DE1519297B2 - Verfahren zur herstellung eines bindemittels - Google Patents
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Description
Die beiden Bestandteile der erfindungsgemäßen
Bindemittel werden folgendermaßen gemischt und umgesetzt: Man läßt eine wäßrige 10- bis 25gewichtsprozentige
Polymerisatlösung allmählich zu einer 25- bis 40gewichtsprozentigen Lösung von technisch
reinem Alkalisilicat zulaufen, das unter Rückfluß kocht. Das Acrylmischpolymer fällt dabei zunächst in Form
kleiner Klümpchen aus, die sich allmählich zu einer klaren gelblichen Lösung auflösen.. Die Umsetzung
soll unter Ammoniakentwicklung vor sich gehen, um die bestmögliche Verträglichkeit von Silicat und Acrylmischpolymeren
zu erzielen.
■ Die erfindungsgemäß . erhaltenen Umsetzungsprodukte werden unmittelbar z. B. als Klebstoffe oder als
Bindemittel für Überzugsmassen, z.B. für Anstrichfarben und Firnisse verwendet. · ν :
Werden die polyacryl-silicathaltigen Bindemittel· in Anstrichmitteln verwendet, so setzt man ihnen Füllstoffe,
Pigmente und weitere gebräuchliche Zusätze zu. Diese Zusätze, vor allem die Füllstoffe, müssen dem
Bindemittel gegenüber inert sein. Sie dürfen nicht, wie bei den bekannten Produkten,! mit, dem Alkalisilicat
zu einem wasserunlöslichen,. Silicat reagieren. Als inerte Füllstoffe werden untecanderem verwendet:
Schwermetalloxide wie Titandioxid, amorphe Kiesel säure, Kaolin, Talk, Tphe,*'Diatomeenerde, , Das
Gewichtsverhältnis von Füllstoffen zu Bindemitteln kann innerhalb weiter Grenzen schwanken ; und
beträgt im allgemeinen 5 bis 80 Gewichtsteile Füllstoffe auf 100 Gewichtsteile Bindemittel.
: Die Füllstoffe werden dem· Bindemittel in üblicher Weise zügemischt. So werden -z. B. die Füllstoffe einzeln oder gemeinsam mit einem Turborührer in der wäßrigen Lösung des Bindemittels dispergiert und die erhaltene Mischung in einer Kolloidmühle zerkleinert. Man erhält so eine gebrauchsfertige Anstrichfarbe oder Überzugsmasse, die beliebig lange ohne Verdickung gelagert werden kann.
: Die Füllstoffe werden dem· Bindemittel in üblicher Weise zügemischt. So werden -z. B. die Füllstoffe einzeln oder gemeinsam mit einem Turborührer in der wäßrigen Lösung des Bindemittels dispergiert und die erhaltene Mischung in einer Kolloidmühle zerkleinert. Man erhält so eine gebrauchsfertige Anstrichfarbe oder Überzugsmasse, die beliebig lange ohne Verdickung gelagert werden kann.
Die im Bindemittel enthaltenen erfindungsgemäßen Acrylmischpolymere erhöhen die Benetzbarkeit der
Füllstoffe und Pigmente sowie deren Suspensionsvermögen in Wasser. Außerdem verleihen sie den
Anstrichmitteln sehr gute thixbtrope Eigenschaften,
die das Absitzen der Feststoffe verhindern; Die i Anstriche weisen nach dem Trocknen ein homogenes
Aussehen ohne Rißbildung auf. Darüber hinaus werden die Anstriche und Überzugsmassen durch das neue
Bindemittel stark wasserabstoßend. Die Feuchtigkeitsaufnahme eines auf einen Träger aufgebrachten
Überzugs ist praktisch vernachlässigbar.
Die erfindungsgemäßen polyacryl-silicathaltigen Bindemitte! können außer mit Füllstoffen, Pigmenten
und Farbstoffen noch mit weiteren Zusätzen, ζ. Β. feuerfesten und pesticiden Mitteln wie Fungiciden
versetzt werden. Man erhält so Anstrichfarben und Firnisse, die den damit bestrichenen Materialien gute
Feuerfestigkeit und Widerstand gegen Pilzbefall verleihen.
