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DE1554784A1 - Verfahren zur Herstellung von geformten Gegenstaenden aus thermoplastischen Materialien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Gegenstaenden aus thermoplastischen Materialien

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DE1554784A1
DE1554784A1 DE1965M0065634 DEM0065634A DE1554784A1 DE 1554784 A1 DE1554784 A1 DE 1554784A1 DE 1965M0065634 DE1965M0065634 DE 1965M0065634 DE M0065634 A DEM0065634 A DE M0065634A DE 1554784 A1 DE1554784 A1 DE 1554784A1
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DE
Germany
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mold
thermoplastic material
powder
zone
fluidized bed
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DE1965M0065634
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DE1554784B2 (de
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Inventor
Michio Akiyama
Toshimitsu Kawana
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Mitsui Petrochemical Industries Ltd
Original Assignee
Mitsui Petrochemical Industries Ltd
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C41/00Shaping by coating a mould, core or other substrate, i.e. by depositing material and stripping-off the shaped article; Apparatus therefor
    • B29C41/02Shaping by coating a mould, core or other substrate, i.e. by depositing material and stripping-off the shaped article; Apparatus therefor for making articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C41/08Coating a former, core or other substrate by spraying or fluidisation, e.g. spraying powder
    • B29C41/10Coating a former, core or other substrate by spraying or fluidisation, e.g. spraying powder by fluidisation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C19/00Apparatus specially adapted for applying particulate materials to surfaces
    • B05C19/02Apparatus specially adapted for applying particulate materials to surfaces using fluidised-bed techniques

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulding By Coating Moulds (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Terfahren zur Herstellung von geformten Gegenständen aus thermoplastischen Materialien Als Form- oder Pressverfahren von thermoplastischen Materialien sind beispielsweise das Spritzgussverfahren und das Blasformverfahren, bei welchen Pellets von thermoplastischen Materialien verwendet werden, sowie das Vakuumverformungsverfahren, bei welchem thermoplastische blatt-oder bahnförmige Materialien verwendet werden, bekannte Bei all diesen Verfahren sind jedoch, verglichen mit den Abmessungen der sich ergebenden geformten Gegenstand, viel grpßere Anlagen oder Einrichtungen erforderlich und die hierbei verwendeten Formen sind sehr kostspielig. Zur Überwindung dieser Nachteile werden verschiedene Formverfahren unter Verwendung von pulverformigen thermoplastischen Materialien vorgeschlagen. Eines dieser Verfahren umfaßt beispielsweise die folgenden Stufen : das Füllen einer Form mit dem Pulver, das Erhiitzen der Form während einer vorbestimmten Zeitdauer, die Entfernung des Uberschusses an nicht gesintertem Pulver daraus, wobei das gesinterte Pulver an der Innenseite der Form haften bleibt, das erneute Erhitzen der Form, um das Schmelzen des gesinterten Pulvers zu vervollständigen, das Kühlen der Form und das Abtrennen des geformten Gegenstandes daraus, Ein anderes derartiges Verfahren umfaßt das Füllen einer metallischen Form mit einer sorgfältig abgemessenen vorbestimmten Menge des Pulvers, das luftdichte AbschlieBen der Form und deren Umlaufenlassen in einem erhitzten Ofen in polyachsialen Richtungen, um das Sintern und die Haftung des Pulvers an der Innenseite der Form zu bewirken, das anschließende KEhlen der Form und das Abtrennen des geformten Gegenstandes daraus.
