DE1466370C - Verfahren zur selbsttätigen Abstimmung eines Resonanzkreises und Anordnungen zur Durchfuhrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur selbsttätigen Abstimmung eines Resonanzkreises und Anordnungen zur Durchfuhrung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur selbsttätigen Abstimmung von mindestens einem
Resonanzkreis bei Kurzwellensendern auf die Frequenz eines bei einem Frequenzwechsel am Eingang
eines Verstärkers eingespeisten HF-Signals innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes, bei der ein mit
dem Abstimmittel des Resonanzkreises gekuppelter Motor bei Übereinstimmung der Frequenz des Eingangssignals
mit der Resonanzkreisfrequenz abgeschaltet wird.
Es sind Sende- bzw. Empfangsgeräte bekannt, welche mit einer motorisch angetriebenen selbsttätigen
Abstimmvorrichtung ausgerüstet sind. Diese Vorrichtung bewegt, z. B. durch Drücken eines
Tastenschalters in Tätigkeit gesetzt, die Abstimmmittel des Gerätes so lange über dem Abstimmbereich,
bis sie von einem mit ausreichender Stärke einfallenden Signal angehalten wird. Auf dieses Signal hat
sich das Gerät/dann selbsttätig abgestimmt. Von Nachteil ist, daß die Abstimmvorrichtung bei einem
festgelegten Eingangspegel des Signals abschaltet und somit die Resonanzfrequenz der Abstimmkreise zumeist
nicht mit der Sende- bzw. Empfangsfrequenz übereinstimmt.
Es sind auch Anordnungen zur selbsttätigen Abstimmung
von Schwingkreisen in drahtlosen Sende- und Empfangseinrichtungen bekannt, bei denen ein
Wechselstrom-Drehfeldmotor mit zwei aufeinander senkrecht stehenden Feldern verwendet wird, bei dem
die Wicklung des einen Feldes dauernd durch eine konstante Wechselspannung gespeist wird, während
die Phase des zweiten Feldes durch geeignet geschaltete Eelektronenröhren geschaltet wird. Das Nachlaufwerk
wird bei dieser bekannten Anordnung durch ein Ferrariswerk gebildet. Es handelt sich bei dieser
Anordnung um eine Scharfabstimmung, bei der die ungefähre Stationseinstellung bereits erfolgt ist, so
daß nur mehr eine Korrekturnachstimmung durchgeführt werden muß. Das Nachlaufwerk selbst ist nur
für geringe Leistungen geeignet, und die Abstimmung erfolgt relativ langsam.
Besonders bei Kurzwellensendern, bei welchen entsprechend den Betriebsdiensten und den Ausbreitungsverhältnissen
mehrmals am Tage die Frequenz gewechselt werden muß, sind zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit
und Einsparung von Betriebspersonal automatische Abstimmeinrichtungen vorgesehen, die
den Senderverstärker auf die am HF-Eingang anstehende Frequenz abstimmen. Der gesamte Frequenzbereich
des Senders ,ist.in verschiedene Grobbereiche unterteilt. Zu einer "am HF-Eingang vorhandenen
Frequenz stellt in bekannter Weise ein Diskriminator den zugehörigen Grobbereich fest und läßt, die
Schwingkreiselemente über Grobantriebe entsprechend « einlaufen. Anschließend werden die Schwingkreise in
bekannter Art unter Verwendung einer Phasenbrücke auf Resonanz abgestimmt. Bei einem auf einen reellen
Außenwiderstand — ζ. Β. auf einen abgestimmten Resonanzkreis — arbeitenden Verstärker ist die
Anoden wechselspannung um 180° gegenüber der Gitterwechselspannung phasenverschoben. Eine
Phasenbrücke benötigt jedoch zwei um 90° in der Phase verschobene Kriterien, so daß statt der Anodenwechselspannung
ein gegenüber dieser Spannung um 90" phasenverschobener Strom verwendet werden muß. Bei nicht exakt abgestimmtem Resonanzkreis
tritt je nach Phasenlage eine den Motor links oder rechts drehende Dilferenzspaniiung auf. Bei abgestimmtem
Resonanzkreis ist diese Differenzspannung am Ausgang der Phasenbrücke Null, und der Motor
bleibt stehen. Bei Verwendung von Wechselstrommotoren können die verschiedenen Drehrichtungen
durch eine um + 90° oder — 90° gegenüber der Erregerspannung phasenverschobene Rotorspannung
erreicht werden, die je nach Polarität am Ausgang der Phasenbrücke durchgeschaltet wird. Für Gleichstrommotoren
wird je nach Fehlerspannung die Polaritat umgeschaltet. Dieses Abstimmverfahren ist jedoch
nur dann durchführbar, solange der im Resonanzkreis fließende Strom groß genug ist, um eine ausreichende
Vergleichsspannung für die Phasenbrücke zu liefern. Der Erfindung liegt vor allem die Aufgabe zugründe,
auch dann eine genaue Abstimmung eines oder mehrerer Resonanzkreise auf die Signalfrequenz
zu erreichen, wenn unmittelbar nach einem Frequenzwechsel keine bzw. keine ausreichend große Fehlerspannung auftritt, um eine Korrekturnachstimmung
nach Frequenzkriterien durchzuführen. Besonders bei schmalbandigen Resonanzkreisen ist nach einem
Frequenzwechsel die anstehende Spannung zu gering, um hieraus ein Kriterium für deren automatische Abstimmung
abzuleiten.
