DE1505475C - Elektromagnetische Bremse, insbesondere fur Kraftfahrzeuge - Google Patents
Elektromagnetische Bremse, insbesondere fur KraftfahrzeugeInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Fig. 1 einen Axialschnitt durch die Bremse,
Bremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei der ein Fig. 2 einen AxialschnUt im vergrößerten Maßmit
einer ersten Ringplatte und mit einer auf der zu stab durch den ringförmige» Elektromagneten,
bremsenden Welle befestigten Ankerscheibe zusam- Fig. 3 eine Stirnansicht der mit der Ankencliuibe
Hinwirkender ringförmiger Elektromagnet bei Erre- 5 zusammenwirkenden ersten Ringplatte und
gung die erste Ringplatte gegenüber einer zweiten Fig. 4 einen Schnitt lungs der Linie 4-4 in Fig. 3.
Ringplatte verdreht, wobei durch in Ausnehmungen Die in Fig. 1 dargestellte Bremse umfaßt einen
der Stirnseiten der Ringplatten angeordnete Wälz- sich drehenden abzubremsenden Teil C, einen ßc-
körper die eine Ringplatte gegenüber der anderen in hüusefcsten Teil D, Reibscheiben E, eine JJeUitigungs-
axialer Richtung verschoben wird und dadurch wenig- io einrichtung F und einen Elektromagnet//. Eine mil
stens eins an der Welle befestigte Reibscheibe in dem nicht dargestellten abzubremsenden Rad verbun-
Rcibungseingriff mit wenigstens einer gehäusefest dene Welle 21 trügt mittels einer Kcilnutvetbindung
angeordneten Reibscheibe gelangt. 21«, 22« und 23 mehrere Reibscheiben 22. Eine
Bei der bekannten Bremse, von der die Erfindung Ankerscheibe 24 ist ebenfalls mit einer Keilnutverausgehi
(französische Patentschrift 66 735), ist der 15 bindung 25 auf der Welle 21 angeordnet,
ringförmige Elektromagnet an der ersten Ringplatte Der gehäusefestc Teil D besteht aus einem zylinbef'estigt und wirkt mit der auf der zu bremsenden derförmigcn Abschnitt 32 der zwischen zwei Stirn-Welle befestigten Ankerscheibe zusammen, während platten 33 und 34 mittels Schrauben befestigt ist. Die die zweite Ringplatte auf der der ersten Ringplatte Stirnplatte 34 weist eine öffnung 35 für die Welle 21 abgekehrten Seite mit einem Reibbelag versehen ist. ao auf. Der Abschnitt 32 ist am innerer: Umfang mit Somit wird das aufzunehmende Bremsmoment zwi- mehreren Mitnehmern 28 versehen, an denen die sehen diesem Reibbelag und der Ankerscheibe auf- Reibscheiben 29 zwischen den Bremsscheiben 22 begeteilt. Um die dabei auftretende Abnutzung der festigt sind. Die Stirnplatte 33 weist eine mittlert Änkerscheibe bzw. der den Magnetfluß führenden Bohrung 37 auf, die durch einen in eine Ausnehmung Teile des Elektromagneten zu verringern, ist der 35 39 passenden Deckel 38 verschlossen ist.
Elektromagnet an der zur Anlage an die Ankerscheibe Die Ringplatte 33 weist an ihrer inneren Stirnseite gelangenden Seite mit einer besonders behandelten am Umfang verteilte Ausnehmungen 41 auf, die als Abschlußplatte versehen. Trotzdem ist der Wirkungs- Nockenbahnen G ausgebildet sind und in denen Kugrad dieser Bremse verhältnismäßig gering, da die geln oder Rollen 44 eingesetzt sind. Gegenüber die-Abschlußplatte und die Ankerscheibe keine hohen 30 ser Ringplatte ist eine weitere Ringplatte 42 angeord-Bremskräfte aufnehmen können. Außerdem ist mit net, die axial verschiebbar ist und mehrere Ausneheinem hohen Verschleiß zu rechnen. mungen 43 gegenüber den Ausnehmungen 41 der
ringförmige Elektromagnet an der ersten Ringplatte Der gehäusefestc Teil D besteht aus einem zylinbef'estigt und wirkt mit der auf der zu bremsenden derförmigcn Abschnitt 32 der zwischen zwei Stirn-Welle befestigten Ankerscheibe zusammen, während platten 33 und 34 mittels Schrauben befestigt ist. Die die zweite Ringplatte auf der der ersten Ringplatte Stirnplatte 34 weist eine öffnung 35 für die Welle 21 abgekehrten Seite mit einem Reibbelag versehen ist. ao auf. Der Abschnitt 32 ist am innerer: Umfang mit Somit wird das aufzunehmende Bremsmoment zwi- mehreren Mitnehmern 28 versehen, an denen die sehen diesem Reibbelag und der Ankerscheibe auf- Reibscheiben 29 zwischen den Bremsscheiben 22 begeteilt. Um die dabei auftretende Abnutzung der festigt sind. Die Stirnplatte 33 weist eine mittlert Änkerscheibe bzw. der den Magnetfluß führenden Bohrung 37 auf, die durch einen in eine Ausnehmung Teile des Elektromagneten zu verringern, ist der 35 39 passenden Deckel 38 verschlossen ist.