  • Die erstere Arbeitsweise weist jedoch Nachteile, wie dieVerwendung'einesgroßenUberschtt.ssesan'pulv.erförmigem thermoplastischen Material, bezogen auf die zur Iierstellungdes Gegenstandes erforderliche Menge, die Notwendigkeiteines eigenen Arbeitsganges, zur Entfernung des überschüssigen Pulvers und einen großen Verlust an Pulver während des Formens, auf. Bei der letzteren Arbeitsweiset ist dagegen eine komplizierte Umlaufvorrichtung zur gleichförmigen UmdrehungderFormunterErhitzennotwendig.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Formpressen von pulverförmigen thermoplastischen Materialien geschaffen, bei welchem die voratehend beschriebenen Nachteile ausgeschaltet sind.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von geformten Gegenständen aus thermoplastischen Materialien, bei welchem man in eine Zone, in welcher ein pulverformiges thermoplastisches Material in Wirbelschicht gehalten gehalten ist, eine Form einsenkt, die auf eine Temperatur erhitzt wurde, die nicht niedrigerals der Schmelzpunkt des thermoplastischen Materials, jedoch tiefer als die Temperatur liegt, bei welcher das thermoplastische Material während der Beruhrungszeit der beiden zersetzt wird, das thermoplastische Pulver in den statischen Zustand"überführt, um die Haftung einer Schicht gewünschter Dicke des gesinterten thermoplastischen Materials auf den Oberflächen der Form zu bewirken, die Form aus der Zone des thermoplastischen Pulvers abzieht, khlt und den geformten Gegenstand aus thermoplastischem Material, welcher sich aufgrund von Sinter-Adhäsion auf den Oberflächen der Form befindet, von der Form abtrennt.
  • Das Verfahren gemma3 der Erfindung kann beispielsweise wie folgt ausgeftihrt werden : Ein Behälter mit e. inem, aus einer luftdurchlässigen porösen Platte bestehenden inneren waagerechten Zwischenboden wird mit dem thermoplastischen Harzpulver, in welche , um den fluidisierten Zustand des Harzpulvers aufrecht zu erhalten, ein Gas, gewöhnlich Luft, durch die luftdurchlässige, poröse Platte geleitet wird, gefüllt. In diese Zone wird eine Form eingesenkt, die auf eine etwas höher als der Schmelzpunkt des thermoplastischen Harzpulvers liegende Temperatur vorerhitzt ist, Sobald die Form vollständig in das Harz eingesenkt ist, wird das Einblasen des Gaussa. unterbrochen, um die Wirbelschicht des Harzpulvers zu beendigen. Nach dem Sintern und der Adhäsion des Harze s auf den Oberflächen der Form wird die Form gekühlt und der sich ergebende geformte Gegenstand von der Form abgetrennt.
  • In dem vorstehend beschriebenen Falle kann das Einblasen des Gases vor dem Binsenken der Form in die Zone, in welcher das Harzpulver in Wirbelschicht vorliegt, beendet werden, da nach Beendigung der Gaszufuhr in den das Harzpulver enthaltenden Behälter das Harzpulver für kurze Zeit weiter in der Luft flotiert oder schwebt, Natürlich wird in diesem Falle die Menge des flotierenden Harzpulvers (loating resin) mit der Zeit geringer ; jedoch können die Zwecke des Verfahrens gemäß der Erfindung, soweit die metallische Form in die flotierende Schicht des Harzpulvers (welche auch als fluidisierte Zone bezeichnet werden kann) eingesenkt werden kann, in zufriedenstellender Weise erzielt werdehe Wenn jedoch naoh dem Absohalten der Gaszufuhr zuviel Zeit vergeht, geht das Harzpulver allmählich in den statischen Zustand über, da es nicht mehr in der Lage ist, in Wirbelschicht zu bleibenv Ein Versuch, in dieser Stufe die netallische Form hineinzusenken, wird durch die Anhäufung des Harzpulvers verhindert und kann nur unter groBer Schwierigkeit erz3elt werdeno So ist es bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wichtig, da# sich, während die'Form eingesenkt wird, das Harzpulver in Wirbelschicht, und nach Beendigung des Einsenkens im statischen Zustand befindet. Der Ausdruck"statischer Zustand", wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf den Zustand, in welchem das Harzpulver nicht in dem Gas flotiert, d, ho in welchem eine Anhäufung des Harzpulvers im wesentlichen fehlto Die Temperatur der metallischen Form soll im Augenin bliok des Einsenkens in dietWirbelschicht gehaltene Zone nicht niedriger als der Schmelzpunkt des Harzes, vorzugsweise etwas höher liegen und außerdem so abgestimmt sein, daB während der Beruhrungszeit der Form mit dem Harz keine Zersetzung oder Verfärbung des harzes bewirkt wird. Wenn die Temperatur des Harzes nur 30° C oder mehr, vorzugsweise nur 50°C oder mehr, höher als die Schmelztemperatur liegt, können besonders zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.