Gemäß der Erfindung, die sich auf ein Verfahren zur selbstätigen Abstimmung von mindestens einem
Resonanzkreis bei Kurzwellensendern der eingangs genannten Art bezieht, wird diese Aufgabe in der
Weise gelöst, daß vor Beginn des Abstimmvorganges durch den Motor das Abstimmittel in einer bestimmten
Drehrichtung bis zu einer definierten, dem einen Ende des zu erfassenden Frequenzbandes entsprechenden
Ausgangslage angetrieben wird (Rücklauf), daß anschließend eine näherungsweise Vorabstimmung
auf die neue Betriebsfrequenz dadurch vorgenommen wird, daß durch den Motor das Abstimmittel in entgegengesetzter
Richtung so weit angetrieben wird, . bis sich an den Anschlüssen des/der Resonanzkreise
ein festgelegter Spannungswert einstellt (Suchlauf), daß anschließend eine genaue Resonanzabstimmung
in an sich bekannter Weise nach den Frequenzkriterien
des/der Resonanzkreise mittels einer den Motor steuernden Differenzspannung vorgenommen
wird, die im Resonanzfall den Wert Null annimmt und daß dem Eingang einer elektronischen Zeitstufe
bei einem Frequenzwechsel ein Steuerimpuls zugeführt wird, der ein Steuersignal der Zeitdauer t erzeugt,
welches den Motor während dieser Zeit t in einer bestimmten Drehrichtung laufen läßt (Rücklauf)
und welches die Einrichtung für die näherungsweise Abstimmung (Suchlauf) sowie für die Resonanzabstimmung
nach Frequenzkriterien sperrt. Das Abstimmmittel läuft nach dem Rücklauf in die definierte Ausgangslage
von dieser aus in der der Rücklaufrichtung entgegengesetzten Drehrichtung an und muß daher
dann bereits beim ersten Durchlauf mit Sicherheit die Resonanzabstimmung, d. h. den Zustand, in welchem
Übereinstimmung von Resonanzkreisfrequenz und Signalfrequenz herrscht, erreichen. Nähert sich nun
der Induktivitäts- bzw. Kapazitätswert des Abstimmmittels dem für die Resonanz erforderlichen Wert,
so steigt die an dem/den Resonanzkreis(en) anliegende Spannung mit Bestimmtheit auf einen Betrag, der
eine genaue Resonanzabstimmung mit Hilfe von Frequenzkriterien gestattet. Bei einem vorher festgelegten
Spannungspegel wird der ohne Frequenzkriterien arbeitende Suchlauf beendet, und anschließend
treibt der Motor das Abstimmittel noch so lange
für Kurzwellen-Nachrichtensender bekannt, doch
unterliegt diese einer sich vom Gegenstand nach der Erfindung wesentlich unterscheidenden Folge von
Verfahrensschritten. Es wird bei diesem bekannten 5 Verfahren sowohl eine Großabstimmung als auch ein
Suchlauf vorgenommen. Außerdem ist die Feinabstimmung immer eingeschaltet, und es erfolgt nach
dem Rücklauf auch nicht unmittelbar folgend der Suchlauf.
