DE1544895B2 - Glasfaserhaltige Polycarbonatmassen erhöhter Dichte - Google Patents
Glasfaserhaltige Polycarbonatmassen erhöhter DichteInfo
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Description
Es wurde gefunden, daß die Dichte von auf übliehe Weise hergestellten glasfaserhaltigen, hochmolekularen
Polycarbonaten nicht dem theoretischen Wert entspricht, der sich aus den Anteilen und den
Dichten des reinen Harzes und des Glases errechnet, und zwar liegt die Dichte bei Formkörpern, die
spritzgegossen sind, etwa 2% und mehr und bei Formkörpern, die durch Extrudieren in die freie
Atmosphäre erhalten wurden, etwa 15 bis 25% unter diesem Wert. Dies läßt darauf schließen, daß in
einem derartigen Material noch vermutlich mit Gasen oder Dämpfen gefüllte, feinste Hohlräume vorhanden
sind. Wie nun weiter gefunden wurde, ist eine Reihe von Eigenschaften von glasfaserhaltigen, hochmolekularen
Polycarbonaten bei solchen Produkten zum Teil erheblich besser, deren Dichte über etwa 98 %
und insbesondere über etwa 99%. des theoretischen Wertes liegt und die daher praktisch keine Hohlräume
mehr besitzen.
Derart verdichtetes glasfaserhaltiges Polycarbonat
hat namentlich eine erhöhte Zugfestigkeit und eine erhöhte Schlagzähigkeit im Vergleich zu nicht verdichtetem
Material. Bemerkenswert ist ferner, daß Spritzgußteile aus den bisherigen glasfaserhaltigen
Polycarbonaten, insbesondere großflächige Teile und solche Teile, die mit Maschinen gefertigt wurden, die
nur einen niedrigen Spritzdruck ermöglichen, eine rauhe Oberfläche besitzen, nur geringen Glanz und
weißliche Streifen und Flecken zeigen. Aus verdichtetem Material gespritzte Teile hingegen besitzen
diese Mangel nicht, sie haben eine glatte Oberfläche
und einen hohen Glanz und sind gleichmäßig transluzent. Bei extrudierten Teilen ist der Unterschied
noch stärker. Diese besitzen unverdichtet eine rauhe Oberfläche, sind stark' porenhal tig und völlig undurchsichtig.
Aus verdichtetem Material gefertigte Extruderteile besitzen eine glatte und glänzende
Oberfläche und sind gleichmäßig transluzent. Im durchscheinenden Licht sind keine Glasfasern zu erkennen.
Nicht zuletzt ist auch die Beständigkeit gegen Lösungsmittel- Quellmittel und hydrolysierende
Agenzien bei den dichten Produkten höher als bei den weniger dichten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit thermoplastische Kunststoflmasscn aus einem hochmolekularen
Polycarbonat und Glasfasern sowie gegebenenfalls weiteren üblichen Zusatzstoffen, die
dadurch gekennzeichnet sind, daß ihre Dichte über 98 % der Theorie liegt.
Diese eindeutig vom Stand der Technik abgegrenzten Polycarbonatmassen haben überraschend verbesserte
Eigenschaften. Dies war dem Stand der Technik nicht zu entnehmen und ließ sich auch nicht aus der
Unterdruckbehandlung glasfaserverstärkter Duroplasten (Hagen, Glasfaserverstärkte Kunststoffe, 1961,
S. 47, 498 und 499) ableiten.
Zum Herstellen solcher glasfaserhaltiger PoIycarbonate
sind grundsätzlich alle Maßnahmen geeignet, die dazu führen, Hohlräume bzw. Gas- oder
Dampfeinschlüsse aus dem Material zu entfernen. So kann man z. B. gespritzte oder extrudierte Platten auf
einer Plattenpresse oder zwischen Druckwalzen pressen, vorzugsweise bei erhöhten, jedoch unterhalb des
Schmelzpunktes des Polycarbonates liegenden Ternperaturen. Dabei tritt nicht nur eine Abnahme der
Plattendicke, sondern zugleich auch eine Erhöhung der Dichte des Materials ein.
Bei dieser Arbeitsweise richtet sich die Preßzeit, der Preßdruck und die Temperatur der Preßplatten
nach der Stärke der zu pressenden Teile und ist im einzelnen leicht durch einen Vorversuch zu ermitteln.
Das Pressen selbst kann auch ausgedehnt werden auf andere als flächige Spritzgußteile, z. B. auf Kugelhalbschalen
u. ä.
Erfolgt das Pressen kontinuierlich, insbesondere im Anschluß an eine Extrusion, so vermindert sich
die erforderliche Preßzeit um den für den sonst für die Aufheizung der Teile nötigen Zeitraum.