  • Die Höhe der Schicht des in Wirbelschicht gehaltenen Harzpulvers betragt etwa das 1,2 - 1,3 facheder des im statischen Zustand befindliohen Harzpulvers und demzufolge nimmt logischerweise die Höhe der Harzpulverschioht abc wenn die Überführung in Wirbelschicht beendet wird. Aus diesem Grunde soll, damit zu diesem Zeitpunkt vermieden wird, daß sich die Form außerhalb der Harzpulverschicht befindet, die Form tief unter das Niveau der in Wirbelschicht gehaltenen Harzpulverschicht eingesenkt werden.
  • Die Tiefe variiert in Abhängigkeit von der Größe und der Schüttdichte des in jedem speziellen Falle verwendeten synthetischen Harzpulvers, es wird jedoch allgemein bevorzugt, da# die Form in einer Tiefe die etwa das 1, 1.-1,2fache der des im Ruhezustand befindlichne Harzpulvers beträgt, eingesenkt wird.
  • AuBerdem kann die Dicke des geformten Gegenstandes leicht dadurch geregelt werden, daB man Faktoren, wie die Temperatur der Form und die Einsenkzeit reguliert. Es ist auch möglich, andere Bedingungen zu modifizierten, indem die Dicke der metallischen Form zur Veränderung ihrer Wärmekapazitätvariiert.InsbesondereiatesimFalleder Verwendung eines synthetischen Harzpulvers von hohem Schmelzpunkt sehr zweckmäßige die Dicke der Form zu erhöhen.
  • Gemma3 der Erfindung ist es nach dem Einsenken der Form in die Schicht des in Wirbelschicht gehaltenen Harzpulvers notig, das in Wirbelschicht gehaltene Harzpulver zum Stillstand oder in den Ruhestand zu bringen. Zu diesem Zwecke kann die Zuführung des zum Überführen des Harzpulvers in Wirbelschicht nötigen Gases, wie Luft, in die Wirbelschicht-Zone beendet werden, was auf beliebige Weise, wie Abschalten der Stromquelle eines elektrischen Ventilators oder Einsetzen einer Ablaßvorrichtung (dumper) , um das Gas auf einem anderen Weg entweichen zu lassen, erzielt werden kann Wie vorstehend ausgeführt kann die Beendigung der Gaszufuhr, z. Bo der Luft, zur Herbeiführung des Ruhezustandes des in Wirbelschicht gehaltenen Harzpulvers vor oder während des Einsenkens der Form ausgeführt werden.
  • Wenn im Gegensatz zu dem Verfahren gemä# der Erfindung das Harzpulver nach dem Binsenken der Form in die Wirbelschicht-Zone des Harzpulvers nicht in den statischen Zustand überführt wird sondern die Wirbelschicht. lange nach dem Einsenken aufrecht erhalten bleibt, treten die folgenden Nachteile auf. Unter dem Einfluß dss zum Überführen des Harzpulvers in Wirbelschicht eingeblasenen , Gases wird die Temperatur der Form erniedrigt. Insbesondere kEhlt sich im Falle einer Form welche die Gestalt eines Behälters, beispielsweise eines zylindrischen oder rechteckigen Behälters aufweist, der Boden, welcher mit dem Gas direkt in Berührung kommt, zuerst ab und es ist schwierig, innerhalb der Form eine gleichmäBige Temperatur aufrecht zu erhalten. Außerdem weist insbesondere das gesinterte Harz, das am unteren Teil der Form haftet, zahlreiche Gasporen auf, wodurch ebenfalls die erwünschte gleichförmige Haftung des Harzes auf den Oberflächen der Form erschwert wird. So kann eine Form in Art eines Bechers oder Eimers, ganz abgesehen von komplexeren Formen, kaum geformt werden. Wiederum können, wenn die Anfangstemperatur der Form auf übermäßige Höhe gebracht wird, solche. unerwünschten Erscheingungen, wie thermischer Abbau und VerfOrbung des Harzes, verursacht werden. Weiterhin ist es bei thermoplastischen Materialien, die gewbhnlioh eine schlechte thermische Leitfähigkeit aufweisen, schwierig, die Dioke der r geformten gegenstände, beispielsweise auf mehr als 1 mm, zu erhôhen.
  • Aus den vorstehend genannten GrUnden sollte, wenn die Gaszufuhr zur Wirbeleohioht-Zone nach dem Einsenken der metallischen Form beendet wird, dies in der kurzest möglichen Zeit geschehen, um den Stillstand oder Ruhezustand des Harzpulvers zu erzielen. Gewöhnlich verbleibt das Harzpulver, auch wenn die Gaszufuhr beendet ist, noch eine kurze Zeit in Wirbelschicht (flotierenden Zustand) (floating state) und setzt sich allmählich zum Ruhestand abe Wenn dann die Schicht gewünschter Dicke des gesinterten thermoplastischen Materials an der Form haftet, wird die Form aus der Zone des im statischen Zustand befindlichen Harzpulvers entfernt und auf eine entsprechende Temperatur abgekühlt. Danach wird der geformte Gegenstand aus Harz welcher an den Oberflächen der Form haftet, von der Form abgetrennt.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es auah möglich die Form nach ihrer Entnahme aus der Harzpulverzone wieder zu erhitzen, um die Sinter-Haftung des Harzes auf den Oberflächen des geformten Gegenstandes weiter zu vervollständigen, anschlie#end zu kühlen und den geformten Gegenstand von der Form abzutrennen.
  • Nachstehend wird beispielsweise eine Vorriohtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung mit Bbzug auf die Abbildung beschrieben.
  • In der in der Abbildung veranschaulichten Vorrichtung ist als innerer Zwischenboden des Behälters 1 eine luftdurchlässige poröse Platte 2 vorgesehen. Luft oder ein inertes Gas wird von dem SinlaB 3 zugeführt, um das pulverförmige thermoplastische Harz 4 in Wirbelschicht zu überführen. Der Grad der Überführung in Wirbelschicht wird durch die Ventile 5 und 6 geregelt. Die Form 7 kann aus einem-beliebigen Material, sofern es-auf eine Temperatur,dieetwashoherals der Schmelzpunkt des Harzes liegt, erhitzt werden kann, bestehen ;-sie ist mit einem Handgriff 8 und einem Einlass 9 fur Druckluft ausgestattet, um die Abtrennung des geformten Gegenstandes daraus zu erleichterno Nachdem die auf die vorbestimmte Temperatur erhitzte Rorm in das in Wirbelschicht gehaltene Harzpulver eingesenkt ist, wird das Harzpulver in den statischen Zustand gebracht und, sobald das Harz an den Oberflächen der Form gesintert ist und als Schicht gewünschter Dicke daran hafbet, wird die Form aus der Zone des im statischen Zustand befindlichen Harzpulvers entfernt, wobei das überschüssige Harzpulver entweder unter Vibration abgeschiittelt oder abgekehrt wird. Während der Teil des Harzes, der mit der Form in BerUhrung ist, genügend plastifiziert ist, um eine kontinuierliche Schicht zu bilden, ist der Oberflächenteil der Schicht nur gesintert und sollte daher zurvollständigen Plastifizierung weiter erhitzt werden, um eine gLeichmäßige glatte Oberfläche zu ergeben. Wenn jedoch die gewunschte Dicke des geformten Gegenstandes gering ist, ist ein Wiedererhitzen nicht unbedingt erforderlich, sondern der ganze Gegenstand kann durch die Wärmemenge, die er durch die Form erhält, genügend plastifiziert werden und kann eine glatte Fläche gleichförmkiger Qualität haben. Das Kühlen kann dadurch ausgeführt werden, daß man die Form, an welcher die Harsschicht haftet bei Raumtemperatur stehen läßt oder pie in einen Wasserbehälter eintaucht, um dem geformten Gegenstand Zähigkeit und Glanz zu verleihen. Danach wird der geformte Gegenstand von der Form getrennt.