Vorteilhaft ist die Zeit für den Rücklauf des Motors mindestens so lange gewählt, daß das mittels des
Motors angetriebene Abstimmittel aus jeder beliebigen Stellung in'seine definierte Ausgangslage gelangen
kann. Da die Zeit t konstant, der Rückstellweg für
an, bis die .Differenzspannung (Fehlerspannung) den Wert Null erreicht und damit genaue Resonanzabstimmung
herrscht. .Mit Hilfe der zeitlichen Aneinanderreihung der einzelnen .Verfahrensschritte
— Rücklauf in eine feste Ausgangsstellung, näherungsweiser Suchlauf und zuletzt Korrekturnachstimmung
des Abstimmittels — läßt sich auf einfache Weise ein äußerst sicheres Auffinden und Einstellen
des eingespeisten Hochfrequenzsignals nach einem Frequenzwechsel auch unter Verwendung schmalbandiger
Resonanzkreise erzielen.
Aus »Radio Mentor«, Heft 5, 1962, S. 344 und 345, ist ein VHF/UHF-Motortuner für Fernsehempfänger
mit Stationssuchlauf bekannt, bei dem die VHF-Ab-
stimmung während des Vorlaufs vorgenommen wird 15 das Abstimmittel jedoch unterschiedlich ist, wird in
und nach Erreichen der Endstellung und ergebnisloser die zwischen dem Abstimmittel und dem Motor vor-Sendersuche
der Rücklauf unter Ausschaltung des gesehene Antriebsachse zweckmäßig eine Rutsch-Sendersuchlaufs
erfolgt. Erst nach beendetem totalem kupplung eingesetzt.
Rücklauf über den gesamten UHF-Empfänger-Ab- Nach Beendigung des Rücklaufs wird dem Steuerstimmungsbereich
erfolgt eine weitere Suche in Vor- so verstärker vorteilhaft ein Steuersignal zugeführt,
laufrichtung. Beim Gegenstand nach der Erfindung welches die Einrichtung zur Abstimmung nach Frebesteht
der Vorteil darin, daß nur ein einziges Mal quenzkriterien sperrt und den Motor in der der Rückder
Vorlauf mit dem verbundenen Suchvorgang ein- laufrichtung entgegengesetzten Richtung laufen läßt,
geschaltet werden muß und sich somit das einzuge- so daß dieser in den Suchlauf übergeht. Bei Annähebende
Abstimmungsverlaufprogramm einfacher ge- 25 rung der Resonanzkreisfrequenz an die dem Senderstaltet.
Des weiteren besteht bei diesem bekannten verstärker eingespeiste Frequenz wird während des
Suchlaufes bei einer bestimmten Spannung am Ausgang des Verstärkers die Ansprechspannung eines
Grenzwertmelders erreicht und als Folge dessen der
gende Frequenzen im UHF-Fernsehbereich vorge- 30 Suchlauf gesperrt und die Einrichtung für die Absehen ist — keine Unterteilung in Grobabstimmung Stimmung nach Frequenzkriterien eingeschaltet. Diese
Korrekturnachstimmung kann in bekannter Weise vorgenommen werden, derart, daß die den Motor
steuernde Differenzspannung in einer Phasenbrücke
große Abweichung zwischen der tatsächlichen Sende- 35 erzeugt wird, welche vom Eingangssignal und einem
frequenz und derjenigen Frequenz, auf welche die dazu um 90° phasenverschobenen, am Verstärker
Resonanzkreise abgestimmt sind, d. h. die Resonanz- ausgangsseitig über einen Stromwandler entnommekreise
werden durch den Motor nicht bis zum Reso- nen Strom gespeist ist. Bei abgestimmtem Resonanznanzmaximum
angetrieben, sondern vorher bei Er- kreis ist die Differenzspannung am Ausgang der
reichen des Schwellwertes bereits abgeschaltet. Dies 40 Phasehbrücke Null, und der Motor bleibt stehen,
bedeutet aber, daß keine optimale Resonanzeinstel- Die Ansprechspannung des Grenzwertmelders wird
lung möglich ist.
