DE1287263B - Verfahren zum Herstellen kleiner Ferrolegierungsgussstuecke und Giessform zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen kleiner Ferrolegierungsgussstuecke und Giessform zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen kleiner Ferrolegierungsgußstücke und eine Gießform
zur Durchführung des Verfahrens, die mehrere in gleichem Abstand in die Form vorstehende Rippen
aufweist. _
Es ist bereits ein Verfahren zum Herstellen kleiner Ferrolegierungsgußstücke bekannt, bei dem mehrere
nebeneinander und hintereinander in Quadratform angeordnete Rippen mit der Querschnittsform eines
Dreiecks die Trennung der einzelnen, hierdurch gebildeten kleinen Gußblöcke voneinander erleichtern
sollen. Die ganze Form wird mit flüssigem Guß so hoch aufgefüllt, daß durch die Rippen begrenzte
pyramidenstumpfförmige Teile mit einer darüberliegenden, durchgehenden Schicht einstückig ausgebildet
werden. Bei einem so großen, zunächst einheitlichen Gußstück sind naturgemäß die .Schrumpfspannungen
nach dem Erkalten verhältnismäßig groß, so daß es bei dem darauffolgenden Zerkleinern nicht
nur an den durch die Rippen gebildeten Sollbruchstellen bricht, sondern in unkontrollierbarer Weise
auch an anderen Stellen. Daher entsteht verhältnismäßig viel Ausschuß mit Teilen, die kleiner oder
größer sind als die beabsichtigten Gußblöckchen.
Ein weiterer Nachteil des bekannten Verfahrens besteht darin, daß sich der verhältnismäßig große
Gußblock schwer aus der Form lösen läßt. Daher ist es in aller Regel erforderlich, dies durch Schläge mit
einem Hammer auf die Rückseite der Form durchzuführen, wobei bereits Risse entstehen, die nicht
dem Verlauf der Rippen folgen. Dieses erschwerte Herauslösen des Gußstückes aus der Form ist auch
darauf zurückzuführen, daß. die pyramidenstumpfförmigen
Teile allseitig von den Rippen ummantelt sind und daß das Gußstück eine größe Breite aufweist,
so daß die Schrumpf spannungen auch in dieser Richtung große Werte annehmen.
Schließlich zeigt das bekannte Verfahren auch noch den Nachteil, daß es sich nur schwer automatisieren
läßt und daher praktisch nur für verhältnismäßig kleine Stückzahlen geeignet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren der
eingangs genannten Art zu schaffen, daß ein leichtes Herauslösen des Gußstückes aus der Form, ein leichteres
und genaueres Trennen der einzelnen Gußblöckchen voneinander sowie eine leichte Automatisierung
der Fertigung gestattet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß mehrere parallel zueinander liegende
Stangen gleichzeitig miteinander gegossen werden, wobei nur so viel Schmelze in die einzelnen Hohlräume
für die einzelnen Stangen gegossen wird, daß diese nicht miteinander kommunizieren, worauf die
Stangen in an sich bekannter Weise an Umgebungsluft gekühlt und bei einer Temperatur von nicht unter
700° C aus der Form genommen, weiter an Umgebungsluft gekühlt und sodann in noch warmem Zustand
auf eine harte Unterlage fallengelassen werden. Wesentliche Schrumpfspannungen entstehen dadurch
nur in Längsrichtung der Stangen im Sinne einer Trennung an den durch die Rippen gebildeten Sollbruchstellen.
Die Stangen lassen sich auch sehr viel leichter aus der Form herauslösen als die bekannten
Gußstücke. Dabei liegt die Produktionsgeschwindigkeit aber nicht niedriger als bei dem bekannten
Verfahren, weil ja mehrere beliebig viele Stangen parallel zueinander angeordnet sein können, wodurch
eine vergrößerte Schrumpfspannung nicht zu befürchten ist wie bei dem bekannten Verfahren. Obschon
die Höhe der Rippen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sehr viel geringer gewählt werden
kann als bei dem bekannten, erfolgt der Bruch mit sehr viel größerer Genauigkeit stets an der Sollbruchstelle.