Die erfindungsgemäße Bindemittel enthaltenden Massen werden auf übliche Weise, z. B. durch Überziehen, Bürsten, Auftragen mit dem Pinsel oder mit
dem Messer oder durch Eintauchen auf beispielsweise Holz, Stein, Zement, Beton, metallische Oberflächen
u.a. aufgebracht.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie jedoch zu beschränken. Beispiel 1 beschreibt
die Herstellung des Bindemittels aus Alkalisilicat und Acrylsäure-Acrylnitril-Mischpolymeren. Die Beispiele
2 bis 4 erläutern die Herstellung von Überzugsmassen mit dem Bindemittel und bringen Anwendungsbeispiele ohne einschränkende Wirkung. Wenn nicht
anders angegeben, sind alle genannten Teile Gewichtsteile.
Eine Mischung aus 80 Teilen Acrylsäure und 100 Teilen Acrylnitril in 300 Teilen Wasser wurde in
ίο bekannter Weise durch 2stündiges Erhitzen auf 78"C
in Gegenwart von 2 Teilen Ammoniumpersulfat anpolymerisiert.
Die erhaltene Paste ließ man in der Hitze auspolymerisieren, bis. sie kein Monomeres mehr
enthielt. Dann wurde so viel Natronlauge, zugegeben,
|5 wie notwendig war, um die Hälfte der eingesetzten
Acrylsäure zu neutralisieren. Die Mischung wurde 1 Stunde lang auf 100 bis HO0C erhitzt, abgekühlt
und weitere Natronlauge bis zu einem pH-Wert von 7 zugegeben. Das erhaltene Produkt wurde bis zu
einem Feststoff gehalt von 20 % konzentriert, wobei man eine gelbliche Flüssigkeit erhielt, die bei Temperaturen
unter 1O0C halbfest wurde. Das Produkt löste sich in
Wasser bei pHrWert .7 und .fiel bei pH-Werten unter
5 aus. ; ■ ■
=45 100 Teile einer 33%igen wäßrigen Lösung von
Kaliumsilicat mit dem Molverhältnis 3,13 wurden unter Rückfluß gekocht und mit 20 Teilen der eben
beschriebenen Lösung des Mischpolymers; mit 10°/0
Feststoffgehält versetzt. Dabei fiel das Mischpolymerisat
zunächst in Form kleiner Klümpchen aus, die sich bei weiterem Kochen zu einer klaren gelblichen
Lösung auflösten. Die Lösung enthielt das gewünschte
Umsetzurigsprqdukt aus Polyacrylmischpolymer und
Silicat. Das bei der Umsetzung gebildete Ammoniak
wurde in einer Falle aufgefangen. : ..
Beispiel- 2- . Sv.
V ■'
einer Farbe für Außenanstrich beschrieben, die das
Bindemittel nach Beispiel! enthält. : i
In einem dafür vorgesehenen Bottich wurden mit einem Turborührer 15 Teile Kaolin in 60 Teilen
Bindemittel gepiaß. Beispiel 1 30'Minuten lang disper
giert. Darauf wurden 10. Teile, amorphe Kieselerde
zugesetzt und weitere 10 Minuten lang dispergiert. Schließlich wurden 15 Teile TiO4 (Rutil) zugegeben
und weitere 30 Minuten dispergiert. Darauf wurde die erhaltene Mischung in einer Kolloidmühle gemahlen.
Die so erhaltene weiße Anstrichfarbe zeichnete sich durch ausgezeichnete Deckfähigkeit, eine gute Plastizität und eine bemerkenswerte Wasserfestigkeit aus.
In der folgenden Versuchsreihe wurde die Wässerfestigkeit des erfindungsgemäß herstellbaren Binde-
mittels mit der Wasserfestigkeit herkömmlicher Anstriche verglichen.
Es wurden jeweils acht Ziegel mit einem der nachstehend aufgeführten Anstrichmittel zweimal im
Abstand von 24 Stunden gestrichen.
(1) Üblicher Silicatanstrich, d. h. Zweitopfanstrich, wobei der eine Topf Alkalisilicat und der andere
die reaktionsfähigen Füllstoffe u. a. Zinkoxid und Calciumcarbonat enthält.
