DE1574643C - Packung mit Abzieheinrichtung für strangförmiges Material - Google Patents
Packung mit Abzieheinrichtung für strangförmiges MaterialInfo
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Description
a) Ein Oberteil (12) mit einem im wesentlichen mittig angeordneten, entfernbaren Abschnitt
(13) zur Bildung der Entnahmeöffnung und einem weiteren, ebenfalls entfernbaren Abschnitt
(14) zur Bildung einer Kontrollöffnung;
b) vier mit dem Oberteil (12) schwenkbar verbundene Seitenteile (16, 17);
c) mit zweien der Seitenteile (16, 17) schwenkbar verbundene Lappen (21, 23), welche in
zusammengefaltetem Zustand im wesentlichen den Boden der Packung bilden.
5. Packung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
des ablaufenden Materials ein dieses gegen Hineinrutschen in die Packung sichernder Haltestreifen
(24) vorgesehen ist.
6. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Entnahmeöffnung
(40) entgegengesetzt angeordnete Packungswand (Lappen 21, 23) gegenüber einer Anpressung seitens
des Trägers (8) nachgiebig ausgebildet und der Träger hierdurch relativ zu der Packung bewegbar
angeordnet ist.
7. Packung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufkante
des Trägers (8) glattflächig ausgebildet ist.
8. Packung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger (8) einen Flanschabschnitt (32) von im wesentlichen mit einer Packungsseite übereinstimmender
Größe aufweist und daß dieser Flanschabschnitt (32) gegenüber der Anpressung zwi
schen Träger und Packungswand nachgiebig ausgebildet sowie einstückig mit einem Ende des
Trägers verbunden ist.
9. Packung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie in ihrem Oberteil eine Kontrollöffnung
(Abschnitt 14) aufweist und daß der Flanschabschnitt (32) des Trägers (8) vier Ausnehmungen
(36) gleicher Größe aufweist, von denen jeweils eine bei zusammengesetzter Packung
unabhängig von der Einsetzrichtung des Trägers in die Packung unter der Kontrollöffnung liegt.
10. Packung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (8) an der Übergangsstelle
zu seinem Flanschabschnitt (32) angeordnete Vorsprünge (37) zur gegenseitigen Abstandshaltung
beim Ineinanderstapeln mehrerer Träger aufweist und daß der Träger eine rauhe Innenfläche sowie eine glatte Außenfläche aufweist.
Die Erfindung betrifft eine Packung mit Abzieheinrichtung für strangförmiges Material, bei der ein
von dem strangförmigen Material gebildeter und auf einen hohlen Träger aufgesetzter Wickelkörper an
seinen beiden Stirnseiten und dem Außenumfang von der Packung umgeben ist und bei der axial zum Träger
eine Entnahmeöffnung für das strangförmige Material vorgesehen ist. Solche Packungen für draht-
oder bandförmiges Material, insbesondere für elektrische Kabel, Drähte oder Litzen, sind für Zwecke der
Montage und Leitungsverlegung vielseitig verwendbar.
Eine Packung mit Abzieheinrichtung für drahtförmiges
Material entsprechend den eingangs erwähnten Merkmalen ist aus der USA.-Patentschrift 3 041 006
bekannt. Die kastenförmige Packung ist hier auf einem Drehteller mit entsprechender Lagerung und
zugehörigem Sockel angeordnet, wobei ein mit dem Sockel verbundener, feststehender Zentralzylinder
mit Drahtführungsring entsprechende Öffnungen in der unteren und oberen Wand der Packung durchgreift.
Der abgezogene Draht wird unter entsprechender Drehung der Packung frei durch den Spielraum
zwischen Zentralzylinder und oberer Packungsöffnung sowie durch den Führungsring abgezogen.
Nachteilig bei dieser bekannten Ausführung ist die aufwendige Konstruktion der Abzieheinrichtung mit
Drehteller, Sockel und feststehendem ZentraJzylinder. Wegen dieses Aufwandes und auch wegen des
Platzbedarfs von Drehteller und Sockel kommt eine einstückige Ausführung von Packung und Abzieheinrichtung
im Sinne einer transportablen Baueinheit nicht in Betracht. Vielmehr ist die Abzieheinrichtung
als von der Packung gesondertes und im allgemeinen ortsfest aufzustellendes Gerät aufzufassen.