Es ist vorgesehen, daß mehrere Stangen gleichzeitig mittels einer gemeinsamen Gießwanne mit mehreren
Gießrinnen gegossen werden. Gegenüber dem beo kannten Verfahren ist die Zahl der Gußstücke zwar
vervielfacht, die Arbeitsgeschwindigkeit kann jedoch ganz erheblich gesteigert und die Fertigung rationalisiert
werden. Für jede Stange ist eine Gießrinne vorgesehen, jedoch ist zum Füllen der Gießwanne nur
eine einzige Gießpfanne erforderlich.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß Gießen in an sich bekannter Weise kontinuierlich durchzuführen,
indem die Gießformen unter der Gießpfanne in ihrer Längsrichtung bewegt werden. Die Gießformen
so können dabei miteinander verbunden sein und eine endlose Kette bzw. einen Zug bilden, der in einer
Richtung umläuft, wobei natürlich die Geschwindigkeit der endlosen Kette oder des Zuges der Durchflußgeschwindigkeit
der Gießwanne angepaßt wird. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Zerbrechen der Stangen in einem Trommelsieb
vorgenommen werden.
Wie bereits erwähnt, können die Rippen der Gießform durch das erfindungsgemäße Verfahren weniger
hoch gehalten sein als bei dem bekannten, so daß das Verhältnis der Querschnittsfläche der Stange im
höchsten Punkt der Rippen zur Querschnittsfläche im rippenlosen Teil der Stange zwischen 0,35 und 0,7
liegen kann. Dabei können die Rippen nur an den Seitenwänden oder auch durchgehend angeordnet
sein.
Im weiteren werden die als Masseln zu Stangen verbundenen Einzelgußstücke der Einfachheit halber
als aus »Stangenabschnitten« und »Ansätzen« zusammengesetzt bezeichnet, wobei es sich bei den
Stangenabschnitten um die kleinen Gußstücke handelt, die schließlich als Endprodukt gewonnen werden
sollen. Die »Ansätze« bilden sich an beiden Enden eines Stangenabschnitts oberhalb der Rippen.
•45 Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Hinweis auf die Zeichnung, aus der
ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Gießform ersichtlich ist. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine beispielsweise, für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Form,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie A -A in F ig. 1,
F i g. 3 einen vergrößerten Schnitt längs der Linie 5-BinFig. 1,
F i g. 4 einen Schnitt in vergrößerter Darstellung längs der Linie C-C in F i g. 1,
F i g. 5 eine Draufsicht, die die Verbindung zwischen
den Gießformen erkennen läßt, F i g. 6 einen Schnitt längs der Linie D-D in F i g. 5.
In den Fig. 1 und 2 sind mit 1 eine Gießform, mit 2 ein Gießhohlraum, mit 3 eine Rippe, in den
F i g. 5 und 6 mit 4 weitere Gießformen, mit 5 eine Gießwanne und mit 6 Gießrinnen (F i g. 6) bezeichnet.
(a) Beispiel für Ferromangan
In den Hohlraum 2 der Gießform 1 (F i g. 1 und 2) wurde schmelzflüssiges Ferromangan mit der in
Tafel 1 genannten chemischen Zusammensetzung gegossen. Die mit »nach dem ersten Fallenlassen«
und »nach dem zweiten Fallenlassen« bezeichneten Zeilen nach Tafel 2 stellen das Ergebnis eines wiederholten
Fallenlassens der Stangen aus einer Höhe von 1500 mm auf eine 10 mm dicke Stahlplatte dar. Nach
zweimaligem Fallenlassen waren also keine zwei noch miteinander verbundenen Stangenabschnitte vorhanden,
die das gewünschte Endprodukt darstellen. Insgesamt 97,7 Gewichtsprozent der voneinander
getrennten Stangenabschnitte (94,6 Gewichtsprozent) und anfallenden Bruchstücke (3,1 Gewichtsprozent)
blieben auf einem Sieb mit 20 mm Maschenweite liegen. 2 Gewichtsprozent waren Bruchstücke unter
20 mm Maschenweite, und nur 0,25 Gewichtsprozent bestanden aus unbrauchbaren Bruchstücken, die
durch ein Sieb mit 4 mm Maschenweite durchfielen.
(b) Beispiel Silizium—Mangan
20
In den Hohlraum 2 wurde schmelzflüssiges Silizium—Mangan
mit der chemischen Zusammensetzung nach Tafel 3 gegossen. Die in Tafel 4 »vor dem Fallenlassen« bezeichnete Zeile gibt den Zustand
an, in dem die Stangenabschnitte in dem Augenblick getrennt wurden, als sie als Masseln aus
der Gießform 3 Minuten nach dem Gießen herausgenommen wurden. Die mit »nach dem ersten Fallenlassen«,
»nach dem zweiten Fallenlassen« und »nach dem dritten Fallenlassen« nach Tafel 4 bezeichneten
Zeilen geben das Ergebnis eines mehrfach wiederholten Fallenlassens des Stangenmaterials aus einer
Höhe von 1500 mm auf eine 10 mm dicke Stahlplatte wieder.
