[go: up one dir, main page]

DE156605C - - Google Patents

Info

Publication number
DE156605C
DE156605C DENDAT156605D DE156605DA DE156605C DE 156605 C DE156605 C DE 156605C DE NDAT156605 D DENDAT156605 D DE NDAT156605D DE 156605D A DE156605D A DE 156605DA DE 156605 C DE156605 C DE 156605C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
well
suction
filter
pipe
suction tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT156605D
Other languages
English (en)
Publication of DE156605C publication Critical patent/DE156605C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B3/00Methods or installations for obtaining or collecting drinking water or tap water
    • E03B3/06Methods or installations for obtaining or collecting drinking water or tap water from underground
    • E03B3/08Obtaining and confining water by means of wells
    • E03B3/12Obtaining and confining water by means of wells by means of vertical pipe wells
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A20/00Water conservation; Efficient water supply; Efficient water use

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)

Description

c ^
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der gebräuchlichen Anordnung in Brunnen, Schächten u. dgl., bei der das Saugerohr nur so tief in die zu hebende Flüssigkeit eintaucht, als es die voraussichtliehe Senkung des Wasserspiegels erfordert, kann es eintreten, daß die verschiedenen Teile des Brunnens, besonders wenn der Zustrom nicht nur an einer. Stelle und nicht überall gleichmäßig erfolgt, verschieden von der
ίο Saugwirkung beansprucht werden. So können z. B. in Bohrlöchern mit Zuflüssen in verschiedenen Tiefen oder in Rohrbrunnen mit langen oder mehreren übereinander liegenden Filtern die oberen Teile wegen der größeren Entfernung der letzteren von der Saugestelle mehr beansprucht werden als die unteren.
Wenn nun auch diese Verschiedenheit meistens nicht ins Gewicht fällt, indem gewöhnlich schon die Widerstände in den die Flüssigkeit tragenden Bodenschichten ungleich erheblicher sind als die durch die Entfernung von der Saugestelle bedingten, so sind doch Fälle nicht ausgeschlossen, in denen es von Wichtigkeit ist, ein Mittel an der Hand zu haben, die Saugewirkung entweder auf einen bestimmten Punkt zu richten oder auf verschiedene Punkte zu verteilen.
Die Vorteile einer solchen Anordnung sind verschiedener Art. Das eine Mal kann es sich darum. handeln, das an der Sohle des Brunnens befindliche Filterrohr stets rein von Sand und Schlamm zu erhalten, das andere Mal, die Saugewirkung auf verschiedene, einem entsprechend langen. Brunnenfilter anliegende Schichten oder bei einfachen, mit Filtern nicht versehenen Schachtbrunnen auf einzelne darin mündende Wasseradern in geeigneter Weise zu verteilen.
Solche Brunnen tragen gewöhnlich ein Filter aus Metallgaze, dessen Maschenweite der Korngröße des umgebenden Sandes entsprechend bemessen ist, um den Zutritt des Sandes ins Innere des Brunnens zu verhindern. Es kann aber dieses Filter durch längeren Gebrauch "schadhaft werden, ohne darum ganz unbrauchbar zu sein; auch findet sich der Sand selten gleichmäßig in derselben Korngröße, vielmehr der Regel nach feiner Sand mit grobem vermischt. Wollte man die Filterporen so eng wählen, daß nichts vom feinen Sand hindurchgeht, so würde die Durchlaßfähigkeit sich sehr vermindern. · Auch sind es meist Schlamm und Glimmerschüppchen, die kein Filter zurückhalten kann, welche mit der Zeit im Brunnen einen Bodenabsatz bilden. Endlich wird es in gewissen Bodenarten geradezu zur Notwendigkeit, diese von weither im Erdreich nachschlämmenden Schlickteilchen beständig auszusaugen, um stets offene Wasserkanäle zu erhalten. Dieser Zweck wird nun dadurch erreicht, daß man das Saugerohrende solchen Stellen möglichst nahe bringt. Da das Saugerohr immer enger als das Brunnenrohr ist, so ist die Geschwindigkeit in ihm größer als im Brunnenrohr und damit die Bedingung gegeben, um Sand und andere bewegliche Teile um so leichter zu fördern, je näher das Saugerohrende ihnen kommt.
Es wird durch diese Tiefersenkung des Saugerohrendes also jede Sandablagerung im Brunnen von vornherein verhütet und damit der doppelte Zweck erreicht, die Zuflüsse am Filter stets wirksam zu erhalten, ein Zusetzen vom Innern des Brunnens her durch das eigene angehäufte Material zu verhüten und
den etwa unvermeidlichen Sand allmählich und unbemerkt nach oben zu bringen, wo er für Pumpe, Rohre und Sammelbehälter kaum irgend fühlbar wird.
Das Verhüten von Ablagerungen am Brunnengrund hat aber eine weitere Folge. So hoch eine solche Ablagerung reicht, so weit setzt sie im allgemeinen den dort befindlichen Teil des Filters außer Tätigkeit. Wird