Eine ähnliche Konstruktion einer Drehteller-Abzieheinrichtung für eine kastenförmige Drahtpackung
ist aus der ÜSA.-Patentschrift 2 985 404 bekannt. Das zentrale Führungsorgan, hier ein Dreiflügel-Profilabschnitt
oder wiederum ein Zentralzylinder, ist mit dem Drehteller verbunden und nimmt daher an
der Drehbewegung der Packung teil. Daraus ergibt sich ebenso wie bei der vorgenannten Ausführung ein
unerwünscht hoher Platzbedarf und eine vereleichs-
ORJGWAL
weise umständliche Handhabung infolge der ausladenden und rotierenden Ecken der kastenförmigen
Packung.
Weiterhin ist aus der USA.-Patentschrift 2 965 331 noch ein Transportkasten für eine innerhalb des Kastens
drehbar gelagerte Drahtspule bekannt. Auch hier handelt es sich um eine vergleichsweise aufwendige
Konstruktion mit einer Drehlagerung für den Spulenträger, der seinerseits für das Einsetzen eines
Wickelkörpers mit abnehmbarem oberem Flansch und besonderer Anpreßfeder für die Halterung dieses
Flansches in bezug auf den Kastendeckel versehen ist.
Im Gegensatz zu den vorgenannten Konstruktionen mit drehbarem Spulenträger ist aus der USA.-Patentschrift
3 249 320 ein Behälter mit Abzieheinrichtung für eine feststehende Kabeltrommel bekannt.
Abgesehen davon, daß dieser Behälter für Transportzwecke mangels einer allseitigen Arretierung
der Kabeltrommel wenig geeignet ist, steht hier die Notwendigkeit einer besonderen, am Trommelumfang
angreifenden Bandbremse, die ein Abschlagen des Kabels und eine Schlingenbildung verhindern
soll, der Ausbildung von Behälter und Abzieheinrichtung als einfache Baueinheit im Wege. Auch die
Notwendigkeit einer umfangreichen Aussparung in der Behälterwandung für den Eingriff der Bandbremse
steht der insbesondere für kleinere Packungen erwünschten konstruktiven Einfachheit entgegen.
Endlich ist aus der USA.-Patentschrift 3 112 899 noch eine stationäre Abzieheinrichtung mit trichterförmiger
Bremse für eine ebenfalls feststehende Kabeltrommel bekannt. Hier wird die Reibung zwischen
dem abgezogenen Draht oder Kabel einerseits und der Umfangskante eines Spulenflansches sowie einem
trichterförmigen Bremsorgan andererseits ausgenutzt, wobei der Draht zwischen den beiden letztgenannten
Teilen hindurch nach oben zu einer zentralen Austrittsführung läuft. Das durch seine Schwerkraft wirkende,
trichterförmige Bremsorgan bedarf einer sorg- ; fältigen Halterung und Einstellung gemäß unter-
: schiedlichen Spulengrößen und kommt schon deswegen für die Konstruktion eines einfachen, wenig aufwendigen
Transportbehälters mit Abzieheinrichtung kaum in Betracht.
ι Aufgabe der Erfindung ist gegenüber dem vorge-'
nannten Stand der Technik die Schaffung einer Pakkung mit Abzieheinrichtung für strangförmiges Material,
die sich für eine Ausbildung als Baueinheit unter Einschluß der Abzieheinrichtung und der für die
Halterung eines Wickelkörper-Trägers erforderlichen Elemente eignet und andererseits in ebenso einfacher
Weise eine ausreichende Führung und Abbremsung des abgezogenen Strangmaterials zur Vermeidung
einer Schlingenbildung ermöglicht. Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich bei
einer Packung der eingangs genannten Art dadurch, daß das eine als Ablaufkante ausgebildete Ende des
Trägers mit einer der Stirnseite des Wickelkörpers gegenüberliegenden Packungswand einen Bremsspalt
für das beim Abziehen durchlaufende Material bildet.
