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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Stellmutter so verstellt werden, daß eine Änderung
Herstellung von Tabletten od. dgl., bestehend aus ' seiner Eindringtiefe1 fn die Matrize 4*erreicht wird,
einem Tisch mit einer Matrize, einem Ständerblock, Den Boden der Matrize 4 bildet ein beweglicher
dessen oberer, über der "Matrize verlaufender Quer- Matrizenboden 20, der von einem Träger 21 getragen
träger einen zum Pressen des pulverförmigen Pro- 5 wird. Der Träger ist höhenverstellbar auf einer
dukts in der Matrize dienenden Stempel trägt, dessen Buchse 22 befestigt, die auf einem Führungsstift 23
Ständer den Tisch durchqueren und dessen unterer gleitet und sich mit ihrem Boden auf einem Zwischen-Querträger
von einer unter dem Tisch befindlichen glied und dieses wiederum auf einem Nocken 24 abVorrichtung
hin- und herbewegt wird, sowie einem stützt, der mit der Welle 13 fest verbunden ist. Der
über dem Tisch angeordneten Füllschuh. ίο Matrizenboden 20 verschiebt sich dadurch synchron
Bei bekannten Maschinen dieser Art werden, durch mit dem den Stempel 5 tragenden Ständerblock. Der
den Aufbau bedingt, die Erschütterungen und Matrizenboden 20 kann außerdem über den Träger 21
Schwingungen, die sich beim Preßvorgang ergeben, bündig mit der oberen Fläche der Matrize 4 einge-
ungedämpft auf alle Teile der Maschine übertragen, stellt werden.
wodurch sich eine geringere Lebensdauer verschiede- 15 Wenn sich der Matrizenboden 20 mit seinem Träner
Einzelteile ergibt. ger 21 in seiner unteren Stellung befindet, ruht der
Gegenüber diesem bekannten Stand der Technik Träger auf der Rückstellvorrichtung 25, die dazu
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Ma- dient, die beim Zusammenpressen des Pulvers in der
schine zur Herstellung von Tabletten zu schaffen, bei Matrize 4 auf den Matrizenboden 20 ausgeübte Kraft
welcher die durch den eigentlichen Preßvorgang er- ao aufzunehmen. Sie besteht, wie aus F i g. 3 ersichtlich,
zeugten Schwingungen gedämpft werden. aus einer in einer Muffe 26 eingeschraubten Auf-
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst nahmebuchse 27, in die eine Feder 28 eingebracht
durch eine elastische Rückstellvorrichtung, welche ist, welche über einen Abstützbolzen 29, auf dessen
eine Feder aufweist, die auf einen den beweglichen an ihm fest angebrachten Anschlag 30 sich der Trä-
Matrizenboden abstützenden Anschlag wirkt, der par- 35 ger 21 abstützt, beaufschlagt werden kann,
allel zur Bewegungsrichtung des Stempels und des Die Muffe 26 ist in einem Querteil 31 des Ge-
Matrizenbodens verschiebbar ist, wobei die axiale stells 1 gelagert und besitzt an ihrem unteren Ende
Stellung des Anschlags und seiner Feder einstell- ein drehbar angeordnetes Zahnrad 32, welches über
bar ist. einen Keil 33 mit der Aufnahmebuchse 27 verbunden
Die Spannung der Feder ist dabei so eingestellt, 30 ist. Durch ein auf einer von außen drehbaren Welle
daß sie dem maximalen Preßdruck entspricht, der 34 sitzendes Stellglied 35 kann das Zahnrad 32 und
zur Herstellung einer Tablette auf das Pulver aus- somit auch die Aufnahmebuchse 27 verdreht werden
geübt werden muß. Wenn nun der Stempel in Tätig- und dadurch ihre Höhenlage gegenüber der Muffe 26
keit tritt, gibt die Feder progressiv nach und be- ändern. Diese Höhenänderung läßt eine Einstellung