(2) Grundanstrich mit handelsüblichem polyvinylacetathaltigem Material, darauf eine Lage Silicatanstrich gemäß (1).
(3) Polyvinylacetathaltiger Anstrich.
(4) Silicatanstrich, der ein Natriumpolyacrylat gemäß
Beispiel 1 der französischen Patentschrift 1 347 791 enthält.
(5) Erfindungsgemäßer Anstrich, hergestellt wie oben beschrieben.
Die zweimal gestrichenen Ziegel wurden 48 Stunden lang getrocknet, daraufhin 1 Stunde lang vollständig
in Wasser eingetaucht, sorgfältig abgetrocknet und gewogen, um die Feuchtigkeitsaufnahme in Gewichtsprozent
zu bestimmen. Der in der folgenden Tabelle angegebene Wert ist der Mittelwert aus den jeweils
acht Messungen für ein Anstrichmittel.
Als Blindversuch wurden acht gleichartige, mit den vorangegangenen identische, ungestrichene Ziegel
ebenfalls 1 Stunde lang in Wasser eingetaucht, abgetrocknet und gewogen. Die erhaltenen Resultate sind
in der folgenden Tabelle unter (6) angegeben.
Anstrichmittel | Wasseraufnahme |
(Gewichtsprozent) | |
(D | 11 |
(2) | 3 |
■■■" (3)\ | 1,5 |
(4)· | 2,5 |
(5) | 1,0 |
(6) | 13 |
Aus der Tabelle ergibt sich eindeutig, daß die Anstrichmittel, die das erfindungsgemäße Bindemittel
aus Alkalisilicat und Acrylsäure-Acrylnitril-Mischpolymeren
enthalten, wesentlich besser wasserabstoßend wirken als die bereits bekannten silicathaltigen
Anstriche. Die Wasserfestigkeit der erfindungsgemäßen Produkte entspricht den ausdrücklich als wasserfest
entwickelten vinylhaltigen Anstrichen, deren Gestehungskosten jedoch sehr viel höher liegen als
die der silicathaltigen Produkte.
Es wurde ein feuerfester silicatischer Anstrich gemäß Beispiel 2 aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
60 Teile Bindemittel gemäß Beispiel 1,
12,5 Teile Kaolin,
12,5 Teile Kaolin,
7,5 Teile TiO2,
20 Teile Asbest, enthaltend
43,2% SiO2,
0,82% Fe2O3 und Al2O3,
38,6% CaO und MgO;
Korngrößenverteilung:
43,2% SiO2,
0,82% Fe2O3 und Al2O3,
38,6% CaO und MgO;
Korngrößenverteilung:
75% <25μ, davon
50% <12μ und
50% <12μ und
25% < 6 μ.
Es wurden Holzfaserplatten mit jeweils zwei Schichten, insgesamt mit 400 bis 500 g/m2, gestrichen,
gegebenenfalls unter Verdünnung des Anstrichmittels mit etwas Wasser, je nach der erwünschten Viskosität.
Der erhaltene Überzug wurde gemäß dem Versuch des französischen Ministeriums des Inneren, veröffentlicht
als Erlaß Nr. 57 — 1161 vom 17. 10. 1957 im französischen Staatsanzeiger vom 16. 1. 1958, als
»nicht brennbar« klassifiziert.
Zwei weitere, ebenfalls doppelschichtige Aufstriche
auf Fichtenholz bzw. Okoume-Sperrholz erwiesen sich gemäß der eben zitierten offiziellen Klassifikation als
»schwer entzündbar«.
Dieselben Ergebnisse wurden erzielt, wenn man den Asbest in der angegebenen Rezeptur durch Talk
ersetzte.