Auf diese Weise kann einmal ein innerhalb der Packung ruhend angeordneter und durch entsprechendes
Einpassen arretierter Träger für den Wickelkörper vorgesehen werden, der mit der Packung in
höchst einfacher Weise eine Baueinheit bildet und bei geringem Platzbedarf und Gewicht für Transportzwecke
bevorzugt geeignet ist. Darüber hinaus ergibt sich durch das Zusammenwirken der Ablaufkante
des Trägers mit einer Packungswand im Sinne eines Bremsspaltes in höchst einfacher Weise eine sichere
Führung und Abbremsung des Materials und damit eine sichere Vermeidung von Schlingenbildung. Die
erfindungsgemäße Packung kann somit im Gegensatz zu allen bekannten Ausführungen bevorzugt als aus
billigem Preßmaterial bestehende Wegwerf- oder Einwegpackung ausgebildet werden.
Bei einer bevorzugten.Ausführungsform der Erfindung ist der Träger gegenüber der Anpressung des
abgezogenen Materials nachgiebig ausgebildet. Dadurch ergibt sich in besonders einfacher Weise eine
elastische Anpressung und eine weiche Abbremsung des Materials ohne jegliche besondere Brems- oder
Anpreßelemente wie Federn od. dgl. Entsprechend kann gegebenenfalls auch die der Entnahmeöffnung
entgegengesetzt angeordnete Packungswand gegenüber einer Anpressung seitens des Trägers nachgiebig
ausgebildet und der Träger hierdurch relativ zur Pakkung bewegbar angeordnet werden.
Die Erfindung wird weiter an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
Hierin zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht einer
erfindungsgemäßen Packung mit Abzieheinrichtung im Gebrauchszustand, wobei die Packungswände
teilweise ausgebrochen angedeutet sind,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht der Packung in teilweise zusammengesetztem Zustand,
F i g. 3 den Wickelkörper-Träger der Packung nach F i g. 1 und 2 in perspektivischer Ansicht,
F i g. 4 eine Draufsicht zweier zum Stapeln zusammengesteckter
Träger gemäß F i g. 3,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Montagestation
für das Zusammensetzen von Packungen der dargestellten Art mit einem Stapel von Wickelkörper-Trägern,
F i g. 6 eine perspektivische Ansicht der Packung gemäß F i g. 1 in einem bezüglich F i g. 2 unterschiedlichen
Montagezustand und
F i g. 7 einen Querschnitt der Packung mit eingesetztem Träger und Wickelkörper in Gebrauchszustand.
Wie sich insbesondere aus Fig. 1 und 2 ergibt, umfaßt die dargestellte, insgesamt mit 9 bezeichnete
Verrichtung einen Träger 8 und eine diesen aufnehmende Packung 11. Im Beispielsfall ist die Packung
11 als Pappschachtel ausgebildet, die gemäß F i g. 5 aus einem einstückigen Wellkartonrohling 10 hergestellt
bzw. zusammengesetzt wird. Die Biegelinien eines solchen durch Stanzen hergestellten Rohlings
können durch Perforierung od. dgl. für das Zusammenfalten und Zusammensetzen des Behälters vorbereitet
werden. Entsprechendes gilt für Packungsausnehmungen, die im Montageendzustand verschlossen
sind, zum Gebrauch der Vorrichtung jedoch durch Eindrücken von Hand od. dgl. geöffnet werden. Das
Oberteil 12 der Packung 11 befindet sich etwa in der Mitte des Rohlings 10 und ist mit einem Abschnitt
13 zur Bildung der Entnahmeöffnung im Gebrauchszustand sowie mit einem weiteren Abschnitt 14 zur
Bildung einer Kontrollöffnung versehen. An den vier Kanten des Oberteils 12 befinden sich schwenkbare
Seitenteile 16 und 17, wobei einer der Seitenteile 16 mit einem ebenfalls schwenkbaren Lappen 21 als Bo-
denteil der Packung versehen ist. Im Bodenteil ist wiederum ein Abschnitt 22 zur Bildung einer Handhabe
oder einer Tragöffnung vorgesehen. An dem entgegengesetzten Seitenteil 16 befindet sich ein
schwenkbarer Lappen 23 als weiterer Bodenteil der Packung mit einem eingeschnittenen Haltestreifen 24
für das abzuziehende Material. Die bodenseitigen Lappen 21 und 23 der Packung sind ferner mit Arretierlappen
25 vorgesehen.