  • Das bei dem Verfahren gemä# der Erfindung besonders bevorzugte Material ist Polyäthylenpulver ; das Verfahren gemäß derErfindungistauchzumFormenanderer pulverförmiger thermoplastischer Harze, wie Polypropylen oder Vinylchlorid brauchbar. Es ist auch möglich, Mischungen dieser pulverförmigen Harze oder andere Zusatzstoffe, wie Füllstoffe, Antioxydationsmittel, Färbemittel od. dgl. zu verwenden.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher veranschaulicht.
  • Beispiel l In diesem Falle wurde ein Polyäthylenpulver hoher Dichte unter Verwendung einer zylindrischen Form aus einer 3, 2 mm starken Stahlplatte mit einem Durohmesser von 320 mm und einer Höhe von 150 mm, geformt, Ein Gefäß zum Überführen in Wirbelschicht, mit einer Länge von 725 mm, einer Breite von 525 mm und einer Höhe von 450 mm, wurde mit Polyäthylenpulver gefüllt und durch eine luftdurchlässige poröse Platte wurde vom Bodenteil aus Luft eingeblasen, um das Polyäthylenpulver in Wirbelschicht zu überführen. Bine mit einem Gleit-oder Schmiermittel versehene Form wurde in einen Heißluft-Umlauf-Brennofen, dessen atmosphärische Temperatur auf 400°C eingeregelt war, eingebracht und 10 Minuten lang vorerhitzt. Sofort nach der Entnahme aus dem Brennofen wurde die Form, wie in der Abbildung gezeigt, mit dem Boden nach unten in das Gefäß zum Überführen in Wirbelschicht eingebrachto Nach dem vollständigen Einsenken der Form in das in Wirbelschicht gehaltene Pulver wurde der Ventilator, durch welchen Luft in das Gefäß eingefuhrt wurde, abgestellt und man ließ danach die Form 1 Minute lang in das Harzpulver eingesenkt. Die Dicke der gesinterten an der Form haftenden Harzschicht kann nur durch Variation der Zeitdauer, während welcher die Form in das Harzpulver eingesenkt wird, gergelt werden und erreicht nach 2 Minuten etwa 3 mm. Danach wurde die Form entnommen, zur Befreiung von dem überschüssigen daran haftenden Pulver geschüttelt und in dem Brennofen bei 300 0 l Minute lang wiedererhitzt. Anschließend wurde die Form zur Kühlung der daran haftenden gesinterten Polyaithylensohicht von den Oberflächen aue mit Vlasser von 15° C gefUllt. So konnte die Polyäthylenschicht gleichförmioger Dicke mit glatten Oberflächen, welche an den äußeren Oberlichen der Form haftet, ohne irgend eine zusätzliche Behandlung leicht abgetrennt werden.
  • Der so erhaltene Behälter hatte eine Dicke von 2,0 mm, enthielt wenig Blasen und war zäh. FUr das vorstehend erwähnte Wiedererhitzen kam der gleiche Brennofen, der für das Vorerhitzen verwendet worden war, zur Anwendung, rd jedoch, um den gesamten Arbeitsgang in einerregulären Folge zu halten, ein eigener Brennofen verwendet, so würde der Arbeitsgang sehr wirksam sein.
  • Beispiel 2 In diesem Falle wurde ein Polypropylenpulver unter Verwendung der gleichen, wie in Beispiel 1 verwendeten metallisdhen Form, geformt.
