberhalb
des festen Bodens 16 in der Hitzekammer 18 bewegt. Das Band bildet von der Eintrittsstelle in die
Kammer durch eine Öffnung 20 in der Wand 22 durch die gesamte Länge der Kammer bis zum Ausgang der
Kammer durch die Öffnung 24 in der Wand 26 einen bewegbaren Boden. Das Band verläuft von der Öffnung
24 nach unten und dann durch eine andere Öffnung 28 in der Wand 26. Es erstreckt sich unter der Kammer 18
und verläuft dann durch eine andere Öffnung 30 in der Wand 22 und nach oben durch die öffnung 20. Rollen
32 und 34 dienen zum Lagern und Bewegen des Bandes. Diese sind an Stellen außerhalb der Kammer angebracht.
Es können auch andere geeignete Vorrichtungen zum Lagern und Bewegen des Bandes verwendet
werden.
Das Band kann aus plattenförmigen Teilen od. ä. bestehen, die die Glieder einer Kette bilden, um die Nahrungsmittel
auf sie zu legen. Dadurch kann das Verfahren fortlaufend durchgeführt werden, indem zu backende
Teile (nicht gezeigt) an der Ladestelle 36 auf das Band gelegt werden und an der Entladestelle 38 vom
Band genommen werden.
Die Decke 40 der Kammer 18 befindet sich im üblichen Abstand über dem Boden 16 und dem Band 14, so
daß das Verfahren und die Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß der Erfindung auch auf
bereits bestehende Öfen angewendet werden kann. In neu zu installierenden Öfen kann es vorteilhaft sein, unterhalb
der Decke 40 einen größeren Raum zum Anbringen gewisser Teile der Anordnung vorzusehen und
so einige der gewünschten Ergebnisse zu erreichen.
Irgendwelche geeigneten Einrichtungen können als Wärmequelle für die Güter im Ofen verwendet werden.
In dem gezeigten Beispiel erstrecken sich Röhren 42 vom Kopfstück 44 aus fast durch die ganze Länge des
Ofens. Das Kopfstück 44 kann sich im Ofen befinden: in diesem Fall befindet es sich nicht am Ende der Kammer
an der Ladestelle 36. Die Röhren sind mit dem Kopfstück verbunden. Aus einer geeigneten Quelle, etwa
einem Brenner, werden heiße Gase in das Kopfstück 44 geblasen. Die heißen Gase bewegen sich vom Kopfstück
aus durch die Röhren, wodurch in die Kammer 18, durch die sich das Band 14 bewegt, Wärme abgestrahlt
wird.
Im Bereich 46 der Kammer 18, nahe der Ladestelle 36, wo das Band in die Kammer eintritt und die Güter
zuerst der heißen Luft in der Ofenkammer ausgesetzt werden, sind Einrichtungen zum Zuführen von Dampf
in die Kammer 18 vorgesehen. Diese Einrichtungen können von irgendeiner, die gewünschten Ergebnisse
ermöglichenden Art sein. Es hat sich gezeigt, daß viele der oben beschriebenen Ergebnisse ohne Zuführung
von Dampf in die Kammer ermöglicht werden, nämlich allein durch Ausnutzung des aus den zu backenden Teilen
ausgeschiedenen Dampfes. Für gewisse Vorgänge sind jedoch, wie dargestellt, Dampfrohre 48 in der
Kammer 18 senkrecht zu den Röhren 42 angeordnet (F i g. 2). Irgendwelche geeigneten Mittel werden zum
Befestigen der Dampfrohre an der Decke 40 verwendet. Dies können etwa um die Rohre 48 geführte Bügel
50 sein, die mit einer Halterung 52 an einem Kreuzstück 54 befestigt sind, das auf einem Paar der Rohre
aufliegt. Die Rohre können oben und an den Seiten abgeschirmt sein, obwohl solche Abschirmungen, die
bei üblicher Anordnung vorgesehen werden, unter den hier vorliegenden Umständen nicht erforderlich sind.
Darum sind in den Zeichnungen alle Abschirmungen weggelassen worden.