Die Überschrift in Tafel 4 »Stangenabschnitte in Ketten von mehr als zwei Abschnitten« bezieht sich
nicht nur auf Stücke aus zwei oder mehr ganzen Stangenabschnitten, sondern auch auf aus einem oder
mehreren Stangenabschnitten und einem Teilabschnitt, der zwischen den Ansätzen in der Mitte gebrochen
wurde, zusammengesetzten Stücken. Hierbei wurde ein nicht getrennter Stangenabschnittsteil als halber
Abschnitt gewählt.
Bei diesem Beispiel wurden die meisten Stangenabschnitte beim zweiten Fallenlassen voneinander
getrennt, und ein weiteres Wiederholen dieses Vorgangs führt zu einem erhöhten Aufbrechen der einzelnen
Stangenabschnitte selbst. Es ist also hierbei zu empfehlen, das Material nach jedem Fallenlassen
abzusieben, so daß nur die aus zwei oder mehr Stangenabschnitten bestehenden Brocken übrigbleiben
und erneut fallengelassen werden. Bei dem in Tafel 4 erläuterten Versuch wurden nur die Stangenabschnitte
und Bruchstücke, die von einem Sieb mit 20 mm Maschenweite zurückgehalten wurden, weiteren Fallvorgängen
ausgesetzt; Das Ergebnis dieser drei Fallvorgänge zeigt, daß 97,5 Gewichtsprozent des endgültig
erhaltenen Materials aus Stangenabschnitten in Ketten von mehr als zwei Abschnitten (5,1 Gewichtsprozent),
einzelnen Stangenabschnitten (78,4 Gewichtsprozent) und Bruchstücken über 20 mm Maschenweite (14 Gewichtsprozent) gesammelt werden
konnten. 1,4 Gewichtsprozent lagen unter 20 mm Maschenweite, und nur 1,10 Gewichtsprozent unter
4 mm Maschenweite mußten als Verlust hingenommen werden.
Wie die Beispiele deutlich zeigen, brechen die der Gießform entnommenen Stangen auf und werden in
einzelne oder zusammenhängende, d. h. Gußstücke vorbestimmter Größe, sowie ein paar Bruchstücke
getrennt, indem man sie fallen läßt. Zusätzliche mechanische oder Handbearbeitung zur Herstellung
kleiner Gußstücke ist nicht notwendig, abgesehen davon, daß in gewissen Fällen ein Absieben vorteilhaft
ist. Wie in den Tafeln 2 und 4 gezeigt, kann die Ausbeute oder der Anteil der Gewichtsprozente der
voneinander getrennten Stangenabschnitte und der Bruchstücke, z. B. denjenigen über 20 mm Siebmaschenweite, über 97 Gewichtsprozent (nämlich
94,6 und 3,1 Gewichtsprozent, Tafel 2) oder 92 Gewichtsprozent (nämlich 78,4 und 14 Gewichtsprozent,
Tafel 4) liegen, wenn man das Fallenlassen mehrere Male wiederholt. Die Ausbeute kann über 99 Gewichtsprozent
liegen, wenn die Bruchstücke über 4 mm Siebmaschenweite mitgezählt werden, wobei
der unbrauchbare Verlust (unter 4 mm Maschenweite) dann weniger als 0,5 Gewichtsprozent (Tafel 2) beträgt.
Bei einem anderen Versuch wurde festgestellt, daß der Anteil der Bruchstücke mit Untergröße sich nur
wenig ändert, selbst wenn man eine Fallhöhe von 1800 mm wählt.
Der Verfahrensabschnitt des Fallenlassens kann in Anpassung an die Bedingungen des Einzelfalls verändert
werden, vorausgesetzt, daß man Faktoren, wie die schmale Ausbildung der Ansätze, insbesondere
deren Tiefe, die Sprödigkeit des Materials, die gewünschte Größe der Einzelabschnitte bzw. der
kleinen Gußstücke und deren Toleranzen oder das Gewicht der Masseln richtig einschätzt. Zum Beispiel
können die Masseln einfach auf Betonfußböden fallengelassen werden. Es können auch Trommelsiebe
oder Putztrommeln entsprechenden Durchmessers angewandt werden. Die Anwendung von
Trommelsieben hat einen weiteren Vorteil, da dann das Sieben von gebrochenen oder abgetrennten
Stücken automatisch durchgeführt wird.