stimmt durch ihre Spannung am Ende des Stempel- 35 des Anschlags 30 des Abstützbolzens 29 und damit
hubs den maximalen Preßdruck. auch des Matrizenbodens 20 zu, wenn sich dieser in
Die erfindungsgemäß erzielten Vorteile sind ins- seinem unteren Totpunkt befindet. Es ist dadurch das
besondere eine Erhöhung der Lebensdauer der Teile, Nutzvolumen der Matrize 4 einstellbar,
die Schwingungen unterworfen sind, und — wie die Die Spannung der Feder 28 ist über das Stellglied
Erfahrung gezeigt hat — eine Qualitätsverbesserung 40 35 so eingestellt, daß sie dem maximalen Preßdruck
des Erzeugnisses infolge der progressiven Pressung entspricht, der zur Herstellung einer Tablette auf das
des Pulvers. Pulver ausgeübt werden muß. Wenn nun der Stern-Nachstehend ist die Erfindung mit Bezug auf die pel 5 in Tätigkeit tritt, gibt die Feder 28 progressiv
Zeichnung beispielsweise näher erläutert; es zeigt nach und bestimmt durch ihre Spannung am Ende
F i g. 1 eine Seitenansicht der Maschine mit abge- 45 des Stempelhubs den maximalen Preßdruck. Sie
nommenem Gehäusedeckel, dämpft daher die vom Stempel 5 hervorgerufenen
F i g. 2 einen Teilschnitt des Preßkopfes nach der Stöße, so daß nur ebenfalls gedämpfte Schwingungen
Linie II-II in F i g. 1, in der Maschine auftreten.
F i g. 3 einen Schnitt durch den Antriebsteil und Oberhalb der Mittelplatte 3 ist noch ein Füllschuh
den Preßkopf nach der Linie III-III in F i g. 2. 50 37 mit einem Vorratsbehälter 38 angeordnet, der
Die Maschine in Fig. 1 weist ein Gehäuse auf, synchron zum Stempelhub eine Füllung der Matrize 4
welches ein Gestein verdeckt, das einen Teil des besorgt.
Mechanismus trägt und dessen oberes Teil einen
Tisch 2 bildet. Dieser trägt eine Mittelplatte 3, in der Patentanspruch:
eine Matrize 4 angeordnet ist, die als Form für die 55
mittels des Stempels 5 hergestellten Tabletten dient. Maschine zur Herstellung von Tabletten
Der Stempel 5 ist auf dem oberen Querträger 6 eines od. dgl., bestehend aus einem Tisch mit einer Ma-
Ständerblocks angebracht, dessen Ständer 7 den trize, einem Ständerblock, dessen oberer, über der
Tisch 2 durchqueren, wobei sie in Führungshülsen 8 Matrize verlaufender Querträger einen zum Pres-
verlaufen. Der untere Querträger 9 des Ständerblocks 60 sen des pulverförmigen Produkts in der Matrize
befindet sich unter dem Tisch 2 und ist über eine dienenden Stempel trägt, dessen Ständer den
Achse 10 mit der Pleuelstange 11 verbunden, die an Tisch durchqueren und dessen unterer Querträger
einem Exzenter 12 einer Welle 13 befestigt ist. Letz- von einer unter dem Tisch befindlichen Vorrich-
tere wird durch einen Motor 14 von einem Riemen tung hin- und herbewegt wird, sowie einem über
15 über ein Zahnradgetriebe 16,17,18,19 angetrie- 65 dem Tisch angeordneten Füllschuh, gekenn-
ben, wobei eine senkrechte, hin- und hergehende Be- zeichnetdurch eine elastische Rückstellvor-
wegung des Ständerblocks erzeugt wird. Der Stem- richtung (25), welche eine Feder (28) aufweist, die
pel 5 kann über ein Kegelradgetriebe und eine Ver- auf einen den beweglichen Matrizenboden (20)
abstützenden Anschlag (30) wirkt, der parallel zur Bewegungsrichtung des Stempels (5) und des Matrizenbodens
(20) verschiebbar ist, wobei die axiale Stellung des Anschlags (30) und seiner Feder (28) einstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen