DE1521505C - Verfahren zur Herstellung von Schichten aus der intermetallischen supraleitenden Verbindung Niob-Zinn (Nb tief 3 Sn) - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schichten aus der intermetallischen supraleitenden Verbindung Niob-Zinn (Nb tief 3 Sn)Info
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- Teil durch Disproportionierung des NbCl4 zu gasförlung
von Schichten aus der intermetallischen supra- migem NbCl5 und festem NbCl3 entsprechend der
leitenden Verbindung Mob—Zinn (Nb3Sn) auf einem folgenden Formel entsteht:
Träger. Bei einem bekannten Verfahren, das insbe- 2NbCT=^=NbCl +NbCl
sondere zur Beschichtung von draht- bzw. band- 5 4 5 3
förmigen Trägern mit Niob—Zinn gedacht ist, wer- Durch die Pufferwirkung des durch Beimengen von
den zunächst durch Überleiten von Chlorgas über Chlorgas zum NbCl4 erzeugten NbCl5 wird diese Diserhitztes Niob gasförmiges Niobtetrachlorid (NbCl4) proportionierung des NbCl4 völlig unterdrückt. Eine
und getrennt davon durch Überleiten von Chlorgas weitere Möglichkeit zur Bildung von NbCl3-Niederüber
erhitztes Zinn gasförmiges Zinnchlorid erzeugt io schlagen an der Wand des Reaktionsgefäßes ist noch
Anschließend werden die Chloride gemischt und in durch die folgende Reaktion gegeben:
einem Reaktionsgefäß an dem erhitzten Träger unter · χτκ/~«ι ι ι« _^_ tmk/-i _i_ π/-ί
Beimengung von Chlorwasserstoffgas mittels Wasser- * ^ J . a
stoff reduziert (Artikel von J. J.Hanak,K.Strater, Auch diese Reaktion, die schon durch die Chlor-G.
W. CuIlen in »RCA Review«, September 1964, 15 Wasserstoffbeigabe gepuffert ist, wird beim erfin-S.
342 bis 365). Zur kontinuierlichen Beschichtung dungsgemäßen Verfahren weitestgehend unterdrückt,
eines draht- oder bandförmigen Trägers wird bei da das entstehende NbCl3 gemäß der Formel
diesem bekannten Verfahren der Träger von einer mkt-i _l mw-i — ο νγκ<-ϊ
η „ , „. j ., j . *-»«>
·_ r± j»· ι_ ΓΝ OCIo "t~ IN DC1»-^-Z IN DCl4
Rolle abgerollt, durch das in einem Ofen befindliche 3 ö 4
Reaktionsgefäß gezogen und nach der Beschichtung ao durch das NbCl5 wieder in gasförmiges NbCl4 umge-
wieder auf eine Rolle aufgerollt. Während der Ofen wandelt wird.
dabei zur Erwärmung der Wand des Reaktions- Da störende Niederschläge an der Wand des Reak-
gefäßes dient, wird der zu beschichtende Träger tionsgefäßes nicht auftreten, können mit dem erfin-
durch Stromzufuhr direkt beheizt. dungsgemäßen Verfahren insbesondere Drähte und
Eine große Schwierigkeit bei der Durchführung a5 Bänder kontinuierlich und über sehr lange Zeit hin
dieses Verfahrens besteht darin, daß nicht nur auf mit Nb3Sn beschichtet werden. Femer ist bei diesem
dem erhitzten Träger Nb8Sn abgeschieden wird, son- Verfahren stets ein konstantes Verhältnis zwischen
dem daß auch an den Wänden des Reaktionsgefäßes Niobchloriden und Zinnchlorid in dem zu reduzie-
Niederschläge auftreten. Diese Niederschläge können renden Gasgemisch gewährleistet und somit eine
leicht die Apparatur, insbesondere die Gaszuführun- 30 reproduzierbare stöchiometrischeNbjSn-Abscheidung
gen, verstopfen. Dies hat zur Folge, daß das Ver- über sehr lange Zeit ermöglicht,
fahren nur über verhältnismäßig kurze Zeit einwand- Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, die
frei läuft und somit nur kurze Draht- oder Band- dem NbCl4 beigemischte Chlorgasmenge so zu wäh-
stücke mit Niob—Zinn beschichtet werden können. len, daß sie etwa 10 bis 20% der über das erhitzte
Die störenden Niederschläge bestehen teilweise aus 35 Niob geleiteten Chlorgasmenge beträgt. Bei dieser
Nb3Sn und zum überwiegenden Teil aus Niob- Bemessung der beigemischten Chlorgasmenge wird
trichlorid (NbCl3). Zur Verminderung dieser Nieder- einerseits genügend NbCl5 erzeugt, andererseits ist
schlage werden beim bekannten Verfahren die Tem- dabei gesichert, daß das beigemischte Chlor völlig
peraturen des Trägers und der Wand des Reaktions- umgesetzt wird und kein freies Chlor in das Reak-
gefäßes geeignet gewählt sowie Chlorwasserstoffgas 40 tionsgefäß gelangt.