So hergestellte Teile, z. B. Platten, lassen sich vorteilhaft stanzen, bohren, sägen, bedrucken, lackieren,
metallisieren usw. und eignen sich beispielsweise für gedruckte Schaltungen, Relaisteile u. ä., für welche
bislang Hartpapiere verwendet werden.
Das Pressen führt zu einer Verbesserung der elekirischen,
mechanischen und optischen Eigenschaften. So besitzen z. B. mit einer kontinuierlichen oder diskontinuierlichen
Druckbehandlung hergestellte Teile eine sehr gleichmäßige Transluzenz, die für zahlreiche
Anwendungsgebiete von Interesse ist, so z. B. für Bauelemente elektrischer Geräte, Dekorationsteile,
z. B. Möbelbeschläge, Jalousetten u.a., Teile für die Lichttechnik, wie Abdeckungen von Lichtquellen
u. dgl.
Ein anderes, nicht nur auf Platten u. dgl., sondern allgemein anwendbares und daher bevorzugtes Mittel
zur Erreichung der maximalen Dichte glasfaserhaltiger Polycarbonate besteht darin, das Glasfasermaterial in
die Polycarbonatschmelze einzuarbeiten und das Gemisch vor dem Abkühlen einem Unterdruck, beispielsweise
einem solchen zwischen etwa 0,01 und etwa 200 Torr, vorzugsweise 0,1 bis 40 Torr, auszusetzen.
Diese Arbeitsweise kann vorteilhaft auf Einoder Mehrschnecken-Extrudern durchgeführt werden.
Der Ausstoß und gleichzeitig mit ihm die Verweilzeit in der bzw. den Schnecke(n) hängen von der Umdrehungszahl
der Schnecke(n) und deren Durchmesser ab. Die Umdrehungszahl der Schnecke(n), Ausstoßmenge
und Länge der Vakuumzone beeinflussen das anzulegende Vakuum.
Eine so behandelte, glasfaserhaltige Schmelze liefert
beim Abkühlen ohne weiteres, also auch ohne Anwendung von Druck, z. B. beim Extrudieren der-
selben in die freie Atmosphäre, ein Material mit der gewünschten maximalen Dichte. Diese Dichte wird
auch beim Wiederaufschmelzen und erneutem Verformen und Erstarren beibehalten. Man kann durch
Evakuieren der glasfaserhaltigen Schmelze und Extrudieren derselben somit einen Strang abspinnen und
diesen zu Granulat zerhacken und damit ein Halbzeug gewinnen, wie es handelsüblich und zur Weiterverarbeitung
nach dem Spritzguß- oder Extrudierfh i i i k h dikt
alsdann Gehäuse von Meßinstrumenten, Teile von Angelgeräten, Zahnprothesen usw.
B e i s ρ i e 1 1
Mittels Spritzguß gefertigte Platten aus glasfaserhaltigem Polycarbonat (Glasgehalt 29%) mit einer
Stärke von 1,0 ± 0,24 mm werden auf einer Platteng pg presse mit 70 kp/cm2 bei einer Plattentemperatur von
verfahren geeignet ist. Die Schmelze kann auch direkt io 180° C 120 s unter Dazwischenlegen eines Rahmens
nach dem Evakuieren weiter verarbeitet werden, z. B. in einer Dicke von 1,0 mm gepreßt. Die gepreßten
zu Platten, Folien, Stangen, Rohren, Profilen, wie Platten zeigen gegenüber den gespritzten engere Dik-Jalousetten,
Bändern, ummantelten Drähten bzw. kentoleranzen, und zwar von 1,0 ± 0,02 mm. Vor-Metallbändern
und gegebenenfalls zu nach dem handene Oberflächenrauhigkeiten sind verschwunden.
Hohlkörperblasverfahren hergestellten Flaschen und 15 Die gespritzten Platten besitzen vor dem Pressen eine
Behältern. Dichte von 1,38 g/cm3 (theoretisch 1,412, also von
Polycarbonate im Sinne der vorliegenden Erfin- 97,7%) und eine Zugfestigkeit bei 1,0% Dehnung
dung sind die Polykondensationsprodukte organi- von 682 kp/cm2. Die nachgepreßten Platten haben
scher, vorzugsweise aromatischer Dihydroxyverbin- eine Dichte von 1,410 g/cm3 (=99,8%) und eine
düngen, insbesondere Bis(hydroxyaryl)-alkane,-cyclo- 20 Zugfestigkeit bei 1,0% Dehnung von 720 kp/cm2.
alkane u. dgl., mit Carbonatgruppen liefernden Deri- Die Zugfestigkeit hat sich durch das Nachpressen
vaten der Kohlensäure mit Molekulargewichten ober- merklich erhöht,
halb etwa 10 000 und insbesondere zwischen etwa
20 000 und 150 000. Auch Polycarbonate, die infolge Beispiel 2
eines Gehaltes an reaktionsfähigen Seitenketten verzweigt oder nachträglich vernetzbar sind, kommen
i lb
für die Erfindung in Frage, Mischpolycarbonate aus mehreren Bisphenolen oder Gemische aus verschiedenen
Polycarbonaten können ebenfalls verwendet werden.