Die Dampfrohre 48 können in den Zwischenräumen im Bereich 46 (Fig. 1) angebracht werden. Es ist jedoch
erwünscht, daß im ersten Teil 56 keine Heizrohre 42 vorhanden sind. Die Rohre 48 können mit Düsen
oder, wie in F i g. 3 gezeigt, mit Öffnungen 58 im unteren Teil 60 der Rohre versehen sein. Solche öffnungen
können in Abständen über die Länge der Rohre und auch in radialen Abständen vorgesehen sein. Diese Öffnungen
zeigen im allgemeinen nach unten, jedoch unter verschiedenen Winkeln, damit der Dampf sich nach unten
und auf die Teile auf dem Boden bewegt. Beispielsweise ist dies in F i g. 1 durch Striche angedeutet. Die
Öffnung 62 des Rohres 48 direkt an der öffnung 20 liegt in der Richtung, in der die zu backenden Teile
durch das Band 14 bewegt werden. Die öffnung 64 richtet ihren Dampfstrahl nach unten. Die öffnungen
66 und 68 richten ihren Dampfstrahl nach unten, aber aufeinander zu. Dadurch wird der Dampf bezüglich der
zu backenden Teile von Anfang des Prozesses an in Bewegung gehalten und dadurch auf der Oberfläche
der zu backenden Teile konzentriert, wodurch die Krustenbildung während des frühen Stadiums des Backprozesses
verringert wird. Dadurch wird beim Aufgehen
der Teile das Reißen oder seitliche Splittern verhindert, während von Anfang an eine gute Wärmezufuhr gegeben
ist. Eine Drossel 70 ist am Ende des Bereichs 46 vorgesehen, um so viel Dampf wie möglich daran zu
hindern, sich entlang dem Band 14 aus dem Bereich 46 zu bewegen. Obwohl in der Zeichnung (F i g. 1) die Entfernung
zwischen Drossel 70 und Wand 26 sehr gering erscheint, befindet sich zwischen beiden ein großer Bereich,
der in der Zeichnung unterbrochen ist.
Die von den Rohren 42 abgestrahlte Wärme heizt den aus den Öffnungen 58, 62, 64, 66 und 68 austretenden
Dampf auf, so daß dieser aufsteigen will. Gleichzeitig trocknet oder überhitzt die Wärme den Dampf, so
daß die gewünschte Sättigung verlorengeht, wodurch die Fähigkeiten des Dampfes, den Backprozeß zu unterstützten,
verlorengeht. Es ist notwendig, den Dampf nach dem Einbringen in die Backkammer so schnell wie
möglich auf die Teile auf dem Boden zu führen. Dazu sind Einrichtungen zur Erzeugung eines elektrostatischen
Feldes vorgesehen, die beispielsweise im Bereich 46 der Kammer, wo der Dampf wirksam ist, angebracht
sein können. Zur Erläuterung sind ein Paar Leiter 72 und 74 (F i g. 2) gezeigt, die an einem Aufhänger 76 gehalten
werden. Diese Leiter, die irgendeine geeignete Form haben können, können aus elektrisch leitenden
Stäben oder Drähten mit rundem oder anderem Querschnitt bestehen. Es hat sich herausgestellt, daß Schienen
mit messerförmigem Querschnitt mit nach unten zeigender scharfer Kante gut geeignet sind.
Die Leiter 72 und 74 können durch Anbringen von spitzen Ansätzen 78 wirksamer gemacht werden, wobei
diese Ansätze in irgendeiner gewünschten Art an den Leitern befestigt werden, vorzugsweise so, daß die
Spitzen 80 nach unten auf das Band 14 gerichtet sind.
Es geht aus den Zeichnungen hervor, daß dort, wo die Dampfrohre 48 in der Ofenkammer angebracht
sind, diese in einer ausreichenden Entfernung von den Leitern 72 und 74 angebracht sein sollen, damit durch
Erdung über die Rohre 48 nicht zu große Verluste an elektrostatischer Ladung hervorgerufen werden. Dazu
hat es sich als günstig erwiesen, wenn zwischen jedem Rohr 48 und den benachbarten Leitern 72 und 74 ein
Abstand von etwa 10 cm eingehalten wird.