Besonders wichtig für das erfindungsgemäße Verfahren ist:
(a) Die Gestalt der Gießform,
(b) die mit dem Abkühlen nach dem Gießen verbundenen Maßnahmen und
(c) die Temperatur der Ferrolegierungsmasseln zum Zeitpunkt der Entnahme aus der Gießform.
Diese Merkmale haben großen Einfluß auf das Auftreten von Bruchstücken mit Untergröße.
Die eben genannten Zustände werden näher erläutert:
(a) Form der Gießform
Das Verhältnis der Querschnittsfläche des Ansatzes zur Querschnittsfläche der Stangenabschnitte oder
des eigentlichen Formhohlraums ist wichtig. Die Stangenabschnitte neigen zum Bersten, wenn das
Verhältnis von S1ZS2 groß ist, wobei S1 die Querschnittsfläche
des Hohlraumes der Gießform über der Rippe, nämlich des Ansatzes, wie in F i g. 3 gezeigt,
bedeutet und S2 die Querschnittsfläche des eigentlichen,
in F i g. 4 gezeigten Formhohlraumes. Hierbei bersten die Stangenabschnitte selbst leichter als die
verbindenden Ansätze während des Kühlvorganges. Infolgedessen entstehen größere Gußstücke als vorbestimmt
ist. Wenn S1ZS2 dagegen zu gering ist, treten
beim Fallenlassen Bruchstücke mit Untergröße häufiger auf. Die wesentliche Bedingung lautet daher:
S1AS2 = 0,35-0,7.
(b) Kühlabschnitt nach dem Gießen
Es wird in Umgebungsluft gekühlt, da eine Druckluftkühlung oder eine Wasserkühlung das Auftreten
von Bruch mit Untergröße begünstigt
(c) Temperatur bei der Entnahme der Masseln aus Ferrolegierung aus der Form
Die Zeitdauer zwischen dem Gießen und der Entnahme der Masseln aus der Gießform kann in Abhängigkeit
von der Stangenabschnitte verändert werden. Gute Ergebnisse werden erhalten, wenn diese
Dauer nicht mehr als 6 Minuten beträgt. Dies bedeutet, daß die Masseln bzw. die Stangenabschnitte
nicht unter 700° C gekühlt sein sollen. Wird diese Zeitdauer über- bzw. diese Temperaturgrenze unterschritten,
so nimmt der Anteil an Bruchstücken mit Untergröße zu.
Zusätzlich zu den vorstehend genannten Merkmalen (a), (b) und (c) muß die Fallhöhe berücksichtigt
werden. Der günstigste Wert liegt in der Nähe von 1500 mm. Ist die Höhe zu groß, nimmt der Anteil
an Bruchstücken mit Untergröße zu. Ist sie zu klein, nimmt der Wirkungsgrad beim Trennen der
Stangenabschnitte ab.
Die optimale Vereinigung dieser Merkmale wird innerhalb bestimmter Bereiche unter Beachtung der
Große der herzustellenden Gußstücke, der Ferrolegierungsart und der zulässigen Werte für den Anteil
an Bruchstücken mit Untergröße festgelegt.
In den F i g. 5 und 6 ist ein Beispiel für ein kontinuierliches Verfahren gegeben. Eine Anzahl von
weiteren Gießformen 4 mit einer Vielzahl von Hohlräumen
2 sind miteinander verbunden und bilden eine endlose Kette bzw. einen Zug, der in einer
Richtung umläuft. Eine darüber angeordnete Gießwanne 5 ist mit genauso vielen Gießrinnen 6 versehen,
wie Hohlräume 2 vorhanden sind. Die Kette aus Gießformen 4 wird bewegt, während die schmelzflüssige
Ferrolegierung über die Gießrinnen 6 vergossen wird. Hierbei wird der von der einzelnen
Form durchlaufene Weg bis zum Ende der Oberseite der endlosen Kette bzw. die Zeit zwischen Gießvorgang
und Umkippen der Form entsprechend den erfindungsgemäßen Vorschlägen angepaßt. Wird die
Gießwanne 5 mit schmelzflüssigem Metall z. B. von einer Pfanne kontinuierlich versorgt, so kann das
Verfahren auf die Herstellung von Ferrolegierungsgußstücken geeigneter Größe in Massenherstellung
durchgeführt werden.