Die Seitenteile 17 der Packung sind ebenfalls mit Lappen 26 versehen, die innere Bodenteile bilden
und zur Erleichterung des Zusammensetzens abgerundet sind. An den Schnittlinien der Lappen 26 und
der zugehörigen Seitenteile 17 sind Arretierschlitze 27 angeordnet, welche die Arretierlappen 25 bei zusammengesetzter
Packung aufnehmen. Außerdem sind mit den Seitenteilen 17 Versteifungslappen 28 schwenkbar verbunden, weiche das Gewicht eines
Wickelkörpers 33, z. B. einer Draht- oder Kabelspule, aufnehmen und diese gleichmäßig auf die Seitenteile
16 und 17 verteilen. Hierdurch wird eine Überlastung der Arretierlappen 25 beim Tragen der Pakkung
an ihrer durch den Ausstoßabschnitt 22 gebildeten Handhabe 29 verhindert.
Die Ausbildung des im Beispielsfall verwendeten einstückigen Trägers 8 ergibt sich insbesondere aus
den F i g. 1 und 3. Der Träger kann zweckmäßig durch Vakuumformgebung und Ausschneiden aus
einer Kunststoffolie von etwa 0,7 mm Stärke hergestellt werden. Als Material kommt vorteilhaft Polystyrol
in Betracht. Bei der Materialauswahl ist im Fall von elektrischem Kabel 35 als strangförmiges
Material auf die Oberflächenverträglichkeit (Verkleben u. dgl.) in bezug auf den Isolierstoff des Kabelmantels
zu achten, wobei es vor allem auch auf die Schwefelfreiheit des Spulenträgermaterials ankommt.
Für die Formgebung des Spulenträgers kommen nach Maßgabe des verwendeten Werkstoffs alle einschlägigen
Verfahren in Betracht, insbesondere z. B. auch Spritzform- und Schleudergußverfahren für Polystyrol
oder andere thermoplastische Werkstoffe sowie geeignete Preß- und Stanzverfahren bei Verarbeitung
von Pappe u. dgl.
Der Träger 8 besteht aus einem kegelstumpfförmigen Hülsenkörper 31 und einem an der Basis dieses
Hülsenkörpers einstückig angeformten, vergleichsweise flexiblen Flanschabschnitt 32. An seinem
flanschseitigen Ende hat der Hülsenkörper 31 einen Außendurchmesser von 20 cm, was etwa dem Innendurchmesser
eines aufzunehmenden Wickelkörpers entspricht. Der entgegengesetzte Endabschnitt des
Hülsenkörpers 31 hat im Beispielsfall einen Durchmesser von etwa 18 cm, wobei der Neigungswinkel
des Kegelmantels in bezug auf die Flanschebene etwa 82° beträgt. Die konische Ausbildung des Hülsenkörpers
31 ermöglicht das in F i g. 4 angedeutete Ineinandersetzen einer größeren Anzahl von Trägern
zum Stapeln. Die konische Form des Hülsenkörpers vermindert ferner den Widerstand beim Abziehen
des Kabels 35 vom Wickelkörper 33. Der freie Endabschnitt 30 des Hülsenkörpers ist ferner mit einer
etwa halbkreisförmigen Profilabrundung versehen, wodurch das Kabel während seiner Querbewegung
beim Abziehen eine glattflächige Führung mit gleichmäßiger Abbremsung erhält.
Die Tiefe des Trägers 8 zwischen der Außenfläche des Flanschabschnitts 32 und der Umfangskante des
freien Endabschnitts 30 des Hülsenkörpers beträgt im Beispielsfall etwa 6,5 cm und entspricht der Innentiefe
der Packung 11. Hierdurch wird ein Bremsspalt 34 zwischen der abgerundeten Umfangskante
des freien Endabschnitts des Hülsenkörpers 31 und der benachbarten Packungswand gebildet, bei der
Lage des Spulenträgers 8 innerhalb des Behälters gemäß Fig. 1 z.B. zwischen der unteren Packungswand und der umfangsseitigen Ablaufkante des Trägers.