B e i s ρ i e 1 4
Es wurde ein schimmelfester Schutzfirnis für Holz gemäß Beispiel 1 aus folgenden Bestandteilen hergestellt
:
82 Teile Bindemittel gemäß Beispiel 1,
1 Teil alkalibeständiges, in Wasser dispergierbares
1 Teil alkalibeständiges, in Wasser dispergierbares
Pigment,
3 Teile Fungicid, und zwar eine Mischung aus
Natriumpentachlorbenzol und Natriumtetrachlorbenzol,
14 Teile Wasser.
14 Teile Wasser.
Das Holz wurde zweimal mit insgesamt 200 g/m2
gestrichen. Die erhaltene sehr glatte Firnisschicht war
vollständig wasserfest und wurde auch nach 3monatiger Lagerung in einer von Schimmel befallenen
Umgebung von diesem nicht angegriffen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels von 2,5 bis 3,4 aufweist, wobei M Kalium oder Nadurch
Umsetzung einer wäßrigen Alkalisilicat- Srtrium bedeutet, unter Rückfluß mit einer neutralilösung
mit einer Acrylsäureverbindung, dadurch
< sierten Lösung eines Acrylsäure-Acrylnitril-Mischgekennzeichnet,
daß man eine wäßrige polymers versetzt und das Reaktionsgemisch so lange Alkalisilicatlösung, die ein Molverhältnis SiO2: M2O erhitzt, bis der gebildete Niederschlag wieder in Lösung
von' 2,5 bis 3,4 aufweist, wobei M Kalium oder gegangen ist.
Natrium bedeutet, unter Rückfluß mit einer io Als Acrylmischpolymer kann jedes Produkt verneutralisierten
Lösung eines Acrylsäure-Acrylnitril- wendet werden, das durch Polymerisation von Acryl-Mischpolyrhers
versetzt und das Reaktionsgemisch ■:■■'- nitril;Tn Gegenwart von Acrylsäure erhalten wird,
so lange erhitzt, bis der gebildete Niederschlag Besonders geeignet sind Mischpolymere, die 10 bis
wieder in Lösung gegangen ist. 50 Gewichtsprozent Acrylsäure- und 90 bis 50 Ge-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 15 wichtsprozent Acrylnitrileinheiten enthalten. Übersteigt
zeichnet, daß man ein Mischpolymer mit einem der Anteil an Acrylsäure im Mischpolymer den
Molekulargewicht von 250 000 bis 800 000, ent- Anteil an Acrylnitril, so erhält man Polymerisate mit
haltend 10 bis 50 Gewichtsprozent Acrylsäure- einem für die vorgesehene Verwendung zu niedrigen
einheiten und 90 bis 50 Gewichtsprozent Acryl- Molekulargewicht. Macht der Gehalt an Acrylsäurenitrileinheiten,
zur Umsetzung bringt. 20 einheiten weniger als 10 Gewichtsprozent aus, bezogen
3. Verwendung des Produktes der Umsetzung auf das Gesamtgewicht des Mischpolymers, so nimmt
nach Anspruch 1 oder 2 in Form einer wäßrigen, zwar das Molekulargewicht des Mischpolymers und
klaren, in jedem Verhältnis mit Wasser mischbaren die damit verbundene Wasserfestigkeit des Binde-Lösung
als Bindemittel für Überzüge und Anstrich- mittels stark zu, aber bei der Verarbeitung treten
massen. 25 infolge der hohen Viskosität Schwierigkeiten auf.
Das Molekulargewicht des Mischpolymers nach der
: Erfindung liegt vorzugsweise zwischen 250000 und
800 000 und ist durch Variieren der Gewichtsverhältnisse
der Monomere innerhalb der angegebenen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren 3<>
Grenzen leicht zu erhalten. . .
zur Herstellung eines Bindemittels durch Umsetzung Die Polymerisation von Acrylsäure und Acrylnitril
zur Herstellung eines Bindemittels durch Umsetzung Die Polymerisation von Acrylsäure und Acrylnitril
einer wäßrigen Alkalisilicatlösung mit einer Acryl- wird nach üblichen Verfahren im wäßrigen Medium
säureverbindung, das für Anstrichfarben, Firnisse in Gegenwart radikalbildender Katalysatoren vorge-
und sonstige Überzugsmassen Verwendung findet. nommen. Man erhält eine wasserunlösliche Paste, die
Alkalisilicate werden gegebenenfalls im Gemisch mit 35 in der Hitze mit Alkalihydroxid bis zu einem pH-Wert
Füllmitteln, Pigmenten und/oder sonstigen gebrauch- von etwa 7 neutralisiert wird. Das erhaltene PoIylichen
Zusätzen seit langem auf dem Gebiete der merisat ist bei Raumtemperatur flüssig oder halbfest
Anstrichfarben und Firnisse verwendet. So hat man und enthält 5 bis 40 Gewichtsprozent, vorzugsweise
z. B. versucht, silicathaltige Anstrichmassen herzu- 10 bis 25 Gewichtsprozent Trockensubstanz des
stellen, die lediglich mit Wasser verdünnt werden 40 Mischpolymeren.
