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"Verfahren zur Bestimmung des Extremwerts der Ergebnisse einer mehrfach
nacheinander durchgefiihrten Messung" Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung
eines Extremwerts der Ergebnisse einer mehrfach nacheinander durchgeführten Messung
bei schwankendem und digital vorliegenden Meßergebnis.
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Das Problem der Bestimmung des oder der Extremwerte innerhalb einer
Meßreihe kann auf allen möglichen Gebieten der Technik auftreten. So z. B. auch
in der Peiltechnik, wo es oft von Interesse ist, zu wissen, in welchem Sektor die
beobachtete Peilanzeige schwankt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zu dieser
Bestimmung eine Umwandlung der MeBwerte in Digitalwerte vorausgesetzt, wenn die
Meßergebnisse nicht sowieso in digital Form vorliegen. Das Vorliegen der Meßergebnisse
in digitaler Form tritt bei
einem Peiler beispielsweise dort auf,
wo das Peilergebnis mit Hilfe von Ziffernanzeigeröhren zur Anzeige kommt.
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Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, automatisch
und mit einfachen Mitteln wenigstens einen der Extremwerte einer MeBreihe festzustellen.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der erste
digitale Meßwert in einen Speicher fiir digitale Größen eingeschrieben wird, daß
die folgenden digitalen Meßwerte mit dem in den Speicher eingeschriebenen Me3wert
verglichen werden, und daß der Speicher für die folgenden Meßwerte nur geöffnet
wird, wenn der gespeicherte Meßwert (bei Bestimmung des Minimalwerts) unterschritten
oder (bei Bestimmung des Maximalwerts) überschritten wird.
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Sollen beide Extremwerte ermittelt werden, so werden zwei Speicher
verwendet, von denen der eine nur bei Überschreiten des gespeicherten Werts durch
den neuen Meßwert und der andere nur bei Unterschreiten des gespeicherten Werts
durch den neuen Meßwert für diesen geöffnet wird. Es kommt häufig vor, daß man einem
angezeigten Meßergebnis ansieht, daß es mit Sicherheit oder daß es mit sehr großer
Wahrscheinlichkeit falsch ist. Ein solches Meßergebnis wurde als Extremwert zur
Anzeige
kommen, obwohl der Meßwert keineswegs von Interesse ist, vielmehr ein falsches Bild
vermittelt wurde, Zur Vermeidung dieses Nachteils kann man dann, wenn der Meßwert
als falsch oder vermutlich falsch erkannt wird, die Speichereingänge sperren, so
daß dieser Meßwert nicht als Extremwert eingespeichert werden kann.
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Anhand des Ausführungsbeispiels der Zeichnung soll die Erfindung erläutert
werden. Als Meßanordnung ist hier ein Peiler nach dem Doppelkanalprinzip vorgesehen.
Dieser besteht aus einem Antennensystem 1, das aus zwei gekreuzten Rahmenantennen
sowie einer Hilfsantenne zusammengesetzt ist, einem Peilempfanger 2 sowie einer
Anzeigerohre 3, auf der das Peil-. ergebnis in Form eines Leuchtstriches aufgezeichnet
wird.
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Das Peilergebnis soll außerdem mit Hilfe von Ziffernanzeigeröhren
zur Anzeige kommen. Zu diesem Zwecke werden im Glied 4 aus den Kanalspannungen des
Peilers zwei Spannungen erzeugt, deren Phasenverschiebung gegeneinander vom Einfallswinkel
abhängig ist. Obwohl diese Umwandlung der Eanalspannung des Peilers nach dem Watson-Watt-Prinzip
in zwei phasenverschobene Spannungen nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist, sei der Vollstandigkeit halber darauf hingewiesen, daß ein Ausfuhrungsbeispiel
für diese Umwandlung in der deutschen Patentanmeldung T 29 556 IZi/21a4 naher erläutert
ist. Die beiden
gegeneinander phasenversehobenen Spannungen werden
dem Glied 5 zugeführt, an dessen Ausgang eine Impulsfolge erscheintt deren Impulszahl
proportional dem Einfallswinkel ist. Hierzu wird durch die eine Spannung aus dem
Glied 4 z. B. beim positive Nulldurchgang ein Tor geöffnet das durch die zweite
Spannung dann ebenfalls beim positive Nulldurchgang wieder geschlossen wird. In
der Zwischenzeit läßt dieses Tor die Ausgangsimpulse eines Impulsgebers durch.
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Die Impulsfolge am Ausgang des Glieds 5 wird dem aus den Zählstufen
6 bis 9 bestehenden dekadischen Zähler zugeführt, Die einzelnen Zählstufen 6 bis
9 sind fü die einzelnen Dekaden des Zählergebnisses zuständig. Das in dem Zähler
6 bis 9 eingeschriebene Meßergebnis wird auf den Ziffernanzeigerohren 10 bis 13
zur Anzeige gebracht. An den Zählern 6 bis 9 ist das Peilergebnis in digitaler Form
entnehmbar.