Es sei hervorgehoben, daß nach der Erfindung eine große Anzahl kleiner Ferrolegierungsgußstücke
bestimmter Größe, z. B. zwischen 20 und 40 mm, in einfacher Arbeitsweise erhalten werden. Bisher war
eine solche Herstellung äußerst schwierig. Von besonderem Gewicht ist der Vorteil, daß nach der Erfindung
nur sehr wenig Bruchstücke mit Untergröße anfallen. Bei Anordnung des erfindungsgemäßen
Verfahrens können die Arbeitskosten gesenkt und infolgedessen die Herstellungskosten von Ferrolegierungsgußstücken
geringer Größe gesenkt werden.
Tafel 1
Mn
Chemische Zusammensetzung, % C I Si
Fe*
74,30
6,78 0,24
Rest
* Einschließlich P, S und anderen Verunreinigungen.
Tafel 2 Fallversuch (Fallhöhe 1500 mm)
Trennung von Einzelabschnitten
Trennung von Einzelabschnitten
Stangenabschnitte in Ketten von mehr als zwei Abschnitten
einzeln voneinander getrennte Stangenabschnitte
Il
C3 *o
•Se
i!
Bruchstücke
8|
brauchbare
Gußstücke
insgesamt
Gußstücke
insgesamt
Bruchstücke
(Verlust)
unter 4 mm
Maschenweite
BO
Vor dem Fallenlassen....
Nach dem ersten Fallenlassen
Nach dem zweiten Fallenlassen
66,0
15,2
20 52 57
34,0 84,7 94,6
0
0
3,1
0
3,1
0
0
2,0
0
2,0
5940!(10O)
5935
5925
99,91
99,75
15
0,09
0,25
Tafel 3
Chemische Zusammensetzung, °/o
Mn | Si | C | Fe* |
61,20 | 15,53 | 2,37 | Rest |
* Einschließlich P, S und anderen Verunreinigungen.
Tafel 4
Fallversuch (Fallhöhe 1500 mm)
Stangenabschnitte in Ketten von mehr als zwei Abschnitten
Il
einzeln voneinander getrennte Stangenabschnitte
es »
3-5
Bruchstücke
JiI
brauchbare Gußstücke insgesamt
S g
Bruchstücke
(Verlust)
unter 4 mm
Maschenweite
BS
O o.
Vor dem Fallenlassen
Nach dem ersten Fallenlassen
Nach dem zweiten Fallenlassen
Nach dem dritten Fallenlassen
5,5
71,7
24,1
6,8
25 28,3
54
72
3,5 5,1
72,9
84,5
68 78,4
52
72
77,5 2,1 0,5
7,0
0,8
71,5 14,0 1,4
8450
8425
8380
8357
(100)
99,7
99,2
98,9
25
70
0,30
0,80
93 1,10
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen kleiner Ferrolegierungsgußstücke, mit einer Gießform, die
mehrere in gleichem Abstand in die Form vorstehende Rippen aufweist, dadurchgekennzeichnet,
daß mehrere parallel zueinander liegende Stangen gleichzeitig miteinander gegossen
werden, wobei nur so viel Schmelze in die einzelnen Hohlräume für die einzelnen Stangen gegossen
wird, daß diese nicht miteinander kommunizieren, worauf die Stangen, wie an sich
bekannt, an Umgebungsluft gekühlt und bei einer Temperatur von nicht unter 700° C aus der Form
genommen, weiter an Umgebungsluft gekühlt und sodann in noch warmem Zustand auf eine harte
Unterlage fallengelassen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zerbrechen der Stangen
in einem Trommelsieb vorgenommen wird.
3. Gießform zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rippen (3) der Gießform (4) einen halbkreisförmigen Querschnitt
aufweisen.
4. Gießform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Querschnittsfläche
(S1) der Stange (2) im höchsten Punkt der Rippen (3) zur Querschnittsfläche (S2)
im rippenlosen Teil der Stange zwischen 0,25 und 0,9 liegt.
5. Gießform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (3) nur an der
Seitenwand angeordnet sind.
6. Gießform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen, wie an
sich bekannt, durchgehend an den Seiten und an dem Boden der Gießform (4) angeordnet
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909 503/1312
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