müssen, um gebrauchsfertig zu sein. Diese Zuberei- Wie bereits angegeben,, soll das Molverhältnis
tungen verdicken jedoch sehr schnell und sind außer- SiO4: M2O im Alkalisilicat den Wert 3,4 nicht überdem
nicht lagerbeständig. In der französischen Patent- steigen. Wird dieser Wert überschritten, so wird das
schrift 1 347 791 wird zur Vermeidung dieser Nachteile Acrylmischpolymer im allgemeinen unverträglich mit
die Verwendung von in Wasser dispergierbaren 45 dem Silicat. Vorzugsweise1 soll das Silicat ein Molver-Pulvern
oder Pasten beschrieben, die ein Alkalisilicat hältnis SiO2: M2O von 2,8 bis .3,2 besitzen. Das
mit mindestens 18% gebundenem Wasser sowie Gewichtsverhältnis von Acrylmischpolymer zu Alkalimindestens
ein Füllmittel, das mit dem Alkalisilicat silicat in dem erfindungsgemäßen Bindemittel schwankt
zu einem wasserunlöslichen Silicat reagiert, enthalten.. innerhalb weiter. Grenzen1.:Im allgemeinen kann dem
Gemäß einer Variante dieses Verfahrens enthalten 5° Silicat um so mehr Acrylmischpolymer zugesetzt
die Zubereitungen als Stabilisatoren für die Viskosität werden und das erhaltene Polyacryl-Silicat-Umset-
der Silicatlösungen ein Alkalipqlyacrylat und/oder zungsprodukt um so konzentrierter sein, d. h. einen
ein Polygalactomannit. Durch den Zusatz dieser umι so höheren Baümegräd haben, je niedriger das
Polymere erhält man filmartige Überzüge, die nicht j -Mplyerhältnis SiO2/MaO des Silicats oberhalb der
mehr so leicht abwaschbar sind. Die Wasserfestigkeit 55 angegebenen unteren Grenze von 2,5 ist. Bei einem
dieser Zubereitungen ist aber noch nicht ausreichend, Molverhältnis von 2,5 bis 3,0 lassen sich, bezogen auf
und es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, Alkali- die Trockenmasse, 30 bis 300 Gewichtsteile Mischpolyacrylate zu erhalten, die sowohl mit den Alkali- polymer mit 1000 Teilen Alkalisilicat mischen und
silicaten gut verträglich sind als auch der Zubereitung umsetzen, bei einem Molverhältnis von angenähert
für die Überzugsmasse eine hervorragende Wasser- 6o 3,4 beträgt das Verhältnis weniger als 30:1000. So
festigkeit verleihen. werden z. B. 1000 Gewichtsteile Kaliumsilicat mit
Die vorliegende Erfindung begegnet diesen Schwie- einem Molverhältnis SiO,: K1O von 3,1 mit 300Gerigkeiten und ermöglicht es, außerordentlich homogene wichtsteilen einer neutralisierten wäßrigen Lösung
polyacrylsilicathaltige Zubereitungen für Überzugs- eines Acrylnitril-Acrylsäure-Mischpolymers mit einem
massen mit guter Plastizität und ausgezeichneter 65 Molekulargewicht von etwa 500 000 und einem
Wasserfestigkeit herzustellen. Feststoff gehalt von 10% vermischt und umgesetzt, . c
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung aber nur mit 200 Gewichtsteilen derselben Polymerisat- c
eines Bindemittels durch Umsetzung einer wäßrigen lösung, wenn das Molverhältnis 3,3 beträgt. ' ' ί
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