Die Leiter 72 und 74 tragen an den Enden 82 und 84 aufgepreßte Teile 86. Gegenüberliegende Teile 86 sind
mit einer Stange 88 verbunden. Die freien Enden 89 der Teile 86 sind abgerundet, um den bei großem Potential
auftretenden Coronaeffekt auszuschalten. Die Leiter 72 und 74, die Teile 86 und die Stange 88 sind auf diese
Weise elektrisch miteinander verbunden, und die Leiter 72 und 74 sind gegen das Herausbiegen aus dem durch
die Leiter 72 und 74 und die Stange 88 gebildeten Rahmen gesichert.
Die Leiter 72 und 74 sind unter der Decke 40 mit Hilfe der Halterungen 76 befestigt, von denen jede eine
Platte 90 trägt, die auf einem Paar der Rohre 42 aufliegt. Die Platten haben gebogene oder winklige Enden,
um sich der Rundung der Rohre anzupassen und um die Platten gegen Verschiebungen bezüglich der Oberfläche
der Rohre zu sichern. Von der Mitte jeder Platte 90 hängt eine Stange 92 herab. Eine Muffe 94 umschließt
das Ende der Stange 92. Ein Stift 96 ist durch die fluchtenden Löcher 98 und 100 in der Stange 92 und der
Muffe 94 gesteckt und hält diese zusammen. Eine Mehrzahl von Löchern 98 gestattet eine senkrechte
Ausrichtung der Anordnung.
Eine andere Stange 102 ist in die Bohrung 104 der Muffe 94 geschraubt und auch im Isolator 106 befestigt
(F i g. 3). Eine Anschlußöse 107 ist in das Bohrloch 108 im Isolator 106 geschraubt, so daß das Ende 110 der
Anschlußöse vom Ende 112 der Stange 102 getrennt ist. Der Leiter 72 oder 74 ist durch das Loch 114 der Anschlußöse
107 an einer der Halterungen 76 gesteckt. Dadurch sind die Leiter 72 und 74 in der Nähe der
Decke 40 und der Dampfrohre 48 befestigt, und die Entfernungen von diesen können mit Hilfe des Stiftes
96, der Schraubverbindungen zwischen den Stangen 92
ίο und 102 und der Anschlußöse 107 mit der Muffe 94 und
dem Isolator 106 eingestellt werden. Es sei bemerkt, daß die Leiter 72 und 74 bezüglich der Löcher 114 gedreht
werden können, wodurch der Winkel der Ansätze 78 eingestellt werden kann. Auf diese Weise kann,
wie dargestellt (F i g. 1), die Richtung des elektrostatischen Feldes, das von den Spitzen 80 ausgeht, geändert
werden, so wie es der Monteur für notwendig hält, um beispielsweise den Dampf in einem begrenzten Teil des
Bereiches 46 zu halten.
Der Leiter 72 kann an seinem anderen Ende in ein aufgepreßtes Teil 116, ähnlich dem Teil 86, auslaufen.
Von diesem Teil 116 führt eine Stange 118 durch die Bohrung 119 im Isolator 120. Eine Mehrzahl von Leitern
72 kann mit einer einzigen Stange 118 verbunden werden.
Die Wand 22 hat ein Loch 122 (F i g. 4). Der Isolator 120 hat einen vergrößerten Teil 124 in der Kammer
und einen Teil 126 mit verringertem Querschnitt, der durch das Loch 122 in der Wand 22 nach außen geführt
ist. An der Außenseite der Wand 22 ist ein Flansch 128, der einen Gewindeansatz 130 hat, befestigt. Eine Metallbuchse
132 ist in den Ansatz 130 geschraubt. Schamotte oder ähnliches Isoliermateriari33 füllt den Raum
zwischen Buchse 132 und Teil 126 und dichtet auf diese Weise gegen Gasaustritt und auch gegen elektrische
Verbindung mit der Stange 118 ab.