dem Gasgemisch zugesetzt. Der Träger wird dabei Das Chlorwasserstoffgas wird beim erfindungs-
auf etwa 1000° C erhitzt, während die Wand des gemäßen Verfahren vorzugsweise zusammen mit dem
umgebenden Reaktionsgefäßes auf etwa 700° C Wasserstoff in das Reaktionsgefäß eingeleitet. Es
erwärmt wird. Wie Versuche gezeigt haben, werden dient insbesondere zur Vermeidung von Nb3Sn-
durch diese Maßnahmen die Nb3Sn-Niederschläge 45 Abscheidungen an den Gefäßwänden,
an der Wand des Reaktionsgefäßes zwar weitgehend An Hand einer Figur und eines Ausführungsbei-
verhindert, jedoch werden die der Menge nach über- spieles soll das Verfahren gemäß der Erfindung noch
wiegenden NbCl3-Niederschläge nur verhältnismäßig näher erläutert werden.
unvollkommen vermieden. Die verbleibenden Nieder- Die Figur zeigt in Draufsicht schematisch ein Ausschläge
wirken sich insbesondere bei der Durchfüh- 50 führungsbeispiel einer Einrichtung zur Durchführung .
rung des Verfahrens über mehrere Tage zur Be- des erfindungsgemäßen Verfahrens,
schichtung von sehr großen Längen von Drähten Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einem
oder Bändern mit Niob»—Zinn noch sehr störend aus. als Reaktionsgefäß dienenden Quarzrohr 1 und einem
Es besteht daher die Aufgabe, das Verfahren zur zweiten Quarzrohr 2, das mittels einer Quarzwand 3
Herstellung von NbsSn-Schichten so zu verbessern, 55 unterteilt ist. Der eine Teil 4 des Rohres 2, in dem
daß die NbCl3-Niederschläge vermieden werden. sich während des Betriebs der Einrichtung der Niob-
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch ge- vorrat S befindet, dient als Niobchlorinator. Der
löst, daß das durch Überleiten von Chlorgas über andere Teil 6 des Rohres 2, in dem sich beim Betrieb
erhitztes Niob erzeugte gasförmige Niobtetrachlorid der Einrichtung der Zinnvorrat 7 befindet, dient als
(NbCI4) vor dem Vermischen mit dem Zinnchlorid 60 Zinnchlorinator. An den beiden Enden ist das Rohr 2
durch Beimengung von Chlorgas wenigstens teilweise mit Rohrstutzen 8 und 9 zur Einleitung des Chlorin
Niobpentachlorid (NbCl5) übergeführt wird. gases versehen. Hinter dem Niobvorrat 5 ist am
Durch die Beimengung von Chlorgas zum NbCl4 Teil 4 des Rohres 2 ein weiterer Rohrstutzen 10 zur
vor dem. Vermischen mit dem Zinnchlorid und die Einleitung von Chlorgas angebracht. Durch die
teilweise Umsetzung von NbCl4 zu NbCl5 werden die 65 Quarzwand 3 wird ein Einströmen von Gas aus dem
störenden NbCl3-Niederschläge überraschenderweise Teil 4 des Rohres 2 in den Teil 6 und umgekehrt verpraktisch
vollständig vermieden. Dies kann etwa hindert,
dadurch erklärt werden, daß das NbCl8 zum größten Das Reaktionsrohr 1 ist an beiden Enden mit
dadurch erklärt werden, daß das NbCl8 zum größten Das Reaktionsrohr 1 ist an beiden Enden mit