Beim automatischen Tuner nach der USA.-Patentschrift 2 745 015 treibt der Motor die Abstimmkreise
zunächst bis in eine Endstellung an. Sodann wechselt der Motor seine Drehrichtung, und es wird ein Spannungswert
für die maximal einfallende Station festgestellt, der gespeichert wird. Anschließend wird der
Motor erneut in umgekehrter Drehrichtung bewegt und bei Erreichen des gespeicherten Spannungswertes
nach einem Spannungsvergleich abgeschaltet, so daß dann der maximal einfallende Sender eingestellt ist.
Es ist demnach hierbei stets ein Motorlauf mehr notwendig als beim Gegenstand nach der Erfindung.
Außerdem wird dieser bekannte automatische Tuner 55 C2, einem Variometer L als Abstimmittel und einem
nicht bei Kurzwellensendern eingesetzt, bei denen die Stromwandler F. Eine Phasenbrücke P ist an einem
Eingang mit dem Gitter der Röhre T und am zweiten Eingang mit dem Stromwandler F verbunden. Die
Stationssuchlauf — abgesehen davon, daß er nicht für eine von einem Kurzwellensender auszusendende
Frequenz, sondern für eine oder mehrere zu empfan-
und anschließende Feinabstimmung nach Frequenzkriterien. Wegen der Schwellwertabschaltung ensteht
eine vom Einzelfall abhängige, mehr oder weniger
vorteilhaft einstellbar gemacht, damit der Suchlauf nach den jeweiligen Erfordernissen abgeschaltet werden
kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand einer Figur, die den Prinzipstromlauf zur
Durchführung des Verfahrens der automatischen Abstimmung eines Resonanzkreises zeigt, näher erläutert:
Das Hochfrequenzsignal wird am Eingang E einem Sendervorverstärker S eingespeist, dessen Ausgang an
das Gitter einer Röhre T geführt ist. Im Anodenkreis dieser Röhre T befindet sich ein Resonanzkreis, bestehend
aus zwei einstellbaren KapazitätenCl und
Ausgänge der Phasenbrücke P sind an zwei Ein
Gesamtheit der abzustimmenden Kreise auf nur eine
einzige Frequenz abzustimmen ist, die womöglich abhängig von den Ausbreitungsbedingungen der elektromagnetischen Wellen verschiedener Frequenzen tages- 60 gänge 1 und 2 des Vorverstärkers Vl angeschaltet, zeitlich gewechselt wird. Demnach liegt dieser be- A~n den Eingang 3 des Vorverstärkers Vl ist eine kannten Anordnung eine andere Problemstellung zu- elektronische Zeitstufe K und an den Eingang 4 eine gründe, da dort aus einer größeren Anzahl von emp- Umkehrstufe N angeschlossen. Zwischen den Aus; fangenen Frequenzen eine bestimmte, nämlich die mit gangsklemmen des Vorverstärkers Vl und den Einmaximaler Stärke einfallende Frequenz zur Einstel- 65 gangsklemmen des MotorsM ist ein Endverstärker Vl lung ausgewählt wird. eingefügt. Der Hochfrequenzausgang A des Verstär-Aus »Siemenszeitschrift«, Juli 1964, S. 519 bis 530, kers ist über einen Gleichrichter D mit einem Grenzist zwar auch eine motorische Abstimmeinrichtung wertmelderC? und dieser mit einem von drei Ein-
einzige Frequenz abzustimmen ist, die womöglich abhängig von den Ausbreitungsbedingungen der elektromagnetischen Wellen verschiedener Frequenzen tages- 60 gänge 1 und 2 des Vorverstärkers Vl angeschaltet, zeitlich gewechselt wird. Demnach liegt dieser be- A~n den Eingang 3 des Vorverstärkers Vl ist eine kannten Anordnung eine andere Problemstellung zu- elektronische Zeitstufe K und an den Eingang 4 eine gründe, da dort aus einer größeren Anzahl von emp- Umkehrstufe N angeschlossen. Zwischen den Aus; fangenen Frequenzen eine bestimmte, nämlich die mit gangsklemmen des Vorverstärkers Vl und den Einmaximaler Stärke einfallende Frequenz zur Einstel- 65 gangsklemmen des MotorsM ist ein Endverstärker Vl lung ausgewählt wird. eingefügt. Der Hochfrequenzausgang A des Verstär-Aus »Siemenszeitschrift«, Juli 1964, S. 519 bis 530, kers ist über einen Gleichrichter D mit einem Grenzist zwar auch eine motorische Abstimmeinrichtung wertmelderC? und dieser mit einem von drei Ein-
gangen der Umkehrstufe N verbunden. Weiterhin ist
eine Steuerleitung zwischen dem Eingang 3 des Vorverstärkers Vl und dem zweiten Eingang der Um-.