Außerhalb des Ofens ist die Stange 118 mit einer Gleichspannungsquelle 134 verbunden, die schematisch
in F i g. 2 gezeigt ist. Diese Quelle ist natürlich geerdet.
Das Potential kann durch Gleichrichtung von zuerst hochtransformierter Wechselspannung erzeugt werden.
Bei gewissen Anwendungen wurden Spannungen zwischen 20 000 und 25 000 Volt benutzt.
Der Ofen 10 und sein Boden, einschließlich des Bandes 14, sind geerdet. Außer Leckströmen von den Leitern
72 und 74, die beispielsweise Messerkanten haben, und den an ihnen befestigten Ansätzen 78, fließt nahezu
kein Strom ab. Es ist jedoch eine meßbare Entladung vorhanden. Diese Entladung erfolgt von den Leitern 72
und 74 nach Erde, entweder zum Boden oder anderen geerdeten Teilen. Die Decke 40 ist wie der Boden geerdet.
Die Möglichkeit einer umgekehrten Entladung ist möglich, und eine Entladung nur von den Leitern 72
und 74 zum Boden wird mit Hilfe einer Erdleitung 136 erreicht (F i g. 2). Die Erdleitung hat die Form einer
Stange, die sich zwischen und durch die Isolatoren 106 erstreckt, jedoch nicht direkt mit diesen verbunden ist
und keine elektrische Ladung von einer Anschlußöse 107 oder einer Stange 102 aufnimmt. Die Aufgabe der
Erdleitung 136 ist nicht die Aufnahme der Entladung von den Leitern 72 und 74, sondern das Reflektieren
oder Abweisen dieser Entladung zum Boden. Die Erdleitung 136 ist geerdet angedeutet.
Die Aufgabe der unter hoher Spannung stehenden
Leiter 72 und 74 ist es, den aus den verschiedenen öffnungen
der Dampfrohre austretenden Dampf nach unten auf den Boden zu lenken. Es hat sich herausgestellt,
daß der Dampf nicht nur auf, sondern auch entlang der
Seiten der zu backenden Teile strömt. Es ist klar, daß der Dampf durch die Leiter 72 und 74 und die Ansätze
78 aufgeladen wird und daß er deshalb zum Boden fließt, um dort seine Ladung abzugeben. Der Vorgang
erklärt, daß die hohe Spannung, die aus den zu backenden Teilen austretende Feuchtigkeit auf die Teile zurückfließen
läßt und dadurch ein besseres Eindringen der Hitze in die Teile bewirkt. Dies erklärt, daß die
Anwesenheit von gesättigtem Dampf direkt im Bereich der zu backenden Teile eine Vergrößerung der Backgeschwindigkeit
ermöglicht. Dadurch wird also die Backgeschwindigkeit, ob nun der Dampf von äußeren Quellen
oder von den zu backenden Teilen stammt, vergrößert. Dadurch, daß der Dampf gezwungen wird, in dem
Bereich unmittelbar in der Nähe der zu backenden Teile zu bleiben, wird die Backzeit meßbar verringert.
Die Erfindung kann nicht nur im Zusammenhang mit einem bewegbaren Boden verwendet werden, sondern
auch mit einem festen Boden, auf den die zu backenden Teile gelegt werden. In einem solchen Fall, beispielsweise
zum Backen von »Jüdischem Roggenbrot«, Italienischem Brot od. ä., wo Mehl oder andere puderförmigen
Stoffe auf den Boden gestreut werden, werden diese puderförmigen Stoffe nun nicht mehr aufgewirbelt,
dander Dampf nicht mehr mit hoher Geschwindigkeit/eingeblasen zu werden braucht. Es zeigt sich, daß
durch Anwendung der Hochspannung etwas Ozon gebildet wird. Dies so erzeugte Ozon eignet sich gut für
die Krustenbildung auf den zu backenden Teilen.
