DE1284863B - Verfahren und Vorrichtung zum Fuellen von Transportbehaeltern mit einer kohlensaeurehaltigen, unter Druck stehenden Fluessigkeit - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Fuellen von Transportbehaeltern mit einer kohlensaeurehaltigen, unter Druck stehenden FluessigkeitInfo
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Description
nade-, Bier- oder Mineralwasserflaschen, ferner 10 Druckbehälter war und die gleichfalls in den Flüssig-Siphonflaschen,
Siphonballons und Premixbehältern keitsvorratsbehälter strömt, abgeführt werden kann
usw., ist es bekannt, den zu füllenden Druckbehälter und sich im Flüssigkeitsvorratsbehälter außer der
etwa auf den Druck des Flüssigkeitsvorratsbehälters Flüssigkeit nur Kohlensäuregas befindet. Dies kann
zu bringen. Vor allem bei kleinen Behältern ist es nach einem der bereits bekannten Verfahren geüblich,
das Füllen dadurch zu bewerkstelligen, daß 15 schehen.
der Flüssigkeitsvorratsbehälter höher steht und die Eine weitere Vereinfachung des Verfahrens kann
Flüssigkeit durch ihr eigenes Gewicht in den zu man dadurch erzielen, daß das beim Füllen verfüllenden
Behälter abfließt (Gegenströmverfahren). drängte Gas in den nächsten zu füllenden Behälter
Die abzufüllende Flüssigkeit kann dabei Sodawasser, geleitet wird und diesen vorspannt. Durch diese
Bier, vorgemischte Limonade (Premix) u. dgl. sein. 20 Maßnahme wird der Weg, den das Vorspanngas zu-Das
beim Füllen des Transportbehälters verdrängte rücklegen muß, klein gehalten. Man kann auch beim
Gas kann beim Gegenströmverfahren durch eine
Druckausgleichsleitung in den Flüssigkeitsvorratsbehälter, und zwar vorzugsweise über den Flüssigkeitsspiegel, zurückgeführt werden. Ein Nachteil 25
dieses Verfahrens ist es, daß der Flüssigkeitsvorratsbehälter höher stehen muß als der abzufüllende
Transportbehälter und daß das Einströmen langsam
erfolgt, da der Differenzdruck, der das Einströmen
Druckausgleichsleitung in den Flüssigkeitsvorratsbehälter, und zwar vorzugsweise über den Flüssigkeitsspiegel, zurückgeführt werden. Ein Nachteil 25
dieses Verfahrens ist es, daß der Flüssigkeitsvorratsbehälter höher stehen muß als der abzufüllende
Transportbehälter und daß das Einströmen langsam
erfolgt, da der Differenzdruck, der das Einströmen
verursacht, nur durch die Gewichtsdifferenz der 30 und von der oder den Füllstellen eine Druck-Flüssigkeitssäule
über dem Druckbehälter hervor- ausgleichsleitung zu einer Gasdruckquelle, vorzugsweise
zum Kohlensäuregasraum des Vorratsbehälters oberhalb des Flüssigkeitsspiegels zum Vorspannen
Vorspannen des nächsten Behälters bereits eine Verbindung mit dem Flüssigkeitsvorratsbehälter herstellen,
die die Vorspanndruckhöhe regelt.
Zur praktischen Durchführung des Verfahrens wird vorgeschlagen, daß in die Leitung zwischen
einem teilweise mit unter Druck stehender kohlensäurehaltiger Flüssigkeit gefüllten Vorratsbehälter
und der oder den Füllstellen eine Pumpe gesetzt ist
und zum Entlüften bzw. zur Druckkontrolle des Be-
Der Erfindungsgegenstand ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, ohne diesen darauf zu beschränken.
Fig. 1 zeigt die Anordnung einer Vorrichtung für
Sodawasserflaschenfüllung,
Fig. 2 eine Premixfüllanlage und
F i g. 3 ein Füllorgan für Limonadeflaschen.
Gemäß der Anordnung nach Fig. 1 wird das
gerufen wird.
