DE1559871C - Lenkerscharnier, insbesondere für Möbel - Google Patents
Lenkerscharnier, insbesondere für MöbelInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Lenkerscharnier, insbesondere für Möbel, bei dem das eine der beiden Scharnierteile
aus einem feststehenden Aufschraubgehäuse und einem auf diesem parallejverschieblich geführten,
höhenverstellbaren Aufsatzteil besteht, das mittels einer in einem Langloch geführten Sicherungsschraube
mit dem Aufschraubgehäuse arretierbar ist. Mit einem derartigen Lenkerscharnier ist es möglich,
durch Verschieben des Aufsatzteiles mit der Sicherungsschraube im Langloch eine seitliche Einstellung
vorzunehmen.
Bei einem bekannten derartigen Lenkerscharnier (deutsches Gebrauchsmuster 1 930 339) sind neben
der in dem Langloch geführten Sicherungsschraube zwei Madenschrauben vorgesehen, über welche ein
Feststellen des Aufsatzteiles möglich ist. Auch kann mit diesen beiden Madenschrauben ein gewisser Neigungswinkel
eingestellt werden. Nachteilig hierbei ist es jedoch, daß keine Höhenverstellung möglich ist.
Der Erfindung liegt, ausgehend von einem Lenkerscharnier
der eingangs genannten Art, die Aufgabe zugrunde, dieses so weiterzubilden, daß neben der
seitlichen Verschiebbarkeit auch eine Höhenverstellbarkeit möglich ist, wobei beide Verstellmöglichkeiten
unabhängig voneinander sein sollen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Aufschraubgehäuse einen sich von
dessen Grundfläche senkrecht wegerstreckenden Bolzen trägt, der ein Innengewinde zur Aufnahme der
Sicherungsschraube und ein Außengewinde für eine sich gegen das Aufsatzteil abstützende Verstellmutter
aufweist. Der'die Sicherungsschraube und die Verstellmutter
tragende Bolzen ermöglicht durch diese Anordnung somit eine unabhängige Verstellung sowohl
in Richtung des Langloches als auch in Richtung des Bolzens, wobei in beiden Richtungen unabhängig
voneinander erretiert werden kann.
Zweckmäßig ist es, wenn das Aufschraubgehäuse Aussparungen zur Aufnahme der Verstellmutter aufweist.
Dadurch wird eine besonders raumsparende Anordnung geschaffen. Die Verstellmutter durchragt
die Seitenwände des Aufschraubgehäuses.
Zur leichteren Verstellung der Verstellmutter kann diese an den Seitenflächen Rillen aufweisen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmutter
auf der dem Aufsatzteil zugewandten Seite konzentrische Rillen trägt, in welche gezahnte Auflagekanten
des Aufsatzteiles formschlüssig eingreifen. Bei gelöster Sicherungsschraube kann das Aufsatzteil eines
solchen Scharniers in beiden Richtungen, nämlich sowohl längs des Aufschraubgehäuses als auch senkrecht
dazu, verstellt werden. Beim Anziehen der Sicherungsschraube werden die Auflagekanten des
Aufsatzteiles auf die Verstellmutter gepreßt, wobei der Eingriff der Zahnung in die Rillen eine unbeabsichtigte
Verschiebung des Aufsatzteiles verhindert, nach wie vor aber eine Verdrehung der Verstellmutter
zuläßt, bis die feste Verspannung durch die Sicherungsschraube erreicht ist.
Zweckmäßig ist es auch, wenn die Seitenwände des Aufsatzteiles vor und/oder hinter den Auflagekanten
hochgezogen sind. Während das Übergreifen des Aufsatzteiles über das Aufschraubgehäuse an sich schon
eine Verdrehungssicherung darstellt, bewirkt diese Erhöhung der Seitenwände des Aufsatzteiles außerdem
eine verbesserte Führung. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Höhe des Aufsatzteiles einschließlich der erhöhten
Seitenkanten die Höhe des Bolzens nicht oder nur geringfügig überschreitet.
