DE1542099C - Verfahren zum Pelletieren von Zinkoxydpulvern ohne Zugabe von Bindemitteln - Google Patents
Verfahren zum Pelletieren von Zinkoxydpulvern ohne Zugabe von BindemittelnInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Pelletieren von Zinkoxidpulvern zu Pellets gewünschter
Korngröße, gegebenenfalls mit Vorverdichtung des Ausgangspulvers.
Das Fördern, Bunkern, der Versand in loser sowie verpackter Form und das Dosieren von pulverförmigen
Zinkoxid bedingen Schwierigkeiten und Nachteile, die in bekannter Weise durch Granulierung oder
Pelletierung behoben werden. Hierfür sind eine Reihe von Verfahren bekannt.
Es wird zum Beispiel durch Zugabe einer Flüssigkeit als Bindemittel zum Pulver einer Paste gebildet
und diese zu Granalien verformt, die anschließend gehärtet-werden können. Oder es wird auf einem sich
drehenden Teller oder in einer Trommel das Feingut bzw. Pulver mit oder ohne Zugabe von Bindemitteln
zu Pellets rolliert.
Es ist auch bekannt, das Pulver vor dem Rolliervorgang einer Vorverdichtung zu unterwerfen
(deutsche Auslegeschrift 1 051 815).
Es wurde nun gefunden, daß man beim Pelletieren von Zinkoxidpulvern ohne Zugabe von Bindemitteln,
auch einschließlich bei vorhergehender Vorverdichtung, die Ausbeute an Pellets gewünschter Korngröße
in der Zeiteinheit um das 4- bis 6fache erhöhen kann, wenn man eine kurze Keimpelletierung im Wirbelbzw.
Fließbette mit einer Fertigpelletierung auf einem Drehteller oder in einer Drehtrommel kombiniert.
Besonders vorteilhaft ist es, vor der Aufgabe auf den Drehteller oder in die Drehtrommel ein Sieb
zwischenzuschalten.
Die erhaltenen rieselfähigen und nichtstaubenden Zinkoxidpellets haben eine ausreichende Festigkeit
für Bunkerung, Förderung und Dosierung. Sie lassen sich bei Bedarf leicht wieder zerdrücken, bzw. in
andere Materialien, z. B. durch Verwalzen feinverteilt einarbeiten. Das Schema erläutert das Verfahren.
Das gegebenenfalls vorverdichtete Zinkoxidpulver wird über einen Vorratsbehälter 1 mit regelbarem
Austrag 2 dem Wirbel- bzw. Fließbett 3 kontinuierlieh oder diskontinuierlich aufgegeben. Über einen
Austrag wird das vorpelletierte Gut über ein Schwingsieb 4 gewünschter Maschengröße kontinuierlich
oder diskontinuierlich zur Fertigpelletierung einem Drehteller 5 oder einer Drehtrommel zugeführt.
Ein Zinkoxidpulver mit einem H2O-Gehalt von
weniger als 0,2 %, d. h. praktisch wasserfrei,. und einer Teilchengröße von 90% unter 3 μ und 10% 50'
von 3 bis 10 μ wird in einem Fließbett in Form eines senkrecht stehenden Rohres von 2 m Höhe und einem
Durchmesser von 400 mm vorbehandelt, d. h. vor- bzw. kleinpelletiert. Der Durchsatz beträgt 250 kg/h,
die Geschwindigkeit des nach oben sich bewegenden Luftstromes im Fließbett 0,5 bis 1,0 m/sec im leeren
Rohr.
Die Siebanalyse des vorpelletierten Pulvers hatte folgendes Ergebnis: 90% des Materials hatten eine
Korngröße zwischen 3 μ und 3 mm, 10 % waren Überkorn, das nach Aufmahlung wieder in den Verfahrensgang
zurückgeht.
Beim Vorpelletieren im Fließbett werden etwa 10 % des Pulvers mit dem Luftstrom ausgetragen, die
jedoch anschließend in Sack- oder ähnlichen Filtern wiedergewonnen werden. Die 90% des vorpelletierten
Materials werden anschließend einem Drehteller zur Fertigpelletierung auf 3 mm Korngröße aufgegeben.
Vom Teller fällt kein Feinkorn an.
Die Leistung des Dreh tellers (0 = 1 m) beträgt etwa 500 bis 600 kg 3 mm Pellets/h gegenüber 100
bis 120 kg 3 mm Pellets/h ohne Vorbehandlung im Fließbett bei sonst gleichen Bedingungen.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Gutes betrug vor, während und nach den Behandlungsstufen
<C 0,2 % H2O, die praktisch aus der Luftfeuchtigkeit stammen.
Die Härte der vom Drehteller gewonnenen Granalien ist ausreichend, um dem Transport, der Bunkerung
und der Dosierung standzuhalten, jedoch gering genug, um beim Verarbeiten selbst leicht wieder zu
zerfallen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Pelletieren von Zinkoxidpulvern zu Pellets gewünschter Korngröße ohne
Zugabe von Bindemitteln, gegebenenfalls mit vorhergehender Vorverdichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine kurze Keimpelletierung im Wirbel- bzw. Fließbett mit einer Fertigpelletierung, z. B. auf einem Drehteller oder
in einer Drehtrommel, kombiniert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach der Keimpelletierung
im Wirbel- bzw. Fließbett vor der Aufgabe, z. B. auf einen Drehteller oder eine Drehtrommel, ein
Sieb bestimmter Maschenweite zwecks Erzielung einer gewünschten Pelletsgröße zwischenschaltet.
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