Graphitkörpern 11 und 12 verschlossen, die jeweils
mit einer möglichst engen öffnung zur Durchführung des draht- oder bandförmigen Trägers 13 versehen
sind. Der Träger 13 wird von der Rolle 14 abgewickelt und nach der Beschichtung mit Nb3Sn auf die
motorisch angetriebene Rolle 15 aufgewickelt. Der Träger 13 steht mit den Graphitkörpern 11 und 12
in leitender Verbindung. Diese sind über die Zuleitungen 16 und 17 an eine elektrische Stromquelle
angeschlossen. Zur Einleitung des Wasserstoffs in das Reaktionsgefäß 1 dient der Rohrstutzen 18. Durch
das Quarzrohr 19 ist das Reaktionsgefäß 1 mit dem
Quarzrohr 2 verbunden. Die bei der Reaktion entstehenden Abgase werden durch den Rohrstutzen 20
aus dem Reaktionsgefäß abgeführt. Die Quarzrohre 1, 2 und 19 sind von geeignet geformten, beispielsweise
aufklappbaren Rohröfen 21 umgeben, durch welche die einzelnen Teile der Einrichtung
erhitzt werden können.
Im folgenden Ausführungsbeispiel wird die Beschichtung eines Metallbandes mit Niob—Zinn mit
Hilfe der in der Figur dargestellten Einrichtung näher
beschrieben.
Zunächst werden die Ausgangsmaterialien Niob und Zinn in den Niobchlorinator 4 bzw. den Zinnchlorinator
6 eingebracht. Ferner wird das Metallband 13, das beispielsweise aus einer etwa 62%
Nickel enthaltenden Molybdän-Nickel-Legierung besteht, in geeigneter Weise in das Quarzrohr 1 eingesetzt
und mit konstanter Geschwindigkeit durch das Rohr durchgezogen. Über die Zuleitungen 16 und 17
wird durch das Band 13 elektrischer Strom geleitet, der so bemessen ist, daß das Band auf eine Temperatur
von etwa 950 bis 1000° C erhitzt wird. Mit Hilfe der Rohröfen 21 wird die Wand des Reaktionsgefäßes 1 auf etwa 730° C, der Niobchlorinator 4 auf
etwa 900° C, der Zinnchlorinator 6 auf etwa 800° C
und das Verbindungsrohr 19 zur Vermeidung einer Kondensation der Chloride auf etwa 650° C erhitzt.
Nach Verdrängung der Luft aus der Einrichtung, beispielsweise durch Einleiten von Inertgas, wird durch
den Rohrstutzen 8 Chlorgas in den Niobchlorinator 4 und durch den Rohrstutzen 9 Chlorgas in den Zinnchlorinator
6 eingeleitet. Beim Überleiten des Chlorgases über das erhitzte Niob 5 wird gasförmiges
NbCl4, beim Überleiten des Chlorgases über das geschmolzene
Zinn 7 gasförmiges SnCl2 gebildet. Hinter dem Niobvorrat 5 wird ferner durch den Rohrstutzen
10 Chlorgas in den Niobchlorinator 4 eingeleitet, das zur teilweisen Umwandlung des NbCl4 in NbCl5 dient.
Die Chloride des Niobs und des Zinns strömen durch das Rohr 19 in das Reaktionsgefäß ein. Gleichzeitig
wird dem Reaktionsgefäß 1 durch den Rohrstutzen 18 Wasserstoff zugeführt, dem Chlorwasserstoff beigemengt
ist. Durch den Wasserstoff werden die Chloride von Niob und Zinn am heißen Band 13
reduziert und dieses mit einer Nb3Sn-Schicht beschichtet.