Es ist ferner vorteilhaft, wenn die Seitenwand-Erhöhungen des Aufsatzteiles Profilkanten zum Eingriff
in die seitlichen Rillen der Verstellmutter aufweisen. Für den Fall, daß gerade eine der beiden Endlagen bei
der Seitenverstellung des Aufsatzteiles gegenüber dem Aufschraubgehäuse fixiert werden soll, ist es dadurch
möglich, die Verstellmutter nach erfolgter Höheneinstellung gegen eine unbeabsichtigte Verdrehung zu sichern,
ohne daß hierzu verzahnte Auflagekanten des Aufsatzteiles und ein Rillenprofil in der Verstellmutter
erforderlich wären.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden
an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 eine Längsschnittansicht eines Lenkerscharniers
nach der Erfindung, wobei das an der Tür angeschlagene Teil der Einfachheit halber weggelassen
wurde,
F i g. 3 bis 5 Querschnitte durch das andere Teil, und zwar ist in F i g. 3 die obere, in F i g. 4 und 5 die
untere Grenzstellung des Aufsatzteiles und der Verstellmutter dargestellt.
Wie die F i g. 1 und 2 zeigen, ist ein Teil des Scharniers nach der Erfindung aus einem Aufschraubgehäuse
1 und einem Aufsatzteil 2 zusammensetzbar.
Das Aufschraubgehäuse 1 ist beispielsweise auf einer Seitenwand 21 eines Schrankes mittels Schrauben 17
befestigt, die rechtwinklig zur geschlossenen Tür 20 steht. Das Aufschraubgehäuse 1 hat einen Bolzen 3,
der mit einem Innengewinde 9 und einem Außengewinde 10 versehen ist. Auf dem Außengewinde 10
kann eine Verstellmutter 4, die seitliche Rillen 16 und auf der Stirnfläche konzentrische Rillen 11 trägt, auf-
und abgeschraubt werden. Sie durchragt dabei in Aussparungen? Seitenwände 8 des Aufschraubgehäuses
1.
Das in F i g. 2 dargestellte Aufsatzteil 2 überragt nach der Befestigung mit seinen Seitenwänden 13 die
Seitenwände 8 des Aufschraubgehäuses 1. Wie auch F i g. 5 erkennen läßt, wird dadurch eine Parallelführung
gebildet. Zur Vergrößerung der Führungsfläche sind Erhöhungen 14 der Seitenwände 13 vorgesehen,
deren Mittelteil gezahnte Auflagekanten 12 aufweist, welche zum Eingriff in die Rillen 11 der Verstellmutter
4 bestimmt sind. Es sind an den Seitenwanderhöhungen 14 Profilkanten 15 zum Eingriff in die Rillen
16 der Verstellmutter 4 vorgesehen. Die Festlegung des Aufsatzteiles 2 erfolgt durch die Sicherungsschraube 5, welche ein Langloch 6 des Aufsatzteiles 2
durchragt und in das Innengewinde 9 des Bolzens 3 einschraubbar ist.
Wie die Verstellung funktioniert, geht aus den F i g. 3 und 4 hervor. Bei gelöster Sicherungsschraube 5 kann die Verstellmutter 4 auf dem Bolzen
3 in die passende Höhe geschraubt werden. In F i g. 3 ist eine obere Grenzlage dargestellt. Durch Anziehen
der Sicherungsschraube 5 wird das Aufsatzteil 2 mit den Auflagekanten 12 in die Rillen 11 der
Verstellmutter 4 eingeführt. Daher ist eine Seitenverstellung des Aufsatzteiles 2 aus der Zeichenebene von
Fi g. 3 bis 5 heraus — das ist die Richtung des Pfeiles 22 in F i g. 2 — nicht mehr möglich. Eine Höhenkorrektur
kann jedoch noch durchgeführt werden, bis die Verstellmutter 4 und die Sicherungsschraube 5 gegeneinander
fest verspannt sind. In F i g. 4 ist die untere Grenzlage dargestellt, in der Verstellmutter 4 und
Sicherungsschraube 5 auf dem Bolzen 3 ganz eingedreht sind.