Bei dieser Anordnung wird das abzuziehende Kabel 35 durch den Bremsspalt und anschließend
durch die an der gegenüberliegenden Behälteroberseite angeordnete, durch den Abschnitt 13 gebildete
Entnahmeöffnung 40 geführt. Auf diese Weise unterliegt das Kabel beim Abziehen entgegen seiner
Längs- und Querbewegung einer gleichmäßigen Abbremsung, welche die Schlingenbildung mit Sicherheit
verhindert. Die hierzu erforderliche gleichmäßige Anpassung zwischen Träger und Packungswand wird
zweckmäßig durch entsprechend nachgiebige Gestaltung bzw. entsprechende Werkstoffwahl beider Vorrichtungsteile
erreicht bzw. unterstützt. Insbesondere kann hierzu zweckmäßig auch eine tellerartig gewölbte,
von der freien Stirnfläche aus gesehen konkave Formgebung des Flanschabschnittes 32 vorgesehen
werden. Eine unerwünschte Verformung der Vorrichtungsteile tritt bei Lagerung auf einer im allgemeinen
horizontalen Aufnahmefläche sowie bei zweckmäßiger Bemessung der Vorrichtungsteile auch
beim freien Tragen und sonstigem Transport nicht in. Erscheinung, so daß unerwünschtes Abwickeln des
Kabels mit Schlingenbildung und anderen Störungen sicher vermeidbar ist.
Die Entnahmeöffnung 40 hat einen Durchmesser von etwa 18 cm und entspricht somit etwa dem
Durchmesser des freien Endabschnitts des Hülsenkörpers 31. Hierdurch wird es ermöglicht, die Vorrichtung
auch mit innerhalb der Packung 11 umgekehrt eingesetztem Träger 8 zu verwenden, wobei der
freie Endabschnitt des Hülsenkörpers 31 am Behälteroberteil 12, d. h. an der Entnahmeöffnung 40
liegt. Diese Anordnung empfiehlt sich insbesondere bei der Verwendung der Packung für steifere Drähte
oder Kabel, da hierbei eine zusätzliche Abbremsung zwischen der Ablaufkante des Trägers und der Kante
der Entnahmeöffnung 40 auftritt.
Der Flanschabschnitt 32 des Trägers ist mit abgerundeten Ecken sowie in deren Bereich angeordneten
Kontrollöffnungen 36 versehen, deren Größe des Abschnitts 14 im Oberteil 12 der Behälterwandung entspricht.
Die Kontrollöffnungen 36 sind so angeordnet, daß bei beliebiger Orientierung des Trägers innerhalb
des Behälters jeweils eine Kontrollöffnung des Flanschabschnittes 32 mit der Kontrollöffnung in
der Behälterwandung fluchtet.
Gemäß F i g. 3 und 4 sind im Übergangsbereich des Flanschabschnittes 32 zum Hülsenkörper 31
halbkreisförmige Vorsprünge 37 angeformt. Zwei dieser Vorsprünge sind mit einem gegenseitigen Winkelabstand
von 90° angeordnet, während der dritte Vorsprung einen Winkelabstand von 135° gegenüber
den beiden benachbarten Vorsprüngen aufweist. Wenn mehrere Träger zur Lagerung gemäß F i g. 4
ineinandergesteckt werden, so erhält jeder Träger gegenüber dem nächst unteren eine Drehung von 90°,
wobei die Vorsprünge auf der benachbarten Flanschoberfläche aufsitzen und einen entsprechenden
Abstand zwischen den aufeinanderfolgenden Bauteilen sichern. Auf diese Weise wird ein Verklemmen
der gestapelten Bauteile vermieden und leichte Entnahme einzelner Teile ermöglicht. Eine Adhäsion
zwischen den aneinanderliegenden Innen- und Außenflächen der Hülsenkörper wird dadurch vermieden,
daß erstere eine aufgerauhte bzw. mattierte Oberfläche erhalten, während die mit dem Kabel in
Berührung tretenden Außenflächen zur Verbesserung des Gleitens glatt bzw. poliert ausgeführt werden.