Eine andere Möglichkeit liegt darin, nach dem Vorspännen des zu füllenden Behälters die Rückgasleitung
in den Gasraum des Flüssigkeitsyorrats- 35 hälters führt.
behälters zu sperren oder zu trennen und den Druck Weiter wird vorgeschlagen, in der Druckausgleichs-
im Transportbehälter vorzugsweise durch kontrollier- leitung ein Reduzierventil anzuordnen. Dadurch hat
tes Entlüften ins Freie abzusenken, wodurch das man es in der Hand, den Vorspann- und Entlastungs-Füllen
durch die so entstehende Druckdifferenz er- druck auf ein beliebiges Niveau einzustellen. Insmöglicht
wird. Dieses Verfahren, welches vor 40 besondere kann man dadurch bei Siphongefäßen die
allem für größere Behälter angewendet wird, hat Füllhöhe einstellen,
den Nachteil, daß Kohlensäuregas ungenützt verströmt.
Ferner ist es vor allem bei der Bierabfüllung bekannt, das Abfüllprodukt von einem standfesten 45
Lagertank mit einer Pumpe zum ortsfesten Tank einer Abfüllanlage zu transportieren, wobei durch
die Pumpe eine Drucksteigerung bewirkt wird.
Diese erwähnten Nachteile beim Abfüllen in
Transportbehälter vermeidet die Erfindung dadurch, 50 fertige Sodawasser in einem Vorratskessel 1 gedaß
die Flüssigkeit durch eine Zusatzpumpe aus dem speichert. Dieser Vorratskessel hat einen Raum 3,
Flüssigkeitsvorratsbehälter in den zu füllenden Be- der mit Kohlensäuregas, das je nach Wassejtemperahälter
gedrückt wird. tür unter einem Druck von 3 bis 5 atü steht, gefüllt
Der Einströmdruck und die Einströmgeschwindig- ist. Dieses fertige Sodawasser wird nun über eine
keit werden durch die Pumpe hervorgerufen und 55 Leitung 4 zu einer Pumpe 5 geführt, welche das bereguliert,
und diese können dadurch wesentlich reits unter einem erhöhten Druck stehende Sodahöher als beim erwähnten Gegenströmverfahren sein. wasser mit einem noch größeren Druck über eine
Man kann daher auch große Behälter in einer kurzen Fülleitung 6 zum Füllstock 9 an die Füllstelle bringt.
Zeit füllen und das Vorspannkohlensäuregas ins Der Füllstock ist weiter über eine Druckausgleichs-System
leicht zurückführen. Ein insbesondere bei 60 leitung 7 mit dem Kohlensäuregasraum 3 des Vorratsgroßen
Behältern bisher geübtes Ablassen von behälters 1 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 2 ver-Kohlensäuregas
zur Druckabsenkung ins Freie kann bunden. In dieser Druckausgleichsleitung 7 ist ein
dadurch vermieden werden. Die Lage des Flüssig- Reduzierventile angeordnet.
keitsvorratsbehälters ist gleichgültig. Er braucht nicht Beim Füllen einer Sodawasserflasche wird diese
höher als der zu füllende Druckbehälter zu stehen. 65 mit der Mündung nach unten in eine Füllstelle 24
Man benötigt dabei beim Abfüllen einen Bruchteil eingebracht. Sodann wird der gesamte rotierende
der bisher üblichen Zeit. Die kohlensäurehaltige Teil mitsamt der Füllstelle 24 verdreht und dadurch
Flüssigkeit steht bis zum Einströmen nie unter einem in bekannter Weise der Reihe nach die Leitung 7
zur Vordruckerzeugung, die Leitung 6 zur Füllung, die Leitung 7 zur Entlastung, die Leitung 6 zur
Weiterfüllung usw. mit der Füllstelle in Verbindung gebracht. Üblicherweise wird der zusätzliche Pumpendruck
bei einem Vorspanndruck von 3 bis 5 atü 3 bis 7 atü betragen. Das Ausführungsbeispiel zeigt
einen Füllstock mit drei Füllstellen.