kehrstufe N vorgesehen. Eine Ansteuerleitung W für den Steuerimpuls bei Frequenzwechsel ist an den
Eingang der elektronischen Zeitstufe K, eine Ansteuerleitung
// zur Freigabe der Abstimmung an den dritten Eingang der Umkehrstufe N geführt. In der
Figur ist zwischen dem Motor M und dem Variometer L eine gestrichelte Linie eingezeichnet, welche
andeuten soll, daß zwischen dem Variometer L und dem Motor M eine Antriebsachse vorgesehen ist, in
welche eine Rutschkupplung R eingesetzt ist. Bei einem Frequenzwechsel wird über die Ansteuerleitung
W der elektronischen Zeitstufe K ein Steuerimpuls gegeben, der am Eingang 3 des Vorverstärkers
Vl für eine vorgegebene Zeit t ein Steuersignal bewirkt, das den Motor in eine bestimmte Drehrichtung
laufen läßt (Rücklauf) und die Eingänge 1 und 2 sowie 4 im Vorverstärker sperrt. Die Zeit t wird so ao
gewählt, daß das Variometer L mit Sicherheit in eine definierte Ausgangslage (Endanschlag) gelangt. Da
die Zeit / konstant, der Rückstellweg für das Variometer L jedoch unterschiedlich ist wird in die Antriebsachse
die Rutschkupplung R eingefügt. Bei Frei- as gäbe der Abstimmeinrichtung — z. B. nach Einstellung
der Grobbereiche und Wiedereinschaltung der Senderstromversorgung — und beendetem Rücklauf
steht an den Eingängen der Umkehrstufe N kein Steuersignal mehr an; dafür erscheint jetzt am Eingang
4 des Vorverstärkers Vl ein Steuersignal, das den Motor M in die dem Rücklauf entgegengesetzte
Drehrichtung steuert (Suchlauf) und die beiden Eingänge 1 und 2 sowie 3 im Vorverstärker Vl unwirksam
macht. Da das Variometer L nun von der einen Endlage aus anläuft, muß mit Sicherheit die Resonanzabstimmung
erreicht werden. Nähert sich nun der Induktivitätswert des Variometers L dem für die
Resonanz erforderlichen Wert, so steigt die am Resonanzkreis anliegende Spannung. Über den deichrichter
D spricht der Grenzwertmelder G an, dieser schaltet den Suchlauf ab undjsntsperrt die Eingänge 1
und 2 im Vorverstärker Vl. Mit anstehender Schwingkreisspannung fließt ein genügend großer Strom
durch das Variometer L, so daß die Phaseribrücke P ausreichende Kriterien bekommt und eine genaue
Resonanzabstimmung danach erfolgen kann. Die Phasenbrücke P erhält zwei um 90° in der Phase
verschobene Kriterien durch Verwendung des Stromwandlers F, so daß statt der Anodenwechselspannung
ein gegenüber dieser Spannung um 90° phasenverschoberier Strom benutzt wird. Bei nicht exakt abgestimmtem
Resonanzkreis tritt je nach Phasenlage, am Eingang 1 oder 2 des als Regelverstärker ausgeführten
Vorverstärkers Vl eine Spannung auf, die über den Endverstärker V2 den Motor M links oder
rechts herum laufen läßt. Bei abgestimmtem Resonanzkreis ist die Differenzspannung am Ausgang der
Phasenbrücke P Null, und der Motor kommt zum Stillstand.