Elektromagnet an der zur Anlage an die Ankerscheibe Die Ringplatte 33 weist an ihrer inneren Stirnseite gelangenden Seite mit einer besonders behandelten am Umfang verteilte Ausnehmungen 41 auf, die als Abschlußplatte versehen. Trotzdem ist der Wirkungs- Nockenbahnen G ausgebildet sind und in denen Kugrad dieser Bremse verhältnismäßig gering, da die geln oder Rollen 44 eingesetzt sind. Gegenüber die-Abschlußplatte und die Ankerscheibe keine hohen 30 ser Ringplatte ist eine weitere Ringplatte 42 angeord-Bremskräfte aufnehmen können. Außerdem ist mit net, die axial verschiebbar ist und mehrere Ausneheinem hohen Verschleiß zu rechnen. mungen 43 gegenüber den Ausnehmungen 41 der
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe Ringplatte 33 aufweist. In der Lüftstellung der Brem-
zugrunde, die von einer solchen Bremse ausgeübten se sind die Mitten 45 und 46 der Ausnehmungen 41
Bremskräfte zu erhöhen und die Abnutzung zwischen 35 und 43 axial fluchtend mit der Mitte 47 der Kugeln 44.
dem Elektromagneten und der Ankerscheibe zu ver- Jede Ausnehmung ist mit Auflaufflächen versehen,
meiden. auf der sich die Kugeln 44 bogenförmig bewegen
Diese Aufgabe ist bei der elektromagnetischen können (Fig. 3 und 4).
Bremse der eingangs geschilderten Art erfindungsge- Die beiden Ringplatten 33 und 42 sind mittels
maß dadurch gelöst, daß die in axialer Richtung ver- 40 Federn 50 auf die Kugeln 44 gedrückt. Die Enden
schiebbare erste Ringplatte als mit der Ankerscheibe 50« und SOb jeder Feder sind an Vorsprüngen 51
als Gegendruckfläche zusammenwirkende Reibschei- eingehängt. Die Ausnehmungen 41 und 43 sind so
be ausgebildet ist, und der Elektromagnet gegenüber ausgebildet, daß die Tangenten an den Berührungs-
der ersten Ringplatte axial verschiebbar angeordnet ist. punkten dieser Flächen mit den Kugeln sich stets
Diese Bauweise vermittelt erhebliche Vorteile. Der 45 parallel verschieben. Die Ringplatte 42 ist mit einer
Elektromagnet ist unabhängig von der axialen Lage Reibscheibe 49 verbunden, die mit der Ankerscheibe
der ersten Ringplatte stets in leichter Berührung mit 24 zusammenwirkt. Zwischen der Ringplatte 42 und
der Ankerscheibe und ist daher kaum einem Ver- der Ankerscheibe 24 kann aber auch eine eigene
schleiß unterworfen. Wird der Elektromagnet erregt, Reibscheibe vorgesehen sein.
so verschiebt sich die erste Ringplatte infolge der An- 50 Der Elektromagnet 53 weist eine Wicklung 58 auf,
Ordnung der Wälzkörper in axialer Richtung und die zwischen zwei ringförmigen Polstücken 54 und 55
gelangt mit der an ihr befestigten Reibscheibe in aus Magneteisen, beispielsweise Weicheisen, angeord-Reibungseingriff
mit der Ankerscheibe. Im gleichen net ist. Jedes Polstück hat einen etwa L-förmigen
Maße wird der Elektromagnet von der Ankerscheibe Querschnitt, deren eine Schenkel sich überlappen, so
zurückgeschoben, so daß die leichte Berührung auf- 55 daß ein U-förmiger Querschnitt entsteht (F i g. 3). Die
rechterhalten bleibt. Dadurch, daß die Ringplatte als freiliegenden ringförmigen Stirnflächen 56 und 57 der
Reibscheibe ausgebildet ist, ist das von der Bremse Polstücke bilden die beiden Magnetpole. Die Wickaufzunehmende
Bremsmoment vergrößert. Ferner ist jung 58 ist über Anschlüsse 59, 61 und eine Leitung
mit der Anordnung des Elektromagneten die pilz- 63 mit einer Stromquelle verbunden. Die Anschlüsse
artige Gratbildung der Polstücke vermieden, die nach 60 59 und 61 sind bei 60 und 62 elektrisch isoliert. Das
längerem Betrieb bei den bekannten Bremsen durch innere Polstück 55 ist an der äußeren Umfangsfläche
die Schlagwirkung entsteht. 65 der Ringplatte 42 mittels einer Keilnutverbindung
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfin- 64 axial verschiebbar gelagert.
dungsgemäßen Bremse sind in den Unteransprüchen Um den magnetischen Widerstand des Elektro-
gekennzeichnet. 65 magneten 53 zu vergrößern und somit beim Entregen
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nach- der Wicklung 58 den Restmagnetismus schneller abstehend
an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es klingen zu lassen ist eine isolierende Zwischenscheibe
zeigt 75 zwischen den beiden Ringen 54 und 55 eingelegt.