Während des ganzen Füllvorganges ist das Sodawasser nur unter einem Druck, der etwa über dem
Herstellungsdruck in dem Vorratsbehälter liegt. Der Druck im Vorratsbehälter ist geringer als der Fülldruck
der Sodawasserflasche, wodurch es möglich ist, die Kohlensäurezylinder, die zur Versorgung mit
Kohlensäure dienen, ohne weiteres bis auf einen Druck von 4 bis 5 atü zu entleeren. Das überschüssige
Kohlensäuregas geht beim Entlasten nicht ins Freie, sondern wird dem Vorratsbehälter rückgeführt
oder wird zum Vorspannen der nachfolgenden Flasche verwendet. Im Ausführungsbeispiel ist
der Druck im Vorratsbehälter 3 bis 5 atü, der zusatzliehe
Pumpendruck 3 bis 7 atü und der Vorspann- und Entlastungsdruck 2 bis 5 atü. Es wird dabei auf
der vorhergehenden Flasche und, soweit nötig, über das Reduzierventil aus dem Vorratskessel vorgespannt.
F i g. 2 zeigt eine komplette Anlage zur Erzeugung einer Premixlimonade sowie die zugehörige erfindungsgemäße
Abfüllanlage. Sodawasser aus einer Imprägniermaschine 30, einer Vorrichtung zur Sättigung
von Wasser mit Kohlensäure, wird über eine Leitung 18 und Sirup aus einem Siruptank 31 über
eine Leitung 19 einer Feindosierpumpe 16 zugeführt. Das fertig gemischte Getränk wird über die Leitung
15 in den Vorratskessel 1 gebracht. Durch die Leitung 15 kann jedoch auch ein anderes Getränk,
beispielsweise Bier, reines Sodawasser, Mineralwasser u. dgl., zum Vorratskessel gebracht werden.
Vom Vorratskessel führt eine Leitung 4 zur Pumpe 5 und weiter eine Leitung 6 zur Fülleitung 13. Zwischen
dieser Fülleitung 13 und einer Vorspann- und Ausgleichsleitung 14 können mehrere Premixbehälter
20 angeschlossen werden. Der Anschluß der Behälter erfolgt sowohl auf der Gas- als auch auf der Flüssigkeitsseite
durch selbsttätig abdichtende Schnellkupplungen 34. Das Füllen erfolgt durch das Anschließen
des Premixbehälters zuerst an die Vorspann- und Ausgleichsleitung 14, wodurch dank der
Ausgleichsleitung 7 und den durch das Füllen der anderen Behälter verdrängten Gasstrom die Premixbehälter
20 vorgespannt werden. Danach erfolgt der Anschluß an die Fülleitung 13 und die Füllung mit
dem durch die Pumpe 5 erzeugten Überdruck. Da sich im leeren Behälter 1 Luft befinden kann, ist, wie
dies bei derartigen Vorratsbehältern bekannt ist, ein Entlüftungsventil 11 am Kopf des Vorratskessels 1
vorgesehen. Die Luft, die leichter als Kohlensäure ist, sammelt sich im oberen Teil. Über das Entlüftungsventil
11 und eine Entlüftungsleitung 10 wird diese Luft abgelassen. Ferner befindet sich am Vorratskessel
noch ein Überdruckventil 12. Die Flüssigkeitsstandkontrolle und die Druckkontrolle sowie die
Entlüftung erfolgen durch ein Steuerorgan 22 mittels eines Füllstandfühlers 23 und einen Druckwächter,
der mit der Druckwächterleitung 26 verbunden ist.
Fig. 3 zeigt ein Abfüllorgan für Flaschen.