  • Ähnlich wie in Beispiel 1 wurde Polypropylenpulver in das Gefä# zum Überführen in Wirbelschicht gebracht und in Wirbelschicht überführt ; hierein wurde die mit einem Gleit--oder Schmiermittel versehere und in einem Hei#luft-Umlaufofen 10 Rinuten lang auf 42Q° C vorerhitzte Form eingesenkt. Sobald das Einsenken vollendet war, wurde gleichzeitig der Ventilator abgeschaltet. Nach einer Einsenkzeit von l Minute wurde die Form herausgenommen, das überschüssige Pulver mit Federn abgekehrt und danach die Form in einem eigenen Brennofen 2 Minuten langbei200°C w eder erhitzt. Darauf wurde die Form von der Innenseite mit Wasser gekuhlt und der geformte Gegenstand abgetrennt. Das Produkt hatte eine gleichförmige Dicke von 2, 0 mm und war fest.
  • Beispiel 3 In diesem Falle wurdeein viereckiger Behälter (universal container) einer Länge von'700 mm, einer Breite von 500 mm und einer Höhe von 400 mm unter Verwendung einer aus einer 4 mm starken Stahlplatte hergestellten Form geformt.
  • Ein iloly thylenpulver hoher Dichte wurde. in ein 1200 mm langes, 1200 mm breites und 900 mm hohes Gefäß zur Überführung in Wirbelschicht eingefüllt und in Wirbelschicht überführt ; darin wurde eine in einem HeiB-luft-Umlaufofen 11 Minuten lang auf 400° C vorerhitzte Form mit der Oberseite nach unten mittels einer Iiebeeinrichtung eingesenkt. Unmittelbar vor dem Einsenken wurde die Form mit einem Weißblechdeckel versehen, um die Haftung des gesinterten Polyathylens an der Innenseite der Form zu verhindern. Nach dem vollständigen Einsenken der Form wurde der Ventilator zur Beendigung der Wirbelschicht abgestellt.
  • Der Teil der Form, der außerhalb der im Ruhezustandbefindlichen Pulverschicht lag, wurde mit dem gleichen getrennt hergestellten Polyäthylenpulver bedeckt und man ließ die Form 2 Minuten lang eingesenkt. Danach wurde die Form herausgenommen und das überschüssige Pulver abgekehrt, um die Oberflächen der anhaftenden Polyäthylensohioht zu glätten.
  • Darauf wurde die Form in einem Brennofen 6 Minuten lang bei 270° C wiedererhitzt und 6 Minu-ten lang bei Raumtemperatur stehen gelasserl, um die Polyäthylenschioht mit der durch die Form vorhandenen Wärmemenge vollständig zu plastifizieren.
  • Das Kühlen wurde durch Eintauchen der Form in einen Wasserbehälter bei 60° C bewirkt. Bei sehr fester Haftung der Polyäthylenschicht an der Form wurde die Trennung der beiden durch,Einblasen von Druckluft durch die beiden Gas-Einlaßöffnungen, die. innerhalb der Form vorgesehen sind, bewerkstelligt.
  • Der sich ergebende Universalbehälter hatte ein Gesamtgewicht von etwa. 4. kg, gleichförmige Dicke und sowohl perlglanzendeInnen-undAußenflächen.DerBehälter war auch zäh.
  • Beispiel 4 In diesem Falle wurde ein zweifarbiger Behälter unter Verwendung der Form von Beispiel 1 geformt.
  • Zwei 725 mm lange, 525 mm breite und 450 mm hohe Gefäße zur Überführung in Wirbelschicht wurden jeweils mit verschieden gefärbten Polyäthylenpulvern hoher Dichte gefüllt und das Pulver wurde in beiden Gefäßen mit Druckluft in Wirbelschicht überführt.