Aus Glasfasermaterial eignen sich die zur Herstellung glasfaserhaltiger Kunststoffe üblichen Erzeugnisse,
vorzugsweise solche, die an Stelle der sonst übliehen Schlichten mit einer Polycarbonatschlichte ver-
h i filii
Eine in bekannter Weise nach dem Extrusionsverfahren hergestellte undurchsichtige und oberflächlich
rauhe Lamelle aus glasf aserhaltigem Polycarbonat (Glasfasergehalt 31%, Breite 36 mm, Stärke 1,2 mm)
wird in einer beheizten Presse (Temperatur der Preßplatten 180° C) mit einem Druck von 70 kp/cm2
120 s gepreßt (Breite danach 38 mm, Stärke 0,85 mm). Die ursprünglich rauhe Lamelle ist nach
dem Pressen geglättet, transluzent und besitzt eine
sehen sind, sowie die sogenannten filamentisierten 35 höhere Steifigkeit. Die Dichte der nicht gepreßten
Glkf D Glfhl d Plb Platte liegt bei 108 g/cm3 (755% der theoreti
Platte liegt bei 1,08 g/cm3 (=75,5% der theoretisehen
Dichte von 1,43), die Dichte der nachgepreßten Platte bei 1,43 g/cm3 (= 100%).
Die Bedingungen des Pressens, kontinuierlich oder diskontinuierlich, können in breiten Grenzen gewählt
werden, z. B. bei einer "Temperatur von 190° C mit 7 kp/cm2 und einer Preßzeit von 15 Minuten bis zu
1000 kp/cm2 während 10 s.
In entsprechender Weise wird kontinuierlich ein Band aus glasf aserhaltigem Polycarbonat (Glasfasergehalt
25 %) mit 1 mm Stärke mittels einer kleinen d l il lfd Öl
Glaskurzfasern. Der Glasfasergehalt der Polycarbonate kann in weiten Grenzen schwanken und zwischen
etwa 1 und etwa 80 Gewichtsprozent, Vorzugsweise zwischen etwa 1 und etwa 50 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Endprodukt, liegen. *°
Gleichzeitig oder getrennt von den Glasfasern können gegebenenfalls der Polycarbonatschmelze ferner
noch zugesetzt werden: Weichmacher, Alterungs-Schutzmittel, Hitze- und UV-Stabilisatoren, Stabilisatoren gegen Hydrolyseabbau, Antistatica, Gleitmittel, 45
Fließmittel und/oder andere Zusatzstoffe, wie Glaspulver, Quarzerzeugnisse, Graphit, Molybdändisulfid,
Pulver höherschmelzender Kunststoffe, wie Polytetrafluoräthylen, natürliche Fasern, wie Baumwolle Sisal, g )
noch zugesetzt werden: Weichmacher, Alterungs-Schutzmittel, Hitze- und UV-Stabilisatoren, Stabilisatoren gegen Hydrolyseabbau, Antistatica, Gleitmittel, 45
Fließmittel und/oder andere Zusatzstoffe, wie Glaspulver, Quarzerzeugnisse, Graphit, Molybdändisulfid,
Pulver höherschmelzender Kunststoffe, wie Polytetrafluoräthylen, natürliche Fasern, wie Baumwolle Sisal, g )
Asbest, synthetische Fasern, Metallpulver, Metall- 5° Druckwalze, deren Walzen mittels umlaufenden Öles
fäden, Pigmente, Farbstoffe u. a. Manche können auf 150° C beheizt sind, auf 0,8 mm Stärke gepreßt.