Mehrere derartige Abfüllorgane können beispielsweise rotierend angeordnet sein. Die Flaschen 27
werden bei Beginn des Füllvorganges so angehoben, daß sich eine Dichtung 29 aus einem elastischen
Material an einem Füllkopf 28 an den Flaschenhals anlegt. Ein Füllrohr 35, welches nach Anliegen der
Dichtung 29 am Flaschenhals fast bis zum Boden der Flasche 27 reicht, und eine dieses Füllrohr umgebende
Vorspann- und Rückluftleitung 36, die etwa bis zum gewünschten Flüssigkeitsspiegel in der
Flasche reicht, ragen in die Flasche. Über ein Füllventil 38 ist das Füllrohr 35 mit der Leitung 6 verbunden,
die, analog zu den anderen Ausführungsbeispielen, mit der Pumpe 5 und dem Vorratsbehälter
in Verbindung steht. Die Vorspann- und Rückluftleitung 36 ist über eine Vorspannleitung 40
mit dem Vorspannventil 37 verbunden. Das Vorspannventil 37 ist an die Leitung 7 angeschlossen,
die, wie auch aus den Beschreibungen der anderen Figuren ersichtlich ist, oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 2 in den Vorratsbehälter 1 mündet. Nach
Anliegen der Dichtung 29 am Flaschenhals öffnet das Ventil 37 und spannt die Flasche mit dem Druck
des Vorratsbehälters vor. Sodann öffnet das Ventil 38. Die Abfüllflüssigkeit, die durch die Pumpe 5 dem
Vorratsbehälter 1 entnommen wird, strömt mit erhöhtem Druck in die Leitung 6 und durch das Ventil
38 in das Füllrohr 35 und in die Flasche. Dadurch, daß das Füllrohr 35 fast bis zum Boden der Flasche
27 geführt wird, erzielt man ein ruhiges Einströmen der Flüssigkeit. Die durch das Füllen verdrängte
Gasmenge kann durch die Rückluftleitung 36, die Leitung 40, das Ventil 37 und die Leitung 7 in den
Vorratsbehälter 1 zurückströmen, bis der Flüssigkeitsspiegel den unteren Rand der Vorspann- und
Rückluftleitung erreicht hat. Sodann werden das Ventil 38 und anschließend das Ventil 37 geschlossen.
Ein Ventil 39 öffnet und bringt über eine Abspritzleitung den Gasraum der Flasche auf
Außendruck. Damit ist der Füllvorgang beendet, und die Flasche kann vom Füllkopf gelöst werden. Dadurch,
daß dank der Pumpe 5 das Füllen wesentlich rascher vor sich geht, als dies bisher beim Gegenströmverfahren
erzielt werden konnte, ist es möglich, mit weniger Füllstellen eine größere Fülleistung zu
erzielen und damit die Abfüllung zu beschleunigen und die Abfüllanlagen kostengünstiger herzustellen.
Claims (5)
1. Verfahren zum Füllen von Transportbehältern mit einer kohlesäurehältigen, unter Druck
stehenden Flüssigkeit, wobei der Transportbehälter vor dem Füllen etwa auf den Druck, unter
dem die abzufüllende Flüssigkeit steht, gebracht wird, worauf das Füllen unter Verdrängung des
im Behälter befindlichen Gases erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit
durch eine Zusatzpumpe (5) aus dem Flüssigkeitsvorratsbehälter (1) in den zu füllenden
Behälter gedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Füllung entweichende
Gas in bekannter Weise in den Flüssigkeitsvorratsbehälter (1) geleitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Füllen frei werdende
Gas in den nächsten zu füllenden Behälter geleitet wird und diesen vorspannt.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Leitung (4, 6) zwischen einem teilweise mit unter Druck stehender
kohlensäurehaltiger Flüssigkeit gefüllten Vorratsbehälter (1) und der oder den Füllstellen (9)
eine Pumpe (5) gesetzt ist und von der Füllstelle (9) eine Druckausgleichsleitung zu einer Gasdruckquelle,
vorzugsweise zum Kohlensäuregasraum (3) des Vorratsbehälters (1) oberhalb des Flüssigkeitsspiegels (2) zum Vorspannen und zum
Entlüften bzw. zur Druckkontrolle des Behälters führt.
5. Vorrichtung nach Anspruch A, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckausgleichsleitung
(7) ein Reduzierventil (8) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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AT565962A AT231299B (de) | 1962-07-12 | 1962-07-12 | Verfahren und Vorrichtung zur Füllung von Druckbehältern mit einer kohlensäurehältigen, unter Druck stehenden Flüssigkeit |
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DE3809852A1 (de) * | 1988-03-24 | 1989-10-05 | Seitz Enzinger Noll Masch | Verfahren zum aseptischen bzw. sterilen abfuellen von fluessigem fuellgut in behaelter sowie vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens |
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- 1962-07-12 AT AT565962A patent/AT231299B/de active
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- 1963-07-11 GB GB2744563A patent/GB1027351A/en not_active Expired
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BE634527A (de) | 1963-11-18 |
FR1395548A (fr) | 1965-04-16 |
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