Die Befestigung und Einstellung des Scharniers nach der Erfindung geht also so vor sich, daß zuerst
das Aufschraubgehäuse 1 mittels der Schrauben 17 auf der Seitenwand 21 eines Schrankes angeschlagen
wird. Wenn die Verstellmutter 4 auf den Bolzen 3 aufgeschraubt ist, kann das Aufsatzteil 2 aufgesetzt und
durch Eindrehen der* Sicherungsschraube 5 vorläufig gehalten werden. Dank des Langloches 6 kann das
Aufsatzteil 2 in Pfeilrichtung 22 (F i g. 2) hin und her verschoben und dadurch der richtige Abstand 23 hergestellt
werden. Nun wird die Verstellmutter 4 so weit nach oben geschraubt, daß ihre Rillen 11 in die gezahnte
Auflagekanten 12 des Aufsatzteiles 2 eingreifen. In dieser Lage ist eine Sicherung gegen seitliches
Verschieben erreicht. Durch gleichzeitiges und gleichsinniges Verdrehen von Verstellmutter 4 und Sicherungsschraube
5 kann nun die endgültige Höhe des Aufsatzteiles 2 noch eingestellt werden. Dadurch ist es
möglich, verschiedenen Holzstärken 18 bzw. Anschlagtiefen 19 der Tür 20 Rechnung zu tragen. Sobald
die Endstellung erreicht ist, wird das Aufsatzteil durch weiteres Eindrehen der Sicherungsschraube 5
endgültig fixiert.
Durch die Erfindung ist es also möglich, mittels weniger Teile und ohne anderes Werkzeug als einen
Schraubenzieher eine Verstellung des einen Scharnierteiles in zwei aufeinander senkrechten Richtungen
vorzunehmen, die beide durch die Konstruktion des Aufschraubgehäuses 1 mit dem Bolzen 3 vorgegeben
sind. Es macht beispielsweise keinerlei Schwierigkeiten, ein und dasselbe Scharnier Holzstärken von 14
bis 22 mm anzupassen, da es 8 mm Ausgleichsweg ohne weiteres bewältigt. Gleichzeitig kann jedoch
auch das Türspiel ausgeglichen werden, das beispielsweise 3 bis 4 mm betragen mag, wenn die Tür 20 nicht
bündig mit der Seitenwand 21 abschließt. Auch diese Verstellung ist durchführbar, ohne daß der öffnungswinkel
des Scharniers geändert würde. Da das Aufschraubgehäuse 1 mit dem Aufsatzteil 2 eine Parallelführung
bildet, die zugleich eine Verdrehungssicherung darstellt, und da ferner zur eigentlichen Einstellung
nur die Verstellmutter 4 und die Sicherungsschraube 5 betätigt werden müssen, ist das Arbeiten
mit dem Scharnier nach der Erfindung außerordentlich bequem und einfach.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Lenkerscharnier, insbesondere für Möbel, bei dem das eine der beiden Scharnierteile aus
einem feststehenden Aufschraubgehäuse und einem auf diesem parallelverschieblich geführten,
höhenverstellbaren Aufsatzteil besteht, das mittels . einer in einem Langloch geführten Sicherungsschraube mit dem Aufschraubgehäuse arretierbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufschraubgehäuse (1) einen sich von dessen
Grundfläche senkrecht wegerstreckenden Bolzen (3) trägt, der ein Innengewinde (9) zur Aufnahme
der Sicherungsschraube (5) und ein Außengewinde (10) für eine sich gegen das Aufsatzteil (2)
abstützende Verstellmutter (4) aufweist.
2. Lenkerscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufschraubgehäuse (1)
Aussparungen (7) zur Aufnahme der Verstellmutter (4) aufweist.
3. Lenkerscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen der
Verstellmutter (4) mit Rillen (16) versehen sind.
4. Lenkerscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verstellmutter (4) auf der dem Aufsatzteil (2) zugewandten Seite konzentrische Rillen (11) trägt, in
welche gezahnte Auflagekanten (12) des Aufsatzteiles (2) formschlüssig eingreifen.
5. Lenkerscharnier nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (13) des
Aufsatzteiles (2) vor und/oder hinter den Auflagekanten (12) hochgezogen sind.
6. Lenkerscharnier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwanderhöhungen
(14) des Aufsatzteiles (2) Profilkanten (15) zum Eingriff in die seitlichen Rillen (16) der Verstellmutter
(4) aufweisen.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
AT438465A AT255927B (de) | 1965-05-14 | 1965-05-14 | Scharnier, insbesondere für Schränke, Kästen, Truhen od. dgl. |
DEG0045650 | 1966-01-07 |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1559871A1 DE1559871A1 (de) | 1970-01-08 |
DE1559871C true DE1559871C (de) | 1973-05-24 |
Family
ID=
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