Die Zwischenscheibe und die Ringe 54, SS sind durch
Niete 76 miteinander verbunden, Bligelförmigc Federn
78 sind in ihrer Mitte mittels Nieten 77 an dem Ring 54 befestigt, Die Endabschnitte 78 b und 78 c
der Federn drücken auf die Ringplatte 33, Die Federn 78 sind schnenformig am Umfang der Ringplatte 33
angeordnet und drücken den Elektromagneten gegen die Ankerscheibc 24.
Die Ringe 54 und 55 sind nicht einsatzgehärtet, da infolge des Rrstmagnetismus die Ringe an der Ankerschcibe
anhaften, Um jedoch die Gratbildung an den Kanten der Stirnflächen 56 und 57 zu vermeiden
werden nur die Oberflächen der Ringe bis zu einer gewissen Eindringtiefe vor deren Zusammenbau einsatzgehärtet
und anschließend an «Jen Stirnflächen 56 und 57 die gehärtete Schicht entfernt.
Beim Erregen der Wicklung 58 wird durch den Magnetfluß durch die Ringe 54 und 55, der sich über
die Ankerscheibe 24 schließt, der Elektromagnet und damit die Ringplatte 42 gegenüber der gehäusefesten
Ringplatte 33 gedreht, so daß sich über die Ausnehmungen in den beiden Ringplatten und die Kugeln 44
die Ringplatte 42 axial verschiebt und in Reibungseingriff mit der Ankerscheibe 24 gelangt. Das gesamte
Bremsmoment setzt sich somit zusammen aus der as magnetischen Anziehung zwischen der Ankerscheibe
und dem Elektromagneten, dem Reibungseingriff zwischen der Ringplatte 42 bzw. der Reibscheibe 49
mit der Ankerscheibe 24, und dem Reibungseingriff zwischen den Brems- bzw. Reibscheiben 22, 29.
Ein Handbremshebel 70 ist mit einem Ende 70 a am
Elektromagneten 53 befestigt, während sich sein anderes Ende 70 b durch eine öffnung im Abschnitt 32
erstreckt. Eine Bewegung des Hebels 70 bewirkt, daß sich der Elektromagnet und damit die Ringplatte 42
verdrehen, wodurch über die Kugeln 44 die Ringplatte 42 axial verschoben und damit gebremst wird.
Claims (6)
1. Elektromagnetische Bremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei der ein mit einer ersten Ringplatte
und mit einer auf der zu bremsenden Welle befestigten Ankerscheibe zusammenwirkende·)·
ringförmiger Elektromagnet bei Erregung die erste Ringplatle gegenüber einer zweiten Ringplaltc
verdreht, wobei durch in Ausnehmungen der Stirnseiten der Ringplatten angeordnete Wälzkörper die
eine Ringplatte gegenüber der anderen in axialer Richtung verschoben wird und dadurch wenigstens
eine an der Welle befestigte Reibscheibe in RdbungseingrifT mil wenigstens einer gchiuisefext an
geordneten Reibscheibe gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß die in axialer Richtung
verschiebbare erste Ringplatte (42) als mit der ••Ankerscheibc (24) als Cicgcndruckflächc zusammenwirkende
Reibscheibe ausgebildet ist, unii der Elektromagnet (53) gegenüber der ersien
Ringplatle (42) axial verschiebbar angeordnet 1.1
2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (53) am Außen
umfang der ersten Ringplattc (42) mittels einer Keilnut verbindung axial verschiebbar angeordnet
ist.
3. Bremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Welle und die
gehäusefest angeordneten Reibscheiben (22, 29) auf der der Gegendruckfläche abgekehrten Sei;;·
der Ankerscheibc (24) angeordnet sind.
4. Bremse nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet
mittels Federn (78) ir: Anlage an die Ankerscheibc (24) gedruckt ist.
5. Bremse nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung (58)
des Elekromagneten in dem Raum zwischen den mit ihren freien Enden auf die Ankerscheibe (24)
weisenden Schenkeln des U-förmigen, aus zwei im Querschnitt jeweils L-förmigen miteinander verbundenen
Ringen (54, 55) gebildeten Kerns angeordnet ist.
6. Bremse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den miteinander verbundenen
Schenkeln der L-förmigen Ringe (54, 55) eine isolierende Zwischenscheibe (75) eingelegt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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