ίο nun die gleiche Wassermenge wie zuvor entnommen, so muß notwendig der über der Ablagerung stehende Teil des Filters um so mehr angestrengt und somit schneller abgenutzt werden, sei es, daß er sich rascher von außen zusetzt, zuwächst, mit Eisenoxyden verkittet oder durch das durchströmende Wasser chemisch verändert, brüchig und endlich durchlöchert wird. Das Reinhalten eines Brunnens von Sand erleichtert die gleichmäßige Beanspruchung seines Filters und erhöht somit seine Lebensdauer.
Welchen Nachteil, ja welche Gefahr es aber bedeutet, einzelne Filter- oder Zuflußteile ganz außer Gebrauch zu lassen und andere im verstärkten Maße dazu heranzuziehen, bedarf keines besonderen Hinweises. Nicht nur daß der Kapitalaufwand für den unbenutzten Teil brach liegt, der überanstrengte wird auch eher versagen, vielleicht einbrechen, und damit führt die Geldaufwendung für das Ganze frühzeitig zu einem empfindlichen Verlust.
Bisher war nur von einer Verlängerung des Saugerohres die Rede. Eine solche würde ja wohl dem dargestellten Bedürfnis entsprechen. Einfacher und in jeder Weise praktischer wird aber derselbe Zweck durch die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Anordnung erreicht. Diese besteht darin, daß die oben erwähnte Verlängerung des Saugerohres durch ein von dem eigentlichen Saugerohr getrenntes Stück gebildet wird, das an einer tieferen Stelle der Brunnenwand, meist jedoch über dem Filter befestigt ist und von da als sekundäres Saugerohr entsprechend tief weiter hinabreicht. Eine solche Anordnung ist in den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung in senkrechten Schnitten dargestellt.
In Fig. ι ist α das eigentliche Brunnenrohr, b das Sauge- oder Zubringerohr der Flüssigkeitshebevorrichtung (Pumpe, Ejektor, Druckluftheber ο. dgl.), c das Filterrohr und d das von dem Rohr b getrennt eingebaute Hilfssaugerohr, welches je nach Erfordern mehr oder weniger tief in das Filterrohr hineinragt und an seinem oberen Ende gegen die innere Wandfläche des Brunnenrohres a j abgedichtet ist. Bei der Anordnung Fig. 2 erstreckt sich das sekundäre Saugerohr d von einem über den Zuflüssen der Bohrlochwandung a1 gelegenen Punkt bis unterhalb des untersten Zuflusses c1 nahe am Boden. Im ersteren Falle wird der mittlere Teil des Filters mehr beansprucht werden als der übrige, im zweiten der Boden zunächst reingehalten und gleichzeitig von den Zuflüssen der untere besonders ausgenutzt.
Durch diese Trennung des Saugerohres wird einmal an Rohrlänge gespart, was bei tiefen Brunnen sehr wesentlich ins Gewicht fällt. Es wird aber auch außerdem die Beweglichkeit des eigentlichen Saugerohres erleichtert, das bei Ausbesserungen von Pumpe oder Zylinder ausgehoben werden muß. Es ist ferner leicht, die Stellung des Hilfssaugerohres je nach dem wechselnden Bedürfnis zu verändern, ja, falls erwünscht, dessen unteres Ende zu verengen oder zu schließen und in Höhe der verschiedenen wasserzuführenden Schichten seitliche öffnungen mit Klappen u. dgl. anzuordnen, um den Saugeangriff genau nach Maß zu verteilen. Beispielsweise kann auch das untere Ende des Hilfssaugerohres ein Fußventil tragen und so das Ansaugen der Pumpe erleichtern, während das eigentliche Saugerohr ein Pegelrohr aufnehmen kann, das die Spiegelabsenkung zu beobachten erlaubt.
Nur in dem einen Falle, daß die Förderung von Festkörpern den eigentlichen Zweck der Pumpe bildet, wäre ein geschlossenes Saugerohr überlegen, insofern darin eine größere Geschwindigkeit herrscht. Aber nicht nur ist der Unterschied der Durchmesser von Sauge- und Brunnenrohr in tiefen Brunnen überhaupt gering, es hindert auch nichts, das Hilfssaugerohr nach oben dem eigentlichen Saugerohr so weit entgegenzuführen, als es der betreffende Zweck eben verlangt. In den meisten Fällen ist der Ausfall zwischen beiden ein besonderer Vorteil, weil er den Wasserstrom verlangsamt und damit die Reibung an den Wandungen vermindert.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Saugerohranordnung bei Tiefbrunnen, Bohrlöchern, Schächten u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß getrennt von dem mit der Flüssigkeitshebevorrichtung verbundenen Sauge- oder Zubringerohr (b), das nur dem niedrigsten Wasserstande des Brunnens entsprechend tief eintaucht, ein gegen die Brunnenwandung abgedichtetes, verstellbares Hilfssaugerohr (d) angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT156605D Active DE156605C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE156605C true DE156605C (de)