Die Erdleitung 136 besteht beispielsweise aus einer 3,2 mm starken Stange; die Leiter 72 und 74 sind aus
einem 10 mm starken Stab hergestellt; die Stange 88 hat einen Durchmesser von 3,2 mm; ganz allgemein
kann die Erdleitung 136 den halben Querschnitt der Leiter 72 und 74 haben. Wenn beispielsweise eine
6,4 mm Stange für die Leiter 72 und 74 benutzt wird, so kann für die Erdleitung 136 eine 3,2 mm Stange benutzt
werden. Die Ansätze 78 sind etwa 5 cm voneinander entfernt. Das Material für alle diese Teile sollte rostfrei
sein, etwa rostfreier Stahl. Die Leiter 72 und 74 und die zugehörigen Ansätze können beispielsweise 22 cm vom
Boden entfernt sein. Diese Entfernung ist der Höhe der zu backenden Teile, die sich über den Boden bewegen,
angepaßt, die zwischen 7,6 und 15 cm liegt.
Wenn der Dampf in die Ofenkammer ohne Benutzung des elektrostatischen Feldes eingeleitet wurde, so
verwendete man einen Druck zwischen 0,28 und 0,42 kg/cm2. Bei Verwendung des elektrostatischen Feldes
reicht ein Druck von 0,07 bis 0,11 kg/cm2 aus. Bei
niedrigerem Dampfdruck erhält man feuchteren Dampf. In den Fällen, in denen die Leiter 72 und 74
nicht in ausreichendem Abstand von der Decke 40 angebracht werden können, wird Material, wie etwa
Transit zum Schutz der Decke gegen Hitze und Elektrizität verwendet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 637/32
Claims (7)
1. Verfahren zum Backen oder Braten von Nahrungsmitteln, insbesondere Brot, bei welchem die
Wärmebehandlung der Nahrungsmittel in einer Dampf enthaltenden, geheizten Kammer eines
Ofens erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anlegen eines hohen Gleichspannungspotentials zwischen dem Ofenboden und an einer
Anzahl von oberhalb der Nahrungsmittel angeordneter und nach unten gerichteter Spitzen und durch
das hierdurch erzeugte elektrostatische Feld der Dampf zu den Nahrungsmitteln hingeführt und in
der unmittelbaren Umgebung der dem Dampf auszusetzenden Oberflächen der Nahrungsmittel lokalisiert
wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher oberhalb des geerdeten
Bodens des Ofens wenigstens eine mit dem einen Pol einer Hochspannungsquelle verbundene
elektrische Elektrodenanordnung vorgesehen ist, während der andere Pol der Hochspannungsquelle
geerdet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem hohen Gleichspannungspotential liegende
Elektrodenanordnung aus wenigstens einer horizontal in isolierten Halterungen (90, 92, 94. 96, 98,
100, 102, 104, 106, 107, 108, 114) gelagerten Schiene
(72, 74) besteht, welche eine Anzahl nach unten gerichteter Spitzen (78,80) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen (72, 74) schwenkbar gelagert
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb und parallel zu den
Schienen (72, 74) zusätzlich wenigstens eine Erdleitung (136) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Ofens
durch ein endloses Transportband (14) gebildet ist, auf welchem die Nahrungsmittel von einem Eingang
(20) durch den Ofen (10) zu einem Ausgang (24) beförderbar sind, und daß die Schienen (72, 74)
quer oberhalb des Transportbandes (14) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen
Schienen (72, 74) Rohre (48) vorgesehen sind, welche im wesentlichen nach unten gerichtete Öffnungen
(58, 62, 64, 66, 68) aufweisen, durch welche Dampf in die Ofenkammer einführbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen (72, 74)
mit ihren isolierenden Halterungen (90, 92, 94, 96, 98, 100, 102, 104,106, 107, 108, 114), die Erdleitungen
(136) und die Rohre (48) an den der Beheizung des Ofens dienenden Heizrohren (42) befestigt sind.
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Legal Events
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C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ELECTRO DISPERSION CORP., LONG ISLAND CITY, N.Y., |
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8328 | Change in the person/name/address of the agent |
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