Die in F i g. 5 angedeutete Montagestation für die erfindungsgemäße Ausgabevorrichtung zeigt auf
einem geeigneten Montagetisch 39 einen Stapel 47 von ebenen Papprohlingen 10 zur Herstellugn von
Packungen 11 sowie einen Stapel 48 von Trägern 8. Wieterhin ist eine Aufspulvorrichtung 42 als Endstation
einer weiter nicht dargestellten Kabel- bzw. Drahtfertigungsstraße angedeutet. Die Montagearbeit
geht hier so vor sich, daß jeweils eine Packung 11 durch entsprechende Falten der verschiedenen Abschnitte
aus einem Rohling 10 vorgeformt und sodann ein Träger mit untenliegendem Flanschabschnitt
auf den bodenseitigen Lappen 21 der Pakkung aufgesetzt wird. Anschließend wird ein Wickelkörper
aus der Vorrichtung 42 entnommen und auf den Hülsenkörper des Trägers gesetzt und das Kabel
abgetrennt. Hierbei wird der Kabelschnitt z. B. gleichzeitig auf Vorhandensein aller Adern bzw. auf
sonstige Fehler kontrolliert. Nachdem der eingesetzte Wickelkörper eine Lage gemäß F i g. 2 einnimmt,
wird das innere Kabelende 44 in den Arretierschlitz 24 gemäß F i g. 6 eingeführt, worauf der Träger mit
dem Wickelkörper gänzlich in die Packung eingeschoben und letztere durch die restlichen Handarbeiten
fertiggestellt wird.
Der Wickelkörper 33 wird in der Weise auf den Hülsenkörper 31 aufgesetzt, daß der dem Kabel beim
Abziehen aus der Vorrichtung 9 mitgeteilte Drall dem Drall der Kabeladern entgegenwirkt und das
Kabel somit flexibler wird.
Die Verwendung der dargestellten Packung gestaltet sich wie folgt:
Zunächst werden die Abschnitte 13 und 14 im Packungsoberteil 12 entfernt und das innere Ende 44
des Kabels 35 aus dem Arretierungsschlitz 24 entfernt. Anschließend werden die gewünschten Kabelabschnitte
aufeinanderfolgend unter entsprechender Umlenkung durch den Bremsspalt 34 und die Entnahmeöffnung
40 abgezogen. Hierbei wird eine schlingenfreie, ohne Störung ablaufende Entnahme
unabhängig von der Orientierung der Packung in bezug auf die Abzugsrichtung des Kabels gewährleistet,
weil die Packung infolge der im wesentlichen senkrecht an ihrer Oberseite gerichteten Abzugsrichtung
keine wesentlichen Tangential- oder Querkräfte aufzunehmen braucht. Aus diesem Grunde kann die
Packung an der Einzugsseite einer Durchführung oder eines Kabelrohres ohne Bedienung verbleiben,
während der Monteur am anderen Ende der Durchführung bzw. des Rohres das Einziehen vornimmt.
In der dargestellten Ausführungsform wird die Bremskraft wie erwähnt teils durch eine Verformung
der Packung und teils durch eine solche des Trägers aufgebracht. Die den Packungsboden bildenden Lappen
21 und 23 können miteinander durch Falten entsprechender Arretierelemente verbunden sein. Es
versteht sich jedoch, daß die Packung insbesondere auch mit einem ununterbrochenen Bodenabschnitt
ausgeführt werden kann, wobei das Schließen der Packung an einer Seitenfläche durchgeführt wird.
Femer ist darauf hinzuweisen, daß abweichend von der gesonderten Anordnung eines Trägers innerhalb
der Packung auch eine einstückige Ausführung dieser Vorrichtungsteile mit Vorteil anwendbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 209 518/20
Claims (4)
1. Packung mit Abzieheinrichtung für strangförmiges Material, bei der ein von dem strangförmigen
Material gebildeter und auf einen hohlen Träger aufgesetzter Wickelkörper an seinen beiden
Stirnseiten und dem Außenumfang von der Packung umgeben ist und bei der axial zum Träger
eine Entnahmeöffnung für das strangförmige Material vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine als Ablaufkante ausgebildete Ende (30) des Trägers (8) mit einer der
Stirnseite des Wickelkörpers (33) gegenüberliegenden Packungswand einen Bremsspalt (34) für
das beim Abziehen durchlaufende Material (Kabel 35) bildet.
2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (8) gegenüber der Anpressung
des abgezogenen Materials nachgiebig ausgebildet ist.
3. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (8) kegelstumpfartig
ausgebildet und umkehrbar in die Packung (11) einsetzbar ist sowie eine der Innentiefe der
Packung annähernd entsprechende Axialabmessung und an einer Stirnseite einen der Entnahmeöffnung
(40) im wesentlichen entsprechenden Durchmesser aufweist.
4. Packung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aus
einem einstückigen Rohling geformte Packung (11) folgende Teile umfaßt:
Family
ID=
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