  • In das erste Gefä wurde die in einem Brennofen bei 400° C 10 Minu en lang vorerhitzte Form eingesenkt und gleichzeitig die Zufiihrung von Druckluft in das Gefäß unterbrochen. Nach 30 Sekunden langem Einsenken wurde die Form entnommen, zur Entfernung des überschiissigen Pulvers geschüttelt und in einem Brennofen bei 300°C 30 Sekunden lang wieder erhitzt, um die daran haftende Polyäthylenschicht vollständig zu plastifizieren und mit glatten Oberflächen zu versehen. Nach der Entnahme aus dem Brennofen wurde die Form so wie sie war in das zweite Gefäß eingesenkt. Gleichzeitig mit dem Einsenken wurde die Zufuhr von Druckluft in das Gefäß unterbrochen. Die Form wurde 1 Minute lang eingesenkt, um die Haftung einer Polyäthylenschicht auf derjenigen von unterschiedlicher Farbe, welche während des ersten Einsenkeng anhaftete, zu bewirken, so daß der Behälter aus 2 Schichten, einer inneren und einer äu#eren verschiedener Farbe bestand. Danach wurde die Form, wie vorher, bei 300° C 1 IvIinute lang wieder erhitzt, gekühlt und von dem gebildeten zweifarbigen Behälter abgetrennt.
  • Gemäß # dieser Arbeitsweise können Behälter, deren innere und äußere Oberflächen verschiedene Farben haben, auf wirtschaftliche und zweckmä#ige Weise geformt werden.

Claims (6)

  1. Patentansprüche , lo Verfahren zur Herstellung von geformten Gegenständen aus thermoplastischen Materialien, dadurch gekennzeichnet, da# man in eine Zone, in welcher ein pulverförmiges thermoplastisches Material in Wirbelschicht gehalten ist (fluidized) eine Form, die auf eine Temperatur erhitzt wurde, die nicht tiefer als der Schmelzpunlt des thermoplastischen Materials, jedoch tiefer als die Temperatur liegt, bei welcher das thermoplastische Material währedn der Serührungszeit von beiden zersetzt wird, einsenkt, das pulverformige thermoplastische Material in s-cati tatischen Zustand bringt, um die Haftung einer Schicht des Ge@interten thermoplastischen Materials gewünschter Dicke auf den Oberflächen der Form zu bewirken, die Forum aus der Zone des pulverförmigen thermoplastischen Materials entfernt, kühlt und den geformten Gegenstand aus thermoplastischem Material, der mittels Sinterung auf den Oberflächen der Form anhaftet von der Form abtrennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Form auf eine Temperatur vorerhitzt, die mindestens 30° C höher als der Schmelzpunkt des thermoplastischen Materials liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daB man die Form so tief in die Zone des in Wirbelsohicht gehaltenen pulverförmigen thermoplastischen Materials einsenkt9 daB sich das obere Ende der Form etwas unterhalb der Höhe der in Wirbelschicht gehaltenen Pulverschicht befindete
  4. 4 Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man dem das Pulver enthaltenden Behälter ein Gas zuführt, um die Zone, in welcher das pulverförmige thermoplastische Material in Wirbelschicht 8 vorliegt, zu bilden und nach dem Einsenken der Form in die Zone die Gaszufuhr beendet, um das in Wirbelschicht vorliegende pulverförmige thermoplastische Material in den statischen Zustand zu bringen.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet, da# man das Gas in den das Pulver enthaltenden Behälter einfiihrt, um eine Zone zu bilden, in welcher das pulverförmige thermoplastische Material in Wirbelschicht vorliegt, und nach Beendigung der Gaszufuhr, während die Wirbelschicht des Pulvers noch nicht zum Stillstand gekommen ist die Form in die Zone einsenkt und danach das Pulver in den statischen Zustand überführt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Form nach der Entnahme aus der Zone des pulverförmigen thermoplastischen Materials von dem überschüssigen Pulver befreit, wieder erhitzt, kuhlt und danacll von dem darauf gebildeten geformten Gegenstand abtr@nnt.
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