Family

ID=422956

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT156605D Active DE156605C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE156605C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2757484C2 (de) Einrichtung zum Instandsetzen und Reinigen von Brunnen
DE2014212A1 (de)
DE156605C (de)
EP2334874B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum aktivieren oder reinigen von brunnen
DE2341432A1 (de) Druckluftheber
DE1904117A1 (de) Rohrstrang mit Produktionsrohr fuer Tiefbohrungen
DE102017221715B3 (de) Entnahmevorrichtung zum Entnehmen von Sedimentstoffen, Verfahren zum Herstellen einer solchen Entnahmevorrichtung, und Verfahren zum Entnehmen von Sedimentstoffen mit einer solchen Entnahmevorrichtung
DE19859666C2 (de) Vorrichtung zum Fördern von Bodenmaterial aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Bohrloch
DE69018484T2 (de) Rohrschlange zum ausschwemmen von bodensatz.
DE202009017894U1 (de) Anlage zur Entfernung von Bodenablagerungen aus einem Wasserbecken und zur Gewinnung von Bodenschätzen aus dem Wasser
DE102015103808A1 (de) Filtervorrichtung für eine Förderanlage zur Förderung von sperr- und/oder feststoffhaltigen Flüssigkeiten
CH515731A (de) Einrichtung zur Reinigung von schüttbarem Filterstoff in mit Wasser gefüllten Wasseraufbereitungslangsamfiltern
DE2537312C3 (de) Speisebehälter für eine Pumpanlage
DE488871C (de) Reinigungsvorrichtung fuer Brunnenfilter
DE1266242B (de) Vorrichtung zur stossweisen Ableitung von Abwasser
DE279944C (de)
DE389148C (de) Verfahren zum Ausspuelen der das Sieb eines Bohrbrunnens umgebenden Kiesschicht
DE591468C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von Saugsiebzylindern zum Entwaessern von Holzschliff, Cellulose u. dgl.
DE221299C (de)
DE102017008037B4 (de) Tiefentnahmegerät für Flüssigkeitsproben
DE102016109836A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Entfernung, Verringerung und/oder Vermeidung von Ablagerungen in einem von einer Flüssigkeit durchströmten Kanal oder Gerinne
DE1916803B2 (de) Verfahren zum ueberwachen und/oder steuern des saugprozesses beim saugbaggern, und saugbagger zur durchfuehrung des verfahrens
DE2318102C3 (de) Brunnen zum Umschichten von Grundwasser aus einem Grundwasserhorizont in einen durch eine undurchlässige Sperrschicht davon getrennten zweiten Grundwasserhorizont
DE10257522B4 (de) Tiefbauwerk zum Versickern von Niederschlagswasser sowie Verfahren zur Herstellung eines Tiefbauwerks und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2608673C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten einer festes, körniges Material enthaltenden Wassertrübe für das hydraulische Fördern des Materials unter Druck