Claims (11)
1. Verfahren zur selbsttätigen Abstimmung von mindestens einem Resonanzkreis bei Kurzwellensendern
auf die Frequenz eines bei einem Frequenzwechsel am Eingang eines Verstärkers eingespeisten
HF-Signals innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes, bei der ein mit dem Abstimmmittel
des Resonanzkreises gekuppelter Motor bei Übereinstimmung der Frequenz des Eingangssignals mit der Resonanzkreisfrequenz abgeschaltet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor Beginn des Abstimmvorganges durch den Motor das Abstimmittel in einer bestimmten
Drehrichtung bis zu einer definierten, dem einen Ende des zu erfassenden Frequenzbandes entsprechenden
Ausgangslage angetrieben wird (Rücklauf), daß anschließend eine näherungsweise Vorabstimmung auf die neue Betriebsfrequenz
dadurch vorgenommen wird, daß durch den Motor das Abstimmittel in entgegengesetzter
Richtung so weit angetrieben wird, bis sich an den Anschlüssen des/der Resonanzkreise(s) ein
festgelegter Spannungswert einstellt (Suchlauf), daß anschließend eine genaue Resonanzabstimmung
in an sich bekannter Weise nach den Frequenzkriterien des/der Resonanzkreise(s) mittels
einer den Motor steuernden Differenzspannung vorgenommen wird, die im Resonanzfall den
Wert Null annimmt, und daß dem Eingang einer elektronischen Zeitstufe (K) bei einem Frequenzwechsel
ein Steuerimpuls zugeführt wird, der ein Steuersignal der Zeitdauer t erzeugt, welches den
Motor während dieser Zeit t in einer bestimmten Drehrichtung laufen läßt (Rücklauf) und welches
die Einrichtung für die näherungsweise Abstimmung (Suchlauf) sowie für die Resonanzabstimmung
nach Frequenzkriterien sperrt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit t mindestens so lang
ist, daß das mittels des Motors angetriebene Abstimmittel aus jeder beliebigen Stellung in seine
definierte Ausgangslage, d. h. bis zu seinem Endanschlag, gelangt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Zeit / die Einrichtung
für die Abstimmung nach Frequenzkriterien gesperrt bleibt, während die Einrichtung für die
näherungsweise Resonanzabstimmung eingeschaltet wird und der Motor in der der Rücklaufrichtung
entgegengesetzten Richtung läuft (Suchlauf).
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ·
dadurch gekennzeichnet, daß während des Suchlaufs bei Annäherung der Resonanzkreisfrequenz
an die eingespeiste Frequenz bei einer bestimmten Spannung am Resonanzkreis die Ansprechspannung
eines Grenzwertmelders (G) erreicht wird, und daß dann die Einrichtung für die Abstimmung
nach Frequenzkriterien eingeschaltet und die Einrichtung für die näherungsweise Resonanzabstimmung
abgeschaltet wird (Beendigung des Suchlaufs).
5. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur genauen Resonanzabstimmung nach Frequenzkriterien die
den Motor steuernde Differenzspannung in einer gangssignal und einem dazu um 90° phasenverganssignal
und einem dazu um 90° phasenverschobenen, am Verstärker ausgangsseitig über
einen Stromwandler (F) entnommenen Strom gespeist ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden
Ausgangsklemmen der Phasenbrücke (P) und den beiden Motorklemmen ein Vorverstärker (Kl)
und ein zu diesem in Serie geschalteter Endverstärker (F2) vorgesehen sind.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Vorverstärker (Fl)
außer einem von der elektronischen Zeitstufe (K) angesteuerten Eingang (3) und einem von einer
Umkehrstufe (N) gespeisten Eingang (4) noch zwei mit den Ausgangsklemmen der Phasenbrücke
(P) verbundene Eingangsklemmen (1 und 2) vorgesehen sind.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Umkehrstufe (N)
der Grenzwertmelder (G) vorgeschaltet ist, dessen Eingang über einen Gleichrichter (D) mit dem
Ausgang (A) des Verstärkers verbunden ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Steuerleitung zwischen dem Ausgang der elektronischen Zeitstufe (K) und einem Eingang
der Umkehrstufe (N) vorgesehen ist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechspannung
des Grenzwertmelders (G) einstellbar ist.
11. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Abstimmittel (L) und
dem Motor (M) eine Antriebsachse vorgesehen ist, in welche eine Rutschkupplung (R) eingesetzt
ist, die nach Erreichen des Endanschlages des Abstimmittels bis zum Ablauf der konstanten,
durch den maximalen Rücklaufweg vorgegebenen Zeit t durchrutscht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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