Das beschichtete Band wird aus dem Reaktionsrohr 1 herausgeführt und auf die Rolle 15 aufgewickelt.
Die Abgase werden durch den Rohrstutzen 20 abgeführt.
Die pro Zeiteinheit benötigten Gasmcngcn hängen von den Bedingungen der Chloricrungs- und Reduktionsreaktionen,
d. h. von den Temperaturen in den einzelnen Teilen der Einrichtung, und von den Abmessungen
der Einrichtung ab und sind ferner mit der Durchlaufgeschwindigkeit des Trägers und der
gewünschten Dicke der auf dem Träger zu erzeugenden Niob-Zinn-Schicht abzustimmen. Beim vorliegenden
Beispiel waren der Niobchlorinator 4 und der
ίο Zinnchlorinator 6 je etwa 40 cm und das Verbindungsrohr
19 etwa 20 cm lang. Die Länge des Reaktionsraumes im Rohr 1 betrug etwa 30 cm. Die
Rohre 1, 2 und 19 hatten ferner jeweils den gleichen Durchmesser von etwa 4 cm. Der Chlorgasdurchsatz
durch den Niobchlorinator 4 betrug etwa 4 l/h, der Chlorgasdurchsatz durch den Zinnchlorinator 6 etwa
8 l/h. Die pro Zeiteinheit durch den Rohrstutzen 10 eingeleitete Chlorgasmenge betrug etwa 0,5 l/h, also
etwa 12,5% der in den Rohrstutzen 8 eingeleiteten Chlorgasmenge. Zur Reduzierung der Chloride wurden
etwa 10 l/h Wasserstoff verbraucht. Dem Wasserstoff waren etwa 2 l/h Chlorwasserstoff gas beigemischt.
Das Band 13 wurde mit der Geschwindigkeit von etwa 3 mm/Sek. durch das Rohr 1 gezogen und dabei mit
einem etwa 8 μπι dicken Niob-Zinn-Uberzug beschichtet.
Auch bei mehrtägigem Betrieb traten keine störenden Abscheidungen an den Wänden des Reaktionsgefäßes
auf.
Das Verfahren eignet sich neben der kontinuierliehen Beschichtung von Drähten und Bändern, die insbesondere für Supraleitungsspulen verwendet werden können, auch zur Beschichtung von fest im Reaktionsgefäß angebrachten Bauteilen.
Das Verfahren eignet sich neben der kontinuierliehen Beschichtung von Drähten und Bändern, die insbesondere für Supraleitungsspulen verwendet werden können, auch zur Beschichtung von fest im Reaktionsgefäß angebrachten Bauteilen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Schichten aus der intermetallischen supraleitenden Verbindung
Niob—Zinn (Nb3Sn) auf einem Träger, wobei
durch Überleiten von Chlorgas über erhitztes Niob gasförmiges Niobtetrachlorid und getrennt
davon durch Überleiten von Chlorgas über erhitztes Zinn Zinnchlorid erzeugt, anschließend
die Chloride gemischt und in einem Reaktionsgefäß an dem erhitzten Träger unter Beimengung
von Chlorwasserstoffgas mittels Wasserstoff reduziert werden, dadurch gekennzeichnet,
daß das Niobtetrachlorid vor dem Vermischen mit dem Zinnchlorid durch Beimengung von
Chlorgas wenigstens teilweise in Niobpentachlorid übergeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Niobtetrachlorid beigemengte Chlorgasmenge etwa 10 bis 20% der über das erhitzte Niob geleiteten Chlorgasmenge beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Chlorwasserstoffgas zusammen
mit dem Wasserstoff in das Reaktionsgefäß eingeleitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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