auch zumindest teilweise und vorzugsweise in der Die Durchlaufgeschwindigkeit beträgt 0,5 m/min. Die
Form von Matten und Geweben, z. B. Glasfasermat- Dichte des Bandes vor dem Walzen beträgt 1,13 g/cm3
ten bzw. Glasfasergewebe oder Metallgewebe, zwi- (theoretisch 1,38 also 81,9%), nach dem Walzen
sehen extrudierten Bändern eingebettet werden. Auch 55 1,353 g/cm3 (=98,0%). Das kalandrierte Band ist
kann ein Einarbeiten der genannten Stoffe in Granu- völlig glatt und transluzent. Beim nicht gepreßten
lat durch Verpressen u. ä. erfolgen. Band beträgt die Zugfestigkeit bei 0,1 % Dehnung
Das verbesserte glasfaserhaltige Polycarbonatmate- 550 kp/cm2 und die Bruchfestigkeit 687 kp/cm2, der
rial gemäß der vorliegenden Erfindung ist besonders Ε-Modul liegt bei 58 000 kp/cm2. Nach dem Pressen
geeignet zur Extrusion von Profilen aller Art, z.B. 6o beträgt die Zugfestigkeit bei 0,1% 748kp/cm2 und
Lamellen, Bändern, Möbelbeschlägen, Jalousetten die Bruchfestigkeit 1030 kp/cm2, der Ε-Modul ist er-
u. dgl., überall dort, wo ein hoher Oberflächenglanz /
der Teile verlangt wird, z. B. zu Haushaltgeräten und im Kraftfahrzeugbau, wo es sich um Außenabdeckun-
gen handelt, bei denen auf hohen Oberflächenglanz
großer Wert gelegt wird, ferner für Bauelemente in
der Elektrotechnik, z. B. Kontaktplatten, Relaisteile, gedruckte Schaltungen, Konstruktionselemente u. a.,
g
erhöht auf 64000 kp/cm2.
erhöht auf 64000 kp/cm2.
In einer handelsüblichen Einschnecken-Extruderanlage wird Polycarbonatgranulat (grel 1,31 in 0,5%
Methylenchloridlösung bei 25° C gemessen) eingege-
ben, wobei folgender Temperaturverlauf, beginnend vom Einfülltrichter, eingehalten wird: 300, 290,
280° C.
; Nach dem Durchströmen der Aufschmelzzone wird
das Material mit Glasfasern versetzt und anschließend in einer Entspannungszone von 200 mm einer
Vakuumbehandlung von 0,5 Torr ausgesetzt. Der Ausstoß beträgt 10 kg/h. Das so hergestellte Material
besitzt bei einem Glasgehalt von 30% eine Dichte von 1,41 g/cm3 (theoretisch 1,42, also 99,2 o/o) und
ist zur Herstellung von Extrusionsteilen und großflächigen Spritzgußteilen mit hohem Oberflächenglanz
geeignet.
In entsprechender Weise wird auf einem Doppelschneckenextruder mit einem Schneckendurchmesser
von 83 mm, einer Evakuierzone von 300 mm und einem Druck von 35 Torr bei einem Ausstoß von
35 kg/h ein Granulat mit einer Dichte von 1,40 g/cm3
(= 99,1%; theoretisch 1,412) bei einem Glasgehalt von 29% erhalten. Nachstehend werden die Eigenschaften
von aus diesem Granulat extrudierten Platten und daraus herausgeschnittenen Prüfkörpern mit
den Eigenschaften entsprechend hergestellter Prüfkörper verglichen, die aus einem Granulat erhalten
wurden, dessen Schmelze zuvor einem Unterdruck jedoch nicht ausgesetzt war.
IO | Prüfkörper aus evakuiertem Material |
Prüfkörper aus nicht evakuiertem Material |
Dichte, % Ε-Modul, kp/cm2 .. Zugfestigkeit, 15 kp/cm2 Biegefestigkeit, kp/cm2 Schlagzähigkeit, cm kp/cm2 |
99,4 58 000 725 1210 18,8 |
83,2 51000 510 870 13,1 |
Die erfindungsgemäß hergestellten Prüfkörper sind außerdem gegenüber den Vergleichsprüfkörpern erheblich
transluzenter und besitzen eine viel glattere und glänzende Oberfläche.
Claims (3)
1. Thermoplastische Kunststoffmassen aus einem hochmolekularen Polycarbonat, Glasfasern, sowie
gegebenenfalls weiteren üblichen Zusatzstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß ihre
Dichte wenigstens 98% der Theorie beträgt.
2. Verfahren zum Herstellen von glasfaserhaltigen, thermoplastischen Kunststoffmassen nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das glasfaserhaltige feste Polycarbonat bei erhöhten,
jedoch unterhalb des Schmelzpunktes des Polycarbonats liegenden Temperaturen preßt.
3. Verfahren zum Herstellen von glasfaserhaltigen, thermoplastischen Kunststoffmassen nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Glasfasermaterial in die Polycarbonatschmelze
einträgt und diese vor dem Abkühlen einem Unterdruck zwischen 0,01 und 200 Torr aussetzt.
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