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Zur Bestimmung der beiden Extremwerte von mehreren nacheinander durchge.
fuhrten Peilungen sind die Speicher 14 bis 17 und 18 bis 21 vorgesehen. In diese
Speicher wird das erste Meßergebnis, das an den Ausgängen der Zähler 6 bis 9 zur
Verfügung steht, eingeschrieben. Beim Auftreten des zweiten Meßergebnisses wird
in den Vergleichsstufen 24 und 25 geprüft, ob das neue Meßergebnis das in den Speichern
14 bis 17, bzw.
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18 bis 21 eingespeicherte Meßergebnis überschreitet, bzw. unterschreitet.
Das
Yergleichxglied 24 gibt ein Signal ab und d . bewirkt damit die Einspeicherung des
neuen Meßwerts in den Speicher 14 bis 17t wenn der neue Meßwert den im Speicher
14 bis 17 gespeicherten Meßwert übertrifft. Entsprechend erhält man am Ausgang des
Vergleichsglieds 25 dann ein Ausgangssignal, wenn der neue MeBwert am Ausgang des
Zahlers 6 bis 9 den im Speicher 18 bis 21 gespeicherten Meßwert unterschreitet.
Damit wird dieser kleinere Meßwert als neuer Meßwert in den Speicher 18 bis 21 eingeschrieben.
Am Ende einer aus n Messungen bestehenden Meßreihe kann der größte während der Messung
aufgetretene Peilwinkel sowie der kleinste während der Messung aufgetretene Peilwinkel
an den Speichern 14 bis 17, bzw. 18 bis 21 entnommen werden.
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Zum Zwecke des Vergleichs in den Gliedern 24 und 25 kann man die zu
vergleichenden Meßwerte in Analogwerte umwandeln, also zwei analoge Spannungen miteinander
vergleichen. Der Vergleich kann auch in digitaler Weise vorgenommen werden.
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FUr den Fall, daß durch den neuen Meßwert die in den Speichern 14
bis 172 bzw. 18 bis 21 gespeicherten Meßwerte nicht liber-, bzw. unterschritten
werden, gibt keines der Vergleichsglieder 24 und 25 ein Ausgangssignal ab. Damit
bleiben die Speicher in ihWrer bereita vorhandenen Stellung stehen.
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In der Zeichnung ist noch ein Sperrglied 28 miteingezeichnet, durch
welches die Tore 26 und 27 gesperrt werden können. Sind diese Tore gesperrt, so
wird auch dann, wenn das zugehörige Vergleichsglied 24, bzw, 25 ein Ausgangsssignal
abgibt, keine neue Einspeicherung in den Speichern 14 bis 17, bzw. 18 bis 21 vorgenommen
Die Sperre 28 wird betätigt, wenn erkannt wird, da# ein Meßergebnis mit Sicherheit
oder mit groBer Wahrscheinlichkeit falsch ist. Bei einem Peiler kann ein solches
falsches Meßergebnis beispielsweise bei starker Tribun. der Peilung auftreten. Die
starke Trübung kann durch einen Phasendiskriminator festgestellt werden. Überschreitet
die vom Phasendiskriminator abgegebene Plus-oder Minusspannung einen vorgegebenen
Betrag, so werden die Tore unmittelbar oder über einen Impuls für die Dauer der
Trdbung gesperrt. Aus den beiden Extremwerten kann man den Sektor ermitteln, in
dem die Peilwerte steuern. Am Ende einer Me#-reihe wenn die gespeicherten Werte
ebenfalls ausgewertet sind, werden durch einen Impuls beispielsweise aus dem Glied
5 sowohl die Zahlstufen 6 bis 9 als auch die Speicher 14 bis 17 und 18 bis 21 wieder
in ihre Ausgangsstellung gebracht. Am Zahlwerk 29 kann man die Zahl der Einzelmessungen
jeder Meßreihe durch entsprechende Voreinstellung dieses Zahlwerk8 bestimmen. Ist
diese Zahl von Messungen erreicht, so wird vom
Zahlwerk 29 her der
im Glied 5 enthaltene Impulsgenerator gestoppt.
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Es ist keineswegs notwendig, daß das Peilergebnis des Peilers in der
beschriebenen Weise in einen digitalen Wert umgesetzt wird. Man kann z. B. auch
die Spannungen der Peilkanäle in an sich bekannter Weise vorzeichenrichtig gleichrichten
und aus den beiden Gleichspannungen den Tangens des Einfallswinkels (durch Division)
bilden. Mit einem digitalen Voltmeter kann man auch hier die Meßwerte in digitaler
Form erhalten. Es ist also auch hier nach dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Bestimmung
eines oder beider Extremwerte möglich.